Wieder eine Pokalsensation: FCK schlägt Nürnberg im Elfmeterschießen

Mittwoch Abend, 18:30 Uhr, DFB-Pokal - Flutlichtspiel auf dem Betzenberg. FCK-Cheftrainer Boris Schommers nahm im Vergleich zum letzten Auswärtsspiel in Chemitz gleich mehrere Veränderungen in seiner Startelf vor. Zunächst ließ er ohne Ball ein 5-3-2 spielen, in der Vorwärtsbewegung schaltete die Mannschaft auf ein offensiveres 3-4-3 um. Für Janek Sternberg rückte Philipp Hercher in die erste Elf. Andre Hainault übernahm neben Kraus und Gottwalt den dritten Platz in der Innenverteidigung. Und auch Gino Fechner kehrte für den verletzten Janik Bachmann auf die Doppel-6 zurück.

Couragierte erste Halbzeit

Und der 1. FC Kaiserslautern begann mutig, couragiert und vor allem mit offensivem Pressing. In der 7. Spielminute zog der FCK das Tempo über die linke Außenposition an, Pick dribbelte sich in den Strafraum und wurde von Valentini gelegt. Foulelfmeter für den FCK. Timmy Thiele verwandelte sicher ins linke untere Eck. Doch im Nachhinein hätte dieser Elfmeter nicht gepfiffen werden dürfen. Die Nürnberger brauchten nur wenigen Minuten, um nach einer Standardsituation zurückzukehren. Thiele versuchte zu klären, Nürnbergs Jäger nutzte den Abpraller und verwandelte unhaltbar zum Ausgleich. Doch auch dieser Treffer hätte aufgrund eines Handspieles nicht gegeben werden dürfen. Der Club zeigte sich in Halbzeit eins zwar insgesamt spielbestimmend, konnte seine Überlegenheit jedoch nicht nutzen. Aber auch der FCK hatte neben dem Elfmeter weitere brandgefährliche Einschussmöglichkeiten.

Der Betze belohnt sich. Fast!

Ein beinahe unverändertes Bild zeigten beiden Mannschaften in Halbzeit zwei. Der FCK verteidigte hinten sicher und ließ mit all seiner heutigen Abwehrstärke nur wenig zu. Nürnberg zeigte sich im Vorwärtsgang zwar immer wieder bemüht, fand aber keine Löcher in der Lautrer Verteidigung. Nach vorne agierte der FCK allerdings nur mit langen, schnellen und oftmals erfolglosen Bällen. In der 73. Minute dann wieder ein Elfmeterpfiff - Dominik Schad wurde von Nürnbergs Handwerker gelegt. Was einmal gelingt, gelingt auch ein zweites Mal - und wieder einmal traf Thiele per Strafstoß zur Führung. Und dann die 89. Minute. Der FCK ist sogut wie durch, Nürnberg kommt kaum noch gefährlich vor das gegnerische Tor. Lennart Grill legt sich den Ball vor, sieht den dahinter stehenden Frey nicht, der schnappt sich die Kugel, umkurvt Grill und trifft ins leere Tor zum 2:2 Ausgleich.

120 Minuten Fußball auf dem Betzenberg

Aber auch die weiteren 30 Minuten Verlängerung brachten keinen Torerfolg. Brisant blieb lediglich eine Verletzung von Nürnbergs Torhüter Klandt. Und da der FCN nicht mehr wechseln konnte, musste Valentini als Feldspieler ins Tor rücken und die Franken im Elfmeterschießen als Torwart vertreten. Und am Ende setzten sich die Roten Teufel auch im Elfmeterschießen mit 6:5 und insgesamt mit 8:7 durch. Damit zieht der FCK ins Achtelfinale des diesjährigen Pokalwettbewerbs ein.


1. FC Kaiserslautern - 1. FC Nürnberg 8:7 (1:1)


Aufstellung FCK:

Grill - Kraus, Hainault, Gottwalt - Schad ('103 Hemlein), Sickinger, Fechner ('79 Starke), Hercher - Pick ('70 Röser), Thiele ('98 Bjarnason), Kühlwetter


Aufstellung FCN:

Klandt - Sorg ('27 Handwerker), Sörensen, Mühl, Valentini - Jäger - Kerk ('69 Hack), Behrens ('82 Ishak), Geis, Medeiros ('97 Dovedan) - Frey


Tore:

1:0 Thiele (8. Minute, Foulelfmeter)

1:1 Jäger (15. Minute)

2:1 Thiele (74. Minute, Foulelfmeter)

2:2 Frey (89. Minute)

3:2 Kraus

3:3 Geis

4:3 Röser

4:4 Hack

5:4 Starke

5:5 Dovedan

6:5 Kühlwetter

6:6 Frey

7:6 Hemlein

7:7 Sörensen

8:7 Bjarnason


Kartenvergabe:

Hack, Valentini, Dovedan


Zuschauer:

21.700


Quelle: Treffpunkt Betze