#M60FCK: Planlos den Abstiegsplätzen entgegen

Boris Schommers nahm vor seinem ersten Auswärtsspiel als FCK-Trainer nur eine personelle Änderung vor. Kevin Kraus kam zurück in die Startelf, dafür rückte Carlo Sickinger zurück ins Mittelfeld. Simon Skarlatidis agierte auf der linken Seite im Sturm neben Christian Kühlwetter. Timmy Thiele musste nach seiner roten Karte im Verbandspokal erst einmal auf der Bank Platz nehmen.

Wöchentlich grüßen Standard-Gegentore: Der FCK ohne Ideen

Boris Schommers hatte sich viel vorgenommen. Eine gute Ordnung gegen den Ball solle seine Mannschaft zeigen, das eigene Spiel mit dem Ball verbessern. "Wir haben uns heute etwas überlegt", sagte der FCK-Coach vor dem Spiel gegenüber dem SWR. Davon war allerdings zunächst nicht viel zu sehen. Zwar hatte der FCK in der 3. Minute den ersten Abschluss durch Florian Pick, doch schon in der 7. Minute erlebten die Roten Teufel mal wieder ein deja vù: Nach einer Ecke der Löwen war der FCK völlig unsortiert, der Ball landete irgendwie bei Stürmer Sascha Mölders, Lennart Grill parierte noch, doch der Ball prallet von Dominik Schad ins eigene Tor ab. Die Führung für die Löwen.


Im Anschluss war der FCK völlig von der Rolle. Viele Fehlpässe, kaum Zug zum Tor, die Roten Teufel hatten keine Ideen im eigenen Aufbauspiel. Gerade Simon Skarlatidis wirkte völlig verloren, Kapitän Hemlein fand im Offensivspiel überhaupt nicht statt. Es dauerte bis in die 37. Minute bis Florian Pick im Strafraum einmal zum Abschluss kam, doch sein Ball konnten die Löwen auf der Linie klären. Somit hieß es zur Halbzeit völlig verdient 1:0 für die Münchner Löwen.

Slapstick beim FCK: Tore im Minutentakt

Wer eine ähnlich ergebnisarme 2. Halbzeit erwartet hatte, der wurde enttäuscht: In der 48. Spielminute will Matuwila einen harmlosen Schuss abblocken, schlägt dabei ein Luftloch und buxiert so den Ball erneut ins eigene Tor.

Umso überraschender, dass nur drei Minuten später plötzlich die Roten Teufel jubelten: Carlo Sickinger fasste sich ein Herz, zog flach ab und traf zum zwischenzeitlichen Anschluss. Doch der währte nicht lange: Nahezu im direkten Gegenzug war die Lautrer Hintermannschäft nämlich wieder völlig desorientiert: Diesmal patzte auch Lennart Grill, der einen Ball nach vorne abprallen ließ, wo der Münchner Gebhart stand, der nur noch einschieben musste.


Danach beruhigte sich das Spiel zwar, aber der FCK blieb auch unverändert schlecht. Schlampig im Passspiel, ideenlos in der Angriffsbewegung, schwach im Stellungsspiel. Vereinzelt kamen die Roten Teufel zu Einzelaktionen über Florian Pick oder Christian Kühlwetter, doch das reichte nicht, um 1860 München ernsthaft in Gefahr zu bringen. So wurde es am Ende auch nichts mit dem ersten Sieg für Boris Schommers. Der FCK wartet damit seit vier Ligaspielen auf einen Sieg und rutscht je nach Ausgang des Spiels des KFC Uerdingen eventuell sogar auf einen Abstiegsplatz.


1860 München - 1. FC Kaiserslautern 3:1 (1:0)


Aufstellung FCK:

Grill, Sternberg, Matuwilla, Kraus, Schad - Bachmann (85. Röser), Sickinger, Hemlein (60. Thiele), Pick - Skarlatidis (69. Zuck), Kühlwetter


Aufstellung 1860 München

Bonmann - Klassen, Berzel, Weber, Willsch - Rieder, Wein, Greilinger, Gebhart (77. Owusu), Kindsvater (90. Dressel) - Mölders (87. Ziereis)


Tore:

1:0 Schad (7. Minute, ET)

2:0 Matuwila (49. Minute, ET)

2:1 Sickinger (51. Minute)

3:1 Gebhart (52. Minute)


Kartenvergabe:

Hemlein, Sternberg, Zuck - Berzel


Zuschauer: 15.000


Quelle: Treffpunkt Betze