Beiträge von Trekkie00

    Ev. fangen dann so manche hier im Land mal wieder an zu DENKEN

    Damit alleine ist es leider nicht getan. Wir müssen zurück zu einer sachlichen und offenen Diskussionskultur. Was heute stattfindet, ist ein Beharren auf eigenen Standpunkten, die man bis aufs Blut verteidigt. Dabei ist es egal, wie stabil die Basis der eigenen Argumentation ist. Wir haben einen Grad der Spaltung erreicht, der schwer zu überbrücken sein wird. Es wird essenziell sein, dass alle Diskussionsteilnehmer wieder bereit sind den eigenen Standpunkt zu hinterfragen und gegebenenfalls auch anzupassen. Diskussionen sind viel zu emotional, zu wenig von Fakten geleitet und beherrscht von Bullshit, der in diversen Medien und sozialen Netzwerken verbreitet wird. Die Informationsflut ist äusserst komplex geworden und es ist zugegebenermassen schwierig das Alles zu filtern und Fakten zu extrahieren. Ohne dies wird sich hier aber leider nicht viel ändern. Leider sehe ich die Bereitschaft diese Anstrengungen zu unternehmen in der Masse nicht. Es ist wesentlich einfacher, irgendwelchen indoktrinierten Dummfug, der in das eigene Weltbild passt und/oder den eigenen Interessen dient, zu verbreiten.

    Das ist für mich eine untaugliche Verteidigung. Er hat seinen Profivertrag im Sommer 2020 unterschrieben. Einem so jungen Torhüter, der sich erst noch entwickeln muss, nur einen Einjahresvertrag zu geben, macht keinen Sinn. Schon gar nicht, wenn man eigentlich keinen hat, der nach einem eventuellen Abgang von einem der beiden (Spahic, Raab) die Lücke füllen könnte.

    Auch ist es die Aufgabe des sportlichen Leiters zusammen mit dem Trainer (in diesem Fall Clauß und Antwerpen) den Spieler zu bewerten und dann dementsprechend zu verhandeln oder eben auch nicht. Die Kompetenz so etwas beurteilen zu können, steht bei diesen Positionen im Verein in der Stellenausschreibung.

    und man hätte sich geärgert, ihn nicht loszuwerden

    Wen hätte man dann geholt? Den nächsten Jungen, bei dem man wieder nicht weiss, wie er sich entwickelt?

    Sowas kannst du dir vielleicht bei dem ein oder anderen Feldspieler erlauben, aber nicht bei der Position des Torwarts. Wenn man mittelfristig planen will, muss man auch mal Risiko gehen. Mit der Möglichkeit auf die Schnauze zu fallen.

    Die Umkehr der Beweislast ist nachvollziehbar, aber keinesfalls zu tolerieren. Man will sich den Vorwurf nicht gefallen lassen müssen, dass man solche Vorkommnisse nicht mit aller Macht verfolgt. Daraus resultieren dann solche Verhandlungen. Die gleiche Herangehensweise kann man auch stellenweise in Medien oder an Stammtischen beobachten. In der Vergangenheit war diese "Überreaktion" schon des Öfteren zu beobachten, wenn es um Fragen ging, die besonders im Blickpunkt standen (auch politisch oder sozial im Allgemeinen). Hier bedarf es dann einer gesunden Selbstreflexion. Die Unschuldsvermutung ist nicht ohne Grund, und auch völlig zu Recht, Teil unserer Rechtsprechung. So dringlich auch gewisse Fragen/Probleme sind, so muss doch die Form gewahrt bleiben. Solchen Entgleisungen muss sofort und entschieden entgegengetreten werden. Wehret den Anfängen. Solche Unterminierungen sind meist schleichende Prozesse, die aber leider sehr schnell zur täglichen Praxis werden.

    Ich finde es toll, wie viele hier schon vorhergesehen haben wie Raab sich entwickeln wird

    Antwerpen hat das wohl erkannt, sonst hätte er den Wechsel nicht vollzogen. Da hätte man früher aktiv werden müssen. Wenn man davon ausgeht, dass die sportliche Leitung Kompetenz mitbringt, dann muss sie in der Lage sein Leistung und auch Potenzial eines Spielers einzuschätzen. Nahe genug sind sie (hoffentlich) dran.

    Man hätte die Vertragsverhandlungen schon viel früher beginnen sollen

    Diese Schlafmützigkeit kennt man in diesem Verein aber auch nicht erst seit heute. Das hat in der Vergangenheit schon richtig Geld gekostet oder das Halten wichtiger Spieler verhindert. Eigentlich hätte man das schon VOR dem Torhüterwechsel machen müssen. Jetzt wird das schwieriger/teurer, da er eventuell schon im Fokus anderer Vereine ist.

    Die Ergebnisse in Halle und Meppen gefallen mir aber nicht

    Darauf hat man keinen Einfluss. Wunschkonzert ist das auch keins. Einfach konstant Leistung bringen, dann kann der Rest machen, was er will. Am Ende sieht man, was rauskommt. Bei konstanter Leistung kann das Endergebnis nicht schlecht sein. Wozu es dann reicht, wird man sehen.

    - es leitet die Einschätzung des Lesers schon vorab.

    Genau deswegen wurde gerade dieses Bild gewählt. Medien berichten nicht neutral. Diese Manipulation ist genau so gewollt. Gerade bei diesem Thema. Diese Art der manipulativen Berichterstattung ist einfach nur unterste Schublade. Wenn ich darüber möglichst neutral berichten will, braucht es da gar kein Bild. Das ist auch kein Platzfüller. Er darf jetzt als Sündenbock für ein tieferliegendes und vielschichtiges Problem herhalten.

    Damit will ich sein Verhalten auf dem Platz keinesfalls entschuldigen oder verteidigen.

    Otto hatte nichts neues zum ansprechen drauf, er wiederholte sich nur immer wieder..

    Wie das nun mal so ist. Egal in welchem Bereich. Die Grundregeln und Prinzipien sind überschaubar. Von mir aus kann ein Trainer jeden Spieltag das Gleiche sagen, solange der Erfolg da ist. Wenn die Spieler auf verbale Kreativität des Trainers angewiesen sind, läuft was falsch. Wenn die eine Erzählstunde mit ständig wechselnden, spannenden Geschichten wollen, dann haben die den falschen Job. Der Trainer muss ihnen Dinge wie Technik, Taktik usw. erklären. Motivieren muss sich jeder selbst und die Mannschaft muss das auch als Kollektiv. Da kann es auch hilfreich sein mal auf den Kontostand zu schauen.

    NRW_Teufel

    Sorry, aber ich kann diesen teilweise herrschenden Optimismus (noch lange) nicht teilen.

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    Deswegen kann ich dem Wort "Aufstieg" absolut nichts abgewinnen - egal welcher Zeitpunkt dabei genannt wird.

    Das hat nicht mit Optimismus zu tun. Das sind einfach wirtschaftliche Zwänge, die unbestreitbar da sind. Der Aufstieg muss her. Man hätte optional sagen können, dass man tatsächlich von ganz unten anfängt und einen Neuaufbau macht. Man hat sich dagegen entschieden. Wenn man das, bis jetzt investierte, Kapitalvolumen nicht komplett abschreiben will und dazu noch über X Jahre ähnliche Summen nachwerfen will (sofern man das könnte, was ich stark anzweifele), gibt es dazu keine Alternative. Auch falls die im Raum stehenden 10 Millionen € (China/USA) dazukommen, ist diese Spritze kaum dazu geeignet noch viel länger in dieser Liga zu bleiben. Folgeinvestitionen wären aus dieser Richtung ja nicht zwangsläufig zu erwarten.

    NRW_Teufel

    Das kommt darauf an, auf was man das eindrucksvoll bezieht. Wenn man die Situation und die damalige Verfassung der Mannschaft zugrunde legt, kann man das so bezeichnen. Die Mannschaft war bereits abgeschrieben und hat auch mit etwas Glück die Wende geschafft. Er bezog die Aussage wohl auf den, von dir gerade so genannten, Schlussspurt.

    Bei der Art und Weise, wie man aufgetreten ist, trifft das eher weniger zu.

    dass in jeglicher Hinsicht wichtige Spiele ernst genommen werden

    Alle Spiele sind wichtig. Nur muss man eben Prioritäten setzen. Will ich unbedingt in den DfB Pokal, wo ich im dümmsten Falle in der ersten Runde rausfliege (~220k € + Eintrittsgelder anteilig hab ich ja dann wohl sicher), gehe aber dann das Risiko ein, dass Schlüsselspieler längerfristig ausfallen, wenn diese nicht eh schon angeschlagen waren, oder setze ich wirklich alles daran oben in der Liga anzugreifen. Sollte das funktionieren, sind die Einnahmen aus dem Pokal Peanuts. So kommunizieren wird das natürlich niemand.


    Edith sagt : Teilweise wird hier so getan, als hätte man die DfB Pokal Qualifikation mit nur einem Spiel versemmelt. Man muss den Wettbewerb, der wohlgemerkt aus mehreren Spielen besteht, gewinnen, um DfB Pokal spielen zu können/dürfen. Die Erwartungshaltung, die ich teilweise hier ablese, lässt den Schluss zu, dass alles andere, als ein Gewinn des Verbandspokals eine historische Blamage wäre und nicht akzeptabel ist. Nur funktioniert Sport so nicht.

    Der zweite Anzug, der immerhin auch den Anspruch stellt Drittliga tauglich zu sein, muss das Spiel einfach gewinnen. Ich bin Aeonen davon entfernt, Antwerpen da Schuld zuzuweisen. Die Entscheidung einige Spieler der ersten Elf zu schonen, war meines Erachtens richtig, auch wenn man das von aussen sehr schwer beurteilen kann. Mir zumindest ist nicht bekannt, wer von den geschonten Spielern eventuell, wenn auch nur leicht angeschlagen war. Der Fokus muss definitiv auf der Liga liegen. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Antwerpen in der Einschätzung der Trainingsleistungen SO falsch gelegen hat. Er hat nicht ohne Grund aufgestellt, wie er aufgestellt hat. Dass das dann nicht umgesetzt wurde, geht nur zu einem geringen Prozentsatz auf seine Kappe. Die andere Interpretationsmöglichkeit wäre, dass er die Trainingsleistungen korrekt wahrgenommen hat, sich des Risikos bewusst war, aber aufgrund seiner Einschätzung (sportlicher Erfolgsdruck in der Liga, körperlicher Zustand der Spieler etc) ein Ausscheiden billigend in Kauf genommen hat. Er ist der Trainer und somit obliegt ihm diese Entscheidung. Kann man gut finden, muss man nicht. Dass er das Spiel aber freiwillig hergeschenkt hat, glaube ich nicht. Ihm wäre wohl ein Sieg auch lieber gewesen.

    Dass Antwerpen der "Pressekonferenz" ferngeblieben ist, mag vielleicht kein besonders guter Stil sein, war aber vielleicht die bessere Entscheidung. Auch mutet es in der Tat schon seltsam an, wie die Pressekonferenz hätte stattfinden sollen.

    Mich wundert es nur, dass immer gerade dann, wenn ein anderer potenzieller Investor am Horizont auftaucht, die Lokalen sich zu Wort melden und zusätzliche Mittel ankündigen/bereitstellen. Könnte das System haben? Hat man Angst, dass da jemand mitreden will? Könnten weitere Anteile zukünftig teurer werden?

    die haben den Verein am Leben gehalten !

    Die schützen dadurch ihr eigenes Investment. Würden sie nicht nachlegen, hätten die ihr Geld direkt im Klo versenken können. Meiner Meinung nach können die sich nicht auf ein long game einlassen. Da fehlt die Substanz. Da muss spätestens mittlelfristig (3-5 Jahre?) der Aufstieg her, sonst wird die Luft SEHR dünn.

    Becca zeigte Gesicht, Gregorius war Stadthalter von Becca

    Ups. Hab das tatsächlich durcheinandergebracht.


    Wären die Verhandlungen positiv verlaufen, wäre Petersen vielleicht in Erscheinung getreten, oder Wilhelm wäre dann sein Mann für die Öffentlichkeit geworden. Ist natürlich Spekulation. Ich habe es damals schon verstanden, warum er sich zurückhielt.

    und ohne nähere Informationen und Details zum etwaigen Engagement ist die Entscheidung im Grunde einfach nur hinzunehmen.

    Ich gebe dir recht. Man muss das so akzeptieren. Das schliesst aber nicht aus, dass man anhand der, zugegebenermassen spärlichen Informationen, Ansichten austauscht und Diskussionen führt.

    Zum Glück haben wir ja mittlerweile eine Führungsriege, die Transparenz implementiert hat. In Zukunft können wir ja dann anhand von fundierten Informationen Streitgespräche und Diskussionen führen.