"Haben unsere Umschaltmomente schlecht ausgespielt"

Es hätte solch ein schöner Fußballsamstag werden können. Über 3.000 FCK-Anhänger reisten heute ins Kölner Südstadion, dabei war die vor dem Spiel ausgegebene Devise mehr als klar: Auswärtssieg in der Karnevalshochburg.


Der FCK tat sich zu Beginn des Spiels sichtlich schwer, Köln legte mit viel Druck los, agierte sehr offensiv und belohnte sich bereits in der 13. Minute durch einen sehenswerten Treffer von Dahmani. "Wir haben uns schwer getan ins Spiel hinein zu kommen, und Köln hat anfangs viel Druck aufgebaut. Trotzdem habe in der ersten Halbzeit von beiden Teams ein gutes Spiel gesehen, mit vielen Aktionen, vielen Zweikämpfen und viel Engagement. Doch teilweise auch ungenau, unpräzise und wild", kommentierte FCK-Cheftrainer Sascha Hildmann die ersten 45 Minuten des Spiels.


Der FCK brauchte dann lediglich nur 13 Minuten, um aus dem Rückstand eine 2:1 Führung zu machen. Verdient war diese Führung beim Pausenpfiff nicht unbedingt, "glücklich" wäre wohl die passendere Umschreibung, die auch Martin Bader in der Halbzeitpause wählte.


In Halbzeit zwei sahen die Zuschauer vermutlich die schwächste Leistung unter dem neuen Trainer Sascha Hildmann. Anstatt das dritte Tor zu erzwingen und zu erkämpften, agierten die Roten Teufel äußerst fahrig und unkonzentriert. Zu viele Fehlpässe, zu viele Ballverluste, zu viele Unkonzentriertheiten. Beinahe folgerichtig der Kölner Ausgleich in der 76. Minute. "In der zweiten Hälfte wollten wir mit Kompaktheit und gutem Umschaltspiel das dritte Tor nachlegen. Wir wollten uns zwar ein wenig zurückziehen, dadurch kompakter werden, aber unsere Umschaltmomente haben wir insgesamt zu schlecht ausgespielt, auch aufgrund der Ungenauigkeiten im Passspiel", so Sascha Hildmann auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.


"Letztendlich hat Köln verdient den Ausgleich gemacht. Am Ende ist es ein gerechtes Unentschieden", resümierte Sascha Hildmann auf ehrliche und gleichzeitig sehr unzufriedene Art und Weise die Leistung seiner Mannschaft.

"Haben uns einfach schwer getan"

Stürmer Christian Kühlwetter, dem heute ein wirklich schöner Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1 Ausgleich gelang, verwies ebenfalls auch die Schwächen in der zweiten Halbzeit: "Wir haben uns schwer getan und sind nicht nach vorne gekommen wie wir es uns vorgenommen haben. Wir wollten für unsere Fans unbedingt drei Punkte holen. Wir wussten selbst, dass es heute um alles geht, am Ende haben wir leider nur einen Punkt mitgenommen".


Aber auch Kölns Trainer Kaczmarek wollte sich mit dem erspielten Punkt nicht zufrieden geben: "Wir haben über weite Strecken ein gutes Spiel gemacht. Nach der Führung kommen wir in eine Schwächephase, da hatte der Gegner aber auch zwei bis drei sehr gute Ideen in der Offensive, in denen sie uns in die Breite gezogen haben. Da hatten wir wirklich Probleme das in den Griff zu kriegen. Ich glaube, dass wir dem Sieg näher waren und ein richtig gutes Spiel gemacht haben".


Quelle: Treffpunkt Betze