"Sch... DSF"-Fahne

  • Mir geht es bei dieser Sache darum, das Die Gelder ja nicht gleichmäßig verteilt sind. Dadurch entstehen Massive Wettbewerbsverzerrungen. Es kommt teilweise nicht mehr darauf an gut zu arbeiten, sondern einfach mehr Geld zu haben. Das hat aber in der Regel eher was mit Zufall, wenn nicht, dann mit der Sozialen Struktur der Anhänger eines Vereins zu tun. Der sportliche Erfolg sollte aber etwas mit sportlicher Leistung zu tun haben, nicht nur mit finanzieller Leistungsfähigkeit der Clubs. Fernsehgelder, egal von wem sie kommen, werden ja nicht gleichmäßig verteilt, sondern die , die eh schon oben sind, bekommen den Löwenanteil und die anderen können sich um den Rest balgen.


    Wenn du wieder auf die übermächtigen Bayern anspielst: Das liegt nicht an den Fernsehgeldern... Leverkusen bekommt seit Jahren 25.000.000 € im Jahr, Wolfsburg 15.000.000 €. Was haben diese Vereine aus der Kohle gemacht? Nix. Lautern hat gegenüber anderen Städten den Vorteil des verhältnismäßig sehr hohen Zuschauerschnitts. Was hat es geholfen? Nix. Schalke hat Gazprom im Rücken. Was machen sie draus? Nix.


    Was sagt Klaus Allofs von Bremen zur aktuellen Verteilung der Fernsehgelder? „Die Gewichtung hat sich verändert, und die sportliche Leistung wird mehr belohnt.“ Was sagt Heidel von Mainz 05? „Die Schere zwischen großen und kleinen Klubs klafft weiter auseinander, aber nicht zu weit.“ und „Dem Wettbewerb ist absolut Rechnung getragen. Im Vergleich zu Italien leben wir bei der Aufteilung der Fernsehgelder immer noch im Schlaraffenland.“


    Momentan ist es in Deutschland so, wie du es forderst: Es kommt darauf an, gut zu arbeiten. Wer das macht (siehe Stuttgart letztes Jahr), kann auch Deutscher Meister werden. Klar haben Vereine wie die Bayern den Vorteil, dass sie zum einen immer die Bude voll haben und zum anderen auch noch wie blöd Fanartikel verkaufen. Aber auch das ist nur das Ergebnis von jahrelanger, harter Arbeit. Ich erinnere z.B. daran, dass man einen Michael Ballack lieber ziehen lies, als ihm ein höheres Gehalt zu zahlen. So sieht seriöses wirtschaften aus. Wo war Dortmund vor 10 Jahren und was haben sie draus gemacht?

    "Im Zahlenraum bis 100 kann Oliver Aufgaben mit hohem Schwierigkeitsgrad, auch bei wechselnder Aufgabenstellung, lösen."

  • ihr habt beide recht, Cakedrummer, in dem er sagt, wer über Jahre gut wirtschaftet, gute Beziehungen ( Sponsoren) pflegt ist auf Dauer vorne. Herby hat recht, in dem er kritisiert, daß Fernsehgelder ungerecht verteilt sind. Wir sind an einem Punkt angelangt, wo die DFL nur noch die gut in der Tabelle plazierten Vereine hoch bestückt. Bayern drängt ja ständig auf noch höhere Anteile ( Motto: für uns fast alles, für die anderen ein Almosen). Es besteht die Gefahr, daß bald, wie in England, Spanien, Italien, immer die gleichen Vereine die ersten 5 Plätze unter sich ausmachen ( Bayern natürlich dann immer Erster).

  • Wir sind an einem Punkt angelangt, wo die DFL nur noch die gut in der Tabelle plazierten Vereine hoch bestückt. Bayern drängt ja ständig auf noch höhere Anteile ( Motto: für uns fast alles, für die anderen ein Almosen).


    Dieses Thema ist zum einen komplex und zum anderen schwierig. Betrachten wir die Verteilung der Fernsehgelder mal rein wirtschaftlich. Dann ist die jetzige Verteilung ungerecht und zwar für die Bayern! Premiere strahlt parallel zur Bundesliga am Freitag, Samstag und Sonntag je ein Spiel auf Premiere HD aus. Wer ist immer dabei? Die Bayern. Wen wählen ARD und ZDF im DFB-Pokal aus? Die Bayern. Und wer konnte die Rechte seiner Vorrundenspiele im Uefa-Cup an Pro Sieben verkaufen? Die Bayern. Wer ist fast immer die letzte Mannschaft in der Sportschau, damit die Zuschauer nicht vorzeitig abschalten? Die Bayern. Die Zahlen sprechen klar für sich: Die Deutschen wollen die Bayern sehen. Und ich glaube Karl-Heinz-Rummenigge sofort, wenn er behauptet, dass er die Fernsehrechte für die Bayern-Spiele für 100.000.000 € verkaufen könnte. Dagegen sind 25.000.000 € aus dem DFL-Topf eben sehr wenig. Und wenn man sich dann noch anschaut, was die internationale Konkurrenz an Einnahmen hat...


    Rein sportlich betrachtet sieht das etwas anders aus. Es ist nicht mal im Interesse der Bayern, dass sie jedes Jahr Meister werden. Sportlichen Erfolg kann man nur genießen, wenn man ihn sich erarbeitet hat. Ohne Gegner ist das Spiel nichts wert.


    Einen Mittelweg zu finden ist sehr schwierig. Klar brauchen die Bayern die anderen Vereine der Liga, aber die brauchen auch die Bayern... Lass die Bayern in 3 Wochen auf dem Betze spielen und die Bude ist voll.


    Das ganze hat jetzt aber auch nur noch am Rande mit der Kritik an DSF zu tun...

    "Im Zahlenraum bis 100 kann Oliver Aufgaben mit hohem Schwierigkeitsgrad, auch bei wechselnder Aufgabenstellung, lösen."

  • Also deine Verallgemeinerung kann ich nicht mittragen. Sicher gibt es viele Leute, die Bayern sehen möchten, aber vielleicht nicht viel weniger, die sie nicht sehen möchten ( z.B. mich). Obwohl sie erfolgreich spielen, haben sie ( für meine Empfindung) eine gelebte, anerzogene Arroganz, selbst sympathische Spieler verändern sich, wenn sie zu Bayern gegangen sind ( auch Klose ist seit Wochen in Interviiews von oben herab). Das gefällt nicht jedem Sportfreund. Und viele meiner Bekannten schalten die Sportschau aus, wenn als letztes Spiel die Bayern übertragen werden. Und noch ein Wort zu deiner Bemerkung, daß sie sogar zu wenig Fernsehgeld bekämen. Du sagst zu Recht, daß sie auch noch Gegner brauchen.

  • Also deine Verallgemeinerung kann ich nicht mittragen. Sicher gibt es viele Leute, die Bayern sehen möchten, aber vielleicht nicht viel weniger, die sie nicht sehen möchten ( z.B. mich).


    Das ist keine Verallgemeinerung, das ist eine Beobachtung. Und selbst du sprichst von knapp über 50%, die die Bayern sehen wollen. Welcher andere Verein kann das von sich behaupten? Die laufen nicht umsonst ständig im TV, das regeln sich ganz allein durch Angebot und Nachfrage. In der Uefa-Pokal-Vorrunde gab es ab und an gleichzeitig die Bayern auf Pro Sieben und andere Partien mit deutscher Beteiligung bei ARD und ZDF. Du kannst dir die EInschaltquoten ja mal anschauen...

    "Im Zahlenraum bis 100 kann Oliver Aufgaben mit hohem Schwierigkeitsgrad, auch bei wechselnder Aufgabenstellung, lösen."

  • Du hast natürlich recht, das sehr viele Leute die Bayern sehen wollen, das sieht man ja auch an den Mitgliederzahlen des Vereins. Die haben mit Abstand die meisten Mitglieder in Deutschland. Das ist aus wirtschaftlicher Sicht auch sicher richtig, was du sagst. Nur ist Fußball, auch Profifußball, nicht nur unter wirtschaftlichen Aspekten zu sehen. Dieser Sport hat in unserem Land eine stark kulturelle Funktion, ganz abgesehen von den sozialen und ideellen Werten die er als sportlicher Wettbewerb immer noch vermittelt.Mir ging es oben nicht speziell um Bayern München, sondern um die teilweise Entfremdung des Profisports von seinen Anhängern. Das ist ein großes Problem und wird , je größer die Verwerfungen werden immer größer. Die Bundesliga ist eben nicht nur Aushängeschild nach außen (Europa,Welt), sondern hat auch eine Vorbildfunktion für viele Menschen, vor allem Junge.
    Wenn ich einer Jugendmannschaft erklären soll, warum es Sinn macht die Mannschaft in den Vordergrund zu stellen, wird es mir durch diese Strukturen, wie sie momentan da sind sehr schwer gemacht. Das Schwierigste, was man heute jungen Kickanfängern beibringen muss ist das verlieren. Sie sehen rund um sich immer nur den Sieger bevorzugt, und Verlierer (für die meisten Kids ist das schon der Zweitplatzierte) werden als Looser und uncool abgelehnt. Das führt dazu, das viele schon sehr früh aufgeben und auch später viele lieber die Sportart wechseln, bevor "die Leute" merken das man es nicht schafft.
    Ich könnte es noch verstehen, wenn diese Riesensummen in der Nachwuchsarbeit verschwinden würden, aber so langfristig beginnen die Europäer nur sehr langsam zu denken. Aber auch die großen Vereine werden über kurz oder lang dieses Wettrennen um immer größere Summen nicht durchstehen können und dann befürchte ich einen Zusammenbruch des ganzen Systems. Das wiederum würde unserem schönen Sport sehr schaden.
    Ich hoffe ich konnte dir verständlich machen, das es mir nicht um einzelne Vereine geht oder gar Personen, sondern um das Ganze.

    Wir kommen wieder....:schild:

  • Entscheidend ist doch, dass der Zuschauer die Wahl hat, ob er die Kreisklasse vor Ort oder die Bundesliga live im TV sehen will. Wenn sich denn so viel mehr für das TV entscheiden, dann aber vielleicht auch einfach, weil es sie schlicht mehr interessiert.


    Wenn wir das zu Ende spinnen, könnte man Schnitzel verbieten für die Weltgesundheit, Bier verbieten für den gefahrfreieren Autoverkehr und Scheren für den Erhalt des Frisörhandwerks.


    Am Ende bleibt: Entscheidend ist, dass man die Wahl hat und die freie Entscheidung Vieler hat eben manchmal auch ihren Grund.


    Absolut richtig!!! So isses und nicht anders!!! Überlegt euch mal, was machen die vielen Fußballfans, die nicht mehr in's Stadion können:


    1. aus Zeitgründen
    2. aus Gesundheitsgründen ???????????????????????


    Ich hatte sehr lange eine Dauerkarte und Premiere. 8)8)8) Mittlerweile kann ich nur noch sehr selten auf den Betze (Zeit- aber vor allem Gesundheitsprobleme) und deshalb bin ich sehr froh, daß
    mir Premiere die Möglichkeit gibt, jedes Spiel meines FCK live zu sehen. Das wäre mit der Sportschau niemals möglich! Bis jetzt sind es 17 tolle Jahre mit Premiere und es werden bestimmt noch einige folgen. ;)
    Gott sei Dank daß arena das nicht mehr machen darf, denn was die ablieferten, war nicht der Rede wert! DSF, na ja, muß man sich wirklich nicht geben, aber wer kein Premiere hat, muß halt am Montag leider dort schauen. :rolleyes:


    duke :schild: