#FCKUHG: Mit Vorfreude und Personalsorgen zum Saisonauftakt

63 Tage nach dem Abpfiff der letzten Saison gegen den SV Meppen, startet der FCK am Samstag in seine zweite Drittliga-Runde. Die Hoffnung ist groß, dass die neue Spielzeit erfolgreicher wird als die alte.


„Ich freue mich jetzt richtig auf Samstag“, sagte Trainer Sascha Hildmann am Rande der Pressekonferenz am Donnerstag vorfreudig mit Blick auf den Saisonauftakt gegen Unterhaching. Endlich geht es wieder los. “Endlich“ könnte man meinen, sei eine übertriebene Zuschreibung, war die Sommerpause schließlich kurz wie nie. Endlich vielleicht aber auch deshalb, weil die Sehnsucht nach erfolgreichem Fußball bei allen Beteiligten sehr groß ist.

Die Lage vor dem Spiel

Der 1. FC Kaiserslautern hat sich nach der auf allen Ebenen enttäuschend verlaufenen Saison kurz geschüttelt und möchte nun angreifen. Es kommt wohl nicht von ungefähr, dass sowohl Geschäftsführer Martin Bader als auch Trainer Sascha Hildmann mehrfach betonten, die alte Saison sei abgehakt und habe ab jetzt keinen Einfluss mehr auf das Geschehen. Im Positiven wie im Negativen.


11.500 Dauerkarten hat der Verein unterdessen bisher verkaufen können, rund 16.600 Karten wurden bis Donnerstag Mittag abgesetzt, mit rund 22.000 Zuschauern ist wohl zu rechnen. Es wird also keine Kulisse geben wie noch im letzten Jahr gegen 1860 München, auch weil die SpVgg Unterhaching bei weitem nicht so viele Anhänger mobilisieren konnte wie der Stadtrivale aus Giesing.

Unsere Roten Teufel

Sieben externe Neuzugänge hat es vor der Saison gegeben, sechs Spieler haben den Verein verlassen. Zum ersten Mal seit Jahren gab es also keinen kompletten Umbruch. Durchaus etwas was Hoffnung machen kann.


Zum Auftakt fallen gleich mehrere als Leistungsträger angedachte Spieler verletzungsbedingt aus. Simon Skarlatidis, Neuzugang aus Würzburg, der die Offensive kreativer machen soll, muss wegen eines Haarrisses im Knie noch pausieren. Janek Sternberg laboriert an einem Muskelfaserriss und wird wohl von Neuzugang Philipp Hercher ersetzt werden. Auch José Matuwila wird im Aufgebot fehlen, er muss eine Gelb-Rot Sperre aus der letzten Saison absitzen. Den Innenverteidiger, der aus Cottbus kam, plant Sascha Hildmann fest als Stammspieler ein. Außerdem fallen auch Lukas Gottwalt und Jungtalent Anas Bakhat sicher aus. Bei Andri Bjarnason, neue isländische Sturmhoffnung und André Hainault besteht dagegen noch Hoffnung, sie waren im Laufe der Trainingswoche angeschlagen.


Große Verletzungssorgen also zum Auftakt, doch Sascha Hildmann sieht es pragmatisch. „Wir haben viele Optionen, das zu kompensieren. Gott sei Dank!“ Gut möglich, dass etwa Youngster Jonas Scholz in der Innenverteidigung startet, oder Carlo Sickinger, der zwar fest auf der Doppel-6 eingeplant ist, zurück in die Abwehrkette wechselt.

Unser Gegner

Die SpVgg Unterhaching darf getrost als Wundertüte bezeichnet werden. Letzte Saison waren die Münchner eine der spielstärksten Mannschaften der Hinrunde, galten als heißer Aufstiegsfavorit. In der Rückrunde holte die Mannschaft von Trainer Claus Schromm in 19 Partien allerdings nur 16 Punkte und erzielte magere 15 Tore. Nur Absteiger Lotte traf noch seltener. Sieben Neuzugänge stehen bei Unterhaching zu Buche, unter anderem wurde Moritz Heinrich von Preußen Münster geholt. Die Defensive soll Jannik Bandowski verstärken, der aus Bochum in die 3. Liga wechselt. Erst gestern vermeldete der Verein die Verpflichtung des 19-jährigen Mittelfeldspielers Niclas Stierlin, der von RB Leipzig kommt und bereits Luft bei den Profis in der Euro-League-Quali schnuppern konnte.


Doch auch Unterhaching hat Personalprobleme, einige Spieler drohen den Saisonauftakt zu verpassen. Darunter Tom Hagn, Josef Welzmüller, Marc Endres, Alex, Stephan Hain und auch Neuzugang Jannik Bandowski. Stephan Mensah fehlt ebenso wie Matuwila beim FCK aufgrund einer Sperre aus der vergangenen Saison.


Zuletzt machte Haching dadurch Schlagzeilen, dass der Verein als zweiter nach Borussia Dortmund an die Börse gegangen ist. Hiervon verspricht sich der Verein frisches Geld und mittelfristig den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Daten, Fakten und Statistiken

  • 10 Mal trafen der FCK und Unterhaching bislang aufeinander. Fünf Siegen stehen vier Unentschieden gegenüber, lediglich einmal gingen die Roten Teufel als Verlierer vom Platz: Im November 2018 beim 0:5 in München. Es war das letzte Spiel von Michael Frontzeck.
  • Zu Hause ist der FCK gegen Unterhaching eine Macht: Vier von Fünf Heimspielen gewannen die Lautrer, einmal endete die Partie Remis, bis heute ist der FCK gegen Unterhaching zu Hause ungeschlagen.
  • Die letzten drei Heimspiele gegen die SpVgg gewann der FCK jeweils mit 4:0. In fünf Duellen kassierte der FCK zu Hause erst zwei Gegentore.

Stimmen zum Spiel

FCK-Trainer Sascha Hildmann: „Wir freuen uns, dass es endlich wieder losgeht. Unterhaching ist eine sehr spielstarke Mannschaft. Sie haben in den Testspielen eine Dreierkette implantiert, mit Hufnagel und Bigalke haben sie einige Spieler, die schon bewiesen haben, dass sie sehr gute Drittliga-Spieler sind. Wir wollen ihre Spielfreude gar nicht erst aufkommen lassen und unsere Qualitäten auf den Platz bringen.“


Unterhaching-Trainer Claus Schromm: „Nicht nur meine Vorfreude ist groß. Die Stimmung bei uns auf dem Platz ist gemischt zwischen Freude und Anspannung. Wir freuen uns einfach auf den Betze."

Faninfos

Anpfiff der Partie im Fritz-Walter-Stadion ist um 14 Uhr. Dabei sind die neuen Öffnungszeiten des Stadions zu beachten, das in der neuen Spielzeit erst 1,5 Stunden vor Spielbeginn seine Tore öffnet. Für alle die nicht live im Stadion dabei sein können, übertragen Magenta Sport und im Free TV der SWR die Partie live. Mehr Infos rund um den Spieltag findet ihr auf www.fck.de


Quelle: Treffpunkt Betze