11. April 2008 - Spox.com : Teber und Seitz im Interview - "Hoffentlich räumt Kuntz die Bude auf"

  • Ach wieso sollte das für Hoffenheim nicht gelten? Hier mal ein kleiner Ausschnitt aus dem Wikipedia-Artikel:

    Du hast da was missverstanden. Ich sagte nicht, dass es für Hoffenheim nicht gilt. Ich sagte lediglich, dass die von Herby genannt Ausführung des Gedankens gleichwohl für alle Vereine gilt, in besonderer Weise natürlich Vereine mit entsprechendem finanziellen Backround. Ich habe Hoffenheim also nicht ausgegrenzt, sondern nur zusätzlich alle anderen Vereine mit einbezogen. Das ist wohl schon ein kleiner, aber feiner Unterschied. Herbys Beschreibung bezüglich der Entwicklung des Fußballs trifft jeden Verein, ob der nun Hoffenheim, der FCK, der FC Bayern oder FC Chelsea heißt.


    MfG
    canelon

  • Gründet doch eine Sozialismus-Liga, zahlt jedem Spieler das gleiche Gehalt und erfreut euch an eurem "sauberen" Sport. :arbeit:


    Wo ist das Problem, wenn ein Spieler 110.000.000 € kostet (kosten soll)? Er muss um diesen Preis zu rechtfertigen auch nicht 10x besser sein als ein Spieler, der "nur" 11.000.000 € kostet. Niemand wird gezwungen, so viel Geld auszugeben. Die Vereine werden im großen und ganzen nicht mehr für Spieler ausgeben, als sie auf der anderen Seite einnehmen können. Also dreht sich die Spirale jetzt unaufhaltsam nach oben? Nein! Hier wird immer England als Beispiel genannt. Dort ist das "Produkt Fußball" für den Endverbraucher wesentlich teurer als hier (billigstes Ticket für ein Spiel von Chelsea: ca. 50€). Und trotzdem meldet die Premier League dieses Jahr einen neuen Zuschauerrekord mit dem höchsten Zuschauerschnitt seit 57 Jahren (Quelle). Die Leute sehen hoch bezahlte Fußballer und zahlen dafür teuren Eintritt. Die Stadien sind voll, so einfach ist das.


    Man kann diese Entwicklung nicht einfach 1:1 auf Deutschland übertragen. Klar steigen die Eintrittspreise, klar steigen die Fernsehgelder und damit der Preis für Premiere. Solange die Leute bereit sind, das Geld für dieses Produkt auszugeben, wird das auch problemlos funktionieren. Im Gegensatz zu England gibt es aber nur einen Verein, der zu wirklich hohen Eintrittspreisen das Stadion füllen könnte: Die Bayern. Und selbst die wirken provinziell gegen die großen englischen Vereine. Liverpool, ManU, Chelsea, Arsenal, 3 von 4 Vereinen im Viertelfinale der Champions League kommen aus England. Schon alleine deshalb werden hier in Deutschland die Preise kein englisches Niveau erreichen. Da wird auch Hoffenheim nichts dran ändern, denn mal ehrlich: Rostock gegen Hoffenheim ist kein bisschen langweiliger und uninteressanter als Cottbus gegen Bochum.

    "Im Zahlenraum bis 100 kann Oliver Aufgaben mit hohem Schwierigkeitsgrad, auch bei wechselnder Aufgabenstellung, lösen."

  • Gründet doch eine Sozialismus-Liga, zahlt jedem Spieler das gleiche Gehalt und erfreut euch an eurem "sauberen" Sport


    Die Marktanbeter packen immer die Sozialismuskeule aus, wenn ihnen keine Argumente einfallen. Aber selbst der sogenannte Wirtschafts"wissenschaftler" behauptet, das ein Markt von der Breite und nicht von der Spitze lebt. Momentan ist diese Art "Spitzenfußball nur möglich, weil ein paar reiche Leutchen Lust haben ihr Geld statt an der Börse mal im Profisport zu verzocken. Da ist der Kick größer.

    Wir kommen wieder....:schild:

  • Niemand wird gezwungen, so viel Geld auszugeben. Die Vereine werden im großen und ganzen nicht mehr für Spieler ausgeben, als sie auf der anderen Seite einnehmen können.

    Also im Fall Hoffenheim wohl eher das Geld, das sie von ihrem Gönner bekommen. Das is eben die Sache. Wenn sie das Geld eingenommen hätten, dann hät ich nix gesagt. Aber bitte, wer glaubt denn, dass die in ihren paar Jahren Regionalliga 20 Mio € gespart haben. Das hat ihnen der Hopp gegeben und das is auch der einzige Grund, weshalb sie jetzt richtung Liga 1 gehen.

  • Ich kann diese Diskusion nur zum Teil nachvollziehen. Hätte Dietmar Hopp, der ja bekanntlich bekennender Fritz Walter Fan ist sein Konzept in Kaiserslautern umgesetzt hätten wohl alle gejubelt. Er hat nachweislich schon als Geschäftsmann gezeigt, dass er etwas drauf hat. Es ist doch auch unbestritten, dass er im Jugendbereich viel investiert, inclusive Fussballinternate etc.Logischerweise wird man die Zukunft abwarten müssen. Das Problem ist doch wohl nicht, dass jemand Geld in den Fussball investiert. Wie wird aber mit dem Geld umgegangen. Habt ihr etwa vergessen, dass in Kaiserslautern zig Millionen verschleudert wurden. Ich bin und werde immer den FCK in meinem Herzen tragen. Dennoch habe ich keine Probleme damit anzuerkennen, wenn andere etwas aufbauen. Spielt da etwa Neid eine Rolle? Mit Tradition alleine kommt man im Fussball nicht weiter.

  • Ich kann mit Hoffenheim nun auch nicht viel anfangen (da gibt es aber auch noch andere Vereine mit Tradition wie z.B. Hannover oder Cottbus mit denen ich genauso wenig anfangen kann), aber mal ehrlich: wenn ich jetzt zufällig die ein oder anderen 10 Millionen über hätte und sagen würde, "Ich bin seit über 25 Jahren FCK-Fan, das ist also eine Herzensangelenheit für mich. Ich habe das Bedürfnis in diesen Verein zu investieren!", vielleicht noch an die Bedingung geknüpft (und dieses Recht würde ich mir dann schon als Gegenleistung rausnehmen wollen), dass der jetzige Vorstand von der Bildfläche verschwinden würde (abgesehen von Kuntz natürlich), wäre dann hier auch so ein Riesen-Aufschrei und würdet ihr alle sagen, och nö, lass dein Geld mal stecken, wir erarbeiten uns den Erfolg lieber??? Das glaubt ihr doch selber nicht...

    Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger. :whistling:

  • Ich sehe das wie du. Für mich ist heuchlerisch, über Hoffenheim deshalb zu schimpfen, weil die so viel Geld erhalten. Dann aber gleicheitig empört zu sein, daß die DVAG ausssteigen will bzw. nicht mehr zahlt.


    Hoffentlich kommt ein Investor mit viel Geld, sonst heißt es für Jahre "kleine 3. Liga Brötchen" backen in unserem Verein.

  • Wenn Herr Hopp dieses Geld bei uns geben würde wäre er willkommen und keiner würde schimpfen.