Beiträge von Gonzo

    Muss ich etwas relativieren. Ich habe ein Projekt-Team dort, mit fast täglichem Kontakt. Deutsche wie Koreaner.

    Es gab KEINE Ausgangssperre, aber alles was ging war auch im "Norden" von SKR im home office, die öffentlichen Plätze waren leer gefegt, sehr viel waren und sind mit Masken unterwegs - dort herrscht bei sowas eine große Disziplin. Niemand von denen würde im Epidemie-Fall daran denken sich eng ins Cafe zu setzen oder sich zu zwölft auf eine Bierbank zu setzen. Und ja dort läuft vieles automatisiert, auch vor dem Hintergrund, dass man immer mit "Boshaftigkeiten" aus dem Norden rechnet.


    Aber zu sagen, dass es dort keine Ausgangssperre gab, ohne zu sagen, dass der große Teil der Menschen es gemieden hat "unnötig" raus zu gehen, das ist nicht richtig. Und in Daegu (Hauptregion) erst recht nicht. Leider produzieren sehr viele Medien momentan lieber schnelle News als gut recherchierte. Zwischen der faktischen Anordnung un dem tatsächlichen Verhalten, so dass man es nicht anordnen muss, da ist halt viel Raum

    Ich wollte auch nicht suggerieren, dass in Korea alle ganz normal ihrem Alltag nachgehen. Der entscheidende Punkt für mich waren eher die Tests. Mal so als Beispiel wie das in Deutschland nach aktueller Lage läuft. In Berufen im Gesundheitswesen gibt's die Anordnung zu arbeiten bis man Symptome zeigt - auch wenn man nachweislich mit Corona in Kontakt kam. Mein Bruder arbeitet beispielsweise beim Roten Kreuz, war auch schon auf einer Corona-Station, wurde aber bisher nicht getestet. Der kommt aber gerade mit den Leuten in Kontakt, die man besonders schützen will. Warum testet man nicht zumindest das medizinische Fachpersonal?


    Und deswegen der Vergleich zu Korea, wo ja generell flächendeckend getestet wurde. Was aus meiner Sicht auch extrem sinnvoll ist, da ja ein gewisser Teil der infizierten gar keine oder nur sehr leichte Symptome zeigt. Meist junge Menschen. Und von denen arbeiten eben auch ein paar in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen usw.


    Tests sind natürlich nicht alles, die Vorsichtsmaßnahmen sind essentiell um die Ausbreitung einzudämmen.


    Edit: Weil es gerade aktuell ist, noch ein anderer Punkt. Mich nervt die Hysterie. Jetzt gerade wieder: Eilmeldung, weil die Bundesregierung verschärfte Maßnahmen beschlossen hat. Diese Maßnahmen sind in manchen Kommunen übrigens schon seit Freitag aktiv und tatsächlich unterscheiden sich hier bei mir in der Gegend die Vorgaben teilweise von Ort zu Ort. Diese Uneinigkeit sah man ja auch schon beim Thema Berlin (Union gegen Bayern war es glaube ich) oder dass Bayern als Bundesland andere Maßnahmen ergreift als andernorts. Ich hör seit Wochen vorwiegend was ich als Bürger alles nicht tun soll, auch wenn ich jetzt seit zwei Wochen nur für Einkäufe, Spaziergänge und einmalig für ein kurzes Treffen mit einer Freundin aus dem Haus war.

    Weil Südkorea angesprochen wurde, ich habe gelesen, dass das Virus dort ohne Ausgangssperre eingedämmt wurde und man stattdessen darauf setzte so viele Menschen wie möglich zu testen. Dort würden auch viele Tests automatisiert laufen, während hier in Deutschland zur Auswertung wohl noch manuelle Schritte notwendig sind und es teuer wäre die notwendige Ausstattung anzuschaffen.

    Das können wir wahrscheinlich alle nicht. Selbst die Wissenschaft kennt längst nicht alle Einzelheiten. Bei Wodarg war mein erster Gedanke: Komplexe und unerforschte Sachverhalte mit einfachen Thesen beantworten.


    Ist das bei dem von dir geposteten Video nicht auch der Fall? Bei vielen verursacht das Virus nur leichte Symptome, die Wissenschaftler versuchen ja auch die Frage zu beantworten ob sich nicht schon mehr Leute infiziert haben, die einfach keine Symptome zeigen, die sie melden würden. Wenn aber trotzdem das Gefühl besteht, dass es notwendig ist das zu melden, in Quarantäne zu gehen und damit seinen Mitmenschen zu helfen, dann wird man natürlich entsprechend auch schneller zum Arzt gehen, der muss dann im Zweifelsfall einen Test machen. Es geht mir ja nicht darum zu sagen, dass man Körperkontakt suchen soll, sondern dass ein angemessener Umgang beim Gedanken an eine Ausgangssperre weit überschritten ist. Aber wie auch schonmal gesagt werd ich mich damit arrangieren bis es vorbei ist und es mittragen. Der ein oder andere Lerneffekt lässt sich daraus sicherlich mitnehmen.

    Wenn ich sehe wie voll Heute Cafés und Bistros und Eisdielen waren und Schüler und Studenten in Horden zusammen waren...

    Dann muss es wohl so kommen... wenn vielen der Lifestyle wichtiger ist die Gesundheit der anderen.


    Das könnte man auch im Bezug auf andere Krankheiten oder Viren sagen. Die wenigsten Menschen sind so vernünftig, dass sie immer auf den Nächsten achten. Mir ist aber anhand dessen was ich bisher erfahren habe nicht klar weshalb das Corona-Virus in der öffentlichen Wahrnehmung als derart gefährlich eingestuft wird, insbesondere da man ja viele Dinge noch nicht genau weiß. Deswegen frage ich mich wo die Verhältnismäßigkeit ist. Aber ich werds eh nicht ändern können, wie man damit umgeht, daher bleib ich halt daheim. Eine positiver Effekt: Durch das Einschränken von Reisen rund um die Welt werden weniger Flugzeuge fliegen und damit tut man indirekt etwas gutes fürs Klima. :dunno:

    Im Landkreis Karlsruhe hat man sich heute beraten, nochmal die Maßnahmen verschärft und auch über ein Szenario der Ausgangssperre beraten. Das will man natürlich so gut es geht vermeiden, aber es scheint in den Augen der Verantwortlichen ein mögliches Mittel zu sein.


    Ich persönlich finde das völlig übertrieben. Nicht weil es mich stark betreffen würde als nerdiger Software-Entwickler, der die Hälfte des Tages ohnehin am PC sitzt und das auch von zu Hause aus gut machen kann. Ich schaue da zum Beispiel auf Kollegen, die Kinder haben und jetzt wegen Schließung von Schulen, Kitas, etc Probleme bekommen das mit ihrem Job zu vereinbaren. Freund und Bekannte die freiberuflich arbeiten, zum Beispiel als Musiker, und auf einmal fast kein Einkommen mehr haben. Leute die einen Job suchen, den alten vll schon gekündigt haben oder bisher keinen hatten, und jetzt nichts finden, da Firmen aus Vorsicht erstmal nicht mehr einstellen. Menschen die von Sozialstationen abhängig sind um über die Runden zu kommen.


    Auf Hygiene und Körperkontakt zu achten sind einfache Dinge, die (fast) jeder problemlos tun kann und die auch Wirkung zeigen - nicht nur im Bezug auf Corona-Viren. Natürlich zeigt es auch Wirkung, wenn man das öffentliche Leben einschränkt. Ich verstehe nur nicht die Verhältnismäßigkeit, wenn man sich die jetzt schon entstandenen Folgen ansieht. Gerade in Deutschland frage ich mich auch, ob wir durch die Maßnahmen wirklich unser schon Gesundheitssystem entlasten (bzw ist es denn schon "überlasteter" als ohnehin schon?), während wir die Existenzgrundlage vieler Menschen und Familien aufs Spiel setzen. Mal gucken was die Kanzlerin gleich dazu sagen wird.

    Je nach Perspektive auf die Situation kann das für viele Menschen schon eine existenzbedrohende Zeit werden, nicht nur aus gesundheitlichen Gründen. Dass man zum Schutz der Allgemeinheit und insbesondere schwächerer Mitbürger solche Maßnahmen ergreift finde ich gut. Und jetzt braucht es auch Lösungen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die besonders betroffen sind von den Schließungen.

    Ich würde mir die gleiche Sorge und entsprechende Maßnahmen auch beim Thema Klimaschutz wünschen. Aber mit Prävention scheinen wir Menschen es nicht so zu haben, wie reagieren öfter als wir agieren.

    das würde sicher funktionieren, wenn alle Profis gegen den Virus imun wären.

    Die müssen ja nicht imun sein. Es dürfen dann halt nur die spielen, die nachweislich nicht infiziert sind.


    Umgekehrt dürfte ja auch keiner mehr arbeiten gehen, wenn bei wirklich jedem möglichen Kontakt das Risiko als zu hoch eingestuft wird. Von daher verstehe ich nicht so recht weshalb man auf irgendwelche Zwischenlösungen hofft. Entweder muss man konsequent sein und den Sport eben bis auf weiteres aussetzen oder man macht es ohne Zuschauer (vor Ort).

    Sind Geisterspiele aus gesundheitlicher Sicht eigentlich problematisch? Da ist eine überschaubare Menge an Menschen miteinander in Kontakt und die kann man ja auch testen lassen. Warum dann nicht die Saison in leeren Stadien fertig spielen statt sie abzubrechen? Fernsehübertragung kann es ja trotzdem noch geben.

    Ich frage mich bei einer Verlegung ja wohin man das legen will. Ist es abzusehen, dass die Verbreitung stagnieren wird, zB aufgrund milderer Temperaturen? Sonst wüsste ich nicht was sich in den nächsten Wochen ändern sollte, weshalb man dann ja konsequent jedes Spiel absagen müsste.

    Sie wollen bestimmt gewinnen, aber eine Mannschaft sehe ich da trotzdem nicht auf dem Platz. Spielerisch läuft da gar nichts ohne Einzelaktionen, meist von Pick. Wie fahrlässig wir da immer wieder Bälle im Vorwärtsgang verlieren und teilweise gar nicht in die Zweikämpfe kommen. Im Prinzip ist das Spiel mit seinem Verlauf und den ganzen dämlichen, selbstverschuldeten Aktionen der FCK dieser Saison in a nutshell.

    Westkurvler_1978

    Ich denke es ist ganz wichtig, dass man ein Arbeitsklima hat, in dem jeder immer versucht zu beweisen was er drauf hat und sich nicht irgendwann auf dem ausruht, was er mal erreicht hat. Oder anders gesagt, die gezeigte Leistung muss wiederholt werden. Ich will damit nicht sagen, dass das bei Ehrmann ein Trennungsgrund gewesen wäre, im Gegenteil ging es ja bisher um andere Punkte. Nur finde ich es fatal ein Schutzschild um Ehrmann zu bauen wegen seiner Verdienste, die natürlich naturgemäß teilweise Jahre oder Jahrzehnte zurückliegen. Ich meine das im Bezug auf eine sachliche Diskussion. Es sollte niemand unantastbar sein, sonst steht er letztlich irgendwann gewollt oder ungewollt über der Gemeinschaft respektive dem Verein.


    Um auch das nochmal klarzustellen: Was sehr wohl angebracht wäre aufgrund seiner Verdienste ist ein fairer und würdiger Umgang. Daran arbeitet man ja jetzt glücklicherweise und ich hoffe, dass man da für beide Seiten eine würdige Lösung findet. Nur sind wir da, wie bei den inhaltlichen Punkten, einfach nicht ausreichend informiert was alles vorfiel.

    Sofern man konstruktiv an einer Lösung arbeitet können sie sich ruhig die Zeit nehmen, die es braucht, bevor man etwas spruchreifes verkünden kann. Da das zum ersten Mal ersichtlich ist machts mir auch nichts aus, dass man dann die PK für morgen doch wieder abgesagt hat. Ich denke da sind einfach viele Dinge passiert und dann auch gesagt worden, die völlig unnötig waren. Hauptsache man arbeitet das jetzt auf und lernt daraus.

    Der FCK wird ohne seine Helden nie wieder auferstehen und glattgebügelte Schlipsträger haben uns dahin geführt wo wir heute sind.


    Mal ganz hart ausgedrückt: In spätestens 20 Jahren sind alle FCK-Helden in Rente oder tot. Früher oder später wäre auch ein Gerry zu alt für den Job. Wie geht es dann deiner Meinung nach weiter, wenn es mit Helden gehen soll?


    Und natürlich geht es mir mehr um die Grundhaltung als um die konkrete Frage was in 20 Jahren ist. Warum immer und andauernd in die Vergangenheit schauen? Auch bei Leuten die bereits Erfolg hatten kann sich das mit der Zeit ändern. Auch ein Ehrmann ist vielleicht nicht mehr so bissig und fordernd wie vor 10 Jahren (ist jetzt ein frei erfundenes Beispiel). Das kapier ich halt nicht. Ich verstehe es auf emotionaler Ebene, dass man Gerry als Teil vom FCK nicht missen möchte. Aber auf der sachlichen Ebene kann man doch nicht damit argumentieren was er alles miterlebt hat, was er erreicht hat, wie sehr er den FCK lebt, wenn die Arbeit für die er bezahlt wird nicht den gewünschten Effekt hat oder es zu viele Nebengeräusche gibt, sodass andere Bereiche beeinträchtigt sind.


    Und ich wiederhole auch nochmal, wir wissen nicht was da dran ist und wie das genau aussah. Vielleicht erfährt man morgen mehr. Bis dahin bitte beiden Seiten die Chance lassen das zu klären.

    Currywurst

    Die PK ist meines Wissens nach am Donnerstag, morgen treffen sie sich mit Ehrmann, von daher werden wir morgen vermutlich auch noch nichts hören. Also zumindest nichts offizielles.


    dreispitz

    Sehr schade, dass manche Leute nicht verstehen, welche Situation sie für die Mannschaft damit schaffen. Unmut äußern ist ok, Beleidigungen völlig unnötig und alles darüber sowieso.

    Wie ist der zweite Teil gemeint, steht da mehr dabei? Also beschreibt das schon die Stimmung vor Sonntag oder seit dem Theater?


    Edit: Sorry, hatte mich verlesen, steht ja im Prinzip schon da.

    Ich finde es befremdlich wie daran festgehalten wird, dass es einzig um Kritik an Schommers gehen soll. Und die Entscheidung ist nicht vom Himmel gefallen, sondern hat scheinbar eine lange, über diese Vereinsführung hinaus gehende Geschichte. Wenn es einen Auslöser gab und es noch schädlicher gewesen wäre weiter mit ihm zu arbeiten, dann war der Schritt notwendig. Einzig kann aktuell keiner nachvollziehen was die Gründe waren, was man im schlimmsten Fall auch nicht erfahren bzw nur vor Gericht erfahren wird.

    Die da oben werden nicht mehr "in Ruhe arbeiten." das musste Ihnen von Anfang an klar sein. Das haben sie selbst verursacht.

    Genau da würde ich mal ein großes Fragezeichen dran setzen. Was genau hat die Vereinsführung verursacht? Glaubst du wirklich man entlässt mal leichtfertig Ehrmann, weil Schommers nicht mit Kritik klarkommt? Zudem kennen wir keinerlei interne Abläufe. Wie lange war das schon Thema? Wann hat man die Entscheidung getroffen und wie wollte man sie kommunizieren? Es ist doch glasklar, dass die aktuelle Kommunikation eine Reaktion auf die Situation ist, die man so nicht selbst öffentlich machte. Dass es keine leichtfertige Entscheidung war sieht man ja auch daran, dass alle Gremien explizit genannt werden. Ob es deswegen stimmt können wir nicht sagen, aber wenn wir wegen dieser Personalie das Vertrauen verlieren, dass Merk, Kessler, Voigt und Co im Sinne des FCK handeln, dann können wir den Laden gleich schließen. Wir sind sportlich und wirtschaftlich am Abgrund.

    Aussage gegen Aussage. Doch wenn die Art und Weise von Gerry in der Vergangenheit geduldet wurde ist genau das für mich unverständlich im aktuellen Umgang.


    Warum ist das unverständlich? Die jetzigen Verantwortlichen sind mit Ausnahme von Kessler und Fuchs erst seit Dezember im Amt. Und Beleidigung ist das eine, Arbeitsverweigerung oder Drohungen das andere. Offensichtlich haben das andere Trainer sowie Spieler mitbekommen, weshalb es schwer sein dürfte für Ehrmann das zu widerlegen, wenns denn solche Handlungen von ihm gab.

    Dazu sind die Abstiegsplätze nah, wirstschaftlicher Schaden durch die Causa Ehrmann angerichtet. Nein Heizer, so ein Pulverfass möchte man eigentlich nicht, das ist in etwa so schwer wie 4 Bomben mit je tausend Tonnen Sprengkraft parallel entschärfen zu müssen.


    Weswegen ich auch glaube, dass es in der Art und Weise nicht so geplant war. In der Sache schon und da fehlt uns Fans eben noch Information um das zu verstehen. Nur kannst du halt keinen Sprint gewinnen, wenn dir einer ein Bein stellt.


    Mein Mitleid mit Schommers hält sich da in Grenzen. Er hat die Mannschaft gerade, so scheint es, verloren.


    Ich finde, dass man das aber schon trennen sollte. Dass der schwarze Peter jetzt bei ihm liegt, weil er quasi der "Henker" war, kann man sachlich ja noch nicht verargumentieren - genauso übrigens wie das Gegenteil. Was Schommers' Arbeit als Trainer und die Entwicklung der Mannschaft angeht, kann ich das schon eher verstehen.