Mich wundert es, dass an dieser Stelle so wenig diskutiert wird und ich wage mal zu behaupten, dass nur wenige damit gerechnet haben, dass wir immer noch so eng am Abgrund stehen.
Aus meiner Sicht hat die Stadt überhaupt keine andere Möglichkeit, als der Mietminderung zuzustimmen. Denn klar ist: Keine Mietminderung = Insolvenz. Auch die Stadiongesellschaft wäre nicht mehr tragbar und man hätte den Klotz Betzenberg ohne Mieter. Eine Ablehnung bzgl. der Mietminderung ist mit der Übernahme der gesamten Schulden vom Betzenberg verbunden (knapp 70 Millionen, kann das sein?) Jedoch dürfte aber auch klar sein, dass eine solche Mietminderung langfristig gesehen kein gelungenes Konzept darstellen kann, obwohl man sich jetzt schon sicher sein kann, dass diese Diskussion im kommenden Jahr ebenfalls geführt wird.
Das heißt quasi auch, es müssen Alternativen her: Stadionname verkaufen, Investor ranziehen, Spielort wechseln und als Mieter des Betzenbergs aus dem Vertrag aussteigen. Andererseits, was sind schon 1,4 Millionen Mietminderung in der Relation zu den über 600 Millionen Euro Schulden der Stadt?
Ebenfalls bedrückend finde ich, dass beinahe die gesamten Einnahmen (ca. 90 %) aus den Heimspielen für den Mietzins drauf gegangen. Das heißt doch auch gleichzeitig, dass gar keine Schulden getilgt werden können.
Interessant finde ich es auch, dass der Aufstieg der 2. Mannschaft zumindest aus wirtschaftlicher Sicht überdacht werden muss, da ein Mehraufwand an Kosten in Höhe von 250.000 Euro entstehen könnte. Da stell ich mir die Frage, ob die 3. Profiliga richtig durchdacht wurde - natürlich steigen die Kosten in den höheren Ligen, aber die Einnahmen in der Regel doch auch?!
ZitatIch möchte mal wissen, wie Kuntz der Stadt die 500.000 für den lustlosen Amateurtraber rechtfertigt......
Klare Sache: Kuntz möchte die Mietminderung, um sein sportliches Konzept umsetzen zu können. Man kann getrost davon ausgehen, dass dieses sportliche Konzept vorsieht, so schnell wie nur möglich aufzusteigen und sich in der ersten Liga zu etablieren, um erst dann vernünftig wirtschaften zu können.