Beiträge von Gazza

    Diejenigen die den lustlosten Millionaros auch noch privat Geld zuschustern, denen ist ohnehin nicht mehr zu helfen. Die Fußballblase erhält durch China nochmal neuen Wind und
    der FCK hat es verpasst sich durch einen Investor oder Ölscheich voll durchkapitalisieren zu lassen. Dass jetzt noch Fananleihen von treudoofen FCK-Fans eingesammelt wurden
    ist an Verhöhnung kaum mehr zu überbieten, wenn Sippel seine Karre vor dem KL Erotikcenter zerlegt.


    I-wie versteh ich dein posting nicht. Kritisierst du, dass der FCK es "verpasst" hat, sich nen Ölscheich zu angeln oder bedauerst du es? Andererseits klingt das mit dem neuen Wind aus China nicht so, als seist du mit der Entwicklung froh (verständlichwerweise).


    Wo ich aber völlig (d)einer Meinung bin ist, dass ich es auch nicht verstehen kann, warum man als normale Privatperson dem Verein Geld zuschustert? So treudoof und vereinsblind könnte ich gar nicht sein. Erstens ist so´n Verein in meinen Augen ein Wirtschaftsbetrieb, der sich zu finanzieren hat (ich spende ja auch Opel oder Müller Milch nix zusätzlich, wenns da mal hängt) und zweitens bekommen die doch ohnehin schon Geld von mir (bzw. den Fans) in dem diese Eintrittskarten oder Merch kaufen oder sonstwie Geld im Stadion lassen. Da würde ich den Teufel tun und noch was "leihen", das Hemd ist mir da wesentlich näher wie die Hose.

    Mal abgesehen davon, dass Sforza in meiner Top 10 der unsympathisten FCK-Spieler seit 1990 ganz weit vorne liegt, mutiert er i-wie zum running gag "Loddar 2": sowie sich Loddar eine Zeitlang ins Gespräch brachte, wenn i-wo ein Trainer gesucht wurde, bringt sich Sforza in letzter Zeit jedesmal bei uns ins Gespräch.
    Ich hoffe nur, dass so blöd wirklich nie einer der jeweiligen Verantwortlichen ist und ihn engagiert.
    Aber zumindest diesesmal ging der Kelch ja an uns vorbei.
    Was ich von Meier halte, weiß ich noch nicht. Krieg ihn noch nicht als Lautrer "einsortiert". Schaun mer mal.

    Endlich wieder neue Noten... :D


    Da ich im letzten Moment im Büro aufgehalten wurde, erfolgte meine Anreise mal wieder später, wie geplant.
    Allerdings verlief die Fahrt nach Ffm so gut wie noch nie! Kein einziger Stau, kein schleppender Verkehr, nix, einfach freie Fahrt. Rd. um Frankfurt eine Seltenheit.
    Ich steuerte meinen Parkplatz vom Volbeat Konzert an, wo ich an einem Schary-Bus vorbei kam. Als ich nach dem Konzert aus der Halle kam, stand dann noch ne handvoll weiterer Reisebusse wartend davor, aus allen Herren Richtungen der Republik (inkl. dem ver-/gemietenden Bus der Würzburger Kickers).


    Der Einlass hatte wie von mir geplant schon begonnen, als ich an der Festhalle ankam, so dass ich recht schnell drin war. Vor der Halle sah es allerdings aus, wie aufm Schlachtfeld. Mir fiel direkt das "Schlachtfest" der Eintracht 2010 aufm Betze ein: da sah´s aufm Weg vom Bhf zum Stadion auch aus, als wären 2-3 Bomben eingeschlagen. Ok, hier um die Festhalle warens nur 1-2, zu Hause benimmt man sich ja... Der Platz direkt vor Halle dünstete einen Biergeruch aus, da hätte man sich auf 3 Promille schnüffeln können. Und ich glaub, die Pfandsammler haben sich ein fürstliches Weihnachtsgeld ersammelt.


    Drinnen kam ich dann am gut bestückten Merchstand vorbei, wo ich ob des (heutzutage) fairen Preises von 20€ fürs Tourshirt innerlich den Daumen hob. Allerdings fühlte ich mich für meine Artgenossinnen auch diskriminiert, denn das Herrenshirt gabs bis 3XL, während für die Damen bei L Schluss war. Nicht, dass ich 3XL bräuchte, aber warum akzeptiert und berücksichtigt man Herren mit Zeltgröße, während die Damen ab Gr. 42 gucken müssen, wo sie bleiben? :thumbdown:


    Ich kaufte aber erst mal nix, sondern ging mir zuerst hoch in Rang 1 meinen Block angucken. Als ich den Saalplan sah, kams, wie´s kommen musste: bei all meinen Besuchen in der Festhalle, bei denen ich unten, in Welle 1 im Getümmel stand, habe ich jedes Mal gedacht, ganz dahinten, auf der der Bühne gegenüberliegenden Kopfseite der Halle möchte ich nie sitzen, dann würde ich doch lieber zu Hause bleiben.
    Und jetzt ratet mal, wo ich hin musste? Richtig, genau da! Leider hatte ich bei der Hektik und Aufregung beim Vvk-Start nicht bzw. zu spät gesehen, dass eine Saalplanbuchung möglich gewesen wäre und habe einfach nur „Sitzplatz, Rang 1“ gewählt. Da ich nicht wissen wollte, wie gut/schlecht mein erhaltener Block ist, hab ich mir das seitdem auch nicht aufm Saalplan angeguckt.
    Ein Opernglas hätte man (dabei) haben müssen, aber ich bin ja am 22.12. wieder dort…


    Da noch etwas Zeit war, ging ich doch wieder runter zum Merchstand. Ich trug mein Tourshirt der adios Tour, welches im Vergleich zu den neueren Shirts der W-Touren viel weicher und dehnbarer ist. Daher hatte ich ein wenig Zweifel, wie die Damenshirts ausfallen werden (die vom W haben mir nie gepasst), aber alles gut, zwar dünnes, aber weiches, stretchiges Material.
    Zu Hause habe ich gesehen, dass im Shirt ein Schildchen von der Fairwair Foundation ist. Wenn dies hält, was es verspicht, bzw. was ich so grad beim überfliegen deren HP gelesen habe, schon mal ne gute Sache. Mal abgesehen vom semischönen Frontprint, haben die Tourshirts innen am Genick noch einen kleineren BO-Druck und als weiteres Merkmal nen BO-Knopf am Saum, also relativ aufwendig gestaltet und trotzdem „nur“ 20€.
    Also von wegen „es ist fair gehandelt (und bio und vegan und was weiß ich), da kann es ruhig schon mal ein paar € teurer sein“. Nö, muss nicht.


    Die Vorband „Beasto Blanco“ sagte mir wie immer nix, fand ich aber gar nicht mal so übel. Allerdings konnte ich von da hinten nicht erkennen, wer da jetzt Weiblein und wer Männlein. Nur das rote Stirnband der Person am Schlagzeug war zu erkennen. Gerummst hats aber doch ganz ordentlich. Ich hatte im Hinterkopf, dass ich gelesen hatte, dass das die Band von/mit der Tochter von Alice Cooper sei, demzufolge eine amerikan. Band. Umso erstaunter war ich, als der Gitarrist/Bassist (die Entfernung...) in lupenreinem deutsch Frankfurt begrüßte.
    Wie ich inzw. gelesen habe, spielen auch 2 Deutsche in der Band: http://cale-magazine.de/auf-ein-bier-mit…-beasto-blanco/
    Deren Spielzeit betrug 45min, also von 19.30h-20.15h. War allerdings schon blöd, so weit da hinten zu sitzen.
    Auf dem Gruppenfoto auf Fb sind aber nur 4 Herren zu sehen, soweit ich mich erinnere und sah, standen auch nur 4 Personen auf der Bühne. Wo war denn Frau Cooper? Hm…


    Das gute an Sitzplätzen (und vor allem am Rand) ist dagegen, man kann gehen und kommen wann man will. Also nutzte ich die Umbaupause, um mich am nächsten Kiosk noch zu verpflegen.


    Ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass es um 21h weitergeht, umso erstaunter war ich, als um 20.45h schon die Lichter ausgingen. Ich befürchtete, dass die nächste Viertelstunde mit der auf Okelzkonzerten oft üblichen Tittenshow gefüllt wird. Aber diese blieb aus, man ist wohl aus dem Alter raus – auf beiden Seiten.
    Stattdessen erklangen die – für mich – ersten Onkelz Livetöne seit 12 Jahren (12 Jahre und 73 Tage, um genau zu sein). Nach und nach kamen sie auf die Bühne.
    Als Kevin dann aber mit „Gott hat ein Problem“ begann, hatte ich erst mal ein solches, nämlich mit seiner Stimme. Mein Gedanke „Oh Gott, wie hört der sich denn an, so soll das 2h gehen?“ Das war aber zum Glück nur ein technisches Problem und nach max. 2 sek behoben. Allerdings blieb das nicht der einzige Aussetzer, mMn gab es mehrere Stellen, an denen die Lautstärke blitzartig nach oben ausschlug oder verzerrt hier oben ankam.


    Die Setlist von Bremen war ja bekannt, auch dass am ersten Frankfurter Abend darauf zurückgegriffen wurde. Mir allerdings war so ziemlich egal, was gespielt wurde, ich empfand die Auswahl auch nicht langweilig. Aber ich glaube ohnehin, dass mind. 95% der Anwesenden sowieso alles gefeiert hätten.
    Von oben hatte man immerhin einen schönen Überblick, auch auf die letzten Reihen in der Halle und man konnte sehen, dass auch dort ständig alles in Bewegung und am tanzen, hüpfen, pogen war.


    Bei „Auf gute Freunde“ - Stephan(ie) hatte seine Haare in der Pause nach „“Machs dir selbst“ zu einem Zopf-Dutt gebunden. Lange Haare können halt lästig sein und sehr lange Haare auch sehr lästig – entdeckte ich hinten ein Pärchen, das auf der Pogo-Tanzfläche Foxtrott darauf tanzte (für mich sah´s nach Foxtrott aus, ich kann aber auch nicht tanzen. Walzer wars jedenfalls nicht). Diese Paarung (nicht die Personen, sondern BO und Standardtanz) sah richtig witzig aus, noch witziger anzusehen war, dass sie sich auch durch den Pogo, der um sie herum ansetzte, nicht stören ließen und darin hin und her gewirbelt wurden.
    Ein weiteres Highlight während diesem Lied: als die Kamera wie so oft über die (ersten) Reihen glitt und Gesichter/Stimmungen einfing, blieb sie auf dem "Refugees welcome“ Schriftzug vom Shirt eines Mädels 2-3 Ticke länger stehen, als auf den restl. Bildern. :thumbup: Empfand ich zumindest so.


    „Kirche“ war dann kurz darauf mein persönl. Favorit und als Stephan im Anschluss „Frankfurt“ sagte, wusste man schon alleine anhand der Betonung, was folgt: „was wollt ihr hören?“ – nämlich das, wonach einige hinter mir schon nachm 3. Lied gerufen haben: Mexiko.
    Die Halle verwandelte sich in einen einzigen wogenden Hexenkessel. Stephans Abmoderation war dann auch, dass das Lied bei den Proben so dermaßen langweilig sei, es auf Konzerten aber immer geil zu sehen sein, wie das Publikum abgeht.


    Einen richtige Zugabenteil gab es nicht, wobei es mir vorkam, als wären die Pausen zwischen den einzelnen Lieder zum Ende hin immer länger geworden, als am Anfang. Da war durchaus Zeit, sich mal kurz hinzusetzen oder anzulehnen. Um 22.45h wurde dann das Ende mit „Erinnerungen“ eingeläutet.
    Als danach etliche Leute die Halle verließen, war ich mir nicht sicher: sinds die, die wissen, dass es vorbei ist oder sinds die, die denken, dass es vorbei ist. Ich wartete noch nen Moment ab, aber als dann die Lichter angingen, war auch mir klar: das wars. ;(


    Mein Fazit: ich hatte sicher stimmungsmäßig schon bessere Konzerte, was in diesem Fall wsl der Entfernung geschuldet war (ich habe sonst nix gegen Tribünenplätze), mittendrin, statt nur dabei, ist halt anders (muss ja nicht im Moshpit sein). Andererseits hab ich mich ja doch aufs Konzert gefreut und da lass ich mir ja von nix die Stimmung vermiesen!
    Genau deshalb freue ich mich schon auf den 22.12., auch wenn ich ja jetzt weiß, dass ich wieder am A… der Welt sitzen werde.


    Die Setlist (auch gültig für Bremen und Frankfurt 1):


    01 Gott hat ein Problem
    02 10 Jahre
    03 Finde die Wahrheit
    04 Irgendwas für nichts
    05 Nie wieder
    06 Gehasst, verdammt, vergötter
    07 Auf die Freundschaft
    08 Schutzgeist der Scheisse
    09 Lieber stehend sterben
    10 Nur die besten sterben jung
    11 Jeder kriegt was er verdient
    12 Dunkler Ort
    13 Wieder mal nen Tag verschenkt
    14 52 Wochen
    15 Danke für nichts
    16 Bomberpilot
    17 Wo auch immer wir stehen
    18 Machst dir selbst
    19 Auf gute Freunde
    20 Wir ham noch lange nicht genug
    21 Kirche
    22 Mexiko
    23 Erinnerung

    @Gazza
    Guck mal auf setlist.fm ist die Setlist drin. Bei mir hats zeitlich leider nicht gepasst auf dieser Tour, ist aber auch nicht weiter schlimm hab die Band dieses Jahr schon mit neuem Album bei Rock am Ring gesehen.


    Setlist.fm ist auch immer meine erste Anlaufstelle, aber da war gestern morgen noch nix, als ich den Text geschrieben hatte.
    Aber gut, dass ich inzwischen dort fündig werde. Daumen hoch (Smilies gehen grad nicht).

    Zwar hatte ich ohnehin nicht vor, auf den Einlass vor der Festhalle in der Kälte zu warten, da ich mich im Büro aber bissel festgequatscht hatte, fiel meine Anreise dann doch später aus, als geplant.
    Dadurch hatte ich schon mit den ersten Reihen und ggfs sogar mit der 1. Welle abgeschlossen, aber alle Panik die sich unterwegs im teilweise schleppenden Verkehr breit machte, war umsonst.
    Zum Glück hatte ich mich vorab über günstige innerstädtische Parkmöglichkeiten erkundigt, denn mein ursprünglicher Plan hätte doch den Zeitrahmen gesprengt.
    So kam ich zw. 18.45/19h an der Festhalle an, wo noch etliche Leute im Außenbereich rumstanden. Auch ein großer Volbeat Merchstand war hier aufgebaut, den ich aber links liegen ließ.


    Nachdem ich meine Jacke an der Garderobe abgegeben, noch kurz das stille Örtchen aufgesucht hatte, gings also in den Innenraum, wo ich erstaunt und erfreut feststellte, dass an der dem Eingang zugewandten, aber noch mit Flatterband abgesperrten Seite der 1. Welle noch massig Platz war.
    Ich durchquerte also 1x die Halle in der Breite, versorgte mich noch mit nem Getränk und betrat die 1. Welle auf der gegenüberliegenden Seite. Marschierte aber durch in den (noch) freien Bereich. Warum sich Leute hinter dem Flatterband aufstellten und warteten, bis das entfernt wurde, ist mir ein Rätsel. Egal.


    Da stand ich nun in Reihe 8-10 und war mit mir und der Welt zufrieden, dass ich trotz der verspäteten Anreise doch so weit vorne gelandet bin. Aber das hat in der Festhalle eigentlich noch immer geklappt, ganz ohne drängeln und so. Und da es sich ja hier um ein Metal-Konzert handelte, war ich mir sicher, dass (mir) da vorne nix passieren kann. Metaler pogen ja eher nicht, das war bisher noch nirgends so, also diesmal auch hier. Dachte ich mir…


    Auf die erste Band – welcher Jockel kam eigentlich auf die Idee, 2 Vorbands zu engagieren?! – musste ich nicht lange warten, die begann schon um 19.30h.
    „Crobot“ hatten ihren Auftritt, mir bis dato völlig unbekannt. Das war auch nicht weiter schlimm, denn vor deren Bassisten hab ich Angst. *g*
    Es gibt doch diese Shirts, mit dem Druck der menschlichen Evolution bis zum aufrechten Gang: dieser Bassist ist aber knapp nach der 1. Phase stehen geblieben, allerdings hatte er die Hände nicht mehr aufm Boden, sondern am Bass. Sprang aber wie ein gebücktes Rumpelstilzchen herum und machte auch ein ziemlich neandertalöses Gesicht. Es fehlten ihm eigentlich nur die Fangzähne. Der Tanzstil des Sängers war dagegen so ne Art Ententanz.
    Die Musik würde ich mal 70er-Jahre Rock der uninteressanteren Art nennen. Nix, was mir in Erinnerung bleiben wird, außerm Bassist.
    Das Publikum blieb während dieser halben Stunde auch noch relativ ruhig.


    In der 20min Umbauphase lichteten sich die Reihen, so dass ich wieder 30cm weiter nach vorne kam.
    Aber dann kamen Airbourne und ich stelle zum ersten mal fest, dass es da vorne doch nicht so entspannt zugehen wird, wie ich erhoffte.
    Das Publikum ging vom ersten Ton an in die vollen und man hätte meinen können, dass man sich schon beim Hauptact befindet. Es wurde enger hier vorne, es wurde wärmer hier vorne, es wurde wilder
    hier vorne und es war nun auch lauter. Zudem taten sich die ersten Circlepits auf, forciert auch vom Sänger. Aber zum Glück noch nicht direkt neben mir.
    Zum anheizen hätten Airbourne durchaus ausgereicht, sowohl was die Brauchbarkeit der Musik angeht, als auch was die Stimmung betrifft. Auch wenn ich überhaupt nix kannte, war ich erstaunt, als deren Spielzeit von 45min dann schon vorbei war. Lt. der Festhallen HP hätten sie von 20:20h bis 21:10h spielen sollen, sie waren aber schon um 21.05h fertig.
    Was insofern nicht weiter schlimm war, denn das konnte sich nur positiv auf das Ende des gesamten Abends auswirken. Wenn man am anderen Tag wieder raus muss, ist man für jede Minute, die man früher ins Bett kommt, dankbar (ich zumindest).


    Die Umbauphase zu Volbeat konnte man nicht beobachten, da nach Airbourne der große Volbeat-Vorhang vor der Bühne herab gelassen wurde.
    Statt wie geschrieben um 21:40h fingen sie dann wirklich schon etwas früher an, dürfte so 21.30h gewesen sein (Ende war dann auch nicht um 23:30h, sondern 23:10/15h rum).
    Ging es noch relativ ruhig – in Bezug auf Publikumsbewegungen – los, änderte sich das zu meinem Leidwesen schon sehr bald und ich war am überlegen, ob ich nicht doch etwas weiter zurück oder zum Rand gehen soll. Das Problem war allerdings, dass ich wsl gar nicht raus gekommen wäre.
    So machte ich das Beste draus und war froh, dass ich noch von Leuten umschlossen war, die als Pufferzone fungierten.
    Volbeat lieferten eine schnörkellose Rockshow, die sich gewaschen hatte! Kein „sing yeah“-Getue, kein großartiges Gepose, keine (überzogenen) Drum- oder Gitarrensoli, keine langen Reden, einfach nur Musik und zwar laut. Sehr laut.
    Einzig die Seitenwechsel oder der Gang über/auf eine Rampe, die im Halbbogen von einer Seite auf die andere verlief, waren die üblichen Showmomente.
    Von meiner vorher vorhandenen Unlust war längst nichts mehr zu spüren, ganz im Gegenteil. Daher hatte es ja gut werden müssen, abgesehen davon, dass ich anders ja auch nicht hingegangen wäre.


    Zum letzten Lied rief Schøn Poulsen die Kinder und jüngeren Fans in der Halle auf die Bühne. Nachdem sich nur 2 Mädels und ein Junge eingefunden hatten, rief er erneut dazu auf, auf die Bühne zu kommen, was sich dann ein paar Möchtegerngroupies natürlich nicht nehmen ließen.
    Das ganze erinnerte mich an Dropkick Murphy Konzerte, allerdings mit dem Unterschied, dass hier, außer den Kindern, nur Frauen die Bühne enterten.
    Zugegeben, die Herren Schøn Poulsen und Boye Larsen sind recht tageslichttauglich, trotzdem läge es mir fern, ihnen – insb. während Ausübung ihrer Tätigkeit, nämlich singen und Bass spielen – um den Hals zu fallen. Das sahen einige der Damen aber nicht so… Ok, ich kanns ja verstehen, so ne Chance kommt nie wieder.
    Und so mussten die Musiker, mit den Geistern die sie riefen fertig werden und ihre Nasen zu tausend Selfies in zig Smartphones halten. Multitaskingfähig sind sie, das muss man ihnen lassen.
    Am coolsten fand ich allerdings, als Schøn Poulsen seine Gitarre abnahm, um sie dann über nen ca. 12-14jährigen Jungen, den er vor sich nahm, wieder anzuschnallen und weiter zu spielen. Der Junge wusste glaub gar nicht wie ihm geschah. Er stand bis dahin auch ziemlich ruhig im Hintergrund.


    Auf Fb hab ich heute Morgen den einen oder anderen negativen Kommentar, Mainstream und so, auch bezgl. Publikum, gelesen. Das ist mir aber wie immer wurscht. Ich fands bombastisch.


    Auf meiner Suche nach der Setlist bin ich bisher nur auf diesen Artikel gestoßen, dem ich, insb. in punkto Lautstärke zustimmen kann:
    https://www.regioactive.de/rev…plodieren-P1Tg0VLzqW.html
    Bilderstrecke Airbourne: https://www.regioactive.de/galerie/2016/…9WL6zJGf75.html

    Gestern abend rief mich meine Mutter an (wie meistens sonntags abends oder halt ich). Mitten im Gespräch "wart mal, Vadda will dich mal kurz haben".
    Raschel, raschel "jo, was hann ich do gesiehn, em Harry sei Bub spielt jetzt aach bei da Lautrer?"
    - "jo"
    - "Seit wann dann?"
    - "Ähm seit jetzt, also der Saison." (wir reden von Profifußball, nicht von den Amateuren 8) )
    -"Jo? Sah nur. Wie alt issen der?"
    -"20 glaub ich" (war einfach mal ins blaue getippt, aber richtig)
    - "Sah nur. Der hat das awwa ganz gudd gemacht"
    - "Jo, der kriegt ganz gudde Kritike"
    -"Ei gudd. Awwa em Harry sei Frisur is ah nemee so wie früher"
    - "Jo, gelle. Die Locke genn weniger"
    -"Ei gudd. Das wars. Wart, ich genn da nochmo die Mudda"
    Mudda: "Hä, was war das do jetzt? Wer issen de Harry?"


    :rofl::rofl:

    Ich war am Samstag mal Ringen gucken, ASV Hüttigweiler gegen RC Merken (2. BuLi).
    Meine Schwester hat mich mitgeschleppt, die durch ihren Freund was mit den Hüttigweilern zu tun hat, sonst wäre ich nie auf die Idee gekommen, mir mal einen Kampf live anzusehen.
    Und ich muss sagen, das war witzig bis interessant.
    Zwar hab ich außer den beiden Stilarten keine Ahnung davon; wie da Punkte gezählt werden, ist mir nach wie vor ein Rätsel; selbst machen möchte ichs auch nie, weil ich das so eklig finde, von Fremden (überall) angefasst zu werden, aber der Abend war äußerst unterhaltsam.
    Wurde quasi schon verpflichtet, am 29.10. zum "Derby" gegen Riegelsberg wieder (mit) zu kommen. Bin dann auch im Saarland, würde passen. ;)

    Wie witzig, das gesamte Spiel ist auf Yt zu finden und wurde wohl am 25.09. auch live übertragen. Das gibts auch nur im fernen Ausland. :D


    Muss den Link so einfügen, mir fehlt die komplette Editorleiste:


    Der Spielbericht ist auch online, englische Kurzfassung: http://www.fcararat.am/en/news…no-points-from-kapan.html
    Ausführlichere armenische Fassung: http://www.fcararat.am/am/news…B5%D5%B8%D6%82%D5%B6.html


    Wenn ich die armenische Fassung übersetze, war das 2. Tor ein 11m. oO Ähm... Da war ich noch im Stadion unterwges, dass das ein 11m war, ist mir nicht aufgefallen... *hust*


    Edit sagt: und ich bin auch anfangs mal zu sehen. :D

    Was es mit dem Sprungturm auf sich hat, weiß ich auch nicht. Da das ganze Gelände "Dynamo Komplex" heißt, oder so ähnlich, ging ich davon aus, dass sich da in besseren Zeiten weitere Sportstätten befanden. An dem Abend habe ich aber nix (mehr) davon gesehen.
    Leider verläuft der Säulenrundgang etwas niedriger, als das Gelände hinten dran, so dass ich von dem Gelände um den Turm auch nix sehen konnte. Ich sah dort zwar eine Person durchgehen und ein paar Jugendliche am Rand sitzen, aber mehr leider nicht.
    Die Satellitenansicht von Google maps brachte mich auch nicht weiter, das was ich dort zu erkennen glaubte, sah i-wie nicht nach Becken bzw. Vertiefungen aus. Und das die Becken aus Sicherheitsgründen zugeschüttet oder eingeebnet wurden, glaube ich bei dem, was ich da alles gesehen habe, beim besten Willen nicht. :D
    Mir fällt aber auch sonst keine weitere Verwendung für einen solchen Turm ein.

    und weil man ja nur 10 Bilder pro Post uppen darf, antworte ich mir selbst mit weiteren Bildern. ;)

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    Ich war schon lange kein (ausländischer) Fußball mehr gucken und bei dem, was der FCK derzeit abliefert, ist es an der Zeit, sich mal nach Alternativen umzugucken... :D Das tat ich nun bei meinem Ulraub in Yerevan. Der FC Ararat Yerevan hatte ein Heimspiel gegen den FC Gandzasar aus Kapan. Entfernung Kapan-Yerevan lt. google-Maps ca. 293km und 5,5h Fahrzeit (zum Vergleich: KL - Dortmund 332km und 3,5h Fahrzeit, die Straßenverhältnisse in Armenien sind - selbst gemerkt - also etwas "anders").
    Lt. wiki besteht die armenische 1. Liga aus 8 Mannschaften, lt. der Tabelle auf der HP von Ararat Yerevan aber nur aus 6 (3 davon aus Yerevan: FC Banants Jerewan, FC Pjunik Jerewan und eben Ararat Yerevan), die es aber immerhin auf 30 Matchdays bringen. Also 4x innerhalb einer Saison gegeneinander spielen. I-wie muss man die Zeit ja rumbringen.


    Das schwierigste war mal wieder herauszufinden, in welchem Stadion gespielt wird. Lt. der Vereins-HP finden die Spiel im eigenen "Hrazdan stadium" statt, was mich aber zweifeln ließ, da es ein Fassungsvermögen von 54.208 Zuschauern hat. Erfahrungsgemäß ist die Anzahl der Zuschauer in solchen Ligen aber arg überschaubar, war ja vor 5 Jahren in Tiflis auch nicht anders.
    2 Anfragen per E-Mail blieben bis heute unbeantwortet, zum Glück funktionierte am Vorabend aber erstmals die Weiterleitung von der Vereins-HP zur Fb-Seite, wo ich dann über Nacht Antwort per Messenger bekam: the match will be held at Republican stadium. Uff, wäre ich also mal wieder am falschen Stadion gelandet.
    Im Republican stadium spielen eigentlich die Vereine FC Pjunik Jerewan und FC Ulisses Jerewan (2. Liga), sowie die armen. Nationalmannschaft, es fasst nur rd. 14.400 Zuschauer).


    Anpfiff war um 18h, dazu machte ich mich kurz nach 16h von meinem Hotel aus auf den Weg. Bis auf wenige Fahrten mit der Metro, absolvierte ich in Yerevan alle Strecken per Pedes, denn Bus fahren ist aufgrund des Fahrplans und der Busanzeige in armenischer (teilw. auch russicher) Schrift kaum möglich. Zwar sprechen die Armenier (zumindest die Personen in Geschäften, Hotels, Supermärkten und Restaurants, mit denen ich zu tun hatte) erstaunlich gut englisch, aber bis man letztendlich heraus gefunden hat, welcher Bus wohin fährt, ist man sicher schneller zu Fuß am Ziel. So groß ist Yerevan nicht und die Straßenführung ist relativ einfach (ne Ringstraße außen rum und in der Mitte meistens alles strahlenförmig oder rechteckig von einer Seite auf die andere.
    Und trotzdem bin ich flotten Schrittes am Stadion vorbei gelaufen, das ich zwar gesehen, aber nicht registriert habe. Wäre die Straße nicht plötzlich in einem T-Stück geendet, was so lt. meinem gemerkten Straßenplan gar nicht bis ans Stadion vorkam, wäre ich wsl bis nach Aserbaidschan weiter gelaufen. Ich musste also wieder einige Meter zurück und war dann so um kurz nach 17h am Stadion - also viel zu früh.
    Ich schlug die Zeit damit tot, in dem ich mir ein Café o.ä. suchte, wo ich noch was trinken und gemütlich sitzen konnte. Dadurch musste ich nochmal durch die "Baumarkt-Gasse", die ich auf dem Hinweg schon so amüsant fand: da stehen rechts und links des "Bürgersteigs" Kioske/Büdchen, in denen alles verkauft wird, was das Handwerkerherz begehrt. Da musste man auch schon mal ausweichen, wenn mal eben ein paar Leisten o.ä. mitten im Weg zurecht geschnitten wurden. :D
    Ich fand ein Schnellrestaurant, nahm dort noch ne Cola und einen gegrillten Khachapuri zu mir (Khachapuri ist ne georg. Spezialität, sowas wie ne "Käsepizza", gegrillt quasi die Calzone-Variante) und spazierte dann ein drittes mal durch die Baumarkt-Gasse zum Stadion- wo kaum was darauf hin deutete, dass da in 10min ein 1. Liga-Spiel statt findet.
    Die Preistabelle am Tickethäuschen konnte ich nicht lesen, der höchste Betrag der dort stand, war aber 10.000 AMD (Armen. Dram), was rd. 19€ entsprechen. Diese schienen aber zu dem WM-Qualifikationsspiel gegen Rumänien zu gehören, welches am 08.10. in diesem Stadion statt findet (Plakat dazu hing da). Ich fragte also nach einer Karte für das aktuelle Spiel und bekam zur Antwort das der Eintritt "free" wäre. Ich habe mich während des einwöchigen Aufenthalts hin und wieder über die teilwiese unfassbar niedrigen Preise amüsiert (z.B. 1 Metrofahrt, egal wieviele Stationen, 19ct!!), aber das hier war natürlich der Oberknaller: ein kostenloses Erstligaspiel.
    Freie Platzwahl gabs auch (ich saß übrigens auf der Westribüne), die paar (2-300?, maximal) Zuschauer konnten sich nach belieben im ganzen Stadion verteilen. STadionmag gabs aber keins, das wäre zuviel des guten und auch die Aufstellung wurde nur per Mikro bekannt gegeben (ich nehme mal an, die Ansage vor Spielbeginn waren die Aufstellungen), das was dann auf den Anzeigetafeln stand,konnte ich - bis auf die Zahlen - ohnehin nicht lesen.


    Ach ja, Fußball gespielt wurde ja auch. FC Ararat, derzeit letzter der Tabelle (woher kenn ich sowas ähnliches nur? :Idee2: ), ließ die Gandzasarer eigentlich so gar nicht in die Nähe ihres Tores kommen, Chancen auf beiden Seiten waren die ersten 41. Minuten eigentlich nur bedingt vorhanden, 100%ige gar keine und doch erzielte Gandzasar in der 41.min den Führungstreffer.
    So ging es dann auch in die Pause, die ich dazu nutzte, mal durchs Stadion zu spazieren und mir den Platz bzw. das Stadion von der anderen Seite anzusehen. Ich mag ja eigentlich in diesen Ländern den etwas anderen Charme (Bauruinen, die aufgegeben oder nie fertig gestellt wurde, kaputte Straßen und Bürgersteige (sofern überhaupt vorhanden), etc.), aber der ehem. Sprungturm (? oder was das mal war), den ich hinter der Rückseite des Stadions, schlug dem Faß den Boden aus - und trotzdem finde ich ihn auf eine gewisse Weise schön.
    Nachdem ich die andere Seite einmal hin spaziert bin, spazierte ich wieder zurück zu meinem Platz. Ich saß noch nicht richtig, da fiel auch schon das 2:0 für Gandzasar. Bei diesem Spielstand blieb es dann auch, auch in der 2. HZ waren so richtige Torchancen Mangelware, trotzdem war das Spiel nicht langweilig. 3min Nachspielt gabs obendrauf, angezeigt vom gefühlt 15. Offiziellen (die spielen "wie die Großen" mit 2 SRA und 2 Torrichtern).
    Sowas wie mitreisende Fans scheint es auch in Armenien zu geben, immerhin gab es Jubelrufe und Applaus bei den Gandzasarer Toren. Support (Gesang und Klatschen) während des Spiels gab es selbstredend nicht und auch Fankleidung ward keine gesehen. Einzig einen Typen in nem lila Trikot sah ich, allerdings von hinten, daher weiß ich nicht, ob das Mannschaftsbezogen war.


    Ich hoffe mal, dass es auf der Seite des FC Ararat noch nen Spielbericht oder gar ne Mannschaftsaufstellung geben wird, so dass ich das noch ergänzen kann.


    Und als Belobigung, falls tatsächlich jemand diesen langen, nichtssagenden Text gelesen hat, gibts noch ein paar Bilder. ;)

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    Brooklyn-Bridge in New York:


    Ob der 2014 auch schon dort klebte?

    War allerdings dunkel, als ich rüber bin, abgesehen davon, dass alles andere interessanter war, als ein FCK-Aufkleber... :whistling:


    So, kann auch ein Foto beisteuern. Da ich allerdings weder nen Schal mit in den Urlaub schleppe,noch im FCK-Shirt durch die Gegend laufe, muss es der Kofferanhänger tun. :D
    Auf dem ersten Bild schien allerdings so die Sonne aufs Display, dass ich erst später gesehen habe, dass der eigentlich gewollte Hintergrund eher unscharf ist. Man stelle sich da bitte Yerewan vor. Den 2. Versuch habe ich dann mit Blick auf den Berg Ararat gemacht.

    Dateien

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    kein vergleich zur alten batschkapp. versiffter boden, schweißgebadete wände und einfach nur urig war es dort und natürlich absolut geschichtsträchtig. damals hatten dort z.b. stephan und kevin gonzo zu den onkelz angeheuert. der neubau kommt natürlich bei dem publikum, was die alte kannte nicht so toll an. is halt ne halle nicht mehr und nicht weniger


    Genau so hab ich mir die vorgestellt. Und bin deshalb froh, nie dagewesen zu sein... :girly1:
    Egal wer da wen rekrutiert hat. ;)

    Obwohl ich immer noch kein einziges Album der Band besitze, lediglich ein paar Mittschnitte neueren Datums (hauptsächlich aus 2012) habe ich mich sehr gefreut, als die Tourdaten der aktuellen Tour veröffentlicht wurden.Den Kölner Apriltermin hatte ich aufgrund Terminstress und zugunsten von Stephan Weidner ausfallen lassen, so zog es sich also bis September, bis ich fast auf den Tag genau (21.09.2014) zu meinem 2. ARP Konzert kam – an diesem angeblich heißesten 13. September der Wetteraufzeichnung…


    Die „Batschkapp“ war mir bisher unbekannt (den Namen kannte ich natürlich), somit wusste ich nicht, was mich erwartet. Schön zu lesen war jedenfalls, dass es eigene Parkplätze auf dem Gelände gibt, wenn auch in begrenzter Anzahl. Zwar auch mit 4€ Parkkosten verbunden, aber da ich mich nicht auskannte, behielt ich den weiteren Hinweis „Weitere öffentliche und kostenfreie Parkmöglichkeiten sind um die Batschkapp herum (Gwinnerstraße/Borsigallee) zu finden.“ mal im Hinterkopf, für den Notfall.
    Bei der Einfahrt aufs Gelände dann die erste Kuriosität: die Kofferräume der Autos wurden kontrolliert.Nach kurzer Irritierung meinerseits, wie denn mein Kofferraum wegen der automatischen Türverriegelung aufgeht ohne das Auto auszumachen (ich hab das Auto noch nicht soooo lang und mache ohne auszusteigen doch eher selten meinen Kofferraum auf), gab mir der Kassierer den Tipp, doch mal die Fahrertür aufzumachen…womit die Verriegelung dann rundrum gelöst wird… Öhm, ähm, ja, hamma wieder was gelernt… :D Allerdings sah sich der Security-Mann dann einem leichten Chaos in meinem Kofferraum ausgeliefert, da sich Bürotasche, Korb mit Wechselklamotten, aufgerissenes ebay-Päckchen und ein Rucksack drin verteilten. Aber so ist das halt, wenn man direkt von der Arbeit zum Vergnügen fährt und auf dem Weg noch seine Post aufgabelt.


    Es war inzwischen so 10 vor/viertel vor 7 und auf dem Gelände ging es recht entspannt zur Sache, Einlass sollte lt. Karte um 19h sein. Um wartend im Auto sitzen zu bleiben wars zu warm, aber schon erblickte ich die 2. Kuriosität: ne „Chillzone“ mit Liegestühlen - so lässt sich das Warten auf den Einlass doch aushalten. Ich nahm also mein Buch und machte es mir noch eine halbe Stunde dort bequem.
    Als ich so um 19.30h eine Schlange im Eingangsbereich – wo auch noch Strandkörbe aufgestellt waren – sah, machte ich mich dann doch schweren Herzens auf den Weg in die Halle. Ich hätte bei der angenehmen Temperatur noch dort sitzen können.
    Da ich auch mit den inzw. üblichen streng(er)en Taschenkontrollen rechnete, wodurch 30min mal ganz schnell zu kurz sein können, je nachdem wie lange die Schlange ist, wurde ich doch hibbelig, nix mehr mit chillen.
    Es war dann allerdings doch nicht die Schlange am Einlass – ich wusste ja nicht wo´s reingeht – sondern die vorm Essens-/Getränkestand, am Einlass war gähnende Leere und ich war in Nullkommanix drin. Zu früh. So konnte ich mir den Laden dann wenigstens noch angucken und kam zu dem Fazit: wenn die Akustik nicht ganz für den Arsch ist, ist das hier ne richtig schöne Location, mit allem drum rum (die Getränkeauswahl ist auch reichlich). Ok, vllt bissel zu schmal/lang, etwas breiter, dafür nicht ganz so schlauchartig wäre auch nicht verkehrt, aber man kann ja nicht alles haben.


    So musste ich dann natürlich auch wieder eine Vorband über mich ergehen lassen, allerdings eine der wirklich besseren. Auch hier – Lords of Black – wusste ich nicht was mich erwartet, aber was dann kam, war laut und hart und sogar richtig gut.Gut, ich werde mich jetzt nicht mit deren CDs eindecken und auch nicht zu einem Konzert rennen, so sie denn mal als Hauptact i-wo in der Nähe spielen, von mir aus hätten ARP selbst auch um 20h anfangen können, aber wenn man schon hingehalten wird, dann wenigstens auf solch erträgliche Weise.
    Um kurz vor 1/2 9 kündigte der Sänger (Ronnie Romero, seit 2016 auch die Stimme von „Rainbow“) nen „ten minutes song“ an – so kann man seine Spielzeit auch rumbringen: 3-4 zehnminuten Lieder und der Job ist erledigt. Lt. meiner Uhr warens aber keine 10min und es war auch nicht der letzte Song es kam noch was, bis ~ 20.45h.
    Und dann – fast schon Kuriosität Nr. 3 – spielte die Band sogar noch ne einzelne Zugabe. Das kommt mMn dann doch eher selten vor, dass ne Vorband auch die Zeit hat, die geforderte Zugabe zu spielen. Zu meinem Leidwesen verschob sich dadurch natürlich der Beginn von ARP, obwohl gegen Ende der Umbauzeit die Bühne wie üblich gute 10min leer stand, bevors losging.


    Ich nutze diese Pause zu einer Runde WC und konnte anschließend ganz gemütlich meinen alten Platz wieder einnehmen. Was einerseits daran lag, dass sich das Publikum noch in alle Winde verstreut hatte, andererseits war es aber so entspannt und vor allem so gemischt, wie es gemischter nicht sein könnte – so machen Konzerte Spaß!
    Was mir noch auffiel und was mich erstaunte war, als ich vom WC zurück in die Haupthalle kam, hatte ich eigentlich damit gerechnet, gegen eine aufgehitzte, muffige Wand zu stoßen, aber fast das Gegenteil war eigentlich der Fall. Das Klima war ganz angenehm.


    Um 21.20h ging´s dann weiter (ohne Zugabe der Vorband wär´s sicher 21.15h gewesen) und sofort ging Johnny Gioeli (der Sänger) in die Vollen. Ich fragte mich ständig, wie der´s bei den ständigen Pirouetten und Drehungen noch schafft, die Orientierung zu behalten, wo jetzt vorne und hinten auf der Bühne ist. Wie ein Derwisch fegt(e) er wieder über die Bühne, das hat mich beim letzten Konzert schon so fasziniert.Wenn die Band in Action ist, weiß man gar nicht, wo man hingucken soll: auf das wehende Haar von Herrn Pell (ob sich Steve Morse und er über die besten Ventilatoren austauschen?), auf den tobenden, grinsenden Gioeli oder auf die Grimassen schneidenden Herren Doernberg und Krawczak am Keyboard bzw. Bass? Der kaugummikauende Bobby Rondinelli am Schlagzeug ist eher unspektakulär.
    Jedenfalls, es macht auch ohne kennen der Alben tierisch Spaß!Das Publikum feierte zwar, trotzdem war´s immer noch sehr entspannt in den Reihen: genug Platz, kein Gedränge, kein Pogo, es standen die Blümchenkleid-und-Strickwesten-tragende Riemchensandalenfrau neben dem in schwarz gekleideten, gepiercten und tätowierten Hard-Rocker und ließen sich vom Treiben auf der Bühne mitreißen.
    So ging das bis etwa knapp vor 23h, als die Band für einen kurzen Moment die Bühne verließ, um sich zur kurzen Zugabe wieder nach vorne zu begeben. Die Zugabe fiel allerdings wirklich kurz aus, ich glaube es war nur 1, vllt auch 2 Lieder (die Setlist wird’s zeigen, sobald eine auftaucht).
    Der schweißgebadete Sänger hatte sich seine Dusche nun redlich verdient. Wohl dem, der nen Gitarristen mit wallend Haar und Ventilator auf der Bühne hat, da kann man sich hin und wieder mal abkühlen… ;-)


    Die Ausfahrt vom Gelände verlief dann besser wie gedacht, einige hatten schon überpünktlich das Gelände verlassen, die meisten parkten eh außerhalb auf der Straße (das werde ich beim nächsten Mal wohl auch machen), so dass einem nur die vielen Fußgänger in die Quere kamen.


    Fazit: bei der nächsten ARP-Tour bin ich definitiv wieder am Start und auch die Batschkapp wird mich nicht zum letzten Mal gesehen haben.


    Ganz einfach.Man klebt auf jeder Seite ein halbes Brötchen,und deklariert es als ein belegtes Brötchen. :D
    Mitnahme von Proviant dürfte ja nicht verboten sein.


    Bei letzterem bin ich mir nicht so sicher. Aber wenn er hohl war, könnte man ihn ja noch als Maske anziehen...