Auf der Trainerbank schlägt ein Fan-Herz

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    Auf der Trainerbank schlägt ein Fan-Herz

    Sascha Hildmann ist zeitlebens FCK-Anhänger


    Seit gestern ist der 46-Jährige Cheftrainer des Drittligisten. „Für mich ist es das Größte, FCK-Trainer zu sein. Es ist eine Ehre für mich“, sagt der gebürtige Kaiserslauterer. Sein Vertrag läuft bis 30. Juni 2020. Morgen erlebt Hildmann seine Premiere als FCK-Coach im Spiel gegen die Würzburger Kickers.


    2. August: Der 1. FC Kaiserslautern bereitete sich auf das Drittliga-Spiel in Großaspach vor. Trainer Michael Frontzeck erzählte Stefan Roßkopf, dass er Aspachs Coach kaum kennt. „Ein super Typ, ich war bei ,Hilde’ auf dem Polterabend“, schwärmte der Pressesprecher. „Dann habt’ ihr ja schon meinen Nachfolger“, sagte Frontzeck lachend.


    Dass es nun wirklich so kam, war dennoch für alle Beteiligten eine Überraschung. Die Verpflichtung wurde auch möglich, weil Hildmann bei der SG Sonnenhof Großaspach am 5. Oktober entlassen wurde. Nachdem sein neuer Job am Mittwoch fix war, hatte der 46-Jährige gestern ab 8 Uhr seinen ersten Arbeitstag als Cheftrainer auf dem „Betze“; dort, wo er schon als Jugend- und Amateurspieler für die Lauterer am Ball war. Der frühere Verteidiger stand 1994/95 im Profikader, blieb da aber ohne Pflichtspieleinsatz. Für Alemannia Aachen kam er später auf 36 Zweitligaspiele.


    6. Dezember: Der kleine Weihnachtsbaum mit den FCK-Christbaumkugeln stand auf dem Podium des Presseraums im Fritz-Walter-Stadion nur zwei Meter von Sascha Hildmann entfernt. Für den 46 Jahre alten gebürtigen Lauterer war es zu Nikolaus eine Riesenbescherung. Er kam bei seiner offiziellen Vorstellung authentisch rüber, wirkte sehr natürlich mit einer Mischung aus Selbstbewusstsein und Zurückhaltung. „Für mich ist es das Größte, hier Trainer zu sein. Ich freu’ mich total auf die Aufgabe“, sagte Hildmann. „Es geht darum, die Herzen der Fans zu gewinnen. Ich habe als kleiner Junge schon auf der Nordtribüne gesessen, mein Vater hat mich mitgenommen. Seitdem habe ich sehr, sehr viele FCK-Spiele gesehen. Wir brauchen diese Fans, wir brauchen dieses Stadion.“


    Hildmanns Kenntnis des Kaders, sein Wissen über die Liga, seine Emotionalität und seine Trainingsmethodik überzeugten die FCK-Verantwortlichen, sagten Martin Bader, der Geschäftsführer Sport, und der Aufsichtsratsvorsitzende Patrick Banf.


    Hildmann will mit dem Team verspieltes Vertrauen zurückgewinnen. „Ich kenne diese Mannschaft sehr gut, ich bin überzeugt von dieser Mannschaft“, versicherte Hildmann, der die meisten FCK-Spiele der jüngsten Vergangenheit live gesehen hat.


    Ob die Lauterer ihr Ziel Wiederaufstieg erreichen trotz des nach 17 von 38 Spielen arg großen Rückstands des aktuellen Tabellenzwölften auf die Liga-Spitze? „Ich weiß, dass die Runde noch verdammt lang ist. Diese Liga ist so ausgeglichen und so stark, dass es bis zum Schluss spannend bleiben wird“, betonte Hildmann. „Die Mannschaft ist in der Lage, an die oberen Ränge ranzukommen“, ergänzte Bader. „Zuerst gilt es aber, an das Jetzt zu denken, Spiele zu gewinnen. Abgerechnet wird am Schluss“, sagte Banf.


    „Ich kenne die Liga gut, ich kenne sehr viele Spieler“, sagte Hildmann. So habe er, damals noch Trainer bei Großaspach, Jan Löhmannsröben, Elias Huth oder Theo Bergmann selbst für die SGS verpflichten wollen. Der FCK hatte im Sommer allerdings die besseren Argumente. Auf Löhmannsröben muss Hildmann indes morgen (14 Uhr) im Heimspiel gegen Würzburg verzichten; der Mittelfeldspieler hat Knieprobleme. Mit Gino Fechner (Rippenprellung) muss ein zweiter Mittelfeldmann passen.


    „Von Freitag auf Samstag werde ich sicher eine schlaflose Nacht haben“, gestand der neue Coach, für den ein Kindheitstraum in Erfüllung geht. „In der Dritten Liga musst du Drittliga-Fußball spielen: Du musst einfach spielen, brauchst eine gute Mentalität, musst laufen, laufen, laufen“, betonte Hildmann, der seinen Spielern einen ganz exakten Plan für die Situationen, die in einer Partie entstehen können, mit auf den Weg geben will. „Ich bin ein Trainer, der versucht, der Mannschaft zumindest drei Systeme an die Hand zu geben, ob 4-2-3-1, 4-4-2 oder 3-5-2, du musst immer in der Lage sein, den Gegner zu überraschen“, meinte Hildmann. „Wir wollen versuchen, am Samstag offensiven Fußball mit der nötigen Grundabsicherung zu bieten.“


    Zu seinem ersten Training gestern Nachmittag wurde der Coach, der mit seiner Familie in Enkenbach lebt, mit Applaus begrüßt, 100 Kiebitze verfolgten die knapp 90-minütige Einheit. Der 46-Jährige war mittendrin, unterbrach die Spielformen häufiger, um seinen Jungs gezielt Hinweise und Kommandos zu geben. „Ein besonderes Gefühl, jetzt als FCK-Trainer hier zu stehen“, sagte Hildmann später. An selber Stelle, auf Trainingsplatz vier, hat er bis vor 18 Jahren für die FCK-Amateure gespielt.


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    Quelle: Die Rheinpfalz




  • DIe Hofpresse fühlt sich genötigt den König zu verteidigen. Sagt alles aus über Baders aktuelles Standing. Ich hoffe ja, dass er sich wieder fängt. Für Liga 3/2 ist er ein ordentlicher SPortvorstand. Und auf der Position brauchen wir nun wirklich Kontinuität.


    Hildmann macht einen symapthischen EIndruck. Aber das hat ja auch nie wer bezweifelt. Hoffe er ist am Ende fachlich auch besser als Frontzeck.

    Der Schlüssel zum Erfolg ist Kameradschaft und der Wille, alles für den anderen zu geben
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  • Zumindest hat er den Spielern gestern im Training Feuer gemacht.Die Passqualitäten haben ihm gar nicht gefallen.Ist schon mal gut dass er das sofort gemerkt hat.Mich würde es interessieren ob die Mannschaft in Zukunft nur einmal am Tag trainiert oder ob es nun intensiver wird.