ZitatAlles anzeigenDer 1. FC Kaiserslautern erwartet heute Eintracht Braunschweig zum Zweitliga-Topspiel. FCK-Neuzugang Amin Younes ist erstmals mit von der Partie, der wechselwillige Kapitän Marc Torrejón wohl letztmals. Linksverteidiger Chris Löwe fordert Vollgas.
Die Wunden aus dem 120-minütigen Pokalkampf plus Elfmeterschießen vom vergangenen Samstag sind bei Chris Löwe verheilt. Der Linksverteidiger des Fußball-Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern fühlt sich gut eine Woche nach dem 5:3 (0:0, 0:0) beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden längst bereit und topmotiviert für das Spitzenspiel heute (13.30 Uhr) gegen Eintracht Braunschweig. Mit mehr als 30.000 Zuschauern wird der „Betze“ erneut gut besucht sein.
Löwe ist seit Mittwoch wieder voll im Training, nachdem er beim DFB-Pokal-Erstrundenspiel in Wiesbaden einiges einstecken musste. „Ich hab’ ein paar Tage gebraucht, um mich vollständig zu erholen. Ich habe in Wiesbaden einen Tritt und einen heftigen Pferdekuss abgekriegt“, erzählt Löwe, „aber jetzt bin ich wieder fit.“
Heute wartet das dritte Ligaspiel, das die junge Lauterer Mannschaft selbstbewusst angehen will. „Wir sind in einem schwierigen Pokalspiel bei einem guten Drittligisten weitergekommen, und man hat ja gesehen, dass mancher Erstligist bei einem Drittligisten verloren hat“, betont Löwe. So hat der Ex-Verein des gebürtigen Sachsen, der Drittligist Chemnitzer FC, den Bundesligisten Mainz 05 aus dem Cup geschossen. Löwe freute sich mit den „Himmelblauen“ – allein aus alter Verbundenheit.
Auch mit den beiden bisherigen Auftritten der Roten Teufel in der Liga ist Löwe nicht unzufrieden. „Gegen 1860 München haben wir über weite Strecken ein herausragendes Spiel gezeigt, das 0:2 noch in ein 3:2 verwandelt. In Sandhausen haben wir nicht das beste Spiel gezeigt, aber einen Punkt geholt“, sagt der ehrgeizige Linksverteidiger. „Wir haben vier Punkte aus zwei Spielen, es gibt schlimmere Sachen“, sagt Löwe.
Er freut sich auf die Partie zweier hoch gehandelter Zweitliga-Teams heute auf dem „Betze“. „Braunschweig hat eine sehr gute Mannschaft. Aber vermeintlich bessere Mannschaften liegen uns auch besser“, meint der Linksverteidiger, „Braunschweig hat ein intaktes Team, in dem jeder für den anderen da ist. Wir müssen voll dagegenhalten.“
Der FCK will offensiv, forsch und frech auftreten, entsprechend ist die Ausrichtung. „Wir Außenverteidiger stehen extrem hoch, das heißt, wir sollen uns so oft wie möglich nach vorne einschalten“, sagt Löwe, „das birgt mit Sicherheit Risiken, macht aber auch den Zuschauern mehr Spaß, denke ich, als wenn wir uns alle nur hintenreinstellen und auf den Gegner warten. Aber diese Spielweise erfordert eine hohe Konzentration beim Passspiel und eine gewisse Antizipation bei Spielsituationen.“ Löwes Kampfansage für heute: „Ich hoffe und glaube, dass es von den Zuschauern anerkannt wird, dass wir laufen, kämpfen und alles reinhauen.“
Erstmals im FCK-Kader steht Neuzugang Amin Younes (21), eine Option für die offensive Außenbahn. Und wohl zum letzten Mal trägt Kapitän Marc Torrejón das FCK-Trikot; ihn zieht es (wie berichtet) in die Bundesliga, ein heißer Kandidat ist Freiburg.
1. FC Kaiserslautern: Sippel - Schulze (Zimmer), Torrejón, Heintz, Löwe - Ring, Karl - Matmour, Stöger, Gaus - Lakic – Ersatz: Müller, Orban, Jenssen, Younes, Fomitschow, Hofmann - Es fehlen: Osei Kwadwo (Aufbautraining), Riedel (Fußverletzung), Zellner (Aufbautraining)
Eintracht Braunschweig: Gikiewicz - Hedenstad (Kessel), Correia, Dogan, Reichel - Theuerkauf, Pfitzner - Raffael Korte (Kruppke), Boland, Zuck - Nielsen – Es fehlen: Decarli (Aufbautraining), Hochscheidt (Adduktorenabriss), Oehrl (Sehnenverletzung am Fuß), Washausen (Kreuzbandriss)
Schiedsrichter: Perl (Pullach).
Rheinpfalz am Sonntag