tja-heinz,
das Argument, dass billiges Fleisch sein muss, damit sich die weniger wohlhabenden auch mal ein Stück Fleisch gönnen können, geht an der Realität in Deutschland völlig vorbei. Zwar wird es immer wieder genannt, ist aber Unsinn.
In Deutschland wird pro Jahr ca. 60 kg Fleisch pro Kopf verzehrt. Da sind Babies und Vegetarier mit eingerechnet. Das ist doppelt so viel wie in der sogenannten guten alten Zeit.
Die weniger wohlhabenden essen auch nicht wirklich weniger Fleisch, sie essen minderwertigeres Fleisch. Wurst statt Steak. Burger statt Filet.
Nach den Empfehlungen von Ernährungswissenschaftlern sollte man nicht mehr als 20-30 kg Fleisch pro Jahr essen und mageres Fleisch.
Es wäre also absolut sinnvoll, wenn man weniger Fleisch äße und besseres Fleisch - das wäre in Summe billiger und gesünder. Und durch eine artgerechtere Tierhaltung würde das Fleisch etwas teurer, aber auch besser.
Natürlich hat jeder das Recht zu sagen: Ich finde es okay, dass für mein biliiges Fleisch Tiere jämmerlich gequält werden. Gibt es kein Gesetz dagegen. Aber wer Fleisch kauft, ohne sich drum zu kümmern, wo es herkommt, tut genau das.
Und jeder der das abstreitet ist scheinheilig.
"Nichts wird die Chance auf ein Überleben auf dieser Erde so erhöhen wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung." Albert Einstein