Burn-Out im Fußball

  • Ein paar spannende Artikel zu diesem Thema, durchaus diskussionswürdig.




    Quelle: Zeit Online

    Florian Dick: "Der 1. FC Kaiserslautern ist der englischste Klub in Deutschland."

    Hans Sarpei auf Twitter: Relegation 2013: Der Moment, wo ganz Deutschland zum Fan des 1. FC Kaiserslautern wird.

  • Ich schätze das ist nicht nur im Trainerberuf aktuell, sondern allgemein in unserer Gesellschaft. Im Trainerberuf kommt durch die Arbeitsplatzsicherheit eine zusätzliche Belastung dazu. Man steht außerdem in der Öffentlichkeit und muss sich immer wieder rechtfertigen.


    Allerdings, wie gesagt, ist das in unserer Gesellschaft immer öfter der Fall, dass man unter Druck steht. Ich denke auch, dass vor allem Idealisten, wie im Artikel geschrieben, da zusätzlich unter Druck stehen, weil sie sich noch selbst Druck machen, es richtig umzusetzen.

  • Zu dem Thema habe ich mit einem Vorgesetzten geredet, weil der Fall bei mir privat auch schon 2mal vorkam, leider. Die Antwort war "dann ist sie wohl nicht geeignet für den Job". diejenige hatte Wochenlang 11-12 Std. Tage und gerademal 3Wochen Urlaub und noch eine interngewollte Weiterbildung, Kind und Mann zuhause. Solche eine Aussage finde Ich persönlich ziemlich frech. Meine Bekannte kann sich aber keine Wochenlange oder Monatelange Auszeit in Bangladesch erlauben, für einen Normalverdiener absolut unmöglich.


    Das mit Rangnik tut mir auch Leid, sowas kann in schweren Depressionen enden, aber es wird nur wieder hochstilisiert und im endeffekt doch nicht wahr genohmen. In 2 Wochen kräht kein Hahn mehr danach.

    Einmal editiert, zuletzt von südhesse ()

  • Als das Thema vor Jahren schon mal angesprochen worden ist durch einen Nationalspiler, der dann viel zu früh seine Fussballschuhe ausgezogen hat, wurde es stillschweigend hingenommen und keiner redete viel darüber.. Seitdem, hat man von dem Spieler nichts mehr gehört-- er wird gar nicht erwähnt-- es handelte sich damals um den Sebastian Deisler.
    Er begründete dies mit fehlendem Vertrauen in die Stabilität seines Knies. Aber in wirklichkeit war es nichts anderes als Burn Out.

    :schild: Eine Liebe ein Leben lang :schal:
    „Großer FCK deine Lieder singen wir voller Liebe wieder, wir stehen zu dir bis zum Tod, unsere Farben sind Weiß und Rot.“

    2 Mal editiert, zuletzt von herrmann ()

  • Zu dem Thema habe ich mit einem Vorgesetzten geredet, weil der Fall bei mir privat auch schon 2mal vorkam, leider. Die Antwort war "dann ist sie wohl nicht geeignet für den Job". diejenige hatte Wochenlang 11-12 Std.


    Und genau solche Chefs sind ja das Problem in der heutigen Zeit. Hochgeschleimt bis sie das Sagen haben um dann für wichtige Entscheidungen keine Eier zu haben und die Probleme auf die Mitarbeiter abwälzen zu können. Ein Hand in Hand und eine Fürsorge gibt es nur noch selten. Und eben das muss sich so schnell wie möglich wieder ändern. Das Burn Outs so stark zunehmen, gerade in der heutigen Zeit, kommt doch nicht von ungefähr.


    Zu Deisler fällt mir auch Sven Hannawald ein, dem ich aber etwas zwiespältig gegenüber stehe. Er wollte nicht mehr Skispringen, war fertig mit sich und der Welt. Folglich musste er sich helfen lassen. Bis dahin alles ok und dies sollte der Weg sein, wenn man an diesen Punkt gelangt. Doch dann sieht man eben diesen Hannawald nach einiger wieder im TV als Teilnehmer im Motorsport? Die nervliche Belastung, gehe ich mal von aus, ist während eines langen Autorennens höher als während eines Skifluges. Jeder soll machen was er will, aber im Vergleich mit Deisler schneidet bei mir Hannawalds Entscheidung deutlich schlechter ab.


    Deisler tat das einzig Richtige. Er war die Öffentlichkeit leid, er wollte nicht mehr im Rampenlicht stehen. Jetzt führt er ein normales Leben, wie übrigens verletzungsbedingt Tobias Rau (u. a. Bayern, Bielefeld,...) auch und es scheint ihm gut zu gehen.

  • Ich weiß jetzt warum wir so oft verlieren! Bei uns hat die ganze "Hölle" Betzenberg Burn-Out!
    Wir könnten ihn auch in Burn-out-Berg umbenennen! :ironie:

    When you're at the end of the road
    And you lost all sense of control
    And your thoughts have taken their toll
    When your mind breaks the spirit of your soul
    Your faith walks on broken glass
    And the hangover doesn't pass
    Nothing's ever built to last
    You're in ruins

  • @ Held


    Diese Krankheit wird bestimmt nicht jeder bekommen. Vor 2 Jahren kannte diese Krankheit fast keiner... Und jetzt leidet fast schon jeder Azubi an ein Erschöpfungssyndrom. Ich habe so meine Zweifel, dass es diejenigen, die tatsächlich betroffen sind, in einigen Jahren noch ernst genommen werden. Und soweit sollte es bitte nicht kommen.

  • Das man diese Krankheit noch vor einigen Jahren noch nicht so " kannte " lag aber vorallem daran,dass es eher verpöhnt war darüber zu sprechen bzw. die meißten Menschen nicht einmal wussten was mit ihnen los ist. Dadurch das diese Erkrankung mehr in den Fokus gerückt ist.kann man sie früher erkennen und entsprechend behandeln. Es ist auf keinen Fall eine Managerkrankheit und hat auch nur bedingt etwas mit dem Arbeitsplatz an sich zu tun, es ist viel mehr eine Typ Frage. Das ist ähnlich mit den typischen Angst bzw. Panikstörungen. Wo früher kaum Aufklärung herrschte und vorallem viele Medizinstudenten daran "erkrankten " ist dies heute weit verbreitet und werden zum Glück schnell erkannt. Psychische Erkrankungen sind auf dem Vormarsch und bei dem wachsenden Druck und anderen Umweltfaktoren gar nicht mal so unerklärlich . Gerade im Falle der Angststörung bzgl. Krankheiten gibt es da einige klare Indikatoren :
    - ständige Konfrontation mit Leid,Gewalt und Krankheiten durch die Medien , - (verständlicherweise ) wenig Zeit der Ärzte und dadurch mangelnde Aufklärung, - früher Verlust von Freunden,Familienangehörigen oder Bekannten und wohl das wichtigste " Dr. Google " . Gerade junge Menschen zwischen 20 und 30 Jahren erkranken sehr häufig daran. Was ich eigentlich damit sagen wollte : Du hast sicherlich Recht damit,dass man manchmal vllt. viel zu schnell von einem richtigen Burnout spricht. Aber man sollte auf keinen Fall davon ausgehen,dass es nur Manager o.ä ( hieß ja mal Manager Krankheit ) treffen kann .

    Moderator a.D. - Nervt die Anderen :)


    Ihr seid laut, doch wir sind Lautrer !

  • @ Held


    Diese Krankheit wird bestimmt nicht jeder bekommen. Vor 2 Jahren kannte diese Krankheit fast keiner... Und jetzt leidet fast schon jeder Azubi an ein Erschöpfungssyndrom. Ich habe so meine Zweifel, dass es diejenigen, die tatsächlich betroffen sind, in einigen Jahren noch ernst genommen werden. Und soweit sollte es bitte nicht kommen.

    Diese Krankheit kannte man dort auch schon, das hiess eine depressive Phase oder eine Depression. Burnout hört sich besser an, ist aber das gleiche. Dazu hat Wentzerich recht, dass man jetzt damit offener umgeht. Zum Glück.

    Zitat

    Armer Mann trifft reichen Mann und sehn sich an. Da sprach der Arme zum Reichen: "Wär ich nicht arm, wärst Du nicht reich!"


    Bertolt Brecht

  • komm, hör mir off!
    da wird einer auf "depri" gemacht und der vertrag ausgreizt bis zum sanktnimmerleinstag! ist ja schöner, als auf dem platz zu laufen und freue mich jetzt schon auf die kommentare...

  • Du hast offensichtlich noch keinen Kontakt zu einem Menschen gehabt, der unter "Burnout" (nenn es wie du möchtest) leidet oder gelitten hat bzw. hast dich scheinbar nicht wirklich mit dem Thema befasst. Mein Mitgefühl hast du jedenfalls.

    Nach über 12-jähriger Zugehörigkeit und zwischenzeitlicher Moderatorentätigkeit habe ich mich dazu entschlossen, wieder ein "ganz normaler" Teilnehmer des Forums zu sein. Einhergehend mit diesem neuen und endgültigen Abschnitt wurde auch der Wechsel vollzogen, aus canelon wird einfach nur Sebastian - ich schreibe nicht mehr unter einem Pseudonym.

  • @ Erich / Rees 1973


    Ich bin bei euch - kein Thema. Nur habe ich zur Zeit wirklich meine Zweifel, dass nicht viele die urlaubseif sind aufeinmal denken sie sind am "Ende" ihrer Kräfte und haben ein Erschöpfungssyndrom. Und diejenigen die es tatsächlich haben, wird vorgeschlagen dass sie doch mal entspannen sollen. Ich hoffe, dass sowas nicht auch noch ausgenutzt wird. "Burnout" wird immermehr zum Modewort. Und das ist gar nicht gut für Leutem, denen es wirklich betrifft.

  • komm, hör mir off!
    da wird einer auf "depri" gemacht und der vertrag ausgreizt bis zum sanktnimmerleinstag! ist ja schöner, als auf dem platz zu laufen und freue mich jetzt schon auf die kommentare...


    Schreibst du gerade von Amedick. oder von wem? Ansonsten passt der Kommentar zu dir.


    @Rudi
    Sicherlich gibt es Leute, die auch so was ausnutzen. Generell ist es aber immer noch eine Brandmarkung, die nicht jeder freiwillig haben möchte.

    Zitat

    Armer Mann trifft reichen Mann und sehn sich an. Da sprach der Arme zum Reichen: "Wär ich nicht arm, wärst Du nicht reich!"


    Bertolt Brecht

  • Diese Krankheit kannte man dort auch schon, das hiess eine depressive Phase oder eine Depression. Burnout hört sich besser an, ist aber das gleiche. Dazu hat Wentzerich recht, dass man jetzt damit offener umgeht. Zum Glück.


    Eine kurze Anmerkung dazu (ich studiere Psychologie): Burnout und Depression sind nicht gleichzusetzen. Ein Burnout entsteht im Rahmen von emotionaler Erschöpfung mit reduzierter Leistungsfähigkeit. In der Regel ist dabei eine genaue Entwicklung zu beobachten: Die Betroffenen starten mit viel Enthusiasmus und Begeisterung in ihrem Beruf, welche über frustrierende Erlebnisse nach und nach zu einer Desillusionierung führen. Die Ursachen dabei sind vielfältig: Im persönlichen, sozialen, gesellschaftlichen, aber auch im Unternehmensbereich selbst. Letztendlich führt ein Konflikt zwischen eigenem Wunschbild und Realität zu einem Burnout, wenn der Betroffene nicht mehr in der Lage ist, durch seine eigene Widerstandsfähigkeit (nennt sich Resilienz) mit Belastungen umzugehen. Ein Burnout kann Elemente einer Depression beinhalten und sich zu einer Depression entwicklen. Die klassische Depression allerdings ist komplexer, da sie zusätzlich auch psychotische und starke affektive Störungen beinhalten kann, weiterhin kann die Depression auch eine Eigendynamik beinhalten. Ohne diagnostische Verfahren sind die Grundsymptome bei Burnout und Depression auch oftmals gleich, so dass eine gezielte Beobachtung nötig wird.

  • Zum Thema: "mancher tut nur so als ob..."


    Leider kenne ich (zu) viele Personen, die Burnout oder gar eine Depression haben. Im Freundes und Kollegenkreis...


    Und kein Einziger davon hat das simuliert - im Gegenteil, die leiden jämmerlich darunter.
    Aus vielen Gründen - häufig aber auch darunter, dass die Krankheit immer noch nicht von allen ernst genommen wird.


    Jemandem zu unterstellen, er würde das simulieren, ist deshalb wirklich heftig. Da empfehle ich Zurückhaltung...

    ----------------------------------------------------
    KEINE PFIFFE GEGEN UNSERE MANNSCHAFT IN DER WEST


    :schild: :schild: :schild: :schild: :schild: :schild: :schild: :schild: :schild:

  • @Walz
    stimmt zu 100% was du schreibst......ich musste durch eine solcher Erkrankung in Frührente.......und glaube mir wie oft haben mir Ärzte versucht zu unterstellen man würde simulieren....j so ist das mit Erkrankungen die keiner sieht aber trotzdem da sind......

  • @ Walz


    Ich hoffe der Beitrag war nicht auf meinen bezogen! Denn so habe ich das nicht gemeint. Ich meinte: "Falsche" Personen nützen sowas gerne aus und die betroffenen leiden darunter. Und das darf nicht passieren. Dieses Wort "Burnout" scheint Mode zu werden. Schau mal in diversen Netzwerken nach, urlaubsreif ist nicht "burnout". Anscheinend wird das von vielen die sich nicht damit beschäftigen gerne verwechselt, uns das darf nicht sein - zum Wohle der Betroffenen.