Ponomarew vor Einstieg beim FCK? - Alternativloses Risiko?

Es herrschen unruhige Zeiten beim 1. FC Kaiserslautern. Am gestrigen Abend berichtete die Rheinpfalz als erstes vom Interesse und potentiellen Investoreneinstieg des russischen Geschäftsmanns Michail Ponomarew. Pono wer? Das dürfte die Reaktion vieler FCK Fans gewesen sein, als sie von dieser Meldung erfuhren. Dabei ist Ponomarew im deutschen Profisport wahrlich kein Unbekannter.


Bis 2016 wirkte Ponomarew beim Eishockeyclub Düsseldorfer EG. Was er dort hinterließ liest sich nicht besonders gut. So musste die Stadt Düsseldorf zuletzt Mietschulden stunden, die angeblich nicht gezahlt wurden. Auch habe der Russe laut Westdeutscher Zeitung eine zugesicherte Zahlung im sechsstelligen Bereich nicht geleistet. So gerieten die Düsseldorfer zum Ende der Ponomarew-Ära in arge Lizenznot, bekamen diese nur mit Müh und Not. Nachtigall ick hör dir trapsen …


Seit 2016 ist der 43-jährige nun Investor beim KFC Uerdingen, dem Ligakonkurrenten des FCK. Dort hält er in Form der KFC Uerdingen 05 Fußball GmbH 97,5% der Anteile. Um die 50+1 Regel offiziell nicht zu verletzten, hält der e.V. die Stimmenmehrheit der Anteile, Ponomarew ist jedoch auch Präsident des e.V. Er hat also faktisch das alleinige Sagen in Uerdingen.


Ein Konstrukt, das beim FCK sicherlich (noch) kein Thema ist. Doch besteht überhaupt ernstes Interesse seitens des Geschäftsmann oder handelt es sich dabei wieder einmal um pure Spekulation? Nach SWR Informationen liegt immerhin eine Absichtserklärung des Investors vor, angeblich wolle er rund 30 Millionen in den Verein investieren. Auf Nachfrage von Treffpunkt Betze wollte sich der 1. FC Kaiserslautern zum aktuellen Zeitpunkt nicht zu diesem Thema äußern.


Und doch stellt sich die Frage, hat der FCK überhaupt eine Wahl? Kann der Verein in Zeiten der Lizenznot und dringend benötigten 12 Millionen Euro ein solches Angebot überhaupt ausschlagen? Bereits wenige Stunden nach Bekanntwerden des vermeintlichen Interesses hagelte es Warnungen aus dem Fanlager von 1860 München. So widmeten sowohl das Münchner Löwenmagazin als auch die Fanseite München ist Blau dem FCK einen Artikel, worin ausdrücklich vor einem Investor wie Ponomarew gewarnt wird und Vergleiche zum Münchner Investor Hasan Ismaik gezogen werden. „Lieber Oberliga als ein solches Abhängigkeitsverhältnis“ lässt sich dort beispielsweise nachlesen. Oder „wenn es runter geht, geht es auch wieder rauf“. Richtig ist: Ein Konstrukt wie bei 1860 München ist nicht wünschenswert. Ein Investor, der den Verein als Spielzeug gebraucht und Zahlungen nicht oder erst kurz vor Schluss leistet, bringt den FCK nicht weiter, nein er zerstört sogar den letzten Funken Stolz, den der traditionsreiche Fritz-Walter-Club noch besitzt.


Fakt ist aber auch, dass die von Vereinsseite als Alternative geplante Zwischenfinanzierung unweigerlich in dieselbe Richtung führen würde. Es ist nahezu ausgeschlossen, dass im Frühjahr 2020 mit weiteren 12 Millionen Verbindlichkeiten seriösere Investoren beim FCK anfragen werden. Ist bis dahin keinen Geldgeber gefunden, ist die Insolvenz ohnehin gewiss. Die Frage lautet also nur, wann und welcher Investor beim FCK einsteigt oder wann man in die Insolvenz gehen muss.


Zumindest ernsthaft prüfen will daher auch Patrick Banf „jedes seriöse Angebot“. Dieser könnte jedoch bald von der Suche nach Investoren ausgeschlossen sein. Der SWR berichtet heute ebenfalls, dass der Aufsichtsrat offenbar das Vertrauen in Patrick Banf verloren habe und man plane, ihn in der am Montag stattfindenden Aufsichtsratssitzung abzusetzen. Nach Informationen von Treffpunkt Betze ist der Aufsichtsrat schon längere Zeit gespalten, Patrick Banf isoliert. Unruhe, die dem FCK in dieser Situation wahrlich nicht guttut und die Verhandlungsposition gegenüber jedem Geldgeber natürlich schwächt. Ganz gleich, wie sich der Verein entscheidet, er muss zurückfinden zu einem geschlossenen und entschlossenen Auftreten, er muss eine Linie und eine Philosophie verkörpern. Sonst droht dem 1. FC Kaiserslautern mit oder ohne Investor das baldige Aus.


Quelle: Treffpunkt Betze

Antworten 102

  • Die Rheinpfalz weiß nicht wirklich viel - lose Spekulation.

    Hier bei OVB-Online kommt Ponomarew nicht so gut weg. Er habe seine Zusagen bei der Düsseldorfer EG nicht eingehalten,

    Genaueres auch hier: Fehlanzeige:


    https://www.ovb-online.de/spor…r-ponomarew-10216126.html

  • Dafür der SWR heute deutlich mehr. Und da es sich bei Bernd Schmitt um einen äußerst seriösen Menschen/Journalisten handelt, dürfte es sich hier um die korrekte Schilderung der aktuellen Lage handeln. Da steht uns die nächsten Tage also wieder viel im Hause FCK bevor! Und das dürfte es auch gewesen sein, was Harald Layenberger mit "entscheidenden Weichenstellungen in den nächsten 14 Tagen" gemeint hat.


    https://www.swr.de/sport/fussb…m-fck-einsteigen-100.html

  • Zitat

    Die drei Mitglieder Littig, Wüst und Kind planen nach SWR-Informationen bei der kommenden Aufsichsratssitzung am Montag dem Aufsichtsratsvorsitzenden Patrik Banf das Vertrauen zu entziehen. Weder Patrik Banf noch Michael Littig wollten dazu etwas gegenüber SWR Sport sagen.


    Mit Vollgas Richtung Ungewissheit .

    Es lebe die Einigkeit... soviel Zum Thema die Fans sind das Problem.

    Nein es sind seit Jahren die Funktionäre, die wir wählen und das Personal das sie installieren.


    Es ist frustrierend...

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  • @ Ostalb-Devil


    Ja, es ist frustrierend!


    Und es ist um soviel einfacher die Fans als das Problem des FCK hin zu stellen. Denn es lenkt gleichzeitig von den Entscheidungsträgern ab.

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  • Man muss sich das mal durchlesen, da war vor allem Littig aktiv. Klatt und Banf haben dem Beirat dazu noch nichts vorgelegt.... ich sage mal, da droht ein Knall.... ein großer.... der könnte Banf und die GF treffen... in der entscheidenden Phase vor der Lizenzeinreichung nun Uneinigkeit und Misstrauen. Kommt mir vor wie russisches Roulette.

    Ich wage mal zu behaupten, die die Ponomarew Kontaktiert haben sind gg die Zwischenfinanzierung auf Kredit.

    Und wer dafür ist, dass kam in den letzten Wochen durch.


    Ich bin einfach nur noch traurig

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  • Es läuft immer wieder auf den Namen Banf hinaus, bei allen "Vorkommnissen" der letzten Zeit. Ich erinnere beispielhaft nur mal an den Umgang mit den Herren Kessler und Layenberger. Die Leute, die sich wirklich noch mit dem FCK identifizieren. Welche gibt es denn zur Zeit noch, die aktuell in irgendeiner Form beim FCK ein ehrliches Gesicht beim FCK zeigen?

    MMn momentan sehr gefährlich, was beim FCK gespielt wird. Sehr auffällig, wie sich die Herren Banf und Bader bereits mehrfach gegen die beiden Herren Kessler und Layenberger positioniert haben.

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  • Ja, wirklich sehr undurchsichtig und gefährlich. Ich bin mir noch nicht ganz klar, wer wo steht. Aber man muss die Verhaltensweisen und Aussagen gerade in letzter Zeit analysieren. Es wird sich zeigen in den nächsten Stunden, Tagen. Es kann einem nur noch mehr bange werden, als es sowieso schon ist... :wacko:

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  • Ostalb-Devil Es sind aber die Fans bzw. hier die Mitglieder, welche diese Selbstdarsteller Jahr für Jahr in den Aufsichtsrat wählen. Leute mit ausgewiesener Fachkompetenz landen auf den hinteren Rängen während Leute wie Kind, der nichts vorweisen kann außer der Fan-Szene nahe zu stehen, einzieht.


    Vor allem Herr banf entwickelt sich immer mehr zum Problem.

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  • Nur mal so am Rande... er wisst auch noch wer aus dem Verein zB Wahlhilfe für die Buchholz Liste gemacht hat?

    Und wie alleine zB Fachkompetenz für sich geworben hat!

    Aber hatten wir nicht auch schon Rechtsanwälte und Professoren usw. im AR! War es da besser?

    Manchmal habe ich den Eindruck, dass sich Menschen beim FCK ändern, wenn sie vom Wein der Macht trinken...,


    Es fällt mir gerade schwer positiv zu bleiben

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  • wir bräuchten mal wieder leute an der spitze,mit background im fußballgeschäft.

    nicht nur medienprofis,werbefachleute und insolvenzabwickler.dass geschäft im profifußball

    läuft anders als deren bisherige arbeit und darum treffen die regelmäßig für uns schlechte

    entscheidungen.


    und bevor jetzt jemand anmerkt dass wir solch einen profi auch schon hatten.der sollte halt

    die eigenen interessen hinten anstellen und den auftrag der mitgliederversammlung voll

    umfänglich ,erfüllen.

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