11. April 2008 - Spox.com : Teber und Seitz im Interview - "Hoffentlich räumt Kuntz die Bude auf"

  • Bingo! Und genau dass will man wohl als FCK-Fan nicht wahrhaben. Das da ein Verein, ein Nobody bis dato, in der Lage ist, nicht einfach nur zu Wachsen, sondern entsprechend Strukturen zu schaffen. Strukturen, Konzepte, die auch nachhaltig Wirkung haben werden und den Verein bestens aufgestellt erscheinen lassen. Da bei uns, DEM Traditionsclub, sowas immo eben nicht machbar ist (bzw. über Stefan Kuntz hoffentlich jetzt wieder seinen Anfang nehmen wird), darf das bei nem anderen Verein schonmal gleich gar nicht so geschehen.


    Also entweder verschließt man sich blindlings aller Tatsachen ... oder der Neidfaktor ist doch größer als man sich eingestehen mag.


    MfG
    canelon

    Vollste Zustimmung! Dazu die Ergänzung, daß er seinen Sohn schon seit langem eingebunden hat.
    Dieses Gesamtpaket ist m. E. das, was man auch als perspektivisches Denken ansehen kann.

  • Genau das ist der springende Punkt: Hopp pumpt nicht einfach Geld in den Verein, Hopp schafft solide Strukturen. Wenn er in ein paar Jahren aufhören würde, wäre Hoffenheim so gut aufgestellt, dass sie auch ohne ihn schwarze Zahlen schreiben würden. Im Gegensatz zu der nicht enden wollenden Geldvernichtung am Betzenberg zahlen sich seine Investitionen nämlich aus.

    Er pumpt nicht einfach Geld in den Verein? Woher kamen die 20 Mio € denn dann für die Neuverpflichtungen? Auch wenn er Strukturen schafft, er gibt auch genügend Geld für Transfers zur Verfügung, die so NIEMALS zustande kommen würden und das macht meiner Meinung nach einfach den Sport kaputt.
    Und was is der Unterschied zwischen nem Investor wie Hopp und nem Sponsor wie DVAG? Ganz einfach, ein Sponsor verlangt ne Gegenleistung, zB dass er Werbung auf Trikot, Banden oder sonstwo machen darf. Ausserdem zahlt ein Sponsor auch nicht immer wieder, sondern einen festgelegten Jahresbetrag und vll Prämien. Ein Investor wie Hopp dagegen kann (muss aber nicht) von einem Tag auf den anderen sagen - ok ich hab hier noch Geld übrig, holt doch noch nen guten Spieler. Sowas kann sich doch ein Sponsor im Normalfall nicht leisten. Und Hopp wirbt dafür auch nich auf dem Trikot oder auf Banden. Er gibt das Geld einfach. Obs sein Heimatverein is oder nich... das hat alles nix mit Sport zu tun, das ist vielleicht moderner Sport, aber wenn dem so is, dann will ich lieber wieder altmodischen Sport. Ach übrigens, nen Sponsor hat eigentlich auch jeder Verein, nen Investor dafür nur wenige Vereine und die Investoren verzerren einfach den Wettbewerb. Wenn Hopp wirklich nur in die Jugend und die Struktur investieren würde, ok. Aber 20 Mio € für Transfers bereitzustellen is für mich einfach ne Sache, die ich nich verstehen und akzeptieren will. Nur weils einigen Herren da nich schnell genug richtung Liga 1 ging. So weit ist der Sport schon gekommen.

  • "Teber: Lautern hat eine riesige Tradition und ein schönes Stadion. Das bekommen wir jetzt auch.


    ja, wir haben das.
    hoppenheim bekommt vieleicht ein stadion, aber tradition kann man weder kaufen noch von heute auf morgen geschenkt bekommen.

    Einmal editiert, zuletzt von Betze Buub ()

  • natürlich will der schnellst möglich in die 1.Liga weil dort Gewinne eingefahren werden können. Es gibt nämlich keinen UEFA Cup oder CL für die B-Serien und hohen Fernsehgelder. Mit seinen Invetitionen setzt Er natürlich einen soliden Grundstein für Erfolg. Da muss man neidlos anerkennen das gut gewirtschaftet wird, bin mal auf die Ablöse von Eduardo oder Ba gespannt.

  • Ich finde es einfach schlimm, dass sich ein einziger Mann die Bundesliga erkaufen kann!
    Kann ein einziger Mensch tatsächlich so viel Geld verdienen, dass er mehr wert ist als Hunderttausensde von fans, die mit ihrem leider -beschrankten Geldbeutel - aber mit heißem Herzen hinter ihrem Verein stehen?
    Dieses System, in dem ein einziger Mann sich mehr leisten kann als hunderttausend andere - will mir einfach nicht in den Kopf.
    Hat er - um mit Brecht zu sprechen - sich das wirklich das allein erarbeitet oder hätten nicht viel andere Anspruch auf einen großen Teil dieses Vermögens (seine Mitarbeiter!) ?
    Oder hat er tatsächlich jeden Tag 1000 Stunden gearbeitet, um sich dieses Geld zu verdienen?
    Dass dann einer sich so nebenbei einen Bundesligaklub kaufen kann - sogar sportliches Höchstleistungen erkaufenn kann, verleidet mir meinen geliebten Fußball ungemein.
    Ist Geld denn alles, Leidenschaft, Herzblut, Leiden und Trauer, Freude und Begeisterung nichts mehr?
    Vielleicht bin ich ganz einfach zu alt, um das alles verstehen zu können!

  • tja leider ist das so fckzipfe Geld zählt mehr als der Verein,( Spielerbeispiel Hajnal, Fck 2.liga, 1.Liga KSC und nächts Jahr BVB Milionengehalt.)


    Und dem Hopp gehört nichtmal der Verein (50+1) der ist nur Geldgeber.

  • wenn man so ziemlich alles allein bestimmen kann und ein so gewaltiges Eigenkapital (über das man auch alleine verfügen kann!) hat - ja dann ist es sehr viel einfacher, gute Strukturen zu schaffen! Wohl auch deshalb, weil er in das Fußballgeschäft frisch einsteigt - ohne Altlasten aus Zeiten, als die Fußballclubs tatsächlich noch VEREINE waren. Er kann super strategisch auf der Geschäfts- und Managementebene starten, das Sportliche ist absolut zweitrangig - mit dem Geld und den kapitalfördernden Strukturen der DFL kommt das von allein. Dieser schnelle Werdegang wurde eben nicht hart erarbeitet, sondern zu 90 % finanziert. Für mich ist Hoffenheim so was wie eine überzeichnete Karikatur des kommerziellen Fußballgeschäftes: Ganz schnell viel Geld investiert, in kürzester Zeit soviele fremde Spieler aus aller Welt eingekauft, mit einem "1899" im Namen Tradition vorgegaukelt und dann noch das Stadion nach dem Schöpfer benannt (und Herr Hopp stellt sich damit wohl gern auf eine Stufe mit Fritz Walter!).


    Und das Wort "Neid" finde ich hier völlig fehl am Platz. Wenn es einem nicht gefällt, dass sich eine Person an bestehenden, über einen langen Zeitraum geschaffenen Strukturen knallhart bereichert, hat er das Recht, in den eigenen Tugenden einen Vorteil zu sehen und dieser Person den Erfolg eben NICHT zu gönnen. Warum soll sich der FCK nicht den Stolz auf das bewahren, was er hat? Darf man jetzt nicht mehr auf Tradition stolz sein, nur weil Tradition kein Geld (und damit zwangsläufig keinen Erfolg) bringt? Wenn wir anfangen, nur noch die Geschäfts-und Managementebene zu betrachten, würden wir besser an der Börse spekulieren.


    Viele ehemalige Spieler des FCK, die heute anderswo erfolgreich sind, waren wahrscheinlich in KL nicht so erfolgreich, weil sie rechtzeitig dazu beraten wurden. Manche Leistungssprünge in Fitness, Kampfverhalten und Spielweise sind schon sehr kurios. Ob die beiden Spieler, um die es hier geht, dazu gehören, sei dahingestellt. Ich persönlich bin an "Meinungen" von Spielern nicht interessiert, da sie nicht authentisch sind. Heutzutage werden die Spieler sogar zu ihren Meinungen beraten.


    In dem Moment, in dem Hoffenheim auf die Bühne tritt steigt ein Verein wie der FCK ab! Offensichtlicher kann dieser Wandel eigentlich gar nicht mehr sein.

  • Ich finde die Situation, daß Hopp sein Geld in den Sport investiert und seinen Verein, bei dem er gespielt hat, unterstützt, nicht verwerflich. Er hat durch gute Geschäftsideen und durch Nutzung guter Anlagemöglichkeiten sein Vermögen vermehrt auf legale Weise. Er unterstützt viele soziale Projekte neben seiner Leidenschaft für Hoffenheim. Ich glaube auch nicht, daß es unserem FCK zur Zeit besser ginge, wenn es Hoffenheim und Hopp nicht gäbe. Unsere derzeitige Not ist hausgemacht.


    Das Bayern München von Telekom jährlich 2stellige Millionenbeträge erhält , die wir Telekom-Kunden mitfinanzieren, gefällt mir dagegen viel weniger. Und das unsere Vereinsführung geschlafen hat beim "an Land ziehen" finanzstarker Sponsoren ( unter dem Motto: wir haben ja DVAG und Lotto), ist eine der vielen Ursachen für unsere Kümmernis..


  • In dem Moment, in dem Hoffenheim auf die Bühne tritt steigt ein Verein wie der FCK ab! Offensichtlicher kann dieser Wandel eigentlich gar nicht mehr sein.


    Das eine hat mit dem anderen absolut nichts zu tun!
    Hoffenheim hat jahrelang kontinuierlich gute Arbeit geleistet. In der gleichen Zeit (und davon völlig losgelöst) wurde der FCK ausschließlich durch eigene Versager kontinuierlich in den Ruin getrieben!
    Ein anderes rotes Tuch für bestimmte FCK-Fans ist Mainz 05. Auch hier wurde über Jahre hinweg konsequent seriös gearbeitet. Das spiegelt sich eindeutig am Erfolg der letzten 5 Jahre wieder!


    Mit anderen Worten: Sowohl der Erfolg, als auch der Misserfolg haben Gründe! Die des Misserfolgs sind uns gerade im Moment sehr bewusst!

  • Das Bayern München von Telekom jährlich 2stellige Millionenbeträge erhält , die wir Telekom-Kunden mitfinanzieren, gefällt mir dagegen viel weniger. Und das unsere Vereinsführung geschlafen hat beim "an Land ziehen" finanzstarker Sponsoren ( unter dem Motto: wir haben ja DVAG und Lotto), ist eine der vielen Ursachen für unsere Kümmernis..

    Diese Beispiele gibt es zuhauf. Schlimmer finde ich am Beispiel Telekom, daß Menschen um ihr Erspartes besch...
    worden sind und Mitarbeiter/-innen entlassen wurden/werden, auf der anderen Seite äußerst großzügig gesponsert wird.