Beiträge von Max

    NRWTeufel:

    In meiner Kindheit und Jugend war ich als Bayer natürlich Fan vom FC Bayern - und bin dann in den 90ern zum FCK gewechselt und dort leidenschaftlicher Fan geworden.

    Weil mir dieses "MIr san Mir", dieses selbstgefällige Getue, auf den Keks gegangen ist.

    Da hat mir das "gallische Dorf", Lautern, das den reichen Vereinen getrotzt hat, totalen Respekt abgenötigt.

    Und ich dachte mir, der FCK sei ein besonderer Verein: Hier wird zusammengehalten bis zum letzten Blutstropfen. ( siehe auch Vereinslied, das ich im Auto nach KL immer wieder geschmettert habe )

    Hierin habe ich mich allerdings ziemlich getäuscht - und meine Liebe hat deutliche Risse bekommen.

    Denn wenn es Probleme gibt, dann ist es nicht weit her damit.

    ... die Bayern einmal "hautnah" erleben will? Auch wenn sie ganz bestimmt nicht in Bestbesetzung antreten werden.


    Ich kann mich noch gut an unser letztes Heimspiel gegen die Bayern ( 2: 0 ) erinnern. Ich hatte gerade noch eine Karte auf dem obersten Rang ergattert.

    Das vergisst man nicht.

    Aber nur weil ich die Bayernspieler sehen will?

    Die sehe ich im Fernsehen oft 2mal in der Woche. Wenn ich denn möchte. Will ich aber gar nicht.

    Das reicht.


    Ich gehe nur ins Stadion, weil ich ein spannendes Spiel sehen möchte und nicht, um den Starkult zu pflegen.

    Da ist mir ein Spiel gegen Wiesbaden in der Liga lieber als ein Benefizspiel gegen Bayern.

    Gegen die "roten" Münchner denke ich schon. Kommt aber auf den Tag und die Uhrzeit an


    Kann ich mir nicht vorstellen. Was erwartet denn bei einem solchen Spiel den Fußballgast?

    Die Bayern werden ein bisschen " scheiberln" - und die heimischen Spieler werden dem Ball nachlaufen und ihn nicht kriegen.

    Vom Fußballerischen wird das total uninteressant.

    Da geht man als Pfälzer höchstens deshalb hin, weil man den FCK finanziell unterstützen will.

    Ich will euch eure gute Meinung vom sozialen Hoeness nicht nehmen.

    So sozial, dass er die Gemeinschaft der Steuerzahler unterstützt hätte, muss man ja auch wieder nicht sein.

    Das ist doch nur der Staat und nicht der Müller.

    Wenn er Vereine und sozialschwache Spieler unterstützt, dann tut er das nicht selbst, sondern der FC Bayern.

    Mit fremdem Geld kann man leicht großzügig sein.

    Wie er sich über den koksenden Daum selbstgefällig empört hat, dass so ein Mensch kein öffentliches Amt bekleiden darf ( und er zur selben Zeit, als er diese Anklage erhob, Millionen an Steuern hinterzog ) und er selbst nach seiner Haftentlassung sofort wieder Chef beim FC Bayern wird, da muss man keinen Blick mehr für die Realität haben - nach dem Motto: "Quod licet Jovi, non licet bovi".

    Aber sei's drum, letztendlich sind wir wohl alle keine Kinder von Traurigkeit.

    der ist im grunde ein guter mensch


    Ist das dein Ernst ?

    Meiner Meinung nach Hoeness ein Egomane, der sich gerne mit seiner Solidarität schmückt.

    Aber wehe, einer widerspricht ihm. Das verträgt er gar nicht. Da schießt ihm die Zornesröte ins Gesicht.

    Ich kann mich noch gut erinnern, als er auf der JHV die Fans zusammengestaucht hat, die die Stimmung im Stadion bemängelt hatte.

    Oder an sein Verhalten gegenüber Daum, den er öffentlich zur Sau gemacht wegen dessen Koksgeschichte ( da er ja so unbefleckt ist ).

    Breitner darf schon nicht mehr auf die Ehrentribüne, nur weil er das Verhalten von Hoeness gegenüber der Presse in Frage gestellt hat.

    Die Presse wird angegriffen, weil sie angeblich die Menschenwürde verletzt, während er ehemalige Spieler beschimpft, dass sie nur "Scheiß" gespielt hätten.

    Von seiner Steuerhinterziehung will ich gar nicht reden.


    Wenn der FCK schon Geschenke von ihm annehmen muss, dann ist das sehr traurig, aber vielleicht notwendig.

    Das hat nur nix geholfen, denn am Ende des Fußballs war kein Geld mehr da ....


    Da hast du nicht Unrecht.

    Aber trotzdem war anscheinend die letzten 3 Saisons jedes Mal Geld für einen Spieleretat vorhanden, der über dem Durchschnitt der Liga lag.

    Nur durch mangelnde Sportkompetenz hat man daraus nichts gemacht.

    Man bräuchte beim FCK einen Mann wie Achim Beierlorzer:

    Einen intelligenten Mann mit Sozialkompetenz.

    Einen Mann mit Autorität, der sich auf dem Gebiet des Fußballs umfassend weiter gebildet hat.

    Und dazu noch sympathisch ist.


    Keinen abgehalfterten EXProfi, der glaubt, dass das , was vor 30 Jahren gelehrt wurde, der Weisheit letzter Schluss ist.