Und täglich grüßt die Standardschwäche: Heimniederlage gegen Duisburg

FCK-Trainer Boris Schommers wechselte auf insgesamt vier Positionen. Philipp Hercher ersetzte Dominik Schad auf der rechten Außenbahn, André Hainault startete anstelle von Kevin Kraus in der Innenverteidigung, im Mittelfeld kehrte Janik Bachmann für Hendrik Zuck zurück in die Startelf und im Sturm ersetzte Timmy Thiele den bisherigen Dauerbrenner Christian Kühlwetter.

Zebras führen früh - Thiele mit zwischenzeitlichem Ausgleich

Der Tabellenführer aus Duisburg begann dominant. Der FCK stand tief und dicht gestaffelt und versuchte so aus einer kompakten Grundordnung ins Spiel zu kommen. Es dauerte allerdings nicht lange, da war diese Taktik hinfällig. In der 9. Minute spielt Hainault einen katastrophalen Fehlpass, der Duisburger Mickels wird steil geschickt und läuft auf Lennart Grill zu, der aber auch nicht aus seinem Kasten kommt. Das lässt sich Mickels nicht zweimal sagen und verwandelt eiskalt zum 1:0.


In der Folge war der FCK bemüht etwas mehr zu agieren, jedoch fanden die Roten Teufel kein richtiges Mittel gegen die Duisburger Defensive. Insbesondere viele hohe Bälle und Flanken verpufften wirkungslos und wurden vom MSV geklärt, schon bevor sie gefährlich werden konnten. Duisburg beschränkte sich allerdings weitestgehend aufs Verteidigen, blieb wenn vor allem über Torschütze Mickels gefährlich. In der 30. Minute dann aber der FCK: Pick tümmelt sich in den Duisburger Strafraum, wird von den Beinen geholt, Schiedsrichter Nicolas Winter zeigt zurecht auf den Punkt. Den fälligen Elfmeter verwandelt Timmy Thiele sicher zum 1:1 Ausgleich. Sein erstes Heim-Tor in dieser Spielzeit.


Dem FCK schien dieser Ausgleich eigentlich gut zu tun, doch in der 37. Minute ist es wieder einmal eine Ecke, die den FCK um den Lohn bringt. Stoppelkamps Hereingabe landet bei Vermeij, der völlig unbedrängt zur Führung einköpfen kann. Dieser Gegentreffer fiel wieder viel zu einfach und zu früh. Mit 1:2 ging es in die Pause.

Standards als Saisonkiller - FCK kämpft aber bleibt harmlos

Und die zweite Halbzeit hätte nicht unglücklicher für die Roten Teufel beginnen können. In der 49. Minute gibt es wieder einen Eckball für den MSV, diesmal steht Jansen völlig frei, der per Kopf zum 3:1 einnetzen kann. So macht man sich selbst einen guten Auftritt schon im Ansatz zu nichte.


Die Mannschaft von Boris Schommers gab sich nach dem Gegentreffer nicht auf, versuchte weiter das Heft in die Hand zu nehmen, und hätte in der 55. Minute beinahe den Anschluss geschafft. Nach einem Freistoß landet der Ball bei Röser, der auf Thiele ablegt, dessen Schuss wird jedoch im letzten Moment geblockt.


Die Roten Teufel waren kämpferisch voll auf der Höhe, allerdings versagten wie so oft die letzten Bälle, es fehlte an Anspielstationen oder der letzten Präzision. Am Ende blieb es beim 1:3 und so reichte es gegen den Tabellenführer aus Duisburg nicht für etwas zählbares, auch wenn die Zebras dafür kein Leistungsfeuerwerk abbrennen mussten.


1. FC Kaiserslautern - MSV Duisburg 1:3 (1:2)


Aufstellung FCK:

Grill - Hercher, Sickinger, Hainault, Nandzik- Bakhat ('70 Bergmann), Bachmann ('76 Zuck), Ciftci - Pick ('76 Starke), Röser ('59 Kühlwetter), Thiele


Aufstellung MSV:

Weinkauf - Schmeling ('88 Daschner), Boeder, Gembalies, Budimbu - Ben Balla, Albutat ('79 Krempicki), Mickels ('61 Karweina), Jansen, Stoppelkamp ('88 Scepanik) - Vermeij ('79 Rahn)


Tore:

0:1 Mickels (9. Minute)

1:1 Thiele FE (31. Minute)

1:2 Vermeij (38. Minute)

1:3 Jansen (49. Minute)


Kartenvergabe:

Mickels, Jansen, Rahn


Quelle: Treffpunkt Betze