Felix Götze [24]

  • schirigespann

    Wenn Schiris durch autoritäre Gesten (in Feldwebel-Manier) auffallen, wie gestern, sorgt das für Erhitzung statt abkühlung. Das wurde schon mehrfach von "Experten" angeprangert, aber scheinbar ist das so gewollt um Stimmung in den Laden zu bekommen. Für die SPieler grenzt einiges Verhalten schon an Körperverletzung. (Nicht das Foul gestern, solche Zusammenstöße im Luftkampf sind nicht zu vermeiden)

  • (Nicht das Foul gestern, solche Zusammenstöße im Luftkampf sind nicht zu vermeiden)

    Da wäre ich mir nicht so sicher. Es werden nach und nach mehr Studienergebnisse kommen und vermutlich wird der Kopfball irgendwann aus dem Sport gestrichen. Götze hilft das freilich nicht mehr. Ich hoffe sehr, dass er seine Lust am Sport nicht verliert, denn er ist mit Leib und Seele Fussballer. Gute Besserung an dieser Stelle.

  • Diskussionsthema zum Artikel: Felix Götze darf Krankenhaus verlassen


    Felix Götze darf Krankenhaus verlassen

    Nach einer Nacht im BG Klinikum Duisburg kann Felix Götze das Krankenhaus im Laufe des Tages wieder verlassen. Beim 23-jährigen Mittelfeldspieler der Roten Teufel wurde eine Gehirnerschütterung festgestellt.


    Felix Götze hatte sich im Auswärtsspiel des 1. FC Kaiserslautern beim MSV Duisburg am Montag, 25. Oktober 2021, bei einem Zusammenprall mit Rolf Feltscher verletzt und wurde anschließend zu Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht. Bei diesen wurde eine Gehirnerschütterung diagnostiziert, eine Fraktur oder eine Folgeverletzung am auskurierten Haarriss am Schädel aus der Partie bei Viktoria Berlin vor zwei Monaten konnten aber ausgeschlossen werden. Nachdem er aufgrund der Gehirnerschütterung zunächst noch zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben musste, darf er dieses im Laufe des Tages wieder verlassen.


    „Die Verletzung war im ersten Moment für alle ein Schock und wir sind daher sehr froh, dass es Felix bereits wieder besser geht. Wir wünschen ihm eine gute Genesung und werden ihm natürlich alle benötigte Zeit geben. An dieser Stelle möchten wir uns auch noch einmal ausdrücklich beim Mannschaftsarzt des MSV Duisburg für die geleistete Unterstützung am gestrigen Abend bedanken“, so FCK-Geschäftsführer Thomas Hengen.


    Quelle: 1. FC Kaiserslautern

    Florian Dick: "Der 1. FC Kaiserslautern ist der englischste Klub in Deutschland."

    Hans Sarpei auf Twitter: Relegation 2013: Der Moment, wo ganz Deutschland zum Fan des 1. FC Kaiserslautern wird.

  • Problematisch wenn das langsam eine Art Trauma für ihn wird.

    gibt es hier vielleicht eine "Schwachstelle" am Kopf ? Keine Ahnung, ob es sowas gibt oder einfach "Zufall", dass ausgerechnet Felix G. jetzt schon das 3.mal eine ähnliche Verletzung hat. (Vllt. auch sein "Einsatz" ?). Sollte er etwas ändern ?

  • Das waren unglückliche Umstände... Pech! Und er wird auch wieder gestärkt zurückkehren. Gott sei Dank!


    Während der 90 Minuten vergisst man so einiges... Es sei denn, man geht mit Schmerzen ins Spiel.

  • Das ist vernünftig.


    Dass es das selbe Gespann, wie in Berlin war, ist ja unfassbar (und mir nicht aufgefallen) . Einer muss es doch sehen und spätestens seitdem wissen, dass jede Sekunde zählt.

    24.07.2010, Duisburg: The day the music died.

  • Ich behaupt, wär Erikson während der EM nicht umgefallen, würde sich kein A... drum scheren. Obwohl der ja gar nix an den Kopf bekommen hat. So springt alles wieder auf den Entrüstungszug auf. Heuchlerisch. Was nicht heissen soll, dass man nicht über Änderungen da nachdenken kann und dies vielleicht auch hätte bereits tun sollen. Aber Fussball wird nun schon ein paar Jahre gespielt. Dabei kam es übrigens schon desöfteren zu Zusammenstössen mit dem Kopf. Und schlimmerem. Vor geraumer Zeit hat man auch am Betze noch gern davon gesprochen, dass dem Gegner halt auch mal der Schneid abgekauft werden müsse, wenns brutal gegen die Knochen ging. Vielleicht verdienen ja die Herren Fussballer doch halbwegs angemessene Summen dafür, dass sie sich wenns dumm läuft die Knochen kaputt treten lassen müssen? Könnt ja sein. Aber wie wir wissen, wenn ein "Herr Arbeiter" so arbeiten würde wie diese Profis, ja dann.... Könnt ja auch am Fliessband einer zu grätschen anfangen. Ob Geld die Verletzungsgefahr relativiert? Wohl nicht. Naja wie auch immer. Letztlich weiss ein Profi worauf er sich einlässt.


    Wie gesagt, das soll nicht heissen, dass ich sinnvollen Änderungen ablehnend gegenüber stehe. Mich widert einfach nur diese Scheinheiligkeit inzwischen so oft an. Da krieg ich auch Schwachstellen am Kopp. :rofl: Was hier teilweise für eine gequirlte K...e abgelassen wird, grenzt auch schon oft an vorsätzliche Körperverletzung. Aber auch hier gilt, man hat es sich selbst so ausgesucht. Sogar unbezahlt im Falle des Forums. Wir Menschen sind doch komische Wesen :troete:

    Ein Funken Hoffnung!

  • Meine Intention? Meine Meinung kund zu tun.


    Mein Bezug? Allgemein die Kommentare und Reaktionen auf eine Kopfverletzung.


    Z.b. Aussagen, wo gesagt wird, der Schiri war auch schon bei der letzten Kopfverletzung Götzes Schiri. Der muss unterbrechen deswegen. Bei Magenta forderte der Reporter, dass die Betreuer ohne Einwilligung des Schiris den Platz stürmen dürfen sollten. Was irgendwann dazu führen würde, dass bei jedem kleinen Wischer dauernd irgendwelche Betreuer aufm Platz wären und das Spiel unterbrochen werden müsste. Genauso wie dein Ansatz, dass Kopfball irgendwann wohl aus dem Fussball verschwinden müsse, wenn man die Gesundheit der Spieler schützen wolle. Wenn man die Gesundheit der Spieler schützen wollte, könnte man auch das Spielen mit dem Fuß abschaffen. Auch das würde die Verletzungsgefahr verringern. Da würd ich sogar noch weitergehn und sagen, warum nicht ganz mit Sport aufhören? Denn wenn ich Sport mache, muss ich eine Verletzung immer einkalkulieren. Das ist ja nix aussergewöhnliches.


    Und was hier reininterpretiert wird. Von Traumata wird da vorsorglich fabuliert. Mein Gott, es war zum Glück nur ne Gehirnerschütterung. War der Schädel zum Glück doch hart genug. Ich mein, natürlich isses unschön und natürlich wünsch ich eine Verletzung weder Götze noch sonst irgendwem. Aber ich halt auch nix davon, nun wegen allem "entrüstet zu sein". Oder Änderungsbedarf zu sehen. Klar, kann auch mal was schlimmes passieren. Kann aber auch was schlimmes passieren, wenn ich auf ne Straße trete. Trotzdem bleibt keiner aus so Gründen daheim. Und nun hat man ja durch die lange Laufzeit der Bundesliga gute Möglichkeiten die ernsthaften Kopfverletzungen zu überprüfen. Gab es in all den Jahrzehnten Todesopfer durch Kopfball? Wieviel ernsthafte gesundheitliche Schäden sind bisher durch Kopfbälle entstanden? Wohl gemerkt ernsthafte. Klar, gabs sicher auch schon einige.


    Aber ich kann einfach nicht verstehen, dass man heutzutage so oft direkt immer Verbesserungen bzw. Änderungen fordert. Das Ganze ist dumm gelaufen, dass es nun zufällig 2mal Götze erwischt. Und natürlich isses in dem Moment ein Schreckmoment und man bangt als Fan um die Gesundheit des Spielers. Wär übrigens auch so, wenn es den Gegenspieler erwischt hätte. Letztlich isses aber einfach dumm gelaufen. Aber hier jetzt zb. dem Schiri eine (teilweise) Verantwortung zuschieben zu wollen, weil er nicht geistesgegenwärtig das Spiel unterbricht, halt ich für Käse. Wo is da genau die Grenze? Der VAR war mit seinen teils nicht nachzuvollziehenden Beurteilungen oder Eingriffen kein Gewinn für den Fußball. Unterbrechungszeiten wie beim American Football wären es auch nicht.

    Ein Funken Hoffnung!

    • ... der Schiri war auch schon bei der letzten Kopfverletzung Götzes Schiri. Der muss unterbrechen deswegen.
    • ... dem Schiri eine (teilweise) Verantwortung zuschieben zu wollen, weil er nicht geistesgegenwärtig das Spiel unterbricht, halt ich für Käse.
    • ... dass die Betreuer ohne Einwilligung des Schiris den Platz stürmen dürfen sollten.
    • ... dein Ansatz, dass Kopfball irgendwann wohl aus dem Fussball verschwinden müsse ..., wenn man die Gesundheit der Spieler schützen wolle.

    Nun, es wurde auch zu Beginn dieser Runde angewiesen, mehr auf Kopfverletzungen zu achten und in solchen Fällen, generell aber wenn es um die Gesundheit der Spieler geht, also eine potenziell schwerere Verletzung vermutet werden kann, das Spiel zu unterbrechen. Unter dieser Prämisse hat der SR falsch gehandelt, denn es sind nicht nur beide Spieler liegen geblieben, sondern im Fall Götze war gleich erkennbar, dass er mindestens benommen sein musste. Die insoweit geäußerte Kritik ist aus meiner Sicht berechtigt; sollte aber nicht mit dem sicherlich ungewöhnlichen Zufall in Verbindung gebracht werden, dass das SR-Team schon bei Götzes erster Kopfverletzung die Spielleitung inne hatte.


    Die Forderung des Reporters fand selbst ich fehlgeleitet. Auch wenn ich das Motiv, die sofortige ärztliche Versorgung des potenziell schwerer verletzten Spielers, nachvollziehen kann, so wäre ein geordneter Spielablauf mit einem solchen "Freibrief" nicht mehr zu gewährleisten; Missbrauch inklusive.


    Es war nicht mein Ansatz und ich sage auch nicht, dass der Kopfball verschwinden müsse. Aber man sollte in Betracht ziehen, dass jede Erschütterung des Gehirns womöglich doch größeren Einfluss darauf hat, später an Demenz, Alzheimer etc. zu erkranken. Die medizinische Forschung dazu ist noch jung, Ergebnisse auf dem Gebiet scheinen die Vermutung zwar zu bestätigen, sind aber insoweit noch nicht gesichert. Wenn wir aber in 5, 10, 20 Jahren zur Erkenntnis gelangen, dass es da wesentliche Zusammenhänge gibt, dann sollte man darüber nachdenken, wie man den Sport reglementieren kann, ohne ihn deswegen aufgeben zu müssen. Bedeutung hat es aus meiner Sicht weniger für die (vollversorgten) Profis, sondern für die Millionen Amateure und Freizeitkicker; persönlich aber auch im Hinblick auf die Belastungen für das Gesundheitswesen.


    Der VAR war mit seinen teils nicht nachzuvollziehenden Beurteilungen oder Eingriffen kein Gewinn für den Fußball.

    Der VAR hat nüchtern betrachtet mehr geholfen als geschadet, auch wenn sicherlich nicht alles gut war und auch weiterhin nicht alles gut sein wird. Das fängt damit an, dass etwaige für uns Zuschauer identische oder zumindest sehr ähnliche Szenen von den Gespannen auf dem Platz unterschiedlich beurteilt werden, je nachdem wie diese Entscheidungen gefällt werden es gewisse Befugnisse des VAR gibt (oder eben nicht) und auch der VAR keine Maschine ist, sondern auch dort Menschen Szenen analysieren und dem SR entsprechend assistieren. Ich bin ganz sicher kein Revolutionär, ich lebe den Sport seit gut 30 Jahren und war und bin nicht mit allen Änderungen, (Fein-)Tunings und Anweisungen (an die SR) einverstanden. Der VAR wird sich ebenso weiterentwickeln wie der Sport selbst, für manch einen ist das nur schwer hinnehmbar. Wie alle entwickeln uns aber im Laufe unseres Lebens weiter, persönlich, gesellschaftlich, etc. Es wird nicht die letzte Veränderung innerhalb des Sports bleiben, dessen wesentliche Grundregeln allerdings (bislang) unangetastet geblieben sind.

  • Grundlegend kann ich deine Sichtweise nachvollziehn, auch wenn ich Sachen teilweise anders sehe. Ich hab jetzt leider grad wenig Zeit, muss mich aber daher in der Antwort momentan kurz fassen.


    Die Falschhandlung (wenn man es so sagen will) sehe ich z.b. maximal beim Linienrichter, denn der Ball wird nach dem Kopfball hoch rausgeschlagen. Der Schiri orientiert sich also direkt um. Denn sind wir ehrlich, im ersten Moment vor dem Zusammenstoß sah es wie ein normales Kopfballduell aus wie viele andere auch im Spiel. Ob da in wenigen Sekunden über 30-40 m Entfernung eine "Diagnose" vom Schiri immer erwartet werden kann? Denn gibt ja auch genug Zweikämpfe, in denen Spieler zusammenrumpeln und dann nach kurzem wieder aufstehen, wenn der erste Schmerz überwunden und ggf. kurz vor Schluss ne Minute von der Uhr genommen wurde. Wenn es irgendwann reicht, ins Gesicht zu greifen, um ne garantierte Spielunterbrechung wegen möglicher Kopfverletzung erzwingen zu können, dann werden wir noch einige famose schauspielerische Leistungen zu sehen bekommen.


    Und klar, kann und muss man gegebenenfalls auch mal Änderungen durchführen. Is ja wie rote Karte bei von hinten in die Beine. Sicher eine sinnvolle Änderung. Aber wenn es um die Gesundheit der Bevölkerung geht (was ich ehrlichgesagt persönlich nicht glauben würde, dass dies wirklich interessieren würde, solang so viel Geld im Fußball zu verdienen ist), dann müssten ja alle Sportarten auf den Prüfstand. Eines der krassesten Beispiele ist sicher Boxen. Wer Axel Schulz reden hört, weiss doch z.b. Bescheid, auch wenn Schulz auch vorm Boxen wahrscheinlich keinen Nobelpreis gewonnen hätte. Juckt es jemanden? War da wer auf die Gesundheit der Sportler bedacht? Ich glaube nicht. Klar, die Zeit wandelt sich auch. Keine Frage. Aber wahrscheinlich sehe ich aus so Gründen bei solch gut gemeinten Aussagen immer eine gewisse Doppelmoral.


    So nun muss ich leider aber echt los. Zum VAR sag ich jetzt bewusst nix mehr, weil wir da sicher auch eine längere angeregte Diskussion drüber führen könnte, ob er mehr geholfen oder geschadet hat, ob er möglichen Missbrauch fördert usw usw. Ich persönlich hätte keine weitere Instanz eingebaut bei unterschiedlich interpretierbaren Situationen, sondern hätte es rein bei der Torlinientechnik erstmal belassen, weil es eben keinen weiteren Interpretationsspielraum lässt ausser Ball drin oder eben nicht.

    Ein Funken Hoffnung!

    Einmal editiert, zuletzt von tja-heinz ()