Beiträge von PFALZADLER

    Horst Eckel, die letzte lebende Legende


    Am 4. Juli 1954 wird Deutschland Weltmeister. Es ist eine Sensation. Von der Geburtsstunde der Bundesrepublik wird später gesprochen. Der Titel reißt eine ganze Nation mit. Die Welt verneigt sich vor einer Mannschaft, die ein wahres Team ist, in der ein besonderer Geist entstand. Der Pfälzer Horst Eckel ist der letzte noch lebende Spieler des Finals in Bern. Er ist mittlerweile 88 Jahre alt – und hält sich mit Übungen im Garten fit.


    Die Welt blickt auf Bern. Es ist der 4. Juli 1954. Im Wankdorf-Stadion stehen sich Ungarn und die Bundesrepublik Deutschland im Endspiel um die Fußball-Weltmeisterschaft gegenüber. Ein Finale, mit dem niemand gerechnet hatte. Ein Finale, dessen Ausgang jeder im Vorfeld zu wissen glaubt. Die Ungarn sind der klare Favorit. Dass die nach dem Zweiten Weltkrieg erstmals wieder zugelassene deutsche Mannschaft überhaupt bis ins Finale gekommen ist, gleicht einer kleinen Sensation. Am Ende gewinnt Deutschland vor 62.500 Zuschauern mit 3:2. Es ist keine kleine, es ist vielmehr eine riesengroße Sensation.


    Über den ersten Weltmeister-Titel der Bundesrepublik Deutschland werden später viele Bücher geschrieben. Es werden auch Filme über dieses Wunder gedreht. „Das Wunder von Bern“ von Sönke Wortmann ist so ein Film. Einer, der dem Regisseur als fachkundiger Berater zur Seite steht, ist Horst Eckel. Eckel ist der jüngste Spieler im Aufgebot der deutschen Mannschaft in Bern. 22 Jahre ist er. Deshalb nennen ihn alle „Benjamin“. Was kaum einer ahnt, ist, dass Eckel einer der wichtigsten Spieler des Turniers werden wird. Er und der Alsenborner Fritz Walter, unangefochtener Chef und Kapitän der Mannschaft, sind die einzigen Spieler, die alle sechs WM-Partien bestreiten. Eckel und Fritz Walter verbindet eine enge Freundschaft. Es ist eine Art Vater-Sohn-Beziehung. Neben Walter und Eckel kommen noch Werner Liebrich, Werner Kohlmeyer und Ottmar Walter vom 1. FC Kaiserslautern. Kein anderer Klub stellte damals so viele Nationalspieler wie der FCK. Eckel bekommt aufgrund seiner exzellenten Leistungen im Turnier eine Sonderaufgabe im Endspiel. Er soll den ungarischen Weltklasse-Spieler Nándor Hideguti bewachen. Das gelingt ihm hervorragend. Bundestrainer Sepp Herberger hat diesen Schachzug aus dem Ärmel gezaubert. Denn: Eckel ist ein schneller Spieler mit einer enormen Ausdauer. Deshalb nennen die Mitspieler ihn auch „Windhund“.


    Abgeschottet von der Öffentlichkeit


    66 Jahre später ist Horst Eckel der letzte lebende Weltmeister von 1954. Er lebt mit seiner Frau Hannelore in Vogelbach, einem Ortsteil von Bruchmühlbach-Miesau. Beide sind seit 64 Jahren verheiratet. Das Haus bekamen sie damals von Hannelores Eltern. Beide bilden ein harmonisches Paar. Doch das Alter ist nicht spurlos an ihnen vorbeigegangen. Horst Eckel ist nun 88 Jahre alt. Die Corona-Krise setzte ihm zu, sagt er. Tochter Dagmar hat ihre Eltern aus Vorsicht vor dem aggressiven Coronavirus für eine Zeit von der Öffentlichkeit abgeschottet. „Das war sehr lange“, seufzt Horst Eckel. Er kann, darf kaum Sport machen. Die mangelnde Bewegung tut ihm nicht gut. Deshalb sucht Dagmar Eckel einen Personal Trainer. Steven Dooley, der Bruder des ehemaligen FCK-Profis Tom Dooley, empfiehlt Jamil Shanab. Der in Ludwigshafen lebende Shanab boxte über zehn Jahre für die deutsche Nationalmannschaft. Er hat Fubotime erfunden – eine Mischung aus Boxsport, Athletik, Koordination und fußballspezifischen Elementen. Shanab macht leistungsorientierte Sportler fit. Unter anderem Box-Weltmeister Vincent Feigenbutz, die Fußball-Profis Tobias Sippel, Christian Kühlwetter oder Antonio Jonjic waren schon bei ihm. Shanab hat in Bad Dürkheim ein Fitness-Studio und zusammen mit Fußball-Profi Danny Blum (VfL Bochum) in Frankenthal eine Fußballschule. Dort werden Talente behutsam an Spitzenniveau herangeführt.


    „So etwas ist doch einmalig“


    Shanab trimmt nun seit Wochen Horst Eckel. Jeden Donnerstag kommt der 35 Jahre alte Shanab nach Vogelbach, um die letzte lebende Legende der 54-WM-Elf fit zu machen, fit zu halten. Er hat sogar extra dafür neue Geräte gekauft. „Er macht das gut“, sagt Eckel, der sichtlich Spaß an den Sporteinheiten hat. „Ihm tut das Training gut“, bestätigt auch Tochter Dagmar. Denn: „Durch Corona ist meinem Vater alles weggebrochen, die Lotto-Elf und der FCK. Er saß nur im Sessel, doch er braucht Bewegung.“ Ab und zu lief er mit dem Nachbarn um den Block, doch das reichte nicht aus. Eckel saß hauptsächlich im Sessel und bewegte sich zu wenig. Er bekam Wasser ins linke Bein. Doch seit Eckel mit Shanab trainiert, hat sich der Gesundheitszustand sehr verbessert. „Das Wasser ist aus den Beinen“, sagt Dagmar Eckel erleichtert.


    Horst Eckel blüht bei den Übungen geradezu auf. Er lacht, flachst mit Shanab. Der Schalk in seinem Wesen kehrt zurück. „Die Übung macht mir keine Probleme“, sagt Eckel immer wieder. Seine drahtige Statur kommt ihm zugute. Eckel ist für seine 88 Jahre in einer guten Verfassung, kann durch das regelmäßige Training wieder Übungen absolvieren, die in diesem Alter nicht selbstverständlich sind. „Herr Eckel macht das wunderbar“, sagt Shanab. Er war zunächst etwas irritiert, als die Anfrage von Dagmar Eckel kam. Shanab dachte erst, es sei ein Scherz. Doch dann merkte er, dass es Dagmar Eckel ernst meinte. „Es ist eine große Ehre für mich, den letzten lebenden Weltmeister von 1954 zu trainieren. So etwas ist doch einmalig“, sagt Shanab beinahe ehrfurchtsvoll und betont, dass er diese Aufgabe ehrenamtlich ausübt.


    Horst Eckel absolviert an diesem Donnerstag seine Einheit problemlos. Er sitzt auf einem Stuhl in dem sehr gepflegten Garten und tippt auf blinkende Lichter, lässt den Ball zwischen den Füßen hin und her tanzen. Etwas länger als eine Stunde dauern die Fitnesseinheiten. Horst Eckel signiert an diesem Tag außerdem noch Trikots. Autogrammanfragen erreichen ihn heute noch. „Sie kommen aus der ganzen Welt, doch die meisten stammen aus Deutschland“, sagt Eckel.

    Die Fußball-Fans in der ganzen Welt wissen, dass Horst Eckel der letzte lebende Spieler aus dem WM-Finale von 1954 ist. Hans Schäfer, mit dem sich Eckel während des Turniers in der Schweiz das Zimmer teilte, verstarb am 7. November 2017. „Es ist schon ein bisschen komisch, dass ich ganz allein bin. Früher hatte ich noch Fritz und die anderen zum Reden. Jetzt fehlt mir ein Ansprechpartner“, sagt Eckel. Der zwölf Jahre ältere Fritz Walter war „eine Vaterfigur“ für ihn. „Er fehlt mir sehr. Ich als ganz junger Spund durfte mit ihm Fußball spielen. Von Kaiserslautern aus wurde ich Nationalspieler, war Weltmeister, und das alles durfte ich mit Fritz erleben. Das war das Höchste, was man im Fußball überhaupt erleben kann.“ Doch nun ist Eckel der letzte Weltmeister. Traurig meinte er in einem Interview: „Ich fühle mich oft allein.“


    WM-Titel wird für manche Spieler zur Last


    Dabei lebt Eckel ein erfülltes Leben. Vielen seiner Mitspieler aus der 54er-Elf wurde der Ruhm zur Last. Viele von ihnen starben früh. Ottmar Walter, der Bruder von Kapitän Fritz Walter, war schwer krank, verlor viel Geld, und als private Probleme dazukamen, versuchte er einen Selbstmord. Toni Turek wachte mit 54 auf und war von der Hüfte an gelähmt. Er quälte sich zehn Jahre. Max Morlock starb an Krebs, als er den Ruhestand genießen wollte. Werner Liebrich, Karl Mai und Jupp Posipal wurden nicht mal 70. Am härtesten und schnellsten traf der Fluch des WM-Goldes den Lauterer Werner Kohlmeyer. Der Verteidiger kostete die Siegesfeiern aus, stieß mit jedem an, der mal mit einem Weltmeister anstoßen wollte. In den Alltag fand er nicht, verlor den Halt. Er war 49 und arbeitete als Pförtner am Hintereingang eines Mainzer Zeitungshauses, als er am 26. März 1974 an Herzversagen starb. Ein paar Monate vorher hatte er einen bitteren Satz gesagt: „Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn ich nie Fußball gespielt hätte.“


    2000 D-Mark und ein Kühlschrank als Prämie


    Horst Eckel blieb seiner Lebenslinie treu. Er war bodenständig und diszipliniert. Er sicherte sich mit dem WM-Bonus die Grundlage für bürgerlichen Wohlstand. Eckel wurde später Lehrer. Alle Spieler der WM-Elf mussten trotz des Titels nebenher arbeiten. Nicht annähernd für ein schönes Leben reichte die Prämie von 2000 D-Mark für den WM-Titel. Dazu gab es einen Kühlschrank. Der steht heute noch im Keller, verrät Tochter Dagmar. Und ein Goggomobil. „Bei uns hat Geld damals gar keine Rolle gespielt. Es war nicht wie heute“, sagte einmal Horst Eckel. Dagmar Eckel meint: „Aber sie waren dankbar.“ 300 Mark monatlich verdiente Eckel beim FCK. „Jeder von uns hat noch zusätzlich gearbeitet“, erzählt er. Eckel hatte einen Job bei der Nähmaschinen-Firma Pfaff. „Fußball kam für mich aber immer an erster Stelle“, sagt er.


    Bewegender Moment am Thuner See


    Der Fußball hat Horst Eckel zu einem weltberühmten Sportler gemacht, der WM-Titel 1954 für die Fußball-Nostalgiker zu einer unsterblichen Ikone. Doch Eckel ist sich der Endlichkeit des Lebens bewusst. Dagmar Eckel erinnert sich an einen emotionalen Moment. „Ich vergesse niemals, als wir 2013 zusammen in Spiez wa-ren. In dem Hotel, in dem die Nationalmannschaft damals war. Papa war der einzige Weltmeister von 1954 dort, Herr Schäfer war damals nicht dabei. Es kamen auch alle Familien der Spieler noch mal in das Hotel. Papa ging zum See und hat sich nochmals von seinem Kameraden verabschiedet. Er hat dort alles Revue passieren lassen. Es war ein ganz emotionaler Moment. Man konnte die Mannschaft fast noch hören“, erzählt Dagmar Eckel mit Tränen in den Augen. Dieser Geist von Spiez war noch vorhanden, fährt sie fort: „Es war sehr berührend und für Papa wichtig, dort Abschied zu nehmen.“


    https://www.rheinpfalz.de/loka…fNDEvfij-X9faK2u0N-0wjokc

    FCK-Sportdirektor: „Hätten mehr Punkte holen müssen!“


    Am Wochenende vom 18. bis 21. September startet die Dritte Liga in die Saison 2020/2021. Boris Schommers wird die Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern wohl am 5. August zum ersten Training bitten. Sportdirektor Boris Notzon bastelt mit dem Trainerteam am neuen Kader.


    Eine Woche vor dem Drittliga-Start, vom 11. bis 14. September, soll die erste DFB-Pokal-Runde steigen. Will der 1. FC Kaiserslautern daran teilnehmen, muss er den Verbandspokal gewinnen. Der Südwestdeutsche Fußballverband möchte am 22. August mit einem Endspiel am „Finaltag der Amateure“ teilnehmen. Mit dem SV Alemannia Waldalgesheim steht ein Finalteilnehmer fest. Im zweiten Halbfinale hätten sich am 25. März eigentlich im Fritz-Walter-Stadion der SV Morlautern und der FCK zum Stadtderby gegenüberstehen sollen. Das Spiel musste wegen der Coronavirus-Pandemie allerdings abgesagt werden. Wie es hier nun weitergeht, steht noch nicht fest.


    Noch offen ist auch die eine oder andere Frage, was den Kader der Roten Teufel für die kommende Saison betrifft – logisch, die Spieler haben erst vor etwas mehr als einer Woche die Drittliga-Spielzeit 2019/20 beendet.


    Notzon wünscht sich noch zwei, drei Führungsspieler


    Wenn sich Boris Notzon, der Sportdirektor des 1. FC Kaiserslautern, etwas frei heraus wünschen könnte ohne die gegebenen massiven wirtschaftlichen Zwänge des Klubs, dann das: „noch zwei, drei Führungsspieler verpflichten, und unsere Schwäche bei Standards beheben“.


    Ein Außenverteidiger, ein zentraler Defensivspieler und ein Offensivmann – wohl auch in dieser Rangfolge – sollen noch her. Ein Kandidat für die Defensive ist wie berichtet Sebastian Mai vom Halleschen FC. Mit einer schnellen Entscheidung rechnet Notzon indes nicht. Die Corona-Pandemie hat ohnehin alle Zeitpläne durcheinandergewirbelt. „Wir sind noch in einer frühen Phase der Kaderplanung. Gefühlt haben wir März/April“, sagt Notzon.


    Pick soll bleiben


    Was die Abwanderungsgedanken von Topscorer Florian Pick angeht, der beim FCK noch bis 2021 unter Vertrag steht, bleibt der Sportdirektor gelassen. „Es war ein Teufelskreis, wir mussten jahrelang immer wieder Leistungsträger ziehen lassen“, sagt Notzon. „Das Klubinteresse ist höher als das Einzelinteresse.“ Sprich: Der 1. FC Heidenheim oder auch andere Interessenten werden zumindest finanziell deutlich nachlegen müssen im Ablösepoker.


    Im zuvor mit dem Gläubigerausschuss besprochenen Rahmen kann der im vorläufigen Insolvenzverfahren befindliche FCK so handeln, wie es auf dem Markt üblich ist. Generell sollen aber Leistungsträger wie Pick, Kapitän Carlo Sickinger oder Christian Kühlwetter wichtige Bausteine im künftigen Kader sein.


    Eilas Huth fest eingeplant


    Sicher ist, dass der vom FSV Zwickau zurückkehrende Angreifer Eilas Huth für die kommende Drittliga-Saison fest eingeplant ist. Und der 23-Jährige freue sich auch – entgegen anders lautender Meldungen – auf seine Rückkehr in die Pfalz. „Elias braucht definitiv Flanken“, betont Notzon. Die könnte der vom SV Meppen verpflichtete Flügelspieler Marius Kleinsorge (24) liefern. Der junge Vater, der mit Frau und Baby nach Kaiserslautern kommt, ist nach dem ebenfalls ablösefrei verpflichteten Innenverteidiger Alexander Winkler (28/SpVgg Unterhaching) der zweite schon feststehende Neuzugang des FCK.


    Im Tor ist Avdo Spahic die designierte Nummer 1, die Rangfolge der jungen Keeper dahinter, Matheo Raab (21), Jonas Weyand (19) und Lorenz Otto (19) ist noch offen. Mit den beiden Langzeitverletzten Lukas Spalvis (25/Kreuzbandriss/Knorpelschaden/Vertrag bis 2022) und Dylan Esmel (22/Kreuzbandriss/Vertrag bis 2021) kann Trainer Schommers nach Auskunft Notzons vorerst nicht planen. Esmel ist mit ersten Schritten im Kleingruppentraining bei der U21 wohl schon etwas weiter als Spalvis. Der ist vom Mannschaftsarzt des litauischen Nationalteams noch einmal operiert worden und absolviert weiter Reha. Auch in der abgelaufenen Saison hatten beide nicht angreifen können.


    Altbekannter Name wieder ein Thema


    Ein altbekannter Name ist auf dem Betzenberg wieder ein Thema: Nicklas Shipnoski. Der aus dem nordpfälzischen Bischheim stammende 22-Jährige spielte in der Jugend bei den Roten Teufeln, hatte den Verein dann vor zwei Jahren verlassen, hatte seine Aktie am Aufstieg des SV Wehen Wiesbaden in die Zweite Liga, spielte dort aber zuletzt keine Rolle mehr, Trainer Rüdiger Rehm setzte stattdessen auf Routinier Stefan Aigner. Shipnoskis Vertrag ist ausgelaufen. Ob es aber tatsächlich zu einer Rückkehr des offensiven Flügelspielers zu seinem Herzensverein kommt, ist nicht klar.


    Vor dem Absprung

    „Wir hätten mehr Punkte holen können und holen müssen“, unterstreicht Notzon beim Rückblick auf die Saison 2019/20. „Wir sind mit dem Saisonverlauf nicht zufrieden, viele Unentschieden haben uns Punkte gekostet, nach dem Re-Start hat viel wieder funktioniert wie wir uns es vorstellen und die Mannschaft hat ihr Leistungsvermögen gezeigt.“ So sei es Schommers und seinem Trainerteam gelungen, die Defensive zu stabilisieren. Nach der coronabedingten Unterbrechung haben die Lauterer eine ordentliche Bilanz und mit 21 Punkten aus elf Spielen fast einen Zweierschnitt bei 17:9 Toren. Davon spielten sie hinten fünfmal zu null, zuletzt in vier Heimspielen in Serie.


    Dem Personal im operativen Geschäft wie auch den Ärzten um Harald Dinges und Claudia Thaler zollt Notzon großes Lob angesichts der Belastung im Corona-Krisenmodus der vergangenen Wochen. „So viele sind hier im Verein Extrameilen gegangen – und vorneweg geht Boris Schommers. Es ist schon bemerkenswert, wie viel seiner Lebenszeit dieser Trainer für den FCK lässt.“


    Hohe Ansprüche


    Trotz aller Finanzprobleme des Traditionsklubs weiß Notzon, dass sich die Ansprüche des FCK gerade in der für den Klub sehr unkomfortablen, weil hohe Verluste bringenden Dritten Liga nicht herunterreden lassen. „Beim FCK wird es in einer Dritten Liga einzig darum gehen, oben mitzuspielen.“ Um das zu erreichen, dafür sei Boris Schommers ein wichtiger Faktor: „Der Trainer wird das Zugpferd sein, er wird alle auf den richtigen Weg mitnehmen“, sagt Notzon. Der Sportdirektor fragt sich angesichts der finanziellen Folgen der Corona-Krise auch für den Fußball: „Wir müssen schauen: Was löst Corona für die Klubs aus? Wie stellt sich die Liga auf? Wo stehen wir dann?“


    Erst dann, wahrscheinlich zu Beginn der Saison im September, könne man realistischerweise von Zielsetzungen sprechen. Die wird der FCK wohl ohne Theodor Bergmann erreichen müssen. Bei dem 23-jährigen Mittelfeldspieler, 2018 aus Erfurt gekommen und zuletzt meist nicht mehr im Kader, stehen die Zeichen auf Abschied. Vertrag hat Bergmann noch ein Jahr.


    FCK widerspricht Hemlein-Vorwürfen


    Nach seinem unfreiwilligen Abschied beim FCK hat der ehemalige Kapitän Christoph Hemlein in einem „Sport 1“-Interview schwere Vorwürfe gegen den Klub erhoben. Mobbing-Anschuldigungen widerspricht der FCK vehement. Dazu sagt Notzon: „Es gab in dieser Saison keine gemeinsame Basis mehr für eine sportliche Zukunft. Das Interview an sich reicht aus meiner Sicht zur Bewertung.“


    https://www.rheinpfalz.de/spor…BCssen-_arid,5086214.html



    Horst Peter Petersen will in den 1. FC Kaiserslautern investieren


    Der Name des potenziellen Großinvestors des 1. FC Kaiserslautern ist am Montag an die Öffentlichkeit gedrungen. Horst Peter Petersen, ein Deutscher, der in Dubai lebt. Der FCK will aber möglichst eine Lösung nicht nur mit dem 71-Jährigen alleine.


    Über Petersen ist nicht viel bekannt. Er hat als Unternehmer Geld gemacht und gilt als sportaffin. Wie Professor Jörg E. Wilhelm, der FCK-KGaA-Aufsichtsratsvorsitzende, am Freitag auf Twitter veröffentlicht hat, wolle der potenzielle Investor dem FCK nicht ein auf ihn passendes Sportkonzept aufzwingen, sondern zunächst auf seine Kosten ein erfahrenes Berater-Team zur Verfügung stellen, das „mit der Geschäftsführung und sportlichen Leitung zusammen nach Schwachstellen und Verbesserungsmöglichkeiten suchen soll“.


    Auch habe er ausdrücklich die Zusammenarbeit mit regionalen und anderen Kleininvestoren angeboten und sich offen gezeigt für die Einbeziehung der Fans in eine so genannte „Fan-Säule IV“. Die Frist seines Angebotes hat Petersen, der selbst nicht alleine ist, sondern sein Investment beim 1. FC Kaiserslautern mit weiteren Geschäftspartnern tätigen will, bis 31. Juli verlängert. Die Gruppe regionaler Unternehmer will nach RHEINPFALZ-Informationen mindestens acht Millionen Euro investieren und dem FCK als Eigenkapital zur Verfügung stellen. Wie bei bisher allen Interessenten ist die vorherige Entschuldung des Klubs Voraussetzung für ein erhöhtes Engagement.


    FCK will Lösung mit mehreren Investoren


    Wunsch des FCK, der nach RHEINPFALZ-Informationen zudem mit weiteren potenziellen Investoren Gespräche führt, ist es verschiedene Partner zusammenzubringen. FCK-Beiratsvorsitzender Markus Merk hat am 15. Juni, nachdem die 1. FC Kaiserslautern GmbH & Co. KGaA beim Amtsgericht Kaiserslautern einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung eingereicht, berichtet, dass der Klub die Fan-Säule nach dem Einstieg von Investoren „on top“ öffnen wolle. Der Gläubigerausschuss wird sich nun mit den schriftlichen Angeboten intensiv befassen, denkt auch darüber nach, diese noch einmal unabhängig prüfen zu lassen. Ziel der Vereinsführung ist eine nachhaltige Stabilisierung des FCK.


    https://www.rheinpfalz.de/spor…TTSLDc7YtS3Q_-Rtr_vTUwkHc



    In der Sendung "SWR-Sport in Rheinland-Pfalz" verkündete Senator h.c. Prof. Dr. Jörg E. Wilhelm - seit der letzen FCK-Jahreshauptversammlung FCK-Aufsichtsrat, dass der FCK einen potenten Investor gefunden habe und setzte gleichzeitig die Gläubiger Quattrex, Lagardère und Flavio Becca unter Druck, denn nur bei einem Schuldenschnitt steige der Investor ein.

    Das verbindliche Angebot sei schon sehr konkret ausgearbeitet und liege schriftlich vor, der FCK müsse nur noch bis zum 30. Juni unterschreiben, dann werde der Investor signifikant investieren. Ziel sei es, langfristig den FCK wieder in die Erste Liga zurückzuführen. Bedingung: keine Altschulden.


    Es handele sich um einen deutschen Investor, der aber nicht in Deutschland lebe, sehr sportaffin sei, aber in diesem Umfeld nicht bekannt sei. Er wolle die notwendigen Mittel zur Verfügung stellen, um den FCK die zwei Aufstiege zu ermöglichen. Hohes Interesse habe er am Nachwuchsleistungszentrum. Er bringe zudem ein sportliches Konzept mit, das ihm wichtig sei. Mit einem eigenen sportlichen Kompetenzteam wolle er erheblichen Einfluss nehmen.

    Vorher müssten aber die "schlechten Verträge und alte Verbindlichkeiten vom Tisch", so Wilhelm. Nur so könnten neue Ziele mit frischem Geld erreicht werden. Der FCK habe viele Investoren-Gespräche geführt, aber sämtliche Interessenten wollten ihr Geld nicht in Schuldentilgung stecken. In den letzten Tagen habe es zudem erfolgreiche Gespräche mit den regionalen Investoren gegeben, die zusätzlich gute Partnern sein könnten ...


    https://www.wochenblatt-report…HfQexQl2mVWSA-Jo-Cirhc1vY

    Was läuft da beim 1. FC Kaiserslautern mit einem möglichen Investor?

    Prof. Jörg E. Wilhelm ist ein Aufsichtsratsvorsitzender, wie es ihn in Kaiserslautern lange nicht mehr gegeben hat. Einer, der vor allem eines tut: er hält sich mit öffentlichen Auftritten zurück. Doch bei SWR Sport in Rheinland-Pfalz spricht er heute Abend (21.45 Uhr im SWR Fernsehen) über die Situation beim FCK nach dem Insolvenzantrag und mögliche Investoren.


    https://www.swr.de/sport/sendu…PVtN5t77kL5MLSjNTeXcm4DWs


    Die Lage des 1. FC Kaiserslautern schmerzt mich sehr! Umso ärgerlicher sind die peinlichen Versuche von Christian Baldauf und Julia Klöckner, auch daraus noch Wahlkampf zu machen. Für die CDU Rheinland-Pfalz war der FCK doch immer genauso ein Herzensprojekt wie für uns, das man gerne unterstützt hat. Das sagt mir zumindest der Blick auf die Vergangenheit (hier die Rheinpfalz von 2001). Ehrenhaft ist, wer zusammen gewinnt und zusammen verliert!


    Daniel Stich (Politiker)

    Die Geschäftsführung der 1. FC Kaiserslautern GmbH & Co. KGaA hat Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. In einer Pressekonferenz informieren FCK-Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt und der Generalbevollmächtigte Dirk Eichelbaum zur aktuellen Situation und stehen für Fragen zur Verfügung. (Ab 16,00 Uhr)