Beiträge von FCK-Aussenposten

    Jonjic ist zu Erzgebirge Aue gewechselt. Quelle: https://fck.de/de/antonio-jonj…-den-1-fc-kaiserslautern/


    Ich muss ganz ehrlich sagen: Wie mit ihm in den letzten Monaten umgegangen wurde, fand ich persönlich alles andere als fair.


    Damit meine ich nicht mal, dass Schommers ihn letztes Jahr vorerst mal zur U21 geschickt hat. Das kann man als disziplinarische Maßnahme durchaus mal machen und manchmal hilft sowas ja auch durchaus.

    Nur sollte man dem Jungen dann auch nochmal irgendwann eine zweite Chance geben, sich neu anzubieten. Die hat man ihm schlichtweg nicht gewährt, da er in dieser Saison kein einziges Mal bei der U21 im Kader stand. Noch nicht mal in den Testspielen! Sorry, aber das hat für mich dann schon ein Geschmäckle und geht in meinen Augen gar nicht. Von daher verständlich, dass er jetzt gehen wollte.


    Alles Gute im Erzegbirge, Toni!

    Jeff Saibene also. Den hatte ich tatsächlich gar nicht auf meinem Schirm, weil ich auch, trotz dem letztjährigen Posten bei Ingolstadt, eher gedacht habe, dass der nochmal auf eine Chance in der zweiten Liga hofft.


    Wirklich positiv ist, dass er schon mal eine schwierige Situation in Bielefeld gut gemeistert hat. Kann mich noch dran erinnern, dass er die in einer fast aussichtslosen Lage übernommen hat und dann sogar noch den direkten Abstieg vermieden hat, u.A. durch ein 6:0 gegen den damaligen Aufstiegskandidaten Braunschweig. In der nächsten Saison hat er die Bielefelder ja sogar auf Platz 4 geführt, was wahrscheinlich so in der Form auch niemand auf dem Zettel hatte.

    Des Weiteren ist es wohl auch eher von Vorteil, wenn er solche emotionalen und fußballverrückten Umfelder braucht. Zumindest sagen das die Bielefelder auf TM. Da ist er ja hier eigentlich genau richtig.


    Die Aussagen, dier er mal zur dritten Liga getätigt hat, finde ich ehrlich gesagt nicht schlimm. Dass Drittligafußball meist eher einem Hinterhofgebolze gleicht, ist ja nun auch kein Geheimnis mehr. Ich finde es sogar eher positiv, wenn ein Trainer schnell gemerkt hat, dass man da mit Schönheitspreisen alleine nicht sonderlich weit kommt.


    Also dann auch von mir noch: Herzlich Willkommen, Jeff und viel Erfolg!

    Ich glaube, dass hier niemand einem Markus Merk ernsthaft absprechen will, dass er nicht alles versucht, um den FCK in die Spur zu bekommen. Da gehe ich fest von aus, dass er und die übrigen Herren in der Vereinsführung ihr Bestes geben.


    Die Sache hat nur einen Haken: Solange die regionalen Investoren, mit einem speziellen Namen in ihren Reihen, der in der Vergangenheit beim FCK nicht gerade mit Diplomatie geglänzt hat, um es mal vorsichtig auszudrücken, momentan die Einzigen weit und breit sind, die bereit sind, Eigenkapital zu geben, ist der Verein irgendwo ein Stück weit erpressbar. Das ist wahrscheinlich das Hauptproblem, was viele sehen.

    Man muss nämlich auch mal daran erinnern, dass bis jetzt noch kein Vertrag zwischen den Regionalen und dem Verein unterzeichnet wurde. Es hieß ursprünglich mal, dass es bis Ende September durch sein wird. Morgen ist Oktober und offiziell ist noch nichts spruchreif.


    Und wie Ostalb schon richtigerweise schrieb: Dieser Bild-Artikel vor dem München-Spiel spricht Bände. Selbst wenn man so manche Dinge noch als reine Fan-Spekulation abtun kann, aber wenn selbst ein Bernd Schmitt vom SWR, der seit Ewigkeiten nah dran am FCK ist, davon gesprochen hat, dass da in der Trainerfrage wohl auch ein wirtschaftlicher Druck hinterstand, dann kann das alles nicht so weit hergeholt sein.

    Was viele Fans, mich eingeschlossen, aber wohl auch so ärgert ist, dass man Dubai, oder wahrscheinlich auch beliebig irgendwelche anderen Interessenten von außerhalb, als böse und teuflische Macht von außen dargestellt hat, die nur möglichst viel Einfluss will, aber die regionale Seite immer so als selbstlose Wohltätigkeitsorginasation, die nur zum Wohle des Vereins agiert, dargestellt wurde. Spätestens jetzt wird wohl auch dem letzten ein Licht aufgehen, dass JEDER Investor Einfluss auf Entscheidungen will. Egal ob der aus Dubai, Homburg oder Usbekistan kommt.


    An sich ist das ja auch nicht das Problem, nur weil man halt beim FCK, insbesondere mit Bexbach, schon so seine Erfahrungen mit Machteinflüssen von außen hat, bekommt man da halt direkt Bauchschmerzen, wenn bspw. irgendwo wieder ein Bild-Artikel aufploppt.


    Dass da auch in der jetzigen Trainersache nicht alles reibungslos und einstimmig glatt gelaufen ist, merkt man doch alleine schon daran, dass jetzt auf einmal Merk in der Rheinpfalz quasi den Ballbesitzfußball von Schommers kritisiert, obwohl man vor ein paar Wochen, als man so manche Probleme schon hätte erkennen können, scheinbar noch alle hinter der Idee standen. Sorry, aber so eine plötzliche 180-Grad-Drehung wirkt halt nach außen nicht sonderlich souverän.


    Wie gesagt, letztlich haben wohl viele die Befürchtung, dass wieder alles beim Alten bleibt und nur die Namen der Protagonisten sich geändert haben. Klar, würde man hier auf dem Trainerstuhl nach Ewigkeiten endlich mal einen Glücksgriff landen und es ginge dadurch sportlich bergauf, würde das wohl auch viele Wogen vorerst mal glätten.

    Aber nochmal zum Abschluss: Ich habe höchsten Respekt davor, was Merk und Co. sich hier antun. Das ist wahrlich kein Zuckerschlecken und alle Vorstände und Aufsichtsräte haften ja aktuell auch noch seit dem 1.7. persönlich, wenn was schiefgeht, was ja auch beinahe zum Kollektivrücktritt geführt hätte. Somit rechne ich es wirklich allen hoch an, dass sie weitermachen. Das schließt aber nicht aus, dass man durchaus Kritik an der jetzigen Außendarstellung des Vereins üben kann.

    Jo, man kann es natürlich auch komplett übertreiben und direkt von "schlechtmachen" reden, nur weil ein User hofft, dass Schäfer hier nicht sehr lange die Interimslösung geben muss. Das hoffe ich im Übrigen auch, aber vor allem deshalb, weil er eigentlich bei der U19 gebraucht wird. Dass Schäfer aber hier sechs Jahre lang von 2009-2015 in erster Linie Fitness- und Co-Trainer war, ist letztlich nun mal Fakt und zur zweiten Mannschaft kam er auch eher ungeplant, da Fünfstück zum Profitrainer gemacht wurde.


    Amüsant find ich es eher, dass fast überall der Name Friedhelm Funkel fällt. Als ob der sich das hier antut. Außerdem hat er sowieso nach Düsseldorf angekündigt, dass das definitiv seine letzte Station war.

    Ich bin mal gespannt darauf, ob es letztlich einer der oft genannten Namen aus den Medien bzw. Foren wird, oder ob man letztlich, ähnlich wie schon bei Schommers, einen Trainer präsentiert, den niemand so wirklich auf dem Schirm hatte. Aber letztlich ist es irgendwo egal, wer es wird, denn eins steht schon fest: Großartig lange Eingewöhnungszeit kann sich eigentlich keiner erlauben.

    Irgendwie bin ich gerade in einem Zwiespalt: Soll ich mich wirklich noch über diese Aussage von Voigt zur Trainerentlassung wundern oder es einfach nur abtun mit: Im Westen nichts Neues.


    Wahnsinn, da kommt man also nach zwei Spieltagen auf die Idee, eine Analyse vorzunehmen und kommt dann plötzlich zu dem Schluss, dass man auf keinen gemeinsamen Nenner kommt. Aha, und im Sommer war man noch komplett von allem überzeugt oder wie jetzt? Sorry, aber das ist doch mal wieder FCK-Komödienstadl vom Feinsten.

    Es ist halt wirklich schon bezeichnend, dass du, egal wen du in die Vereinsführung setzt, es sich in manchen Dingen einfach absolut nichts ändert. Wie oft will man eigentlich noch in das Fettnäpfchen "mit angeschlagenem Trainer in die neue Saison gehen und dann scheitern" treten, bis da einigen mal ein Licht aufgeht? Aber im Endeffekt ist es eigentlich wie dirtdevil schon passend beschrieben hat: Wenn es im Verein deutlich an sportlicher Expertise hapert, darf man sich darüber eigentlich nicht wundern.


    Notzon ist ja, in meinen Augen auch zurecht, ohnehin schon seit Längerem sehr umstritten, aber ironischerweise ist er als Sportdirektor momentan der Einzige im adminstrativen Bereichs des Vereins, der irgendwas mit den Geschehnissen auf dem Platz zu tun hat und nah dran ist. Nach dem Wagner-Abgang im AR ist ja sonst keiner mehr da, also wer soll da auch fachmännisch kontrollieren, was Notzon und ein Trainer da veranstalten?


    Naja, Boris Schommers wünsche ich alles Gute für die Zukunft und bei uns kann man nur darauf hoffen, dass wir irgendwie mal einen Glücksgriff bei der Trainerfrage tätigen, aber nach all den letzten Jahren bin ich da eher pessimistisch eingestellt.

    Naja....

    Es gibt genügend Beispiele, wo neue Trainer ihre Wunschspieler bekommen haben und damit erfolgreich waren.

    Wenn es nicht funktioniert (wie bei uns) wird es dann als falsche Vorgehensweise dargestellt. Ich kann alles so auslegen, dass es gut oder schlecht ist.

    Ich wiederhole mich:

    Alles fällt und steigt mit dem Erfolg und den Misserfolg.

    Ich habe grundsätzlich nichts dagegen, wenn ein Trainer mal den Wunsch nach einem bestimmten Spieler äußert. Problematisch wird es in meinen Augen erst, wenn hier quasi jeden Sommer der Kader auf links gezogen wird, weil der Trainer ein bestimmtes System spielen lassen will. Klar, wenn Leistungsträger wie Pick und Kühlwetter gehen wollen, kannst du es nicht ändern. Aber Schommers hat ja bspw. auch Bergmann und Thiele wohl aus Systemgründen ziehen lassen.


    Der letzte Trainer, der hier das ausgegebene Saisonziel erreich hat, war Marco Kurz. Das ist fast zehn Jahre her. Danach gabs nicht einen Trainer, der komplett unumstritten in die jeweils neue Saison gestartet ist. Das ist in erster Linie meine Kritik: Man hat oft genug Wunschspieler für Trainer verpflichtet, bei denen man fast schon ahnen konnte, dass nach 5-10 Spieltagen Feierabend ist. Oftmals hat man dann auch noch einen neuen Trainer verpflichtet, dessen Fußballphilosophie eine komplett andere war und der dann mit dem Wunschkader des vorherigen Trainers so seine Probleme hatte. Besonders krass war das ja wohl beim Wechsel von Runjaic zu Fünfstück. Von Ballbesitz- zu Kick-and-Rush-Fußball.


    Zeigt aber letztlich auch die Planlosigkeit, mit der man seit Jahren im Verein agiert. Im Idealfall gibt der Verein die Philosophie vor und sucht dann danach seine Trainer aus. Aber es kann nicht sein, dass man hier immer wieder Trainer mit komplett unterschiedlichen Spielstilen einfach mal machen lässt und immer die Wünsche erfüllt, aber dann im Gegenzug keiner mal nachhaltig abliefert. Das endet dann meist in teuren Missverständnissen und aufgeblähten Kadern. Insofern stimmt schon, was du sagst: Es braucht Erfolg. Aber wenn ein Trainer seine Wunschspieler bekommt, darf man das auch erwarten können.


    Als besonderes Beispiel kann ich hier noch Thomas Schaaf erwähnen. Zur lange erfolgreichen "Werder-Mittelfeldraute", die er als Spielsystem mal eingeführt hat, hat er mal ganz platt gesagt, dass das eigentlich gar nicht geplant war. Man hat sich den Kader angesehen, gedacht, dass die Raute wohl am besten wäre, hat es erfolgreich umgesetzt und von daher war es gut. Aber es war nicht in Stein gemeißelt. Wenn was anderes noch besser gewesen wäre, dann hätte man eben was anderes gespielt.

    Das nenne ich Pragmatismus. Mit dem arbeiten, was eben da ist. Danach müsste man auch mal beim FCK gehen. Wir sind ein Drittligist, der mitten in der Insolvenz hängt, da kann ich als Trainer kein Wunschkonzert erwarten.

    Irgendwie habe ich den Verdacht, dass es da noch um mehr als "nur" um Schommers geht. Sind wir mal ehrlich: Wenn ich einfach nur verkünden will, dass Person XY kein Trainer mehr ist, brauch ich die Meldung nicht auf morgen verlegen. Das ergibt für mich wenig Sinn.


    Ostalb-Devil hat aber auch schon richtigerweise angemerkt: Wir sind noch mitten im Insolvenzverfahren. Da muss man halt im Prinzip auch jeden Schritt mit Gläubigern und Investoren absprechen. Und ich könnte mir auch gut vorstellen, dass vonseiten der Investoren nach der gestrigen Leistung eventuell auch ein paar unangenehme Fragen an die Vereinsführung gestellt wurden. Die werden mit Sicherheit verhindern wollen, dass ihre acht Millionen direkt verbrannt werden und vielleicht auch Mitsprache gefordert haben.


    Naja, man darf durchaus gespannt sein, was da morgen rauskommen wird.

    Es ist schon irgendwie putzig, dass ein Rauswurf von Schommers aus Bexbach gesteuert wird.


    Da fällt mir nur der Spruch ein "Die Geister, die ich rief...". Überraschen sollte das eigentlich niemanden mehr. Selbst wenn Buchholz bei den regionalen Investoren nicht mit Nardi in der ersten Reihe steht, er geistert trotzdem noch immer um den Verein irgendwie rum und hat seine speziellen Kontakte zur Presse.


    Letztlich liegt es aber nicht nur daran, dass Schommers hier so zur Debatte steht. Hätte der Trainer jetzt zu Saisonbeginn geliefert, dann hätten noch zehn Bild-Artikel auftauchen können und es wäre nix passiert. Im Erfolgsfall kann dir halt keiner so schnell ans Bein pinkeln, selbst Onkel Dieter nicht.


    In meinen Augen ist Schommers hier in erster Linie an seiner Sturheit gescheitert. Wie richtiger Drittligafußball geht, hat man ja auch unter ihm letztes Jahr durchaus gesehen. Da meine ich noch nicht mal so sehr diese "4-4-2 oder 4-3-3"-Debatte. Es geht eher um den grundsätzlichen Spielstil. Da hat man erstmal hinten dicht gemacht und super Umschalt-Fußball gespielt. Ergebnis waren 16 Punkte aus 6 Spielen vor Weihnachten. Genau da hätte man weitermachen müssen, denn die Mannschaft hatte sich sichtbar wohlgefühlt in diesem System.

    Stattdessen hat Schommers nach der Winterpause schon direkt sein ballbesitzorientiertes Spiel durchdrücken wollen. Da sah man schon die ersten Probleme, die sich bis heute durchgezogen haben. Insgesamt hat man sich selten Tore "herauskombiniert", weil uns dafür auch irgendwo die individuelle Qualität fehlt. Wir waren auch da eher gefährlich, wenn wir schnell umgeschaltet haben.


    Am Ende ist es mir wirklich auch vollkommen egal, ob ein Trainer einen großen Namen hat oder bisher "nur" in der dritten Liga trainiert hat. Es würde mir schon reichen, wenn man hier pragmatischen Drittligafußball zu sehen bekommt, der die Spieler nicht überfordert. Gestern habe ich nach dem Spiel irgendwo noch nen schönen Kommentar gelesen, der ungefähr so ging: "Erste und zweite Liga sind eher Profi-Boxen mit klaren Regeln und Favoriten. Dritte Liga hingegen ist eine dreckige Hinterhofprügelei, ohne Regeln und mit viel Frust- und Überraschungspotenzial. Da muss man Zähne zeigen, um bestehen zu können."


    Abschließend muss ich auch noch sagen, dass ich es interessant finde, dass Merk nach dem Spiel sagt: "Das, was wir heute gesehen haben, war kein bisschen FCK." Ähm, wenn man sich die letzten Jahre ansieht war das genau der FCK, den man seit einiger Zeit kennt, wenn man das intensiver verfolgt. Seit unserer ersten Saison in dieser Liga hatten wir jetzt unter jedem Trainer so einen Offenbarungseid. 2018 in Haching, 2019 in Meppen und jetzt eben in München. Das kommt halt davon, wenn man immer wieder mit Trainern in eine Saison geht, die ohnehin schon nicht unumstritten sind. Schade, zumindest in der Hinsicht hätte ich mir gewünscht, dass wir unter Merk mal etwas mehr Weitsicht an den Tag legen. Aber scheinbar ist beim FCK sowas nicht möglich.

    Auch dies ist ein Punkt für den ständigen Niedergang des FCK! Es kann nicht sein, dass irgend ein Trainer kommt und erklärt, dass er Systemx spielen läßt und dazu Spieler A, B und C braucht!


    Ein Trainer hat mit dem zu spielen, das vorhanden ist. Und im besten Fall gibt der Verein die Richtung vor!


    Kann ich nur zustimmen. Das ist halt auch so 'ne komische Geschichte beim FCK. Einerseits beklagt man auf Vereinsseite seit Jahren, dass ja kein Geld da ist und die finanzielle Situation generell schwierig ist, aber andererseits darf hier irgendwie jeder neue Trainer immer munter seinen Wunschkader zusammenstellen. Sprich: Spieler aussortieren, die nicht ins "neue" System passen, aber nicht gerade günstig waren und andererseits wieder neue Wunschspieler gegen Ablöse verpflichten.


    Deshalb sage ich auch ganz klar: Gute Trainer passen ihr System dem Kader an und nicht umgekehrt. Vor allem in der dritten Liga braucht es pragmatische Trainer, die sich anpassen können und keinen, der einfach stur seine Linie durchziehen will.

    Sind wir mal ehrlich: Nachdem der Artikel unter der Woche, der aus der bereits bekannten Ecke erschienen ist, der Schommers öffentlich angezählt hatte und bei dem auch Trares als angeblich potenzieller Nachfolger in den Ring geworfen wurde, gab es im Prinzip nur zwei Möglichkeiten, wie die Reaktion darauf ausfällt:


    Variante 1: Entweder man wäre heute nach München gefahren, die Mannschaft hätte 90 Minuten lang mit dem Messer zwischen den Zähnen auf dem Platz gestanden, sich zerrissen, das Ding zur Not auch irgendwie erzwungen, am Ende gewonnen und das klare Signal ausgesendet: "Egal, was geschrieben wird, zwischen Mannschaft und Trainer passt kein Blatt Papier und wir sind von diesem Weg überzeugt!"


    Variante 2: Jo, oder aber man macht den typischen FCK-Move der letzten Jahre, kann dem Druck nicht standhalten, verliert völlig zurecht beim Aufsteiger und Schommers steht jetzt im Prinzip mit ähnlich vielen Argumenten da, wie einst Frontzeck und Hildmann nach ihren Waterloo-Auftritten in Haching und Meppen. Was will man denn jetzt noch groß vorbringen, außer Durchhalteparolen, die eh keiner mehr hören kann und will?


    Jetzt hat man natürlich den Salat und ich glaube auch, dass dieser Bild-Artikel ganz gezielt so kurz vor dem Spiel veröffentlicht wurde. Da wollte wohl irgendjemand einen Charaktertest heraufbeschwören. Den hat man jetzt mit Pauken und Trompeten verloren und selbst wenn die Trainerdebatte ja schon länger irgendwie unterschwellig bei den Fans am laufen war, jetzt nach dem Auftritt wirst du die Welle nicht mehr gestoppt bekommen. Da kann sich Notzon noch zehnmal vor den Trainer stellen, die Messe ist eigentlich gelesen.


    Nichtsdestotrotz kann man jetzt diesen Meltdown auch nicht nur auf die bösen Medien schieben. Sorry, aber wenn du dich als Trainer da vor der Saison hinstellst, selbstbewusst was von Top-Mannschaft faselst, Kapitän Sickinger ins ähnliche Horn bläst, Worte fallen lässt wie: "Wir können eigentlich nur uns selbst schlagen." und dann da ein irgendwie hingewürgter Verbandspokalsieg mitsamt zwei Niederlagen zum Ligaauftakt und 0:4 Toren herauskommt, dann wirkt das halt doch wie blanker Hohn. Und kommt mir ja keiner mit: Ja wir sind noch nicht eingespielt. Unsere letzten beiden Gegner haben 20 Neuzugänge und trotzdem abgeliefert.


    "The same procedure as every year", mehr fällt mir dazu echt nicht mehr ein. Wenn man jetzt Schommers entlässt, dann haste wieder das alljährliche Dilemma: Einen Kader, den man für einen Trainer speziell zusammengestellt hat, der aber dann nach kurzer Zeit schon wieder weg ist und der neue Trainer dann mit dem arbeiten muss, was da ist, auch wenn der vielleicht eine ganz andere Philosophie verfolgt. Man könnte hier echt den Film "Und täglich grüßt das Murmeltier" neu auflegen. :autsch:


    Vielleicht sollte man mal beim DFB anfragen, ob man auch nur 5-Spiele-Verträge für Trainer machen kann. Beim FCK wäre sowas wohl echt langsam mal angebracht.

    Na ganz toll. Ich gebs endgültig auf, in diesem Verein wird sich nie was ändern. Bin ja mal gespannt, wie man das jetzt wieder von Vereinsseite versuchen will schönzureden.


    So langsam kann man diese ganzen Entwicklungen auch unter dem Team Merk nicht mehr als Einzelfälle abtun und die ewige Platte mit dem schwierigen Umfeld fruchtet auch nicht mehr. Zuerst die Geschichte um Wilhelm um Dubai, dann der unsägliche Umgang mit Layenberger und nun zieht sich auch Martin Wagner plötzlich vorzeitig zurück. Sorry, aber das kann doch alles kein Zufall sein. Ich habe ein ganz schlechtes Gefühl bei der Geschichte.


    Allerspätestens jetzt brauchen die mir nix mehr von "An einem Strang ziehen" erzählen. Von dem angetretenen Team sind nach nicht mal einem (!) Jahr im Amt zwei Leute schon wieder Geschichte aufgrund von "Meinungsverschiedenheiten". Jo, aber parallel immer den Fans schön was von Kontinuität und Ruhe predigen. Pure Realsatire beim FCK, so wie man es mittlerweile schon gewohnt ist. :autsch:

    Laut Ticker muss es ja zur Halbzeit schon 5:0 stehen und das Ding wäre früh entschieden gewesen.


    Ich glaube, die Skepsis kommt wohl daher, dass wir eben seit Jahren ein Problem mit der Chancenverwertung haben. Gegen Meisenheim, die offensiv quasi nicht stattgefunden haben, kannst du dir diesen Chancenwucher vielleicht noch erlauben und gewinnst am Ende trotzdem.


    Aber in der Liga sieht das ganz anders aus. Wie oft war es in den letzten Jahren der Fall, dass wir uns vorne schlicht zu dämlich angestellt haben, gefühlt 10 Chancen für ein Tor gebraucht haben und der Gegner gefühlt einmal im Spiel in unserem Strafraum auftaucht, uns so ein Klickertor des Monats reinwurschtelt und so irgendwie die Punkte klaut? Das ist das eigentliche Problem: Fehlende Cleverness. Man wird in der Liga lange nicht so viel Chancen in einem Spiel bekommen und die wenigen, die man bekommt, muss man eiskalt verwerten, wenn man oben mitspielen will.


    Die Chancenverwertung muss man heute eindeutig kritisieren. Da hätten sich die Stürmer locker etwas Selbstvertrauen holen können, aber die Möglichkeit wurde leider vertan. Naja, wenigstens eine Runde weiter und jetzt auf Türkgücü München fokussieren, die ich für eine absolute Wundertüte halte.

    Kleiner Funfact: Meisenheim hat in der letzten Saison unseren Finalgegner Waldalgesheim, gegen den wir uns so extrem schwergetan haben, in der Liga mit 5:1 vom Platz gefegt. Heißt also: Unterschätzen verboten!


    Ich gehe schwer davon aus, dass Hainault, Jensen, Aydin und Gözütok entweder spielen oder zumindest im Kader stehen werden, da sie am Sonntag nicht beim U21-Spiel gegen Emmelshausen dabei waren. Grundsätzlich habe ich auch nix dagegen, wenn man vor allem mal den jungen, quirligen Offensivspielern eine Chance in dem Spiel geben würde, weil gerade die gegen einen wohl mauernden Gegner die Lösung sein könnten.


    Letztlich wäre alles andere als ein Sieg die absolute Totalblamage. Nur von einem hohen und überzeugenden Sieg gehe ich, nach den äußerst dürftigen Darbietungen gegen Morlautern und Waldalgesheim, nicht mehr aus. Schon krass, dass man sowas bei einem Drei-Klassen-Unterschied sagt. Vermutlich wird man sich wieder lange Zeit gegen einen tiefstehenden Gegner schwertun und zum Schluss dann irgendwie ein glanzloses 2:0 hinlegen.

    Wie beschreibt man das heutige Spiel am Besten? Wahrscheinlich mit "The same procedure as every year".


    Sorry, auch ich will hier nicht direkt wieder die Trainerdebatte anheizen, aber wenn man es über eine Halbzeit lang in Überzahl nicht schafft, mal so irgendwas wie Torgefahr zu entwickeln und ein Trainer steht da an der Linie und ändert NICHTS an dem System, sondern zieht es stur durch, dann hat man sich ganz einfach vercoacht.


    Ich bin auch ganz ehrlich: Ich kann dieses komische 4-3-1-2 ohne richte Flügelspieler und vor allem ohne schnelle Stürmer nicht mehr sehen! Da turnen vier, fünf Spieler irgendwo am gegenerischen Sechzehner im Knäuel rum, auf den Flügeln stehen die Außenverteidiger alleine auf dem Posten und am Ende kommen irgendwelche halbgaren Flanken aus dem Halbfeld, die für die Dresdner Abwehr kein Problem waren. Ich glaube, die beiden gegnerischen IV Mai und Knipping lachen sich jetzt noch schlapp darüber, wie einfach das war.


    Der Witz ist ja: Dresden war für meine Begriffe jetzt auch nicht so stark. Diese Niederlage war absolut unnötig aber auch nicht unverdient. Man hat es dem Gegner letztlich zu einfach gemacht. Spätestens nach dem Platzverweis für Will, konnte man den Spielverlauf fast schon vorausahnen: Von der 45-60. Minute wird Dresden noch ein bisschen pressen und dann den Bus parken, weil uns offensiv nix einfällt. Und was ist passiert? Surprise, surprise, genau das. Es kotzt mich einfach an, dass alles so vorraussehbar war!


    Man sollte sich im Trainerteam eingestehen, dass man dieses System nicht mit diesem Spielermaterial spielen kann. Sich mit Drittligakickern durch die Mitte im Barcelona-Tiki-Taka-Style durchkombinieren wollen ist gewagt, um es vorsichtig zu formulieren. Mit einem Unterschiedsspieler und Tempomacher wie Pick, der offensiv alle Freiheiten hat und diese auch nutzt, geht das vielleicht noch. Aber mit dem jetztigen Kader? Sehe ich nicht, so leid es mir tut.

    Gerade wenn man doch eine massive Abwehrreihe vor sich hat, muss man das Spiel doch breit und schnell machen, die Abwehr permanent beschäftigen und Spielwitz reinbringen. Aber mit irgendwelchen lahmen Seitenverlagerungen und Halbfeldflanken bringst du nicht mal Amateurteams ins Schwitzen. Siehe Morlautern und Waldalgesheim. Die Krönung war ja wohl, als Scholz als weiterer Brecher eingwechselt wurde. Nicht falsch verstehen: Dem Jungen mache ich keinen Vorwurf, aber diese Einwechslung war irgendwie auch ein Offenbarungseid.


    Dazu kommt auch, dass man sich wieder ein Standardtor einfängt. Da mein ich noch nicht mal das krumme Ding von Kraus, sondern eher, dass da der Sebastian Mai ganz ruhig in den Fünfer traben kann und keine Sau in der Abwehr interessiert es. Das dann gepaart mit unseren unterirdischen Standards in der Offensive und man fühlt sich wieder in der Zeitschleife gefangen. Einfach nur ernüchternd.


    Nee, also diese kollektive Ideenlosigkeit gegen zehn Mann war schon erschreckend und wenn ich sehe, wie Schommers einfach stur sein System durchziehen will, egal ob es situationsbedingt gut ist oder nicht, lässt mich nicht gerade optimistisch auf die nächsten Spiele blicken. Es müssen ganz schnell Antworten gefunden werden, sonst wird der komplette Saisonauftakt wieder bitter werden!

    Oh man, echt ärgerlich, dass man sich nach der enormen Leistungssteigerung nicht belohnt hat.


    Man darf aber nicht vergessen, dass die erste Halbzeit bzw. die ersten 55 Minuten von uns absolut indiskutabel waren. Da hat eigentlich nichts gestimmt. Ich denke auch, dass dieser frühe Rückstand uns komplett aus der Bahn geworfen hat. Wahrscheinlich wollte man erst mal hinten lange die Null halten, aber das Konzept hatte sich ja dann wohl schnell erledigt.

    Dieser Larifari-Rückpass von Hlousek darf so auch einfach nicht passieren. Erst recht nicht einem so erfahrenen Spieler. Da fühlte man sich auch direkt an die letzten Jahre erinnert: Mal wieder ein absolut unnötiger individueller Fehler in der Abwehr, der zu einem Gegentor führt. Danach bekamen wir offensiv echt gar nix auf die Kette und hatten unterm Strich eigentlich auch Glück, dass wir zur Pause nur 0:1 zurückliegen.


    Dann so ab der 55.Minute wurde es so langsam mal besser und wie habe ich so oft schon gesagt: Wenn aus dem Spiel nicht viel geht, müssen es die Standards richten. Da haben Hlousek und Kraus das Ding regelrecht reingezwungen. Gut so! Dass es dann ab dem Zeitpunkt ein ganz anderes Spiel wird, hätte ich so aber auch nicht gedacht. Die Einwechslungen von Skarlatidis und Pourié brachten so richtig Leben in die Bude. Gerade Letzterer hat Lust auf mehr gemacht. Von Regensburg kam eigentlich nix mehr, bis auf den Schuss in der 87.Minute, den Spahic gut pariert hat.


    Mehr als ärgerlich war, dass das eigentlich reguläre 2:1 von Kraus nicht gegeben wurde. Meiner Meinung nach war der Platzverweis auf Regensburger Seite aber auch viel zu hart. Generell war das heute 'ne komische Schiri-Leistung. Da war keine klare Linie drin. Noch ärgerlicher wurde es, als Pourié das Ding in der 100. Minute nicht reinmacht. Da muss man auch einen kleinen Kritikpunkt anmerken: Unsere Chancenverwertung im Spiel. Es wird auch Ligaspiele geben, in denen wir nicht viele Chancen bekommen werden, aber die muss man dann effektiv nutzen. Hoffentlich verbessert man sich da noch.


    Dass man letztlich das Elfmeterschießen verliert, ist natürlich sehr bitter, aber letztlich ist das irgendwo auch reine Glücks- und Nervensache, wenn man schon 120 Minuten in den Knochen hat. Da mach ich keinem einen Vorwurf.


    Fazit: Die Leistung ab der 55. Minute macht durchaus Hoffnung. Da war man giftig, hat den Kampf angenommen und die ganze Mannschaft hat im Prinzip eine deutliche Leistungssteigerung hingelegt. Aber wie gesagt, die Schläfrig- und Behäbigkeit in der ersten Halbzeit, und insbesondere die verpennte Anfangsphase, sollte gegen Dresden so nicht nochmal passieren. Mal sehen, wie wir uns am Freitag präsentieren werden.

    Ich erinnere mich noch daran, als er in der zweiten Liga gegen Köln in der Nachspielzeit den Siegtreffer für Paderborn erzielt hat. Marke Tor des Monats.


    Positionstechnisch weiß ich nur nicht so recht, wie man ihn einzuordnen hat. Eine Mischung aus offensivem Mittelfeldspieler und Stürmer trifft es wohl am Besten, wobei er bei Paderborn auch auf der Acht gespielt hat. Er wäre aber wohl endlich mal ein Spieler, der auch aus dem Mittelfeld heraus Torgefahr erzeugen kann, denn daran hapert es bei uns eigentlich schon seit längerem.

    Zum Zeitpunkt, als der FCK die Insolvenz angemeldet bzw. die Öffentlichkeit informiert hat, hatte man gerade mal 7 Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Wären zu dem Zeitpunkt also die üblichen 9-Punkte-Abzug fällig geworden, wäre man wieder mitten im Abstiegskampf gelandet. Die Situation wäre plötzlich eine ganz andere geworden und keiner weiß, ob man unter diesem Druck dann auch so locker den Klassenerhalt geschafft hätte. Wenn ich mir die FCK-Teams der letzten Jahre ansehe und wie sie mit Drucksituationen umgegangen sind, habe ich da so meine Zweifel. Aber gut, das ist letztlich alles Spekulation.


    Dass die Konkurrenz sich jetzt natürlich auskotzt, war irgendwo klar. Vor allem sind wir jetzt wohl die Buhmänner, weil wir tatsächlich die Einzigen sind, die aufgrund von Corona diesen Schritt gemacht haben. Ich würde mal behaupten, dass man auch beim DFB damit gerechnet hatte, dass noch mehr Vereine den Gang zum Amtsgericht machen werden, denn sonst hätte man wohl kaum diese Sonderregelungen eingeführt.


    Letztlich zeigt es aber auch nochmal wunderbar, wie hier unter Banf, Bader und Klatt gewirtschaftet wurde, wenn man jetzt die ausstehenden Zahlungen an Jena und Großaspach sieht. Man hat mit geliehenem Geld alles auf eine Karte gesetzt, sich verzockt und die Nachfolger müssen versuchen es wieder halbwegs zu richten. Auch irgendwie nix neues beim FCK.


    Was ich ganz klar sagen muss: Ich kann den Unmut von Teilen der Konkurrenz durchaus verstehen. Nur zwei Dinge muss man auch bedenken. Erstens: Alle Transfers, die der FCK tätigt, sind vom Gläubigerausschuss abgesegnet. Da passiert nix ohne deren Zustimmung, solange das Verfahren läuft. Und zweitens: Jeder andere Klub hätte die Situation auch ausgenutzt, wenn ihnen das Wasser bis zum Hals gestanden hätte. Wenn es um den eigenen Vorteil geht, wird im Profifußball mit allen Mitteln gearbeitet.

    Ich erinnere in dem Zusammenhang nur mal an die monatelange Debatte um die Fortsetzung der dritten Liga. Da gab es eine ganze Menge Vereine, die ganz vorn dabei waren, als es ums Thema Abbruch ging, um teils den Aufstieg und Klassenerhalt am grünen Tisch zu sichern. Also gilt hier auch mal ganz dezent: Erst mal vor der eigenen Haustür kehren.


    Naja gut, letztlich gibt es jetzt wohl eh nur noch die eine Chance für den FCK: Endlich sportlich liefern oder es ist halt nächsten Sommer wohl endgültig Feierabend. Zumindest sehe ich das so.

    Rein vom Zeitpunkt her fand ich es doch überraschend, dass er jetzt doch noch geht. Grundsätzlich finde ich es aber richtig.


    Die Konkurrenz im offensiven Mittelfeld wäre ohnehin schon heftig gewesen und Schommers scheint ja auch bereits ein Auge auf Anil Aydin aus der U21 geworfen zu haben, welcher ja auch im Trainigslager der Profis dabei war. Als Stammspieler hätte ich Starke ohnehin nicht gesehen und wenn er unbedingt dauerhaft mehr Spielzeit will, dann ist ein Wechsel einfach das Beste für alle Beteiligten.


    Alles Gute in Zwickau, Manni! Und danke nochmal für dein Elfmetertor gegen Mainz!