Aufstiegskampf trifft auf Abstiegskampf

Wenn die Roten Teufel am Samstagnachmittag wieder auf dem Rasen stehen, dann geht der nächste Kampf um drei wichtige Punkte los. Nach der Spielabsage gegen 1860 München hatte die Konkurrenz unter der Woche bereits die Gelegenheit nachzulegen, nun ist auch der FCK dran. Anders als bei den Pfälzern sind die Vorzeichen beim Halleschen FC ganz andere. Doch ein Thema überschattet alles andere vor dieser Partie.

Boyd gegen Huth: Wer gewinnt gegen die Ex?

Am vergangenen Wochenende war es soweit. Nachdem Terrence Boyd seit einer gefühlten Ewigkeit mit einem Wechsel nach Kaiserslautern in Verbindung gebracht wurde, konnte dieser Transfer endlich über die Bühne gehen. Im Gegenzug ging Elias Huth den umgekehrten Weg und soll in Halle nun Boyds Erbe antreten. Keine einfache Aufgabe für jemanden, der in den letzten eineinhalb Jahren kaum Spielpraxis sammeln konnte. Doch bei seinem Debüt für den HFC hätte er beinahe einen Traumstart hingelegt. Neun Minuten nach seiner Einwechslung zog Huth mit links einfach mal ab, der Ball zappelte daraufhin im Netz. Mit Verzögerung wurde der Treffer dann jedoch zu Unrecht aberkannt. Sehr ärgerlich, insbesondere da zwei verlorene Punkte auf Seiten der Braunschweiger dem FCK zugutegekommen wären. Doch vor dieser Partie soll es nicht nur um diese beiden Protagnosten gehen. Wer sich an das Hinspiel erinnert, der weiß, dass die Pfälzer auch mit den Hallensern noch eine Rechnung offen haben. Mit 1:0 unterlag das Team von Marco Antwerpen damals dem HFC. Zu diesem Zeitpunkt waren die Rollen noch komplett vertauscht. Halle rangierte auf Tabellenplatz 6, während die Lautrer Platz 16 belegten. Die Ausgangslage hat sich mittlerweile verändert. Nicht nur, dass in Halle mit André Meyer ein neuer Chefcoach an der Seitenlinie steht - trotz hervorragendem Saisonstart brach ein starker Leistungsabfall herein. Tabellenplatz 15 ist folgerichtig die bittere Realität in Sachsen-Anhalt.

Götze fehlt verletzt - Redondo angeschlagen, aber wahrscheinlich dabei

Bereits gegen Viktoria Berlin mussten die Roten Teufel auf Felix Götze verzichten. Sein Vertreter Julian Niehues erledigte sein Job sehr gut und könnte das auch gegen Halle wieder unter Beweis stellen. Götze wird schließlich aufgrund eines leichten Muskelfaserriss im Leisten- bzw. Adduktorenbereich voraussichtlich zwei Wochen ausfallen. Auch Redondo fehlte zu Beginn der Woche im Training. Aufgrund einer Risswunde konnte er vorerst nicht am Mannschaftstraining teilzunehmen, scheint aber rechtzeitig fit zu werden. Wieder vollkommen genesen ist Nicolas Sessa. Der 25-jährige fehlte zuletzt mit einer Fußverletzung, steht nun aber wieder auf dem Rasen. Ebenso im Training war natürlich auch Neuzugang Terrence Boyd, welcher am Wochenende gegen seinen ehemaligen Klub möglicherweise auch direkt sein Debüt im FCK-Trikot feiern wird. Weiterhin ausfallen werden Hippe, Bakhat, Gözütok, Zimmer und Röser.

Die Heimserie weiter ausbauen

Aktuell scheint das Team von Marcp Antwerpen kaum noch aus ihrem Spielrhytmus rauszukommen. Bis auf ganz wenige Ausnahmen steht die Abwehr bombensicher - und offensiv schafft es der FCK immer wieder brandgefährlich zu werden. Insbesondere zu Hause wirkt die Mannschaft oft wie befreit. Das soll am besten so bleiben, denn nachlassen und zurücklehnen wird in dieser Lage eiskalt bestraft.


Wie schon am letzten Spieltag dürfen auch am Samstag bis zu 1.000 Zuschauer auf den Betzenberg strömen. Die Karten sind zwar begrenzt, doch für diejenigen, die es nicht rechtzeitig geschafft haben eine Karte zu ergattern, bietet der SWR eine Live-Übertragung im Free-TV. Übertragungsbeginn ist wie gewohnt pünktlich zum Anstoß.


Quelle: Treffpunkt Betze

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