Klaus Toppmöller: „Ich wurde nie gefragt!“

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    Klaus Toppmöller: „Ich wurde nie gefragt!“

    Im heutigen Dreierpack spricht FCK-Ikone Klaus Toppmöller über das „Vize-Triple“ mit Bayer Leverkusen, warum er nie Lautrer Trainer war und ehemalige Weggefährten.


    Inhaltsverzeichnis [VerbergenAnzeigen]

    1. „Gegen Real Madrid waren wir die klar überlegene Mannschaft“
    2. „Es sollte wohl einfach nicht sein“
    3. „Ich habe mich eigentlich mit allen immer gut verstanden“

    Mit 108 Toren in 204 Spielen für den 1. FC Kaiserslautern ist Klaus Toppmöller der Rekordtorschütze der Roten Teufel. Zudem erzielte der ehemalige Nationalspieler innerhalb von elf Minuten den schnellsten Hattrick der Lautrer Bundesligageschichte. Nach seiner aktiven Karriere zog es den Ausnahmestürmer an den Spielfeldrand, wo er sowohl in der Bundesliga als auch als Nationaltrainer Georgiens tätig war.

    „Gegen Real Madrid waren wir die klar überlegene Mannschaft“


    Treffpunkt Betze: Hallo Herr Toppmöller, Sie waren viele Jahre als Spieler und Trainer in der Bundesliga und auch im Ausland unterwegs. Gibt es Persönlichkeiten, die Ihnen aus dieser Zeit besonders in Erinnerung geblieben sind?


    Klaus Toppmöller: Oh ja, es waren schon einige echte Persönlichkeiten, die ich kennengelernt habe. Als Spieler war es für mich natürlich ein absolutes Highlight, bei meiner ersten Berufung in die Nationalmannschaft auf Spieler wie Franz Beckenbauer, Sepp Maier oder Bernd Hölzenbein zu treffen. Unabhängig von diesen Spielern war das natürlich auch ein Ziel, auf das man lange und hart hingearbeitet hat. Zu Beginn meiner Karriere habe ich noch studiert und parallel dazu meinen Wehrdienst abgeleistet, wodurch ich insgesamt etwa drei Jahre verloren habe, was meinen Weg zum Nationalspieler durchaus sehr steinig gemacht hat. Dass ich es trotzdem geschafft habe, war schon ein tolles Gefühl.


    Als Trainer war die Zeit in Leverkusen natürlich etwas Besonderes. Die Herausforderung dort war ja nicht nur, dass man eine Persönlichkeit in der Mannschaft hatte, sondern der ganze Kader war gespickt mit Nationalspielern und ganz tollen Fußballern. Da galt es, all diese Topspieler unter einen Hut zu bekommen. Auch wenn heute alle von „Vizekusen“ sprechen, was letztlich zwar stimmt, aber das muss man erst einmal schaffen. Wir haben in der Champions League Mannschaften wie Liverpool oder Manchester United ausgeschaltet und waren im Finale gegen Real Madrid die klar überlegene Mannschaft. Das war damals schon eine besondere Truppe.

    „Es sollte wohl einfach nicht sein“


    Treffpunkt Betze: Sie haben unter anderem in Frankfurt, Bochum, Hamburg oder eben Leverkusen als Trainer gearbeitet und regelmäßig Erfolge gefeiert. Warum haben Sie nie den FCK gecoacht?


    Klaus Toppmöller: Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Ich wurde nie gefragt! Sicherlich hätte ich mir ein Engagement in Kaiserslautern grundsätzlich vorstellen können, aber ich bin nicht derjenige, der sich anbietet. Das Interesse und der erste Kontakt sollten schon vom Verein ausgehen und das war beim FCK in Bezug auf meine Person nie der Fall. Woran das letztendlich lag, weiß ich nicht. Vielleicht hatte man mich noch aus meiner Zeit als Kapitän in Erinnerung, wo ich immer ziemlich hart um die Prämien gefeilscht habe und darauf hatte man keine Lust (lacht). Aber im Ernst, ich weiß nicht warum und es sollte wohl einfach nicht sein.


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    „Ich habe mich eigentlich mit allen immer gut verstanden“


    Treffpunkt Betze: Haben Sie noch regelmäßigen Kontakt zu alten Lautrer Weggefährten?


    Klaus Toppmöller: Ich habe einen sehr engen Kontakt zu Werner Melzer, der auch bei einigen meiner Trainerstationen als Co-Trainer dabei war. Wir telefonieren mindestens alle zwei Wochen und tauschen uns aus. Auch mit Peter Schwarz habe ich regelmäßigen Kontakt und mit Reinhard Meier war ich bis zu seinem Tod in ständigem Austausch. Mit beiden habe ich in ganz jungen Jahren in der Bundeswehr-Nationalmannschaft zusammen gespielt, das verbindet einen ein Leben lang. Hin und wieder trifft man auch so noch den einen oder anderen ehemaligen Mitspieler, das sind dann immer schöne Momente. Ich habe mich eigentlich mit allen immer gut verstanden, das hat sich nicht geändert. Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich mehrmals zum Mannschaftskapitän gewählt wurde. Irgendwas muss ich also im Umgang mit meinen Mitmenschen richtig gemacht haben. Leider ist aber auch Teil der Wahrheit, dass in der Zwischenzeit schon einige alte Weggefährten verstorben sind.


    Quelle: Treffpunkt Betze


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  • mir ist in schlechter Erinnerung, dass Toppmöller kurzzeitig Sportleiter war und uns die halbe georg. Nationalmannschaft vermitteln wollte ?

    (Ich war in der Sendung "Flutlicht" und fragte Holger Wienpal, warum er nicht beim Interview mit Toppi nachhakte, wie er sich das vorstellt ?

    H.W. sagte: Er will es einfach nicht sagen, er wich doch immer aus !).

    koha

  • Ein Typ den hier kein Mensch gebraucht hat. Zudem wollte er gar nicht und das hat er mehr als deutlich gesagt. Schon gut das er nicht hier gelandet ist als Trainer.