#KSCFCK: It's Derby time!

Das Fußballjahr 2019 hat für den FCK angefangen wie das alte aufgehört hat. Auf einen Sieg in Großaspach folgten eine Niederlage in Münster und ein Unentschieden gegen Halle. Ein „bunter Strauß“ aus Ergebnissen quasi, um in der aktuellen Sprache der FCK-Bosse zu bleiben. Zu wenig, um noch einmal oben anzugreifen, (noch) zu gut, um in die Abstiegszone zu rutschen. Vielleicht kommt da das Derby beim Karlsruher SC gerade recht. Ein Spiel, das bekanntlich abseits jeder Tabellensituation seine eigenen Gesetze, seinen ganz eigenen Charme hat.

Die Lage vor dem Spiel

Im Heimspiel gegen Halle zeigte die Elf von Sascha Hildmann vor allem in der 1. Halbzeit zu wenig, konnte kaum eigene Chancen kreieren. Dagegen schien die Defensive nach der Niederlage in Münster wieder stabil, ließ über 90 Minuten nur drei Chancen zu und so hielt Lennart Grill in seinem dritten Ligaspiel am Ende zum zweiten Mal die Null.


Und so blickt auch Sascha Hildmann optimistisch auf das Derby und freut sich auf die besondere Stimmung, die die Mannschaft erwartet. „Ich weiß als Lautrer, was es heißt nach Karlsruhe zu fahren“, bekannte Hildmann sich auf der Pressekonferenz vor dem Spiel abermals als waschechter Lautrer. Zugleich warnt der 46-jährige aber auch vor der hohen Qualität des Tabellenzweiten, insbesondere in der Offensive. „Sie haben eine wahnsinnig gute Offensive, sind sehr gefährlich über Standards, 12 Tore plus fünf Elfmeter sprechen eine deutliche Sprache. Wir müssen diese Situationen vermeiden und wenn es zu Standards kommt uns mit allem was wir haben dagegen stemmen“.

Unsere Roten Teufel

Verzichten muss Sascha Hildmann dabei weiter auf Mads Albaek, der noch an seinem Muskelfaseriss laboriert. Er soll nächste Woche wieder ins Training einsteigen können. Außerdem ereilte den FCK Anfang der Woche eine erneute Hiobsbotschaft: Dylan Esmel — gerade wieder genesen — riss sich erneut das Kreuzband und wird lange ausfallen. Bitter für den erst 20-jährigen Mittelfeldspieler. Abgesehen vom langzeitverletzten Lukas Spalvis sind alle Spieler fit und können die Reise in den Wildpark antreten.

Unser Gegner

Für den Karlsruher SC könnte die Saison fast nicht besser laufen. Letztes Jahr noch in der Relegation am Aufstieg gescheitert, sind die Badener, trainiert vom ehemaligen Lautrer Cheftrainer Alois Schwartz, auf dem besten Weg in die 2. Liga zurückzukehren. Mit einem Sieg und zwei Unentschieden ist der KSC im Jahr 2019 außerdem noch ohne Niederlage.


Personell muss Schwartz dabei auf Mittelfeldspieler Martin Röser, der sich die Rippe gebrochen hat und Justin Möbius verzichten. Ansonsten kann auch der KSC aus dem Vollen schöpfen.

Daten, Fakten, Statistiken

  • Am Samstag steigt die 61. Auflage des Südwest-Derbys. Dabei sieht die Bilanz des FCK ordentlich aus: 21 Siegen stehen 25 Unentschieden und 14 Niederlagen gegenüber.
  • 42 Duelle fanden in der 1. Liga statt: Tradition pur!
  • Keine Mannschaft trifft zu Hause so oft wie der KSC: 23 Tore sind Liga-Bestwert.
  • Das Hinspiel endete torlos 0:0, kurz danach begann für den FCK die „Nachspielzeit-Odyssee“
  • FCK aufgepasst: Der KSC lag die letzten vier Spiele immer mit 0:1 zurück, verlor allerdings keine der Partien

Stimmen zum Spiel

FCK-Cheftrainer Sascha Hildmann: „Auch gegen den KSC wollen wir natürlich so wenig Torchancen wie möglich zulassen. Mit einer guten Grundordnung, einer ordentlichen Portion Aggressivität müssen wir dann in die Umschaltmomente kommen, um selbst dann auch zu Torchancen zu kommen. Ich wünsche mir, dass alle Fans das Spiel genießen können, dass es friedlich bleibt und alle am Ende ein Fußballfest erleben können".


KSC-Cheftrainer Alois Schwartz: „Wir müssen am Samstag besser ins Spiel reinkommen als zuletzt. Wenn wir über 90 Minuten unsere Konstanz abrufen, dann bin ich guter Dinge, dass wir das Spiel gewinnen. Wichtig wird sein, dass wir fokussiert sind. Wer am Ende ein paar Prozent weniger gibt, wird ansonsten zweiter Sieger sein“.

Voraussichtliche Aufstellung

Grill – Kraus, Sickinger, Hainault, Schad, Löhmannsröben, Pick, Bergmann, Hemlein, Huth, Kühlwetter (Zuck)

Faninfos

Der KSC hat für die Partie bisher 17.000 Karten abgesetzt, der FCK rechnet mit mehr als 3.000 Lautrern, die mit nach Karlsruhe reisen. Das Wildparkstadion, das sich im Umbau befindet, fasst derzeit 20.500 Plätze, das Gästekontingent ist jedoch ausgeschöpft. Wer nicht live dabei sein kann, für den überträgt der SWR das Spiel kostenlos.


Da das Derby wie immer sehr emotionsgeladen sein wird, riefen die Kapitäne beider Mannschaften traditionsgemäß alle Anhänger dazu auf für ein leidenschaftliches, aber friedliches Spiel zu sorgen. Weitere Infos für Auswärtsfahrer findet ihr auf www.fck.de


Quelle: Treffpunkt Betze