Rassismus im Stadion: FCK richtet Anlaufstelle ein

Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung haben in unserer Gesellschaft, im Fußball und auf dem Betzenberg keinen Platz. Doch was kann man tun, wenn es auch im Fritz-Walter-Stadion zu rassistischen oder diskriminierenden Äußerungen kommt? Wie soll man reagieren? Wir haben Euch die Antwort darauf hier zusammengefasst.


Der FCK hat sich bereits in der Vergangenheit durch seine Beteiligung an verschiedenen Kampagnen öffentlichkeitswirksam gegen Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung gestellt. Auch in der Stadionordnung für das Fritz-Walter-Stadion ist klar kommuniziert, dass „das Äußern oder Verbreiten von menschenverachtenden, rassistischen, fremdenfeindlichen, politisch-extremistischen, obszön anstößigen, provokativ beleidigenden und/oder links- bzw. rechtsradikalen Parolen und/oder Äußerungen und Anfeindungen jeglicher Art betreffend Geschlecht, Menschen mit Behinderung, Homosexuellen und Andersgläubigen sowie entsprechende Handlungen im gesamten Bereich des Stadions verboten“ ist.


Auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) verbietet ganz klar rassistische Äußerungen und Gegenstände in Fußballstadien. Eine Übersicht der Richtlinien des DFB zu diesem Thema findet ihr hier.


Doch wie kann man reagieren, wenn man rassistische Äußerungen im Stadion wahrnimmt? Wohin kann man sich wenden?


Der FCK bittet alle Stadionbesucher, Auffälligkeiten und Vorkommnisse in Bezug auf Rassismus und Diskriminierung am Spieltag direkt vor Ort zu melden, damit den Meldungen unmittelbar nachgegangenen werden kann und entsprechende Folgemaßnahmen eingeleitet werden können.


In diesem Zusammenhang kann selbstverständlich jeder Ordner im Stadion angesprochen werden. Ab dem Heimspiel gegen den SV Meppen wird es, zunächst testweise zu den kommenden Heimspielen, eine zusätzliche zentrale Anlaufstelle am „Fantreff“ in der Fanhalle West im Fritz-Walter-Stadion geben. An dieser plakativ gekennzeichneten Anlaufstelle steht vor, während und nach dem Spiel ein Mitarbeiter des Sicherheits- und Ordnungsdienstes als Ansprechpartner für alle Stadionbesucher, welche Zeuge von rassistischen oder diskriminierenden Vorfällen werden, zur Verfügung. Zudem besteht auch die Möglichkeit vor, während und nach dem Spiel telefonisch rassistische und diskriminierende Vorkommnisse zu melden. Hierzu hat der FCK ab dem kommenden Heimspiel gegen den SV Meppen eine separate Spieltags-Hotline eingerichtet: 0631 – 3188 2020.


Wir möchten Euch alle bitten: Zeigt Zivilcourage und helft uns, Rassismus aus dem Stadion zu verbannen! Für eine tolerante und offene Gesellschaft!


Quelle: 1. FC Kaiserslautern

Antworten 2

  • Sehr schade das es notwendig ist gut das endlich was getan wird und es hätte vor langer Zeit schon sehr viel mehr passieren müssen. Aber ein erster Schritt ist besser als keiner.

  • Vielleicht muss man wirklich kleinschrittig vorgehen, um diesem Übel "Herr zu werden". Lieber kleinschrittig als völlig überzogener Aktionismus. Wichtig ist, dass die radikalen Vollpfosten merken, dass sie in der Minderheit und unerwünscht sind. Das müssten sie eigentlich bereits wissen, aber sie konnten bisher schalten und walten - nun wird es hoffentlich die angemessene Gegenwehr geben.

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