Schommers: "Keine Kurzschluss-Reaktion"

Vor dem erneuten länderspielfreien Wochenende treten die Roten Teufel am kommenden Samstag (14 Uhr) gegen den KFC Uerdingen in der Düsseldorfer Esprit-Arena an. Begleitet wird die Mannschaft von gut 1.500 Anhängern. Vor der Partie analysierte FCK-Cheftrainer Boris Schommers mit den anwesenden Medienvertretern die aktuelle sportliche Situation.

Veränderungen sind sportlicher und struktureller Natur

"Nach sechs Wochen haben wir die derzeitige Situation im Trainerteam analysiert. Wir sind mit der klaren Marschroute angetreten, der Mannschaft eine Stabilität und Kontinuität zu geben. Das ist uns in den ersten sechs Wochen nicht gelungen. Wir sind in der Bestandsaufnahme deswegen zu der Entscheidung gekommen, dass sowohl eine sportliche als auch strukturelle Veränderung notwendig ist. Wir glauben, dass uns diese Entscheidung bis zum Winter hilft, stabilere sportliche Leistungen abzurufen und demnach auch erfolgreicher zu spielen", erklärte Boris Schommers die Vorgehensweise des Trainerteams in der heutigen Pressekonferenz.


Gleichwohl hält der Trainer die Türen in beide Richtungen offen, dies gilt natürlich für Hemlein, Sternberg und Jonjic, aber auch für alle anderen Spieler des derzeitigen Lizenzspielerkaders. "Wenn Spieler in meiner neuen Grundstruktur nicht verstehen, sich kontinuierlich und 100% dem Trainerteam zu zeigen, dann werden auch sie Wettkampfpraxis in der zweiten Mannschaft bekommen", so Schommers.


Schommers betont allerdings, dass es nicht nur um eben jene drei Spieler geht. Ihm war es von Beginn an wichtig, die Struktur, das Gefüge, die Hierarchie innerhalb der Mannschaft auf dem Prüfstand zu stellen und dabei allen gleichwertige Chancen zu vermitteln. "Ich bin zum Entschluss gekommen, dass diese Hierarchie für die aktuelle Situation nicht die richtige ist. Gleichzeitig haben mir die sportlichen Leistungen nicht gefallen".

Keinerlei disziplinarische Vorkommnisse

Angesprochen auf das Gefüge der Mannschaft bekannte sich Schommers zu seinen Spielern und gab zudem an, dass es sowohl aktuell als auch in seiner Amtszeit keine disziplinarischen Vorkommnisse gab, die zu diesen Maßnahmen geführt haben. "Es sind rein sportliche und strukturelle Maßnahmen", unterstrich Schommers seine bisherigen Erläuterungen. Weiter gab der Trainer an, dass das Gefüge der Mannschaft völlig intakt sei und gut funktionieren würde. "Die Mannschaft hat vorher gut trainiert, und die Mannschaft hat auch in den letzten zwei Tagen gut trainiert". Nun verlangt der Trainer von seiner Mannschaft eindeutig, diese Leistungen in jedem der kommenden Spiele an der ersten Minute abzurufen.

"Uns fehlen die Führungsspieler"

Während sich die Fehlerquellen der letzten Spiele für den Cheftrainer sehr klar beschreiben lassen, so fehlt es an anderer Stelle vor allem an Führungspersönlichkeiten und Führungsqualitäten. "Das ist ein Problem. Solche Spieler hat man in den letzten Wochen nicht sehen können. Entweder weil wir sie einfach nicht haben oder weil die vermeintlichen Führungsspieler mit der jetzigen Drucksituation nicht umgehen können". Mit den Veränderungen und Konsequenzen dieser Woche will Schommers vor allem anderen Spielern, denen er Führungsqualitäten und Potenziale zutraut, neue Räume geben. "Das wird aber niemals mit nur einem Spieler oder dem neuen Kapitän gehen, da müssen auch weitere Spieler reinwachsen", beschreibt der Trainer seine Gedanken zur neuen Mannschaftsstruktur.


Quelle: Treffpunkt Betze


Die Pressekonferenz im Videostream: