Rund um die 3. Liga

  • Egal was man tut. Hauptsache es geschieht mit Augenmaß. Jeder vernünftige Mensch kann das Risiko grob einschätzen und weiss was er tun kann um es zu minimieren. Wir haben in den vergangenen Monaten genügend gehört und gesehen. Wer es bis jetzt nicht kapiert hat wird es auch nicht mehr kapieren.


    Man kann weder so tun als wäre die Welt in Ordnung und ohne Rücksicht alles tun weil man "eben das Recht dazu hat" noch in Angst leben und wegen jedem bißchen übertrieben zu reagieren.


    Der Mittelweg, etwas Rücksicht, Besonnenheit und sich an die Vorgaben halten und man hat alles getan was man tun kann. Aber das muss drin sein.

  • Nach wie vor erschließt sich mir nicht, weshalb Geisterspiele nicht möglich sein sollen, auch ohne ausgiebige Tests. Man kann doch davon ausgehen, dass mehr Menschen die Spiele über TV oder Internet schauen und daraus würden ja entsprechende Einnahmen generiert werden. Das ist zumindest mehr als aktuell.


    Fußball halte ich sicherlich nicht für das wichtigste, aber es ist ein gutes Beispiel, da hier viel Geld generiert wird. Wir dürfen unsere Wirtschaft nicht einfach sterben lassen. Dazu gehören kleine Betriebe und Selbstständige, aber auch das Big Business wie der Fußball. Unser Wohlstand funktioniert eben nur mit Wirtschaft. Und zu Wohlstand zähle ich in dem Fall auch soziale Hilfe des Staates. Jetzt wird darüber geredet, wie man die finanziell unterstützen kann, die stark betroffen sind vom Lockdown. Was ist nun, wenn man in zwei Monaten feststellt, dass man anfangen muss zu sparen. Weil kein Geld mehr rein kommt. Wo wird dann gekürzt? Bildung? Sozialhilfe? Forschung? Der einzige Bereich, der mir spontan einfällt, den man problemlos kürzen könnte wäre das Militär, aber daran glaube ich nicht.

  • Gonzo

    Nicht persönlich gemeint aber bevor dieser Hurensport über die Rechte der Bürger in dieser Krise gestellt wird soll er verrecken. Da gibt es wichtigeres.


    Die haben sich über Jahrzehnte dumm und dämlich verdient und das Ganze System ist sowieso bis ins tiefste Mark krank. Nein. Noch sehe ich da ganz klar. Dann sollen sie den Scheissladen absperren. Mir reicht das schon mit den Beschwerden in den Niederlanden und mit den Gehaltsvorstellungen in England. Irgendwann ist gut.

  • Der einzige Bereich, der mir spontan einfällt, den man problemlos kürzen könnte wäre das Militär,

    Die laufen doch sowieso schon auf dem Zahnfleisch. Frag mal Uschi.

    Veraltete und mangelhafte Ausrüstung sind da nur zwei Stichworte.

    Optimismus ist ein Schlüsselfaktor der Resilienz

  • Zitat:

    "Der sagte sinngemäß : Wir fummeln uns da durch. Wir ergreifen Massnahmen und sehen dann, was rauskommt. Genau das passiert auch bei uns. Nur sagt das hier so keiner. Bei uns wird das dargestellt, als ob Massnahmen und Ergebnis in Stein gemeisselt wären."


    Scheinbar wird bei uns aber besser gefummelt! Zumindest sagen das die Zahlen. Aber, na ja Zahlen halt nur.


    Sorry, das war es auch schon von mir!

  • 1.) Das das Robertkochinstitut sagt, daß es keine Test Kapazitäten wegnimmt ist in meiner Sicht ein Hohn, wenn das so stimmt.

    Google hilft bei der Suche. Den Treffer dass die Labore selbst (!!!!!!) deutlich ausgesagt haben wie es um die Kapazitäten bestellt ist (!!!!!!!!!!) und die 20.000 keine wesentliche Verengung sind ist sachlich (genau das kriegen wieder einige Kandidaten nicht hin!) also sehr gut und einfach in Erfahrung zu bringen.


    Passend dazu auch die Suche nach Berichten betreffend Notfallkapazitäten die aufgebaut und ohne (!!!!) einen einzigen Corona Patienten gesehen zu haben nun abgebaut werden. Das einfach mal als reine Sachinformation sacken lassen. Ich will das gar nicht bewerten. Sachlich zeigt es aber dass man in keinem relevanten Bereich der Notfallversorgung im kritischen Bereich war/ist. Und das alles wird finanziert durch Staatseinnahmen. Deswegen ist mir ausnahmslos jeder Industriezweig recht der jetzt ein sauberes Konzept vorlegen kann um wieder anzufahren.

    So schön wie früher wirds nie werden, das gibt die Zukunft so nicht her...

  • Hab ja auch nicht gesagt, dass der Sport über die Rechte der Bürger gestellt werden soll. Es geht mir mehr darum, wie man verhindern kann, dass die Wirtschaft zusammenbricht. Da ist Fussball eine nicht ganz so kleine Branche, an der übrigens noch viel mehr hängt, als nur der Fussball selbst (Produktion von Fanartikeln, Fernsehübertragung, Radioübertragung, Gastronomie, Security, Journalismus, ...), was ja dann auch Arbeitsplätze sind. Und ich sagte ja auch, dass ich ein Fussballspiel auch ohne Tests und Schutzmasken für möglich halte. Den Fussball einfach "sterben" zu lassen ist mMn keine Option. Oder wäre es beispielsweise auch eine Option Porsche sterben zu lassen? Ich meine, ein Porsche ist jetzt nicht unbedingt lebensnotwendig und sicherlich auch nicht für den Durchschnittsbürger. Hängen aber trotzdem massig Arbeitsplätze dran.


    Edit: Porsche war jetzt nur ein völlig zufälliges Beispiel, ich hab keine Ahnung, wie es bei denen genau aussieht aktuell.

  • Ich zweifle eben die Vergleichbarkeit der Zahlen selbst innerhalb Europas an. Solange bei der Bestimmung der Werte jeder andere Parameter hat, wird das nichts.

    Natürlich ist die Versuchung gross das zu tun, besonders wenn man selbst aus diesem Vergleich als "Gewinner" hervorgeht. Das ist ja auch momentan das Hauptargument. Verständlich, wenn ich sonst wenige Antworten habe.

    Für jeden Quark haben wir in Europa Normen und Bestimmungen. Es wird Zeit, dass man auch hier eine einheitliche Richtlinie schafft. Eigentlich ist das überfällig. Man muss natürlich zugute halten, dass die Notwendigkeit einer solchen SO nicht vorauszusehen war. Dann haben wir Zahlen, mit denen man sinnvoll arbeiten kann.

    In der Zwischenzeit hätte man sich aber zwischen den Regierungen auf einen modus operandi einigen können.

    Optimismus ist ein Schlüsselfaktor der Resilienz

  • Gonzo

    Nicht persönlich gemeint aber bevor dieser Hurensport über die Rechte der Bürger in dieser Krise gestellt wird soll er verrecken. Da gibt es wichtigeres.

    Danke, besser kann man sich nicht von einer sachlichen Diskussion und damit ernsthafter Auseinandersetzung distanzieren wie Du es tust.

    Übrigens, zum Thema Demokratie, einem der höchsten Güter INSBESONDERE in Krisenzeiten: Finde mal eine Umfrage die sich gegen die Wiederaufnahme, unter dem Konzept das vorgelegt wurde, ausspricht. Deine Meinung ist eine demokratische Minderheit. Auch weil die meisten begreifen dass der Staat nur helfen kann wenn er Einnahmen generiert. Dass eine medizinische Versorgung die den Arsch rettet und retten soll, sogar besser bezahlt werden soll, genau von diesen Einnahmen finanziert wird.

    Zu viele schaffen es nicht wenigstens halbwegs mal an die Folgeszenarien zu denken. Und das bei einer Sterblichkeit die vor allem auch dank der medizinischen Versorgung gering ist bei Corona Fällen.


    Und auch ein Drosten kann nur forschen wenn die Gelder dazu da sind. Genau das ist das Dilemma, Man MUSS langsam Wege finden wieder Arbeit in Gang zu bringen. Aber bei manchen isses wie mit der Hefe. Die ist bei manchen auch Mangelware wie eben das VErmögen da Schritte nach vorne zu denken.

    So schön wie früher wirds nie werden, das gibt die Zukunft so nicht her...