Ich begegne lediglich der scheinbar einzig richtigen Lösung, Grammozis ohne Alternative rauszuwerfen. Mit dem Interimsteam hat es in Magdeburg auch nicht geklappt. Und da Grammozis nach Schuster auch nicht die passende Lösung war, plädiere ich dafür, keinen Schnellschuss zu machen, bei dem dann erneut die hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass es schief geht. Das, was die meisten hier fordern, ist in meiner Lesart genau das: Den gleichen Fehler ein 2tes Mal machen.
Wenn man den damaligen Aussagen Glauben schenken darf, gab es ja (insofern ich mich richtig erinnere) einen oder mehrere alternativlose Gründe für die kurzfristige Entlassung von Schuster, die nicht auf dem Platz selbst, sondern eher daneben zu finden waren. TH wirkte damals unmittelbar nach seiner Freistellung vor dem Spiel in Magdeburg auch ziemlich angefasst, ohne dass ich mich jetzt hierbei an den üblichen Spekulationen beteiligen möchte. Dass es damals offensichtlich keinen „Plan B“ auf dem Cheftrainerposten gab, möchte ich Hengen da absolut nicht ankreiden.
Im Falle von Grammozis finde ich es allerdings jetzt sehr bedenklich, dass man vor dem Hintergrund der Ergebnisse aus den vergangenen Wochen und der extrem-angespannten Situation in der Tabelle, offensichtlich nicht schon zum Beginn der Winterpause und nach dem Spiel in Braunschweig bei anderen möglichen Kandidaten zumindest einmal in losen Gesprächen vorgefühlt hat, ob sich der-/diejenigen zukünftig eine mögliche Rolle als FCK-Cheftrainer oder Feuerwehrmann potentiell hätten vorstellen können - gerade wenn man schon zum damaligen Zeitpunkt um das schwere Standing von DG wusste und er offensichtlich zum Zeitpunkt seiner Verpflichtung auch nicht die A-Lösung auf dem Trainerposten gewesen ist, wie überall kolportiert wurde.
Hengen hat doch selbst immer wieder betont, dass im Laufe einer Saison eigentlich ständig in alle Richtungen „Gespräche“ geführt werden und dass so etwas auch zum ganz normalen Berufsfeld/Tagesgeschäft eines GF Sport gehört. Ich persönlich hätte einen solchen Dialog deshalb schon zum damaligen Zeitpunkt ebenfalls für ein sehr wichtiges Szenario gehalten, damit man bei einem möglichem „Supergau“ mit der B-Trainerlösung Grammozis, direkt handlungsfähig ist und nicht wieder mit heruntergelassener Hose dasteht. Leider scheint aber genau das nun wieder der Fall zu sein, besonders professionell und vorausschauend wirkt diese Handlungsweise auf mich da leider nicht.