Auswärts in Meppen: Hildmann plagen Personalsorgen

Nach dem 1:1 Remis im großen Derby gegen Waldhof Mannheim und der ersten Länderspielpause dieser noch recht jungen Saison geht es für die Roten Teufel am Samstag (Anstoß: 14 Uhr) in die Meppener Hänsch-Arena. Dorthin wird der FCK wieder einmal von über 1.000 Anhänger begleitet und darf sich damit auch im Emsland auf eine überragende Unterstützung freuen.


In der Länderspielpause und in der Vorbereitung auf die bevorstehende Auswärtspartie haben die Roten Teufel den Schwerpunkt vorrangig auf das Verhalten in der 4er-Kette und das Verteidigen gelegt. Aber auch der Spielaufbau wurde trainiert und verbessert. Sascha Hildmann sieht bei seiner Mannschaft insgesamt eine gute Spielanlage mit gutem Positionsspiel, auch wenn noch immer manch ein Laufweg verbesserungswürdig ist.

Bjarnason fällt aus - Matuwila und Bachmann fraglich

Glück im Unglück hatte in dieser Neuzugang Andri Runar Bjarnason. Nach überstandenem Muskelbündelriss im Adduktorenbereich knickte der Isländer Anfang dieser Woche um - glücklicherweise nur eine Bänderdehnung. Bjarnason wird bereits nächste Woche zurückerwartet. Mehr als fraglich sind auch die Einsätze von José Matuwila (Magen-Darm-Virus) und Janik Bachmann (schmerzhafte Prellung am Fuß). Sollten beide Spieler ausfallen, sind laut Hildmann andere taktische Varianten im Auswärtsspiel gegen Meppen denkbar. Wiederum fit und einsatzbereit ist Lauterns achter und letzter Neuzugang Lucas Röser. "Lucas hat die komplette Vorbereitung in Dresden mitgemacht, er ist fit und sicherlich auch bereit für 90 Minuten", bestätigte der Trainer auf der heutigen Pressekonferenz.

Hildmanns erster Sieg mit dem FCK

Gute Erinnerungen hat Sascha Hildmann beim Gedanken an den SV Meppen gewiss, immerhin gelang dem gebürtigen Lautrer dort sein erster Sieg als neuer FCK-Trainer. "Ich würde mich natürlich freuen, wenn wir das wiederholen könnten". Zu unterschätzen ist der SV Meppen allerdings nicht. Die Emsländer spielen leidenschaftlich, arbeiten stark gegen den Ball und verfügen selbst über ein gut Umschaltspiel. "Wir brauchen wieder dieselbe fußballerische Qualität wie in den letzten beiden Spielen, Zweikampfhärte, eine hohe Aggressivität, gepaart mit einer Torabschluss-Stärke, dann haben wir gute Chancen", so der FCK-Trainer.


Eine gute und lautstarke Stimmung erwartet Sascha Hildmann ebenfalls: "Dort herrscht eine tolle Atmosphäre, es ist ein richtig schönes kleines Stadion, in dem die Zuschauer direkt hinter dir sitzen und dir auch mal ein paar Worte an den Kopf werfen", gab der Trainer auf der heutigen Pressekonferenz schmunzelnd an.

Hildmann weist Kritik an Ausdauer und Ansagen in Pressekonferenzen zurück

Nicht nur zuletzt gegen Mannheim wirkten Teile der Mannschaft zum Ende der Partie müde, ja beinahe kraftlos. Hat der FCK ein Konditions- und Ausdauerproblem? Diese Kritik wies Sascha Hildmann auf der heutigen Pressekonferenz zurück: "Daran arbeiten wir immer. Zudem sind wir bei den physischen Auswertungen und den Laktatwerten überdurchschnittlich gut. Auch bei der fußballspezifischen Ausdauer sind wir ebenfalls überdurchschnittlich gut. Und das können wir belegen", so der Trainer.


Sascha Hildmann gilt als äußerst sympathischer Trainer. In den Pressekonferenzen hebt er die Stärken des Gegners hervor und übt sich in der Regel in Bodenständigkeit und Anstand. Warum aber sagt der Trainer nicht mal, "wir wollen dorthin fahren und 3:0 gewinnen", fragt eine Kollegin des SWR. "Das kann man so oder so sehen. Dann sagen die einen, jetzt dreht er völlig durch - oder er ist ein Angsthase. Ich bin gut erzogen worden, mit unheimlich viel Respekt. Und deswegen bringe ich jedem Gegner diesen Respekt entgegen".


Quelle: Treffpunkt Betze