#FCKVFL: Zeigt, dass ihr es könnt!

Am Sonntag empfangen die Roten Teufel den Tabellenführer VfL Osnabrück auf dem heimischen Betzenberg. Nach sieben Punkten aus drei Spielen und dem Sprung auf den 6. Tabellenrang hat der FCK nach dem Auswärtssieg gegen den Karlsruher Sportclub erneut die Chance, einem Aufstiegsaspiranten die Stirn zu bieten. Mit einem Sieg könnten die Pfälzer ihre Position im oberen Tabellendritten festigen.

Die Lage vor dem Spiel

"Man wird ja wohl noch träumen dürfen". Kaiserslautern wäre nicht Kaiserslautern, und der FCK wäre nicht der FCK, wenn man als Fan nicht doch manchmal still und heimlich vor sich hin träumen dürfte. Derzeit beträgt der Abstand zum Relegationsplatz acht Punkte. Zugegeben, vor allem mit Blick nach unten fällt der Vorsprung sehr gering aus - den FCK trennen lediglich drei Punkte vom 13. Tabellenplatz. Sollten sich Wehen-Wiesbaden und Halle am Wochenende allerdings unentschieden trennen und der FCK sein Heimspiel gegen Osnabrück gewinnen, würde der Abstand auf den Relegationsplatz auf 6 Punkte schmelzen. Bei noch verbliebenen acht Spielen wäre dann womöglich noch alles drin. "Wäre wäre, Fahrradkette. Also genug der Gedanken- und Rechenspiele an dieser Stelle.


Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive Meisterschaften. Jenes Motto hat sich die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune in diesem Jahr auf die Fahnen geschrieben. Mit der ligabesten Verteidigung marschiert der VfL Osnabrück beinahe unaufhaltsam in Richtung Liga 2 - der Abstand zum Relegationsplatz beträgt inzwischen schon neun Punkte. Aus den letzten fünf Spielen holte der VfL drei Siege, ein Remis und kassierte beim KSC eine der wenigen Saisonniederlagen.

Unser Roten Teufel

Toni Jonjic befindet sich nach seinem Außenbandriss im Aufbautraining. "Er ist auf einem guten Weg", bestätigte Sascha Hildmann. Christian Kühlwetter, der die vergangenen beiden Partien aufgrund einer Oberschenkelverletzung pausieren musste, befindet sich seit dieser Woche wieder im Mannschaftstraining. Ob es am Sonntag für einen Einsatz reichen wird, ist indes noch nicht klar. "Wir können also fast aus dem Vollem schöpfen", so Cheftrainer Sascha Hildmann beim Pressegespräch vor dem Heimspiel. Besonders gefragt sein wird am Wochenende mal wieder die Lautrer Verteidigung. Neben dem KSC und Wehen-Wiesbaden gehört die Offensive vom VfL zur Top 3 der dritten Liga. "Benni Girth hat schon mehrfach bewiesen, dass er sehr gut funktioniert. Zudem hat der VfL mit Marcos Alvarez einen Unterschiedsspieler in ihren Reihen, der jederzeit mit einer Individualaktion ein Spiel zu entscheiden", kommentierte Hildmann die besonderen Stärken von Osnabrück.

Unser Gegner

Für Osnabrück geht es allmählich in die heiße Phase der Saison. Seit nunmehr vier Monaten stehen die Niedersachsen an der Tabellenspitze - und erst einmal schaffte es eine Drittliga-Mannschaft, die am 29. Spieltag ganz oben stand, nicht aufzusteigen. Mit einem Sieg gegen den FCK könnte Osnabrück beinahe schon eine Vorentscheidung herbeiführen. Der Vorsprung auf den vierten Platz könnte dann bereits auf zwölf Punkte anwachsen, da sich Wehen-Wiesbaden und Halle im direkten Duell um Platz drei selbst die Punkte wegnehmen werden.


Die Osnabrücker dürften aktuell eine Paradebeispiel für ein konstantes Zusammenhalten einer Mannschaft sein. In der vergangenen Saison nur knapp dem Abstieg entronnen, hat sich der VfL nur punktuell verstärkt und ist unter Trainer Daniel Thioune zu einer Heimmacht geworden - der Grundstock ihrer bisher fabelhaften Saison, an deren Ende der Aufstieg in die 2. Bundesliga stehen könnte.

Daten, Fakten, Statistiken

  • Die Heimtabelle weist die Pfälzer aktuell auf Rang 10 mit 22 erkämpften Punkten aus. Der VfL belegt in der Auswärtstabelle mit 24 Zählern aktuell Platz 4
  • In 29 Spielen kassierte die Osnabrücker Verteidigung erst 21 Gegentore. Ligabestwert!
  • Osnabrück ist das heimstärkste Team der Liga - auswärts tat sich Osnabrück mit neun Remis jedoch einige Male schwer
  • Erst sechs Mal trafen beide Vereine aufeinander. In der Gesamtbilanz liegt der FCK mit 4 Siegen vorne - der VfL entschied zwei Spiele für sich
  • Ein gutes Omen? Der VfL traf auf dem Betze noch nie ins Lautrer Tor - beide Heimspiele entschied der FCK für sich (2007: 3:0 & 2008: 2:0)
  • Das Hinspiel entschied Osnabrück mit 2:0 für sich

Stimmen vor dem Spiel

Sascha Hildmann: "Der VfL ist in der Offensive sehr gut, sie haben aber auch die beste Abwehr der Liga. Sie haben sich einen guten Run erkämpft und sind zu einer Einheit geworden. Das wird für uns eine schwierige Aufgabe. Aber auch wir sind mutig, wir haben eine breite Brust. Wir haben seit sieben Spielen nicht verloren, und das soll uns Auftrieb geben".


Daniel Thioune: "Lautern will sicherlich nochmal an diesen ersten drei Plätzen riechen. Wir erwarten daher sehr viel Wucht. Mit dem Trainerwechsel ist die Mannschaft im Spiel gegen den Ball sehr viel stabiler geworden. Ich gehe davon aus, dass sie den Tabellenführer nochmal zum Stolpern bringen wollen".

Voraussichtliche Aufstellung

Grill - Kraus, Sickinger, Hainault - Löhmannsröben, Albaek, Schad, Sternberg - Pick, Hemlein, Thiele

Faninfos

Für das Heimspiel am Sonntag hat der FCK bisher 18.400 Tickets absetzen können, darunter sind auch ungefähr 1.500 VfL-Anhänger. Im TV ist die Partie ausschließlich für Abonnenten von Magenta Sport zu sehen. Allen anderen empfehlen wir an dieser Stelle wie immer bei den Heimspielen der Roten Teufel unseren FCK Liveticker. Ab 12:30 Uhr geht's los, wie immer live von der Pressetribüne im Fritz-Walter-Stadion.