Misslungener Saisonauftakt: Krisensitzung am Montag

Pokalaus gegen Jahn Regensburg. Heimniederlage beim Saisonauftakt gegen Dynamo Dresden. Und nun die deutliche 0:3 Auswärtsniederlage gegen den Aufsteiger Türkgücü München. Anstatt wie eine Spitzenmannschaft aufzutreten, haben die Roten Teufel einen positiven Saisonstart zum wiederholen Male verpatzt.

Merk: "Kein bisschen FCK"

Nach dem verlorenen Auftakt gegen Dynamo Dresden wollten es die Pfälzer an diesem 2. Spieltag besser machen. Allerdings war an diesem herbstlichen Sonntag beim Drittliga-Debütanten Türkgücü München nichts zu holen. Nach einen schwachen Leistung musste sich der FCK mit 0:3 geschlagen geben. In der Offensive wirkten die Lautrer wiederholt ideenlos und ohne nötige Durchschlagskraft, in der Defensive zeigte der FCK zudem eklatante Schwächen in der Zweikampfführung. "Das war heute nicht unglücklich. Ich denke, wir haben ab der ersten Minute kein gutes Spiel gemacht", äußerte Kapitän Carlo Sickinger im Anschluss an die Partie und fügte an, dass niemand auf dem Feld stand, "der eine normale Leistung gebracht hat".


Mit null Toren und null Punkten belegen die Lautrer nach zwei Spieltagen nun auch noch den letzten Tabellenplatz. Mit diesen Leistungen und Ergebnissen hängt der FCK seinen eigenen sportlichen Erwartungen hinterher. Den Saisonauftakt haben sich die Verantwortlichen beim 1. FC Kaiserslautern gewiss anders vorgestellt. "Da gibt es nichts mehr, was man schönreden kann. Das, was wir heute gesehen haben, war kein bisschen FCK“, gab Markus Merk zu Protokoll. Auch Sportdirektor Boris Notzon stelle fest, dass solche Leistungen selbst nicht für die dritte Liga reichen. „So kannst du in der Dritten Liga nicht spielen. Wir sind überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen, sind der Musik hinterhergelaufen".

Krisensitzung am Montag

Bei aller öffentlichen Rückendeckung der letzten Tage werden die Verantwortlichen der Roten Teufel nicht umher kommen, die Leistungen der Mannschaft als auch des Trainerteams kritisch zu hinterfragen und zu analysieren. Eine Trainerdebatte kommt für Carlo Sickinger allerdings noch nicht in Frage. "Wir haben verschlafen gewirkt, konnten keinen Druck aufbauen, waren weit weg vom Gegenspieler, viele Entscheidungen stimmten nicht. Da brauchen wir auch nicht über den Trainer diskutieren, da muss sich jeder selbst an die Nase packen", so der junge Kapitän im Gespräch mit MagentaSport. Die Zahnräder des Fußballssports sind jedoch allseits bekannt. Bleibt der sportliche Erfolg aus, greifen Funktionäre in der Regel zu einem Trainerwechsel. Nach Informationen des Portals Sport1 soll am morgigen Montag sogar eine Krisensitzung stattfinden. Möglicherweise droht Boris Schommers dann sogar ein vorzeitiges Aus.


Quelle: Treffpunkt Betze