Beiträge von PFALZADLER

    Diskussionsthema zum Artikel: Streit im Beirat des FCK hat Spuren hinterlassen


    Streit im Beirat des FCK hat Spuren hinterlassen

    Ein Jahr nach der Ausgliederung warten neben großen sportlichen auch organisatorisch immense Herausforderungen.


    Warum war die Lage im Frühjahr so bedrohlich für den FCK?


    „Wenn wir die Lizenz nicht bekommen hätten, hätten wir Insolvenz anmelden müssen“, sagt Michael Klatt, der kaufmännische Geschäftsführer der FCK Management GmbH.


    Was sagen die FCK-Bosse dazu?


    Das hausgemachte Theater, das öffentlich ausgetragene Hin und Her in der Investorenfrage mit dem offenbar nicht konkret ausgearbeiteten späten Angebot der regionalen Investoren Ende April und das plötzliche Infragestellen von Geschäftsführer Sport Martin Bader „hat unsere Geldgeber nervös gemacht“, sagt Klatt. Er betont: „Mitte April waren wir von einer Insolvenz extrem weit weg, da hatten wir einen klaren Plan. Ich habe ja immer gesagt: Für den Lizenzerhalt an sich brauchen wir noch keinen Großinvestor. Erst für die Zeit danach.“ Dann erreichte das Drama in der Pfalztheater-Außenstelle Betzenberg seinen Höhepunkt. „Wir haben das intern oft angesprochen: Das Bild des FCK in der Öffentlichkeit ist ein ganz schlimmes“, sagt Wilfried de Buhr, der Vorstandsvorsitzende des 1. FC Kaiserslautern e. V., beim Blick zurück auf die heiße Phase von Investorenentscheidung und Lizenzierung. „Eine solche Spaltung der Fangemeinde habe ich noch nie erlebt.“


    Was gab den Ausschlag für Flavio Becca, den künftigen Großinvestor?


    „Ich habe bei der Sitzung eine systematische Analyse der Geschäftsleitung erlebt, was beide Angebote angeht“, sagt de Buhr. „Michael Klatt ist ein Vertreter eines absolut strukturierten Vorgehens. Die Geschäftsleitung hat ihre Empfehlung für Becca abgegeben. Wir waren unter gewaltigem Zeitdruck. Bedingt durch den längeren Vorlauf mit Becca, hat sich der Beirat für die seiner Ansicht nach größere Sicherheit entschieden, wir standen unmittelbar vor der Insolvenz.“ De Buhr ergänzt: „Da stand auch das mühsam erarbeitete Geld unserer Fans auf dem Spiel. Das durften wir nicht gefährden!“ 8,6 Millionen Euro haben Fans dem FCK via Kapilendo und über die alte sowie die neue Fan-Anleihe geborgt.


    Was ist der Stand der Dinge bei den Vereinbarungen mit Becca?


    „Wir haben einen Darlehensvertrag mit Investorenabrede mit Flavio Becca“, sagt Klatt. In der kommenden Woche soll in Luxemburg das weitere Vorgehen mit dem künftigen FCK-Investor besprochen werden. Dann geht es auch um die strittige Frage, wie viel der FCK wert ist. Beccas Vorschuss in Höhe von 2,6 Millionen Euro hat der FCK in Form einer Bürgschaft in Anspruch genommen. So funktioniere das Umwandeln in Eigenkapital am einfachsten, sagt Klatt.


    Wie läuft es zwischen Kapitalgesellschaft und Verein?


    „Grundsätzlich ist ein Spannungsfeld da“, sagt de Buhr, „aber Michael Klatt und ich haben ein gutes Vertrauensverhältnis zueinander gewonnen, das Vertrauen ist durch den Lizenzierungsprozess gewachsen.“ Klatt betont: „Verein und Kapitalgesellschaft sind zumindest in den ersten fünf Jahren in einer Haftungsgemeinschaft. Daher habe ich die Vereinsvorstände immer informiert gehalten.“


    Wie geht es nach dem Rücktritt von Vorstand Andreas Buck weiter?


    „Die Entscheidung Andreas Bucks hat mich überrascht und traurig gemacht, ich fühlte mich auch alleingelassen“, sagt de Buhr. Er meint: „Wir brauchen drei Vorstände, die den Verein ehrenamtlich führen. Ich bin mit ein, zwei Kandidaten in Gesprächen, entscheiden muss der Aufsichtsrat.“


    Am Montag tagt der Vereinsrat. Es geht auch um das Geld für die Abteilungen und um eine etwaige außerordentliche Mitgliederversammlung zur Aussprache. Wie sinnvoll ist eine Extra-Versammlung?


    Angesichts der Kürze der Zeit bis zur ordentlichen JHV im Dezember stellt sich die Kosten-Nutzen-Frage. Mit mindestens 50.000 bis 60.000 Euro Kosten rechnet de Buhr. Geld, das den Abteilungen dann fehlt. Der Sparkurs ist ohnehin hart, trifft viele Mitarbeiter auch in der Geschäftsstelle. Über 60 Prozent, sagt Klatt, seien in gut drei Jahren an Verwaltungs- und Stadionbetriebskosten gespart worden.


    Die Rheinpfalz

    Robert Wieschemann ist tot. Er starb im Alter von 80 Jahren am 2. Juni, wie am Freitag bekannt wurde. Wieschemann machte sich einen Namen als Fachanwalt für Insolvenzrecht. Bundesweit machte er Schlagzeilen als Aufsichtsratsvorsitzender des 1. FC Kaiserslautern.


    Seine größte Baustelle als Insolvenzverwalter war die G.M. Pfaff AG, die am 7. September 1999 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt hatte. Er stabilisierte das Unternehmen, er rettete es vor einer Zerschlagung. Er verkaufte die Haushaltsnähmaschinensparte an Husqvarna Viking aus Schweden, inklusive der Rechte an der Marke Pfaff. Er brachte die PGA als Transfergesellschaft für vom Stellenabbau betroffene Pfaffianer auf den Weg. Er veräußerte Pfaff 2001 an die italienische Firmengruppe Rimoldi Necchi.


    Als FCK-Aufsichtsratsvorsitzender steht Wieschemann für den Höhenflug des 1. FC Kaiserslautern Ende der 90er Jahre. Er steht für den unmittelbaren Wiederaufstieg des 1. FCK in die Erste Fußball-Bundesliga 1997 und die sensationelle Deutsche Meisterschaft ein Jahr danach. Er war ein enger Freund von Otto Rehhagel, dem Meistertrainer.


    Beherzter FCK-Fan


    Wieschemann war ein beherzter FCK-Fan. Er gehörte nach dem erstmaligen Abstieg des Vereins 1996 aus der Bundesliga zu dem Team Professionelle Zukunft, zusammen mit Karl-Heinz Feldkamp, Jürgen Friedrich, Wolfgang Fritz und Peter Werner Landry. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 9. Juli 1996 wurde die bisherige FCK-Führung abgelöst, die Verantwortung für den Verein dem Team übertragen.


    Große Schatten fielen auf die sportlichen Erfolge, die er mit dem 1. FCK feierte, mit der Anklage wegen Steuerhinterziehung im sogenannten FCK-Prozess 2005 vor dem Landgericht Kaiserslautern. Wieschemann wurde als ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzender wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung zu einer Geldstrafe verurteilt. Der Bundesgerichtshof in Leipzig verschärfte im Revisionsprozess das Urteil des Landgerichts, verurteilte ihn nun wegen Steuerhinterziehung.


    https://www.rheinpfalz.de/loka…f-robert-wieschemann-tot/

    José-Junior Matuwila zum 1. FC Kaiserslautern?

    Nach Informationen von "Liga-Drei.de" befasst sich der 1. FC Kaiserslautern mit José-Junior Matuwila. Der Innenverteidiger spielte in der abgelaufenen Saison für Energie Cottbus und absolvierte 36 Spiele. Dabei gelangen ihm zwei Tore (jeweils einmal per Kopf und Fuß nach einer Ecke). Nach dem Abstieg der Lausitzer ist der bei der TuS Koblenz ausgebildete Defensivmann ablösefrei. Der gebürtige Bonner kann auch auf dem linken Flügel verteidigen.


    https://www.der-betze-brennt.d…-jose-junior-matuwila.php

    Diskussionsthema zum Artikel: Marcel Reif im Interview: „Der FCK muss nehmen, was kommt“


    Marcel Reif im Interview: „Der FCK muss nehmen, was kommt“

    Fan, Reporter und Ex-Teufelsrat-Mitglied Marcel Reif im Interview.


    Nahezu täglich geisterte ein Horrorszenario über den 1. FC Kaiserslautern durch die Presse. Es wurde öffentlich über Rauswürfe debattiert. Sponsoren knüpften ihren Einstieg an Personen. Der FCK wurde zum Spielball einzelner Interessen. Das Herz des Star-Reporters Marcel Reif schlägt für den FCK. Er saß einst in einem FCK-Gremium. Das aber hat er wieder verlassen. Den Grund dafür und weitere Argumente, wie der FCK zu retten ist, verrät Reif im Interview.


    Herr Reif, wie ist denn Ihre Gemütslage, wenn Sie aus der Ferne die Situation beim FCK beobachten?

    Eigentlich sollte ja Herr Littig gehen, dann blieb er, weil er eigene Sponsoren hatte. Dann war der andere raus. Der kam dann aber wieder, obwohl er gefordert hatte, dass Herr Littig rausfliegt. Dann sollte eigentlich auch Herr Bader gehen, jetzt wieder nicht. Glauben Sie mir, ich habe den Überblick verloren.


    Ist es ein Krimi, ein Trauerspiel, eine Glosse oder eine Posse, was da in Kaiserslautern passiert?

    Da ich mit dem Herzen dranhänge, ist es ein Trauerspiel.


    Das einzig Positive, was aus diesem Trauerspiel gezogen werden kann, ist, dass der FCK bundesweit noch so von Interesse ist, dass darüber en Detail berichtet wird.

    Das hat seine Vor- und Nachteile. Man darf aber nicht damit zufrieden sein, dass überhaupt über den FCK berichtet wird. Das schadet irgendwann dem Renommee. So verschleudert man den Ruf als seriöser Klub.


    Das Bild, das der Verein aber seit vielen Jahren abgibt, ist doch jämmerlich. Wie kommt ein Klub da wieder heraus, zumal auch verschiedene Medien gezielt von Interessengruppen instrumentalisiert wurden und bewusst teilweise ein falsches Bild vom FCK gezeichnet wird?

    Genau, das weiß ich. Und ich weiß, dass der Klub zerrieben wird in Einzelinteressen. Wie kommt man da raus? Es muss eine Vereinsführung installiert werden, die ausschließlich die Interessen des Vereins vertritt. Es braucht außerdem einen Investor. Und der muss gut sein. Es kann sein, dass es dieser Investor aus Luxemburg ist. Ich kenne ihn aber nicht. Doch ohne einen Investor wird es nicht gehen. Die Alternative wird sein, dass der FCK irgendwo in der fünften Liga kickt. Doch dafür ist das Stadion etwas überdimensioniert.


    Wer will denn in so einen Klub investieren, der so eine desolate Außendarstellung hat?

    Jemand, der genug Geld hat, um etwas Herz sprechen zu lassen und nicht nur auf die nackten Zahlen schaut. Denn dann würde es schwierig. Es ist ein Wechsel auf die Zukunft. Es ist eine Hoffnungsgeschichte. Es muss gut gehen. Das ist entscheidend. Eine neuerliche Kollekte wird nicht mehr funktionieren. Die Fans haben genug gegeben. Sie kann man nicht mehr anpumpen. Außerdem hat diese Summe auch nicht gereicht.


    Sie saßen einst im Teufelsrat. Warum haben Sie aufgehört?

    Es kam vor nicht all zu langer Zeit der Moment, da schrieb mir jemand, ob ich denn nicht mithelfen könnte. Ich habe nicht einmal gefragt, in welche Richtung. Ich sagte nur, ich habe meine Erfahrung mit dem letzten Aufsichtsrat und dem Teufelsrat gemacht und was da so alles ins Leben gerufen wurde. Ein Geschwätz am Stück war das alles. Rausgekommen ist: Ich war der einzige, der einmal einen Termin beim Südwestrundfunk wahrgenommen hatte. Ich dachte mir, dass muss man doch machen. Ich war der einzige vom FCK, der da war. Die anderen kamen nicht. Sie sprechen nicht mehr mit dem Südwestrundfunk, hieß es. Das war vor zwei Jahren. Und da habe ich beschlossen: Ich bin raus.


    Ein Finanzdienstleister bestimmt beim FCK, wer Sponsor wird, ein Investor, welche Personen im Amt bleiben dürfen. Hat der FCK seine Seele verkauft?

    Ich habe die Papiere nicht gesehen. Ich kann das nur aus der Ferne beurteilen. Aber, wenn das so sein sollte, dann ist es ein massiver Eingriff in die Vereinspolitik. Wenn es so ist, abgesehen von den ganzen legalistischen Fakten, dann muss der Verein das wohl oder übel akzeptieren. Wenn jemand richtig investiert, dann wird er auch mitreden können und wollen. Ihre Formulierung „Seele verkauft“ klingt romantisch und traditionell. Was ist die Seele? Die Seele ist momentan in der Dritten Liga, mit der Hoffnung, die Insolvenz zu vermeiden. Es ist so, wie bei einem Medikament: Entscheidend ist die Dosis.


    Dann braucht der FCK ein sehr starkes Medikament, eine sehr hohe Dosis, um überleben zu können.

    Das ist die Gefahr. Wenn es eine kleine Aspirin ist, um Kopfschmerzen zu beheben, dann ist es ok. Aber wenn es eine massive Sache ist, dann musst du starke Medikamente nehmen. Starke Medikamente haben Nebenwirkungen. Diese Medikamente dürfen nur von Ärzten verschrieben werden.


    Und der Chefarzt fehlt offenbar beim FCK. Derjenige, der die Medikamente und die Dosis verordnet und den Therapieplan erstellt.

    Das ist die Aufgabe eines Aufsichtsratschefs, eines Aufsichtsrates, der sagt, was oder was nicht getan werden kann. Aber nochmals: Aus der großen Distanz wirkt das alles auf mich wie das hilflose Schnappen nach der Wurst.


    Der 1. FC Kaiserslautern scheint zum Spielball bestimmter Personen geworden zu sein. Eine Chance oder eine Gefahr?

    Beides. Das ist die Problematik. Du bist nicht mehr Herr des Verfahrens, sondern du musst nehmen, was kommt und hoffen, dass es gut geht. Oder man lehnt ab. Doch dann muss eine Alternative da sein, die dem Druck standhält und die investiert. Wenn alles schief geht, ist nichts mehr da. Das ist das große Risiko. Aber das ist der Preis für jahrzehntelange Misswirtschaft, immer wieder falsche Entscheidungen. Und nun gibt es keine andere Chance, als dass jemand massiv in den FCK investiert. Ich kenne die Investoren, die zurzeit in der Diskussion sind, nicht. Deshalb kann ich nicht beurteilen, ob ein Investor besser ist oder ein Investor schlechter ist. Ich behaupte nicht, dass alle gleich sind. Ich kenne den Investor einfach nicht. Ich kann dazu nichts sagen. Doch wenn es seriös ist und einen Sinn ergibt, dann wunderbar, dann wünsche ich meinem alten Klub alles erdenklich Gute.


    Wie kann der FCK sein ramponiertes Image nun wieder verbessern?

    Nur sportlich. Am besten geht es, wenn wieder über Fußball geredet wird und der FCK sich in höheren Sphären bewegt, aber das ist ja die Krux. Geld schießt Tore. Aber wenn der 1. FC Kaiserslautern keine konkurrenzfähige Mannschaft hat, um dahinzukommen, wo der Verein hingehört, dann wird es nunmal schwer. Ich rede da jetzt nicht von der Bundesliga. Image und Schlagzeilen bekommt man als Fußballverein nur über das Sportliche.


    Der neue Investor will mit dem FCK wieder in die Bundesliga. Ist das realistisch?

    Dass sich ein Klub wie der FCK die Bundesliga als Ziel setzt, halte ich ja noch für okay. Nur dann muss der Investor sagen, wie viel er bereit ist zu investieren. Denn das wird viel sein, sehr, sehr viel. Wenn er dazu bereit ist, wird es seine Zeit brauchen, aber eine Rückkehr in die Bundesliga ist nicht ausgeschlossen.


    Interview: Marek Nepomucký


    Die Rheinpfalz

    Diskussionsthema zum Artikel: Kommentar: Horrorjahr am „Betze“


    Kommentar: Horrorjahr am „Betze“

    Wiederaufstieg klar verpasst, dazu 20 Millionen Euro Schulden: Mit Becca muss die Wende her. Sportliches Versagen hat die Finanzprobleme ausufern lassen – und umgekehrt: ein Teufelskreis.


    Schlimmer geht’s immer. Platz neun in Liga drei. Wie stets in den vergangenen Jahren hat der FCK sein Saisonziel verfehlt. Angefangen hat die bemerkenswerte Negativserie beim finanziell folgenschweren Abstieg 2012 aus der Bundesliga zwei Jahre nach dem Wiederaufstieg. „Erste Liga oder Regionalliga“ – die Aussage von Finanzchef Michael Klatt von November 2016 ist nach wie vor zutreffend. Wirtschaftlich gesunden kann der FCK aus eigener Kraft nur in der Bundesliga. Das Problem: Nie war der FCK weiter entfernt von der Beletage als in der zu Ende gegangenen Saison 2018/19.


    Schnelligkeit und Torgefahr haben gefehlt


    Vor allem Schnelligkeit und Torgefahr haben den Roten Teufeln in ihrem ersten Drittliga-Jahr gefehlt. Nach diesen Kriterien will der in die Kritik geratene, durch das millionenschwere Engagement des Luxemburger Investors Flavio Becca nun zunächst gestärkte Sportchef Martin Bader den Kader gezielt verstärken. Im Sturm und im zentralen Mittelfeld sucht der FCK seit Jahren vergeblich nach torgefährlichen Lösungen. Die Suche geht weiter.


    Nach dem erstmaligen Abstieg aus der Zweiten Liga wollten die FCK-Chefs und die Fans die schlimme Saison 2017/18 vergessen machen. Es fing gut an, 12.000 verkaufte Dauerkarten – für die Dritte Liga sensationell –, 1:0 gegen 1860 München vor über 40.000 Zuschauern. Ein glücklicher Auftaktsieg als Initialzündung? Es kam anders. Beim 0:2 beim Halleschen FC bekam der FCK die Grenzen aufgezeigt. Gegentore in der Nachspielzeit kosteten Punkte und Selbstvertrauen. Nach dem 0:5 in Unterhaching musste Trainer Michael Frontzeck gehen. Sascha Hildmann kam, brachte Stabilität und sieben Punkte aus den ersten vier Spielen. Die Aufstiegsränge aber waren am Ende weiter weg als die Abstiegsplätze. Die verpasste Rückkehr in die lukrativere Zweite Liga kostet erneut über zehn Millionen. Das sportliche Versagen steigert die finanziellen Probleme.


    Beccas Einstieg nährt Hoffnung


    Bei der Jahreshauptversammlung Mitte Dezember trat der große Streit beim FCK zutage; Rainer Keßler, Vorstandsvorsitzender des e. V., wurde kurz vor Weihnachten abberufen. Besser wurde es nicht in den Gremien. Im Gegenteil. Rund um den möglichen Einstieg des Investors Michail Ponomarew setzte sich der Zwist im Beirat im Januar fort.


    Die zwei Lager um Patrick Banf auf der einen und Michael Littig auf der anderen Seite einigten sich zweimal auf einen jeweils brüchigen Frieden. Der FCK bangt um die Lizenz. Es wird klar: Ohne Großinvestor(en) geht es nicht (mehr). Auf den letzten Drücker präsentierte Littig zwei regionale Investoren, Kreditgeber Quattrex bevorzugt den Luxemburger Milliardär Becca. Dessen moralisch höchst fragwürdige Bedingung erfüllt Littig mit seinem Rücktritt nach dem 3:2-Votum pro Becca. Dessen Zusage über 25 Millionen Euro aber hat der tief gefallene FCK dringend gebraucht: Angesichts von 20 Millionen Euro Schulden geht es nur mit einer solch dicken Eigenkapitalspritze weiter mit Profifußball am Problemberg „Betze“. Bei den FCK-Chefs nährt Beccas Einstieg die Hoffnung, dass nach sieben Jahren rasanter Talfahrt die Wende kommt. Sie ist ein Muss.


    https://www.rheinpfalz.de/arti…-JDUfzzC8PE9zYR9wodNM2ix4


    Für die neue Saison sucht der 1. FC Kaiserslautern Verstärkungen vor allem auf drei Positionen: In der Abwehr, im offensiven Mittelfeld und im Sturm. Gut möglich, dass den Roten Teufeln ein erster Zugang bereits gelungen ist. Die Bild Zeitung meldet heute, dass Manfred Starke (Carl Zeiss Jena) ablösefrei zum Betzenberg wechseln wird. Damit würde der FCK vor allem auf die lange Ausfallzeit von Stürmer Lukas Spalvis reagieren.


    Lautern holt Stürmer Starke


    Nach dem Einstieg des Milliardärs Flavio Becca gibt der FCK auf dem Transfermarkt Gas. Nach BILD-Infos wechselt Angreifer Manfred Starke (28) aus Jena ablösefrei zum FCK. Damit reagiert der Klub auch auf den Ausfall von Lukas Spalvis (24/Knorpelschaden).


    (...)


    Quelle: https://www.bild.de/sport/fuss…starke-62024974.bild.html


    Quelle Bild: (c) Carl Zeiss Jena


    Aktueller Verein: Carl Zeiss Jena

    Vertrag bis : 06/2019

    Hauptposition: Hängende Spitze

    Marktwert: 275.000

    Tore in der abgelaufenen Saison: 7

    Vorlagen in der abgelaufenen Saison: 9

    Spielerprofil: Manfred Starke

    Diskussionsthema zum Artikel: Sepp Stabel lehnt Vorstandsamt beim FCK ab


    Sepp Stabel lehnt Vorstandsamt beim FCK ab

    (Aktualisiert 11.35 Uhr) Ex-Torhüter Sepp Stabel (70) hat nach zweitägiger Bedenkzeit das Angebot abgelehnt, Vorstandsmitglied des 1. FC Kaiserslautern e. V. zu werden.


    Am Samstagabend hat der frühere Profi den Beiratsvorsitzenden des FCK, Patrick Banf, informiert, dass er „für das Amt nicht zu Verfügung steht“. Das Amt ist nach dem Rücktritt von Andreas Buck am vergangenen Montag vakant und wird seit Donnerstag kommisarisch von Jürgen Kind wahrgenommen. Sein Aufsichtsratsmandat ruht. Vorstandsvorsitzender des 1. FC Kaiserslautern e. V. ist seit dem 7. Februar 2019 Wilfried de Buhr. Er folgte – mit Buck als Stellvertreter – auf Rainer Keßler, den der Aufsichtsrat nach einer Kampfabstimmung am 22. Dezember 2018 abgesetzt hatte.


    „Ich gehöre keinem Lager an“


    Stabel zeigte sich am Sonntag verwundert, dass Wilfried de Buhr am Samstag vor der Partie gegen den SV Meppen nicht das Gespräch mit ihm gesucht habe. Man habe sich in der Loge 1900 gesehen. Im Interview am Sonntagmorgen war der Eindruck entstanden, Stabel habe Banf gemeint und kritisiert. Das war nicht der Fall. Am Sonntagvormittag dann gab es ein Telefonat mit de Buhr, bestätigte Stabel. „Er wollte mich umstimmen. Ich bleibe aber bei meiner Entscheidung.“


    „Da wird einem schwindlig“


    „Da wird einem ja schwindlig. Das hat mich tief getroffen“, sah sich Stabel geschockt und alarmiert von den Vorwürfen Bucks in einem Facebook-Rundumschlag an die Vereinsführung. „Nachdem die Entscheidung gefallen war, dachte ich es kommt Ruhe in den Verein – aber das Gegenteil ist der Fall“, sagt Stabel. „Ich gehöre keinem Lager an – ich war wertneutral“, versichert Sepp Stabel, der gerne für den Verein tätig geworden wäre – aber nicht unter Zeitdruck.


    „Ich will keine Schlammschlacht“


    Er habe viel Zustimmung erfahren von Menschen, die es gut gefunden hätten, wenn er sich im Vorstand engagiert hätte. „Aber es gab auch viele, die mir geschrieben haben: ,Wenn du das machts, gehörst du zu denen, die den Verein verkauft haben.’“ Stabel: „Ich möchte mich an keiner Schlammschlacht beteiligen. All das schadet nur dem Ansehen des Vereins!“


    Rheinpfalz am Sonntag


    https://www.rheinpfalz.de/loka…vorstandsamt-beim-fck-ab/



    Andy Buck
    genervt.

    Vorab ... das, was jetzt kommt, muss nicht jeder gut finden. Ist mir aber relativ egal. Die letzten Tage machen mich immer noch fassungslos. Ich bin froh, dass ich schon zurückgetreten bin; spätestens vorgestern hätte ich es ohnehin getan. ALLEINE wegen der Hoffnung auf die regionalen Investoren, habe ich mich zurückgehalten, aber mit dieser Entscheidung wurde dem Verein ein Bärendienst erwiesen. Kurze Zusammenfassung: 1. Becca hat bis heute nur eine Absichtserklärung (rechtlich nicht bindend) abgegeben. Und ein Darlehen angekündigt, bei dem nicht mal der Zinssatz richtig ausverhandelt wurde. Auch welchen Unternehmenswert Becca ansetzt, weiß bis heute keiner. Gute Karten in den Verhandlungen werden wir nicht haben. Fakten? Keine. Sportliches Konzept? Keines. Personelle Forderungen? Ja ... Michael Littig muss gehen. Er kennt ihn zwar nicht, aber egal. Kein Investor, dem in der nächsten Saison der sportliche Erfolg wichtig wäre, spaltet mit so einer Forderung bewusst schon zu Beginn die Fangemeinde. Macht keinen Sinn. 2. Die regionalen Investoren haben Gelder abrufbereit zur Verfügung gestellt. Darüberhinaus gab es ein sportliches Konzept mit weitreichenden Investitionen über die nächsten Jahre (Fröhnerhof, Kader etc.). Hier wäre ein Domino-Effekt weiterer regionaler Unternehmer mit weiteren Investitionen entstanden. Nach dem Motto: Die Pfalz steht auf!! Nicht einmal ein weiteres Darlehen von Quattrex hätte man benötigt. Eine Riesenchance für den Verein wurde vertan. 3. Aufsichtsräte und Beiräte können wir zukünftig abschaffen. Die wichtigen Entscheidungen treffen andere: Unsere Finanz"partner" bestimmen mit ihren Forderungen die Geschäftsleitung der KG; Quattrex bestimmt, wer Investor werden darf; Becca, wer im Aufsichtsrat bleiben darf oder gehen muss. Der Verein darf vielleicht zukünftig noch die Farbe der Servietten im VIP-Raum aussuchen. 4. Eine unsägliche Hetzjagd eines Journalisten der Zeitung mit den vier Buchstaben auf unterstem Niveau. Differenzierte Berichterstattung? Keine Spur. Fakten? Egal. Polemik und Beleidigungen? Natürlich. Aber nur in eine Richtung. Seltsamerweise erfuhren die Zielscheiben der Attacken keinerlei Rückendeckung seitens unseres FCK. Immerhin wurden Teile der Gremien aufs Übelste öffentlich diffamiert. Hier hätte man als FCK dazwischen hauen müssen. Das lag aber nicht im Interesse aller. Sogar beim Rücktritt von Michael Littig wurde noch einmal tief in die unterste Schublade gegriffen. Kritische Berichterstattung über Becca gab es nicht. Die Frage nach 50+1 und was der DFB macht, wurde nicht gestellt usw. 5. Verträge wurden seitens der KG den Vorständen des e. V. zur kurzfristigen Unterzeichnung vorgelegt, die bei einer Insolvenz sowohl privat- als auch strafrechtliche Folgen für die Vorstände hätten haben können. Nach Prüfung einer renommierten Kanzlei wurde uns dringend davon abgeraten, die Verträge in dieser Form zu unterzeichnen. 6. Gesprächsinhalte der internen Sitzungen waren innerhalb weniger Minuten im Internet nachzulesen. Höhepunkt war hierbei die Marathonsitzung bis 23:30 Uhr, bei der Michael Littig zurücktreten sollte, anschließend aber die regionalen Investoren präsentiert wurden. Keine Stunde später (um 0:30 Uhr) erschien ein Interview des Beiratsvorsitzenden mit Details und vereinsschädigenden Äußerungen in der Rheinpfalz Online. Eine Stunde zuvor war man sich in der Sitzung einig, dass Internas nicht nach draußen sollen. Das Konzept der regionalen Investoren wurde damals übrigens für sehr gut befunden (zumindest von der Mehrheit). Gut ... dann kam Quattrex mit neuen Bedingungen wieder ins Spiel. War ja überall nachzulesen. Der Rest ist bekannt. 7. Zu guter Letzt wurde sogar Gerry, der normalerweise wenig sagt, noch medial ins Boot geholt. Klar ... Gerry ist beliebt bei den Fans. Wir hatten von 1997-2002 auch eine tolle Zeit zusammen. Dass er seinen geäußerten Rücktritt (wenn Becca nicht genommen wird) anschließend wieder relativierte, machte es nicht viel besser. 8. Ich kenne Flavio Becca nicht persönlich und habe noch nie ein Wort mit ihm gewechselt. Vielleicht ist er auch ein ganz Netter? Keine Ahnung. Als Investor hätte ich auf jeden Fall mal das Gespräch mit den Vorständen sowie den anderen Mitglieder des Aufsichtsrates des FCK gesucht. Dies war ausdrücklich nicht gewünscht! So wurde es uns zumindest übermittelt. Warum das so war, weiß ich nicht; man kann nur darüber spekulieren. Die Regionalen haben sich allen vorgestellt und ihr Konzept in großer Runde erläutert. 9. Paul Wüst ist ein lieber Kerl, der am liebsten im Interesse aller handelt. Das wissen auch alle. Deshalb wird er aber auch permanent von allen Seiten bearbeitet und unter Druck gesetzt. Vermutlich hatte er einfach zu viel Angst, einen Fehler zu machen und wollte "auf Nummer sicher" gehen. Wenn man ihn kennt, dann weiß man, dass er in den letzten Wochen sehr gelitten hat und immer noch leidet. Fazit: Aufgrund der Richtung, die der Verein eingeschlagen hat, macht es keinen Sinn, als "Markenbotschafter" tätig zu sein. Ich wüsste gar nicht, welche Werte ich vermitteln sollte. Diejenigen, die ich von früher beim FCK kenne (und wieder mit Leben füllen wollte), oder die aktuellen ... mit dem Konzept der regionalen Investoren hätte ich mich zu 100 % identifizieren können, weil dies eine Riesenchance gewesen wäre. Außerdem wurde mir gerade aktuell mein Email-Postfach beim FCK gesperrt ... warum auch immer. Eine "weitere enge Zusammenarbeit" sieht anders aus. Als offizieller Markenbotschafter des FCK hätte ich weiter mein vorhandenes Netzwerk im Sinne des Vereins nutzen können. Pläne und Ideen hierfür gab es genug. Es ist verdammt schade, dass es so gekommen ist. Eine große Chance für den FCK wurde (fürs erste) vertan. Aber ein Verein wie der FCK mit dieser Historie und diesen Fans stirbt nie ... lediglich die handelnden Personen kommen und gehen.

    Grill wünscht sich Manuel Neuers Trikot

    Vor dem Saisonausklang am Samstag (13.30 Uhr) gegen den SV Meppen wird der junge FCK-Torwart als Spieler des Jahres geehrt.


    „Wir wollen uns unbedingt mit einem Sieg aus der Punktrunde verabschieden“, sagt Sascha Hildmann, der Trainer des 1. FC Kaiserslautern, vor dem Drittliga-Finale gegen den SV Meppen. Beide Teams stehen im gesicherten Tabellen-Mittelfeld. Magnet Betzenberg: 2000 Fans bringt der SVM mit, der Sonderzug aus dem Emsland ist seit Monaten bestellt. Für die Partie am Samstag sind 21.000 Tickets verkauft. Für das „Retterspiel“ der Bayern zum Saisonabschluss am Montag, 27. Mai (18.30 Uhr), im Fritz-Walter-Stadion hat der FCK bislang 38.561 Karten abgesetzt.


    Auf das „Zuckerl“ gegen die Bayern freut sich FCK-Torhüter Lennart Grill – ganz besonders dann, wenn er seinem Vorbild Manuel Neuer begegnen könnte. „Seit ich im Tor spiele, ist er von seiner Spielart auf dem Platz mein Vorbild“, sagt der 20-Jährige, der seit Jahresbeginn die Nummer 1 des FCK ist. „Ich werde ihn fragen, ob ich sein Trikot haben kann. Ich weiß nicht, ob er auch meins haben will ... “, sagt Grill lachend.


    Die Rheinpfalz

    Diskussionsthema zum Artikel: Becca will mit dem FCK zurück in die Bundesliga


    Becca will mit dem FCK zurück in die Bundesliga

    Der Luxemburger Investor, der dem 1. FC Kaiserslautern neues Leben einhauchen will, meldet sich zu Wort. Flavio Becca, der Milliardär aus Luxemburg, will mit seinem langfristigen Investment dazu beitragen, dass der FCK langfristig wieder Bundesliga-Fußball spielt.


    „Mein Ziel war es nie hier ausschließlich den ,Feuerwehrmann’ zu spielen, sondern langfristig den Verein zu begleiten mit dem Ziel, in die Erste Bundesliga zurückzukehren. Gemeinsam mit Patrick Banf, Michael Klatt und Martin Bader haben wir ein schlüssiges Konzept entwickelt, das sowohl im sportlichen als auch im betriebswirtschaftlichen Bereich den FCK zurück in die Erfolgsspur führen kann“, erklärt Becca in einer Pressemitteilung.


    Und: „Ich habe in der jüngsten Vergangenheit mit den Fans erleben müssen, dass persönliche Eitelkeiten und Grabenkämpfe die Zukunft des Vereins sehr stark gefährdet haben. Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass Ruhe und Geschlossenheit unabdingbare Voraussetzungen für den sportlichen Erfolg sind.

    Der Klub verfügt über eine grandiose Historie, eine hervorragende Jugendarbeit und eine große, begeisterungsfähige und treue Fangemeinde. Das alles sind aus meiner Sicht wichtige Erfolgsfaktoren im Fußball. Es wird für alle Beteiligten eine große Herausforderung, aber ich bin von unserem Konzept überzeugt und freue mich auf die Arbeit und darauf, gemeinsam mit den überragenden Fans im Rücken unsere Ziele zu erreichen.“


    FCK sieht Lizenz gesichert


    Nach mehreren Gesprächsrunden in den vergangenen Wochen haben sich der Luxemburger Unternehmer Flavio Becca und die Verantwortlichen des 1. FC Kaiserslautern, vertreten durch den Beiratsvorsitzenden Patrick Banf sowie den beiden Geschäftsführern Michael Klatt und Martin Bader, auf eine langfristige Zusammenarbeit verständigt. Im ersten Schritt wurde zunächst der Erhalt der Zulassung für die Spielzeit 2019/20 sichergestellt, heißt es in einer Pressemitteilung des FCK. Darüber hinaus sind sich alle Parteien einig, dass zum Erreichen der sportlichen Ziele weiterer Kapitalbedarf notwendig ist. Dafür will Becca sorgen. Der „Luxemburger Weg“ soll für Nachhaltigkeit stehen.


    Aus Darlehen wird Eigenkapital


    Becca gibt dem 1. FC Kaiserslautern zunächst ein Darlehen von 2,6 Millionen Euro zur Sicherung der Drittliga-Lizenz. Der Kredit wird später ein Eigenkapital umgewandelt und ist in dem Gesamtpaket Beccas über 25 Millionen in den nächsten fünf Jahren enthalten. Das hat der FCK-Beirat am Donnerstag entschieden.


    „Ich bin froh, dass wir eine Entscheidung getroffen haben“, betonte der kaufmännische FCK-Geschäftsführer Michael Klatt am Freitag. „Wir sind unter einem enormen Zeitdruck, was die Lizenzierung angeht. Insofern ist von mir durchaus eine Last abgefallen. Denn jetzt können wir weiter am Thema Lizenz arbeiten.“ Am 28. Mai müssen alle Verträge und Bescheinigungen über die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit beim DFB vorliegen. Mit einem positiven Signal des DFB rechnet Klatt schon in den ersten Tagen danach. „Ich bin guter Dinge, was die Lizenz angeht.“


    Klatt: Etat um eine Million erhöht


    Am Freitagmittag habe man die Kreditverträge mit Quattrex und Lagardère abschließend fixiert. Der neue Zwei-Millionen-Kredit mit Finanzdienstleister Quattrex, bei dem der FCK bereits in früheren Jahren ein noch laufendes Darlehen über sechs Millionen Euro aufgenommen hat, ist mit 7,5 Prozent verzinst. Bei Lagardère nimmt der FCK eine Million Euro auf.


    Das Vertragswerk um den Einstieg Beccas war am Freitagmittag auch schon unterschriftsreif. „Für mich, der vom Zeitdruck getrieben ist, war der Zeitpunkt ganz entscheidend. Ich freue mich, dass wir das Angebot der Regionalen hatten. Aber ich hätte mich noch mehr gefreut, wenn wir das Alternativangebot einen Monat früher vorgelegt bekommen hätten.“


    „Jetzt müssen wir schauen, dass wir die kommende Saison sportlich erfolgreich gestalten“, betonte Klatt, „natürlich kann Martin Bader jetzt ganz anders auftreten bei Verhandlungen mit neuen Spielern. Aber es wird nicht so sein, dass wir unendlich viel Geld in den Kader stecken, das garantiert den Erfolg längst nicht. Dafür gibt es ja genügend Beispiele.“ Es ist davon auszugehen, dass der Lizenzspieler-Etat bei 5,5 Millionen Euro liegen wird – statt bei 4,5 Millionen Euro, die zuvor veranschlagt waren.


    Banf lobt Beccas Kompetenz


    Patrick Banf, der Beiratsvorsitzende des FCK, unterstreicht: „Wir haben Flavio Becca als professionellen Gesprächspartner kennengelernt. Er hat in vielen Sportarten, im Rad-, Motorsport, aber auch im Fußball, über lange Jahre gezeigt, wie man nachhaltig erfolgreich sein kann. Außerdem schlägt sein Herz im deutschen Fußball für den FCK. Wir sind überzeugt, dass seine Kombination aus wirtschaftlicher Kraft und Kompetenz im Profisport perfekt zu unserem FCK passen.“


    Die Rheinpfalz


    https://www.rheinpfalz.de/loka…urueck-in-die-bundesliga/



    KOMMENTAR


    Planungssicherheit mit Beigeschmack


    Das millionenschwere Becca-Engagement ist für den Dauerpatienten FCK die Basis zur Genesung. Nun ist Sportchef Bader gefordert.


    Nichts ist schlimmer als Angst und Verunsicherung – nicht nur an der Börse. Beim 1. FC Kaiserslautern, sportlich und damit wirtschaftlich seit Jahren auf Talfahrt, war die Verunsicherung noch nie größer als in den vergangenen Wochen. Der fünfköpfige Aufsichtsrat hangelte sich nach permanenten Machtspielen von einem brüchigen Frieden zum anderen. Der Kompromiss: Michael Littig wurde Aufsichtsratsvorsitzender des Vereins, sein Gegenspieler Patrick Banf blieb Beiratsvorsitzender der FCK GmbH. Persönliche Eitelkeiten standen über dem Wohl des FCK. Milliardär Flavio Becca machte Littigs Rücktritt zur Bedingung für seinen Einstieg – ein Fehler, ein Angriff auf die Vereinsdemokratie, die Mitglieder haben Littig gewählt. Er bekam Rückendeckung, forcierte eine Lösung mit Lauterer Investoren als Gegenentwurf zur Luxemburger Lösung mit Becca. Aber die Lokalen waren nicht schnell, nicht konkret und wohl auch nicht groß genug, um den immensen Kapitalbedarf des tief gefallenen FCK rasch zu decken.


    Die Klubgremien haben sich gestern unter Druck – bis 28. Mai müssen alle Nachweise zur Lizenzierung beim DFB sein – für Becca und sein 25 Millionen Euro schweres Paket entschieden. Littigs Rücktritt blieb die Voraussetzung – moralisch höchst problematisch. So bleibt ein bitterer Beigeschmack. Hintergrund war offenbar eine Becca abqualifizierende Nachricht Littigs vor Wochen an einen Dritten, die Becca zugespielt wurde. Littig hat die Machtprobe verloren. Aber er hat mit seinem Rücktritt auf den letzten Drücker doch noch zum Wohle des FCK gehandelt. Denn der Einstieg des superreichen Becca nimmt den Roten Teufeln die Angst vor der Insolvenz. Und er bringt Planungssicherheit. Ohne Beccas kräftige Finanzspritze hätte selbst bei Lizenzerteilung das Zittern um die Zukunft des mit 20 Millionen Euro verschuldeten Klubs im Herbst wieder begonnen. So bleiben viele Arbeitsplätze in der Geschäftsstelle und im Nachwuchsleistungszentrum erhalten. Sportchef Martin Bader kann die Kaderplanung vollenden. Er muss liefern.


    Die Rheinpfalz



    Kreditgeber Quattrex lehnt Konzept der regionalen Investoren ab

    Wichtige Vorentscheidung im Wirtschaftskrimi um den wirtschaftlich schwer angeschlagenen Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern: Der Finanzdienstleister Quattrex, Hauptkreditgeber des FCK, lehnt nach RHEINPFALZ-Informationen das ihm am Dienstag vorgestellte Konzept der potenziellen regionalen Investoren Hans Sachs und Klaus Dienes ab.


    Quattrex sieht seine Kredite bei einem Einsteigen des Luxemburger Milliardärs Flavio Becca demnach besser gesichert als mit dem Konzept der regionalen Investoren. Stand jetzt braucht der FCK aber Quattrex als Kreditgeber, um die Lizenz für die kommende Drittliga-Spielzeit 2019/20 zu erhalten. Bis 28. Mai müssen Geld und/oder wasserdichte Nachweise der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des FCK beim Deutschen Fußball-Bund vorliegen.


    https://www.rheinpfalz.de/loka…regionalen-investoren-ab/

    Demnach will die regionale Investorengruppe ihr Engagement erhöhen. Bisher hatte sie nur den Kauf von FCK-Aktien für drei Millionen Euro angekündigt. Mit der jetzt zugesagten Erhöhung des Investments dürfte die Lizenz des 1. FC Kaiserslautern für die kommende Drittligasaison gesichert sein. Darüber hinaus soll dem Vernehmen nach so viel Geld bereit gestellt werden, dass der 1. FC Kaiserslautern eine starke Mannschaft zusammenstellen kann, die in der kommenden Saison um den Aufstieg mitspielen kann. (...)


    https://www.swr.de/sport/fussb…W4yym2ILNVqtackdl2oFL6R3U