Ultras, Hools, Fans Diskussion

  • An der ganzen Sache sind 3 Parteien Schuld.
    1. Die Fanclubs die gewaltbereite Fans in ihren Reihen dulden!
    2. Die Politiker die mit viel zu milden Strafen (Gemeinnützige Arbeit) gegen gewaltbereite Fans vorgeht!
    3. Die Vereine der gewaltbereite Fangruppen dulden!

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  • Ich schreibe hier äußerst selten, aber hehe, die meist in schwarzen Poloshirts oder T-Shirts gekleideten Buben, sind keine Kategorie A Fans, ich lach mich schepp. Das ist wie wenn man auf einen Trabi einen Umweltengel klebt. Das ist alles Kategorie B, weil mitgegangen ist mitgehangen. Klar bin ich jetzt der ahnungslose Böse, der keinen Durchblick hat. Ist aber nicht so. Ich stehe länger in der West mit meiner Dauerkarte als die meisten Ultras Lenze auf dem Buckel haben und die Fankurven aller Vereine gesangs- und sprüchtechnisch nicht beliebig austauschbar waren. Ich hab schon mit genug Ultras über das Ultrasein diskutiert, ich versteh es auch, in der Wissenschaft nennt man das eine Peegroup, da drin fühlt man sich wohl und geht auf, hat Platz eigene Erfahrungen zu sammeln, aber ist behütet in der Gruppe. Nur seid ihr keine A-Fans weil ihr Eure Meetings bei FUßballspielen abhaltet und einem völlig bescheuterten Ultra-Ideal hinterher rennt.


    Ich frag mich schon seit Jahren, was diese pubertierenden Bürschchen so toll an diesem italienisschen Ultragehabe finden. Ich war irgendwann mal Ende der neunziger in Mailand im Stadion und war maßlos enttäuscht von der Stimmung und ziemlich überrascht von der Gewaltbereitschaft nach dem Spiel. Nur leider ist es jetzt auch so bei uns. Die Stimmung ist in der Regel kacke und die Gewaltbereitschaft hoch. Und das soll toll sein?


    Ich kann mit jedem gegnerischen Fan hinterher ein Bier trinken - auch wenn da gewisse Differenzen in der Bewertung meist entscheidender Spielszenen gibt- aber deswegen brauche ich für den anderen keine Hasstiraden und vor allem keine lächerlich bemalten Fähnchen - was hat z.B. die Hoomer mit dem Betze zu tun? Nix.


    Aber nochmal zurück. Durch die in der Regel schwarzen Shirts zeigen die Ultras sehr deutlich mit welcher Gruppierung sie sich identifizieren, eben mit ihrer speziellen Gruppierung. Ein Fan hat deshalb sein Trikot oder Vereinsshirt an, um seine Identifikation mit dem Verein zu demonstrieren. Aber wenn einer nicht mal nen Schal an hat, wird es für mich mehr als eng, solch einen als Kategorie A Fan zu bezeichnen. Ihr wollt toll und stark, cool und männlich wirken, ist ja ok, gehört in der Pubertät dazu. Nur denkt mal drüber nach, was ihr durch eure "offenen Rechnungen" mit dem KSC verbockt habt, ist noch nicht so lange her, dass eurer Papa mit Euch auf solchen Spielen war und ihr über den Platz gewetzt seid um ja möglichst alle Autogramme zu bekommen... ich finde das schade.

  • Aber Hooligans seid ihr keine. Ihr seid einfach Kategorie B., man könnte auch sagen, zündeln und wenn es brennt, mit allem nix zu tun haben wollen.

  • Muss jetzt doch mal ne kurze Richtigstellung geben:


    Allgemein in Deutschland kann man beobachten, dass die meisten Ultragruppierungen im politisch linken Spektrum anzusiedeln sind. So sieht man z.b. in viele Kurven Doppelhalter mit Che Guevara und co. Richtige rechte Ultragruppen gibt es so viel ich weiß nur in Ostdeutschland. Die kaiserslauterer Ultrabewegung ist absolut unpolitisch. Es gibt weder in GL, PI, FY noch sonstwo politischeTendenzen. Beispiel hierfür ist auch die bestehende Freundschaft zur Horda Metz, die sich auf ihrer Homepage selbst als antifaschistische Gruppierung zu erkennen gibt.


    Die Leute, die du beschrieben hast, sind vermutlich keine Mitglieder der Ultragruppierungen, sondern wie du so schön geschrieben hast, Mitläufer, die gerne Ultras wären.


    @Vorschreiber


    schau doch mal in den KA Thread rein. Polizei hat heute ne PM rausgebracht, die einiges relativiert.

  • Der Aufruf war nicht an die Leute aus den Gruppen gerichtet. Es gibt genug Leute die keine Ultras sind und trotzdem Pyro zünden...


    Und was hat Pyro mit Gewaltbereitschaft zu tun?

    Frag mal Georg Koch, der kann Dir was dazu sagen.

  • Es gibt weder in GL, PI, FY noch sonstwo rechte Tendenzen.


    Das sehe ich anders !!!
    Also zumindest Leute, die ich kenne lassen durch die Bank rechtes Gedankengut erkennen. Aber möglicherweise hast du eine andere verharmlosende Vorstellung von "rechts" als ich!? Was du allerdings richtig beschreibst ist, dass diese Gruppierungen als solches keine Politik in ihrem Support demonstrieren und sich auch für nicht-politisch halten. Das is ja auch nicht der Zweck ihres daseins.

  • Allgemein in Deutschland kann man beobachten, dass die meisten Ultragruppierungen im politisch linken Spektrum anzusiedeln sind. So sieht man z.b. in viele Kurven Doppelhalter mit Che Guevara und co. Richtige rechte Ultragruppen gibt es so viel ich weiß nur in Ostdeutschland. Die kaiserslauterer Ultrabewegung ist absolut unpolitisch. Es gibt weder in GL, PI, FY noch sonstwo politischeTendenzen. Beispiel hierfür ist auch die bestehende Freundschaft zur Horda Metz, die sich auf ihrer Homepage selbst als antifaschistische Gruppierung zu erkennen gibt.


    Ja, was denn jetzt? Absolut unpolitisch oder links, da Freundschaft mit einer Antifa? Einmal schreibst du das und einmal das. Du schreibst es gibt keinerlei politischen Tendenzen und belegst dies mit einer Verbindung zur einer antifa-Gruppierung? Aber darum gehts ja hier weniger, da es rechte, linke und auch unpolitische Schläger gibt.


    Trotzdem sind viele Ultras (nicht alle) gewaltbereit und nur darum geht es hier. Und die Gruppen distanzieren sich nicht von diesem Pöbel. Wer anderes behauptet lügt oder will es einfach nicht wahr haben. Und diese Tendenz zur Gewalt (wie Agilmar so schön sagte: "zündeln, aber nichts damit zu tun haben wollen") schadet dem Verein. Um ehrlich zu sein, sind mir dann die richtigen Hools fast lieber, als diese vorgeschobene "wir machen ja nichts" Attitude, um es jetzt mal etwas überspitzt auszudrücken.

    sàwàddee kráb

  • Ich glaube auch nicht, dass jemand die Nazikeule schwingen wollte. Als ich von "deutschen in Uniformen" sprach, meinte ich eher den Drang nach Gleichschaltung und Macht im Bezug auf Uniformen, dem sogenannten "Hauptmann von Köpenik". Ich bin der Meinung, dass diese Posse nur und ausschliesslich hier hat stattfinden können. Gib einem Deutschen eine Uniform, und er dreht durch....


    Aber anderes Thema.


    Ich bin der Überzeugung, dass der heutige Hool ne Mischung zwischen B und C ist. Und früher auch schon war.


    Und auch ich bin der Meinung, dass eine Gruppe, die Gewalttäter aller Art in sich beherbergt und nichts dagegen tut, sich mitschuldig macht.


    Woher kommen denn die Meinungen, dass gewisse Gruppierungen sich ultraagressiv geben ? Bedeutet Fanatismus unbedingt auch Agressivität ? :gruebel:


    Und wenn aggressiv, ich erinner mich an so manche giftige Begegnung auf dem Betzenberg, muss das in Keilerei ausarten ? Und warum ist mittlerweile kein, aber auch wirklich gar keine Beschimpfung mehr tabu ? Was soll das ?


    Aggressivität will ich in der Anfeuerung des Teams auf dem Platz, beim Team auf dem Platz selbst, und wenn es sein muss auch in Unmutsbekundungen bei Trabern auf dem Platz. Aber nicht gegen andere Fans.


    Mit denen ich dann wieder in den Armen liege, wenn der Bundesadler auf der Brust getragen wird.

    Einmal editiert, zuletzt von Westkurvenveteran ()

  • SaZa


    Wollte damit nur schreiben, dass das Argument, sie wären rechts falsch ist. Sie hat zwar ne Freundschaft mit einer linken Gruppe, ist aber unpolitisch.


    Zu der Gewaltbereitschaft müsstet ihr mal die Gruppen direkt fragen.

  • SaZa


    Wollte damit nur schreiben, dass das Argument, sie wären rechts falsch ist. Sie hat zwar ne Freundschaft mit einer linken Gruppe, ist aber unpolitisch.


    Zu der Gewaltbereitschaft müsstet ihr mal die Gruppen direkt fragen.


    Ja, verstehe ich schon. Nur die Begründung war etwas unlogisch. Wie gesagt. Um politische Hintergründe geht es ja primär nicht.


    Und ich brauche die Gruppierungen nicht zu fragen, da ich viele davon persönlich kenne und sie mir bestätigten, dass sie auch mal "ganz gerne mitlaufen, wenn was geht und sie in der Stimmung sind". Dazu kommen die wöchentlichen Beobachtungen und das Verhalten der Personen. Was mich an der ganzen Sache so nervt, ist dieses groteske Verneinen der Gewaltbereitschaft, wenn man es doch immer und immer wieder sieht und beobachten kann. Das ist ja schon fast Verblendung.


    mfg

    sàwàddee kráb