Donnerstag, 31. Januar: Hendrick Zuck wechselt (FCK Pressemitteilung)

  • CMotsch82man
    Ich weiss, es wird nicht Deine Absicht gewesen sein, aber Deine Auflistung macht, wenn Du von den Sommertransfers noch Gil und Itay hinzunimmst deutlich wie wirklich absolut fatal die Transferpolitik des Vereins gewesen ist, von Haijri ganz zu schweigen den Du unterschlagen hast. Von all den von Dir genannten hat sich nur Ariel für diese Saion in der 2. Liga empfehlen können, ne solche Quote kann/darf man sich einfach nicht leisten, aber das sagt ja auch SK.


    @Luzifer
    Ich denke keiner stellt infrage, dass Drazan und Weiser gute Fussballer sind, aber im Gegensatz zu Zuck haben sie noch nicht beweisen können, ob sie uns helfen oder nicht. Er hingegen hat es diese Saison mit 4 zum Teil entscheidenen Toren bewiesen, sonst wären wir heute 7 Punkte weiter hinten. Wenn er unbedingt weg wollte, ok dann hat man ihn sicher zu nem guten Preis verkauft, unbestreitbar. Aber auch dann ist es absolut legitm wie von Maggo, nach den Gründen dafür zu fragen und für mich hat Zuck darauf auch selber die Antwort gegeben, nämlich die eines "klaren Konzepts" bei Freiburg, die ja schon länger erfolgreich auch aufgrund wirtschaftlicher Zwänge konsequent auf junge Spieler setzten (Durchschnittsalter Gesamtmannschaft 24,2 Jahre, Durchschnittsalter der Neuverpflichtungen 21,4 Jahre).

    „Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme.“ Thomas Morus

  • traveller
    Meine Absicht war nicht zu bestreiten, dass die Wintereinkäufe im letzten Jahr fatal waren. Sondern vielmehr beide Wintertransfers (dieses und letztes Jahr) gegenüberzustellen. Letztes Jahr war es einzig und allein Wagner und Yahia, die zu diesem Zeitpunkt als ja ich sage mal "Verstärkung" angesehen werden konnten. . Wie sich Borysiuk (der ja fast in Brügge gelandet wäre) in die Mannschaft einfindet konnte man nicht wirklich ahnen. Ansonsten war mit Swierczok und Jörgensen höchstens Perspektivspieler (Talente) verpflichtet worden. Demgegenüber haben wir mi Hoffer, Köhler, Karl, Löwe mindestens vier (mit Drazan evtl. fünf) "fertige" Erst- bzw Zweitligaspieler geholt. Haijri kam erst im Sommer da es mir um Wintertransfers ging, denke ich nicht, dass ich den unterschlagen habe.


    Das "klare Konzept" von Freiburg musste über Jahre reifen, das kannst du nicht für die restlichen 15 Spielen mit dem Ziel Aufstieg kopieren. Freiburg verfolgt dieses Konzept schon seit sehr langer Zeit, nicht erst seit Christian Streich dort Trainer ist. Für dieses Konzept braucht man Geduld auch von Seiten der Fans. Das kann auch bedeuten, wie es mit Freiburg ja auch schon war, dass man eine Art "Fahrstuhlmannschaft" ist. Freiburg hat immer junge Spieler ausgebildet und sie dann gewinnbringend an größere Vereine verkauft. Gewissermaßen das, was wir jetzt mit Zuck gemacht haben. Und auch Freiburg wird ihn wahrscheinlich in zwei drei Jahren gewinnbringend an Dortmund oder Leverkusen verkaufen.


    Und wenn ich Beiträge lese wie "14 Siege und 1 Remis sind Pflicht, sonst brennt der Baum" glaube ich nicht, dass dieses Konzept lange bei uns Bestand hätte.

    Wer die Menschlichkeit vergisst, weil man anderer Meinung ist, der schlägt der Freiheit ins Gesicht.

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  • CMotsch82man
    Dann war mir nicht deutlich, dass es Dir nur um die Wintertransfers ging, was aber an dem grundsätzlichen Ergebnis der Transferpolitik der letzten Jahre ändert das leider gar nichts. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass wir dringend einen professionellen Sportdirektor brauchen, was natürlich auch keine Garantie für nur gelungene Verpflichtungen ist, aber er könnte SK in dem Bereich entlasten.


    Was das Freiburger Konzept betrifft und ich denke nicht, das ich ausgedrückt habe, dass dies in den folgenden 15 Spielen umzusetzen sei, bin ich im übrigen ganz bei Dir, dass dauert lange, benötigt wie Du richtig sagst Ausdauer bei Fans und Verein. Nur sollte man damit irgendwann einfach mal anfangen, weil es auch nicht so finanzstarken Vereinen die Chance bietet erfolgreich zu sein. Sicher kann das auch mal zu ner "Fahrstuhlmannschaft" führen, aber das ist bei uns ja auch ohne so ein Konzept so, wie man leider sieht. Wir haben ja auch junge Spieler verpflichtet, wie z.B. Kuba letztes Jahr, aber statt dem Jungen diese Saison ne Chance in der 2 Liga zu geben und seine Integration hier zu fördern, wird er nach Polen verliehen. Er hat mir bei den wenigen Einsätzen gar nicht schlecht gefallen, die man ihm in der damals schwierigen Situation vielleicht auch zurecht nur zugestanden hat, weil ja der Abstieg verhindert werden sollte. Diese Saison wären eigentlich deutlich bessere Voraussetzungen gewesen. Oder nimm Nsor, warum verpflichte ich ihn, wenn man ihm nicht die Chance gibt sich hier im Profikader zu beweisen. Das verlangt Vertrauen und Ausdauer, denn natürlich wird er uns nicht sofort helfen können. Klar kann ich ihm über ne Leihe Spielpraxis verschaffen, aber dann doch bitte in ner deutschsprachigen Liga, was auch noch der Integration förderlich ist.


    Zu dem Beitrag 14+1 gebe ich Dir zu 100 % recht, da wäre ein allgemeines Umdenken notwendig.

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  • Der Beginn mit jungen Spielern aus den eigenen Reihen ergänzt mit ein paar jungen aus europäischen Ligen war der richtige Weg. Aber je mehr das Lied von den dringend benötigten zusätzlichen "erfahreren" Spielern gesungen und dann auch in die Tat umgestzt wurde, um so schwieriger wurde die Situation. Der Druck auf alle Beteiligte wuchs durch eigenes Verschulden und dann kam wieder das alte Verhaltensschema, das nachweislich nicht zum dauerhaften Erfolg geführt hat zur Anwendung.
    Auf Dauer haben wir nur eine Chance uns in der 1.Liga zu etablieren, wenn nicht im 6 Montatsrhythmus alles durcheinander gewürfelt wird und die Änderungen im Kader sich auf zwei bzw. maximal drei Spieler beschränken.

  • wieriger wurde die Situation. Der Druck auf alle Beteiligte wuchs durch eigenes Verschulden und dann kam wieder das alte Verhaltens


    Der Beginn mit jungen Spielern aus den eigenen Reihen ergänzt mit ein paar jungen aus europäischen Ligen war der richtige Weg. Aber je mehr das Lied von den dringend benötigten zusätzlichen "erfahreren" Spielern gesungen und dann auch in die Tat umgestzt wurde, um so schwieriger wurde die Situation. Der Druck auf alle Beteiligte wuchs durch eigenes Verschulden und dann kam wieder das alte Verhaltensschema, das nachweislich nicht zum dauerhaften Erfolg geführt hat zur Anwendung.
    Auf Dauer haben wir nur eine Chance uns in der 1.Liga zu etablieren, wenn nicht im 6 Montatsrhythmus alles durcheinander gewürfelt wird und die Änderungen im Kader sich auf zwei bzw. maximal drei Spieler beschränken.


    Also 2-3 Transfers haben ja schon Teams bei denen es sehr erfolgreich läuft. Ich gehe jede Wette ein, dass die Vereine im Sommer im Schnitt mehr als 3 Transfers tätigen. Man kann das nicht an einer Zahl gestmachen, sondern muss einfach sehr gut einschätzen, welche Positionen wirklich Verstärkung brauchen und dann natürlich einen guten Mittelweg finden sowohl Spitze als auch Breite des Kaders immer möglichst zu verstärken.


    Viele Transfers müssen nichts schlechtes sein, entscheidend ist halt die Quote der Treffer die man landet. Es muss ein paar Konstanten im Team geben, da gebe ich dir recht, aber hoffentlich vor allem im Vorstand und auf der Trainerbank. Hier muss ein klares Konzept stehen, dann finden sich neue Leute auch besser in ein solches ein. Genauso muss im Kader ein gesunder Ausgleich an jungen und erfahrenen Spielern herrschen.


    Der SC Freiburg ist für mich das perfekte Beispiel. Da steht seit Jahren ein Konzept, das Team ist eine gute Mischung an verschiedenen Spielern und da verstehe ich es sehr gut, wieso ein Hendrick Zuck da bock drauf hat.


    Aber selbst in Freiburg hast du im Sommer regelmäßig kleinere Umbrüche zu vollziehen, man wird immer angewiesen sein Lücken im Kader zu schließen. In der 1.Liga etablierst du dich, wenn du auf Dauer das richtige Konzept hast, selbst wenn du häufiger viele Spieler auswechselst.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft. (Jean Paul Sartre)

  • Ich lese immer Freiburg und ihr Konzept. Ich kann sie gut leiden, aber sie haben in unserer Abstiegsaison auch "konzeptlos" einige Spieler rausgefegt und ein Cissé im Winter verkauft. Und dieser Verlust war mit Zuck in dieser Saison bei uns bei weitem nicht zu vergleichen. Das Geschrei bei uns hätte ich hören wollen. Freiburgs Glück war, dass sie auf Christian Streich zurück greifen konnten und sonst garnix. Ohne Streich wären sie eindeutig mit in die zweite Liga gegangen.

    Einmal editiert, zuletzt von Rübennase ()

  • Der Beginn mit jungen Spielern aus den eigenen Reihen ergänzt mit ein paar jungen aus europäischen Ligen war der richtige Weg. Aber je mehr das Lied von den dringend benötigten zusätzlichen "erfahreren" Spielern gesungen und dann auch in die Tat umgestzt wurde, um so schwieriger wurde die Situation. Der Druck auf alle Beteiligte wuchs durch eigenes Verschulden und dann kam wieder das alte Verhaltensschema, das nachweislich nicht zum dauerhaften Erfolg geführt hat zur Anwendung.
    Auf Dauer haben wir nur eine Chance uns in der 1.Liga zu etablieren, wenn nicht im 6 Montatsrhythmus alles durcheinander gewürfelt wird und die Änderungen im Kader sich auf zwei bzw. maximal drei Spieler beschränken.


    Ich denke so ein Konzept ist bei uns nur schwer umsetztbar. Soll doch mal einer bei uns versuchen zu sagen, er wolle eine junge Mannschaft aufbauen und dann vielleicht 3 Jahre zweite Liga dafür in Kauf nehmen um dann anzugreifen. Sobald sich die Mannschaft im Mittelfeld wiederfindet wird das Geschrei und der Druck so groß, das der Trainer irgendwann entlassen wird. Und dann geht alles von vorne los. Unser Umfeld ist einfach viel zu nervös um so ein Konzept auch nur in Gang zu bringen!

    Wir sind Lautre....gebt's uff die Fress!