ZitatAlles anzeigenVor 49 Jahren gehörten der 1. FC Kaiserslautern und 1860 München zu den 16 Gründungsmitgliedern der Bundesliga. Heute (13.30 Uhr) treffen beide Vereine in der Zweiten Liga aufeinander. Der FCK erwartet 36 000 Zuschauer.
Die Gespräche der Fans beim Training des Fußball-Zweit-Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern drehten sich in diesen Tagen um einen Mann, der (noch) gar nicht da war: Marc Torrejón, 26 Jahre alter Lauterer Wunschkandidat für eine Rolle in der Innenverteidigung, soll möglicherweise heute seinen Arbeitsvertrag unterschreiben. Im Heimspiel gegen 1860 München aber müssen andere verteidigen:
Jan Simunek ist wohl gesetzt, als Nebenmann in Frage kommen Mathias Abel, Enis Hajri und Dominique Heintz. Letzteren sieht Trainer Franco Foda aber auch als gute Alternative links in der Abwehrkette. Dort spielte letzte Woche im Pokal Leon Jessen anstelle des verletzten Alexander Bugera.
Ob Alexander Baumjohann, zur Wochenmitte aus Schalke gekommen, heute sein Debüt im FCK-Dress geben wird, lässt der Trainer noch offen. Er sieht durch den Neuzugang, aber auch durch die Genesung von Mimoun Azaouagh, einen heißen Kampf um die Startplätze. „Konkurrenz belebt das Geschäft, bringt zumeist auch eine Leistungssteigerung”, sagt der Coach. Dem vom VfL Bochum gekommenen Azaouagh, den Knieprobleme etwas zurückgeworfen hatten, sieht Foda nun „auf einem guten Weg. Er ist sehr engagiert. Man spürt, er drängt in die Mannschaft.”
Dass der harte Konkurrenzkampf das Klima im Kader vergiften könnte, glaubt Albert Bunjaku nicht. „Jeder will zeigen, dass er spielen will. Das wird sehr schwer für den Trainer, Entscheidungen zu treffen. Wir haben schon eine sehr gute Mannschaft”, urteilt der Kapitän.
KLARER KURS - Der neue FCK-Kapitän Albert Bunjaku will mit den Roten Teufeln hoch hinaus. (foto: kunz-moray)
Albert Bunjaku, zuletzt am linken Flügel eingesetzt, verhehlt nicht, dass er lieber im 4-4-2 als zweite Spitze unterwegs ist. „Der Trainer hat mir erklärt, dass er mich links momentan besser, wertvoller für die Mannschaft, sieht. Klar, ich spiele lieber im Sturm, aber das ist überhaupt kein Problem. Wichtig und entscheidend ist, wo ich der Mannschaft helfen kann”, sagt der Ex-Nürnberger, der die „Löwen” mit Respekt erwartet, aber natürlich auch einen Heimsieg feiern möchte. Der Betze, ein Jahr Selbstbedienungsladen der Bundesliga, soll wieder zur Festung, der FCK zur Hausmacht werden.
Um das zu schaffen, auch um das Spiel schnell und kreativ zu machen, holte der FCK Alexander Baumjohann für eine zentrale Rolle in der Offensive. „Hier beim FCK kann ich meine optimale Position spielen. Als Zehner”, sagt der 25-Jährige. „Er kann den tödlichen Pass spielen”, schwärmt Franco Foda, der heute auf ein „Spitzenspiel” gegen einen klasse Gegner eingestellt ist.
1. FC Kaiserslautern: Sippel - Dick, Simunek, Abel, Jessen - Alushi, Borysiuk - Zuck, Baumjohann, Bunjaku - Idrissou - Ersatz: Hohs, Heintz, Yahia, Hajri, Derstroff, Azaouagh, Fortounis, Vermouth, Micanski - Es fehlen: Amri, Bugera, De Wit, Rodnei (Aufbautraining), Orban (Fußverletzung)
1860 München: Kiraly - Wojtkowiak, Aygün, Vallori, Volz - Stahl, Bierofka - Nicu, Tomasov (Halfar) - Stoppelkamp, Lauth - Ersatz: Ochs, Feick, Bülow, Blanco, Maier, Schindler - Es fehlen: Makos (Syndesmosebandriss)
Schiedsrichter: Schmidt (Stuttgart).
DIE RHEINPFALZ
Ludwigshafener Rundschau