Die deutschen Schiedsrichter

  • Aber Lucio ne Gelbe Karte zu geben, weil dieser kaum vom Platz humpeln konnte (Wohlgemerkt nach dem durchaus gelbwürdigen Foul von Dzeko das ungeahndet blieb) ist nun wirklich kaum noch zu toppen. Und dabei spielt er sich wieder auf wie der Herrgott persönlich. Schade dass sowas noch Bundesliga pfeifen darf.


    Da kann ich nur zustimmen


    und mit Grauen an das Spiel auf St. Pauli zurück denken.

  • Und es kommt noch besser: Auch in Frankfurt und in Hamburg wurden seitens der Schiedsrichter wieder sehr diskutable Leistungen gezeigt. Fragt man den DFB allerdings so ist wieder alles super gelaufen. So langsam komme ich wirklich ins Grübeln ob die deutschen Schiedsrichter in Ihrer ganzen Art zu pfeifen noch die besten der Welt sind.

    So schön wie früher wirds nie werden, das gibt die Zukunft so nicht her...


  • Es fehlt wie immer nur die Benotung vom Montagsspiel, die kommt wie die Spielernoten immer erst am Donnerstag raus.



    Arminia Bielefeld - FC Schalke 04 0:2 (0:1)
    Seemann (Essen), Note 5 - übersah Bollmanns strafstoßreifes Handspiel (42.), keine klare Linie bei den persönlichen Strafen und mit Schwächen bei der Vorteilsauslegung.


    VfL Wolfsburg - FC Bayern München 5:1 (1:1)
    Kinhöfer (Herne), Note 2,5 - herausragende Leistung, kleiner Schönheitsfehler durch den Assistenten: Dzeko stand beim vorentscheidenden 2:1 im Abseits, brachte sich durch die frühe Verwarnung von van Bommel in Zugzwang, löste es gut.


    VfL Bochum - VfB Stuttgart 1:2 (0:0)
    Fleischer, Dr. (Sigmertshausen), Note 3 - ohne gravierenden Fehler, hätte aber Lanig (39., Revanchefoul an Dabrowski) und Magnin (83., taktisches Foul an Freier) verwarnen müssen.


    Hertha BSC Berlin - Borussia Dortmund 1:3 (0:1)
    Weiner (Giesen), Note 3 - mit guter Gesamtleistung, hatte die Partie unter Kontrolle. Hätte aber in der schwer zu erkennenden Situation zwischen Weidenfeller und Voronin (36.) Elfmeter geben können.


    Eintracht Frankfurt - Energie Cottbus 2:1 (1:1)
    Gagelmann (Bremen), Note 5 - lag mit dem ersten Elfmeter falsch, weil Jula über seine eigenen Füße stolperte, fällte danach eine Konzessionsentscheidung als er Vasiljevic im Strafraum ein absichtliches Handspiel unterstellte. Außerdem unterliefen ihm mehrere zweifelhafte Zweikampfbewertungen.


    Hamburger SV - 1899 Hoffenheim 1:0 (1:0)
    Meyer (Burgdorf), Note 4 - schmälerte seine starke Vorstellung durch einen entscheidenden Fehler: Aogos Einsteigen gegen Obasi war elfmeterreif (90.) und Gelb gegen den Hoffenheimer wegen Schwalbe ein böser Irrtum.


    1.FC Köln - Bayer 04 Leverkusen 0:2 (0:0)
    Sippel (München), Note 2 - lag bei den kniffligen Entscheidungen richtig, hatte Glück, dass seine großzügige Linie zu Beginn von den Spielern nicht ausgenutzt wurde.


    SV Werder Bremen - Hannover 96 4:1 (1:0)
    Winkmann (Kerken), Note 2 - sicherer Leiter, ließ keinerlei Hektik aufkommen und lag wie beim Strafstoß bei allen wichtigen Entscheidungen richtig.


    Karlsruher SC - Bor. Mönchengladbach 0:0
    Stark (Ergolding), Note 3,5 - einige Male zu großzügig in der Zweikampfbewertung, falsch die Abseitsentscheidung, als Colautti allein aufs Tor zugelaufen wäre (71.).



    MSV Duisburg - FSV Mainz 05 0:1 (0:1)
    Kircher (Rottenburg), Note 5 - leistete sich einen gravierenden, spielentscheidenden Fehler. Der Elfmeterpfiff war unberechtigt, da Brenzska Feulner vor dem Strafraum foulte.


    1.FC Nürnberg - TuS Koblenz 2:0 (1:0)
    Grudzinski (Hamburg), Note 3,5 - ordentlich, allerdings traf er eine sehr harte Entscheidung, Lomics Handspiel als absichtlich zu werten.


    FC Augsburg - FC Ingolstadt 1:1 (0:1)
    Wagner (Kriftel), Note 2,5 - griff in der recht ruppigen Partie konsequent durch, ohne große Fehler.


    Alemannia Aachen - SpVgg Greuther Fürth 1:0 (0:0)
    Zwayer (Berlin), Note 3 - ein unauffälliger Leiter in einem sehr fair geführten Spiel.


    SV Wehen Wiesbaden - FC St. Pauli 3:1 (1:1)
    Fandel (Kyllburg), Note 3 - ordentliche Leistung, kleinere Schwächen in der Zweikampfbewertung.


    TSV 1860 München - VfL Osnabrück 1:1 (0:1)
    Fritz (Korb), Note 2 - überzeugender Auftritt in einer leicht zu leitenden Partie.


    FC Hansa Rostock - FSV Frankfurt 2:0 (1:0)
    Walz (Pfedelbach), Note 4,5 - einige kleinere Fehler, der Elfmeterpfiff (33.) war mehr als fragwürdig.


    1.FC Kaiserslautern - Rot-Weiß Oberhausen 1:1 (1:0)
    Hartmann (Ingolstadt), Note 2,5 - bis auf einige Unsicherheiten in der Bewertung von Zweikämpfen ein souveräner Leiter einer fairen Partie.


    SC Freiburg - Rot-Weiss Ahlen 1:1 (0:0)
    Brych, Dr. (München), folgt am Donnerstag

    Ein Team das kämpft darf auch verliern, am Ende werden wir Sieger sein!
    Egal was kommt, wohin es geht, oh FCK ich lass dich nie allein!

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  • VfL Wolfsburg - FC Bayern München 5:1 (1:1)
    Kinhöfer (Herne), Note 2,5 - herausragende Leistung, kleiner Schönheitsfehler durch den Assistenten: Dzeko stand beim vorentscheidenden 2:1 im Abseits, brachte sich durch die frühe Verwarnung von van Bommel in Zugzwang, löste es gut.


    Wie bitte? Und was ist mit der Szene in der 1. Halbzeit als Toni frei durch gewesen wäre und ZU UNRECHT auf Abseits entscheiden wurde? und der Gelben Karten gegen Lucio, nur weil dieser kaum vom Feld humpeln konnte nur weil Dzeko ihn vorher von schräg hinten deutlich foulte? Diese Szenen zusammengenommen lassen das Spiel evtl in die genau entgegengesetzte Richtung kippen und damit ist das nie im Leben ne 2,5. Wenn Ein Schiedsrichter einen Spielausgang in der entscheidenen Phase des Spiels derart massiv beeinflusst, dann ist das für mich eine 5.

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  • Finde die 2,5 auch total daneben. Eher Richtung 4,5 meiner Meinung nach. :thumbdown:

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  • Kinhöfer hat eine Unart, die ein Schiri gerade nicht haben darf und das ist die Selbstdarstellung. Der Mann hält sich für die wichtigste Person im Stadion und sorgt da auch dafür das er immer im Blickpunkt bleibt. So sieht dann das Ergebnis aus. Ich hab ihn selten besser als Note 4 Pfeifen gesehen.


    Insgesamt sehe ich die deutschen Schiedsrichter auf dem Weg, den Fußballsport zu verändern. Es wird immer mehr in Richtung körperloses Spiel gepfiffen, was im Endeffekt zu Weicheifußball führt. Das will kein Mensch sehen. Es kann nicht sein, das Kopfballduelle generell abgepfiffen werden, nur weil da zwei Spieler aneinander prallen oder das einer abgepfiffen wird, wenn er seinen Körper einsetzt. Fußball ist nicht Basketball. Ich finde das absolut ätzend, weil dadurch natürlich die meiste Zeit eines Spiels mit Unterbrechungen verbracht wird. Wenn während meiner aktiven Zeit so gepfiffen worden wäre, hätte ich die meiste Zeit irgend welche Sperren absitzen müssen, aber ich habe nie eine rote Karte bekommen.

    Wir kommen wieder....:schild:

  • Insgesamt sehe ich die deutschen Schiedsrichter auf dem Weg, den Fußballsport zu verändern. Es wird immer mehr in Richtung körperloses Spiel gepfiffen, was im Endeffekt zu Weicheifußball führt. Das will kein Mensch sehen. Es kann nicht sein, das Kopfballduelle generell abgepfiffen werden, nur weil da zwei Spieler aneinander prallen oder das einer abgepfiffen wird, wenn er seinen Körper einsetzt. Fußball ist nicht Basketball. Ich finde das absolut ätzend, weil dadurch natürlich die meiste Zeit eines Spiels mit Unterbrechungen verbracht wird. Wenn während meiner aktiven Zeit so gepfiffen worden wäre, hätte ich die meiste Zeit irgend welche Sperren absitzen müssen, aber ich habe nie eine rote Karte bekommen.


    Das liegt leider weniger an den SR selbst, sondern vielmehr am DFB. Da entscheidet ein "greises" Gremium Saison für Saison über Regeländerungen und wenn eine Neuerung durch UEFA oder gar FIFA kommt, ist der DFB gleich 2 Schritte vorneweg und regelt das für seinen Einflussbereich doppelt bis dreifach so hart. Das Resultat ist das von dir angesprochene, fast schon körperlose Spiel. Zugegeben, ich will keine englischen Verhältnisse, aber die Art und Weise des flüssigen Spiels dort, fände ich auch für Deutschland attraktiver. Warum die SR m.E. da weniger "Schuld" haben? - nun, die Aufgabe des SR ist es, den Regeln Geltung zu verschaffen. D.h. sie handeln zwar nach eigenem Ermessen aber innerhalb des so engstirnig angelegten Regelwerks und haben keinerlei Einfluss darauf, wie straff das Netz hier gezogen wird. Im Spiel haben sie im Rahmen des Regelwerks sicherlich ihre Möglichkeiten, das sieht man auch bei einigen Spielen. Kinnhöfer ist zu autoritär, Rafati zu laissez fair, andere schaffen es, mehr in der Mitte zu liegen und entsprechend des Spiels zu reagieren, wieder andere sind (völlig?) daneben und wissen die Führungsstile nicht sinngemäß umzusetzen. Aber das ist die persönliche Komponente, über die man immer streiten kann und wird, egal welches Regelwerk aktuell sein mag.


    Es wäre also in erster Linie bitter nötig, die Regeln dem (flüssigen) Spiel anzupassen und nicht das Spiel einem (zu engen) Regelwerk. Der SR hat darauf aber keinen Einfluss - denn setzt er nicht die Regeln um, die im vorgegeben sind, so wird er alsbald nicht mehr die Spielklasse leiten dürfen, in der er gerade tätig ist. Und das ist das bescheuerte an dem Ganzen. Wir müssen ein Regelwerk umsetzen, dass mit Sicherheit nicht bei jedem 100%igen Zuspruch findet, können aber nichts dagegen machen, weil wir sonst weg vom Fenster sind. Es müsste von der Liga, den Vereinen und Funktionären einen entsprechenden Druck geben. Der DFB kann ohne die Profiklubs nicht und diese wiederum nicht ohne den DFB, es muss also machbar sein, dass alle zu einer vernünftigen und im Interesse des Spiels an sich angepassten Lösung kommen und sich verständigen.


    Ach ja und Herby ... du bist herzlich eingeladen, deine aktive Zeit aufleben zu lassen und bei einem der nächsten Turniere als Gastspieler des Forumfanclubs dein Können unter Beweis zu stellen. ;)