Beiträge von tja-heinz

    Ich verstehe gar nicht, wieso man sich da überhaupt noch aufregt? Diese Entwicklung war doch vorhersehbar...oder zumindest zu befürchten. Wenn ich jetzt hier im Jahr 2020 lese, die Regionalen um Buchholz tun dem FCK nicht gut, muss ich lachen. Wer sich die Interviews mit dem Herrn aus 2008 angeschaut hat und den Streit damals mit Fritz Fuchs, konnte doch schon lange wissen, wie die Situation ist. Man hätte halt mal aufhören sollen, die Augen zu verschliessen und Leute nur nach angeblichem Renommee einzustellen wie beim Colamann. Ich hab noch gut den Satz im Ohr von Buchholz ala ein Herr Fuchs braucht mir gar nix sagen, ich leite seit Jahrzehnten ein erfolgreiches Unternehmen. Ich weiss wie das geht. Da war schon klar: selbstverliebt, abgehoben und beratungsresistent. Damals hätte man diese Zöpfe schon abschneiden müssen.


    Aber ich konnte noch nachvollziehn, dass man die WErbebande weiter füllen wollte. Aber das hätte es dann auch gewesen sein müssen. Werbebande gegen Kohle. Take it or leave it! Kuntz hatte damals den Mut, die damals schon ersichtlichen MAchenschaften mit seinem Rattenspruch anzuprangern. Statt dies ernst zu nehmen, hat man es lieber als weiteres "Argument" genutzt, den in Ungnade gefallenen Sonnenkönig loszuwerden. Und die Machenschaften damit schön verdrängt. Aber man kann seit 12 Jahren wissen, welche Machenschaften da so laufen, zumindest in Grundzügen. Aber man hatte halt ein Defizit an Durchblick und war nicht bereit, dieses zu beheben.


    Das war genauso offensichtlich wie die schlechte Arbeit der Presseabteilung des FCK. Auch so etwas, dass seit Jahren immer wieder unter Beweis gestellt wird. Aber hey, man lässt es laufen. Wird shcon nicht so schlimm sein. Gelegenheiten, dort grundlegende Änderungen anzustossen, hätte es genug gegeben. Auch bei der Besetzung der Stellen. Ich verweise nur noch einmal auf die PK vorm DfB-Pokal-Spiel gegen Düsseldorf, wo nebenbei noch der Sound von der Sitcom läuft, die der Mitarbeiter gleichzeitig schaut. Aber sowas is vereinsschädigend und rechtfertigt meines Erachtens aus diesem Grund auch fristlose Kündigungen. Was eine Chance gewesen wäre, sich kostengünstig von unqualifizierten Mitarbeitern zu trennen und entsprechende Plätze mit qualifizierten Kräften zu besetzen. Dann wäre vielleicht auch so manches Komödienstadl besser zu kommunizieren gewesen. Aber das braucht der große FCK eben nicht. Schliesslich hat hier irgendwann in grauer Vorzeit mal Fritz Walter gespielt und die 5 %, die man in vielen Bereichen mehr rausholen könnte, werden doch eh den Bock nicht fett machen. Sowas hatte man doch gar nicht nötig. Und jetzt wieder dieses Jammertal.


    Nochmal. Vieles an Fehlentwicklungen hat sich schon vor über einem Jahrzehnt erkennen lassen. Wenn man hinschauen wollte. Stattdessen hat man sich irgendwelche Blender gesucht, die Entwicklungen in deren Hände gelegt und dann Augen zu und beide Daumen gedrückt, dass man mal nen Glückstreffer landet. Aber es ist wie bei Jugendtalenten. Fähiges Personal geht schon lange woanders hin. Bei der Jugend inzwischen in einem Alter, dass der FCK auch von seiner tollen Jugendarbeit nicht mehr profitieren wird. Als obs die Bayern oder sonst wen jucken würde, für nen 15jährigen mal ne halbe Mille hinzulegen notfalls, bevor er noch irgendwann wirklich Interesse wecken und Geld kosten würde. Den FCK kann man mittlerweile ja aus der Portokasse abspeisen. Aber die Mitglieder haben das alles mitgetragen. Nein, nicht nur mitgetragen, sie haben die Retter noch gefeiert, bevor diese auch nur ihren ersten Arbeitstag hatten. Basis für diese Feiern? Keine eigentlich. Man hatte halt ein gutes Gefühl. Is immer wichtig ein gutes Gefühl zu haben. Das kennt jeder Kondomhersteller.


    Es sind inzwischen so unheimlich viele Dinge vorgefallen, dass man es gar nicht mehr schafft, die Verfehlungen überhaupt noch aufzulisten. Es gab so viele Auftritte Verantwortlicher, die peinlich waren, dass Wieschemann da gar nicht mehr heraussticht.


    Dabei müsste man bei vielem sich nur selbst ein Bild machen, aber eben ein kritisches. Ich nehm jetzt mal als Beispiel Martin Wagner. Ich erinner mich an so ein Video auf youtube, wo er zum Interview in der Fankneipe da ist. Kurz nach seinem Amtsantritt. Da hätte er in seiner Funktion als Repräsentant zwei Möglichkeiten gehabt. Entweder 2 Schorle früher Schluss zu machen oder sich ab nem gewissen Punkt nimmer zu äussern. Klar, davon geht die Welt net unter. Im Vergleich zu dem, was sonst in dem Verein läuft, ein Klacks. Aber hier ein Klacks und da ein Klacks. Das gibt dann ein Gesamtbild. Aber gut, er erzählt immer so finster und intim von den guten alten Zeiten. Das erwärmt den Fans natürlich das Herz. Und wenn einer, aus diesen Zeiten mit Recht berichten kann, dann er. Er steht eben ähnlich wie ein Miro Kadlec für glanzvolle Zeiten, als der FCK noch durch Europa tourte. Um hier jetzt nichts falsches rauslesen zu lassen. Ich hab nix gegen Wagner und auch nichts dagegen, wenn er die ein oder andere Schorle trinkt. Er hat sicher seinen Dienst für den FCK geleistet und dafür wird er hier auch immer zurecht verehrt werden. Es soll nur exemplarisch aufzeigen, dass es sich oft gelohnt hätte, genauer hinzuschauen und nicht nur das hören zu wollen, was man gern gehört hat. Was die Medien dem FCK heute noch andichten. Dass man doch eigentlich ein gefühlter Erstligist sei. Alles dummes Geschwalle. Aber es wirkt noch immer unbewusst.


    Jedenfalls find ich den Katzenjammer heute nur noch lächerlich. Man hätte einfach nur vor Jahren schon genau hinschauen müssen und Missstände beseitigen müssen. Stattdessen hat man von einer erfolgreicheren Zukunft geträumt und war bereit, jedem zu vertrauen, der skrupellos genug war, diese zu versprechen oder zumindest in Aussicht zu stellen. Die Führungen zerfleischen sich zwar seit Jahren regelmässig, aber selbst gewählt haben sie sich in all den Jahren nicht!

    Er dicht toll, er dichtet viel,

    selbst auf dem Golfplatz noch mit Stil.

    Von der Rettung des Prinzen redet er,

    eine Prinzessin stünde schon gewähr,

    Doch braucht der alternde Prinz ein Eheweib,

    oder doch eher Medizin für Geist und Leib?

    Nicht müde wird er zu betonen,

    dass er hat den Auftrag von 1200 Baronen....


    Eigentlich wollte ich zum FCK nichts mehr schreiben, einfach weil es nicht mal das virtuelle Papier wert ist. Und ich kann auch nicht beurteilen, ob dieser Mann das Rückgrat des Jahrtausends hat. Es mag sein. Vielleicht ist er genau der Richtige. Vielleicht auch genau das Gegenteil. Irgendwann sollte man doch mal lernen, dass man mit voreiligen oberflächlichen Urteilen...genauer gesagt Mutmaßungen besser vorsichtig wäre. Genauso wie mit Leuten, die es nötig haben, sich zu profilieren und Klarstellungen zu drucken. Wir sind hier beim 1.FC Dementi. Da druckt man einfach keine Klarstellungen.


    Und nein, das soll kein Statement gegen Wilhelm sein. Nur eben auch kein Statement für ihn. Lautsprecher gabs hier jedenfalls schon viele. Genau wie Aufsichtsräte, die lieber mit offenen Briefen regierten anstatt sich für gemeinsame Gespräche an einen Tisch zu setzen. Aber feiert nur schonmal denjenigen, der nicht müde wird betonen zu müssen, wie gerade heraus er ist. Letztlich eigentlich jetzt schon eine weitere Episode im Komödienstadl. Hoffentlich eine der letzten Episoden. Denn gegenüber Nicht-Fans ist diese jahrelange Verschwendung von Steuermitteln schon lange nicht mehr zu rechtfertigen.

    Du schliesst es in der jetzigen Situation aus, was ich auch für realistisch halte. Aber die momentane Lage darf eben keineswegs Bewertungsgrundlage sein, um mögliche Verfehlungen in den letzten Jahren anzusprechen. Und die patriotischen Amerikaner haben vor Corona durchaus immer mal wieder gern auf den europäischen Markt mit einem Produkt expandiert.


    Und ich geb dir auch mit der Arroganz recht. Das is zugleich auch die Antwort auf meine Frage, warum man solche Gedanken in den letzten Jahren nicht in Erwägung gezogen hat. Jetzt ist die Beer geschält. Da mach ich mir auch nix vor. Wie oft hab ich hier in den letzten Wochen was lesen müssen von irgendwelchen Tellerrändern. Das war wieder so ein Rand, wo man nicht drüber schauen wollte. Ähnlich wie zb. "Immer Fritz Walter und sein Stadion". Egal, ob das vielleicht im richtigen Moment nen bundesligatauglichen Stürmer finanziert hätte. Hauptsache am Türschild steht Fritz Walter irgendwie. Lauter solche Episoden, die deine These mit der Arroganz unterstreichen.


    Damals hiess es immer. Man muss x und y machen lassen und erst dann kann man sie bewerten. Jetzt hat man x und y machen lassen. Dann muss es auch erlaubt sein, im Rückblick ein kritisches Zeugnis bzw. eine kritische Bewertung auszustellen. Die Provinzbarone haben sich hier Jahre lang die Klinke in die Hand gegeben und jeder davon war noch schlimmer als sein Vorgänger. Das beste war aber der große Coca-Cola-Manager. Da hat man wieder gesehn, wie der Pälzer Bauer tickt. Oh Cola, das kenne mer sogar in de Palz. Aber alles was man net kennt, frisst der Bauer eben net.

    Die Amerikaner sind bekanntermassen ein sehr patriotisches Volk. Die werden jetzt erst mal schauen, dass sie den eigenen Kahn (Bekämpfung und Folgen von Corona) in den Griff kriegen. Das wird schon teuer genug. Da wird momentan keiner über die Landesgrenzen schauen. Womit die sich, was ja auch bekannt ist, schon im Normalfall schwer tun.

    War jetzt wieder Corona schuld? Wie lange gibt es diese Seuche und wie lange hätte der FCK Zeit gehabt, sich auf dem US-Markt umzusehen? Das is ja das selbe wie beim Sommermärchenprozeß, wo die Strafen verjährt sind wegen 6 Wochen Corona. Wohlgemerkt verjährt, nicht verwöchentlicht.


    Herrmann hat absolut recht. Der FCK hat auch dort wieder möglicherweise vorhandenes Potenzial nicht ausgeschöpft. Zum einen war und ist Kaiserslautern jahrzehntelang Headquarter für die US-Streitkräfte in Europa, Stichwort K-Town. Zum anderen ist Kaiserslautern einer der führenden Standorte Deutschlands in Bezug auf Digitalkram. Firmen, die da Bedarf haben, sitzen vor allem in den USA und Kanada. Und die Gamingindustrie brummt. Man muss sich nur mal so Plattformen wie twitch anschauen. Gabs grad letztens erst ne Doku im ZDF mit dem Untertitel "Die Neureichen von San Francisco". Das Stadion hätte sowohl als Vorstellungsplattform für universitäre Projekte wie auch als Veranstaltungsplattform von Veranstaltungen wie gamescom wunderbar dienen können. Ist doch alles vorhanden, sogar ne riesige Videoanzeigetafel. Und wer weiss, vielleicht hätte so die ein oder andere Veranstaltung auch in ein Sponsoring oder ähnliches führen können. Man hätte es nur geschickt verkaufen müssen, um sich da in ne mögliche Pole Position zu bringen. Und der Digitalbereich steht noch immer am Anfang, obwohl da inzwischen schon vieles geht. Ausgereizt is da noch gar nix. Und selbst wenn am Ende nicht der Jahrhundertdeal rausgekommen wäre, hätte da auch nicht viel schief gehn können beim Versuch. Es hätte nur den Mut und die Vision gebraucht. Ich hab sowas vor Jahren schonmal skizziert und wurde dafür ausgelacht. Da wurde noch vom tollen Säulenmodell geschwärmt und jede andere Herangehensweise war mindestens Blasphemie.

    Ich glaube nicht. Wenn das so wäre, hätte diesen Teil des Regelwerks bestimmt schon jemand ans Licht gezerrt. Ich gehe davon aus, dass man sich vorher nicht vorstellen konnte/wollte, dass dieser Fall mal eintritt.

    Es ist mir nur unverständlich, dass das so lange dauert zu einer Entscheidung zu kommen. Die haben Armeen von Juristen, Wirtschaftsfachleuten und was auch immer. Das darf für eine solch grosse Organisation doch kein Problem sein, in einer akzeptablen Zeitspanne, eine wasserdichte Lösung zu entwickeln.

    Kann ich mir auch net vorstellen. Was hätte kommen sollen, dass der Fußball pausiert. Das ist nicht mal 1945 unter allierter Lufthoheit passiert. Da wurde in Hamburg noch gespielt. Gab sicher den ein oder anderen Bombenschuß.

    Wobei ich gelassen für keine gute Wortwahl halte. Mir gehts nicht um Gelassenheit im Umgang mit dem Thema. Eher versuch ich durch Erinnerung an meine eigene Zeit in dem Alter Verständnis aufzubringen. Ich kann mich zum Glück noch erinnern, was ich so mit 18 gemacht hab. Da hab ich mich halt auch wenig bis gar nicht mit dem beschäftigt, was ausserhalb meines täglichen Umfelds passiert ist. Deswegen würd ich gelassen durch verständnisvoll ersetzen.

    Ich kann sowohl deine Sichtweise, wie auch deine Aufregung, nachvollziehn. Aber ich kann halt auch verstehen, dass ein junger Mensch sich über sein Verhalten nicht immer Gedanken macht. Ok, Kalou ist glaub 34. Da könnt man mehr erwarten. Aber überleg doch mal. Ein Mann Anfang 20 steht voll im Saft und strotzt vor Vitalität. Is doch klar, dass der sich wenig Gedanken macht, wenn er von einem Virus hört. Und eine Informationspflicht besteht da ebenso nicht. Ich hab auch aufgehört, mich weiter über dieses Virus in den Nachrichten zu informieren. Einfach, weil ich die Nachrichten so unerträglich finde mittlerweile. Letzte Woche gabs im Heute-Journal! Zahlen über das veränderte Kaufverhalten der Deutschen während Corona. Ein Punkt war, der Absatz von ferngesteuerten Vibratoren sei um 15 % gestiegen. Das kannst in ner Satiresendung bringen (die Heute-Show hats auch aufgegriffen), aber doch nicht im Heute-Journal. Nicht, dass ich so prüde wäre, dass ich ein Problem mit ferngesteuerten Vibratoren hab. Aber in nem Heute-Journal hat das nach meinem Verständnis nix verloren, wenn man ernst genommen werden will.


    Ein Fehlverhalten Kalous bleibts natürlich. Aber das Fehlverhalten besteht darin, sich mit Leuten zu unterhalten, so wie es vor Corona absolut üblich und null verwerflich war. Für mich ist jedenfalls klar, dass nicht jeder den geistigen Horizont hat, da mit Weitblick zu agieren oder dass nicht jeder überhaupt Interesse hat, sich damit zu beschäftigen. Nur Dummheit ist kein Verbrechen. Würden die Knäste dieser WElt auch gar nicht schaffen. Und es muss zumindest erlaubt sein, dies anzumerken, ohne damit Kalous Aktion gutheissen zu müssen.


    Anderes Beispiel noch. Ich schau öfter mal Leuten über Twitch beim zocken zu. Da hat sich letzte Woche einer echauffiert, weil sich in der USA Menschen zum Protest versammelt haben. Seine Lösung war: "Alle einknasten". Dazu bleibt mir nur zu sagen, wehret den Anfängen. Denn alle einzuknasten, so dass wirksam gegen die Ausbreitung von Corona gehandelt würde, wäre nichts anderes wie die Leute zu konzentrieren. Und damit haben wir gelinde gesagt, keine so guten Erfahrungen gemacht wie weithin bekannt. Ich verstehe, dass derjenige damit die Ausbreitung des Virus vermeiden will, aber wenn da ordentliche Gerichte drüber entscheiden sollen weiterhin, dann dauert das so lang, dass die noch ein paar hundert Coronademos machen können. Manchmal auch noch länger, wenn man an die Sommermärchengeschichte denkt. Langer Rede, kurzer Sinn. Man kann das von Kalou schlecht heissen, keine Frage. Man kanns aber auch andersrum sehen und es als mahnendes Beispiel erkennen, was die Lockerungen zwangsläufig mit sich bringen werden. Es hat sich doch shcon zum Teil eingespielt. Wenn es Alltag wird, wird auch die Vorsicht zurückgehen. Und wie gesagt, heute beim Tierarzt, mit anderen Kunden, Tierarzthelferinnen usw. bestimmt 15-20 Menschen auf 10x10 Meter. Geht halt dort nicht anders. Ich tue mir jedenfalls schwer, den Kerl jetzt zu "steinigen". Denn er hat wie gesagt nichts getan, was in normalen Zeiten nicht absolut banal wäre. KRitik ja, Hexenjagden (und Suspendierung) eher nein. Das mag ein Standpunkt sein, der viel Gegenwind erfährt, trotzdem ist er es wert, vertreten zu werden in meinen Augen.


    Ansonsten zeigt es nur eins, Das Konzept der DFL passt in einer perfekten Welt. Diese gibt es aber nicht. Das hat das Video gezeigt. Und damit erneut die Frage gestellt, ob Fußball verantwortungsvoll ist als Risikoveranstaltung. Und die ist es und wird es bleiben. Wieviele werden grillen und Fußball gucken am großen Flatscreen vom Kollegen?


    Edit: Und achso, was deinen Sohn angeht. Keine Ahnung wie alt der ist. Aber gehen wir einfach mal von 12 aus. Weisst was der sich denkt, wenn er nächste Woche wieder in der Schule mit ner Menge Gleichaltriger unterwegs ist? Am Schluss wer vielleicht noch nen Fußball mitbringt. Meinst, der hält sich dann an Pandemieregeln, weil du es ihm eindringlich erklärst oder wird er einfach hoffen, dass du es nie erfährst? Versetz dich mal zurück in das Alter. Die Antwort kennste, denk ich. (Mag bei deinem Sohn natürlich besser laufen, aber es geht um den Normalfall)

    Warum wird der Kalou genau jetzt so gehatet? Weil dort junge Menschen zusammenkommen, die körperlich noch in Topverfassung sind und sich alleine deshalb nicht als Gefahrengruppe wahrnehmen? Weil im täglichen Umgang die strikten Massnahmen in Vergessenheit geraten? Ich komm grad vom Tierarzt. Dort arbeiten auch Menschen mit runtergezogener Maske und greifen sich ins Gesicht, um diese wieder zu richten. Was bei diesen dämlichen Masken mit einer Brille überhaupt nicht zu vermeiden ist. Ich greif mir damit ständig ins Gesicht, und das nicht mal unbewusst. Aber anderes Thema.


    Warum soll jetzt ein Fußballprofi also sich päpstlicher wie der Papst verhalten? Überall hört man von Lockerungen, schon seit Tagen. So sieht das halt aus, wenn man die richtigen Signale aussendet. Die bekannten Infektionszahlen haben nach Abzug der Toten und Geheilten in den letzten Wochen nie eine Menschenmenge ergeben, die nicht in den alten Betze gepasst hätte. Dass was Kalou da macht, passiert sicherlich zig und zig tausendfach jeden Tag auch woanders. Aber dort ist keine Basis fürs echauffieren. Und wie oft hat man hier gehört, die Wirtschaft muss laufen. Bin mir sicher, Kalous Einkommen trägt da auch seinen Teil bei. Das wird noch krasser werden. Bei uns vorm Supermarkt stehen auch schon junge Menschen in Gruppen im Eingangsbereich rum. Is halt ein guter Treffpunkt und ein kurzer Weg zum sommerlichen Radler. Wenn es hier wirklich um den Schutz der Menschen vor Corona gehen würde, dann hätte man einfach keine solchen Signale aussenden sollen, die zu so einem Verhalten anregen bzw. weniger Bewusstsein schaffen. Das geht aus wirtschaftlichen Gründen eben nicht. Is ja ok. Aber dann braucht man auch nicht den Moralapostel raushängen lassen. Der Typ hat nichts gemacht, ausser sich mit Mannschaftskameraden zu unterhalten streng genommen. Und dafür soll er jetzt nen Kreuzweg kriechen? Is doch lächerlich.

    Ostalb-Devil

    Zuerst einmal. Ich habe deinen Post nicht zitiert, weil ich dir persönlich damit irgendwie Vorwürfe machen wollte. Ich hoffe mal, das ist auch nicht so angekommen.


    Zum Thema. Wir stehen an sich thematisch nicht mal weit auseinander. Es stört mich auch net, dass ich mit 2 Jobs noch was abgebe über Steuern und mir eben den Frisörbesuch für 18 Euro nicht leisten kann. Genauso wenig wie ich in Urlaub fahre, obwohl ich als Historiker Rom mal gerne sehen würde. Das muss ich zugeben. Aber es ist eben nicht machbar und wenn es machbar wäre, würde ich mich immernoch fragen, ob es wirklich soooooo wichtig wäre, dass ich mal sagen kann, hey ich bin als Tourist durch Rom gehetzt. Auch stört es mich nicht, wenn andere sich irgendwas erarbeitet haben und dafür entsprechend entlohnt werden. Das wäre ja auch bei dem von dir angesprochenen Grundeinkommen hoffentlich so, dass diejenigen, die sich engagieren, immernoch mehr von dem System profitieren müssen. Aber was musst man hier alles lesen die letzten Wochen? In Erinnerung geblieben ist mir zb. der Begriff Neidkultur. 5 % der Deutschen halten über 95 % des Vermögens in Deutschland. Darf man das kritisieren? Nach so einigen Schlaumeiern hier nicht.


    Dann kommt immer das Gesülze von wegen die Wirtschaft sorgt dafür, dass es uns allen gut geht. Ich kann nachvollziehen, dass eine starke Wirtschaft ihre Gewinne zum Teil auch weitergibt, damit die Leute genau diese Wirtschaft mit ihrem Konsum weiter füttern können. Keine Frage. Aber was nicht stimmt, ist dass es allen gut geht. Es geht der Mehrheit gut, das ist nötig, damit die Mehrheitsverhältnisse gewahrt bleiben und alles seinen Gang geht. Dabei sind Dinge wie Altersarmut, Kinderarmut, Tafeln usw. keine Erfindungen irgendwelcher Verschwörungstheoretiker. Aber was passiert, wenn sich die Abgehängten versuchen zu organisieren, sieht man gut am Umgang mit der AfD. Beileibe ich bin absolut kein Freund dieser Partei. Aber zuerst hat man jahrelang von seiten der etablierten Parteien mit Ignoranz reagiert, als dann die Unterstützungszahlen in die Höhe schossen, hat man die Partei als Nazis (was Teile davon unstrittig sind) bezeichnet und mit dem Geschütz Verfassungsschutz agiert. Und als man dann keine anderen Lösungen mehr gesehen hat, hat man mit ihnen paktiert wie in Thüringen. Das ist moralisch verwerflich, aber legitim. Und dann hat man eine gültige Wahl annulliert und wählt offenbar solange neu, bis einem das Ergebnis passt. Und dann über Trump lachen. Aber ich schweife ab.


    Letztlich geht es zumindest mir jedenfalls nicht darum, anderen ihren Wohlstand wegnehmen zu wollen. Aber es wäre ein Anfang in Betracht zu ziehen, dass man in einer Blase lebt und eben nicht immer von sich auf andere schliessen kann. Wie hat das Volker Pispers mal gut auf den Punkt gebracht: "In Deutschland kann jeder reich werden, eben nur nicht alle". Und wenn man wie ich die letzten Jahre echt am Existenzminimum gestrampelt hat, eben nochmal einen Bildungsweg bestritten hat, kostenlos Veranstaltungen an Uni gehalten hat, sich mit befristeten Verträgen über Wasser halten muss, die eh alle 2 Jahre gekündigt werden, weil sonst ein Anspruch entstehen würde, dann muss ich zu dem Schluss kommen, dass ich am Wohlstand dieser Gesellschaft nicht partizipiere. Dies zu bemängeln, reicht allerdings offensichtlich schon, um von Schmarotzer zu sprechen. Obwohl ich nicht mal wem auf der Tasche liege. Und da muss ich dann sagen, sollten manche von ihrem hohen Ross mal runterkommen. Dabei verlange ich keineswegs, dass man die Sichtweise teilt, aber man könnte zumindest versuchen, mal nen anderen Blickwinkel in Betracht zu ziehn. Und auch was die wahren Schmarotzer angeht, kann man sicher geteilter Meinung sein. Für mich sind es diejenigen, die ein Konjunkturprogramm nach dem anderen in den Arsch geschoben bekommen, es aber nicht schaffen, diese Pushs (für die man von mir aus als Leitindustrie noch Verständnis haben kann) für den Umstieg auf Elektromobilität zu nutzen, sondern mit getürkter Schadstoffsoftware nach noch mehr Gewinnmaximierung streben, um ein paar windige Börsenspekulanten reich zu machen. Daher kommt diese ungerechte Verteilung und ihr Fundament. Die Putzfrau von neben an kann eben nicht von ihrem Lohn soviel abzweigen, um bisle Roulette zu spielen. Geld geht immer dort hin, wo sich seine Verwandten befinden. Das mag unumkehrbar sein, aber man könnte zumindest versuchen soweit gegenzusteuern, um diesen Effekt zu bremsen. Stattdessen sieht man Leute (die trotz schlechter Bezahlung) in einer Großstadt nahe ihres Arbeitsplatzes leben müssen, und die gehen mittlerweile auf die Straße, weil die Aktionäre von Wohnovia oder wie der Dreck heisst, Rendite sehen wollen und dann wie immer im kapitalistischen System jedes Mittel recht ist.


    Apropos. Ich lese gerade ein Buch von einem gewissen Norman Angell aus den Jahren des Ersten Weltkriegs. Dort beschreibt er den Gedanken, dass militärisch geführte Kriege eigentlich total obsolet geworden seien, weil durch die globale Vernetzung damit immer eine Selbstschädigung der eigenen Wirtschaft einhergeht und das Wirtschaftskrieg das neue Mittel der Wahl wäre. Jetzt sind wir 100 Jahre später. Erstaunlich und erschreckend zu gleich, wie sehr seine Vorhersagen heute der Realität entsprechen.


    Edit: P.S Betzefensi hat meine Antwort auf deine Aussage im anderen Thread irgendwie verschoben. Sinnvoll fand ich das nicht, aber das kann er wahrscheinlich besser beurteilen. Ich antworte jetzt aber wieder hier, weil ich auf erneut auf deinen Beitrag reagiere. Nur falls die Äusserung hier jetzt auch wieder nicht reinpassen sollte vom Thema her.

    Und mein letzter Satz zum Thema an sich: es bestreitet hier doch niemand die Existenz von prekären Lebenssituationen und von pervertierten Systemen. Aber man darf es halt nicht verallgemeinern. So wie es schamlose Ausnutzer der Systeme gibt, aller Systeme, so gibt es die die darunter leiden. Leider

    Man sollte aber auch nicht von oben herab urteilen, ohne jegliche Kenntnis der Umstände. Und genau das passiert hier ganz oft. Immerhin hat der Ronnie Wendt mal vor 20 Jahren oder so ne Umschulung gemacht und jetzt läufts. Egal wie lang das her ist, wenn er das kann, muss das ja bei jedem passen. Und wenn nicht kann derjenige ja putzen gehn.


    Und das beste is die Feier unseres Sozialstaates hier, der nur existiert, damit keiner in Armut leben muss. Frag mal die Menschen an Tafeln. Die werden dir das bestimmt bestätigen. Könnte natürlich auch sein, dass man solche Leute lieber mit ein paar Peanuts abspeist, weil es sonst zu Bürgerkriegszuständen kommen würde. Wäre dem nicht so, würden auch noch die letzten paar Euro in die immer selben Taschen "gewirtschaftet".


    Und ich frag mich echt, mit welchem Recht glauben Leute hier urteilen zu können. Bei so Geschwätz muss ich sagen, die bräuchten eigentlich mal dringend ne soziale Notlage, um mal von dem hohen Ross runterzukommen. Aber nein, das kann man keinem wünschen. Aber es ärgert mich massiv.


    Ich hab die letzten Jahre sogar 2 Jobs gehabt, um über die Runden zu kommen und bei beiden Versicherungs- und Steuerabgaben bezahlt. Zudem noch KfW-Kredit zurückgezahlt. Denn ich Schmarotzer habe nicht wie viele hier im Land mein Studium über Bafög finanziert, sondern selbst. Ich habe mir dabei 6 Jahre den Arsch aufgerissen und einen top Abschluss gemacht. Und danach noch als Doktorand eingeschrieben. Nebenbei als freier Mitarbeiter Beiträge für ne Zeitung geschrieben und wissenschaftliche Aufsätze für Sammelbände etc verfasst. Ok, für die Zeitungsaufsätze hab ich sogar ein paar Euro bekommen. Die Betonung liegt auf ein paar. Jeden wissenschaftlichen Aufsatz unterstützt aber keine Sau. Es geht gar nicht darum, wieviel ich da pro Arbeitsstunde verdiene, die ich da reinstecke. Nein, ich muss rechnen, wieviel ich pro geleisteter Arbeitsstunde drauflege und versuchen diesen Betrag nicht zu hoch werden zu lassen. Hätte eigentlich auch ne Ausstellung in nem heimischen Museum gestalten sollen, weil ich es durch viel Engagement und Herzblut geschafft habe, dass Leute mit "politischer Relevanz" mir komplette Reisekoffer mit Familiendokumenten mit "Freibrief" zur Verfügung gestellt haben. Bestimmt, weil sie gedacht haben, der Schmarotzer ist genau der Richtige. Was hätt ich also bekommen für die komplette Konzeption und Gestaltung einer Ausstellung? 100 Euro wären es gewesen! Allein das Anfordern von Dokumenten aus Landesarchiven (geht ja in Corona nicht anders, hätte aber auch vor Ort Geld gekostet) hat mich 120 Euro gekostet. Also 20 Euro draufgezahlt. Und wieviel Arbeitsstunden reingesteckt? 200 etwa. Immerhin, bei 20 Euro minus auf 200 Std. is der Verlust je Std. natürlich vernachlässigbar. Ich kämpf mich mit nem Hungerlohn durch, mache nebenbei noch ne Menge wissenschaftliche Arbeit und bezahle von meinem Geld jeden Monat 350 Euro alleine an die KfW. Wie das gehen soll, mit paar Hundert Euro im Monat, wissen die Experten hier natürlich ganz bestimmt. Sie haben ja den Arbeitsmarkt kurz vor oder nach der Wiedervereinigung gerockt. Und da fragt keiner, ob mir das grad passt wegen Corona oder sonst was. Aber hey, wahrscheinlich sollte ich es mir leichter machen und einfach Planinsolvenz anmelden, so wie es für Schmarotzervereine aus der Pfalz als Chance gefeiert wird. Drauf geschissen, ob wer anders dann sein Geld nicht mehr sieht. Informiert hab ich mich schon. Die Fristen wurden sogar von 7 auf 3 Jahre runtergesetzt. Dann wär ich den ganzen Quatsch los und müsste nicht noch auf Jahre für etwas bezahlen, dass mir in GEgenleistung eigentlich die Chance hätte geben sollen, solche Ausgaben auch zu bewältigen. Übrigens empfohlen vor vielen Jahren von der ARGE während einer 6monatigen Arbeitslosigkeit.


    Die Realität bei denen gibt das aber auch net her. Da hat jeder Sachbearbeiter 100 Fälle, die er betreuen muss gleichzeitig. Da waren bestimmt sogar welche dabei, die mit höheren Idealen und Zielen dort angetreten sind, aber inzwischen durch die Flut an Fällen abgestumpft sind. Is ja auch verständlich. Es braucht schliesslich monatlich auch zig Mitarbeiter, die mit wichtigerem beschäftigt sind. Z.b. alle Krankmeldungen, Urlauber, Schulungsteilnehmer etc aus der Statistik rauszurechnen, damit die Tagesschau abends keine erschreckenden Zahlen präsentieren muss und sich in Folge dessen hier viele Leute feiern können, weil doch alles gut ist in unserem Sozialstaat. Das ist mir hier im Forum gerade wieder klar geworden. Vor allem aber sind hier ganz viele Dummschwätzer unterwegs, die sich viel zu lange in ihrem Wohlstand gesonnt haben. Na hoffentlich bricht das Sozialsystem wirklich zusammen. Die Schmarotzer wirds kaum treffen, sondern nur die, die was zu verlieren haben. Und dann wird die Frage nicht mehr sein, ob man hoffentlich wegen Corona den achso wohlverdienten Sommerurlaub antreten kann. Die Erfahrung würde einigen hier richtig gut tun.

    Ich möchte nur so viel zu dem Thema sagen, jeder ist seines eigenen Glückes Schmied, wer hier in Deutschland aufgewachsen ist, die Möglichkeit hatte sich entsprechend zu bilden und trotzdem Harz 4 Empfänger ist, der sollte nicht bei der Gesellschaft die Schuld suchen sondern in den Spiegel schauen.

    Da sieht man mal wieder, wieviel Bullshit Leute im Internet so von sich geben, wenn der Tag lang ist. Würdest dich vielleicht lieber zu Dingen äussern, die du beurteilen kannst. In meinem Fachbereich findet jeder Zweite keinen Job, der mit der Ausbildung irgendwie in Zusammenhang steht. Und da sind Leute mit Dr.-Titel usw dabei. Aber Hauptsache mal was gesagt.

    Und genau das ist so verdammt schwer. Da ist es doch viel einfacher den Flüchtlingen, den hochbezahlten Managern oder den Politikern die Schuld geben und seinen Rüssel anschließend wieder in die Jackyflasche halten.

    Vielleicht solltest du mal wieder den Rüssel aus der Jackyflasche nehmen.

    Und trotzdem wissen wir alle, wie es kommen wird. Der Fussball wird weitergehen. Oder macht die Mafia Coronapause?


    Eben erst mitbekommen, dass der Prozeß wegen der dubiosen Zahlungen beim Sommermärchen eingestellt wurde, weil dank Corona die Verjährungsfristen überschritten wurden. Zum Glück können Gerichte nicht ohne die Menschenmassen arbeiten, die täglich die Gerichtssäle füllen. Manche Geschichten kannste einfach gar nicht so gut erfinden. :rofl::rofl::rofl::rofl:


    War ja auch erst 2006. 14 Jahre. In so nem Zeitraum sind schon 1000jährige Reiche untergegangen. :ausflippen:


    Das war mit Abstand das Highlight meines Tages.

    Tja-Heinz: Man kann ja das Parteibuch von Herrn Lauterbach nicht mögen, aber das er als Epidemiologe ein Fachmann ist für solche Dinge ist, (von denen es bei uns nicht sehr viele gibt) sollte man dabei auch berücksichtigen.

    Ich muss ehrlich sagen, bei mir spielt die Parteizugehörigkeit keine Rolle in der Beurteilung. Diese Profilierungssucht gepaart mit dem Versuch an dieser Epidemie gut zu verdienen, stösst mich total ab. Und der Mann tritt ja nicht nur in "wissenschaftlichen" Debatten auf, den findest sogar im Comedybereich momentan. Und erzählt dort von seiner Fliege teilweise. Dabei lass ich mal komplett aussen vor, ob es hilft, jeden zweiten Tag (bei einem halbwegs dosierten Auftreten könnt ich noch versuchen Verständnis aufzubringen) in ner anderen Sendung zu sitzen als Epidemiologe, der sich seit Jahren eh nur mit dem Thema Politik beschäftigt? Deswegen stimme ich Maggo zu. Ich frag mich manchmal, ob man dieses dünnsinnige Geschwätz nicht ebenfalls als gesundheitliche Coronafolge betrachten muss. Weh tuts auf jeden Fall, sich das anzuhören.


    Ähnlich schlimm sind für mich höchstens noch Leute wie Kerner oder Özdemir, die uns immer updaten müssen, wie ihr Verlauf grad ist. Ich schreib denen doch auch nicht dauernd Briefe, in denen ich sie über die Konsistenz meines Stuhlgangs informiere. Meine Fresse.

    Ich weiss nicht, warum du dir solche Mühe machst wegen der Vorwürfe. Nicht falsch verstehen, ich find deine Ausführungen korrekt. Die Beiträge von dreispitz haben im Normalfall auch mehr Substanz. Deswegen würd ich das net dramatisieren. Wie du gesagt hast, es ist völlig legitim zu diskutieren. Hätte die Politik klare Aussagen gebracht, hätten die Medien das Thema nicht totgekaut, dann gäbe es auch mehr Konsenz. Denn die Bürger haben nach der ersten klaren Ansage sich absolut angebracht verhalten. Die Akzeptanz ist also eigentlich da, das Gefahrenpotenzial erkannt. Wenn es nun zu Demos kommt u.ä. ist dies für mich nur ein Ausdruck schlechter Kommunikation, für deren Planung offensichtlich wegen irgendwelchen Orgien nicht mehr die nötige Zeit vorhanden ist.


    Nur ein Beispiel. Eine Krise, die in letzten Wochen ohne das Tragen von Masken trotzdem "beherrschbar und beherrschbarer" (an sich schon dummes Geschwafel) geworden ist, lässt sich nun ohne Mundschutzpflicht nicht mehr weiterführen. Also nix beherrschbarer. Und dann labert man was von Mundschutzpflicht ohne die nötigen Voraussetzungen dafür stellen zu können. Alles bla, bla, bla. Da hat der Wahlkampf begonnen, man kann irgendwas halbwegs positives berichten, dann gehn die Umfragewerte bei der Beliebtheit so shcön nach oben. Das widerlichste sind die Gestalten, die jetzt in jeder Talkshow auftauchen. Bei Karl Lauterbach besteht da auf jeden Fall ein exponenzielles Wachstum. Und wofür? Um die Leute zu informieren? Das is dem doch egal. Das macht sich aufm Kontoauszug gut, sonst gar nichts.

    Wie auch immer. Eins weiss ich. Ich werde nur eine Maske tragen, wenn mir diese am Eingang des Geschäfts kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Ich habe keine Möglichkeit, mir eine zu erstellen, noch diese sinnvoll nach Nutzung zu behandeln. Wird man mich am Eingang eines Geschäfts abweisen, werde ich das akzeptieren. Dann geb ich mir 2-3 Wochen, bevor der Hunger so extrem sein wird, dass ich einen weiteren Einkaufsversuch starten werde. Und dann werde ich herausfinden, ob mich jemand beim betreten aufhält. Vorausgesetzt, er ist körperlich in der Lage dazu. Denn das wird dann relevant werden.

    Sollte man jetzt einwerfen, dass Neoliberalismus und Keynesianische Wirtschaftspolitik in der BRD dauernd abgewechselt haben? Und dass sich das mit den Namen Erhard und Schmidt ganz gut verdeutlichen lässt? Oder dass die zwei kleinen Weltkriege zwischen Bismarck und der BRD doch einen Einschnitt darstellen und wirtschaftliches Handeln in bestimmte Bahnen gezwungen haben? Man könnte sogar anmerken, dass die Mittel der KfW, die jetzt massig ausgeschüttet werden, auch im Neoliberalismus angelegt wurden als Gegenwertmittel zu den Marschallplanhilfen. Deswegen is die Forderung von Flintenuschi für nen zweiten Marschallplan auch so lustig. Ach nein, ich lass es lieber. Für ausufernde Erklärungen hab ich grad nicht die Ruhe.

    Man sieht das Paradoxe doch am besten bei der Maskenpflicht, die mal gilt und mal nicht. Zum Glück leb ich nicht in Sachsen, ich hab nämlich keine Maske und auch keine Nähnadel im Haus. Und wie die Leute an die Masken für die Pflicht kommen sollen, darüber hab ich bisher gar nix gehört. Ich wart noch drauf, bis der erste aus Hygienegründen mit Sturmhaube in die Bank geht. Ach halt, das war was anderes. :biggrin: