Transfermarkt: Zwei gehen, drei bleiben

Es war der 07. November 2019. Boris Schommers war gerade einmal sechs Wochen im Amt, als er nach einer 6-wöchigen Beobachtungsphase drei Spieler in die U21 degradierte. Diese Entscheidung betraf den damaligen Mannschaftskapitän Christoph Hemlein, Linksverteidiger Janek Sternberg und Eigengewächs Antonio Jonjic. Eine neue Hierarchie und Struktur sollten entstehen. Mancher Spieler verlor seinen Stammplatz, und Carlo Sickinger wurde neuer Kapitän - es waren nur zwei von mehreren Veränderungen im Kader des 1. FC Kaiserslautern.

Keine Chance auf eine Rückkehr

Und obwohl Boris Schommers mehrfach darauf verwies, dass er mit seiner Entscheidung keine Türen verschließen und den drei Spielern bei guten Leistungen innerhalb der U21 sich jederzeit die Möglichkeit bieten würde, ins Profiteam zurückzukehren, zeigte sich aufgrund der steigenden sportlichen Leistungen schnell, dass dem nicht so sein wird.


Und als Hemlein, Sternberg und Jonjic die Reise ins winterliche Trainingslager nach Belek nicht angetreten haben, war klar, dass man sich in Kaiserslautern bemüht, alle drei Spieler abzugeben. Wie der FCK heute bekannt gab, ist zumindest Janek Sternberg nach längeren Verhandlungen zum Ligakonkurrenten aus Halle gewechselt. Für Hemlein gab es laut Sportdirektor Boris Notzon noch vor wenigen Tagen zwar "Wechseloptionen", zu einem Wechsel des gebürtigen Heidelbergers kam es am heutigen Freitag aber nicht mehr. Hemlein besitzt noch bis zum Sommer einen gültigen Vertrag. Einsätze in der Profimannschaft dürften ausgeschlossen sein. Toni Jonjic wiederum attestierte Boris Schommers noch zu Beginn des Jahres gute Leistungen. Jonjic durfte dennoch nicht mit ins Trainingslager fahren und wird auch in den kommenden Wochen in der U21 eingesetzt.

Matuwila wird verliehen, Sievers bleibt in Kaiserslautern

Neben dem Abgang von Janek Sternberg gab es am heutigen Freitag noch eine weitere positive Meldung. Neuzugang Jose Matuwila (im Sommer aus Cottbus gekommen), der zunächst zu Saisonbeginn durch starke Leistungen auffiel, später jedoch immer wieder für Unsicherheiten in der Lautrer Defensive sorgte, hatte unter dem neuen Trainer Schommers keine Chance. Um Spielpraxis zu sammeln, wurde Matuwila bis Saisonende an den Regionalligisten Rot-Weiß Essen verliehen.


Noch vor dem Trainingslager sprach Schommers davon, neben Grill, Spahic und Otto auch Rückkehrer Jan-Ole Sievers mit ins türkische Trainingslager nehmen zu wollen. Sievers war zuvor an den japanischen Zweitligisten FC Gifu ausgeliehen. Doch letzten Endes blieb Sievers ohne Option auf Einsätze in der Profimannschaft in Kaiserslautern. Der Verein wollte Sievers abgeben, konkrete Angebote blieben jedoch aus. Sievers hat beim FCK noch einen gültigen Vertrag bis zum Sommer 2021.


Quelle: Treffpunkt Betze