Beiträge von Dominik

    Diskussionsthema zum Artikel: Den charakterlichen Stecker gezogen


    Den charakterlichen Stecker gezogen

    Ausgerechnet im Derby gegen Karlsruhe erreicht der FCK einen neuen Tiefpunkt. Dabei wurde besonders deutlich, dass die Ursachen für den Absturz viel tiefer liegen.


    Schon nach dem ersten Heimspiel des neuen FCK-Trainers Friedhelm Funkel scheint die kurz aufkeimende Euphorie in eine Untergangsstimmung umgeschlagen zu sein. Nach einer passablen ersten Halbzeit brachen die Roten Teufel im Südwestderby gegen den Karlsruher Sportclub ein. Der FCK unterlag nicht nur deutlich mit 0:4, sondern gab eine regelrechte Bankrotterklärung ab und präsentierte sich wie ein Absteiger. Während die Konkurrenz verstanden hat, worum es geht, lassen die Pfälzer im Abstiegskampf alle wichtigen Attribute vermissen.


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    Unausgewogener Kader


    Zur Überraschung vieler stand Ben Zolinski als Linksverteidiger in der Startelf und machte seine Sache bis zu seiner Auswechslung recht ordentlich. Überraschend deshalb, weil Zolinski unter den letzten beiden Trainern keine Rolle spielte und es nicht einmal in den Spieltagskader schaffte. Mit Frank Ronstadt und Hendrick Zuck fehlten zwei Außenverteidiger verletzt - der dritte, Tymoteusz Puchacz, fehlte gelbgesperrt, so dass Funkel die Alternativen ausgingen. Umso erstaunlicher, dass Almamy Touré als gelernter Außenverteidiger nicht den Vorzug erhielt, sondern 90 Minuten auf der Bank saß. Dabei war er noch der große Hoffnungsträger in der Defensive. Aufgrund seiner Einstellung wohl eine Fehleinschätzung.


    Statt die Defensive zu stärken, wurde im Winter in der Offensive nachgelegt. Mit Ausnahme von Filip Kaloc konnte bisher niemand als echte Verstärkung bezeichnet werden. Doch gerade im Abstiegskampf sind Soforthilfen und keine Experimente gefragt. Auf der anderen Seite verlor der Kader zuletzt immer mehr seiner echten Typen wie Terrence Boyd, Andreas Luthe und im letzten Winter Mike Wunderlich, die für das Mannschaftsgefüge enorm wichtig waren und auch mal vorangegangen sind. Stattdessen ist der Kader aufgebläht mit Mitläufern, die auftrumpfen, wenn es läuft, aber abtauchen, wenn es darauf ankommt.

    Extreme Gegensätze


    Wie schon im Auswärtsspiel gegen Nürnberg legte Friedhelm Funkel den Fokus auf die Defensive. Der 1. FC Kaiserslautern reagierte mehr als zu agieren und setzte auf Umschaltspiel. Allerdings agierten die Roten Teufel viel zu passiv gegen den Ball und verschoben bei Ballgewinn viel zu sporadisch nach vorne, so dass die Offensivkräfte weitgehend auf sich allein gestellt waren. Zudem wurde der Ball oft einfach blind nach vorne geschlagen, um ihn aus der Gefahrenzone zu befördern, frei nach dem Motto: Die da vorne werden schon etwas damit anfangen können. Eine spielerische Struktur war über weite Strecken nicht erkennbar, zu viel geschah zufällig. Immerhin stand die Abwehr in einer ereignisarmen ersten Halbzeit sicher und ließ auch nichts zu.


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    Mit einer offensiveren Ausrichtung sollte der zweite Durchgang offensiv vielversprechender werden und tatsächlich hatte Marlon Ritter prompt die beste Chance des Spiels. Doch statt in Führung zu gehen, geriet der FCK in Rückstand. Die Roten Teufel finden derzeit nicht die richtige Balance zwischen Defensive und Offensive. Stehen die Lautrer tief, lassen sie wenig wenig zu - wollen sie offensiver agieren, laden sie den Gegner förmlich zum Toreschießen ein.

    Blutleerer Auftritt


    Doch was sich nach dem ersten Gegentor abspielte, war wohl die schlechteste Leistung einer Lautrer Mannschaft in dieser Saison. Zwar war ein kurzes Aufbäumen zu erkennen, doch das Team von Friedhelm Funkel brach förmlich in sich zusammen. Keine fünf Pässe in Folge kamen an den Mann - und wenn eine Flanke geschlagen wurde, kam sie meist auf Kniehöhe an. Von der Zweikampfführung ganz zu schweigen, ließ sich der FCK regelrecht den Schneid abkaufen. Die weiteren Gegentore waren zwar zum Teil unglücklich, aber irgendwann ist es kein Pech mehr, sondern Unvermögen. Kein Kampf, keine Laufbereitschaft, die Hausherren ließen sich einfach alles gefallen. Die Grundtugenden gingen komplett verloren.


    Und hier sind wir beim Hauptproblem der sportlichen Talfahrt: Fußball findet vor allem im Kopf statt. Und da hat die Mannschaft ein echtes Problem. Aus Angst vor Fehlern wird der Ball schnell zum Nächsten weitergespielt, und in der Defensive bricht das Grundgerüst bei der kleinsten Schwierigkeit wie ein Kartenhaus zusammen. Auch von den Führungsspielern ging keiner voran, sie waren mehr mit sich selbst beschäftigt, als das Ruder herumzureißen. Dass die Mannschaft fußballerisch in der zweiten Liga mithalten kann, hat sie gerade in der Hinrunde bewiesen. Es fehlen derzeit einfach Spieler, die Verantwortung übernehmen. Vielleicht ist es auch einfach eine Frage des Charakters innerhalb der Mannschaft - und vielleicht ist die Talfahrt auch einer gewissen Gleichgültigkeit einiger Spieler geschuldet, die im Falle eines Abstiegs einfach woanders unterkommen werden. Oder einige haben den Ernst der Lage noch nicht erkannt, weil der Kader angeblich besser ist als der Tabellenplatz. Sollte dies der Fall sein, dürfte es für den FCK schwer werden.

    Die Hoffnung stirbt zuletzt


    So besorgniserregend die aktuelle Situation ist und so wenig Mut die erschreckend schwachen Leistungen machen: Noch ist der FCK nicht abgestiegen. Denn es gibt noch einen Funken Hoffnung. Das Spiel gegen den KSC war zwar ein neuer Tiefpunkt, aber vielleicht auch ein Wendepunkt. Eine ähnliche Situation gab es in der jüngeren Vergangenheit schon einmal, als Milan Sasic im Jahr 2008 nach einer Heimniederlage zum Gang in die Westkurve aufforderte und damit die Initialzündung für den Klassenerhalt gab. Mit Friedhelm Funkel hat Kaiserslautern einen erfahrenen Trainer, der schon in noch aussichtsloseren Situationen war.


    Deshalb muss es in den kommenden Tagen in erster Linie darum gehen, mit genau dieser Erfahrung die Köpfe der Spieler frei zu bekommen. Es sind jetzt viel mehr Menschenkenntnis und psychologische Ansätze gefragt, und der Trainer muss schleunigst eine erste Elf finden, die bereit ist das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen. Denn noch befinden sich die Roten Teufel in unmittelbarer Schlagdistanz zu den Nichtabstiegsplätzen und schon in den nächsten Wochen kann alles ganz anders aussehen. Mit Hansa Rostock und dem VfL Osnabrück stehen dem FCK in den nächsten Spielen die ersten Endspiele gegen direkte Konkurrenten bevor. Hier wird sich der wahre Charakter der Mannschaft zeigen.


    #FCKKSC: Die Spielernoten der Treffpunkt Betze-Redaktion:


    Diskussionsthema zum Artikel: Stark angefangen, noch stärker nachgelassen


    Stark angefangen, noch stärker nachgelassen

    In einer turbulenten Hinrunde erlebte der FCK Höhen und Tiefen und ein Wechselbad der Emotionen. Trotz der vielen Herausforderungen bleiben Hoffnungsschimmer.


    Nach einem starken neunten Platz im ersten Jahr nach dem Aufstieg in die zweite Liga waren die Erwartungen im Umfeld des 1. FC Kaiserslautern für die Saison 2023/24 nicht minder hoch. Ein gesicherter Mittelfeldplatz und eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Mannschaft waren das ausgesprochene Ziel. Doch die Realität nach der Hinrunde sieht anders aus: Tabellenplatz 15, 18 Punkte und nur ein hauchdünner Vorsprung auf den Relegationsplatz. Dabei war die Hinrunde der Pfälzer von einem Wechselspiel aus Höhen und Tiefen geprägt. Langweilig wurde es jedenfalls nicht. Spektakuläre Spiele und bittere Niederlagen sowie ein ungewöhnlicher Trainerwechsel rundeten eine turbulente Hinrunde voller Emotionen im zweiten Zweitligajahr ab. Auch wenn im Moment vieles schlecht aussieht, gibt es doch einige Dinge, die Hoffnung machen.

    Spieltage 1 und 2: Ein holpriger Auftakt gegen zwei namhafte Gegnern


    Zum Auftakt vor heimischem Publikum gegen den FC St. Pauli stand der FCK gegen einen spielerisch starken Gegner vor allem in der Defensive sehr sicher und ließ nur wenige Chancen zu. Dabei gelang es den Lautrern sogar, nach einem Rückstand zusätzliche Qualität von der Bank zu bringen und gegen einen Spitzengegner den Ausgleich zu erzielen. Mit den Neuverpflichtungen schien die Qualität sowohl in der Spitze als auch in der Breite deutlich gestiegen zu sein. Vor allem der Transfer von Ragnar Ache zahlte sich schnell aus, denn der Neuzugang aus Frankfurt traf gleich nach seiner Einwechslung. Nur der individuellen Klasse des Gegners und zwei eigenen Fehlern war es zu verdanken, dass der FCK am Ende ohne Punkte dastand.


    Dass die Roten Teufel nach zwei Spielen gegen zwei namhafte Gegner ohne Punkte und mit einem Torverhältnis von 1:5 dastehen würden, war nicht abwegig und sicherlich zu verkraften. Nach dem Spielverlauf im ersten Auswärtsspiel gegen Schalke 04 war die Enttäuschung dennoch groß. Der FCK machte ein sehr gutes Auswärtsspiel und nutzte die Unsicherheit der Schalker aus, um sie zu Fehlern zu zwingen. Auch nach dem unerwarteten Rückstand ließ sich das Team nicht aus der Ruhe bringen und war die bessere Mannschaft. Doch selten war die Aussage "Der FCK hat sich selbst geschlagen" zutreffender. Durch kollektives Totalversagen waren die Gäste nach einer roten Karte und einer weiteren Ampelkarte nur noch zu neunt. Weitere individuelle Fehler besiegelten schließlich die 0:3-Niederlage. Auch wenn die Ergebnisse nach den ersten beiden Spielen alles andere als zufriedenstellend waren, stimmte über weite Strecken die Einstellung und die Leistung der Mannschaft.

    Spieltage 3 bis 5: Der Lautrer Höhenflug beginnt


    Entsprechend groß war der Druck und ein Sieg gegen Aufsteiger Elversberg fast schon Pflicht, um den endgültigen Fehlstart und eine Trainerdiskussion zu vermeiden. Dementsprechend nervös agierte der FCK aus einer tief stehenden Defensive heraus. Die Roten Teufel wurden für ihre Bemühungen belohnt und gingen erstmals in dieser Saison in Führung. Doch plötzlich lagen die Pfälzer mit 1:2 zurück. Am Ende entdeckte der FCK seine verloren geglaubten Nehmer- und Comeback-Qualitäten und drehte das Spiel noch zu seinen Gunsten.


    Was ein Sieg und das damit gewonnene Selbstvertrauen bewirken können, bekamen die Roten Teufel in den folgenden Wochen zu spüren. Mit einer unglaublichen Selbstverständlichkeit trat Kaiserslautern auf. Bemerkenswert war vor allem die gnadenlose Effizienz in der Offensive um Ragnar Ache, der scheinbar nach Belieben traf. In Paderborn wurden die Lautrer von Beginn an unter Druck gesetzt und taten sich in der ersten Halbzeit schwer. Erst ein Doppelschlag von Ragnar Ache brachte den FCK mit 2:0 in Führung. Auch im folgenden Heimspiel gegen Nürnberg war man nicht die aktivere Mannschaft, führte aber nach knapp 30 Minuten mit 3:0. Ein großer Faktor für den Lauf war die eingespielte Startelf. Vor allem die Neuzugänge Ragnar Ache, Tobias Raschl, Tymoteusz Puchacz und Richmond Tachie schienen von Spiel zu Spiel besser anzukommen und verdrängten die Stammkräfte der letzten Saison. Auch Julian Krahl verdrängte Andreas Luthe nach dessen roter Karte gegen Schalke aus dem Tor und trug maßgeblich zum Aufschwung bei.


    Um der Wahrheit die Ehre zu geben: Das Spiel gegen Nürnberg war deutlich enger als es das Endergebnis vermuten ließ. Der FCK hatte, wie schon in der gesamten Saison, Phasen, in denen er extrem passiv agierte und den Gegner immer wieder ins Spiel kommen ließ - vor allem nach Führungen zogen sich die Roten Teufel immer wieder zurück.

    Spieltage 6 bis 9: Nicht alles läuft rund


    Ein zwischenzeitliches Unentschieden gegen starke Karlsruher im Derby konnte den Lauf der Roten Teufel nicht stoppen. Während der FCK zu Beginn der Saison noch relativ tief stand, änderte Schuster zunehmend die Ausrichtung und ließ seine Mannschaft deutlich aktiver agieren. Immer wieder wurde der gleichen Elf das Vertrauen geschenkt, die es mit guten Leistungen zurückzahlte. Im Heimspiel gegen Hansa Rostock spielte die Mannschaft abgeklärt und gewann im Stile einer Spitzenmannschaft verdient mit 3:1.


    Auch im anschließenden Auswärtsspiel in Osnabrück spielte der FCK wie entfesselt und erarbeitete sich zahlreiche Torchancen, doch plötzlich lag der Tabellenletzte mit zwei Toren in Führung - die Gäste aus der Pfalz verschossen ihrerseits zwei Elfmeter. Im Nachhinein war der Ärger über die verlorenen Punkte größer als der über den Last-Minute-Ausgleich, so groß war mittlerweile das Selbstvertrauen der Roten Teufel.


    Höhepunkt des Höhenflugs war zweifelsohne das Verfolgerduell gegen Hannover 96, in dem sich die Lautrer selbst von einem 0:1-Rückstand gegen eine Spitzenmannschaft wie Hannover nicht beeindrucken ließen. Wie schon in den Wochen zuvor lag das Momentum auf Seiten des FCK: Knappe Entscheidungen und Situationen fielen oft zu Gunsten der Lautrer aus, die ihr Glück regelrecht erzwangen. Auch gegen Hannover drehte Kaiserslautern das Spiel. Mit diesem Sieg sprang die Mannschaft über Nacht sogar auf den ersten Platz und baute ihre Serie auf sieben Spiele ohne Niederlage (5 Siege und 2 Unentschieden) aus. Die Kehrseite der Medaille: In keinem dieser Spiele blieb der FCK ohne Gegentor.

    Spieltag 10: Düsseldorf als Wendepunkt


    Jede Serie reißt einmal, so viel ist sicher. Doch die Art und Weise, wie die Serie der Roten Teufel riss, war ungewöhnlich und typisch Betze: spektakulär, aber nicht minder überraschend. Flutlicht, Primetime, ein absolutes Spitzenspiel gegen Fortuna Düsseldorf. Die Fortuna begann druckvoll und drängte die Roten Teufel früh in die eigene Hälfte. Aus dem Nichts ging der FCK durch einen abgefälschten Schuss mit 1:0 in Führung. Nur wenige Minuten später der nächste Treffer, der bei Arnd Zeigler wohl in die Kategorie Kacktor fallen dürfte. Das 3:0 ließ nicht lange auf sich warten. Nach 30 Minuten wusste niemand so recht, wie es zu dieser Führung kommen konnte. Düsseldorf war zugegebenermaßen die bessere Mannschaft, aber das Momentum lag wieder einmal auf Seiten des FCK.


    Was dann passierte, wurde vielfach diskutiert und ist bis heute nur schwer zu erklären. Ein Flaschenwurf, der Stürmer Ragnar Ache am Kopf traf, sorgte für eine minutenlange Spielunterbrechung und nahm dem Spiel jedweden Fluss. Als nach Fortführung der Partie der schnelle Anschlusstreffer fiel und sich Ragnar Ache zudem noch verletzte, kippte das Spiel in eine völlig andere Richtung. Denn Düsseldorf war im Spiel und keineswegs chancenlos. Die Mannschaft wirkte angeknockt, verspielte eine 3:1-Führung und verlor am Ende mit 3:4. Dass dieses Ergebnis einen so großen Einfluss auf den weiteren Verlauf der Hinrunde haben würde, war nicht zu erwarten. Vor allem mental war die Wirkung groß, wie sich in den folgenden Wochen zeigen sollte.

    Spieltage 11 bis 17: Ein unerklärlicher Leistungsabfall


    Für Selbstmitleid blieb dem 1. FC Kaiserslautern keine Zeit, denn nur eine Woche später stand das nächste Spitzenspiel an. Auch gegen den HSV tat sich der FCK zunächst schwer, fing sich aber nach einer Weile und drehte, wie so oft in dieser Saison, einen Rückstand in eine verdiente 3:1-Führung. Das Düsseldorf-Spiel schien für einige Minuten vergessen. Doch wieder leisteten sich die Roten Teufel individuelle Fehler und gaben den sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand. Die Verunsicherung war perfekt: Statt sechs Punkten holten die Lautrer nur einen Zähler. Auch im anschließenden Pokalspiel gegen den 1. FC Köln verspielten die Roten Teufel beinahe eine 3:0-Führung. Am Ende zogen die Pfälzer dennoch mit einem blauen Auge in die nächste Pokalrunde ein.


    Der FCK kassierte zu diesem Zeitpunkt einfach zu viele Gegentore, was auf Dauer nur schwer zu kompensieren ist. Hinzu kamen immer wieder Verletzungen, Sperren oder Leistungseinbrüche von Spielern. Die so starke und eingespielte Startelf brach nach und nach auseinander. In den folgenden Spielen gegen Fürth (0:2-Niederlage), Wiesbaden (1:2-Niederlage) und Kiel (0:3-Niederlage) ließ der FCK all seine Stärken und Fähigkeiten vermissen. Kein Einsatz, keine Laufbereitschaft, die Betzetugenden fehlten völlig. In der Defensive präsentierten sich die Männer in Rot viel zu anfällig und luden die Gegner förmlich zum Toreschießen ein. Falsche Entscheidungen, schwache Zweikampfquoten - und auch die Laufleistung der Mannschaft war im Vergleich zur Konkurrenz teilweise erschreckend.


    So folgte schließlich die Trainerentlassung von Dirk Schuster, die angesichts der damaligen Tabellenkonstellation mit Platz 11 von außen betrachtet etwas überraschend kam. Angesichts der Tendenz des gesamten Jahres 2023 (34 Punkte von möglichen 93 Punkten) durchaus nachvollziehbar, wenn auch etwas kurzfristig zwei Tage vor einem richtungsweisenden Spiel in Magdeburg, das mit einer 1:4-Klatsche endete. Auch hier war der FCK nicht chancenlos, kassierte aber viel zu einfache Gegentore.

    Grammozis rückt an


    Eine stabilere Defensive dürfte auch der erste Ansatz des neuen Cheftrainers Dimitrios Grammozis sein. Immerhin gelang es dem ehemaligen Lautrer Spieler bei seinem Einstand im Pokalspiel gegen Nürnberg nicht nur der Sieg, sondern er blieb auch ohne Gegentor. Von großer Bedeutung war zudem die Rückkehr von Ragnar Ache, der nach seiner Einwechslung den Pokalsieg einleitete und den Roten Teufeln insgesamt eine ganz andere Dynamik verlieh.


    Gegen Hertha BSC Berlin war der FCK in der ersten Halbzeit die klar bessere Mannschaft, verpasste es aber, den Sack zuzumachen und wurde am Ende wieder einmal durch individuelle Fehler bestraft. Noch dramatischer war der Punktverlust in Braunschweig, einem direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt. Nach der glücklichen Führung stellten die Lautrer das Fußballspielen völlig ein und verfielen in alte und längst vergessene Muster aus der dritten Liga. Die Folge: Nach der sechsten Liga-Niederlage in Serie ließ die kritische Berichterstattung nicht lange auf sich warten. Der Betzenberg, der in den vergangenen zwei Jahren in sich ruhte, drohte wieder auszubrechen.

    Was erwartet uns 2024?


    Nach dem zwischenzeitlichen Höhenflug ist der FCK ebenso hart auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Spielwitz, Einsatzbereitschaft und auch einfache taktische Fähigkeiten, die zu Beginn noch von alleine funktionierten, gingen zuletzt völlig verloren. Die Roten Teufel scheinen in ihrer Entwicklung eher einen Schritt zurück als nach vorne gemacht zu haben. Denn auch die Tabelle lügt mit Platz 15 nicht. Die größte Baustelle dürfte dabei zweifellos die Defensive sein, mit 36 Gegentreffern kassierte der FCK die zweitmeisten der Liga. Immerhin scheint die Offensive zu funktionieren, vor allem Ragnar Ache sollte in der Rückrunde verletzungsfrei bleiben. Der FCK hat fast doppelt so viele Tore erzielt wie die Mannschaften, die derzeit hinter ihm stehen.


    Wahrscheinlich kommt die Winterpause gerade recht, um einige Defizite aufzuarbeiten und Dimitrios Grammozis die Möglichkeit zu geben, die Mannschaft noch besser kennenzulernen. Gerade im konditionellen Bereich schien die Mannschaft gegen Ende nicht mehr ganz auf der Höhe zu sein.


    Voraussetzung für eine erfolgreiche Rückrunde ist, dass der Kern der Mannschaft fit bleibt und Thomas Hengen den FCK punktuell weiter verstärken kann. Dann können die Roten Teufel den Abwärtstrend stoppen, schließlich haben sie bereits bewiesen, dass sie es besser können, und wie Jan Elvedi es ausdrückte, nicht da stehen, wo sie ihren Fähigkeiten entsprechend einzuordnen sind. Aber jedem Spieler sollte klar sein, dass es im Moment nur um den Klassenerhalt geht. Das wird sicherlich kein leichtes Unterfangen, zumal mit dem FC St. Pauli und Schalke 04 gleich im neuen Jahr zwei schwere Aufgaben warten.

    Diskussionsthema zum Artikel: Neuer Trainer, alte Sorgen: Die zweite Reihe macht den Unterschied


    Neuer Trainer, alte Sorgen: Die zweite Reihe macht den Unterschied

    Nach der Heimpleite gegen Berlin wartet der FCK seit sieben Ligaspielen auf einen Sieg. Die Lage wird immer prekärer, da auch von der Bank zu wenig Qualität nachrückt.


    Nach dem Pokalerfolg gegen den 1. FC Nürnberg wollte der FCK auch beim Liga-Debüt von Dimitrios Grammozis den Bock umstoßen und endlich wieder drei Punkte einfahren. Stattdessen rutschen die Roten Teufel immer tiefer in den Abstiegskampf, weil sie wie so oft in dieser Saison mit altbekannten Problemen zu kämpfen hatten und sich am Ende mehr oder weniger selbst schlugen. Dabei war bei der 1:2-Niederlage gegen Berlin phasenweise nicht alles schlecht und vor allem die starke Leistung in der ersten Halbzeit lässt für die Zukunft hoffen.

    Touré macht den Unterschied


    Im Vergleich zu den Vorwochen zeigte Kaiserslautern wie schon im Spiel gegen Nürnberg von Beginn an ein anderes Gesicht. Die Mannschaft stand eng zusammen und attackierte deutlich früher als zuletzt. Vor allem in der Defensive schien Grammozis an den richtigen Stellschrauben gedreht zu haben. In der Dreierkette räumten Nicolas Soldo, Jan Elvedi und Almamy Touré alles ab, was gefährlich werden konnte. Vor allem Touré zeigte in seinen ersten Wochen, dass er nicht nur für die Stabilität unersetzlich ist, sondern auch ein Mann für die besonderen Momente sein kann. Nach einem Eckball erzielte er mit einer artistischen Einlage den wichtigen Führungstreffer. Und die Führung war zu diesem Zeitpunkt keineswegs unverdient, der FCK war die aktivere Mannschaft und ließ nichts anbrennen. Taktisch zeigten die Hausherren eine bärenstarke Leistung, liefen immer wieder früh an und zwangen den Berliner Torhüter zu langen Bällen, die problemlos entschärft und abgefangen werden konnten. Mit jedem gewonnenen Zweikampf kam auch das Selbstvertrauen zurück. In der Summe zeigten die Lautrer die dominanteste erste Halbzeit der Saison und ließen keine einzige Chance zu. Einziges Manko: Die Roten Teufel verpassten es, nachzulegen.

    Qualitätsmängel in der zweiten Reihe


    Zum ersten Knackpunkt des Spiels wurden die auf beiden Seiten getätigten Auswechslungen in der Halbzeitpause. Grammozis musste mit Touré und Kapitän Zimmer zwei verletzungsbedingte Wechsel vornehmen. Ein Umstand, für den der Trainer nichts konnte und auf den er wohl gerne verzichtet hätte. Für die beiden kamen der wiedergenesene Afeez Aremu und Erik Durm ins Spiel. Im Gegenzug hatten es die personellen Veränderungen der Berliner in sich. Aufgrund des Pokalspiels unter der Woche noch geschont, standen nun Top-Torjäger Haris Tabakovic und Unterschiedsspieler Fabian Reese auf dem Feld. Die Umstellungen machten sich sofort bemerkbar: Während bei den Herthanern sofort eine ganz andere Körpersprache zu erkennen war, merkte man dem FCK das Fehlen von Touré deutlich an. Die Hausherren mühten sich redlich, doch die Alte Dame schlug eiskalt zu und erzielte kurz nach Wiederanpfiff den Ausgleich.


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    Für Touré rückte Boris Tomiak in die Dreierkette, der seine Sache zwar nicht schlecht machte, dadurch jedoch im defensiven Mittelfeld fehlte. Mit Aremu kam ein Spieler aufs Feld, dem aufgrund seiner langwierigen Verletzung verständlicherweise die Spielpraxis fehlte. Entsprechend war der Sommer-Neuzugang nach seiner langen Pause sehr motiviert, leider zu motiviert. Die Rote Karte nur 13 Minuten nach seiner Einwechslung war mehr als vermeidbar. In dieser Situation wäre Julian Nieheus vielleicht die bessere Option gewesen, doch der fiel krankheitsbedingt aus. Ein Problem, das sich bei den Roten Teufeln durch die gesamte Saison zieht: Immer wieder fallen wichtige Schlüsselspieler aus oder befinden sich seit Monaten in einem Formtief, so dass dem Trainer oft nichts anderes übrig bleibt, als immer wieder dieselben Spieler zu bringen.

    Unersetzliche Schlüsselspieler


    Auch individuelle Fehler und Unkonzentriertheiten wie die Rote Karte begleiten den FCK schon die ganze Saison. Im Schnitt kassieren die Pfälzer alle fünf Spiele einen Platzverweis. Ein unglaublicher Wert, denn gerade in dieser engen Liga kann jede Kleinigkeit den Ausschlag geben. Nach dem Platzverweis war es dann natürlich ein hartes Stück Arbeit, wenigstens noch einen Punkt mitzunehmen. Umso ärgerlicher, dass beide Gegentore nach Standards fielen. In der letzten Saison war die Abwehr bei gegnerischen Standards noch ein Trumpf, in dieser Saison kassiert man fast in jedem Spiel ein Gegentor nach ruhenden Bällen.


    Auch wenn es in Unterzahl schwer war, fehlte den Hausherren nach dem Rückstand das letzte Aufbäumen, die letzte Überzeugung. Eine Energie, die beispielsweise bei der Einwechslung von Ragnar Ache gegen Nürnberg deutlich zu spüren war. Fakt ist, dass Almamy Touré, Boris Tomiak, Marlon Ritter und Ragnar Ache in der aktuellen Verfassung einfach nicht zu ersetzen sind und ein Ausfall einen deutlichen Qualitätsverlust bedeutet.

    Showdown in Braunschweig


    Trotz der großen Enttäuschung hat Lauterns neuer Cheftrainer "viel Gutes gesehen", und in der Tat kann der Auftritt gegen Berlin Mut machen. Grammozis hat der Mannschaft trotz der Niederlage neues Leben eingehaucht. Die Einstellung hat im Vergleich zu den letzten Wochen wieder gestimmt und sie ist wieder viel dynamischer aufgetreten. Zudem ist es ihm gelungen, die Defensive etwas zu stärken. Vor allem Jan Elvedi und Nikolas Soldo scheinen immer besser in Schwung zu kommen. Eine stabile Defensive ist eine wichtige Grundlage für einen erfolgreichen Abstiegskampf.


    Die Verletzungen von Touré und Ache sind wohl nicht so schwerwiegend und nur Vorsichtsmaßnahmen. Beide können im Abstiegskampf, der für die Roten Teufel leider bittere Realität ist, zu einer echten Waffe werden. Nun steht mit dem letzten Spiel des Jahres in Braunschweig ein extrem richtungsweisendes Spiel bevor. Es ist mächtig Dampf auf dem Kessel: Verliert der FCK, dürfte es eine sehr unruhige Winterpause geben.


    #FCKBSC: Die Spielernoten aus der Treffpunkt Betze-Redaktion:




    Quelle: Treffpunkt Betze


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    Diskussionsthema zum Artikel: Nach schwacher Leistung gegen Fürth: Kein Grund zur Panik


    Nach schwacher Leistung gegen Fürth: Kein Grund zur Panik

    Nach der Pokal-Euphorie folgt im Ligaalltag schnell die Ernüchterung. Der FCK verliert gegen Fürth mit 0:2. Eine Niederlage, die absehbar war und nicht überrascht.


    Mit den spektakulären Spielen in Düsseldorf und den beiden Heimspielen gegen den Hamburger SV und im Pokal gegen den 1. FC Köln hat der 1. FC Kaiserslautern zuletzt kräftig Eigenwerbung betrieben und für Aufsehen gesorgt. Immerhin fielen in diesen drei Spielen insgesamt 18 Tore. Das Heimspiel gegen Greuther Fürth sollte mit über 40.000 Zuschauern der nächste Höhepunkt dieser noch recht jungen Saison werden. In der Anfangsphase machten die Roten Teufel einen ordentlichen Eindruck, waren bemüht und hatten das Spiel unter Kontrolle. Doch mit zunehmender Spieldauer gelang dem FCK immer weniger. Statt Galligkeit und Comeback fielen die Lautrer in alte Muster zurück.

    Never change a winning team?


    "Die Spieler sind größtenteils schon sehr müde", hatte Dirk Schuster vor dem Spiel auf die hohe Belastung der letzten Wochen hingewiesen. Umso erstaunlicher, dass der FCK-Trainer bis auf den wiedergenesenen Tymoteusz Puchacz keine Änderungen in der Startelf vornahm und exakt die gleiche Elf wie in den letzten drei Spielen aufs Feld schickte. Auch die Spielvereinigung aus Fürth spielte unter der Woche im Pokal und brachte immerhin fünf frische Spieler. Tatsächlich wirkten die Fürther spritziger in ihren Aktionen und vor allem in den entscheidenden Momenten auch deutlich handlungsschneller. Bei den Roten Teufeln hingegen schlichen sich zum Teil unerklärliche Fehler ein - seien es einfache Abspielfehler im Spielaufbau oder Abstimmungsprobleme, die eindeutig mit der Konzentration zu tun hatten. Zudem kam der FCK nie richtig in die Zweikämpfe und war meist einen Schritt zu spät oder ließ sich zu leicht abkochen.


    Insofern wäre es womöglich besser gewesen, neue und frische Spieler von Beginn an aufs Feld zu schicken. Schließlich verfügt der FCK über einen ausgeglichenen und breiten Kader. Vor allem Aaron Opoku und Philipp Klement sorgten mit ihren Einwechslungen für deutlichen Schwung und hätten sicherlich auch in der Startelf stehend geglänzt. Auch Erik Durm zeigte nach seiner Einwechslung gegen Köln eine ordentliche Leistung und wäre eine weitere Option für die Startelf. Ein großes Fragezeichen hingegen steht aktuell hinter Philipp Hercher, der gar nicht erst im Kader stand. Hercher war einer der Garanten der letzten Saison und ist immer für ein Tor gut.

    Rote Fehlerteufel


    Wie schon in den letzten Spielen leistete sich der FCK im Spiel gegen Fürth mehrere Unkonzentriertheiten. Fehler, die eigentlich der Vergangenheit angehören sollten. Schon beim 0:1 ließen die Roten Teufel Gideon Jung ohne Gegenwehr gewähren, der völlig frei zur Führung einköpfte. Dass Jean Zimmer mit seinem Körper im Kopfballduell gegen den Abwehrspieler keine Chance hatte, dürfte klar sein und spricht eher für fehlende Zuordnung oder kollektiven Tiefschlaf der Lautrer Hintermannschaft.


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    Das größte Problem der Hausherren war aber zweifellos die Passqualität. Der FCK gehört sicherlich nicht zu den passstärksten Mannschaften, aber gegen Fürth waren die Fehlpässe teilweise haarsträubend. Damit luden die Lautrer den Gegner immer wieder herzlich ein - wie bei der Entstehung des Elfmeters zum 0:2, dem ein gravierender Fehlpass vorausging. Eine deutliche Verbesserung der Passqualität war mit der Einwechslung von Philipp Klement zu spüren, der vor allem in der zweiten Halbzeit das Spiel der Teufel deutlich belebte und ein Aktivposten war.

    Mit den eigenen Mitteln geschlagen


    Während dem 1. FC Kaiserslautern an diesem tristen Samstagnachmittag nicht viel gelang, waren die Gäste deutlich erfolgreicher. Vor allem die Qualitäten, die den FCK sonst auszeichnen, verhalfen den Gästen aus Fürth zum Sieg. Denn obwohl sich die Fürther zu Beginn der Partie zurückzogen und den Hausherren die Initiative überließen, schlugen sie in typischer Betze-Manier mit der ersten Chance des Spiels direkt zu. Zwar hatte der FCK in dieser Phase überraschend viel Ballbesitz und das Spiel eigentlich im Griff, doch Zählbares sprang dabei nicht heraus. Immer wieder provozierte Fürth die Lautrer durch frühes Pressing zu Fehlern im Spielaufbau. Zudem gingen die Franken extrem bissig in die Zweikämpfe und ließen den Pfälzern kaum Raum.


    Auch in der zweiten Halbzeit blieb Fürth eher passiv und wartete auf den richtigen Moment. Und wieder war es ein typischer Angriff im Stile der Lautrer, der zum 0:2 führte: Schnelle Balleroberung und mit wenigen Pässen das Mittelfeld überbrücken. Aus wenigen Chancen machten die Fürther viel, ähnlich wie die Roten Teufel in den letzten Spielen. Auch sonst erinnerte das Auftreten der Fürther stark an den FCK. So ließ sich Kapitän Branimir Hrgota von der großen Kulisse nicht aus der Ruhe bringen und zeigte eine ähnlich kämpferische Leistung wie sonst Jean Zimmer, Boris Tomiak oder Marlon Ritter. Er provozierte sogar eine Rote Karte für Tomiak.

    FCK dennoch voll auf Kurs


    Es gibt Tage, an denen nichts oder nur wenig klappt. Der FCK hatte zwar einige aussichtsreiche Szenen in der Offensive, traf aber zu oft die falsche Entscheidung. Die Roten Teufel hätten gut und gerne noch zwei Stunden spielen können, ohne ein Tor zu erzielen.


    Neben der enttäuschenden Niederlage brachten die Verletzungen von Aaron Opoku und Kevin Kraus den nächsten herben Rückschlag ein. Beide Spieler drohen in den nächsten Spielen auszufallen. Auch Boris Tomiak wird nach seiner roten Karte mindestens zwei Spiele fehlen. Das könnte dazu führen, dass diejenigen Spieler, die zuletzt im Abseits standen, eine neue Chance erhalten. In jedem Fall gilt es zunächst Ruhe zu bewahren, denn nach dem Höhenflug der letzten Wochen war es nur eine Frage der Zeit, bis eine solche Niederlage eintritt. Die Pfälzer sind nach wie vor im Soll. Dirk Schuster und Sascha Franz werden die richtigen Schlüsse ziehen und den Betriebsunfall so schnell wie möglich aus den Köpfen bekommen. Warum? Weil sie es schon mehrfach bewiesen haben. Es war einfach ein Tag zum Vergessen. Nicht mehr und nicht weniger.


    #FCKSGF: Die Spielernoten aus der Treffpunkt Betze Redaktion:


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    Quelle: Treffpunkt Betze


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    Diskussionsthema zum Artikel: Noch jede Menge Luft nach oben!


    Noch jede Menge Luft nach oben!

    Nach dem missglückten Start gegen St. Pauli ist rund um den FCK Ernüchterung eingekehrt. Grund zur Sorge besteht aber noch nicht. Denn besonders die Neuzugänge konnten punkten.


    Nach der rund neunwöchigen Sommerpause war die Vorfreude auf die neue Saison sichtlich groß. Zum Auftakt pilgerten über 44.000 Zuschauer ins Fritz-Walter-Stadion. Mit dem FC St. Pauli war zudem eine Spitzenmannschaft mit Aufstiegsambitionen zu Gast. Die Hamburger stellten in der vergangenen Saison die beste Rückrundenmannschaft und gehören seit Jahren zu den stärksten Teams der Liga. Eine ähnliche Entwicklung wünscht sich sicherlich auch FCK-Trainer Dirk Schuster, der im Vorfeld ein klares Saisonziel ausgegeben hat: "Wir wollen so schnell wie möglich 40 Punkte holen, uns weiter in der Liga etablieren und am Ende einen Mittelfeldplatz erreichen". Die Niederlage gegen Pauli zeigt aber deutlich, wie schwer die Saison für die Roten Teufel werden wird und was noch fehlt, um dauerhaft mit den Großen mithalten zu können.

    Abwehrbollwerk FCK


    Gegen einen starken Gegner wie den FC St. Pauli ist es sicherlich ratsam, sich zunächst auf die Defensive zu konzentrieren. So setzten die Hausherren auf das in der Vorbereitung erprobte 3-4-3 System. Dabei übernahm Julian Niehues etwas überraschend die zentrale Rolle in der Dreierkette. Mit Jan Elvedi und Tobias Raschl standen zudem zwei Neuzugänge in der Startelf. Die Marschroute schien, wie so oft in der vergangenen Saison, hinten sicher zu stehen und über die schnellen Umschaltspieler Kenny Redondo und Aaron Opoku nach vorne zu kommen. Typischer 'Schusterball' eben. In der Realität ging das jedoch nur bedingt auf. St. Pauli war erwartungsgemäß die spielbestimmende Mannschaft und hatte deutlich mehr Ballbesitz, während der FCK nur reagierte statt zu agieren. Immer wieder rannten die Gäste an - die Lautrer konnten die Kiezkicker bis auf zwei Ausnahmen weitgehend vom eigenen Tor fernhalten.


    In der Offensive fanden die Roten Teufel kaum statt, Lex Tyger Lobinger war zwar sichtlich bemüht und konnte einige Bälle festmachen, doch wie so oft fehlte ihm der letzte Punch. Es dauerte bis zur 35. Minute, ehe die Roten Teufel zum ersten Abschluss kamen. Trotz der Überlegenheit der Hamburger war der FCK voll im Spiel, wie auch Kapitän Andreas Luthe befand: "Man weiß vor der Saison, wo man ungefähr steht, und ich fand, dass wir vor allem in der ersten Halbzeit richtig gut im Spiel waren und absolut mithalten konnten“.

    Die kleinen Dinge entscheiden


    Der Spielaufbau der Roten Teufel verlief meist nach dem gleichen Muster: In der Dreierkette wurde der Ball hin und her gespielt, bis einer der Außenspieler frei war und über die Außenbahn Tempo aufnehmen konnte. Während dies in der ersten Halbzeit nur selten gelang, klappte es im zweiten Durchgang deutlich besser. Allerdings fehlte es dem FCK deutlich an Präzision im Passspiel. So auch beim ersten Gegentor. Irvine wurde im Mittelfeld nicht angegriffen und konnte dadurch vollkommen unbedrängt passen. Zudem fehlte die Absicherung im Rückraum, beim langen Ball hob Erik Durm das Abseits auf und Andreas Luthe zögerte beim Herauslaufen. Eine Fehlerkette, die auf hohem Niveau direkt bestraft wird. "Wir haben bei beiden Toren kräftig mitgeholfen, weil unser Schienenspieler auf der rechten Seite das Abseits aufgehoben hat und Andi Luthe zu zögerlich agierte", kommentierte Dirk Schuster den ersten Gegentreffer.


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    Doch das Gegentor schien die Mannschaft wachgerüttelt zu haben. Plötzlich spielte der FCK viel mutiger nach vorne und setzte die Gäste unter Druck - auch das ist ein bekanntes Bild unter der Leitung von Dirk Schuster. Mit der Einwechslung von Neuzugang Ragnar Ache bewies der Cheftrainer erneut ein goldenes Händchen, der Stürmer erzielte nach zufälliger Vorlage durch Redondo den zwischenzeitlichen Ausgleich. Doch die Freude währte nur kurz und wieder war es ein individueller Fehler. Tobias Raschl kam zu spät und traf den Hamburger Marcel Hartel im Strafraum äußerst unglücklich. Und so verlor man ein Spiel, in dem der FCK zwar nicht die bessere Mannschaft war, in dem ein Punkt allerdings durchaus im Bereich des Möglichen lag.

    Neuzugänge überzeugen


    Die Leistungen der Neuzugänge geben jedenfalls Anlass zur Hoffnung. In der Abwehr hinterließ Jan Elvedi einen starken Eindruck und verhinderte vor allem durch sein offensives Verteidigen den einen oder anderen Angriff. Statt sich auf sein Stellungsspiel zu verlassen, ging er proaktiv in die Zweikämpfe. Auch Boris Tomiak konnte dank seines starken Nebenmanns weitgehend an seine Leistungen aus der Vorsaison anknüpfen. Einen perfekten Einstand hätte auch Tobias Raschl feiern können, der Mittelfeldmotor überzeugte mit viel Einsatz und behielt immer wieder die Übersicht, wäre da nicht die unglückliche Aktion vor dem Elfmeter gewesen.


    Neuen Schwung brachten auch die beiden Einwechslungen der Neuzugänge Tymoteusz Puchacz und Ragnar Ache. Puchacz konnte mit seiner Dynamik und Schnelligkeit neue Akzente im Spiel der Roten Teufel setzen. Über die neue Sturmhoffnung Ragnar Ache wurde im Vorfeld viel gesprochen und zumindest im Spiel gegen St. Paul wurde er den Erwartungen gerecht. Kurz nach seiner Einwechslung erzielte er nicht nur den Ausgleichstreffer, sondern belebte das Angriffsspiel komplett. Mit seiner Physis und Dynamik stellte er die Hamburger Hintermannschaft immer wieder vor Probleme. Und über welch unglaubliche Schnelligkeit verfügt dieser Kerl? Mit seinem Wahnsinnssprint verhinderte er, wohlgemerkt als Stürmer, das vorzeitige 1:3 und dürfte sich mit diesem Einsatz direkt in die Herzen vieler FCK-Fans gespielt haben. Zu allem Überfluss hatte er kurz vor Schluss sogar noch den erneuten Ausgleich auf dem Fuß. Lob bekam Ache auch von seinem Trainer: "Ich denke, Ragnar hat ein tolles Debüt gegeben. Er hat sich für seinen Kampf und seine bisherigen Trainingsleistungen belohnt. Bis auf das Ergebnis war es für ihn ein Einstand nach Maß".

    Die Ruhe bewahren


    Die Enttäuschung nach der Niederlage ist verständlicherweise groß, aber St. Pauli war eine denkbar schwere Auftaktaufgabe. Der FCK hat gut dagegen gehalten und die richtige Ansätze sind erkennbar. Zu bedenken ist einfach, dass die Saison gerade erst begonnen hat und es noch dauern wird, bis die Mannschaft ihr Top-Niveau erreicht hat. Zumal der Wunschkader von Dirk Schuster noch nicht steht, weitere Neuzugänge kommen werden und auch die bisherigen Neuzugänge sich noch einspielen müssen. Erst in einigen Wochen wird sich zeigen, wohin die Reise geht. Vielleicht gibt es schon auf Schalke das erste kleine Erfolgserlebnis. Aber auch wenn die Lautrer gegen den nächsten Favoriten verlieren, sollte nicht schon wieder alles in Frage gestellt werden.


    Mit Beginn dieser Saison bewertet die Treffpunkt Betze Redaktion die Leistungen der Spieler, die mindestens 20 Minuten auf dem Platz standen. Die Spielernoten zu #FCKFCSP:


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    Quelle: Treffpunkt Betze


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    Diskussionsthema zum Artikel: Die Annere: Lauterns Konkurrenten im Gegnercheck (Teil II)


    Die Annere: Lauterns Konkurrenten im Gegnercheck (Teil II)

    Von Berlin bis Wiesbaden, von Favoriten bis Außenseitern: Wie haben sich die anderen FCK-Konkurrenten auf dem Transfermarkt verstärkt? Unser Ligacheck, Teil II.


    Inhaltsverzeichnis [VerbergenAnzeigen]

    1. Fortuna Düsseldorf: Auf dem richtigen Weg
    2. Hamburger SV: Aller Guten Dinge sind 6
    3. Greuther Fürth: Eine neue Chance zum Angriff
    4. Wehen Wiesbaden: Eine Wundertüte
    5. Holstein Kiel: Der große Kaderumbruch
    6. 1. FC Magdeburg: Die Zauberzwerge könnten überraschen
    7. Hertha BSC Berlin: Big City Chaosclub
    8. Eintracht Braunschweig: Das verflixte zweite Jahr

    Bereits im ersten Teil unseres großen Ligachecks Die Annere: Der große Gegnercheck vor Saisonbeginn (Teil I) haben wir das Auftaktprogramm des 1. FC Kaiserslautern in Sachen Kaderplanung und Aktivitäten auf dem Transfermarkt unter die Lupe genommen. Im zweiten Teil unseres Ligachecks liegt der Fokus vor allem auf Lauterns potenziellen Konkurrenten im Abstiegskampf, aber auch auf Aufstiegsaspiranten und Mannschaften, die für eine Überraschung sorgen könnten. Von Düsseldorf über Kiel und Hamburg nach Braunschweig: Teil II unseres Teamchecks.

    Fortuna Düsseldorf: Auf dem richtigen Weg


    Am Ende belegten die Fortunen den vierten Tabellenplatz und verpassten die Aufstiegsplätze nur knapp. Dennoch können die Rheinländer zufrieden sein, denn sportlich hat sich die Mannschaft von Daniel Thioune weiterentwickelt. Düsseldorf verpasste zwar den Aufstieg, könnte aber in der neuen Saison den eingeschlagenen Weg fortsetzen und zu einem ernsthaften Aufstiegsaspiranten reifen.


    Verzichten müssen sie allerdings auf ihren absoluten Topstürmer Dawid Kownacki, der nach Bremen in die Bundesliga gewechselt ist. Bis auf Innenverteidiger Christopher Klarer (Darmstadt 989) und Linksaußen Kristoffer Peterson (Beer Sheva) bleiben alle anderen Stammspieler an Bord. Zudem konnte sich die Fortuna von nicht benötigten Spielern trennen, um den Kader entsprechend zu verkleinern. Im Gegenzug hat sich F95 punktuell verstärkt. Mit Stürmer Vincent Vermeij (SC Freiburg II) soll die Lücke von Kownacki geschlossen werden und mit Mittelfeldspieler Yannick Engelhardt kommt ein vielversprechendes Talent ebenfalls von Freiburg II. Durch die geringe Fluktuation im Kader der Fortuna könnte sich die eingespielte Mannschaft in den ersten Spielen als großes Plus erweisen.


    Mit einem knappen Sieg gegen Eintracht Braunschweig (1:0), einem 1:1 gegen den VFL Osnabrück und einem souveränen 3:1 gegen den Bundesligisten VFL Bochum scheinen die Rheinländer für den Saisonstart gerüstet.


    Marktwert: 19,20 Mio. € | Entfernung zum Betze: MERKUR SPIEL-ARENA, 287 km | Ehemalige Lautrer:

    Hamburger SV: Aller Guten Dinge sind 6


    Auch im fünften Jahr in der 2. Bundesliga hat der Hamburger Sportverein den Klassenerhalt auf tragische Weise verpasst. Im letzten Spiel schien alles für den HSV zu laufen, der HSV gewann sein Spiel gegen den SV Sandhausen und die Fans stürmten bereits den Platz für zum Feiern, wäre da nicht das Parallelspiel des FC Heidenheim gewesen, der in der Nachspielzeit doch noch gewann und somit aufstieg. Mit einem Punkt Rückstand auf die Aufstiegsplätze gingen die Elbestädter in die Relegation. In der Relegation unterlag der HSV in beiden Spielen letztlich verdient dem VFB Stuttgart und muss nun ein weiteres Jahr in der zweiten Liga spielen. Für den HSV wird es in der neuen Saison nur eine Marschroute geben, mit aller Macht die Rückkehr in die erste Liga zu schaffen.


    Mit dem zweitteuersten Kader der Liga ist dies fast schon Pflicht, zumal bis auf Mittelfeldspieler Sonny Kittel (Rakow) alle Stammspieler gehalten werden konnten. Zudem hat sich der HSV in der Offensive mit Mittelfeldspieler Emmanuel Pherai (Eintracht Braunschweig) und Rechtsaußen Levin Öztunali (Union Berlin) nochmals deutlich verstärkt. Zusätzliche Stabilität und Flexibilität bringen die beiden Innenverteidiger Guilherme Ramos (Arminia Bielefeld) und Dennis Hadzikadunic (Leihgabe Rostov) sowie Rechtsverteidiger Ignace Van der Brempt (Leihgabe RB Salzburg). Ein großes Plus für die Hamburger dürfte die eingespielte Mannschaft sein.


    In den Vorbereitungsspielen gab der HSV keine gute Figur ab, lediglich gegen den Landesligisten FC Verden 04 gelang ein 3:2-Erfolg. Gegen Pilsen (3:3) reichte es nur zu einem Unentschieden, ehe die Hamburger zwei Niederlagen gegen RB Salzburg (1:4) und die Glosgow Rangers (1:2) hinnehmen mussten.


    Marktwert: 42,58 Mio. € | Entfernung zum Betze: Volksparkstadion, 610 km | Ehemalige Lautrer: Matheo Raab, Robert Glatzel

    Greuther Fürth: Eine neue Chance zum Angriff


    Wie schwer es für eine Mannschaft sein kann, nach einem Abstieg wieder aufzusteigen und damit nicht automatisch den direkten Wiederaufstieg zu schaffen. Das musste in der vergangenen Saison Greuther Fürth erfahren. Die Fürther starteten mehr als holprig und konnten in der Hinrunde nur magere vier Siege einfahren. Doch mit zunehmender Spieldauer kam die Mannschaft immer besser in der Liga an und relativ schnell hatten die Franken mit dem Abstieg nichts mehr zu tun, mit dem Aufstieg allerdings auch nicht. Dafür waren die Leistungen zu unbeständig und vor allem in der Offensive fehlte oft die Durchschlagskraft. Bis auf Kapitän und Stürmer Branimir Hrgota (elf Tore) und Mittelfeldspieler Julian Green (sieben Tore) gab es keinen treffsicheren Spieler. Dennoch könnte das zweite Jahr für Fürth eine Chance sein, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen.


    Abhilfe soll Stürmer Dennis Srebny (Paderborn) schaffen, der künftig für das Kleeblatt auf Torejagd gehen wird. Zudem sollen Mittelfeldspieler Jomaine Consbruch (Bielefeld) und Mittelfeldspieler Orestis Kiomourtzoglou ("Heart of Midlothian") die zahlreichen Abgänge im Zentrum kompensieren. Unter anderem verließen Tobias Raschl (Mittelfeld, FCK) und Mittelfeldspieler Sebastian Griesbeck (Braunschweig) den Verein. Mit Linksverteidiger Kerim Calhanoglu konnte die Lücke von Jeremy Dudziak, der zu Hertha BSC Berlin wechselte, geschlossen werden.


    Gegen unterklassige Vereine gab es in der bisherigen Vorbereitung klare Siege, ehe es gegen den FC Zürich eine 2:3-Niederlage gab. Zum Abschluss der Vorbereitung empfangen die Kleeblätter den FC Liverpool.


    Marktwert: 21,18 Mio. € | Entfernung zum Betze: Sportpark Ronhof, 309 km | Ehemalige Lautrer: -

    Wehen Wiesbaden: Eine Wundertüte


    Kurioser als der SV Wehen Wiesbaden ist kaum eine Mannschaft in die 2. Bundesliga aufgestiegen. Am letzten Spieltag jubelte man bereits nach dem Anpfiff und es gab kein Halten mehr, wäre da nicht das Spiel in Osnabrück gewesen. Plötzlich drehte Osnabrück das Spiel und Wehen musste in die Relegation gegen Arminia Bielefeld. Doch die große Enttäuschung konnte der Mannschaft nichts anhaben. Mit einem 4:0 im Hinspiel und einem 2:1 im Rückspiel sicherte sich Wiesbaden verdient das letzte Ticket für die 2. Liga.


    Maßgeblichen Anteil am Aufstieg hatte Stürmer Benedikt Hollerbach, der den Verein voraussichtlich im Sommer verlassen wird. Mit Linksverteidiger Brooklyn Ezeh (Hannover 96) und den beiden Innenverteidigern Ahmet Gürleyen (Nürnberg) und Sebastian Mrowca (Münster) verloren die Hessen wichtige Stützen der Aufstiegsmannschaft. Die Neuzugänge Marcus Mathisen (Innenverteidiger, IK Sirius) und Aleksandar Vukotic (Innenverteidiger, SK Beveren) sollen die Abwehr stabilisieren. Mit Flügelspieler Keanan Bennetts (SV Darmstadt) und Stürmer Antonio Jonjic (Aue) wurde bereits auf einen möglichen Abgang von Hollerbach reagiert. Bis auf wenige Ausnahmen verfügen die Spieler im Kader der Wiesbadener über wenig Zweitligaerfahrung und es bleibt abzuwarten, inwieweit sich die Neuzugänge in der zweiten Liga etablieren können. Durch die Abgänge von Stürmer Johannes Wurtz (Ziel unbekannt) und Linksverteidiger Dennis Kempe fehlt es dem Kader deutlich an Erfahrung.


    Die Testspiele der Hessen verliefen relativ unspektakulär, gegen den hessischen Verbandsligisten Biebrich gewann Wehen zwar deutlich mit 5:1, doch in den anderen Spielen waren Tore jedoch Mangelware. Gegen den norwegischen Erstligisten FC Nordsjaelland spielte Wiesbaden 1.1.


    Marktwert: 11,40 Mio. € | Entfernung zum Betze: BRITA-Arena, 97,3 km | Ehemalige Lautrer: Sascha Mockenhaupt, Gino


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    Holstein Kiel: Der große Kaderumbruch


    Zum siebten Mal in Folge spielt Holstein Kiel in der zweiten Liga und hatte erneut wenig mit dem Abstieg zu tun. In der abgelaufenen Saison untermauerten die Störche mit einem zufriedenstellenden achten Tabellenplatz ihre Ambitionen als etablierter Zweitligist. Auch für die neue Saison dürften die Verantwortlichen eine ähnliche Marschroute ausgeben, bei der die Weiterentwicklung der Mannschaft im Vordergrund steht.


    Eine Entwicklung, die angesichts der zahlreichen Abgänge besonders wichtig ist. Mit Innenverteidiger Hauke Wahl (St. Pauli), Mittelfeldspieler Alexander Mühling (Sandhausen), Innenverteidiger Simon Lorenz (Ingolstadt), Stürmer Fin Bartels (Eidertal II) und Innenverteidiger Stefan Thesker (St. Pölten) verlassen wichtige Leistungsträger den Verein, die die letzten Jahre der Kieler maßgeblich geprägt haben. Zudem wechselt Stürmer und Torschützenkönig Fabian Reese zum Ligarivalen Hertha BSC Berlin. Um die Abgänge in der Offensive zu kompensieren, sicherte man sich frühzeitig die Dienste des umworbenen Ba-Muaka Simakala (Stürmer, Osnabrück) und verpflichtete mit Stürmer Shuto Machino (Shonan Bellmare) eine weitere Option. Zusätzliche Erfahrung bringt der schwedische Innenverteidiger Carl Johansson (Göteborg).


    In den Testspielen hat Kiel den Umbruch gut verkraftet. Gegen Hannover 96 verloren die Nordlichter zwar mit 1:2, gewannen aber gegen den FC Slovacko (1:0) und gegen Austria Lustenau (6:1). Im letzten Härtetest besiegte Kiel den Champions-League-Teilnehmer Union Berlin mit 2:1.


    Marktwert: 18,95 Mio. € | Entfernung zum Betze: Holstein-Stadion, 702 km | Ehemalige Lautrer: -

    1. FC Magdeburg: Die Zauberzwerge könnten überraschen


    Als souveräner und verdienter Meister marschierte der 1. FC Magdeburg vor knapp einem Jahr unaufhaltsam in die 2. Liga. Dort brauchte der FCM allerdings einige Zeit, um Fuß zu fassen: Mit nur 17 Punkten landete Magdeburg am Ende der Hinrunde auf Platz 17. Dennoch blieb man an der Elbe ruhig und vertraute Trainer Christian Tietz und seinem Spielsystem. Das zahlte sich aus. Dank einer bärenstarken Rückrunde belegten die Elbestädter am Ende den elften Platz.


    Vor allem die quirligen Edeltechniker Baris Atik, Jason Ceka und Tatsuyu Ito stellten die gegnerischen Abwehrreihen vor große Probleme. Besonders wichtig dürfte daher der Verbleib von Linksaußen Tatsuyu Ito sein, der nach seiner Leihe (St. Truiden) nun fest verpflichtet werden konnte. Allerdings verliert der FCM mit Mittelfeldspieler Moritz Kwarteng (Bochum) seinen treffsichersten Schützen. Mit Mittelfeldspieler Andreas Müller verlässt zudem eine wichtige Abwehrstütze den Verein in Richtung Bundesliga zum Aufsteiger Darmstadt 98. Ansonsten konnten alle anderen Stammspieler gehalten, durch sinnvolle Abgänge Ressourcen freigesetzt und durch zusätzliche Transfers die Kaderbreite erhöht werden. Mit Mittelfeldspieler Ahmet Arslan (Kiel, zuletzt Dresden) konnte einer der besten Spieler der vergangenen Drittligasaison verpflichtet werden. Wie die anderen Neuzugänge wie Linksaußen Alexander Nollenberger (Bayreuth) oder der junge Innenverteidiger Andi Hoti (Inter Mailand), muss sich auch Arslan zunächst in der zweiten Liga beweisen. Mit dem spielstarken Arslan hat der FCM durchaus Potenzial, auch wenn ein gewisses Risiko besteht.


    In der Vorbereitung hat Magdeburg vor allem gegen unterklassige Mannschaften getestet und zum Teil hohe Siege eingefahren. Echte Gradmesser waren das Duell gegen den FC Nordsjaelland (2:0-Sieg) und die Generalprobe gegen Europa-League-Sieger FC Sevilla (3:1-Sieg).


    Marktwert: 16,05 Mio. € | Entfernung zum Betze: MDCC-Arena, 53 km | Ehemalige Lautrer: Baris Atik, Julian Pollersbeck, Luca Schuler, Leon Bell Bell

    Hertha BSC Berlin: Big City Chaosclub


    Über Hertha BSC Berlin wurde viel berichtet, doch mit Fußball hatte das meiste wenig zu tun. Investoreneinstieg, interne Querelen und andere Eskapaden abseits des Platzes. Nicht nur sportlich bettelte der Hauptstadtclub in den letzten Monaten förmlich um den Abstieg. Dennoch wird die alte Dame eine schlagkräftige Truppe ins Rennen schicken und sicherlich zu den Aufstiegsaspiranten zählen. Schließlich verfügt Berlin über den wertvollsten Kader aller Zweitligisten. Das liegt aber auch daran, dass der Kader mit derzeit 37 Spielern extrem groß ist. Bis zum Ende der Transferperiode dürfte es noch einige Abgänge geben, Spieler wie Stürmer Dodi Lukebakio, Mittelfeldspieler Suat Serdar oder Mittelfeldspieler Marco Richter werden den Verein sicher verlassen. Durch weitere Abgänge soll der Kader weiter schrumpfen, um zusätzliche Mittel für Neuzugänge zu generieren.


    Ein Neuzugang stand bereits vor der Relegation fest: Stürmer Fabian Reese wechselt von Holstein Kiel in die Hauptstadt. Mit Innenverteidiger Toni Leistner (St. Truiden), Jeremy Dudziak (Linksverteidiger, Fürth) und Torhüter Marius Gersbeck (KSC) konnte bereits geballte Zweitliga-Erfahrung verpflichtet werden. Mit Linksverteidiger Marvin Plattenhardt, Mittelfeldspieler Kevin Prince Boateng und Stürmer Stevan Jovetic (alle vereinslos) sowie Lucas Tousart (8Union Berlin) verließen wichtige Spieler den Verein. Gepaart mit viel Erfahrung sollen einige junge Spieler herangeführt werden und Verantwortung übernehmen. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der neuen Sturmhoffnung Smail Prevljak (Eupen).


    Die Berliner konnten in den Testspielen gegen kleinere Mannschaften Erfolge feiern, mussten sich aber Young Boys Bern mit 2:4 geschlagen geben. Das letzte Spiel gegen Standard Lüttich endete 1:1.


    Marktwert: 60,95 Mio. € | Entfernung zum Betze: Olympiastadion, 650 km | Ehemalige Lautrer: -

    Eintracht Braunschweig: Das verflixte zweite Jahr


    Für Braunschweig lief es in der vergangenen Saison denkbar knapp. Die Eintracht belegte am Ende den 15. Tabellenplatz und konnte sich nur dank des Unvermögens der Bielefelder gerade noch retten. Auch in der neuen Saison wird es für die Löwen nur ein Ziel geben: den Klassenerhalt. Gerade im zweiten Jahr wird dies umso schwieriger, da die Euphorie verflogen ist und die Mannschaft nicht mehr als Underdog gehandelt wird.


    Fehlen wird bei der Mission Klassenerhalt der Mittelfeldspieler Immanuel Pherai, der zum HSV wechselt. Auch auf die Dienste von Stürmer Lion Lauberbach (Mechelen) und Torhüter Jasmin Fejzic (Karriereende) muss die Eintracht künftig verzichten. Stattdessen setzen die Braunschweiger verstärkt auf junge, entwicklungsfähige Spieler wie Rechtsaußen Sidi Sane (Schalke 04 II) oder Linksaußen Youssef Amyn (Feyernod U21), die für viel Schwung in der Offensive sorgen sollen. Mit Kaan Caliskaner (Stürmer, Regensburg), Sebastian Griesbeck (Mittelfeld, Fürth) und Robert Ivanov (Innenverteidiger, Warta Posen) wurden erfahrene Spieler verpflichtet.


    Von allen Zweitligisten hat Braunschweig am häufigsten getestet, gleich zehn Testspiele absolvierte das Team von Jens Härtel. Im letzten Test vor dem Punktspielauftakt besiegten die Löwen Rot Weiss Essen mit 1:0.


    Marktwert: 12,13 Mio. € | Entfernung zum Betze: Eintracht-Stadion, 451 km | Ehemalige Lautrer: -


    Quelle: Treffpunkt Betze


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    Diskussionsthema zum Artikel: Die Annere: Der große Gegnercheck vor Saisonbeginn (Teil I)


    Die Annere: Der große Gegnercheck vor Saisonbeginn (Teil I)

    Vier Neuzugänge konnte der FCK bisher verkünden. Doch wie haben sich Lauterns kommende Gegner verstärkt? Von St. Pauli bis Hannover, unser Zweitliga-Gegnercheck, Teil I.


    Inhaltsverzeichnis [VerbergenAnzeigen]

    1. St. Pauli: Die Form bestätigen
    2. Schalke 04: Königsblaue Power
    3. SV Elversberg: Das gallische Dorf
    4. SC Paderborn: Enfant Terrible der Liga
    5. 1. FC Nürnberg: Erwartungen herunterschrauben
    6. Karlsruher SC: Kontinuierlicher Fortschritt
    7. Hansa Rostock: Die Kogge in ruhige Fahrwasser lenken
    8. VfL Osnabrück: In der Liga ankommen
    9. Hannover 96: Jugend forscht

    Am Wochenende beginnt die neue Saison und für die Roten Teufel geht eine ungewöhnliche Vorbereitung zu Ende. Mit der USA-Reise und dem Kurztrainingslager scheint der 1. FC Kaiserslautern gut gerüstet zu sein, auch wenn sich in Sachen Transfers noch einiges tun könnte. Doch nicht nur beim FCK scheint die heiße Transferphase begonnen zu haben. Welche neuen Gesichter wird es in der 2. Liga geben und wie ist die Vorbereitung bei der Konkurrenz gelaufen? Im ersten Teil unserer Gegner-Vorschau wirft Treffpunkt Betze-Redakteur Dominik einen Blick auf das anspruchsvolle Auftaktprogramm der Roten Teufel.

    St. Pauli: Die Form bestätigen


    Das erste Spiel der neuen Saison bestreitet der FCK zu Hause gegen den FC St. Pauli (29. Juli, 13:00 Uhr). Die Saisonhälften beider Mannschaften könnten unterschiedlicher nicht sein. Während der FCK eine hervorragende Hinrunde spielte (Platz 4), belegte der FCP mit mageren 17 Punkten nur den 15. Tabellenplatz. Damit blieben die Kiezkicker weit hinter ihren Erwartungen zurück und verpflichteten mit Fabian Hürzeler einen neuen Trainer. Diese Verpflichtung erwies sich im Nachhinein als absoluter Glücksgriff. Die ersten zehn Spiele der Rückrunde gewann St. Pauli allesamt und konnte sogar noch im Aufstiegsrennen mitmischen.


    Am Ende reichte es als beste Rückrundenmannschaft nur zu Platz 5. Maßgeblichen Anteil an der Aufholjagd hatten Linksverteidiger Leart Paqarada mit zehn Torvorlagen und Stürmer Luca Daschner mit zehn Treffern. Umso schwerer wiegt der Abgang der beiden. Paqarada zog es wieder etwas näher in die Heimat zum 1. FC Köln, Daschner wechselte ebenfalls in die Bundesliga zum VfL Bochum. Mit Stürmer Igor Matanovic verlässt eine weitere Option in der Offensive den Verein, er kehrt nach seiner Leihe zu seinem Stammverein Eintracht Frankfurt zurück. Ansonsten ist es St. Pauli gelungen, den Kader durch einige Abgänge in der Breite zu verkleinern und punktuell zu verstärken. Mit dem jungen Philipp Treu (Rechtsverteidiger) von Freiburg II konnten die Hamburger ein großes Talent für die beiden defensiven Flügel verpflichten. Die beiden zweitligaerfahrenen Innenverteidiger Hauke Wahl (Holstein Kiel) und Stürmer Andreas Albers (Jahn Regensburg) sollen mit ihrer Erfahrung sofort weiterhelfen. Rechtsaußen Danel Sinani von Norwich City soll die Offensive beleben. Einzig ein Mittelstürmer fehlt dem FCP noch.


    Dennoch zeigten sich die Kiezlicker in den bisherigen Testspielen in Torlaune. In sechs Spielen erzielten sie 26 Tore und gewannen alle ihre Testspiele. Als Generalprobe vor dem Auftakt gegen den FCK gewann St. Pauli gegen den israelischen Erstligisten Hapoel Tel Aviv mit 3:0. Mit dem eingespielten Kader und der hinzugewonnenen Qualität zählt St. Pauli defintiv zum erweiterten Favoritenkreis.


    Marktwert: 21,15 Mio. € | Entfernung zum Betze: Millerntor-Stadion, 605 km | Ehemalige Lautrer: -

    Schalke 04: Königsblaue Power


    Bei der Frage nach den Favoriten um den Aufstieg in die Bundesliga führt kein Weg am FC Schalke 04 vorbei. Nach nur einem Jahr in der ersten Liga ist Schalke wieder in die zweite Liga abgestiegen. Eine enttäuschende Hinrunde erwies sich als uneinholbare Hypothek. Daran änderte auch eine starke Rückrunde nichts, in der der S04 einen guten 8. Rang holte. Großen Anteil daran hatte der neue Trainer Thomas Reis, der vor allem die Hintermannschaft des Kumpelvereins stärken konnte.


    Für die neue Saison steht dem Gründungsmitglied erneut ein großer Umbruch bevor: Bereits 21 Spieler haben den Verein verlassen, darunter zahlreiche Stammspieler und Leistungsträger wie Innenverteidiger Matsuda Yoshida (Ziel unbekannt) und Spielmacher Rodrigo Zalazar (SC Braga). Auch zahlreiche Leihspieler, darunter Innenverteidiger Moritz Lenz (jetzt VfL Wolfsburg) und Mittelfeldspieler Tom Krauß (jetzt Mainz 05), werden nicht mehr für Schalke auflaufen. Der größte Verlust dürfte jedoch der Abgang von Torschützenkönig und Stürmer Marius Bülter (TSG Hoffenheim) sein, der immerhin elf Treffer erzielte. Eine positive Nachricht für alle Schalke-Fans dürfte der Verbleib von "Mr. 2. Liga" und Stürmer Simon Terrodde sein. Zusätzliche Qualität erhofft man sich auch von den beiden zentralen Mittelfeldspielern Ron Schallenberg (SC Paderborn) und Paul Seguin (Union Berlin). Als neue Sturmhoffnung verpflichtete der S04 Stürmer Brian Lasme von Absteiger Arminia Bielefeld. Mit Torhüter Marius Müller (FC Luzern) soll ein ehemaliger FCK-Spieler den Konkurrenzkampf im Tor weiter anheizen.


    Die Vorbereitung der Schalker verlief durchwachsen. Nach einem Unentschieden gegen den Regionalligisten FC Bocholt (2:2) folgte eine 0:2-Niederlage gegen den dänischen Spitzenklub FC Kopenhagen. Im letzten Spiel besiegten die Königsblauen den polnischen Erstligisten Gornik Zabrze um Lukas Podolski deutlich mit 5:0. Zum Abschluss der Vorbereitung gab es ein 2:2-Unentschieden gegen den niederländischen Erstligisten Twende Enschede. Trotz zahlreicher Abgänge wird Schalke zum Favoritenkreis gehören.


    Marktwert: 28,35, Mio. € | Entfernung zum Betze: Veltins Arena, 333 km | Ehemalige Lautrer: Marius Müller

    SV Elversberg: Das gallische Dorf


    Ein unglaubliches Jahr liegt hinter der Spielvereinigung aus Elversberg: Nach dem Aufstieg in die 3. Liga gelang den Saarländern der direkte Aufstieg in Liga zwei. Bis auf einen kleinen Durchhänger gegen Ende der Saison marschierte die SVE souverän durch die Liga und sicherte sich sogar die Meisterschaft. Vor allem in der Offensive wusste die Mannschaft zu überzeugen und erzielte mit Abstand die meisten Tore der Liga.


    Nun startet Elversberg mit dem kleinsten Kader in die 2. Liga, wobei die "Elv" auf Stürmer Nick Woltemade verzichten muss. Der Spieler der Saison in der 3. Liga kehrt nach seiner Leihe nach Bremen zurück und will dort sein Glück in der ersten Liga versuchen. Bis auf Woltemade konnte Elversberg alle Leistungsträger halten und sich mit den beiden Stürmern Dominik Martinovic (Waldhof Mannheim) und Joseph Boyamba (1860 München) aus der dritten Liga verstärken. Mit Linksverteidiger Arne Sicker (SV Sandhausen) hat der Verein mit dem kleinsten Etat der Liga zudem einen erfahrenen Neuzugang. Da die Mannschaft eingespielt ist, könnten die Saarländer in den ersten Spielen durchaus für eine Überraschung sorgen.


    In den Testspielen wusste Elversberg zu überzeugen und gewann alle Partien, darunter ein 2:1 gegen die TSG Hoffenheim oder ein 6:2 gegen den FC Ingolstadt. Zum Abschluss der Vorbereitung bestritt die SVE noch zwei Testspiele gegen den SV Sandhausen (1:2-Niederlage) und gegen Waldhof Mannheim (2:0-Sieg).


    Marktwert: 9,58 Mio. € | Entfernung zum Betze: URSAPHARM-Arena, 39 km | Ehemalige Lautrer: Carlo Sickinger, Marcel Correia

    SC Paderborn: Enfant Terrible der Liga


    Zu Beginn der vergangenen Saison sah es so aus, als würde Paderborn eine tragende Rolle spielen. Die Torfabrik der Liga feierte einen Kantersieg nach dem anderen, ehe der SCP etwas einbrach und am Ende der Saison auf dem sechsten Platz landete. Die Ostwestfalen, die gerne unter dem Radar fliegen, leisteten sich den bislang größten Transfer der zweiten Liga. Der vereinslose Max Kruse (zuletzt VfL Wolfsburg) wird künftig für Paderborn auf Torejagd gehen.


    Der Kader des SC Paderborn hat sich in diesem Sommer stark verändert: 13 Neuzugängen stehen 12 Abgänge gegenüber. Mit Mittelfeldspieler Ron Schallenberg (FC Schalke 04), Mittelfeldspieler Julian Justvan (TSG Hoffenheim) und Leopold Zingerle (RB Leipzig) verlor der SCP drei wichtige Stammspieler. Zudem wechselte Stürmer Richmond Tachie zum Betzenberg, während der an den FCK ausgeliehene Robin Bormuth zum KSC zurückkehrte. Die zahlreichen Neuzugänge sorgen beim SCP für einen hohen Konkurrenzkampf und verstärken den Kader vor allem in der Breite, besonders Linksaußen Filip Bilbija und Innenverteidiger Maximilian Rohr (beide HSV) sollen eine wichtige Rolle spielen. Mit Stürmer Antonio Grimaldi (FC Saarbrücken) wird das Spiel der Ostwestfalen aufgrund seiner Statur noch unberechenbarer.


    Auch in den bisherigen Testspielen zeigte sich die Offensive in Torlaune: Gegen Preußen (4:3) und Gornik Zabrze (4:0) gewannen die Paderborner jeweils mit vier Toren. Auch die Generalprobe gegen Bayer 04 Leverkusen gewannen die Ostwestfalen mit 1:2.


    Marktwert: 16,18 Mio. € | Entfernung zum Betze: Home-Deluxe-Arena, 394 km | Ehemalige Lautrer: -


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    1. FC Nürnberg: Erwartungen herunterschrauben


    Anspruch und Wirklichkeit lagen beim 1. FC Nürnberg auch in der vergangenen Saison weit auseinander. Mit einem enttäuschenden 14. Tabellenplatz schrammten die Franken nur knapp an der Relegation und einem möglichen Abstieg vorbei. Das dürfte vor allem Sportvorstand Dieter Hecking nicht gefallen haben, der bis zum Saisonende sogar das Traineramt von Markus Weinzierl übernahm. Eine verkorkste Saison wie die letzte soll es nicht mehr geben.


    Auf den neuen Trainer Christian Fiel (letzte Saison Co-Trainer) wartet allerdings viel Arbeit, vor allem in der Offensive muss sich der Club deutlich steigern, mit nur 32 Toren erzielte Nürnberg die wenigsten Treffer der Liga. Umso schwerer wiegt der Verlust des treffsichersten Stürmers Kwadwo Duah (11 Tore) an den bulgarischen Meister Ludogorets. Mit den beiden Japanern Daichi Hayashi (Sturm, Leihe VV St. Truiden) und Kanji Okunuki (Linksaußen, Omiya Ardija) sowie Rechtsaußen Joseph Hungbo (FC Watford) soll die Offensive deutlich variabler und unberechenbarer werden. In der Defensive soll neben dem erfahrenen Ivan Marquez (NEC Nijmegen) der zweikampfstarke Innenverteidiger Ahmet Gürleyen (Wehen Wiesbaden) die nicht immer sattelfeste Abwehr stabilisieren.


    In der Vorbereitung testeten die Nürnberger vor allem gegen unterklassige Mannschaften. Ein Ausrufezeichen setzte der FCN mit einem 1:1 gegen den englischen Vizemeister FC Arsenal. Den Abschluss bildeten drei Testspiele gegen die Drittligisten FC Saarbrücken (1:2-Niederlage), Unterhaching (2:1-Sieg) und 1860 München (3:0-Sieg).


    Marktwert: 18,28 Mio. € | Entfernung zum Betze: max-Morlock-Stadion, 300 km | Ehemalige Lautrer: -

    Karlsruher SC: Kontinuierlicher Fortschritt


    Mit dem Abstiegskampf hatte der Karlsruher SC in der vergangenen Saison relativ wenig zu tun. Obwohl die Hinrunde mit 18 Punkten alles andere als erfolgreich verlief, sorgte eine starke Rückrunde mit u.a. mit einem Kantersieg gegen den HSV oder dem Derbysieg gegen den FCK (2:1) für einen beeindruckenden 7. Platz. Um die zuletzt ansteigende Formkurve auch in der neuen Saison bestätigen zu können, setzte der KSC auch auf dem Transfermarkt ein Ausrufezeichen.


    Mit Stürmer Lars Stindl (Gladbach) kehrt ein ehemaliger Jugendspieler zum Verein zurück. Mit den beiden Stürmern Simone Rapp (Neuchâtel Xamaz) und Malik Batmaz (Preußen Münster) verlassen hingegen zwei Spieler die Offensive der Badener. Zudem könnte Stürmer Budu Zivzivadze den Verein bei einem entsprechenden Angebot noch verlassen. Immerhin bleibt Leihspieler Paul Nebel (Mittelfeld, Mainz 05) ein weiteres Jahr beim KSC. Der Abgang von Mittelfeldspieler Tim Breithaupt (FC Augsburg) konnte durch die Verpflichtung von Dzenis Burnic (Mittelfeld, Heidenheim) kompensiert werden. Zudem konnte der KSC seine Defensive mit dem ehemaligen Lauterer Robin Bormuth (Innenverteidiger, Paderborn) verstärken.


    In den Testspielen hinterließen die Karlsruher einen guten Eindruck. Nach Testsiegen gegen unterklassige Mannschaften setzte es eine deutliche Niederlage gegen Pilsen (0:3) und ein spektakuläres 2:4 gegen Liverpool. Im letzten Test gab es ein torloses Unentschieden gegen Bundesliga-Aufsteiger Darmstadt.


    Marktwert: 14,85 Mio. € | Entfernung zum Betze: BBBank Wildpark, 93,9 km | Ehemalige Lautrer: Robin Bormuth

    Hansa Rostock: Die Kogge in ruhige Fahrwasser lenken


    Wie in den vergangenen Jahren seit der Rückkehr in die 2. Bundesliga wird es für Hansa Rostock wohl nur um den Klassenerhalt gehen. Zwar belegten die Hanseaten am Ende der Saison den 13. Platz, doch erst wenige Spieltage vor Schluss war der Klassenerhalt gesichert. Vor allem gegen Ende der Hinrunde lief über weite Strecken nicht viel zusammen. Erst als Alois Schwartz das Traineramt übernahm, zeigte die Leistungskurve wieder nach oben und im Saisonendspurt wurde die Klasse gehalten. Ausschlaggebend dafür war vor allem die Abwehr, die mit nur 48 Gegentreffern die mit Abstand beste im unteren Tabellendrittel war. Ganz im Gegensatz zur Rostocker Offensive, die mit nur 32 Treffern zusammen mit den Nürnbergern die schlechteste der Liga war.


    Mit dem Leihende von Innenverteidiger Rick van Drongelen (Union Berlin, jetzt Samsunspor) und den Abgängen von Innenverteidiger Ryan Malon und Mittelfeldspieler Lucas Fröde (beide FC Ingolstadt) verließen wichtige Leistungsträger den Verein. Mit den Mittelfeldspielern Sebastian Vasiliadis, Oliver Hüsing (beide Bielefeld), Jannik Bachmann und Christoph Kinsombi (beide Sandhausen) wurde viel Erfahrung aus der 2. Liga geholt. Mit den kreativen Mittelfeldspielern Sarpreet Singh (Bayern München, zuletzt Regensburg) und Serhat Güler (SV Wuppertal) erhofft man sich neue Impulse in der Offensive. Güler fehlt allerdings die Erfahrung im Profibereich. Auf Routinier Jon Verhoek wird man dagegen künftig nicht mehr setzen. Immerhin konnte Topscorer und Mittelfeldspieler Kai Pröger gehalten werden. Dennoch würde dem Team von Alois Schwartz ein weiterer Stürmer gut zu Gesicht stehen.


    Der FCH testete vor allem gegen kleinere Mannschaften und fuhr zum Teil souveräne Siege ein. Gegen den Regionalligisten Altglienicke gab es allerdings eine 2:3-Niederlage. Bei der Generalprobe vor dem Auftakt gelang ein 2:1-Sieg gegen das spanische Spitzenteam FC Sevilla.


    Marktwert: 14,08 Mio. € | Entfernung zum Betze: Ostseestadion, 777 km | Ehemalige Lautrer: Janik Bachmann

    VfL Osnabrück: In der Liga ankommen


    Nur zwei Jahre nach dem bitteren Abstieg aus der zweiten Liga ist der VFL Osnabrück wieder da. In einem dramatischen Saisonfinale sah es lange Zeit so aus, als müsse die Mannschaft von Trainer Tobias Schweinsteiger den Umweg über die Relegation gehen, doch in der Nachspielzeit drehte sie einen Rückstand in einen Sieg und sicherte sich so den direkten Aufstieg. Am Ende sogar dank des besseren Torverhältnisses.


    Der Mann, der in diesem verrückten Saisonfinale mit seinen beiden Toren zum Aufstiegshelden wurde, wird in der kommenden Saison nicht mehr für den VfL auflaufen: Mittelstürmer Ba-Muaka Simakala wurde durch die halbe zweite Liga gejagt und geht künftig für Holstein Kiel auf Torejagd. Mit Mittelfeldstratege Sven Köhler (Odense) und Rechtsverteidiger Omar Traoré (Heidenheim) verlassen zwei weitere wichtige Stützen den Verein. Dafür konnte Osnabrück mit Mittelfeldspieler Maximilian Thalhammer (Regensburg), Außenstürmer Christian Conteh (Feyernod, zuletzt Dynao Dresden), Rechtsverteidiger Bashkim Ajdini (Sandhausen) und Linksaußen Charalampos Makridis (Regensburg) reichlich Zweitligaerfahrung holen. Zudem wurde mit Lars Kehl ein hochveranlagtes Mittelfeldtalent aus der Freiburger Reserve verpflichtet. Mit Kwasi Wriedt (Leihgabe von Holstein Kiel) sicherte sich der VfL zudem einen robusten Stürmertyp, der bislang fehlte.


    In den Testspielen gab es überzeugende Siege gegen unterklassige Mannschaften und jeweils ein Unentschieden gegen die Ligakonkurrenten Fortuna Düsseldorf (1:1) und Eintracht Braunschweig (0:0). Im letzten Spiel vor dem Start gab es einen 1.0-Testspielsieg gegen Viktoria Köln.


    Marktwert: 10,20 Mio. € | Entfernung zum Betze: Bremer Brücke, 468 km | Ehemalige Lautrer: Lennart Grill

    Hannover 96: Jugend forscht


    Alles andere als zufrieden dürften die Verantwortlichen in Hannover mit der abgelaufenen Saison sein. Im Vorfeld hatte man sich bei H96 durchaus Hoffnungen gemacht, zumindest um die Aufstiegsplätze mitspielen zu können. Zumindest in der Hinrunde war das auch noch der Fall: Platz 5, 28 Punkte und in direkter Schlagdistanz zu den Aufstiegsrängen. Doch in der Rückrunde kam der Einbruch und die Niedersachsen konnten nur noch vier Spiele gewinnen.


    Mit dem Transfercoup von Rückkehrer und Linksverteidiger Marcel Halstenberg (RB Leipzig) dürften die Ambitionen der Roten gestiegen sein. Zudem konnten bis auf Sebastian Kerk (Ziel unbekannt) alle Stammspieler gehalten werden, allen voran der letztjährige Torschützenkönig Cedric Teuchert (14 Treffer). Zudem setzen die Hannoveraner verstärkt auf junge Talente, darunter Linksverteidiger Brooklyn Ezeh (Wehen Wiesbaden). Mit Mittelfeldspieler Max Christiansen (Greuther Fürth) und Innenverteidiger Bright Arrey-Mbi (Bayern München) erhofft man sich zusätzliche Stabilität, und auch auf den jungen Stürmer Nicolò Tresoldi, der künftig mit der prestigeträchtigen Rückennummer 9 auflaufen wird, setzt man.


    Alle Vorbereitungsspiele konnten die Niedersachsen für sich entscheiden. Gegen den Ligakonkurrenten Holstein Kiel gab es einen 2:1-Sieg, gegen den Drittligisten MSV Duisburg ein klares 3:0 und gegen den Bundesligisten 1. FC Köln ein knappes 1:0. Die Generalprobe gelang mit 3:0 gegen Villarreal, alle Tore erzielte Mittelfeldspieler Louis Schaub.


    Marktwert: 23,18 Mio. € | Entfernung zum Betze: heinz von Heiden Arena, 462 km | Ehemalige Lautrer: -


    Im morgigen zweiten Teil unseres Ligachecks beleuchten wir die verbleibenden acht Gegner der Roten Teufel, darunter auch den Hamburger Sportverein sowie Hertha BSC Berlin.


    Quelle: Treffpunkt Betze


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    Diskussionsthema zum Artikel: Der FCK wirkt ausgebrannt: Zeit für die Sommerpause


    Der FCK wirkt ausgebrannt: Zeit für die Sommerpause

    Der FCK verliert gegen Bielefeld sein zweites Heimspiel in Folge und setzt damit den negativen Trend fort. Die anstehende Sommerpause kommt sehr gelegen.


    Inhaltsverzeichnis [VerbergenAnzeigen]

    1. Eine erste Hälfte mit Testspiel Charakter
    2. Einwechslungen überzeugen
    3. Robin Hood der 2. Liga

    Eigentlich war alles angerichtet für ein großes Lautrer Fußballfest beim Heimspiel gegen Arminia Bielefeld. Ein erneut sehr gut gefülltes Fritz-Walter-Stadion, zudem das Jubiläum der sensationellen '98er Meisterschaft inklusive Besuch der Meistermannschaft. Doch wieder einmal trübte eine schlechte Leistung die Stimmung. Vor allem in der ersten Halbzeit fand der FCK überhaupt nicht statt. Zwar kamen die Roten Teufel wieder einmal nach einem Rückstand zurück - eine gute Schlussphase konnte die Hausherren diesmal aber nicht mehr retten.

    Eine erste Hälfte mit Testspiel Charakter


    Ginge es für Bielefeld nicht um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt, hätte man gerade in den ersten 30 Minuten den Eindruck gewinnen können, es handele sich um ein Testspiel. Der FCK schien gar nicht auf dem Platz zu sein und ließ die Qualität vermissen, die es braucht, um in der zweiten Liga zu bestehen. Keine Aggressivität, keine Laufbereitschaft, die Roten Teufel waren in den ersten Minuten nur Statisten. Symptomatisch dafür war der Führungstreffer der Gäste, bei dem die Hausherren keine große Gegenwehr leisteten. Mit Kevin Kraus fehlte erneut der Abwehrchef, der der Defensive Stabilität und Ordnung verleiht.


    Auch darüber hinaus fiel dem 1. FC Kaiserslautern über weite Strecken wenig ein und so war es wenig verwunderlich, dass Schuster nach einer knappen halben Stunde das System umstellte. Die Anfangsphase zeigte einmal mehr, dass der FCK auf einen spielstarken Sechser angewiesen ist. Durch den Ausfall von Marlon Ritter fehlte vor allem im Aufbauspiel die spielerische Komponente und mit seinen Laufwegen auch das Bindeglied zwischen Offensive und Defensive. So rückte Klement eine Position nach hinten und zog fortan die Fäden im Mittelfeld. Auch die Umstellung auf zwei Spitzen tat dem Spiel der Lautrer sichtlich gut, da Terrence Boyd wieder einmal völlig in der Luft hing und auf sich allein gestellt war. Erst als Hercher in die Spitze rückte, kam das Offensivspiel in Schwung und der FCK auch prompt zu seinen ersten Abschlüssen.


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    Einwechslungen überzeugen


    Dass es in der zweiten Halbzeit deutlich besser lief, war nach dem Verlauf der ersten Hälfte wenig überraschend. Die Roten Teufel zeigten ein anderes Gesicht, wozu vor allem die eingewechselten Spieler beitrugen. Mit seiner Einwechslung konnte Innenverteidiger Lars Bünning zum ersten Mal über einen längeren Zeitraum sein Können im Trikot der Roten Teufel unter Beweis stellen und wusste mit viel Einsatz und Vorwärtsdrang durchaus zu überzeugen. Auch die Einwechslungen von Kenny Prince Redondo und Nicolas de Preville taten dem Spiel des FCK gut und stellten die Bielefelder Abwehr mit ihren Dribblings vor Herausforderungen. Vor allem de Preville kam immer wieder zum Abschluss und empfahl sich erneut für eine Weiterbeschäftigung in der kommenden Saison.


    Mit Lex-Tyger Lobinger wechselte Dirk Schuster sogar den zwischenzeitlichen Ausgleich ein. Der Stürmer hatte es in den letzten Wochen wahrlich nicht leicht - umso erfreulicher, dass er gegen Bielefeld eine seiner besten Leistungen mit seinem zweiten Saisontor krönen konnte. Dass die Lautrer auch Qualität von der Bank bringen können, beweisen die 17 Jokertore, die der FCK bereits erzielt hat und die auch einen großen Anteil an den Comeback-Qualitäten haben. Umso erstaunlicher ist es, dass Dirk Schuster nach dem gesicherten Klassenerhalt bis auf wenige Ausnahmen kaum Spielern aus der zweiten Reihe eine Chance von Beginn an gibt. Ohnehin scheinen einige Stammspieler überspielt und nicht mehr hundertprozentig fit zu sein, so dass einige hochmotivierte Ersatzspieler ihr Können unter Beweis stellen und den Trainer vor die Qual der Wahl stellen könnten.

    Robin Hood der 2. Liga


    Aus Gründen der Wettbewerbsverzerrung verzichtete Dirk Schuster bisher auf Experimente in der Startelf. Dennoch waren die Roten Teufel in der Rückrunde oft ein willkommener Gegner im Abstiegskampf. Gegen keines der Teams aus dem letzten Tabellendrittel konnten die Pfälzer gewinnen. Von den letzten neun Spielen gewann Schusters Mannschaft nur eines, und das ausgerechnet gegen den Aufstiegsaspiranten HSV. Der FCK ist also so etwas wie der Robin Hood der 2. Liga, er nimmt es den Reichen und gibt es den Armen.


    Von Wettbewerbsverzerrung und direktem Eingriff zu sprechen, wäre vermessen, denn die Roten Teufel taten sich im Laufe der Saison immer wieder schwer gegen Mannschaften, die sich wie der FCK über Kompaktheit und Einsatz definieren. Eigenschaften, die gerade im Abstiegskampf essentiell sind. Hinzu kommt, dass bei den Lautrern nach einem unglaublichen und kräftezehrenden Jahr mit Relegation und überragender Hinrunde nicht nur sportlich, sondern auch mental die Luft raus ist. Dass die Rückrunde nicht mehr ganz so erfolgreich verlaufen würde, war fast zu erwarten. In der Sommerpause gilt es nun, die Akkus wieder aufzuladen und sich optimal auf die neue Saison vorzubereiten.


    Doch zuvor geht es für den 1. FC Kaiserslautern im anstehenden Derby gegen den KSC und im letzten Heimspiel gegen Düsseldorf noch einmal um einen positiven Saisonabschluss. Dann vielleicht sogar mit frischem Personal.


    Quelle: Treffpunkt Betze


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    Diskussionsthema zum Artikel: In der FCK-Offensive fehlt die Qualität


    In der FCK-Offensive fehlt die Qualität

    Der FCK kann erneut nicht gegen eine Mannschaft aus dem Tabellenkeller gewinnen. Ganz überraschend kommt das allerdings nicht. Es mangelt vor allem an Präzision.


    Nach zuletzt enttäuschenden Auftritten in fremden Stadien zeigte der 1. FC Kaiserslautern im darauffolgenden Heimspiel meist eine deutlich bessere Leistung. So sollte auch die magere Nullnummer in Regensburg schnell vergessen gemacht werden. Das Spiel gegen Hansa Rostock vor 42.795 Zuschauern brachte dagegen wieder große Ernüchterung. Gegen einen extrem defensiv eingestellten Gegner fiel dem FCK über die gesamte Spielzeit erneut nicht viel ein, beim Gegentor befand man sich sogar im Tiefschlaf. Nach dem sicheren Klassenerhalt scheint es fast so, als würde die Mannschaft in "Highlightspielen" wie gegen Heidenheim oder den HSV anders auftreten als bei "Pflichtaufgaben" wie Regensburg oder eben Rostock. Doch Nachlässigkeiten werden in der 2. Liga bislang gnadenlos bestraft.

    Handzahme Rote Teufel


    Die Mannschaft von Dirk Schuster startete zwar schwungvoll in die Partie, doch mehr als ein laues Lüftchen war es am Ende nicht. Zu ungenau und überhastet waren viele Aktionen der Roten Teufel, auch im Abschluss fehlte die letzte Überzeugung, den Ball im Tor unterzubringen. Einsatz und Laufbereitschaft waren nicht zu übersehen, die Mannschaft bemühte sich, mehr aber auch nicht. Es schien fast so, als würde sich Schusters Elf im Schongang präsentieren, die letzten entscheidenden Prozente fehlten. So auch beim Gegentor. Normalerweise gehört Boris Tomiak zu einem der unangenehmsten Gegenspieler für einen Stürmer. Eng am Mann und giftig im Zweikampf, doch vor dem Gegentreffer gab Tomiak nur halbherzig Begleitschutz und es folgte eine Aneinanderreihung unglücklicher Aktionen. Umso ärgerlicher, dass das Gegentor die einzige wirklich gefährliche Aktion der Gäste war. Sie zeigt, wie viel in diesem Spiel möglich gewesen wäre.

    Schema A und dann?


    Ja, der FCK hatte mehr Ballbesitz, war die spielbestimmende Mannschaft und hat bis auf das Gegentor nichts zugelassen. Doch die Lautrer schießen kaum noch Tore. In den letzten elf Spielen blieben die Pfälzer sieben Mal ohne eigenen Treffer. Mit Terrence Boyd war laut Hansa-Trainer Alois Schwartz ein echter "Unterschiedsspieler" nach seiner Gelbsperre wieder dabei, doch konnte er kaum in Szene gesetzt werden. Auch der typische "Schusterball", der lang geschlagene Bälle auf Boyd vorsieht, kam nicht zur Entfaltung, da die hochgewachsenen Abwehrspieler der Rostocker in der Luft leichtes Spiel hatten. Ist Boyd aus dem Spiel genommen, fehlt die offensive Durchschlagskraft. Wird Boyd aus dem Spiel genommen, fehlt den Lautrern die offensive Durchschlagskraft. So wirkte der FCK insgesamt zu ideenlos und das Spiel glich eher einem Handballspiel, bei dem die Bälle sinnlos um den Strafraum der Gäste herumgeschoben wurden.


    Nicht erst seit dieser Saison tun sich die Roten Teufel gegen Mannschaften, die sich hinten reinstellen und dem FCK quasi den Spiegel vorhalten, enorm schwer. Denn die Spielweise des FCK ist gar nicht so anders. Auch die Lautrer agieren aus einer sehr kompakten Defensive heraus und sind damit sehr erfolgreich. In den Spielen, in denen sich der FCK in die eigene Hälfte zurückziehen konnte, hat die Mannschaft ihre Punkte geholt - gegen Mannschaften, gegen die der FCK spielen "musste", fehlen Lösungen und spielerische Ansätze.


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    Flügelspiel muss intensiviert werden


    Doch es war nicht alles schlecht, was die Mannschaft gegen Rostock bot. Mit Blick auf die sportliche Weiterentwicklung gab es durchaus vielversprechende Ansätze, die tief stehenden Gäste zu überwinden. Es war allen voran Außenstürmer Aaron Opoku, dem es durch hohes Tempo und Schnelligkeit immer wieder gelang, in den Strafraum einzudringen. Doch leider fehlte auch ihm zu oft die nötige Präzision im Abschluss oder beim finalen Pass.


    Eine der aktuell am meisten diskutierten Personalien ist Philipp Klement, der das Spiel der Pfälzer mit seiner Spielanlage deutlich beleben kann und auch gegen Rostock nach seiner Einwechslung einer der Aktivposten war. Dirk Schuster dürfte in den kommenden Wochen nicht umhin kommen, den Spielmacher in die Startelf zu berufen. Das Spiel der Roten Teufel bekommt durch den 30-Jährigen eine ganz andere Dynamik - und auch Spieler wie Marlon Ritter profitieren davon, wenn die Mannschaft spielerische Lösungsansätze sucht. Auch der verletzte Nicolas de Preville hätte diesem Spiel gut getan. Es würde der Einsatzbereitschaft der Mannschaft nicht gerecht werden, ihr unter dem Strich eine schlechte Leistung zu attestieren. Was den Lautrern allerdings schon seit Wochen abgeht, ist die Präzision im letzten Drittel.

    "We have a grandios Saison gespielt"


    Trotz der momentanen Enttäuschung und der vermeintlichen 'Leistungskrise' darf eines nicht vergessen werden: Der FCK spielt nach wie vor eine klasse Saison, hat als Aufsteiger fünf Spieltage vor Schluss den Klassenerhalt auch rechnerisch sicher und befindet sich noch in Schlagdistanz zum vierten Tabellenplatz. Jetzt alles in Frage zu stellen, wäre falsch und vermessen. Thomas Hengen wird wissen, welche Schlüsse er aus dieser Saison ziehen muss. Der 1. FC Kaiserslautern wird in der Sommerpause personell nachlegen müssen, um sich auch in der kommenden Saison erfolgreich gegen den Abstieg zu stemmen


    Vier Partien liegen noch vor den Roten Teufeln. Vier Partien, um alles aus sich herauszuholen und mit einem positiven Gefühl in die Pause zu gehen. Mit Nürnberg, Bielefeld, Karlsruhe und Düsseldorf warten Gegner, die sich keinesfalls nur auf die Verteidigung konzentrieren und dem FCK daher deutlich besser liegen dürften.


    Quelle: Treffpunkt Betze


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    Diskussionsthema zum Artikel: "Krank und geil": Der Wahnsinn geht weiter!


    "Krank und geil": Der Wahnsinn geht weiter!

    Als hätte es die lange Winterpause nie gegeben, macht der FCK einfach da weiter, wo er im November aufgehört hat: Mit einem Auswärtssieg nach eigenem Rückstand. Ein Auftakt nach Maß.


    Nach der langen Winterpause war die Vorfreude auf die Auswärtspartie bei Hannover 96 schier unermesslich. Genau elf Wochen war es her, als der 1. FC Kaiserslautern gegen Fortuna Düsseldorf sein letztes Pflichtspiel bestritt. Dabei hätten die Roten Teufel im November 2022 gut und gerne weiterspielen können - so unglaublich war die Serie der Pfälzer. Aus fünf Spielen vor der WM-Pause holte der FCK beeindruckende 13 Punkte und beendete die Hinrunde mit einen fantastischen vierten Platz. Die Rolle des kleinen Aufsteigers oder die des Underdogs mussten die Lautrer mit Beginn der Rückrunde dementsprechend ablegen. Und die Roten Teufel taten dies am Samstagabend auf eine beeindruckende Art und Weise. Das Spiel in Hannover zeigte wieder einmal, was den FCK derzeit so stark macht.

    Individuelle Fehler werden erneut bestraft


    Dabei gab es vor dem Spiel weniger erfreuliche Nachrichten. Mit Winterneuzugang Nicolai Rapp und Philipp Klement fielen zwei zentrale Säulen aufgrund von muskulären Problemen kurzfristig aus. Auch für Marlon Ritter, der große Teile der Vorbereitung verpasste, reichte es noch nicht für 90 Minuten und einen Einsatz von Beginn an. Die Ausfälle kompensierte Cheftrainer Dirk Schuster durch eine Doppelsechs aus Julian Niehues und Boris Tomiak. Daniel Hanslik übernahm für Klement im offensiven Mittelfeld. Daraus resultiere, dass dem FCK natürlich die kreative und spielerische Komponente fehlte. "Das hat unseren gedanklichen Plan heute Morgen etwas durcheinander geworfen. Aber die Spieler, die dafür hereinkamen, haben das sehr ordentlich gemacht und gezeigt, dass wir einen kleinen, aber sehr feinen Kader haben", bewertete Diik Schuster die kurzfristigen Ausfälle.


    Besonders in der Defensive machte die Doppelsechs im Zusammenspiel mit den Innenverteidigern Kevin Kraus und Robin Bormuth einen bärenstarken Job und sorgte damit vor allem im Zentrum für Ruhe. Die Hausherren aus Hannover hatten zwar erwartungsgemäß mehr Spielanteile, fanden gegen die stabile Defensive des FCK jedoch kaum ein Durchkommen. Doch so gut die Abwehrreihe der Gäste auch stand, so wenig ging für die Roten Teufel im Spiel nach vorne. Zu viele Fehlpässe und ungenaue Flanken verhinderten ernstzunehmende Möglichkeiten, um in der Offensive für Torgefahr zu sorgen. Über weite Strecken der ersten Hälfte agierte Schusters Mannschaft auf bekannte Art und Weise: Abwarten, den Fokus auf die Defensive legen und dann auf den entscheidenden Moment warten. Eine Aneinanderreihung von mehreren indviduellen Fehler durchkreuzte diesen Plan. Zunächst klärte Kevin Kraus einen Ball in der Bähe des eigenes 16ers viel zu fahrig - den erneuten Ballgewinn der Hausherren ließen die Lautrer einfach gewähren. So tanzte sich Hannovers Derrick Köhn, ohne entscheidend angegriffen zu werden, durch die Abwehrreihe des FCK. Bei seinem Schuss machte dann auch noch Andreas Luthe eine unglückliche Figur.

    Brutale Effektivität und Mentalität


    Wenn eine Mannschaft einen Rückstand drehen kann, dann sind es die Roten Teufel. Dirk Schuster muss während der Kabinenansprache zum wiederholten Male die richtigen Worte gefunden. “Das haben wir in einer ganz sachlichen und ruhigen Atmosphäre besprochen“, äußerte Lauterns Cheftrainer nach der Partie. Neben der unglaublichen Moral kam gleich zu Beginn der zweiten Hälfte die nächste große Stärke der Lautrer voll zum Tragen. Einen Eckball verlängerte Boris Tomiak auf den zweiten Pfosten, wo Julian Niehues goldrichtig stehend per Kopf den schnellen Ausgleichstreffer zum 1:1 erzielte. Dies war bereits das 11. Standardtor in dieser Saison. Ein Spitzenwert in der zweiten Liga. Auch wenn Hannover nach wie vor mehr Ballbesitz hatte, wurde der FCK zunehmend aktiver, drängte die 96er immer mehr in die eigene Hälfte und trat deutlich präsenter in den Zweikämpfen auf.


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    Plötzlich brachte der FCK auch seine spielerischen Qualitäten zum Vorschein und setzte einen Konter um, der demnächst im Trainerhandbuch unter dem Begriff "Weltklasse" zu finden ist. Einen überragenden Ballgewinn krönte Aaron Opoku mit einem genialen Diagonalpass auf Hendrick Zuck, der fast aus dem Stand mit einer traumhaften Flanke über die Hannoveraner Abwehr Terrence Boyd fand und dieser eiskalt per Volley zur Führung traf. Mitten ins Herz, mitten in den Winkel. Völlige Ekstase bei Mannschaft und den rund 8.000 mitgereisten Fans. "Das ist krank", bei einem solchen Gegner so zurückzukommen, urteilte Torschütze Terrence Boyd.


    Wieder einmal zurückgekommen und ein Spiel gedreht. „Wir wissen, dass wir immer wieder zurückkommen können und machen dann das 1:1 und kommen dann in einen Rausch, mit den Fans im Rücken“, so Julian Niehues über die Comeback-Qualitäten seiner Mannschaft. Im Anschluss ging Hannover 'All-In', der FCK zog sich etwas zurück, doch mit großem Einsatz und Leidenschaft verteidigten alle Spieler aufopferungsvoll die Führung. Kam Hannover zum Abschluss, stand Andreas Luthe diesmal als sicherer Rückhalt zur Stelle, der kurz vor Schluss mit einer Monsterparade den Ausgleich verhinderte. Auf den Gegenseite machte der eingewechselte Philipp Hercher nach einem weiteren Bilderbuch-Konter und einem überragenden Turbo-Lauf den Deckel zum entscheidenen 3:1 drauf. Aufsichtsratsmitglied Hans-Peter Briegel zog ein kurzes, dafür emotionales Fazit: "Das war das geilste Spiel der Saison".

    Lautern at its best


    Wieder einmal hat die Mannschaft eindrucksvoll bewiesen, warum es so schwer ist gegen sie zu spielen und noch schwerer zu gewinnen. „Die Mannschaft lebt extrem vom Zusammenhalt und der Geschlossenheit“, äußert sich Dirk Schuster über die Stärken seines Teams. Mit den Ausfällen von Rapp und Klement fehlte den Gästen natürlich spielerische Qualität, dennoch wusste die Mannschaft dieses Fehlen mit Einsatz und Moral zu kompensieren. Fällt ein wichtiger Spieler aus, fügt sich der Ersatzmann nahtlos ein. Das spricht besonders für einen ausgeglichenen und gut zusammengestellten Kader.


    Doch noch bemerkenswerter als der Teamgeist ist die Einstellung des Teams. Diese Mannschaft kennt das Wort 'aufhören' einfach nicht. Jeder Spieler, ob auf oder neben dem Platz, gibt immer alles und kämpft um jeden Zentimeter. Zudem hat sich der FCK in der Hinrunde zu einem äußerst unangenehmen Gegner entwickelt, der sehr 'eklig' zu bespielen - dabei jedoch keinesfalls unsportlich zu Werke geht. Wie zu den besten Lautrer Zeiten haben die Gegner wieder Respekt und wissen ganz genau, was auf sie zukommt. Genau diese Eigenschaften treiben regelmäßig tausende von FCK-Fans in die Stadien der zweiten Liga. Die Fangemeinde der Roten Teufel steht hinter ihrem Verein wie schon lange nicht mehr, was rund 8.000 Fans in Hannover eindrucksvoll bewiesen und damit abermals den absoluten Wahnsinn des FCK verdeutlicht haben. Trotz der ganzen Euphorie ist es wichtig, zurückzuschauen und sich bewusst zu werden, wo dieser Verein vor anderthalb Jahren stand. Umso wichtiger ist es, die 40-Punkte-Marke so schnell wie möglich zu erreichen. Alles andere ist Bonus.


    Quelle: Treffpunkt Betze


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