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    Diskussionsthema zum Artikel: FCK-Insights: Zu wenig offensive Durchschlagskraft


    FCK-Insights: Zu wenig offensive Durchschlagskraft

    Fünf Minuten Unachtsamkeit genügten, um sich um den gerechten Lohn zu bringen. Aber auch in der Offensive ist noch Luft nach oben. Das zeigen auch die Statistiken des Spiels.


    Drei Punkte und vier Tabellenplätze trennten den 1. FC Kaiserslautern vor dem Heimspiel gegen die SV Elversberg. Das Spiel versprach einiges, schließlich stehen beide Mannschaften im oberen Tabellendrittel. Und der fast ausverkaufte Betzenberg wurde in seinen Erwartungen nicht enttäuscht. Die Saarländer lieferten den Roten Teufeln einen leidenschaftlichen Kampf in einem insgesamt ausgeglichenen Spiel, in dem es die Lautrer in ihrer besten Phase verpassten, das 2:0 nachzulegen. Am Ende stand ein verdientes, aber etwas ärgerliches Unentschieden gegen einen Mitkonkurrenten um den Aufstieg.


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    Ein Spiel der guten Abwehrreihen


    Zwar hatten die Roten Teufel mit 48 Prozent Ballbesitz (bundesliga.de) etwas weniger Spielanteile als die Gäste, dennoch hatte man über weite Strecken den Eindruck, dass die Pfälzer das Spiel kontrollierten. Das Team von Horst Steffen, das in der Vorwoche beim 4:0-Sieg gegen Hertha für Furore gesorgt hatte und vor allem offensiv glänzte, kam am Ende nur zu zwei Großchancen (fotmob.com). Das zeigt, dass die Lautrer defensiv gut standen. Aber auch der Gegner in Weiß war defensiv schwer zu knacken, am Ende des Spiels kamen die Pfälzer sogar nur zu einer Großchance (fotmob.com), wobei diese vergebene Riesenchance von Daniel Hanslik, der den Ball wenige Meter vor dem Tor freistehend an die Latte schoss, fast schon eine eigene Kategorie verdient.


    Aufgrund der beiden sehr kompakten Defensivreihen war es an diesem Abend umso wichtiger, vor allem die richtige Intensität an den Tag zu legen. Und genau das konnte der FCK in dieser Saison nicht immer zeigen, so wurden nach Niederlagen immer wieder Laufleistung, Kondition und Einsatzbereitschaft kritisiert. Gegen die Elv lieferten die Roten Teufel über 96 Minuten einen intensiven Kampf, in dem der FCK zwar bei der Laufleistung (113,4 km vs. 114 km, bundesliga.de) und der Anzahl der Sprints (214 vs. 243, bundesliga.de) leichte Nachteile hatte, dafür aber bei der Anzahl der gewonnenen Zweikämpfe (110 vs. 100, bundesliga.de) die Nase vorn hatte. Bei den xGoals gab es leichte Vorteile für Elversberg: 1,11 zu 1,7 (bundesliga.de) unterstreichen jedoch den Eindruck einer letztlich verdienten Punkteteilung.

    Das zurückgewonnene Selbstvertrauen


    Nach seinem Doppelpack gegen Regensburg hofften die Fans, dass der viel zitierte Knoten bei Torjäger Ragnar Ache geplatzt ist. Und es scheint so. Denn es ist fraglich, ob sich der 26-Jährige seinen herrlichen Schlenzer zur 1:0-Führung nach Vorarbeit von Daniel Hanslik in seinem kleinen Formtief der vergangenen Spiele zugetraut hätte. Ache zeigte, warum er zu den Topspielern der Liga zählt. Denn in einem Spiel, in dem sich die Hausherren schwer taten, ihren Mittelstürmer wirklich in Szene zu setzen, machte er genau das, was einen guten Stürmer auszeichnet: Er nutzte die erste Chance, die sich ihm bot, und brachte sein Team in Führung. Sein Traumtor mit einer Torwahrscheinlichkeit von 9 Prozent (bundesliga.de) zeigt, dass der Deutsch-Ghanaer wieder mächtig Selbstvertrauen hat. Und auch wenn Ache mit 32 Ballaktionen (sofascore.com) aufgrund der guten Defensivleistung der Gäste nicht allzu oft ins Spiel der Lautrer eingebunden wurde, strahlte RA9 stets Torgefahr aus. Jederzeit wirkt es, als könne der Torjäger auch aus dem Nichts treffen. In dieser Verfassung kann Lauterns Nummer 9 zu einem ganz wichtigen Faktor im engen Aufstiegskampf werden.

    Der perfekte Sechser


    Im Spiel gegen Elversberg stach vor allem ein Lautrer sichtbar heraus: Leihspieler Tim Breithaupt. Die Nummer 16 zeigte eine unglaublich engagierte und gute Leistung und bewies damit, warum es für die sportlichen Verantwortlichen wichtig war, den defensiven Mittelfeldspieler vom FC Augsburg kurz vor Transferschluss zu verpflichten. Breithaupt lief mit insgesamt 11,7 Kilometern (bundesliga.de) die längste Strecke aller Spieler und gewann starke 14 Zweikämpfe (bundesliga.de), womit er zusammen mit dem Elversberger Petkov die meisten Zweikämpfe aller Spieler gewann. Zudem hatte der 23-Jährige mit 57 Ballkontakten (sofascore.com) die meisten Ballkontakte im FCK-Mittelfeld und agierte neben seiner starken Leistung gegen den Ball auch als Taktgeber im Aufbauspiel der Pfälzer. Mit dieser bärenstarken Leistung hat das ehemalige KSC-Talent einmal mehr seine Bedeutung für die Mannschaft unter Beweis gestellt und eine Leistung geboten, für die man kaum genug lobende Worte finden kann.


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    Weitere Statistiken:

    Pässe: 389 vs. 378

    Passquote: 73% vs. 77%

    Torschüsse: 12 vs. 13

    Flanken: 13 vs. 4

    Zweikampfquote: 54% vs. 46%

    Gute Leistung mit Schönheitsfehlern


    Anfangs Team zeigte, dass es sich gegen einen kompakt verteidigenden Gegner schwer tat, Chancen herauszuspielen. Bis auf eine hundertprozentige Torchance von Hanslik und einen weiteren Distanzschuss kamen die Pfälzer kaum zu gefährlichen Torchancen. Zudem muss das Trainerteam den Gegentreffer vom Freitagabend genau analysieren, denn durch Abstimmungsprobleme nach einem langen Ball kassierte man trotz einer guten Phase der Elversberger gewissermaßen aus dem Nichts den Ausgleich und brachte sich damit um den Lohn einer ansonsten starken Defensivleistung. Dennoch ist die defensive Stabilität des FCK erneut positiv hervorzuheben. Die SV Elversberg hat mit Asllani und Damar zwei Ausnahmekönner der Liga in ihren Reihen, die bis auf zwei Torchancen kaum in Erscheinung traten. Diese Abwehrstärke werden die Pfälzer auch in den verbleibenden neun Spieltagen benötigen, um sich in den engen Duellen gegen die Konkurrenz durchsetzen zu können. Ein weiterer Ansatzpunkt für die Trainingswoche könnten einmal mehr die offensiven Standardsituationen sein, denn sämtliche Freistöße sowie die sieben Ecken (kicker.de) brachten keinerlei Gefahr. Über die Ausführung von Standards müssen sich die Verantwortlichen ohnehin Gedanken machen, denn mit Marlon Ritter fehlt in Paderborn einer der Standardschützen gelbgesperrt.


    Mit dem Punktgewinn gegen starke Elversberger erhöht der 1. FC Kaiserslautern den Druck auf die Konkurrenz und holt einen wichtigen Punkt, denn in der unglaublich engen Liga kann am Ende jeder Zähler entscheidend sein. Auch wenn man vor allem zu Hause gerne dreifach gepunktet hätte, kann die Mannschaft von Markus Anfang mit der eigenen Leistung zufrieden sein - schließlich blieben die Elversberger in den letzten vier Auswärtsspielen ohne Gegentor. Diese Schwächen, aber auch die zweifellos vorhandenen und letztlich überwiegenden positiven Aspekte des Auftritts gegen die Saarländer gilt es nun für das Trainerteam richtig einzuordnen und aufzuarbeiten, um gegen Paderborn dreifach punkten und ein Ausrufezeichen im Aufstiegskampf setzen zu können.


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Diskussionsthema zum Artikel: Tollhaus Betze: Schneechaos, Brandon Borrello & 7 irre Tore


    Tollhaus Betze: Schneechaos, Brandon Borrello & 7 irre Tore

    Das 4:3 gegen Union Berlin aus dem Jahr 2018 ging in die Geschichtsbücher ein. Auf dem Betze spielte sich ein heftiges Schneegestöber ab, das seinesgleichen sucht. Ein legendärer Rückblick.


    Es war ein Freitagabend, als sich auf dem Betzenberg mit dem 1. FC Kaiserslautern und Union Berlin zwei Mannschaften mit völlig unterschiedlichen Gemütslagen gegenüberstanden. Der viermalige Meister aus der Pfalz erwartete am 25. Spieltag der 2. Bundesliga-Saison 2017/18 mit dem Hauptstadtclub eine echte Herausforderung. Immerhin hatten die Eisernen mit 34 Punkten aus 25 Spielen noch Chancen im Kampf um die Aufstiegsplätze, während die Lautrer nach einer wahren Seuchensaison mit nur 24 Zählern und fünf Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz in einer denkbar schlechten Situation waren. Auf dem Papier sah alles nach einer klaren Angelegenheit aus. Doch dann kam alles anders.


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    Bei frostigen Temperaturen sollten die Fans der Roten Teufel schnell auf Betriebstemperatur kommen. Denn auf dem Platz sollte sich ein wahres Spektakel abspielen. Sieben Tore, darunter ein Traumtor von Brandon Borrello, das den Titel Tor des Monats verdient hätte, drei verspielte Führungen, ein Eigentor und ein eiskalter Elfmeter sorgten für ein spektakuläres und nervenaufreibendes Duell, das der FCK mit 4:3 für sich entschied.

    Der unaufhaltsame Borrello


    Schon vor dem Anpfiff musste Union Berlin den ersten Rückschlag hinnehmen. Top-Torjäger und Schlüsselspieler Sebastian Polter, der im Hinspiel gegen den FCK drei Treffer erzielt hatte, verletzte sich beim Aufwärmen auf dem schneebedeckten Rasen des Fritz-Walter-Stadions und konnte nicht wie geplant in der Startelf von Union-Trainer André Hofschneider stehen. Wenige Augenblicke später mussten die Berliner dann bereits den nächsten Rückschlag hinnehmen. Es läuft die sechste Spielminute: Innenverteidiger Stipe Vucur schlägt einen Ball weit nach vorne, Stürmer Sebastian Andersson lässt den Ball mit der Brust in den Lauf seines Mitspielers Brandon Borrello abtropfen, der den Ball annimmt, einmal aufspringen lässt und ihn dann sehenswert aus rund 30 Metern volley an die Unterkante der Latte knallt, bevor der Ball hinter der Linie im Tor von Daniel Mesenhöler landet. Ein schier unglaublicher Treffer des Australiers.


    Genau eine halbe Stunde später folgte der erste Rückschlag für die Männer in Rot. Sebastian Andersson köpfte den Ball nach einem Freistoß mustergültig ins Tor - dumm nur, dass es das Tor von FCK-Keeper Marius Müller war, der aus kurzer Distanz chancenlos war. Ausgerechnet Andersson, mag sich heute der eine oder andere denken, schließlich verließ der Schwede den FCK nach dem Abstieg in die 3. Liga und wechselte zum 1. FC Union Berlin, wo er in insgesamt 74 Pflichtspielen 26 Tore erzielte und 10 weitere vorbereitete.


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    Cold as Ice: Moritz bleibt cool


    Der verdiente Ausgleich der Berliner sollte jedoch nicht lange Bestand haben, denn nur fünf Minuten später stand der Torjäger der Lautrer erneut im Mittelpunkt. Nach einer mustergültigen Flanke des an diesem Abend nicht zu stoppenden Borrello stand Andersson im gegnerischen Strafraum völlig frei und köpfte zur erneuten Führung für den Tabellenletzten ein. Sein Treffer zum 2:1 sollte zugleich der letzte Höhepunkt einer ereignisreichen ersten Hälfte sein, der eine mindestens ebenso spektakuläre zweite Halbzeit folgen sollte.


    Mit viel Wut im Bauch kam der Favorit aus Berlin aus der Halbzeitpause, ein abgefälschter Distanzschuss von Prömel landete vor den Füßen von Steven Skrzybski, der nach 51 Minuten den erneuten Ausgleich für die Berliner erzielte. Ein denkbar unglücklicher Start in die zweite Halbzeit für den FCK. Doch der ließ sich nicht beirren, suchte weiter den Weg nach vorne und bekam in der 66. Spielminute einen Elfmeter zugesprochen, den - wie sollte es auch anders sein - der überragende Brandon Borello herausholte. Kapitän Christoph Moritz ließ sich diese Chance aus elf Metern nicht entgehen und verwandelte den Strafstoß mit einem flachen Panenka eiskalt zum 3:2. Eigentlich ein völlig verrückter Elfmeter, wenn man bedenkt, in welcher sportlichen Situation sich die Pfälzer befanden und welche Reaktionen ein solcher Fehlschuss ausgelöst hätte. Aber irgendwie passte die Ausführung zu diesem Spektakel und wurde zu einem der vielen denkwürdigen Momente des Abends.

    Die Comeback-Könige vom Betzenberg


    Wer glaubte, das Spiel würde sich nach dem dritten Lautrer-Treffer beruhigen, sah sich getäuscht. Union glich in der 81. Minute durch Skrzybski zum dritten Mal aus und alles deutete auf eine Punkteteilung hin. Doch der fußballerische Wahnsinn war an diesem Abend noch nicht vorbei. In der 86. Spielminute sollte die Dramatik ihren Höhepunkt erreichen. Union-Torhüter Mesenhöler leistet sich einen kapitalen Fehler, spielt den Ball völlig unbedrängt in die Füße von Philipp Mwene, der schnell schaltet und vollendet eiskalt durch die Beine des Torhüters zum 4:3 für die Roten Teufel. Was folgt, sind Jubelszenen vor der Westkurve und unbändiger Jubel, der klingt, als wäre das Stadion restlos ausverkauft.


    Eine Woche nach der bitteren Niederlage gegen Aue keimte der Glaube, die abstiegsbedrohten Lautrer könnten den ersten Absturz in die Drittklassigkeit doch noch verhindern. Das gelang den Pfälzern bekanntlich nicht, dennoch dürfte das Heimspiel gegen Union Berlin als eines der verrücktesten Spiele in die Geschichte des Betzenbergs eingehen.


    1. FC Kaiserslautern - 1.FC Union Berlin (4:3)


    FCK: Müller - Kessel, Correia, Vucur, Guwara - Mwene, Seufert, Moritz, Borrello ('85 Jenssen) - Andersson ('76 Spalvis), Osawe ('89 Ziegler)

    Trainer: Michael Frontzeck


    FCU: Mesenhöler- Trimmel, Friedrich, Torrejon, Parensen ('63 Leistner), Pedersen- Kroos , Prömel, Hedlund ('46 Daube)- Skrzybski, Hosiner

    Trainer: André Hofschneider


    Tore: 1:0 Borello (6.), 1:1 Andersson (ET, 36.), 2:1 Andersson (41.), 2:2 Skrzybski (51.), 3:2 Moritz (66.), 3:3 Skrzybski ( 81.), 4:3 Mwene (86.)

    Zuschauer: 20.087

    Diskussionsthema zum Artikel: FCK-Insights: Abgezockte Teufel schlagen eiskalt zu


    FCK-Insights: Abgezockte Teufel schlagen eiskalt zu

    Der 1. FC Kaiserslautern erkämpft sich drei Punkte gegen Schlusslicht Regensburg - mit einer ordentlichen Leistung, aber auch sichtbaren Schwächen. Das zeigen auch die Statistiken des Spiels.


    24 Punkte und 15 Tabellenplätze trennten den 1. FC Kaiserslautern vor dem Heimspiel gegen Regensburg von den Gästen. Doch auf dem Platz war von diesem Abstand nichts zu spüren. Der Jahn lieferte den Roten Teufeln einen leidenschaftlichen Kampf in einem über weite Strecken ausgeglichenen Spiel, das die Lautrer vor allem dank einer bärenstarken siebenminütigen Phase zu Beginn der zweiten Halbzeit für sich entscheiden konnten. Am Ende stand ein verdienter, aber in der Höhe etwas schmeichelhafter Heimsieg für den 1. FC Kaiserslautern.


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    Starke Abwehr - starker Torhüter


    Zwar hatten die Roten Teufel mit 53 Prozent Ballbesitz (bundesliga.de) nur geringfügig mehr Spielanteile als die Gäste, dennoch hatte man über weite Strecken das Gefühl, dass die Mannschaft von Markus Anfang das Spiel kontrollierte. Das lag zum einen an der insgesamt guten Defensivleistung der Pfälzer, die keine einzige Großchance des Aufsteigers zuließ (fotmob.com), zum anderen daran, dass Torhüter Julian Krahl einmal mehr einen Sahnetag erwischte und mit insgesamt fünf Paraden (sofascore.com) dafür sorgte, dass keine der aussichtsreichen Chancen des Tabellenletzten zu einem Torerfolg führte.


    Die Lautrer hingegen verzeichneten insgesamt zwei Großchancen (fotmob.com), was zeigt, dass die Elf von Markus Anfang im letzten Drittel etwas zielstrebiger agierte als der Jahn. Aber auch die Gäste aus Bayern konnten sich oft auf einen starken Torhüter verlassen, der am Ende zwar dreimal hinter sich greifen musste, aber dennoch auf starke acht Paraden kam (sofascore.com) und vor allem in der ersten Halbzeit immer wieder stark parierte. Beide Mannschaften lieferten sich über 95 Minuten einen intensiven Kampf, in dem der FCK Vorteile bei der Laufleistung (116,4 km vs. 116,2 km, bundesliga.de) und der Anzahl gewonnener Zweikämpfe (129 vs. 109, bundesliga.de) hatte, während Regensburg bei der Anzahl der Sprints (233 vs. 252, bundesliga.de) die Nase vorn hatte. Bei den so genannten xGoals gab es hingegen klare Vorteile für die Männer in Rot. 2,31 zu 1,23 (bundesliga.de) unterstreichen den Eindruck, dass der FCK am Ende einen verdienten Heimsieg einfahren konnte.

    Ache entdeckt Torriecher wieder


    Nach den enttäuschenden letzten Wochen wusste beim Heimsieg gegen den Jahn vor allem ein Spieler wieder zu überzeugen: Torjäger Ragnar Ache. Der 26-Jährige schien seine persönliche Durststrecke mit aller Macht beenden zu wollen und so war es nicht verwunderlich, dass er kurz nach der Pause den wichtigen Führungstreffer erzielte. Ache gab fünf Torschüsse ab und gewann mit 20 die zweitmeisten Zweikämpfe aller Spieler nach Tim Breithaupt (24, bundesliga.de). Nach dem erlösenden Treffer zum 1:0 schien der Mittelstürmer endlich sein altes Selbstvertrauen und die Unbeschwertheit wiedergefunden zu haben, was er mit einem 112,92 km/h (bundesliga.de) schnellen Distanzschuss zum 3:0 unter Beweis stellte. Der zuletzt in die Kritik geratene ehemalige Junioren-Nationalspieler wirkte nach seinem geplatzten Wechsel nach Italien und den glücklosen Auftritten in der bisherigen Rückrunde erstmals wieder voll fokussiert und könnte mit dem wiedergewonnenen Selbstvertrauen zu einem Schlüsselspieler im Kampf um den Aufstieg werden.

    Der unermüdliche Hanslik


    Nachdem Offensiv-Allrounder Daniel Hanslik zuletzt drei Spiele in Folge zunächst auf der Bank Platz nehmen musste, durfte die Nummer 19 der Lautrer wieder von Beginn an ran und sollte den Ausfall von Daisuke Yokota kompensieren. Und die Entscheidung, den 28-Jährigen aufzustellen, erwies sich als goldrichtig. Hanslik zeigte wie so oft einen unglaublich leidenschaftlichen Einsatz, lief mit insgesamt 12,1 Kilometern (bundesliga.de) die längste Strecke aller Spieler und belohnte sich mit der Vorlage zum 3:0 für seine gute Leistung. Zudem wurde die Nummer 19 mit 16 Pressingsituationen am häufigsten von den Regensburgern bedrängt, konnte sich aber aus fast allen Situationen befreien (bundesliga.de). Mit dieser bärenstarken Leistung hat der gebürtige Bad Hersfelder einmal mehr seine Bedeutung für die Mannschaft unter Beweis gestellt und dürfte sich auch für das kommende Spiel gegen Elversberg einen Platz in der Startelf gesichert haben.


    Weitere Statistiken:

    Pässe: 402 vs. 327

    Passquote: 78% vs. 74%

    Torschüsse: 18 vs. 17

    Flanken: 16 vs. 26

    Zweikämpfe: 53% vs. 47%

    Souveräner Sieg mit Luft nach oben


    Mit einem verdienten 3:0-Sieg gegen den SSV Jahn Regensburg hat der 1. FC Kaiserslautern die Konkurrenz unter Druck gesetzt und sich vorerst in der Spitzengruppe der Zweiten Liga festgesetzt. Mit dem Heimspiel gegen Elversberg steht der FCK nun vor einem wichtigen Duell gegen einen Tabellennachbarn. Um gegen die SVE zu punkten, müssen sich die Männer in Rot allerdings steigern..


    So zeigte Anfangs Team Schwächen im Spiel gegen den Ball, gerade nach dem Doppelschlag zum 2:0 ließen sich die Lautrer viel zu sehr in die Defensive drängen und hatten Glück, dass den Gästen wenig einfiel. Andere Gegner hätten diese Passivität und die daraus resultierenden Chancen sicher besser genutzt. Zudem ließen die Außenverteidiger mit 26 geschlagenen Flanken (kicker.de) deutlich zu viele potenzielle Abschlussmöglichkeiten zu. Positiv hervorzuheben ist die unglaubliche Effizienz, die der FCK vor allem in der zweiten Halbzeit an den Tag legte. Diese Qualität werden die Pfälzer auch in den verbleibenden zehn Spieltagen benötigen, um sich in den engen Duellen der zweiten Liga durchsetzen zu können. Dabei könnte auch das Trainieren von offensiven Standards helfen, denn wie schon gegen Hannover und den HSV strahlten die Lautrer bei eigenen Standards kaum Torgefahr aus. Diese Schwächen, aber auch die zweifellos vorhandenen positiven Aspekte des Auftritts gegen Regensburg gilt es für das Trainerteam nun richtig einzuordnen und aufzuarbeiten, um gegen Elversberg wieder dreifach punkten zu können.


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Diskussionsthema zum Artikel: FCK-Insights: Abgezockte Teufel schlagen eiskalt zu


    FCK-Insights: Abgezockte Teufel schlagen eiskalt zu

    Der 1. FC Kaiserslautern erkämpft sich drei Punkte gegen Schlusslicht Regensburg - mit einer ordentlichen Leistung, aber auch sichtbaren Schwächen. Das zeigen auch die Statistiken des Spiels.


    24 Punkte und 15 Tabellenplätze trennten den 1. FC Kaiserslautern vor dem Heimspiel gegen Regensburg von den Gästen. Doch auf dem Platz war von diesem Abstand nichts zu spüren. Der Jahn lieferte den Roten Teufeln einen leidenschaftlichen Kampf in einem über weite Strecken ausgeglichenen Spiel, das die Lautrer vor allem dank einer bärenstarken siebenminütigen Phase zu Beginn der zweiten Halbzeit für sich entscheiden konnten. Am Ende stand ein verdienter, aber in der Höhe etwas schmeichelhafter Heimsieg für den 1. FC Kaiserslautern.


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    Starke Abwehr - starker Torhüter


    Zwar hatten die Roten Teufel mit 53 Prozent Ballbesitz (bundesliga.de) nur geringfügig mehr Spielanteile als die Gäste, dennoch hatte man über weite Strecken das Gefühl, dass die Mannschaft von Markus Anfang das Spiel kontrollierte. Das lag zum einen an der insgesamt guten Defensivleistung der Pfälzer, die keine einzige Großchance des Aufsteigers zuließ (fotmob.com), zum anderen daran, dass Torhüter Julian Krahl einmal mehr einen Sahnetag erwischte und mit insgesamt fünf Paraden (sofascore.com) dafür sorgte, dass keine der aussichtsreichen Chancen des Tabellenletzten zu einem Torerfolg führte.


    Die Lautrer hingegen verzeichneten insgesamt zwei Großchancen (fotmob.com), was zeigt, dass die Elf von Markus Anfang im letzten Drittel etwas zielstrebiger agierte als der Jahn. Aber auch die Gäste aus Bayern konnten sich oft auf einen starken Torhüter verlassen, der am Ende zwar dreimal hinter sich greifen musste, aber dennoch auf starke acht Paraden kam (sofascore.com) und vor allem in der ersten Halbzeit immer wieder stark parierte. Beide Mannschaften lieferten sich über 95 Minuten einen intensiven Kampf, in dem der FCK Vorteile bei der Laufleistung (116,4 km vs. 116,2 km, bundesliga.de) und der Anzahl gewonnener Zweikämpfe (129 vs. 109, bundesliga.de) hatte, während Regensburg bei der Anzahl der Sprints (233 vs. 252, bundesliga.de) die Nase vorn hatte. Bei den so genannten xGoals gab es hingegen klare Vorteile für die Männer in Rot. 2,31 zu 2,29 (bundesliga.de) unterstreichen den Eindruck, dass der FCK am Ende einen verdienten Heimsieg einfahren konnte.

    Ache entdeckt Torriecher wieder


    Nach den enttäuschenden letzten Wochen wusste beim Heimsieg gegen den Jahn vor allem ein Spieler wieder zu überzeugen: Torjäger Ragnar Ache. Der 26-Jährige schien seine persönliche Durststrecke mit aller Macht beenden zu wollen und so war es nicht verwunderlich, dass er kurz nach der Pause den wichtigen Führungstreffer erzielte. Ache gab fünf Torschüsse ab und gewann mit 20 die zweitmeisten Zweikämpfe aller Spieler nach Tim Breithaupt (24, bundesliga.de). Nach dem erlösenden Treffer zum 1:0 schien der Mittelstürmer endlich sein altes Selbstvertrauen und die Unbeschwertheit wiedergefunden zu haben, was er mit einem 112,92 km/h (bundesliga.de) schnellen Distanzschuss zum 3:0 unter Beweis stellte. Der zuletzt in die Kritik geratene ehemalige Junioren-Nationalspieler wirkte nach seinem geplatzten Wechsel nach Italien und den glücklosen Auftritten in der bisherigen Rückrunde erstmals wieder voll fokussiert und könnte mit dem wiedergewonnenen Selbstvertrauen zu einem Schlüsselspieler im Kampf um den Aufstieg werden.

    Der unermüdliche Hanslik


    Nachdem Offensiv-Allrounder Daniel Hanslik zuletzt drei Spiele in Folge zunächst auf der Bank Platz nehmen musste, durfte die Nummer 19 der Lautrer wieder von Beginn an ran und sollte den Ausfall von Daisuke Yokota kompensieren. Und die Entscheidung, den 28-Jährigen aufzustellen, erwies sich als goldrichtig. Hanslik zeigte wie so oft einen unglaublich leidenschaftlichen Einsatz, lief mit insgesamt 12,1 Kilometern (bundesliga.de) die längste Strecke aller Spieler und belohnte sich mit der Vorlage zum 3:0 für seine gute Leistung. Zudem wurde die Nummer 19 mit 16 Pressingsituationen am häufigsten von den Regensburgern bedrängt, konnte sich aber aus fast allen Situationen befreien (bundesliga.de). Mit dieser bärenstarken Leistung hat der gebürtige Bad Hersfelder einmal mehr seine Bedeutung für die Mannschaft unter Beweis gestellt und dürfte sich auch für das kommende Spiel gegen Elversberg einen Platz in der Startelf gesichert haben.


    Weitere Statistiken:

    Pässe: 402 vs. 327

    Passquote: 78% vs. 74%

    Torschüsse: 18 vs. 17

    Flanken: 16 vs. 26

    Zweikämpfe: 53% vs. 47%

    Souveräner Sieg mit Luft nach oben


    Mit einem verdienten 3:0-Sieg gegen den SSV Jahn Regensburg hat der 1. FC Kaiserslautern die Konkurrenz unter Druck gesetzt und sich vorerst in der Spitzengruppe der Zweiten Liga festgesetzt. Mit dem Heimspiel gegen Elversberg steht der FCK nun vor einem wichtigen Duell gegen einen Tabellennachbarn. Um gegen die SVE zu punkten, müssen sich die Männer in Rot allerdings steigern..


    So zeigte Anfangs Team Schwächen im Spiel gegen den Ball, gerade nach dem Doppelschlag zum 2:0 ließen sich die Lautrer viel zu sehr in die Defensive drängen und hatten Glück, dass den Gästen wenig einfiel. Andere Gegner hätten diese Passivität und die daraus resultierenden Chancen sicher besser genutzt. Zudem ließen die Außenverteidiger mit 26 geschlagenen Flanken (kicker.de) deutlich zu viele potenzielle Abschlussmöglichkeiten zu. Positiv hervorzuheben ist die unglaubliche Effizienz, die der FCK vor allem in der zweiten Halbzeit an den Tag legte. Diese Qualität werden die Pfälzer auch in den verbleibenden zehn Spieltagen benötigen, um sich in den engen Duellen der zweiten Liga durchsetzen zu können. Dabei könnte auch das Trainieren von offensiven Standards helfen, denn wie schon gegen Hannover und den HSV strahlten die Lautrer bei eigenen Standards kaum Torgefahr aus. Diese Schwächen, aber auch die zweifellos vorhandenen positiven Aspekte des Auftritts gegen Regensburg gilt es für das Trainerteam nun richtig einzuordnen und aufzuarbeiten, um gegen Elversberg wieder dreifach punkten zu können.


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Diskussionsthema zum Artikel: 7 starke Minuten reichen aus: "Gute Reaktion gezeigt"


    7 starke Minuten reichen aus: "Gute Reaktion gezeigt"

    Der 1. FC Kaiserlautern schlägt in der zweiten Halbzeit eiskalt zu und schickt den Jahn mit 3:0 nach Hause. Die Spieler und der Cheftrainer mit den Stimmen zum Spiel.


    Ein Schuss, ein Tor, die Lautrer! Durchwachsene erste Halbzeit, bärenstarke zweite Halbzeit. Der 1. FC Kaiserslautern fährt nach zwei sieglosen Spielen endlich wieder einen Sieg ein. Vor einer tollen und lautstarken Heimkulisse brachten Ragnar Ache mit einem Doppelpack und Marlon Ritter die Hausherren gegen den SSV Jahn Regensburg auf die Siegerstraße. Ragnar Ache, Daniel Hanslik, Marlon Ritter und Cheftrainer Markus Anfang mit den Stimmen zum Spiel.


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    Ragnar Ache: Ein tolles Gefühl


    „Ich bin heute natürlich sehr froh. Das hat man, glaube ich, auch beim ersten Tor gesehen, wie ich mich beim Torjubel gefreut habe. Es hat lange gedauert, ich glaube es waren vier Spiele, in denen ich nicht getroffen habe. Deshalb ist es ein tolles Gefühl, dass der Knoten jetzt wieder geplatzt ist. Am Ende haben wir nicht mehr so viel nach vorne gemacht, da hat der Gegner viel angegriffen. Wenn wir nach dem 3:0 einfach weiter unseren Fußball spielen und den Ball halten, dann können wir Regensburg vielleicht brechen. Das haben wir aber nicht gemacht und da hat man auch gesehen, dass Regensburg auch gefährlich sein kann. Ich glaube, wenn sie ein bisschen präziser sind am Ende, dann können sie noch ein, zwei Tore schießen.“

    Daniel Hanslik: Der erwartet schwere Gegner


    Mich hat es gefreut, wieder auf dem Platz zu stehen und der Mannschaft helfen zu können. Ich glaube, es war der erwartet schwere Gegner in der ersten Halbzeit, mit einem extremen Zweikampfverhalten. Das muss man auch dann erstmal so bespielen. Wir wussten, dass wir einfach lange die Null halten müssen und vorne werden wir unsere Tore machen müssen. Nach der Halbzeit haben wir dann eiskalt zugeschlagen und bis zum Ende die Null gut verteidigt, wobei wir die eine oder andere Situation hätten wir noch früher klären oder besser verteidigen müssen, dass es nicht zu diesen gefährlichen Halbchancen kommt. Aber es ist auch schwierig, gegen so eine Mannschaft richtig Ruhe reinzubekommen, weil sie gefühlt über 90 Minuten Mann gegen Mann pressen. Dann ist es schwierig, eine Kontrolle über das Spiel zu bekommen, weil dann kommen automatisch viele lange Bälle, viele zweite Bälle. Dafür haben wir es ordentlich gemacht. Potenzial nach oben gibt es glaube ich immer, aber am Ende steht ein 3:0 da und das würde ich heute so unterschreiben.“

    Marlon Ritter: Nicht unser Anspruch


    Ich glaube der Sieg heute war sehr wichtig. Man hat gesehen, dass es ein schweres Spiel war. In der ersten Halbzeit hatten wir zwei,drei richtig gute Chancen, wenn wir da das Tor machen, dann ist das Spiel nicht schon gelaufen, aber das spielt uns natürlich in die Karten. So haben wir in der Halbzeit gesagt, wir müssen unbedingt ein schnelles Tor machen, das ist uns dann auch ganz gut gelungen. Trotzdem muss man sagen, dass die zweite Halbzeit besonders, glaube ich, heute nicht das war, was wir uns vorgenommen haben. Ich glaube das war nicht unser Anspruch. Wir hatten zu viele Lücken, haben zu viele Bälle verschenkt, haben nicht mehr schnell nach vorne gespielt und das hat Regensburg dann ein bisschen in die Karten gespielt. Trotzdem haben wir heute 3:0 gewonnen und das ist, glaube ich, sehr wichtig.“

    Markus Anfang: Ein Geduldspiel


    „Ich finde, wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit ganz gut angenommen und hatten durch Marlon und Kali direkt zwei gute Chancen und können da glaube ich schon in Führung gehen. Wir mussten sicherlich auch die eine oder andere Situation überstehen, in der Regensburg auch immer wieder eine gewisse Torgefahr hatte. Ansonsten war es ein bisschen wie Pingpong, du hast den Ball, musst zwangsläufig einen langen Ball spielen und kämpfst um den zweiten Ball, dann kommt der Gegner wieder an den Ball und es geht wieder in eine Umschaltsituation. Es war insgesamt ein unruhiges Spiel und gewissermaßen ein Geduldsspiel.


    Ich glaube, dass die Jungs das trotzdem gut gemacht haben, weil wir zwangsläufig viel ins Laufen gekommen sind und weniger ins Fußballspielen, weil der Druck hoch ist und du immer viel Handlungsschnelligkeit brauchst, um die Situationen entsprechend klar und vernünftig auszuspielen. Ich bin froh, dass wir ein Tor nach einer Flanke gemacht haben, weil wir auch viel darüber gesprochen haben und unter der Woche im Training auch nochmal den Fokus auf das Flankenspiel gelegt haben. Wir haben, glaube ich, eine vernünftige und gute Reaktion gezeigt vor einer fantastischen Kulisse und sind natürlich froh, dass wir die drei Punkte hier behalten haben und zu Null gespielt haben“.


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Diskussionsthema zum Artikel: Blutleere Teufel ergeben sich!


    Blutleere Teufel ergeben sich!

    Der 1. FC Kaiserslautern offenbarte beim HSV spielerische und läuferische Defizite. Eintagsfliege oder erkennbarer Trend? Oder eher eine rechtzeitige Anspruchskorrektur?


    Vor der Partie am 23. Spieltag hatten der Hamburger SV und der 1. FC Kaiserslautern, die mit jeweils 39 Punkten einen Zähler hinter dem 1. FC Köln lagen, die Chance, zumindest kurzzeitig die Tabellenführung zu übernehmen. Doch von einem vermeintlichen Spitzenspiel war am Freitagabend wenig zu sehen. In einer einseitigen Partie dominierte der Gastgeber über die gesamten 95 Minuten das Geschehen und gewann auch in der Höhe verdient mit 3:0. Nach dem zweiten Spiel ohne eigenen Treffer und der schmerzhaften Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten stellt sich die Frage, ob der FCK tatsächlich das Zeug dazu hat, im Aufstiegsrennen eine Rolle zu spielen.


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    Ein Spiel auf ein Tor


    Nach dem glücklichen Punktgewinn gegen Hannover 96 vertraute Markus Anfang auch in Hamburg der exakt gleichen Startelf. Genau diese Mannschaft war von Beginn an fast permanent in der Defensive gefordert, offensive Entlastungsangriffe und Ballbesitzphasen waren absolute Mangelware. Vor allem HSV-Stürmer Davie Selke stellte die FCK-Abwehr immer wieder vor große Probleme und kam mehrfach in gute Abschlusssituationen, so dass sein Führungstreffer kurz vor der Pause nur eine Frage der Zeit war. Sinnbildlich für den gebrauchten Abend der Roten Teufel vergab Erik Wekesser kurz nach dem 1:0 völlig freistehend aus wenigen Metern den sicher geglaubten Ausgleich und sorgte für einen Fehlschuss, der in seiner Skurrilität an den unfassbaren Fehlschuss von Philipp Hofmann im Jahr 2014 erinnerte.

    Kollektives Totalversagen


    Doch die Lautrer waren über die gesamte Spielzeit nicht nur chancenlos und spielerisch unterlegen, sie ließen auch alles vermissen, was die Pfälzer im bisherigen Saisonverlauf ausgezeichnet und erfolgreich gemacht hatte. Vor allem Zweikampfverhalten, Kampfgeist und Laufbereitschaft fehlten. Bei jedem Gegentor standen die Roten Teufel zu weit vom Mann entfernt oder ließen sich ohne Gegenwehr ausspielen - zudem war der FCK mit drei Gegentoren noch gut bedient, wenn man bedenkt, dass der HSV zwei knappe Abseitstore erzielte.


    Bedenklich war, dass auch nach der Halbzeitpause kein Aufbäumen der Mannschaft von Markus Anfang zu erkennen war. Man schien sich dem Gegner förmlich zu ergeben und erspielte sich keine einzige ernsthafte Torchance. Dieser Eindruck mangelnder Gegenwehr wird durch einen Blick auf die Statistiken des Spiels bestätigt. So liefen die Gäste nur 105,82 km, was die schlechteste Laufleistung der bisherigen Saison bedeutet.


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    Spielerische Mängel


    Doch nicht nur die Tugenden fehlten im Spiel gegen den HSV. Im Mittelfeld bekamen die Roten Teufel überhaupt keinen Zugriff auf das Spiel, die Hausherren konnten sich problemlos aus der eigenen Abwehr in die Offensive kombinieren. Gleichzeitig wussten die Pfälzer in ihren wenigen Offensivsituationen nicht ansatzweise, wie sie die gegnerische Abwehrreihe spielerisch knacken sollten. Dies lag in den letzten Wochen unter anderem daran, dass der FCK kaum noch über die Außen spielt und somit kaum noch Flanken schlägt, obwohl die Lautrer mit Ragnar Ache, zumindest in Topform, einen der besten Zielspieler der Liga in ihren Reihen haben. Auch die viel zu großen Lücken im Mittelfeld erschweren Entlastungsangriffe, so dass die Pfälzer recht zahnlos wirken, wenn Ritter, Yokota und Ache nicht gerade einen Sahnetag erwischen. Schwächen, die schon beim Auswärtsspiel in Berlin zu Tage traten. Auch gegen die Hertha ließen man mangels Zugriff im Mittelfeld einige hochkarätige Chancen zu und gewann am Ende durch einen sehenswerten Fernschuss von Luca Sirch schmeichelhaft mit 1:0.

    Never change a winning team? Doch, bitte!


    Über personelle Konsequenzen in der Startelf sollte nachgedacht werden. Denn mit der gleichen Leistung werden die Roten Teufel auch gegen den Abstiegskandidaten Jahn Regensburg nicht bestehen können. Das kommende Heimspiel trägt etwas richtungsweisendes in sich. Gewinnen die Pfälzer, mischen sie weiter im engen Aufstiegsrennen mit und können mit Selbstvertrauen in das darauffolgende Spiel gegen Elversberg gehen. Lassen sie Punkte liegen, droht der Beginn einer kleinen Krise und vor allem der Verlust des nötigen Selbstvertrauens, um Spiele zu entscheiden.


    Das große Selbstvertrauen nach 13 Punkten aus den letzten fünf Spielen war gegen den HSV wie weggeblasen. Für neutrale Zuschauer mag es kaum zu glauben sein, dass die Lautrer zu den formstärksten deutschen Mannschaften gehören. Abgesehen von Julian Krahl, der bis auf seinen Stellungsfehler beim 0:3 erneut eine gute Leistung zeigte, wusste keiner der Roten Teufel zu überzeugen. Zu allem Überfluss blieb Daisuke Yokota gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit verletzt liegen und musste ausgewechselt werden. Insgesamt war es ein rabenschwarzer Tag für den FCK. Keiner der Spieler konnte auch nur annähernd 100 Prozent seines Leistungsvermögens abrufen, geschweige denn sich mit Kampfgeist und Leidenschaft gegen die Niederlage stemmen. Eine ernüchternde Erkenntnis, die das Trainerteam schnellstmöglich aufarbeiten muss, will der FCK weiterhin im Aufstiegsrennen mitmischen.

    Diskussionsthema zum Artikel: FCK-Insights: Das Glück des Tüchtigen


    FCK-Insights: Das Glück des Tüchtigen

    Der 1. FC Kaiserslautern erkämpft sich ein Unentschieden gegen Hannover - mit starken Leistungen, aber auch deutlichen Schwächen. Das zeigen auch die Statistiken des Spiels.


    Fünf Punkte und vier Tabellenplätze trennten den 1. FC Kaiserslautern vor dem Heimspiel gegen Hannover 96 von den Gästen. Und auf dem Platz merkte man beiden Mannschaften an, dass sie sich viel vorgenommen hatten. Das Ergebnis: ein Unentschieden, mit dem der FCK am Ende aufgrund des Spielverlaufs und der Tabellensituation wohl etwas besser leben kann als Hannover.


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    Vergebene Großchancen auf beiden Seiten


    Zwar hatten die Roten Teufel und die 96er am Ende mit jeweils 50 Prozent Ballbesitz (bundesliga.de) in etwa die gleichen Spielanteile, dennoch hatte man über weite Strecken das Gefühl, dass die Mannschaft von André Breitenreiter dem Sieg etwas näher war. Das lag vor allem an den vier vergebenen Großchancen der Hannoveraner (fotmob.com), wobei vor allem der völlig freistehende Kopfball von Marcel Halstenberg die Herzfrequenz der Lautrer Fans in die Höhe trieb.


    Aber auch die Lautrer verzeichneten vier vergebene Großchancen (fotmob.com), so dass es auch in dieser Statistik unentschieden stand. Beide Mannschaften lieferten sich über 95 Minuten einen intensiven Kampf, in dem der FCK Vorteile bei der Laufleistung (111,9 km vs. 111,1 km, bundesliga.de) und der Anzahl gewonnener Zweikämpfe (100 vs. 84, bundesliga.de) hatte. Bei den so genannten xGoals gab es leichte Vorteile für Hannover 96. 1,95 zu 2,29 (bundesliga.de) zeigen aber auch, dass die Punkteteilung am Ende durchaus verdient war.

    Krahl in Topform


    Wie schon beim Auswärtsspiel in Berlin stach ein Roter Teufel besonders heraus: Torhüter Julian Krahl. Der 25-Jährige zeigte nach seinem überragenden letzten Auftritt bei der Hertha auch vor heimischem Publikum eine bärenstarke Leistung und sicherte den Pfälzern die zweite weiße Weste in Folge. Mit sechs Paraden verhinderte die Nummer eins 1,96 zu erwartende Gegentore (fotmob.com), was Krahl mit einer TB-Note von 1,6 sogar zum besten aller Akteure machte.

    Der Kapitän geht voran


    Auch FCK-Kapitän Marlon Ritter wusste einmal mehr zu überzeugen. Ritter gab sechs Torschüsse ab (kicker.de) und legte mit insgesamt 10,8 Kilometern ebenso wie Startelf-Debütant Tim Breithaupt die längste Strecke im Team von Markus Anfang zurück (bundesliga.de). Zudem wurde die Nummer 7 mit 14 Pressingsituationen mit Abstand am häufigsten unter Druck gesetzt, konnte sich aber aus fast allen Situationen erfolgreich befreien (bundesliga.de). Auch im Kampf um den Ball zeigte der 30-Jährige mit neun gewonnenen Zweikämpfen eine starke Leistung (bundesliga.de). Wie schon in den letzten Spielen scheint Ritter nun auch konstant zu alter Stärke und Bedeutung für die Mannschaft zurückgefunden zu haben, nachdem er in der Hinrunde auch aufgrund von Verletzungsproblemen nicht richtig in Tritt kam und phasenweise mit einem Platz auf der Bank vorliebnehmen musste.


    Weitere Statistiken:


    Pässe: 421 vs. 386

    Passquote: 80% vs. 80%

    Torschüsse: 15 vs. 22

    Flanken: 15 vs. 24

    Sprints: 180 vs. 208

    Hausaufgaben für die Trainingswoche


    Mit dem Punktgewinn gegen Hannover bleibt der 1. FC Kaiserslautern ungeschlagen und rückt durch die Niederlage des 1. FC Köln bis auf einen Punkt an die Tabellenspitze heran. Mit dem Auswärtsspiel gegen den HSV steht der FCK nun vor einem wichtigen Duell gegen einen Tabellennachbarn. Um in Hamburg punkten zu können, müssen sich die Männer in Rot allerdings steigern.


    So zeigte Anfangs Team Schwächen bei gegnerischen Standards, insbesondere bei der Abstimmung in der Abseitsfalle, die Hannover mehrfach ausnutzen konnte. Zudem ließen die Außenverteidiger mit 24 geschlagenen Flanken (kicker.de) deutlich zu viele potenzielle Abschlussmöglichkeiten zu. Offensiv offenbarte der FCK erneut eine große Lücke zwischen Defensive und Angriff, da die Bewegung ohne Ball oft fehlte und sich die Mannschaft daher eher auf lange und ineffektive Bälle auf Ragnar Ache konzentrierte. Zudem strahlten die Lautrer bei eigenen Standards kaum Torgefahr aus. Nun gilt es für das Trainerteam, diese Schwachstellen gezielt anzugehen, um gegen den HSV konkurrenzfähig zu bleiben.


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Diskussionsthema zum Artikel: Turbulent & intensiv: "Können uns bei Kralle bedanken"


    Turbulent & intensiv: "Können uns bei Kralle bedanken"

    Kein Tor geschossen, aber auch keines zugelassen. Der FCK rettet einen Punkt über die Zeit und bleibt weiter ungeschlagen. Die Spieler und der Cheftrainer mit den Stimmen zum Spiel.


    Der 1. FC Kaiserslautern bleibt auch im fünften Rückrundenspiel ungeschlagen, lässt beim 0:0 gegen stärkere Hannoveraner erstmals Punkte liegen. Die Roten Teufel fanden im Heimspiel gegen Hannover 96 in der Offensive nie richtig ins Spiel und waren zudem in allen Belangen die unterlegene Mannschaft. Die 96er investierten insgesamt einfach mehr und hatten auch die besseren Torchancen. In der Schlussphase kamen die Lautrer mit zwei hochkarätigen Chancen dem Sieg verdächtig nahe, doch der Ball wollte nicht über die Linie. Damit verpasst der FCK den vorübergehenden Sprung an die Tabellenspitze. Erik Wekesser, Julian Krahl, Tim Breithaupt, Marlon Ritter und Cheftrainer Markus Anfang mit den Stimmen zum Spiel.


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    Erik Wekesser: Wäre ein geiles Happy End gewesen


    Linksverteidiger Erik Wekesser fasste den Spielverlauf wie folgt zusammen: "Ich glaube, man hat heute ein Spitzenspiel der 2. Bundesliga gesehen, mit Chancen auf beiden Seiten. Am Ende des Tages kannst du auch nicht alles wegverteidigen. Ich glaube, das konnte Hannover auch nicht. Wir nehmen den Punkt mit und machen weiter“.


    Auch zu seiner vergebenen Torchance in der Nachspielzeit äußerte sich der 27-Jährige: "Das wäre natürlich ein geiles Happy End gewesen. Es ging alles so schnell, ich glaube, ich kriege den Ball am Torwart vorbei und dann ist es, wenn ich richtig liege, Neumann, der noch hinter der Linie steht und irgendwie seinen Kopfdavor bekommt und den Ball klärt. So ist Fußball manchmal. Ich glaube, fünf oder zehn Minuten vorher hätten wir nach Standards auch hinten liegen. Wir haben trotzdem gepunktet. Unser Ziel war es, eine bessere Rückrunde zu spielen als die Hinrunde und da sind wir auf einem guten Weg".

    Julian Krahl: Sehr stolz auf die Jungs


    Torhüter Julian Krahl, der mit mehreren Paraden die Führung der Hannoveraner verhinderte, kommentierte die Leistung seiner Mannschaft: "Im Großen und Ganzen kann man zusammenfassen, dass Hannover insgesamt etwas mehr vom Spiel hatte. Von den Chancen her war es pari pari, auch wenn wir am Ende noch einmal aufgeholt haben. Gerade was die letzten Minuten angeht, ist es vielleicht gerecht, wenn auch am Ende vielleicht etwas glücklicher für uns. Trotzdem haben wir hinten sehr gut verteidigt. Das haben wir auch gegen Hertha mitgenommen. Und vorne hatten wir unsere Chancen. Hannover ist natürlich auch keine Laufkundschaft, gegen die musst du auch erst mal bestehen. Da hat jeder seine Probleme. Und deswegen bin ich froh, dass wir heute einen Punkt geholt haben. Ich bin aber auch sehr stolz auf die Jungs, die hinten verteidigt haben und dann am Ende fast noch die drei Punkte geholt haben“.


    Zur Großchance von Marcel Halstenberg, der aus kurzer Distanz am 25-jährigen Lautrer scheiterte, sagte Krahl: "Wenn ich jetzt ein Arsch wäre, würde ich sagen, das ist gutes Stellungsspiel. Nein, das gehört dazu. Das ist vielleicht auch ein bisschen die Phase, in der wir gerade sind. Dann wirst du halt mal angeköpft. In anderen Phasen legt er den halt zwei Zentimeter weiter in die Ecke und dann ist es ein Tor. Den Flow musst du auch mitbringen, aber das ist auch eine Sache, die musst du dir als Team erarbeiten. Und ich denke, das machen wir gerade“.

    Tim Breithaupt: Nehmen den Punkt mit


    Mittelfeldspieler Tim Breithaupt zeigte sich nach dem 0:0 insgesamt zufrieden mit dem Auftritt der Roten Teufel: "Ich glaube, das Ergebnis spiegelt das Spiel nicht so ganz wider, denn es gab viele klare Torchancen auf beiden Seiten. Am Ende haben wir zu Null gespielt und nehmen den Punkt mit, auch wenn wir gerne gewonnen hätten. Wir fahren jetzt nach Hamburg und versuchen, dort mit breiter Brust aufzutreten“.


    Darüber hinaus gab der Neuzugang einen Einblick in seine Gefühlswelt und seinen Fitnesszustand nach seinem Debüt auf dem Betzenberg: "Die Kulisse ist natürlich schon geil. Das pusht auf jeden Fall. Ich glaube, wenn man hier in Führung geht oder mal ein Tor schießt, dann explodiert das Stadion. Man kann sich auf jeden Fall daran gewöhnen und ich freue mich schon auf das nächste Heimspiel. Ich habe jetzt gegen Hertha 30 Minuten gespielt, heute 85 Minuten und fühle mich gut. Ich glaube, sobald man auf dem Platz steht, ist es egal, wie fit man ist. Da läuft man, solange die Beine tragen. Deshalb war alles super".

    Marlon Ritter: Ein verdientes Unentschieden


    Auch Kapitän Marlon Ritter gesellte sich in der Mixed Zone zu den Interviewpartnern, sein Fazit: Ein gerechtes Unentschieden für beide Seiten: "Ich denke, am Ende war es ein verdientes Unentschieden, aber eher ein 1:1 oder 2:2 als ein 0:0. Wir können froh sein, dass der Kralle heute zwei, drei Mal richtig gut gehalten hat. Auf der anderen Seite hätten wir mit etwas Glück oder etwas mehr Präzision das Spiel auch gewinnen können. Wir hatten in der Partie ein paar Phasen, in denen wir nicht den Zugriff hatten, den wir uns vorgestellt haben. Dann haben wir intern umgestellt, bis zur Pause hat es wieder ganz gut funktioniert. Nach der Pause hatten wir wieder so ein bisschen Probleme. Da können wir froh sein, dass wir nicht in Rückstand geraten sind. Aber am Ende, wenn das Spiel noch ein bisschen länger geht, ziehen wir das Ding vielleicht noch. Aber so, glaube ich, können wir mit dem Unentschieden ganz gut leben“.


    Angesprochen auf seine Wortgefechte mit seinem ehemaligen Mitspieler Boris Tomiak scherzte die Nummer 7 der Roten Teufel: "Wir haben uns vor dem Spiel schon ein bisschen geschrieben. Dann habe ich aus Spaß gesagt: Mal sehen, ob er auf meine Spielchen eingeht. Irgendwie ist er heute darauf eingegangen, das hätte ich nicht gedacht. Aber jetzt setzen wir uns zusammen und alles ist gut".

    Markus Anfang: Nicht vergessen, wo wir herkommen


    Cheftrainer Markus Anfang zeigte sich in der abschließenden Pressekonferenz durchaus zufrieden mit dem Spiel seiner Mannschaft, vor allem, wenn man bedenkt, dass der FCK gegen die beste Abwehrreihe der Liga gespielt hat: "Das war ein sehr interessantes und intensives Fußballspiel. Wir haben gegen eine Mannschaft gespielt, die top besetzt ist, einen Top-Kader hat und Top-Fußball spielt. Das muss man erst einmal verteidigen. Zudem mussten wir sehr viele Standards verteidigen. Im Laufe des Spiels sind wir immer besser reingekommen. Dass man über einzelne Phasen reden und diese besser machen kann, das wissen wir. Aber wir wollen auch nicht vergessen, wo wir herkommen. Den Lucky Punch haben am Ende beide Mannschaften verpasst. Eigentlich war es aufgrund der vielen Torchancen auf beiden Seiten kein klassisches 0:0. Dennoch: Wir haben gegen eine Topmannschaft einen Punkt geholt".


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Diskussionsthema zum Artikel: Tim Breithaupt: Verstärkung für den FCK-Aufstieg?


    Tim Breithaupt: Verstärkung für den FCK-Aufstieg?

    In allerletzter Sekunde verpflichtete der FCK mit Tim Breithaupt den zweiten Augsburger. Der 22-Jährige könnte auf Anhieb zu einem Unterschiedsspieler in der Defensive werden.


    Es war ein ereignisreicher Deadline Day auf dem Betze. Während die Leihgeschäfte mit Dickson Abiama und Richmond Tachie abgeschlossen wurden und die Gerüchte um einen möglichen Rekord-Abgang von Ragnar Ache in den sozialen Medien für Aufsehen sorgten, machte FCK-Geschäftsführer Thomas Hengen im Hintergrund mit der Ausleihe von Tim Breithaupt einen Transfer perfekt, mit dem wohl niemand mehr gerechnet hatte. Doch was darf man von dieser kurzfristigen Verpflichtung erwarten?


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    Schwerer Stand in Augsburg


    Tim Breithaupt kann trotz seiner erst 22 Jahre bereits auf eine Menge Erfahrung zurückblicken. Aufmerksamen Zweitliga-Verfolgern dürfte der Neuzugang aus seiner Zeit beim KSC bekannt sein, wo er in der Saison 20/21 am 31. Spieltag sein Profidebüt für den Zweitligisten feierte. Und der talentierte Sechser wusste zu überzeugen: In der Vorbereitung auf die kommende Saison reifte der 1,92 Meter große Mittelfeldspieler zum Stammspieler und gehörte spätestens in seiner letzten Saison zu den besten Spielern der 2. Bundesliga.


    Die guten Leistungen des mittlerweile dreifachen U21-Nationalspielers, der zudem siebenmal für die U20 des DFB auflief, blieben nicht unbemerkt. Zahlreiche Bundesligisten buhlten Medienberichten zufolge im Sommer 2023 um seine Dienste, der KSC musste sein Toptalent aufgrund des auslaufenden Vertrags ziehen lassen. Und auch beim FC Augsburg schien zunächst alles nach Plan zu laufen. Trainer Enrico Maaßen sah großes Potenzial in Breithaupt und ließ ihn regelmäßig spielen, doch nach einem schwachen Saisonstart wurde Maaßen beim Bundesligisten durch den amtierenden FCA-Trainer Thorup ersetzt. Unter dem Dänen hatte der junge Breithaupt einen schweren Stand, seit dem Trainerwechsel kam der 22-Jährige nur noch unregelmäßig und meist als Joker zum Einsatz, oft gehörte er gar nicht mehr zum Spieltagskader der Fuggerstädter.

    Die langersehnte Verstärkung


    Mit der Leihe hat der FCK den Sechser verpflichtet, den sich die sportliche Leitung schon lange gewünscht hatte. Der Mittelfeldspieler verfügt über eine enorme Physis - ein nicht zu unterschätzender Faktor, da die Roten Teufel mit Boris Tomiak einen sehr körperbetonten Spieler verloren haben. Und da die Lautrer auch in dieser Saison wieder ihre Standardqualitäten unter Beweis stellen, kann ein weiterer kopfballstarker und großgewachsener Zielspieler definitiv nur helfen. Dass der gebürtige Offenheimer trotz seiner Größe und Robustheit kein reiner Abräumer ist, sondern auch das Spiel gestalten kann, bewies er vor allem in seiner letzten Zweitliga-Saison beim KSC.


    So gehörte er laut fotmob.com auf 90 Minuten hochgerechnet unter anderem in den Kategorien erfolgreiche Pässe (39,11), Passgenauigkeit (81,8 %), Ballverluste (0,40), gewonnene Zweikämpfe (56,0 %) und gewonnene Luftkämpfe (53,8 %) zu den statistisch besten Spielern auf seiner Position im Ligavergleich. Diese Werte lassen hoffen, denn wenn der 22-Jährige trotz fehlender Spielpraxis wieder auf diesem Niveau spielen kann, wird er auf Anhieb zu den Leistungsträgern im Team von Cheftrainer Markus Anfang gehören.

    Aber wozu noch ein Sechser?


    Die Verpflichtung der neuen Nummer 16 wurde allerdings auch kritisch kommentiert. Immerhin haben Afeez Aremu und Leon Robinson seit der taktischen Umstellung am 9. Spieltag auf der Sechs ordentliche Leistungen gezeigt - und mit Luca Sirch steht ein weiterer Spieler zur Verfügung, der diese Position ebenfalls besetzen kann.


    Nicht auszuschließen, dass die Verantwortlichen beiden Spielern nicht zutrauen, in der heißen Phase der Saison konstant gute Leistungen zu bringen. Während Robinson in den vergangenen Jahren nur in der Verbands- und Oberliga zum Einsatz kam und daher kaum über Zweitliga-Erfahrung verfügt, zeigte sich Afeez Aremu trotz einiger guter Leistungen zuletzt recht fehleranfällig. Breithaupt hingegen bringt alles mit, um kurzfristigen Erfolg auf der Sechs zu gewährleisten, ist erfahren und vereint kämpferische und spielerische Qualitäten. Das könnte ihn zum X-Faktor im möglichen Aufstiegsrennen machen.

    Ein dickes Ausrufezeichen im Aufstiegskampf


    Nur 14 Spiele wird Tim Breithaupt das Trikot der Roten Teufel tragen, dann ist aller Voraussicht nach Schluss. Denn Medienberichten zufolge hat der FCK keine Kaufoption. Für manche mag die kurze Leihdauer unverständlich sein, denn sollte sich Breithaupt tatsächlich als der erhoffte Top-Transfer entpuppen, würde man ihn gleich wieder verlieren. Doch hinter der kurzen Leihe des talentierten Mittelfeldspielers steckt ein offensichtlicher Plan, den die Lautrer auch bei den Leihgeschäften mit Grant Ranos und Maxi Bauer verfolgten.


    Die Verpflichtung des 22-Jährigen deutet darauf hin, dass der FCK den Aufstieg mit aller Macht realisieren will, auch wenn die Verantwortlichen davon öffentlich nichts wissen wollen. Die Chancen auf die Rückkehr in die Bundesliga stehen so gut wie lange nicht mehr. Mit Ranos, Alidou, Bauer und Breithaupt haben die Lautrer gleich vier Spieler verpflichtet, die bereits über Bundesliga-Erfahrung verfügen und damit ein echtes Ausrufezeichen gesetzt.

    Diskussionsthema zum Artikel: Robin Bormuth: "Der Betze war eine tolle Erfahrung"


    Robin Bormuth: "Der Betze war eine tolle Erfahrung"

    Drei Fragen, drei Antworten: Robin Bormuth über seine Zeit beim 1. FC Kaiserslautern, den Wechsel zwischen zwei Rivalen und den Umgang mit schweren Verletzungen.


    Etwas mehr als zehn Monate spielte der heute 29-jährige Robin Bormuth auf Leihbasis für den 1. FC Kaiserslautern, bevor er im Sommer 2023 vom SC Paderborn zum KSC wechselte. Im Interview mit Treffpunkt Betze verrät der Innenverteidiger unter anderem, wie er auf seine Zeit beim FCK zurückblickt und was er aus seiner schweren Verletzung lernen konnte.


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    „Hatten eine unfassbar erfolgreiche Hinrunde“


    Treffpunkt Betze: Hallo Robin, in der Saison 22/23 hast du als Leihspieler in insgesamt 22 Pflichtspielen das Trikot der Roten Teufel getragen. Innerhalb kürzester Zeit avanciertest du zum Stammspieler und zahlreiche Fans bedauerten deinen Abgang. Wie blickst du heute auf deine Zeit in der Pfalz zurück?


    Robin Bormth: Jetzt muss ich aufpassen, was ich sage (lacht). Der FCK und Dirk Schuster haben damals meinen Fehler genutzt, vom KSC zu Paderborn zu gehen. In Paderborn habe ich leider nicht die Spielzeit bekommen, die ich mir erhofft hatte, deshalb bin ich den Weg nach Kaiserslautern gegangen.


    Bei aller gesunden Rivalität zum KSC war das Jahr auf dem Betze eine tolle Erfahrung für mich. Die Mannschaft und auch die Fans haben mich damals sehr schnell und gut aufgenommen. Zu dem einen oder anderen Spieler habe ich auch heute noch Kontakt. Wir hatten eine unfassbar erfolgreiche Hinrunde, an die wir leider in der Rückrunde nicht mehr herangekommen sind. Aber Highlights wie das Heimspiel gegen den HSV am Tag der Legenden oder das verrückte 2:2 gegen Heidenheim bleiben in Erinnerung.


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    „Ich war froh, wie positiv die Fans mich aufgenommen haben“


    Treffpunkt Betze: Wie schwierig oder herausfordernd war es für dich, vom KSC über den Umweg Paderborn zum Lokalrivalen Kaiserslautern zu wechseln und den gleichen Weg wieder zurückzugehen, wenn man die Reaktionen der Fans betrachtet?


    Robin Bormuth: Der eigentliche Fehler meinerseits war, wie bereits erwähnt, den KSC Richtung Paderborn zu verlassen. Beim Wechsel zum FCK hatte ich dann schon im Hinterkopf, dass einigen Fans meine Vergangenheit ein Dorn im Auge sein könnte.


    Gleichermaßen war ich aber davon überzeugt, dass ich mit meinen Tugenden auf und neben dem Platz alles für den maximalen Erfolg tun und vielleicht den einen oder anderen Fan überzeugen kann. Dennoch war ich froh, wie positiv mich die Fans aufgenommen haben. Während meiner Verletzung war ich bei ein paar Spielen auf dem Betze, ohne dass mich jemand aus dem Stadion geworfen hat. Auch beim KSC hatte ich den Eindruck, dass ich von den meisten Fans mit offenen Armen wieder empfangen wurde - das weiß ich von beiden Fanlagern bis heute sehr zu schätzen.

    „Eine lange Leidenszeit“


    Treffpunkt Betze: Am 26. Spieltag der Vorsaison hast du dir einen Riss des rechten vorderen Kreuzband zugezogen und insgesamt 29 Spiele verpasst, ehe du am vorletzten Spieltag beim Auswärtsspiel in Nürnberg als Einwechselspieler dein Comeback feiern konntest. Das dürfte die schwerste Verletzung deiner Karriere gewesen sein. Wie bist du mit diesem Rückschlag umgegangen und was hast du aus dieser Zeit lernen können?


    Robin Bormuth: Das war definitiv die schwerste Verletzung in meiner bisherigen Zeit als Profi. Für mich gab es nach der Diagnose einen kurzen Moment der Niedergeschlagenheit, der allerdings mit Verlassen des Arztzimmers verflogen war. Von da an wollte ich das Maximum aus der Reha herausholen, um so schnell wie möglich wieder auf dem Platz zu stehen. Nach der Veröffentlichung kamen dann viele Genesungswünsche, auch aus dem Umfeld des FCK, was mich sehr gefreut hat. So eine lange Leidenszeit steht man aber natürlich nicht alleine durch. Da hat mir mein gesamtes Umfeld und die Reha in Landau enorm geholfen. Gelernt ist, glaube, ich das falsche Wort. Es wurde mir eher verdeutlicht, wie schön es ist, gesund zu sein und das zu tun, was ich mein ganzes Leben machen wollte: Fußball spielen.