#SVWWFCK: Quasi ein Derby - "Zeigt, dass ihr es könnt"!

Am morgigen Montag geht es für die Roten Teufel zum viertletzten Spiel dieser Saison ins benachbarte Wiesbaden, dort trifft der FCK unter Flutlicht auf den Tabellenvierten SV Wehen-Wiesbaden. Dabei wollen vor allem die Rot-Schwarzen mit einem Heimerfolg ihre Serie von zuletzt drei Siegen im eigenen Stadion weiter fortsetzen. Begleitet von über 4.000 bis 5.000 Anhängern darf sich der FCK wieder einmal über lautstarke Unterstützung freuen. Alles Wissenswerte zum Auswärtsspiel in Wiesbaden hier in unserem Vorbericht.

Die Lage vor dem Spiel

Wohlgemerkt, für den SV Wehen-Wiesbaden geht es realistisch betrachtet nur um den unliebsamen dritten Tabellenplatz. Auf Platz vier stehend könnte der SVWW mit einem Heimsieg gegen die Roten Teufel an Halle vorbeiziehen - dann hätte man in Wehen-Wiesbaden wieder alles selbst in der Hand.


Der FCK reist mit drei sieglosen Spielen im Gepäck in die 90 Kilometer entfernte Brita-Arena. Überhaupt zeigt die Formkurve des FCK steil nach unten: Aus den vergangenen zehn Spielen erhamsterten sich die Roten Teufel gerade einmal nur drei Siege, vier Mal trennte man sich Unentschieden und weitere drei Male verließen die Pfälzer das Feld als Verlierer. Doch daneben gibt eine gute Auswärtsquote zumindest einen Funken Hoffnung: Auswärts ist der FCK seit fünf Spielen ungeschlagen (drei Siege, zwei Remis).

Unsere Roten Teufel

Verzichten muss Sascha Hildmann vorerst weiterhin auf Theo Bergmann, der nach seiner Gehirnerschütterung noch immer nicht vollständig genesen ist. Timmy Thiele (Knieprobleme) und Elias Huth (Grippe) haben sich im Trainingsbetrieb zurück gemeldet und sind für das Spiel am Montag vollständig einsatzbereit. Dominik Schad konnte seinen Außenbandriss in Windeseile auskurieren: "Ich habe kaum noch Schmerzen", so Schad. Doch Hildmann wird einen Einsatz über 90 Minuten nicht riskieren: ""Für Dominik kommt der Einsatz wohl noch etwas früh. Er hat nur eine Einheit mit der Mannschaft trainiert".


Möglich, dass Sascha Hildmann auf ein 4-4-2 umstellt, um Wehens schnelle Außenbahnspieler besser in den Griff zu bekommen. Bereits im letzten Spiel gegen Rostock zeigte sich im 3-4-3 Lauterns große Anfälligkeit gegenüber schnellen Flügelspielern. Bei einem solchen Systemwechsel könnte Janek Sternberg nach guten Trainingsleistungen wieder ein Kandidat für die Startelf sein. Auch Mads Albaek und Jan Löhmannsröben könnte von den Überlegungen des Trainers betroffen sein:"Ihre Spielleistung war gegen Rostock vorsichtig ausgedrückt nicht optimal", lässt sich Hildmann auch hier noch alle Optionen offen.

Unser Gegner

Nach der Hinrunde (27 Punkte, Tabellenplatz 7, 10 Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz) sprach in Wehen-Wiesbaden wahrscheinlich niemand von der Ambition, in die zweite Liga aufsteigen zu wollen. Mit acht Niederlagen und 27 Gegentore war es vor allem die Defensive der Rot-Schwarzen, die einen besseren Punkteschnitt erschwerte. In der Rückrunde mauserte sich die Mannschaft von Trainer Rüdiger Rehm jedoch zu einer echten Spitzenmannschaft und holte bisher 31 von möglichen 45 Punkten. Doch zuletzt tat sich der SVWW vor allem in der Fremde wieder etwas schwer, in Zwickau und Jena ging Wehen-Wiesbaden als Verlierer vom Platz. „Es gab für die Mannschaft klare Worte bei der Aufarbeitung des letzten Spiels. Jetzt gilt es in der nächsten Partie wieder mit voller Leidenschaft und Willen mögliche Fehler auszubügeln. Wir haben in Jena hinten nicht sicher genug agiert und müssen nun gegen Kaiserslautern wieder kompakter und stabiler auftreten“, so Rüdiger Rehm nach der 1:3 Niederlage in Jena.


Personell muss Rüdiger Rehm auf die verletzten Offensivkräfte Simon Brandstetter (Oberschenkelzerrung), Jules Schwadorf (Bänderverletzung am Sprunggelenk) sowie den gelbgesperrten Daniel Kofi Kyereh verzichten. Letzterer ist doppelt bitter, schließlich ist Kyereh einer der Top-Torjäger der dritten Liga. In der Verteidigung fällt weiterhin Niklas Dams mit einem Muskelfaserriss aus.

Daten, Fakten, Statistiken

  • Der SVWW spielt sicherlich dank seiner Ausgeglichenheit eine Rolle im Aufstiegskampf: Zu Hause und auswärts holte der Club bisher je 29 Punkte (9 / 2 / 6)
  • Neben den Osnabrückern hat sich Wehen-Wiesbaden in der Rückrunde zur Spitzenmannschaft gekämpft: 10 von 15 möglichen Siegen
  • Sieg oder Niederlage? Erst vier Mal trennte sich der SVWW in dieser Saison unentschieden
  • Gleich vier ehemaligen FCK-Spielern begegnen die Roten Teufel am Montag: Modica und Mockenhaupt in der Abwehr, Shipnoski und Dittgen im Mittelfeld
  • Sieben Mal trafen beide Vereine bisher aufeinander: In der Gesamtbilanz liegt der FCK mit 4 Siegen vorne (4 / 1 / 2)
  • Das letzte Spiel (16. Spieltag) endete 0:0 Remis.

Stimmen zum Spiel

FCK-Trainer Sascha Hildmann: "Mit Wehen kommt ein ganz schöner Brocken auf uns zu. Sie wollen mit einem Heimsieg natürlich vorne dabei bleiben. Ich will, dass meine Mannschaft ihr wahres Gesicht zeigt. Diese Mannschaft kann mehr und ich glaube daran. Die Jungs sollen sich das auch ein Stück weit selbst beweisen, dass sie das besser können. Wir werden mit allem was wir haben dagegen halten".


SVWW-Trainer Rüdiger Rehm: "Der FCK hat defensiv eine neue Stabilität entwickelt. Mit ihrer guten Spielanlage und dem Spielaufbau sind sie nach vorne immer wieder gefährlich. Gerade die jungen Spieler haben eine große individuelle Qualität, die sie bisher aber nicht immer komplett auf den Platz gebracht haben. Uns erwartet ein heißer Tanz und ein echtes Highlight-Spiel, denn der FCK bringt neben seiner großen Geschichte auch zahlreiche Fans mit“.

Mögliche Aufstellung

Grill - Hemlein, Kraus, Hainault, Sternberg - Fechner, Sickinger, Jonjic, Pick - Thiele, Kühlwetter

Faninfos

Der FCK hat für das Spiel am Montag rund 2.500 Tickets verkauft. Insgesamt ist aber damit zu rechnen, dass die Pfälzer von gut 4.500 bis 5.000 Lautrern unterstützt werden. Das Gästekontingent ist restlos ausverkauft, Karten an der Tageskasse werden dementsprechend auch nicht mehr erhältlich sein. Weitere Infos für Auswärtsfahrer findet ihr auf www.fck.de.


Quelle: Treffpunkt Betze