Beiträge von PFALZADLER

    Diskussionsthema zum Artikel: Zum perfekten Einstand fehlt das Siegtor


    Zum perfekten Einstand fehlt das Siegtor

    Beifall für den neuen Trainer Sascha Hildmann nach dem 0:0 gegen Würzburg – Lob für Debütant Sickinger – Pick überzeugt


    Es war ein 0:0 der besseren Sorte. Die Nullnummer von Fußball-Drittligist 1. FC Kaiserslautern am Samstag gegen die Würzburger Kickers hatte – außer dem nackten Resultat – nichts mit der grausigen Darbietung im Heimspiel gegen Wehen Wiesbaden vor zwei Wochen zu tun. Damals wurde der Abschied von Trainer Michael Frontzeck eingeläutet.


    Wäre Sascha Hildmann durch seinen neuen Trainerjob nicht unter Zeitdruck geraten – und wäre er stattdessen in den sozialen Netzwerken unterwegs gewesen – seine Seele hätte wohl eine dicke Hornhaut als Schutzhülle gebraucht. Die Urteile über ihn und seine Verpflichtung als FCK-Trainer waren vernichtend, nicht selten auch beleidigend. Am Samstag wurde Hildmann im Stadion, speziell von der Westkurven-Besatzung, freundlich empfangen. Nach dem ansehnlichen 0:0 gegen die Kickers gab es viel Beifall für den 46-Jährigen, der 94 Minuten auf den Beinen war, emotional coachte, etwa dem beherzt Regie führenden Mads Albaek einmal auch eine Kurskorrektur mit auf den Weg gab.


    „Es tut mit leid, dass wir nicht gewonnen haben. Es tut mir leid für die Fans, es tut mir leid für die Mannschaft, die sich so viele Chancen herausgespielt hat“, sagte Hildmann am Tag nach seinem „sehr emotionalen Einstand“ auf dem „Betze“. „Ergriffen“ war er nach seiner Premiere: „Gerne mehr davon!“ – „Aber hätte nicht wenigstens der eine Ball von Timmy Thiele reingehen können – oder der Schuss von Carlo Sickinger?“, haderte Hildmann auch gestern noch mit dem Schusspech des formverbesserten Thiele, des starken Florian Pick und des Drittliga-Debütanten Sickinger. „Carlo will den Ball. Ich freue mich sehr für ihn“, lobte Hildmann den 21-Jährigen, der sich über die U19 und U23, jetzt U21, den Weg zu den Profis erarbeitet hat. „Es war ein überragendes Gefühl, hier reinzukommen. Ich habe in jedem Training alles für diese Chance gegeben. Umso schöner, das zu erleben, wenn man schon länger hier im Verein ist“, sagte Sickinger. Der FCK ist um eine Alternative reicher.


    „Ich kann mich nur beim Trainer bedanken, dass er mir das Vertrauen geschenkt hat“, sagte der trickreiche Pick, der weiß, dass er seine Schwäche im Abschluss beheben muss. Am Samstag war er nah dran am goldenen Tor, scheiterte zweimal am guten Schlussmann Patrick Drewes, setzte zwei Bälle knapp neben das Tor und verzog einmal. „Ich bin guter Dinge, dass es bergauf geht“, betonte Pick, der zum zweiten Mal in dieser Drittliga-Saison in der Startelf stand, überzeugend auftrat: „Der neue Trainer spricht sehr viel, dirigiert sehr viel. Er ist eine Person, die uns Leitlinien vorgibt, das gefällt mir sehr gut.“


    „Der Trainer ist jetzt erst zwei Tage da, aber wir haben trotzdem eine gute Reaktion gezeigt. Ich glaube, man hat gesehen, dass wir schnell nach vorne spielen wollten und das auch getan haben“, meinte der solide spielende FCK-Innenverteidiger Kevin Kraus.


    Prima drauf, wenn auch ohne Tor: Christian Kühlwetter. Er sieht den Kader nach mannschaftsinternen Gesprächen nach Frontzecks Entlassung geläutert: „Wir wissen, dass wir Scheiße gebaut haben!“


    „Wir haben in den vergangenen Tagen viel gesprochen, mit dem neuen Trainer und auch vorher schon mit Co-Trainer Alexander Bugera“, sagte der 22 Jahre alte Stürmer, „das hat uns geholfen. In den letzten zwei, drei Wochen war es unsere eigene Doofheit, dass es nicht gelaufen ist, da haben wir in den Spielen nicht genug gearbeitet. Jetzt gegen Würzburg hätten wir das Tor verdient gehabt.“


    Nach schwierigen Tagen sah FCK-Torhüter und Kapitän Wolfgang Hesl „eine turbulente erste Halbzeit“ und „eine sehr gute zweite Halbzeit von uns; da hätten wir den Sieg verdient gehabt“. Die Belohnung soll nun am Samstag (14 Uhr) im Auswärtsspiel beim SV Meppen abgeholt werden.


    Quelle: Die Rheinpfalz

    Diskussionsthema zum Artikel: Guter Auftritt nur zum Teil belohnt


    Guter Auftritt nur zum Teil belohnt

    Beim Einstand von Trainer Sascha Hildmann überzeugt der 1. FC Kaiserslautern spielerisch und kämpferisch. Er kommt aber trotz eines Chancenplus nicht
    über ein 0:0 gegen gefährlich konternde Würzburger Kickers hinaus. Florian Pick und Mads Albaek spielen stark. FCK-Eigengewächs Carlo Sickinger feiert sein Drittliga-Debüt.


    Michael Schiele, der Trainer der Würzburger Kickers, sah ein „geiles Spiel, ein gutes Fußballspiel mit vielen Emotionen, viel Kampf und vielen Torchancen“. Sascha Hildmann, am Donnerstag vorgestellter Nachfolger des vor einer Woche gefeuerten Michael Frontzeck als Cheftrainer des Drittligisten 1. FC Kaiserslautern, war bei seinem Debüt „zufrieden mit der Leistung“, nicht aber mit der Chancenauswertung: „Das Glück musst du dir erarbeiten!“ Das will er mit seiner neuen Mannschaft in den kommenden Tagen und Wochen mit viel Fleiß tun.


    Florian Pick, neben Theo Bergmann und Christian Kühlwetter dritter Neuling im Vergleich zur Lauterer Startelf beim 0:5-Debakel in Unterhaching, machte am meisten Betrieb. „Er hat ein gutes Spiel gemacht“, lobte Hildmann. Pick, sonst oft zu verspielt, schloss seine Alleingänge diesmal entschlossen, allerdings auch glücklos ab. So scheiterte der Tempodribbler in der 24. Minute gleich zweimal an Torhüter Patrick Drewes. Der hielt nach Bergmanns Freistoß auch Mads Albaeks Kopfball (34.), hatte aber auch Glück, dass Timmy Thieles Drehschuss am Ziel vorbeistrich (35.), Picks Distanzschuss (36.) ähnlich knapp das Tor verfehlte wie Thieles Kopfball nach Albaeks Klasse-Freistoß (41.).


    Die Kickers bauten zwei flexible Dreierketten vor dem eigenen Tor auf und erspielten sich vor der Pause zwei riesengroße Kontermöglichkeiten: Dominic Baumann vergab nach Peter Kurzwegs Flanke (40.), Anthony Syhre verschenkte das 1:0 nach Fabio Kaufmanns genauem Zuspiel (44.).


    Die Lauterer Mannschaft wollte den Sieg unbedingt, sie investierte viel. Sie hatte Pech, dass Christian Kühlwetters Kopfball nach einer gefühlvollen Flanke Janek Sternbergs von links haarscharf am Tor vorbeisegelte (52.). Nach einer weiteren Sternberg-Hereingabe parierte Drewes Christoph Hemleins Schuss (58.).

    Mit ihren Kontern würzten die Kickers die Partie. Klasse: Wolfgang Hesls Fußabwehr bei Kurzwegs Chance (60.), Glück für die Lauterer, dass Simon Skarlatidis’ abgefälschter Schuss nicht einschlug (80.).


    Der FCK hatte ein Chancenplus (12:7), drängte mit Macht und Willenskraft, versuchte, das Glück zu zwingen. Aber Pick blieb nach Thieles Zuspiel erneut ohne Fortune (82.), nach Elias Huths Balleroberung zischte ein satter Schuss des beherzten Debütanten Carlo Sickinger knapp am Kasten vorbei (83.). „Da fehlte mir – wie auch der Mannschaft – das Quäntchen Glück“, sagte der 21-Jährige, überglücklich über seinen ersten Drittliga-Einsatz für die Roten Teufel. Auf dem Weg zum möglichen Siegtreffer wurde der torhungrige Kühlwetter von Janik Bachmann notgebremst – Gelb-Rot (87.) für den Würzburger. Wütend darüber, dass es nicht zum ersehnten Heimsieg gereicht hatte, lief Kühlwetter nach dem Schlusspfiff vom Platz, malträtierte im Kabinengang eine Werbetafel, die allerdings heil blieb – sie ist aus Metall. „Wir hätten das Tor verdient gehabt. Ärgerlich. Bei zwei, drei Aktionen war noch ein Würzburger Fuß dazwischen“, klagte der Stürmer.


    So ist der FCK seit nunmehr fünf Spielen sieglos, hat zwölf Punkte Rückstand auf Relegationsplatz drei – der direkte Wiederaufstieg dürfte trotz der klaren Steigerung ein Traum bleiben. Für Trainer und Spieler aber zählen allein die nächsten Aufgaben. „Ich glaube, wir haben ein gutes Heimspiel gemacht“, sagte FCK-Innenverteidiger Kevin Kraus, „vor allem, wenn man bedenkt, was in den vergangenen Tagen nach dem 0:5 in Unterhaching auf die Mannschaft eingeprasselt ist.“


    Quelle: Rheinpfalz am Sonntag

    Diskussionsthema zum Artikel: Neuer Trainer – neues Glück?


    Neuer Trainer – neues Glück?

    FCK-Trainer Sascha Hildmann fiebert seiner Premiere entgegen – Christian Kühlwetter unterschreibt Profivertrag


    Freitag, 14 Uhr, Abschlusstraining im Regen. Zwei Stunden später bezieht der neue FCK-Trainer Sascha Hildmann mit seinem 18-Mann-Kader Quartier im benachbarten „Best Western Hotel“. Heute (14 Uhr) geht’s im letzten Heimspiel des Jahres auf dem „Betze“ für Fußball-Drittligist 1. FC Kaiserslautern nach vier sieglosen Spielen in Folge gegen die Würzburger Kickers darum, die Talfahrt zu stoppen. Der SWR überträgt live.


    Zwei Trainingseinheiten hat Hildmann als Cheftrainer des FCK geleitet. Für die Mannschaft ist’s eine Umstellung. Vorgänger Michael Frontzeck war meist in der Beobachterrolle, die Übungen befehligten fast ausschließlich die Co-Trainer Alexander Bugera und Martin Raschick. Frontzeck korrigierte ab und an, sprach mit diesem oder jenem Spieler. Hildmann ist mitten drin. Er ist laut. Er ist präsent. Klare Ansagen, kurze Kommandos, immer wieder auch Korrekturen. „Wer über den Zaun schießt, muss den Ball auch holen“, ruft der Coach. Zu hoch schießt keiner. Beim Torschusstraining trifft einer am besten, der schon bei Frontzeck viel Lob fand, aber bisher noch keine Minute in der Liga spielte: der 21 Jahre alte Mittelfeldmann Carlo Sickinger.


    „Die Mannschaft ist sehr lernwillig, die Spieler sind sehr engagiert und motiviert – und sie hören mir zu“, sagt der neue Trainer nach der letzten Einheit, bevor es ernst wird. Die Würzburger Kickers kennt Hildmann. „Mit Skarlatidis, Baumann, Ademi und Fabio Kaufmann haben sie sehr viel Qualität in der Offensive. Hägele, letztes Jahr mein Kapitän in Großaspach, ist ein hervorragender Fußballer“, lobt der neue Lauterer Coach. Im Hotel waren gestern nach dem Training ausführliche Videostudien über den Gegner angesagt, aber auch über das eigene Verhalten. Am Donnerstag hatte Martin Raschick die gesamte Trainingseinheit gefilmt.


    „Für mich ist zuerst einmal wichtig, die Mannschaft zu stabilisieren. Wir konzentrieren uns jetzt zunächst nur auf das Spiel gegen Würzburg. Wir brauchen erst mal Sicherheit am Samstag. Es darf nicht passieren, dass ein Spieler des Gegners nach zehn Minuten allein auf unser Tor läuft“, sagt Hildmann. Und: „Die Dritte Liga ist eine schwere Liga, das ist ein Stahlbad!“


    Hildmann ist Feuer und Flamme für seinen Job im Verein, der sein Verein ist. „Ich war immer FCK-Fan – und bin es noch“, schwärmt der 46-Jährige, der dem Spiel entgegenfiebert. Er glaubt nicht, dass er in der Nacht vor seiner Premiere gut schlafen wird. Sein Einstand – und das auch noch im eigenen Stadion: Die Gefühle fahren Achterbahn. Verzichten muss Hildmann neben Jan Löhmannsröben nun doch auch auf Gino Fechner. Der Ballschlepper versuchte es gestern im Training, seine Rippenprellung aus dem Unterhaching-Spiel aber lässt einen Einsatz nicht zu. Wieder fit ist Hendrick Zuck und damit eine Alternative auf beiden Flügeln.


    Ein starkes Signal gab es gestern: Offensivmann Christian Kühlwetter (22), der zu Saisonbeginn noch zum Oberliga-Kader zählte, hat einen bis zum 30. Juni 2021 gültigen Profivertrag beim FCK unterschrieben. Vor zweieinhalb Jahren kam Kühlwetter aus dem Talentschuppen des 1. FC Köln zum FCK und schaffte in dieser Saison den Sprung aus der U21, deren Kapitän und Torjäger er war, zu den Profis. Bei zehn Einsätzen in der Dritten Liga schoss er vier Tore und bereitete einen Treffer vor.


    „Unsere Philosophie ist es, beim FCK konsequent junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchsleistungszentrum auf- und einzubauen und diese langfristig an den FCK zu binden. Christian bringt die am Betzenberg geforderte Mentalität, den Charakter und die nötige Qualität mit “, attestiert Martin Bader, der Geschäftsführer Sport. „Natürlich bin ich sehr froh darüber, meinen ersten Profivertrag beim 1. FC Kaiserslautern unterschrieben zu haben. Ich freue mich auf die nächsten Jahre am Betzenberg und möchte mich beim FCK für das Vertrauen, das er mir in vergangenen Jahren entgegengebracht hat, bedanken“, sagte Kühlwetter.


    So spielen sie


    1. FC Kaiserslautern: Hesl - Schad, Kraus, Hainault, Sternberg - Hemlein, Albaek, Bergmann, Kühlwetter - Huth, Thiele


    Ersatz: Grill, Dick, Gottwalt, Pick, Sickinger, Zuck, Biada


    Es fehlen: Esmel (Kreuzbandriss), Fechner (Rippenprellung), Löhmannsröben (Knieverletzung), Spalvis (Knorpelschaden)



    Würzburger Kickers: Drewes - Ahlschwede, Hansen, Schuppan, Kurzweg - Kaufmann, Hägele, Bachmann, Skarlatidis - Ademi, Baumann


    Es fehlen: Elva (muskuläre Probleme), Gnaase (Gelb-Sperre)


    Schiedsrichter: Müller (Löchgau).


    Quelle: Die Rheinpfalz

    Diskussionsthema zum Artikel: Auf der Trainerbank schlägt ein Fan-Herz


    Auf der Trainerbank schlägt ein Fan-Herz

    Sascha Hildmann ist zeitlebens FCK-Anhänger


    Seit gestern ist der 46-Jährige Cheftrainer des Drittligisten. „Für mich ist es das Größte, FCK-Trainer zu sein. Es ist eine Ehre für mich“, sagt der gebürtige Kaiserslauterer. Sein Vertrag läuft bis 30. Juni 2020. Morgen erlebt Hildmann seine Premiere als FCK-Coach im Spiel gegen die Würzburger Kickers.


    2. August: Der 1. FC Kaiserslautern bereitete sich auf das Drittliga-Spiel in Großaspach vor. Trainer Michael Frontzeck erzählte Stefan Roßkopf, dass er Aspachs Coach kaum kennt. „Ein super Typ, ich war bei ,Hilde’ auf dem Polterabend“, schwärmte der Pressesprecher. „Dann habt’ ihr ja schon meinen Nachfolger“, sagte Frontzeck lachend.


    Dass es nun wirklich so kam, war dennoch für alle Beteiligten eine Überraschung. Die Verpflichtung wurde auch möglich, weil Hildmann bei der SG Sonnenhof Großaspach am 5. Oktober entlassen wurde. Nachdem sein neuer Job am Mittwoch fix war, hatte der 46-Jährige gestern ab 8 Uhr seinen ersten Arbeitstag als Cheftrainer auf dem „Betze“; dort, wo er schon als Jugend- und Amateurspieler für die Lauterer am Ball war. Der frühere Verteidiger stand 1994/95 im Profikader, blieb da aber ohne Pflichtspieleinsatz. Für Alemannia Aachen kam er später auf 36 Zweitligaspiele.


    6. Dezember: Der kleine Weihnachtsbaum mit den FCK-Christbaumkugeln stand auf dem Podium des Presseraums im Fritz-Walter-Stadion nur zwei Meter von Sascha Hildmann entfernt. Für den 46 Jahre alten gebürtigen Lauterer war es zu Nikolaus eine Riesenbescherung. Er kam bei seiner offiziellen Vorstellung authentisch rüber, wirkte sehr natürlich mit einer Mischung aus Selbstbewusstsein und Zurückhaltung. „Für mich ist es das Größte, hier Trainer zu sein. Ich freu’ mich total auf die Aufgabe“, sagte Hildmann. „Es geht darum, die Herzen der Fans zu gewinnen. Ich habe als kleiner Junge schon auf der Nordtribüne gesessen, mein Vater hat mich mitgenommen. Seitdem habe ich sehr, sehr viele FCK-Spiele gesehen. Wir brauchen diese Fans, wir brauchen dieses Stadion.“


    Hildmanns Kenntnis des Kaders, sein Wissen über die Liga, seine Emotionalität und seine Trainingsmethodik überzeugten die FCK-Verantwortlichen, sagten Martin Bader, der Geschäftsführer Sport, und der Aufsichtsratsvorsitzende Patrick Banf.


    Hildmann will mit dem Team verspieltes Vertrauen zurückgewinnen. „Ich kenne diese Mannschaft sehr gut, ich bin überzeugt von dieser Mannschaft“, versicherte Hildmann, der die meisten FCK-Spiele der jüngsten Vergangenheit live gesehen hat.


    Ob die Lauterer ihr Ziel Wiederaufstieg erreichen trotz des nach 17 von 38 Spielen arg großen Rückstands des aktuellen Tabellenzwölften auf die Liga-Spitze? „Ich weiß, dass die Runde noch verdammt lang ist. Diese Liga ist so ausgeglichen und so stark, dass es bis zum Schluss spannend bleiben wird“, betonte Hildmann. „Die Mannschaft ist in der Lage, an die oberen Ränge ranzukommen“, ergänzte Bader. „Zuerst gilt es aber, an das Jetzt zu denken, Spiele zu gewinnen. Abgerechnet wird am Schluss“, sagte Banf.


    „Ich kenne die Liga gut, ich kenne sehr viele Spieler“, sagte Hildmann. So habe er, damals noch Trainer bei Großaspach, Jan Löhmannsröben, Elias Huth oder Theo Bergmann selbst für die SGS verpflichten wollen. Der FCK hatte im Sommer allerdings die besseren Argumente. Auf Löhmannsröben muss Hildmann indes morgen (14 Uhr) im Heimspiel gegen Würzburg verzichten; der Mittelfeldspieler hat Knieprobleme. Mit Gino Fechner (Rippenprellung) muss ein zweiter Mittelfeldmann passen.


    „Von Freitag auf Samstag werde ich sicher eine schlaflose Nacht haben“, gestand der neue Coach, für den ein Kindheitstraum in Erfüllung geht. „In der Dritten Liga musst du Drittliga-Fußball spielen: Du musst einfach spielen, brauchst eine gute Mentalität, musst laufen, laufen, laufen“, betonte Hildmann, der seinen Spielern einen ganz exakten Plan für die Situationen, die in einer Partie entstehen können, mit auf den Weg geben will. „Ich bin ein Trainer, der versucht, der Mannschaft zumindest drei Systeme an die Hand zu geben, ob 4-2-3-1, 4-4-2 oder 3-5-2, du musst immer in der Lage sein, den Gegner zu überraschen“, meinte Hildmann. „Wir wollen versuchen, am Samstag offensiven Fußball mit der nötigen Grundabsicherung zu bieten.“


    Zu seinem ersten Training gestern Nachmittag wurde der Coach, der mit seiner Familie in Enkenbach lebt, mit Applaus begrüßt, 100 Kiebitze verfolgten die knapp 90-minütige Einheit. Der 46-Jährige war mittendrin, unterbrach die Spielformen häufiger, um seinen Jungs gezielt Hinweise und Kommandos zu geben. „Ein besonderes Gefühl, jetzt als FCK-Trainer hier zu stehen“, sagte Hildmann später. An selber Stelle, auf Trainingsplatz vier, hat er bis vor 18 Jahren für die FCK-Amateure gespielt.


    -------


    [IMG:https://i.imgur.com/XrM0aFn.jpg]


    [IMG:https://i.imgur.com/fhwHyHP.jpg]


    Quelle: Die Rheinpfalz




    Diskussionsthema zum Artikel: Hildmann lebt seinen Traum


    Hildmann lebt seinen Traum

    Er ist Lauterer, er ist in der FCK-Jugend groß geworden, bereicherte die FCK-Amateure, war FCK-Profi: Heute übernimmt Sascha Hildmann als FCK-Cheftrainer.


    Als Sascha Hildmann Anfang Oktober als Trainer der SG Sonnenhof Großaspach nach dem Aus im Verbandspokal gefeuert wurde, war er tief getroffen. Er schien untröstlich. In der Dritten Liga stand seine Mannschaft wohl auf dem viertletzten Platz, aber nach dem Verlust wertvoller Stammkräfte fehlte nur ein bisschen Spielglück: ein Sieg, sieben Unentschieden – unter anderem beim 1:1 gegen den FCK – und nur zwei Niederlagen standen zu Buche. Hildmann litt. Und flüchtete – auf die Fußballplätze. Er hospitierte bei Sandro Schwarz beim FSV Mainz 05, er beobachtete auch wiederholt das Training beim 1. FC Kaiserslautern. Auffallend: Er kennt die meisten FCK-Spieler aus dem Effeff, ist den Thieles, Löhmannsröbens, Bergmanns, Huths oder Hainaults auch letzte Saison schon begegnet. Özgür Özdemir, beim FCK bisher noch gar nicht angekommen, war bei der SGS sein Spieler. Der Abwehrspieler, seit gestern wieder im Training, wird sich freuen. Neuer Trainer, neues Glück?


    Heute (12 Uhr) wird der 1. FC Kaiserslautern Sascha Hildmann als neuen Cheftrainer und Nachfolger von Michael Frontzeck vorstellen. Welch eine Überraschung! Denn die FCK-Verantwortlichen hatten ja auch andere Kandidaten – mal wieder Stefan Ruthenbeck, Jens Härtel, Lukas Kwasniok. Den Zuschlag bekam Hildmann – 46 Jahre alt, in Kaiserslautern geboren, mit Frau und Tochter in Enkenbach daheim. Hildmann begann beim SV Enkenbach mit dem Fußball, kam mit 13 zum FCK, spielte in der Jugend mit Marco Haber, gehörte zu den Stützen der FCK-Amateure, war 1994/95 FCK-Profi unter Friedel Rausch, spielte in Saarbrücken und in Aachen, beim FKP und in Homburg.


    „Als Trainer habe ich mich hochgearbeitet“, beschreibt Hildmann seinen Weg: Spielertrainer beim SV Rodenbach, Coach beim SC Idar-Oberstein, beim SC Hauenstein, bei der SV Elversberg, U16-Trainer bei Mainz 05, dann 2017 der Sprung in die Dritte Liga nach Großaspach. Der Rauswurf – ein Albtraum. Und jetzt – der Traum!


    Hildmann ist Pfälzer. Hildmann ist ein Fußballverrückter. Er lebt und liebt seinen Sport. Er ist emotional – und doch ein kühler Analytiker. Ein Coach, der in Trainingskleidung an der Seitenlinie mit lebt, einer, der in seiner Aufgabe aufgeht. Für ihn ist der FCK mehr als nur ein Job. Es ist sein Verein. Der Verein seines Herzens.


    Um 15 Uhr leitet Sascha Hildmann erstmals das Training beim FCK. Der Staff mit den Co-Trainern Alexander Bugera und Martin Raschick, Athletik- und Fitnesstrainer Bastian Becker sowie Torwarttrainer Gerry Ehrmann bleibt zusammen. „Wir lassen das so und bewerten das Ende Dezember neu, entscheiden dann, ob wir im neuen Jahr so weitermachen oder etwas ändern“, sagte Martin Bader, der Geschäftsführer Sport gestern am Vormittag.


    ------


    [IMG:https://i.imgur.com/govnSKP.jpg]


    Quelle: Die Rheinpfalz

    Aktualisiert 19.50 Uhr:


    pasted-from-clipboard.png


    Hildmann lebt seinen Traum


    Am Donnerstag (12 Uhr) wird der FCK den neuen Cheftrainer vorstellen, der um 15 Uhr sein erstes Training auf dem Betzenberg leiten wird. Hildmann, der beim FCK in der zweiten Mannschaft spielte, 1994/95 im Profi-Kader unter Friedel Rausch stand, Profi beim 1. FC Saarbrücken und Alemannia Aachen war, diente sich als Trainer über die Stationen SV Rodenbach, SC Idar-Oberstein, SC Hauenstein, SV Elversberg und U16 FSV Mainz 05 hoch. Anfang Oktober wurde er beim Drittligisten SG Sonnenhof Großaspach entlassen. „Der FCK ist mein Verein“, sagte Sascha Hildmann am 2. August in einem RHEINPFALZ-Interview. Jetzt lebt der in Enkenbach beheimatete Coach seinen Traum. Am Samstag (14 Uhr) gegen die Würzburger Kickers sitzt Hildmann erstmals als Cheftrainer auf der Bank der Roten Teufel. |zkk


    https://www.rheinpfalz.de/loka…zeck-nachfolger-beim-fck/

    Sascha Hildmann wird Frontzeck-Nachfolger beim FCK

    Fußball-Drittligist 1. FC Kaiserslautern hat Sascha Hildmann (46) nach RHEINPFALZ-Informationen als Trainer verpflichtet. Der Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2020. Hildmann, in Kaiserslautern geboren, war zuletzt Trainer der SG Sonnenhof Großaspach. Er ist Nachfolger des am Samstag einen Tag nach der 0:5-Schlappe in Unterhaching „gefeuerten“ Michael Frontzeck (54). Der Stuff mit den Co-Trainern Alexander Bugera und Martin Raschick, Athletik- und Finesstrainer Bastian Becker sowie Torwarttrainer Gerry Ehrmann bleibt zusammen. |zkk


    https://www.rheinpfalz.de/loka…6sXGEDbo2YkNLMG7EJlxcNlm4

    Dick: Eine Niederlage unserer Mannschaft


    Der FCK-Kapitän nach dem Aus für Frontzeck


    Es gibt keine Quadratur des Kreises: Aus dem Kandidatenkreis ist ein Dreieck geworden. Heute oder morgen wird nach Einschätzung von FCK-Sportchef Martin Bader die Entscheidung fallen, wer am Samstag (14 Uhr) als Cheftrainer auf der Bank von Drittligist 1. FC Kaiserslautern sitzt. Die Würzburger Kickers sind Gast im letzten Heimspiel des Jahres 2018.


    Bevor weißer Rauch auf dem Betzenberg aufsteigt, muss Bader auch den Aufsichtsrat von seinem Wunschkandidaten überzeugt haben. Namen sind noch geheime Kommandosache. Spekuliert wird angesichts der veröffentlichen Anforderungsprofils über Lukas Kwasniok (38; ehemals U19-Coach des Karlsruher SC), Hannes Drews (36; zuletzt Erzgebirge Aue), Dino Toppmöller (38; Dudelange), aber auch über den Mannheimer Christian Titz (47; zuletzt Hamburger SV) und den in Kaiserslautern als Balakov-Co-Trainer und Runjaic-Assistent hoch geschätzten Ilia Gruev (49; zuletzt MSV Duisburg). Kein Thema mehr zu sein scheinen Stefan Ruthenbeck (46; U19 1. FC Köln) oder Drittliga-Intimkenner Peter Vollmann (60; zuletzt VfR Aalen) und die Ex-Waldhöfer Jürgen Kohler (53; U19 Viktoria Köln), Gerd Dais (55; zuletzt SV Sandhausen) und Kenan Kocak (37; zuletzt SV Sandhausen). Uwe Neuhaus (59; zuletzt Dynamo Dresden) verfolgt andere Ziele. Noch ohne Fußball-Lehrer-Lizenz ist einer, der den „Betze“ mit seiner Mentalität rocken könnte: Miro Klose (40), aktuell Coach der U17 des FC Bayern München.


    Nur einen A-Schein besitzt auch Alexander Bugera (40), der ehemalige FCK-Profi. Nach seiner Karriere war er erfolgreicher Trainer der Lauterer U17 und U19. Nach Norbert Meiers Rauswurf stieg Bugera zum Co-Trainer von Jeff Strasser auf, blieb auch unter Michael Frontzeck Assistent. Momentan ist Bugera Interimstrainer.


    „Bugi, das war ein super Training heute!“ Gino Fechner (21), Mittelfeld-Hoffnung, zuletzt aber auch ein Gesicht der Lauterer Krise, kam gestern Abend strahlend und schwärmend von Platz 4. Am Vormittag wurde – Mann gegen Mann – Zweikampf geschult. Ganz so, wie das einst schon Kalli Feldkamp liebte. Am Nachmittag spielten vier Sechser-Teams auf dem Kleinfeld ihr Turnier. „Da war viel Feuer drin“, lobte Bugera. Er durfte sich an einem eiskalt abschließenden Christian Kühlwetter freuen, an einem leidenschaftlichen Dominik Schad. Es war einfach gut. „So war das eigentlich immer. Die Mannschaft arbeitet immer gut“, sagte Bugera. Training und Spiel – zuletzt zwei Welten.


    „Die Einstellung unter der Woche stimmte immer – auch wenn man zuletzt davon nichts gesehen hat“, sagte Florian Dick gestern Abend. Die Entlassung von Michael Frontzeck schmerzt auch den 34-Jährigen. „Ich habe das als Kapitän auch als Niederlage für mich und für die Mannschaft empfunden, weil ich die Situation nicht verhindern konnte“, gestand Dick: „Jeder einzelne bei uns muss sich hinterfragen. Das Einzige, was jetzt zählt, egal ob einer neuer Trainer da ist oder nicht, egal wer es ist – ist der Samstag. Die Woche wird Gas gegeben. Die drei Punkte müssen wir holen, am besten mit einer guten Leistung.“ Und: „Keiner von uns war zuletzt in Top-Form. Dass jeder dem anderen hilft, das ist die Aufgabe der ganzen Mannschaft!“


    Gestern Vormittag zog sich Jan Löhmannsröben im Training eine Verletzung zu. Heute sollen Hendrick Zuck nach muskulären Problemen und Özgür Özdemir nach Knieverletzung wieder ins Mannschaftstraining zurückkehren. „Löhmannsröben hätte ich gegen Würzburg schon ganz gerne dabei“, hofft Bugera auf den rustikalen Konsequenten. „Löh“ besitzt die notwendige Qualität und die Übersicht – wenn er fit ist. „Er kann uns gut tun und uns helfen“, sagte Bugera.


    Quelle: Die Rheinpfalz



    Diskussionsthema zum Artikel: Gegenentwurf gesucht


    Gegenentwurf gesucht

    Fragen & Antworten: Zur Trainersuche und zur Krise des 1. FC Kaiserslautern


    Die Trainersuche beim Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern dauert an. Martin Bader, der Geschäftsführer Sport, hofft den Nachfolger des am Samstag beurlaubten Michael Frontzeck schon am Samstag (14 Uhr) im Heimspiel gegen die Würzburger Kickers auf der Bank zu haben. Fragen & Antworten von Horst Konzok.


    Gibt es einen Favoriten für die Nachfolge von Michael Frontzeck als FCK-Cheftrainer?


    Die Geschäftsführung des FCK hält sich – was Namen angeht – bedeckt. Sie hat den Markt abgeklopft, mit Beratern und Kandidaten gesprochen. Martin Bader nennt keinen Favoriten, macht aber in seinem Anforderungsprofil deutlich, dass er einen innovativen Trainer sucht, der eine Mannschaft zu begeistern und taktisch intensiv zu schulen weiß. Unausgesprochen: Es scheint auch altersmäßig ein Gegenentwurf zum 54 Jahre alten Frontzeck gesucht zu werden.


    Wann fällt eine Entscheidung?


    Sportchef Bader, mit Sportdirektor Boris Notzon und Aufsichtsratschef Patrick Banf federführend bei der Trainersuche, hofft noch immer den neuen Mann am Donnerstag, spätestens am Freitag, präsentieren zu können. Der Neue würde dann, unterstützt vom bisherigen Trainerteam, gegen Würzburg auf der Bank sitzen. „Das ist noch immer das Ziel“, sagte Bader gestern Abend.


    Wie läuft die Vorbereitung für Samstag ab?


    „Ich habe der Mannschaft gesagt, dass Alexander Bugera, in der natürlichen Reihenfolge unserer Hierarchie, das Training leitet und ich erwarte, dass auf dem Trainingsplatz die Fetzen fliegen“, sagte Bader, der sich nach der Trennung von Frontzeck intern schon zu einer Brandrede veranlasst sah. „Normalerweise schlage ich dort nicht auf, die Kabine ist der Bereich des Trainers“, sagte Bader.


    Wie tickt die Mannschaft?


    Die Mannschaft – daheim gegen Cottbus (0:2) und Wehen Wiesbaden (0:0) kopflos ohne Lösung, in Rostock (1:4) durch das individuelle Versagen des vorher so starken Löhmannsröben auf der Verliererstraße, beim 0:5 in Unterhaching desolat – kann es nachweislich besser. „Das ist kein undisziplinierter, unmotivierter Haufen. Das ist eine lernwillige Mannschaft“, bekundet Bader Vertrauen. Ein öffentlich gewordener Ausflug von Julius Biada und Jan Löhmannsröben am 11.11. ins bunte Kölner Karnevalstreiben habe Michael Frontzeck ohne großes Aufhebens sanktioniert.


    Was sagt Hauptsponsor Harald Layenberger, der sich als Partner der Fans sieht, zur Lage seines „Herzensvereins“?


    Layenberger, der erfolgreiche Unternehmer, würde einen neuen Trainer nur bis Saisonende unter Vertrag nehmen, mit der einseitigen Option des Vereins, den Kontrakt verlängern zu können. Der Vertrag würde sich bei Aufstieg automatisch verlängern. „Wenn ich Fan bin, muss ich an das Positive glauben“, sagt Layenberger und beschwört den „Schulterschluss zwischen Fans“ und den Jungs auf dem grünen Rasen. Layenberger mit Blick auf Samstag: „Was ich mir generell wünsche ist, dass Fans, Mannschaft und Verantwortliche mehr und ehrlich miteinander kommunizieren. Wenn die Mannschaft zeigt, dass sie wirklich will, wird sie auch bedingungslos unterstützt werden.“


    Quelle: Die Rheinpfalz


    Diskussionsthema zum Artikel: Die Suche nach dem Problemlöser


    Die Suche nach dem Problemlöser

    FCK-Bosse in Gesprächen mit möglichen Nachfolgern von Trainer Michael Frontzeck


    Michael Frontzeck ist als Trainer des 1. FC Kaiserslautern Geschichte. Am Samstag wurde der 54-Jährige beurlaubt. Gespräche mit Nachfolgekandidaten laufen, bestätigte Martin Bader, der Geschäftsführer Sport, gestern. (RHEINPFALZ Online und RHEINPFALZ am SONNTAG informierten über den Trainerwechsel.)


    Bader hofft auf eine rasche Klärung der Trainerfrage, lässt aber offen, ob der neue Cheftrainer – wie erhofft – am Samstag (14 Uhr) im letzten Heimspiel des Jahres gegen die Würzburger Kickers bereits das Kommando führt.


    Nach dem 0:5-Debakel am Freitagabend in Unterhaching war Frontzeck klar, dass am Folgetag für ihn Schluss sein würde. Bader verkündete ihm am Samstag in der Frühe das Ende der Zusammenarbeit, die exakt zehn Monate zuvor begonnen hatte. Am 1. Februar dieses Jahres war Frontzeck von Bader als Nachfolger des damals erkrankten Jeff Strasser angeheuert worden. Frontzeck verabschiedete sich noch am Samstag persönlich von seinen Spielern, vor die er sich immer gestellt hat. „Das ist eine saubere, charakterlich einwandfreie Mannschaft“, wiederholte Frontzeck. „Ich hoffe und wünsche der Mannschaft, dass sie jetzt wieder zu ihrer Leistung findet und in die Erfolgsspur zurückfindet. Es war viel Druck auf dem Kessel in der letzten Woche, es ging nur noch um den Kopf des Trainers“, sagte Frontzeck, dessen Vertrag beim FCK am 30. Juni 2019 endet. „Klar ist, dass ich als Trainer die Verantwortung für die Ergebnisse trage“, sagte Frontzeck am Samstag nach seiner Freistellung in einem RHEINPFALZ-Gespräch.


    So sehr er die Trennung auch bedauere, er verstehe, dass die Vereinsführung angesichts der großen Historie, der hohen Ziele und der riesigen Erwartungshaltung des Anhangs so entschieden habe. Frontzeck gab aber auch erneut zu bedenken: „Ein solch radikaler Neuaufbau braucht Zeit, eine Mannschaft muss sich entwickeln dürfen.“


    Elf Trainer – die Interimstrainer Alois Schwartz, Oliver Schäfer, Manfred Paula und Hans Werner Moser nicht mitgerechnet – hat der 1. FC Kaiserslautern seit Januar 2008 verschlissen. „Ich wollte mit Michael Frontzeck in die Winterpause kommen, dann analysieren, sehen, wie es weitergeht“, sagte Bader gestern. Die zweite schwere Krise in der laufenden Saison aber veranlasste Vorstand und Aufsichtsrat zur Notbremsung: ein Punkt bei 1:11 Toren aus den letzten vier Spielen – statt den Anschluss an die Aufstiegsplätze herzustellen, stürzte der FCK auf Platz zwölf ab. Der Vorsprung vor dem ersten Abstiegsplatz beträgt nur noch vier Punkte.


    „Wir sind in Gesprächen. Wir wollen einen Trainer, mit dem wir über die Saison hinaus planen – unabhängig davon, ob wir es noch schaffen, unser Ziel zu erreichen oder ein weiteres Jahr Dritte Liga spielen“, sagte Patrick Banf, der Chef des Aufsichtsrates. Banf: „Wir wollen einen Trainer, der dem FCK eine Spielphilosophie gibt, wir wollen einen Trainer, der der Mannschaft eine Spielidee, eine erkennbare Handschrift verleiht.“


    „Michael Frontzeck ist ein guter Trainer. Die Frage ist, was muss der neue Trainer haben, was Michael nicht hat“, beschrieb Bader gestern Gedanken der Trainersuche. „Die Mannschaft ist nicht komplett zerstört, die Mannschaft ist körperlich fit und charakterlich in Ordnung, sie hat eine gesunde Hierarchie“, sagte Bader. Unausgesprochen heißt das wohl auch: Der FCK sucht einen „Konzepttrainer“, einen modernen Coach, der der Mannschaft schnell neues Selbstvertrauen einimpft, der der Mannschaft auch auf dem Trainingsplatz und in der Videoarbeit klare Lösungswege aufzeigt, wie tief stehende Gegner ausgehebelt werden können.


    Namen von Kandidaten will die FCK-Führung nicht nennen. Eine Rückkehr von Jeff Strasser ist offenbar kein Thema. Das angesprochene Profil würde auf Hannes Drews (36, zuletzt Erzgebirge Aue), Dino Toppmöller (38) vom luxemburgischen Meister und Pokalsieger F91 Dudelange und auf Lukas Kwasniok (37), den früheren KSC-U19-Coach zutreffen, dessen Wechsel als Drews-Nachfolger nach Aue an der Ablöseforderung der Badener gescheitert war.


    -------


    KOMMENTAR




    Chance und Niederlage


    Notbremsung auf dem „Betze“: Der FCK hat Michael Frontzeck gefeuert. Sportchef Martin Bader muss sehr schnell eine Top-Lösung finden.



    „Eine Trainerentlassung ist immer auch eine Niederlage der Mannschaft, aber auch eine Chance“, sagte Michael Frontzeck, nachdem ihn der 1. FC Kaiserslautern als Chefcoach gefeuert hatte. Seine Entlassung ist auch eine Niederlage und Chance für Martin Bader. Der FCK-Sportchef hatte Frontzeck vor zehn Monaten engagiert.


    Frontzeck hat die Herkulesaufgabe mit großer Ruhe und all seiner Erfahrung zu meistern versucht. Er hatte nicht nur 15 externe Neuzugänge zu integrieren, er hat mit Lukas Gottwalt und Christian Kühlwetter zwei weitere Talente aus der U21 zu den Profis befördert. Zeitweise standen bis zu sechs Spieler, die zwischen 20 und 22 Jahren alt sind, auf dem Platz. Eine Mannschaft mit Perspektive schien zusammenzuwachsen. Was in den letzten vier Spielen passierte, war so nicht zu erwarten: ein Punkt, 1:11 Tore. Nach der 0:5-Blamage von Unterhaching war der Rest von Vertrauen in den Trainer aufgebraucht, der in der Öffentlichkeit keinerlei Bonus besaß.


    Die Mannschaft, für die er stets einen Schutzschild gab, hat ihn im Stich gelassen. „Ich wurde von Journalisten gefragt, ob die Spieler gegen mich gespielt haben. Das ist Quatsch. Das gibt es nicht“, sagte Frontzeck am Samstag.


    Was er in den letzten Wochen auch versuchte, die Wende zu erarbeiten, ging schief. Frontzecks Handschrift verschwamm. Der Mannschaft fehlte zuletzt eine tragende Achse, auch die wenigen Routiniers vermochten der Mannschaften keinen Halt zu geben. Planlos, ideenlos resignierte die Lauterer Mannschaft daheim beim Versuch, die Abwehrriegel von Energie Cottbus und Wehen Wiesbaden zu knacken.


    „Wir haben nur noch einen Schuss frei“, sagt FCK-Präsident Rainer Keßler und setzt bei der Trainersuche auf das Fachwissen Baders. Der muss einen Mann finden, der die Mannschaft schnell aufrichtet und die Fans mit Erlebnis- und Ergebnis-Fußball zu begeistern versteht. Lukas Kwasniok, ehemals Talentschmied beim KSC, besitzt viel Vorschusslorbeer. Dino Toppmöller hat Luxemburgs Meister F91 Dudelange sensationell in die Europa League geführt. Interessante junge Trainer ...


    Quelle: Die Rheinpfalz









    Diskussionsthema zum Artikel: Die Notbremsung


    Die Notbremsung

    Fußball-Drittligist 1. FC Kaiserslautern hat sich wenige Stundennach dem 0:5-Debakel in Unterhaching von Trainer Michael Frontzeck getrennt. Die Suche nach einem Nachfolger läuft.


    Alle Jahre wieder ist der 1. FC Kaiserslautern auf Trainersuche. Nun braucht der mittlerweile auf Rang zwölf der Dritten Liga angekommene, tief gefallene Traditionsverein einen Nachfolger für den 54 Jahre alten Michael Frontzeck. Wenige Stunden nach der 0:5-Klatsche am Freitagabend bei der SpVgg Unterhaching hat sich der FCK nach genau zehn Monaten von seinem bisherigen Chefcoach getrennt. Es war das vierte Spiel ohne Sieg in Folge für den Zweitliga-Absteiger bei drei Niederlagen und dem jämmerlichen Torverhältnis von 1:11 aus diesen vier Partien.


    Statt des angestrebten direkten Wiederaufstiegs droht Abstiegskampf das große Thema der kommenden Wochen zu werden. „Das Wichtigste ist jetzt, diesen Negativtrend aufzuhalten“, betonte FCK-Aufsichtsratschef Patrick Banf gestern im Gespräch mit dieser Zeitung. Martin Bader, der Geschäftsführer Sport, Aufsichtsrat Banf und Sportdirektor Boris Notzon sind bei der neuerlichen Trainersuche federführend tätig. Namen von möglichen Kandidaten wie Ilia Gruev (49), Lukas Kwasniok (37) oder Dino Toppmöller (38) wollten sie nicht kommentieren. „Ich sage immer erst was, wenn ein Vertrag unterschrieben ist“, betonte Banf. „Aber natürlich wollen wir eine längerfristige Lösung.“


    „Die jüngsten Entwicklungen, nicht zuletzt die Leistung in Unterhaching, haben uns dazu bewogen, neue Impulse zu setzen“, sagte Bader. „Diese Entscheidung ist uns schwergefallen, zumal wir nach den Siegen gegen Uerdingen und in Aalen eine positive Entwicklung beobachten konnten. Der Eindruck der vergangenen vier Spiele hat in Summe jedoch dazu geführt, dass wir uns für einen Wechsel entschieden haben.“


    Am Samstag (14 Uhr) wartet mit dem Heimspiel gegen Würzburg die nächste Aufgabe. Heute hat die Mannschaft frei, morgen übernehmen vorerst die Assistenztrainer Alexander Bugera, Martin Raschik und Bastian Becker zusammen mit Torwarttrainer Gerry Ehrmann. Es sei denn, der neue Cheftrainer ist bis Montag gefunden und schon anwesend. Davon geht Bader jedoch eher nicht aus. „Wir beginnen am Montag, so wie es bei Michael auch gewesen wäre“, sagte Bugera. „Es war ein sehr emotionaler Abschied. Ich lasse nichts auf Michael kommen – er ist menschlich in Ordnung, wir haben gut zusammengearbeitet. Am Ende haben die Ergebnisse gefehlt. So schlecht, wie wir zuletzt gespielt haben ... So ist dann halt das Geschäft“, bedauerte Bugera.


    Das Geschäft kennt Frontzeck nach 35 Jahren im Profifußball – ihm war nach der Blamage von Haching und der rasenden Talfahrt klar, dass seine Mission beendet sein wird. „Es war ja kein normaler Neuaufbau. 18 neue Spieler – das braucht seine Zeit. Wenigstens bis zum Ende der Hinrunde. Aber dass ein Verein wie der FCK mit dieser Geschichte, ein Bundesligist, der plötzlich in der Dritten Liga ist, so entscheidet, das kann ich nach den letzten Ergebnissen auch verstehen“, sagte Frontzeck im Gespräch mit dieser Zeitung. „Ich wurde heute Morgen von der Trennung informiert. Ich habe mich persönlich von der Mannschaft verabschiedet, ihr alles Gute gewünscht. Ich hoffe, dass jetzt Ruhe einkehrt, dass sie sich wieder auf das Wesentliche konzentrieren kann. Der Druck – gerade auf die jungen Spieler – war groß. Die haben doch alle außer ,Flo’ Dick noch nicht erlebt, sich am Zaun vor Fans erklären zu müssen“, sagte Frontzeck, der gerne geblieben wäre: „Wir haben in den guten Spielen zu wenige Punkte geholt. Ich mag diesen Klub mit all seiner Wucht!“ Er ergänzte: „Ich habe den Spielern gesagt: Eine Trainerentlassung ist immer auch eine Niederlage der Mannschaft, aber auch eine Chance ...“


    Sportchef Bader war auch gestern Nachmittag noch richtig verärgert über den desolaten Auftritt der FCK-Spieler in Haching. Der 50-Jährige hat am Samstagvormittag eine energische Ansprache gehalten. „Das war zwingend notwendig“, betonte er. Der vor der Saison als Ziel ausgegebene direkte Wiederaufstieg ist angesichts des Zehn-Punkte-Rückstands nach 17 von 38 Spielen und den gezeigten Leistungen der Lauterer fast schon nicht mehr erreichbar. So betonte Bader gestern: „Ich habe der Mannschaft gesagt, es geht nicht um Ziele, die irgendwann mal gesteckt worden sind. Es geht darum, dass sich jeder Einzelne mal hinterfragt. Jeder formuliert höhere Ansprüche für sich, aber von deren Umsetzung habe ich in den letzten Spielen auf dem Platz nichts gesehen. Die Spieler sind in der Verpflichtung, auch ihren eigenen Ansprüchen gerecht zu werden.“ Bader lässt keine Ausreden mehr zu. „Nach den Auftritten gegen Cottbus (0:2), in Rostock (1:4) und gegen Wehen Wiesbaden (0:0) war allen die Bedeutung des Spiels in Unterhaching bewusst“, sagte der Geschäftsführer Sport. „Leider hat sich die Mannschaft in keiner Weise so präsentiert, wie wir es von Spielern im FCK-Trikot erwarten.“ So haben es auch die knapp 2000 FCK-Fans unter den 5000 Zuschauern im Sportpark Unterhaching wahrgenommen. „Außer Ehrmann könnt ihr alle geh’n“, skandierten sie. Die Strophe ist beim FCK zum traurigen Klassiker bei sportlichen Katastrophen geworden.


    Und Ehrmann? Der Kult-Torwarttrainer stapfte wutschnaubend und kopfschüttelnd durch den Dauerregen vor den Toren Münchens Richtung Kabine. Schon wieder Endzeitstimmung beim FCK und seinen seit Jahren leidgeprüften Anhängern. Die bange Frage, die viele beschäftigt: Wann und wie ist der Niedergang des Traditionsvereins zu stoppen? „Das war ein neuer Tiefpunkt“, konstatierte Bader direkt nach dem Debakel von Haching. Die Suche nach demjenigen, mit dem es bergauf gehen soll, läuft.


    -------


    Knifflige Frage


    Der FCK sehnt sich seit dem Aus von Marco Kurz 2012 nach Kontinuität auf der Trainerposition.


    Der 1. FC Kaiserslautern braucht Ruhe und Kontinuität. Das ist keineswegs eine neue Forderung. Aber Patrick Banf, seit knapp einem Jahr als Vorsitzender im Aufsichtsrat des Vereins, ist sie sehr wichtig. Auch deshalb passt ihm die Entlassung des vor zehn Monaten als Nachfolger des erkrankten Jeff Strasser eingestellten Michael Frontzeck nicht in den Kram. Banf würdigte gestern noch einmal Frontzecks Erfolg, mit der Mannschaft trotz des kaum noch zu verhindernden Abstiegs in 15 Spielen beachtliche 23 Punkte geholt zu haben. Im Sommer herrschte Aufbruchstimmung, die durch das 1:0 und über 40.000 Zuschauer im ersten Spiel gegen 1860 München noch mehr Nahrung erhielt. Es folgte nach teils recht guten Auftritten des Teams eine Ergebniskrise, der FCK belohnte sich nicht. Trainer Frontzeck wurde schon damals für viele zum Buhmann, obwohl manche Resultate unglücklich zustande kamen. „Wenn es nach einem Sieg und einem Unentschieden schon im dritten Spiel Frontzeck-raus-Rufe gibt, dann muss sich der, der das ruft, schon mal fragen, ob er damit nicht seinem FCK schadet“, sagte Banf. „Wir haben ein schwieriges Umfeld in Kaiserslautern, da bekommst du nicht die Zeit, die du normalerweise bräuchtest.“ Dennoch sind die Kritiker zwischenzeitlich verstummt, als der FCK sich den Aufstiegsrängen mit sechs Spielen ohne Niederlage und einem überzeugenden Heimsieg über den nun zweitplatzierten KFC Uerdingen mit großen Schritten näherte. Die neuerliche Negativserie von vier sieglosen Spielen bei kläglichen 1:11 Toren aber war zu viel. Die Trennung von Trainer Frontzeck war die logische Konsequenz. „Es ist mir schwergefallen“, sagte Banf, „weil ich gerne Ruhe im Verein habe. Aber es war nicht mehr vertretbar.“


    Zweifel an der Qualität des Kaders sind nach den jüngsten Auftritten angebracht, massive folgenschwere Fehlpässe spielt nicht der Trainer. Frontzecks möglichst schnell zu findender Nachfolger muss die Spieler – wie Sportchef Martin Bader es gestern tat – bei der Berufsehre packen und ihnen andererseits wieder Selbstvertrauen einimpfen. Der Neue muss für einen aggressiven, schnellen Spielstil stehen und ihn so rasch wie möglich auf das Team übertragen. Zeit gewährt auch diese harte, enge Liga nicht. Wer kommt? Die Bosse schweigen. Dino Toppmöller lässt in Luxemburg aufhorchen. Er ist jung und unverbraucht. Hannes Drews rettete Aue. Ilia Gruev war Co-Trainer beim FCK, ein Mann mit Charakter. Banf schätzt Kosta Runjaic. Hauptsponsor Harald Layenberger hält sehr viel von Marco Kurz.



    Quelle: Rheinpfalz am Sonntag




    Diskussionsthema zum Artikel: Mannschaft auf Tiefflug – Trainer vor Rauswurf


    Mannschaft auf Tiefflug – Trainer vor Rauswurf

    Nach 0:5-Blamage dürfte das Aus für FCK-Coach Michael Frontzeck besiegelt sein – Die schlechte Karikatur einer Mannschaft


    Der 1. FC Kaiserslautern befindet sich im dramatischen Sturzflug: Gestern Abend blamierte sich der FCK am 17. Drittliga-Spieltag mit der 0:5 (0:2)-Schlappe bei der SpVgg Unterhaching bis aufs Äußerste. Drei der letzten vier sieglosen Spiele hat der FCK verloren. Für Trainer Michael Frontzeck war es vermutlich sein letztes Spiel.


    „Wir werden in den nächsten Tagen alles mit dem Trainer, der Mannschaft und unseren Gremien besprechen, es geht darum, was das Beste für den FCK ist“, sagte Martin Bader, der Geschäftsführer Sport, gestern nach der bitteren Niederlage.


    „Das Schlimme ist, dass ich das Gefühl hatte, dass einige Spieler nicht wissen, was die Stunde geschlagen hat. Die Mannschaft hat nicht das umgesetzt, was besprochen und was trainiert wurde“, ärgerte sich der Sportchef. „Wir haben nicht viel Abstand nach unten, diese Liga verzeiht nichts.“ Frontzeck meinte: „Klar ist, dass der Trainer die Verantwortung trägt und übernehmen muss.“ Ob er Trainer bleibt? „Die Frage müssen Sie anderen stellen. Ich habe die ganze Woche nichts von den Verantwortlichen gehört, nur gelesen.“


    „Erfahrung und Frische“ bestimmten die Gedanken Frontzecks, die Startformation gegenüber der Tristesse gegen Wiesbaden zu ändern: Florian Dick, André Hainault, Gino Fechner und Julius Biada kamen für Jan Löhmannsröben, Lukas Gottwalt, Theo Bergmann und Christian Kühlwetter zum Zug. Das Ergebnis: fatal!


    Unter dem Motto „Stillstehen gegen den Stillstand“ wird in allen zehn Drittligapartien dieses Wochenendes gegen die Reformpläne des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) protestiert. Die Drittligisten wollen zurück zur Regelung mit drei statt vier Absteigern, der DFB will aus fünf Regionalligen vier mit vier Direktaufsteigern machen. So standen die 22 Akteure gestern Abend im Alpenbauer Sportpark eine Minute still.


    Der Stillstand des FCK dauert schon länger an. Egal wen Frontzeck auch nominiert, irgendeiner schießt immer einen Bock. Gestern war’s Gino Fechner, der den Ball erlief, aber mit einem Rückpass die Tür für Haching öffnete. Nach einem von Kapitän Stahl abgefangenen Dick-Pass sorgte Luca Marseiler gekonnt für das 1:0 (22.). Fünf Minuten später reagierte Wolfgang Hesl, schon bei einer Flanke in der 15. Minute unsicher, zu spät, Stefan Schimmer stellte auf 2:0. Die Fans aus Lautern hatten angesichts der finstren Leistung ihrer Jungs eine Lösung: „Frontzeck raus!“


    Der FCK war schlecht im Spielaufbau, in der Verteidigung, der FCK – eine schlechte Karikatur einer Fußballmannschaft. Eine gute Chance aber hatte Mads Albaek per Freistoß Hainault serviert, Christoph Greger klärte (10.). Biada, sonst ein Ausfall, musste nach Hemlein-Flanke und Thieles Ablage für die Führung sorgen, verfehlte aber knapp (21.). Die große Chance zum Anschluss verpasste der wenigstens bemühte Albaek (43.).


    Nach der Pause zog Frontzeck Konsequenzen: Dick, schwach, früh verwarnt und Gelb-Rot gefährdet, und Totalausfall Timmy Thiele machten Platz für Elias Huth und Christian Kühlwetter. Auch sie brachten nichts! Die große Chance zum Anschluss vereitelte Flugkünstler Lukas Königshofer bei Albaeks Distanzschuss (52.).


    Schlimm die individuellen Aussetzer – so brachte Fechner Hachings Torjäger Hain in Position, der knapp das Ziel verfehlte (55.). Die Fans aus der Pfalz zeigten ungeachtet all der Fehlerteufel zunächst weiter Flagge für den Verein ihres Herzens. Die Lauterer, ohne Selbstvertrauen, mühten sich, aber fast alles lief schief – so rannte sich Christoph Hemlein immer wieder fest, Dominik Schad unterliefen bei guten Kontermöglichkeiten technische Fehler. Zu seinem Unterirdischauftritt passte das Foul an Marseiler. Sascha Bigalkes Elfmeter parierte Hesl, Bigalke aber vollstreckte im Nachschuss: 3:0 (65.)! Sechs Minuten später wurde es peinlich: Jim-Patrick Müller traf nach Hain-Vorlage zum 4:0. Dann brach sich der Frust Bann. „Wir ham die Schnauze voll!“ Das Debakel vollendete Hain per Kopf nach Bigalke-Flanke – es war der 13. Saisontreffer des Torjägers (84.). „So viele individuelle Fehler von uns“, haderte Biada, „dann bist du nur noch froh, wenn das Spiel vorbei ist und kannst dich nur bei den Fans, die so weit fahren, entschuldigen.“


    [IMG:https://i.imgur.com/wdxPvl6.png]


    So spielten sie


    SpVgg Unterhaching: Königshofer - Schwabl, Endres, Greger, Dombrowka - Stahl (80. Kiomourtzoglou), Hufnagel, Bigalke, Marseiler (75. Hagn) - Hain, Schimmer (66. Müller)


    1. FC Kaiserslautern: Hesl - Dick (46. Huth), Kraus, Hainault, Sternberg - Schad, Fechner, Albaek, Hemlein - Biada (62. Bergmann), Thiele (46. Kühlwetter)


    Tore: 1:0 Marseiler (22.), 2:0 Schimmer (27.), 3:0 Bigalke (65.), 4:0 Müller (71.), 5:0 Hain (84.)


    Gelbe Karten: Schimmer - Dick (2)


    Beste Spieler: Marseiler, Schimmer, Hain, Bigalke


    Zuschauer: 5000


    Schiedsrichter: Waschitzki (Essen).


    -------


    [IMG:https://i.imgur.com/nmxmOJM.jpg]



    Quelle: Die Rheinpfalz




    FCK blamiert sich in Unterhaching


    Das war es wohl für Trainer Michael Frontzeck: Mit 0:5 (0:2) hat Fußball-Drittligist 1. FC Kaiserslautern bei der SpVgg Unterhaching verloren. Nach individuellen Fehlern der Roten Teufel sorgten Luca Marseiler (22.) – wohl aus Abseitsposition - und Stefan Schimmer (27.) für Hachings 2:0-Pausenführung. Im Nachschuss nach seinem Foulelfmeter, den FCK-Torwart Wolfgang Hesl zunächst parierte, erhöhte Sascha Bigalke auf 3:0 (65.). Nahezu ohne Gegenwehr der FCK-Defensive ließ der eingewechselte Jim-Patrick Müller das 4:0 (71.) folgen. Torjäger Stephan Hain traf zum 5:0 (84.).

    Wiederaufstieg in weiter Ferne

    Seit vier Spielen haben die ambitioniert in die Saison gegangenen Lauterer nicht mehr gewonnen, dabei drei Niederlagen kassiert. Damit ist das Ziel Wiederaufstieg in ganz weite Ferne gerückt; es droht vielmehr das Abrutschen tief in die Abstiegszone. Die FCK-Fans haben ihrem Unmut über die über weiter Strecken ganz schwache, weil unglaublich fehlerbehaftete Darbietung der Roten Teufel wie schon beim 0:0 zuletzt gegen Wehen Wiesbaden Luft gemacht.

    „Wir haben die Schnauze voll“ und „Frontzeck raus“-Rufe ertönten aus der mit knapp 2000 Anhängern besetzten FCK-Kurve. Becher flogen auf das Spielfeld.

    https://www.rheinpfalz.de/loka…ert-sich-in-unterhaching/

    Diskussionsthema zum Artikel: Ein Job steht auf dem Spiel


    Ein Job steht auf dem Spiel

    FCK heute in Unterhaching – Trainer Frontzeck droht das Aus


    Frische und Erfahrung sollen die Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern zurück in die Erfolgsspur bringen. Heute (19 Uhr) gastiert der FCK am 17. Drittliga-Spieltag bei der sechs Punkte besser gestellten SpVgg Unterhaching.


    Um die Qualität des Gastgebers zu beschreiben, genügt FCK-Trainer Michael Frontzeck ein aussagestarker Satz: „Sie haben ein Spiel verloren!“ Sechs Siege, neun Unentschieden – ergibt Platz fünf bei 27 Punkten und 32:19 Toren. Der FCK als Tabellenzehnter hat 21 Punkte und 21:23 Tore.


    Frontzeck weiß, dass die Stimmung am Sonntag bei der Nullnummer gegen Wehen Wiesbaden voll umgeschlagen ist. Er ist für viele Fans der Buhmann. Nach dem zwischenzeitlich auf fünf Punkte verkürzten Abstand zu den Aufstiegsplätzen ist der Rückstand durch die Negativserie auf acht beziehungsweise zwölf Punkte angewachsen. „Frontzeck raus“, hallte es am Sonntag durchs Stadion, in Foren, in Leserbriefen und Umfragen wird der „Kopf des Trainers“ gefordert. „Eine Mannschaft mit 18 neuen Spielern aufzubauen, das braucht seine Zeit. In den guten Phasen haben wir nicht genügend Punkte geholt, am Sonntag ein ausgesprochen schlechtes Spiel gemacht“, sagt der Coach, der an seine Mannschaft appelliert, sich nur auf die Partie in Haching und auf die eigene Leistung zu konzentrieren.


    Der 54-Jährige, seit 35 Jahren im Profigeschäft, weiß, dass sein Engagement in der Pfalz im Fall einer erneuten Schlappe beendet sein dürfte: „Am Ende wird immer einer auf die Lichtung gestellt ...“


    „Einen gesunden Mix aus Frische und Erfahrung, Spieler, die mit der schwierigen Situation umgehen können“ will Frontzeck heute auf der Spielwiese sehen. So soll Kapitän Florian Dick die Mannschaft führen.


    „Trainer Frontzeck ist ein routinierter Mann, der kann mit der Situation umgehen“, glaubt Mittelfeldmotor Mads Albaek: „Wenn ein großer Klub wie Kaiserslautern solche Ergebnisse hat, dann steht immer der Trainer in der Kritik und in der Verantwortung. Natürlich ist das eine schwere Situation, aber wenn wir in Unterhaching gewinnen, sieht die Welt anders aus.“


    Um heute aber gewinnen zu können, müssen die Lauterer eine enorme Leistungssteigerung an den Tag legen – dafür braucht es neben Ideen, die gegen Wehen fehlten, auch mentale Stärke. Da sind Distanzschüsse, Doppelpässe und Durchschlagskraft gefragt. Warum der FCK das alles in den letzten dreieinhalb Spielen – Frontzeck sah die Misere schon in der ersten Halbzeit in Aalen beginnen – nicht umsetzen konnte, ist auch für den erfahrenen Albaek ein Rätsel. Frontzeck verwies immer wieder auf die „Aufs und Abs“ bei der Entwicklung einer weitgehend jungen und neu zusammengestellten Mannschaft. Klar ist: „Abs“ dürfen sich die Lauterer nun keine mehr erlauben.


    So spielen sie


    SpVgg Unterhaching: Königshofer - Schwabl, Endres, Greger, Dombrowka - Stahl, Hufnagel - Bigalke, Marseiler - Hain, Schimmer


    Es fehlen: Bauer (Schlüsselbeinbruch), Hong (Zehe lädiert), Kaltner (Meniskus-OP), Krauß (Bänderriss im Sprunggelenk), Welzmüller (Kreuzbandriss), Winkler (Gelb-Sperre)


    1. FC Kaiserslautern: Hesl - Dick, Kraus, Hainault (Gottwalt), Sternberg - Schad, Fechner, Albaek, Hemlein - Biada, Thiele


    Ersatz: Grill, Sickinger, Löhmannsröben, Bergmann, Kühlwetter, Huth


    Es fehlen: Esmel (Kreuzbandriss), Özdemir (Knieprobleme), Sievers (Trainingsrückstand), Spalvis (Knorpelschaden), Zuck (muskuläre Probleme)


    Schiedsrichter: Waschitzki (Essen).



    Quelle: Die Rheinpfalz