ZitatAlles anzeigenPlatzverweis für den Stürmer beim 0:0 des FCK in Duisburg – Bunjaku trifft die Latte – Sippel hält den Punkt fest
Von Oliver Sperk & Horst Konzok
DUISBURG. Nullnummer an der Wedau: Das 0:0, das der MSV Duisburg als Bonuspunkt im Kampf um den Klassenerhalt in der Zweiten Liga bejubelt, ist für den 1. FC Kaiserslautern enttäuschend. Nächsten Montag im Spiel bei Hertha BSC fehlt Angreifer Mo Idrissou, der die Gelb-Rote Karte sah (65.).
„Ich habe die Fernsehbilder gesehen. Er hat den Spieler nicht berührt“, betonte FCK-Trainer Franco Foda. Er plädierte auf „unschuldig“. Fakt ist, dass sich Idrissou vier Minuten vor dem folgenschweren Laufduell mit dem guten Sören Brandy durch einen Stoß außerhalb des Feldes eine dumme Gelbe Karte eingehandelt hatte; der Ball war längst weg, und Idrissou blieb unnötigerweise diskutierend vor der MSV-Kurve stehen. Der Platz – Deckname Rasen – war keine Einladung für Künstler. Eher etwas für die Abteilung Rustikales.
So war es dann auch, das Gastspiel des FCK beim MSV. Es mutete über weite Strecken an wie ein Duell zweier Mittelmaß-Mannschaften aus der Grauzone.Glück für die Lauterer, dass Schiedsrichter Thorsten Schriever den „Zebras“ in der 19. Minute nach einem Fehlgriff Marc Torrejóns an Brandy einen Elfmeter versagte. Pech für die Roten Teufel, dass nach Julian Kochs Attacke auf Bunjaku die Pfeife stumm blieb. ,,Ein klarer Elfmeter. Er haut mich von hinten um“, zürnte Bunjaku.
Der FCK präsentierte eine neue Episode der schier unendlichen Geschichte von Idrissou, Bunjaku und der Abseitsfalle. Und wenn die Stürmer nicht in die Falle tappten, tat es das Schiedsrichtergespann, das keinen guten Tag erwischte. Zwei Gelegenheiten hatte der FCK vor der Pause. „Zwei Riesenchancen, die man nutzen muss“, kritisierte Foda. Bei der ersten scheiterte Idrissou an Torhüter Wiedwald (21.), bei der zweiten traf Bunjaku zehn Minuten später per Drehschuss die Latte.
Die Kontertaktik des MSV durchkreuzten der nach zögerlichem Beginn gewohnt souveräne Dominique Heintz (42.) und sein Innenverteidiger-Kollege Marc Torrejón gegen Ranisav Jovanovic (45.). Eine Rote Karte handelte sich Goran Sukalo ein (41.). Nach Foul an Alexander Baumjohann büßte der Duisburger einen angedeuteten Kopfstoß. „Er foult mich zwei-, dreimal, bevor ich zu Boden gehe. Er kommt dann auf mich zu und berührt mich am Kopf“, sagte Baumjohann dazu. „Nach dem Platzverweis haben wir in Überzahl zu wenig über die Flügel gespielt“, monierte Foda die wenig variable Gangart seiner Elf, die nach der Pause nur eine Chance hatte. Nach Freistoß des kaum effektiven Benjamin Köhler griff Wiedwald den Freistoß vor Bunjaku ab (55.).
Über die Außenbahnen wussten weder Florian Dick und Mitchell Weiser auf rechts noch Chris Löwe und Baumjohann auf links Akzente zu setzen. Schlecht: das Aufbauspiel. Als Jovanovic, allerdings stark abseitsverdächtig, frei im Lauterer Strafraum auftauchte, hielt Torwart Tobias Sippel das 0:0 fest (68.).
SO SPIELTEN SIE
MSV Duisburg: Wiedwald - Brosinski, Bomheuer, Bajic, Kern - Koch, Sukalo - Brandy (86. Dum), Perthel (83. Wolze) - Exslager (61. Öztürk), Jovanovic
1. FC Kaiserslautern: Sippel - Dick, Torrejón, Heintz, Löwe - Karl - Weiser (64. Drazan), Köhler, Baumjohann (88. Riedel) - Bunjaku (64. Hoffer), Idrissou
Gelbe Karten: Brandy (5/2), Jovanovic (5), Wolze (2) - Karl (5/3), Dick (5/2) - Gelb-Rote Karte: Idrissou (65.) - Rote Karte: Sukalo (41.) - Beste Spieler: Brandy, Bajic - Sippel - Zuschauer: 13.725 - Schiedsrichter: Schriever (Dorum).
DIE RHEINPFALZ
Ludwigshafener Rundschau