Roundhouse-Kick: Unser etwas anderer Wochen-Rückblick

  • und was genau möchtest du damit sagen?

    "Heute sieht er die erfahrenen Spieler im Lautrer Kader in der Pflicht, voranzugehen. Gerade in der Saisonendphase, wo es gilt die Nerven im Griff zu behalten, sollten seiner Meinung nach Mike Wunderlich, Jean Zimmer oder auch er selbst eine Stütze für die jüngeren Mitspieler sein. Wenn der Vizekapitän dann auch endlich eine Aufstiegsparty miterleben darf, kommt es wohl zu einer klassischen Win-Win-Situation"


    Zuck war mit der schlechteste unter den schlechten bei diesem Spiel, nix mit vorangehen und führen....


    nur ein Gedanke wenn ich das enttäuschende Spiel Revue passieren lasse

  • Henke kann gar nichts, außer Bälle aufpumpen und dumme Sprüche um von seinen Unzulänglichkeiten abzulenken....dagegen war Frontzeck noch ein Kracher...ansonst, der obige Beitrag wurde wohl dem Dortmund Kick erstellt

    was glaubst Du, was andere von dieser Äußerung Deinerseits halten ? (Intelligent oder ?).

    koha

  • Wenn ich an Henke als unseren Trainer zurückdenke,bekomme ich jetzt noch das kalte Grausen. Mit ABstand einer unseren schlechtesten Trainer gewesen

  • Diskussionsthema zum Artikel: Roundhouse-Kick: Der Kampf gegen Windmühlen


    Roundhouse-Kick: Der Kampf gegen Windmühlen

    Heute im Roundhouse-Kick: Der 1. FC Chaoslautern meldet sich zurück, Ruben Jenssen beweist ein Kämpferherz und das Lautrer NLZ bangt um seine sportliche Zukunft.


    Unser hashtag der Woche: #arschhochkriegen. Der SV Meppen hatte es so schön angerichtet. Durch den 3:2 Erfolg der Emsländer gegen Eintracht Braunschweig hätten die Roten Teufel mit einem Dreier in Köln noch einmal gehörig Druck aufbauen können. In einem besorgniserregenden Rückfall in alte Zeiten ging die Mannschaft von Marco Antwerpen im Sportpark Höhenberg aber verdientermaßen als Verlierer vom Platz und muss nun in der Relegation nachsitzen. Dennoch haben die Roten Teufel bisher eine hervorragende Saison gespielt. Wenn man vor einem Jahr die Relegationsteilnahme vorhergesagt hätte, hätte wohl jeder, der es mit dem FCK gut hält, unterschrieben.


    Dass die letzten drei Spiele zu einer großen Enttäuschung geführt haben, ist natürlich nachvollziehbar. Dass nun aber in aller Öffentlichkeit darüber diskutiert wird, Marco Antwerpen kurzfristig abzulösen, ist ein ganz übler Rückfall. Ausgerechnet vor den zwei wichtigsten Spielen der jüngeren Vereinsgeschichte glänzt der FCK aka 1. FC Chaoslautern mit hausinternen Problemen. Der Boulevardpresse geht das Herz auf, den Fans jedoch stockt der Atem. Es entwickelte sich alles in die richtige Richtung und zum denkbar unpassendsten Zeitpunkt reißt man mit dem Hintern das ein, was mit den Händen aufgebaut wurde. Ob die vergangenen 48 Stunden hilfreich waren, um die Nackenschläge der letzten drei Spieltage zu verarbeiten, den Allerwertesten hoch zu bekommen und zu beweisen, dass auch Platz drei zum Aufstieg reichen kann, ist eher fraglich. Alles was rund um den FCK und in der letzten Woche sonst noch wichtig war - hier in unserem Wochen-Rückblick.


    1. Hinten ist die Ente fett: Marco Antwerpen war vor dem Spiel in Köln bemüht, das Positive der bisherigen Saison in den Vordergrund zu stellen. Natürlich wurden die Roten Teufel durch die Niederlagen in Wiesbaden und gegen Dortmund arg zurückgeworfen. Zu einer fairen Betrachtung gehört allerdings der Blick auf die gesamte Spielzeit. Und da lässt sich feststellen, dass die Verantwortlichen im Verlauf der Saison sehr viel richtig gemacht haben. Ein Gesamturteil, das auch nach dem Spiel in Köln Bestand hat. Allerdings muss die spielfreie Zeit für eine intensive Aufarbeitung der Missstände genutzt werden. Persönliche Befindlichkeiten - sofern vorhanden - müssen hinten angestellt und alles dem Erfolg in den Relegationsspielen gegen Dynamo Dresden untergeordnet werden.


    Antwerpen: "Nach vorne gucken, kämpfen, dranbleiben"


    2. Machen ist wie wollen – nur krasser: Marlon Ritter zeigte sich nach dem Spiel gegen die Zweitvertretung von Borussia Dortmund sehr enttäuscht. Gegen die Schwarzgelben sei es einfach zu wenig gewesen, in Köln wäre die Mannschaft in der Pflicht, drei Punkte zu holen. Man müsse wieder geil darauf sein, „asozial“ zu spielen, so der Mittelfeldspieler. Heute, zwei Tage nach dem Gastspiel in der Domstadt, sind alle deutlich schlauer und es drängen sich Fragen auf. Betrachtet man nämlich die letzten beiden Spiele, kommt man zu dem Ergebnis, dass das Spiel gegen die Jungborussen sogar noch das bessere war. Wann darf denn mit der Umsetzung der guten Vorsätze gerechnet werden? Der Lustlos-Sommerkick der ersten Halbzeit gegen die Viktoria lässt einem Angst und Bange werden. Dynamo Dresden ist in seiner aktuellen Form bestimmt nicht unschlagbar. Aber so ein bisschen kämpfen wird man dann schon noch müssen.


    Ritter: "Wir sind geil drauf, asozial zu spielen"


    3. Viel Luft nach oben im NLZ: Für die Lautrer Nachwuchskicker läuft die aktuelle Spielzeit eher suboptimal. Nachdem die U17 vor zwei Wochen schon den Abstieg aus der B-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest zu verkraften hatte, trifft nun die U19 bei den A-Junioren das gleiche Schicksal. Dass die Betzebuben letztlich nur an der schlechteren Tordifferenz scheiterten, ist ein schwacher Trost. Die dritte Nachwuchsmannschaft mit erheblichen Sorgen ist die U21 des FCK. Die Mannschaft von Peter Tretter versäumte es, sich frühzeitig zu retten und kämpft nun in der Abstiegsrunde der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar um den Klassenerhalt. Wenigstens ein Happy End im NLZ wäre zum Saisonende schön.


    U19 steigt in die Regionalliga ab


    4. Ich sehe was, was Du nicht siehst: Robert Reisinger, Präsident der Münchner Löwen, ist fast ein Fußballfachmann. Schon letzten Montag sagte er die Lautrer Nullnummer bei Viktoria Köln voraus. Und weil er so in seine Glaskugel vertieft war, schaute er auch gleich nach dem prophezeiten Schicksal seiner 60er. Dass die Spiele in Magdeburg und gegen Dortmund II nicht einfach werden, erkannte er direkt. Trotzdem sah er zum Saisonende 64 Punkte auf der Habenseite seiner Jungs. Wozu die dann reichen könnten, wollte er auf sich zukommen lassen. Nur doof, dass Magdeburg da nicht mitspielen wollte. Trotz der Meisterschaftsfeier am Tag zuvor schoss der FCM die Münchner mit einem glatten 4:0 aus der MDCC-Arena und beendete damit alle weiteren Rechenspiele Reisingers - zumindest die um Platz drei.


    "Glaube nicht, dass Lautern in Köln was reißt"


    5. B wie Boykott: Dass Ruben Jenssen ein großes Kämpferherz hat, ist rund um den Betzenberg bestens bekannt. Der norwegische Mittelfeldspieler stellte dies in 89 Partien für den FCK immer wieder unter Beweis. Zurück in seiner Heimat und als Spieler von Tromsø IL hat sich der Ex-Nationalspieler nun einen großkalibrigen Gegner zur Brust genommen. Ganz offen klagt er die FIFA und deren WM-Vergabe an Katar an. Der Hartnäckigkeit Jenssens und seines Heimatvereins war es sogar zu verdanken, dass sich der norwegische Fußballverband mit einem möglichen Boykott der Weltmeisterschaft auseinandersetzte. Leider wurde hiervon allerdings abgesehen. Fraglich ist zudem, ob eine Ablehnung der Wikinger mehr als nur Symbolcharakter gehabt hätte. So lange bei den großen Fußballverbänden aus Frankreich, England oder Deutschland das Geld wichtiger ist als die Einhaltung von Menschenrechten, wird sich zunächst gar nichts ändern.


    „Kein Spieler wollte Katar - die Fifa kann nicht machen, was sie will“


    6. Kann man machen, muss man aber nicht: Einige Profis des FC Bayern hatten letzte Woche die grandiose Idee zwei trainingsfreie Tage für einen Trip nach Ibiza zu nutzen. Nach einem 1:3 beim FSV Mainz eine schon etwas ungewöhnliche Maßnahme. Noch ungewöhnlicher jedoch ist die Tatsache, dass sich die Bayern genauso wie alle anderen Bundesligisten noch im Punktspielbetrieb befinden. Für den Serienmeister scheint es wohl nur schwer nachvollziehbar, dass es Mannschaften gibt, die bis zum Ende um ihre Ziele kämpfen müssen und dass es ein Gebot der Fairness ist, eine Bundesligasaison bis zum Abschluss des 34. Spieltags ernst zu nehmen. Nicht anders sind die realitätsfremden Erklärungsversuche der Herren Kahn, Salihamidzic und Nagelsmann zu interpretieren. Dass Bielefeld so gut wie abgestiegen und Hertha nach wie vor nicht gerettet ist, kann man den Bayern jetzt nicht unbedingt anlasten. Aber ohne den Stuttgarter Punktgewinn in der Allianz-Arena wären die Voraussetzungen im Tabellenkeller andere. Fraglich ist, ob Stuttgart so gut war oder der FCB etwas ausgelaugt. So oder so, eine geschickt geplante Mannschaftsfahrt sieht anders aus.


    Nagelsmann: War kein Koma-Saufen


    Quelle: Treffpunkt Betze

  • Diskussionsthema zum Artikel: Roundhouse-Kick: We have a grandios Saison gespielt


    Roundhouse-Kick: We have a grandios Saison gespielt

    Die letzte Woche stand voll und ganz im Zeichen der Abschiede und Trennungen. Aber auch einige Lautrer Urgesteine standen im Mittelpunkt des Geschehens. Unser Roundhouse-Kick.


    Unser hashtag der Woche: #derbetzebebt. In vielerlei Hinsicht ist in Kaiserslautern und rund um den FCK mal wieder die Hölle los. Nach einer beeindruckenden Saison stehen die Roten Teufel auf Platz drei und dürfen gegen Dynamo Dresden um einen der letzten beiden Plätze der zweiten Liga kämpfen. Die Begleitumstände könnten allerdings einfacher sein. Nach der Pleitenserie der letzten drei Spiele sah sich Thomas Hengen gezwungen, der Mannschaft einen neuen Impuls zu geben. Folglich installierte er Dirk Schuster anstelle von Marco Antwerpen als neuen Coach. Ob und wie diese Personalie zündet, wird die Pfalz und das Lautrer Publikum spätestens nächste Woche Dienstag wissen. Alles was rund um den FCK und in der letzten Woche sonst noch wichtig war - hier in unserem Wochen-Rückblick.


    1. Schusterhandwerk am Betzenberg: Mit einem Paukenschlag starteten die Roten Teufel in die vergangene Woche. Direkt nach der Niederlage bei Viktoria Köln kamen erste Gerüchte über eine mögliche Ablösung von Marco Antwerpen auf. Was zunächst als 'total aus der Luft gegriffen' daherkam, nahm - auch durch das beharrliche Schweigen Thomas Hengens - nach und nach mehr Form an. Zunächst sollte dem Vernehmen nach Miro Klose an den Betzenberg zurückkehren, dann hatte man sich angeblich doch entschieden, mit Marco Antwerpen in die Relegation zu gehen. Am Dienstag folgte dann endlich Klarheit: Antwerpen und Döpper mussten weichen - Dirk Schuster, Ex-Nationalspieler und ehemaliger Erfolgscoach von Darmstadt 98, wurde als neuer Mann an der Seitenlinie präsentiert, der den FCK in die Relegation führen wird. Was letztendlich ausschlaggebend für die Trennung von Antwerpen und Döpper war, wird man als Außenstehender vermutlich nie in Gänze erfahren. Was jetzt zählt sind ohnehin einzig und allein die beiden Spiele gegen Dresden. Sollte danach noch etwas aufzuarbeiten sein, bleibt dafür in der Sommerpause noch genügend Zeit.


    Relegation gegen Dynamo Dresden – „Wir wissen, was uns erwartet“

    Chaoslautern kann immer noch aufsteigen


    2. Ein Fuchs muss tun, was ein Fuchs tun muss: Aus einem FCK-Gremium scheidet man scheinbar nie nach Ablauf einer Wahlperiode aus - man tritt irgendwann zurück. Jüngstes Beispiel ist Fritz Fuchs. Dieser wollte das Aus von Marco Antwerpen nicht ohne weiteres hinnehmen. Das Lautrer Urgestein hat dem Coach zwar maximal durch eine Enthaltung bei der entscheidenden Abstimmung den Rücken gestärkt, sieht aber die Art und Weise, wie man sich nun von Antwerpen löste, nicht mit seinen Werten vereinbar. Mit sofortiger Wirkung legte er am Dienstag seine Ämter im Aufsichts- und Beirat nieder. Nach der Berufung von Daniel Stich und der damit kurzzeitigen Aufstockung des Aufsichtsrats auf erneut fünf Mitglieder, steht Rainer Keßler als Aufsichtsratsvorsitzender nun ein weiteres Mal vor einer Entscheidungsfindung bezüglich der Zusammensetzung seines Gremiums. Von Langeweile geplagt dürfte Keßler nicht gerade sein.


    FCK-Beiratsvorsitzender Rainer Keßler zu Rücktritt und Nachfolge von Fritz Fuchs


    3. Geht's raus, spielt's Fußball: Andy Brehme hat sich bei den Kollegen von ran die Mannschaft der Roten Teufel zur Brust genommen. Der Weltmeister von 1990 ist maßlos enttäuscht von den letzten drei Auftritten der Männer in Rot. Das Spiel in Köln hat sich Brehme vor Ort angeschaut und seine Bewertung der Partie ist deckungsgleich mit der von Thomas Hengen. Dort sah er einen hochverdienten Sieg der Hausherren und stellte unmissverständlich fest, dass es ab sofort keine Ausreden mehr geben darf. Die Spieler sind gefordert, alles für den Verein und die gesamte Region zu geben. Ziemlich viel Floskelwerk, unrecht hat Andy trotzdem nicht. Dass die Jungs all das können, wissen wir alle, nun gilt es die Fähigkeiten auch wieder auf den Platz zu bekommen.


    Andreas Brehme nimmt Mannschaft vor dem Relegationsspiel in die Pflicht


    4. Wenn am Wochenend' die Massen… : Die Relegationsspiele zur zweiten Liga elektrisieren die Massen. Sowohl für Dynamo Dresden als auch für den 1. FC Kaiserslautern besteht in den beiden Spielen die große Chance, die Saison zu einem guten Abschluss zu bringen. Die Sachsen können den Super-GAU „Abstieg“ nach einer desaströsen Rückrunde doch noch verhindern, die Roten Teufel haben die Chance, eine hervorragende Spielzeit zu krönen. Die Fans beider Lager sind sich der immensen Bedeutung dieses großen Finales natürlich bewusst und machen entsprechend mobil. Die einen wollen gelb gekleidet zu den Spielen erscheinen, die anderen wollen die sächsische Landeshauptstadt „erobern“. Fankultur vom Feinsten!


    In Dresden & Kaiserslautern: Fanszenen machen für Relegation mobil


    5. Sportdirektor mit Drittliganiveau: Ralf Becker ist als Sportchef von Dynamo Dresden einer der Hauptverantwortlichen für die Zusammenstellung des aktuellen Kaders. Dank seiner Fachkompetenz, die er in der Saison 2018/19 schon beim Hamburger SV unter Beweis stellen konnte, erreichten die Dresdner in der aktuellen Spielzeit den 16. Tabellenplatz und treffen nun in der Relegation auf die Roten Teufel. Besonders beeindruckend ist dabei die Rückrunden-Bilanz: Kein einziges Spiel konnte die SGD gewinnen und sicherte sich in den 17 Spielen gerade einmal zehn magere Pünktchen. Eigentlich also genügend Gründe, um sich stillschweigend zurückzuziehen und über das eigene Versagen nachzudenken. So funktioniert das aber nicht bei Ralf Becker. Ganz nach dem Vorbild des Waldhöfers Bernd Beetz oder des Saarbrückers Uwe Koschinat zerreißt sich der Sportchef der Sachsen lieber das Maul über den FCK, um sein eigenes Unvermögen zu verschleiern. Er reiht sich damit nahtlos bei den „Experten“ ein, die verdammt viel Meinung bei sehr wenig Ahnung mitbringen.


    Dynamo-Sportchef Becker stichelt gegen Kaiserslautern


    6. Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei: Zwei Fußballgrößen verabschiedete die Bundesliga am vergangenen Wochenende. "Tante Käthe" und "Susi" ziehen in den Ruhestand. Was sich zunächst nach einem eher unspektakulären altersbedingten Renteneintritt eines rüstigen Damenduos anhört, ist das Ende zweier beeindruckender Karrieren im Profifußball. Ruuuuudi Völler und Michael Zorc mischten über 40 Jahre kräftig im bezahlten Fußball mit und hinterlassen nun große Fußstapfen für ihre Nachfolger. Welcher neue Völler wird künftig Waldi Hartmanns Weißbierkonsum gnadenlos aufdecken? Oder wer soll der neue Zorc sein, der im rauen Profifußballgeschäft so wenig Ecken und Kanten hat, dass ein zehnminütiges Interview mit ihm ganze Kindergartengruppen in den Mittagsschlaf befördert? Fragen über Fragen – und ein Fakt: Alles Gute Tante Käthe, alles Gute Susi!


    Es gibt nur einen Rudi Völler? Quatsch!

    "Am schönsten war der Tag danach": Zorc huldigt BVB-Fans


    Quelle: Treffpunkt Betze

  • Diskussionsthema zum Artikel: Roundhouse-Kick: Scharf wie ein Radieschen


    Roundhouse-Kick: Scharf wie ein Radieschen

    Heute im Roundhouse-Kick: Die Magie einer Grätsche, ein Tränenmeer vor laufender Kamera und lauter alkoholreiche Randgeschichten rund um die Welt des Fußballs.


    Unser hashtag der Woche: #diespannungsteigt. Es knistert rund um Kaiserslautern. Das Saisonfinale und seine Spannung steuern allmählich auf ihren Höhepunkt zu. Am Dienstag folgt die zweite und alles entscheidende „Halbzeit“ gegen Dynamo Dresden. Das Relegationshinspiel konnte zwar eine Antwort auf die kämpferische Leistungswilligkeit der Roten Teufel geben, aber ergebnistechnisch ist auch vor dem Rückspiel noch alles offen. Es sind die berühmten Kleinigkeiten, die am Ende den Ausschlag geben werden. Aber der Fußballgott hat in diesem Jahr schon öfter gezeigt, dass er auch ein Herz für Teufel hat und dem FCK in den wichtigen Momenten zu Seite steht. Alles was rund um den FCK und in der letzten Woche sonst noch wichtig war - hier in unserem Wochen-Rückblick.


    1. Richtiger Mann zur richtigen Zeit am richtigen Ort? Das „Aus“ von Marco Antwerpen und seine Ablösung als Cheftrainer der Roten Teufel durch Dirk Schuster beschäftigte natürlich auch letzte Woche noch die Medienlandschaft. Jérôme Gondorf, der fünf Jahre unter dem Sachsen trainiert hat, ist sich sicher, dass der FCK den richtigen Mann verpflichtet hat. Der Kapitän des Karlsruher SC weiß, dass Schuster weniger auf „Hacke, Spitze - eins, zwei, drei“ steht und lieber Fußball arbeiten statt spielen lässt. Ein anderer Ex-KSCler hatte es vor Jahren schon auf den Punkt gebracht. „So eine schöne Grätsche an der Außenlinie, kann ja auch etwas Magisches haben“, sagte einst Florian Dick. Und wenn einer weiß, was das Lautrer Fan-Herz höherschlagen lässt, dann ja wohl Magic-Flo.


    Duell der Gezeichneten


    2. Gemeinsam für den FCK – gemeinsam für den Aufstieg: Alle, die keine Möglichkeit haben das Relegationsrückspiel vor Ort zu verfolgen und die es am Dienstag zu Hause allein nicht aushalten, können zum Public-Viewing auf den Betze pilgern. Der FCK öffnet die Tore des Fritz-Walter-Stadions und lädt zur gemeinsamen Unterstützung der Mannschaft ein. Der Betzenberg öffnet um 19:00 Uhr, Parkmöglichkeiten sollten auf dem Parkplatz Ost zahlreich zur Verfügung stehen. Und wer auf Nervennahrung nicht verzichten kann, hat das große Glück, dass an den Kiosken Speisen und Getränke angeboten werden.


    Relegation 2022: Public Viewing auf dem Betze


    3. Wir sind von der Westkurv', ihr wisst schon: Die Statistikfreunde von Die falsche Neun küren neuerdings die „Choreo des Monats“. Gewinner des Monats April war die Choreographie der Westkurve vor dem Derby gegen Saarbrücken. „Ein großer Ultra verlässt seine Kurve - Hasemann unvergessen!“, lautete das Motto, mit dem dem nur wenige Tage zuvor überraschend verstorbenen Vorsänger der FCK-Fans gedacht wurde. Eine sehr schöne Anerkennung für die Köpfe, die hinter den Aktionen stecken und regelmäßig sehr viel Zeit und Arbeit in ein gelungenes Rahmenprogramm investieren. Vor den Spielen gegen Borussia Dortmund II und gegen Dynamo Dresden wurden die Zuschauer und Spieler ebenfalls entsprechend eingeheizt, womit der Titel „Choreo des Monats Mai“ durchaus auch nach Kaiserslautern wandern könnte.


    Choreo des Monats


    4. Solang's in Deutschland Fußball gibt, gibt es auch den FCK: Vor 26 Jahren lagen sich die beiden Fußballweltmeister Andy Brehme und Rudi Völler in den Armen. Der Siegtorschütze von 1990 weinte bitterlich vor laufender Kamera und Tante Käthe versuchte ihn zu trösten. Gelingen wollte es ihm nicht. Ebenso wie Brehme versank damals die ganze Pfalz in einem Tränenmeer. Nur Minuten zuvor war das für unmöglich Gehaltene tatsächlich passiert: Der große FCK, die Heimat der 54er Weltmeisterlegenden und der Stolz einer ganzen Region musste den Gang in die zweite Liga antreten! Das Gründungsmitglied der Bundesliga und einer der vier letzten Vereine, die schon beim Startschuss 1963 in der obersten Etage des deutschen Fußballs mitwirbelten, belegte nach dem letzten Spieltag den 16. Tabellenplatz und stieg nach 33 Jahren erstmals ab. Der Pokalsieg, der eine Woche später errungen werden konnte, war nur ein schwacher Trost. Hätte Brehme aber gewusst, dass er sich nur zwei Jahre später noch einmal Deutscher Meister nennen könnte, hätte sich seine Laune wohl schlagartig gebessert.


    Der Tränen-Abstieg des FCK


    5. Der Wortschatz muss raus: Der Präsident der Frankfurter Eintracht haut hin und wieder mal einen Spruch raus. Am Dienstag ließ er im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung mit 800 Gästen die verblüfften Zuhörer wissen, wie sehr er sich den Euro-League-Titel wünscht: „Ich will morgen aus diesem scheiß Pokal saufen, ich will es. Ihr seid nicht hier, um umsonst zu saufen und zu fressen - das, was wir hier machen, ist Doping.“ Und weil Fischer eben Fischer ist, setzte er natürlich noch einen oben drauf. "Ein Europapokal-Sieg ist tausendmal besser als Sex. Weil diese Pokale gibt es verdammt, verdammt selten", sagte der scheinbar hochpotente Mittsechziger. Eine große Kunst besteht aber darin, dass man weiß, wann ein Sprüche-Feuerwerk beendet werden muss. Eine Fähigkeit, die der Frankfurter Boss nicht zu haben scheint: "Es ist ein bisschen einfacher in der Akquisition, wenn du sagen kannst, dass du nicht weißt, ob du gegen Liverpool oder Real Madrid spielst. Das hört sich besser an als Greuther Fürth." Bei allem Respekt, Herr Fischer! Ohne Vereine wie Greuther Fürth oder andere aus ihrer Sicht unterklassigen Teams, könnte ihr „Welt-Club“ keine sportlichen Erfolge feiern. Die „Kleinen“ sind nämlich die, die überhaupt erst einen Wettbewerb ermöglichen. Um es mit Fischers Worten zu sagen: Auch die Eintracht war vor nicht allzu langer Zeit noch der Inbegriff von scheiß Fußball. Etwas Demut wäre also angebracht.


    Eintracht-Präsident Fischer vor dem EL-Finale: „Ich will aus diesem scheiß Pokal saufen“


    6. Gentleman Jake: Jake Daniels, 17-jähriger Jungprofi des englischen Zweitligisten FC Blackpool, hat sich als schwul geoutet. Dass aus dieser Meldung nahezu weltweit ein Ereignis gemacht und der junge Mann für seinen Mut gelobt wird, zeigt eigentlich, dass unsere Gesellschaft noch nicht so weit ist. Das Bekenntnis des Verteidigers einfach hinzunehmen und zur Tagesordnung überzugehen würde eher dafürsprechen, dass wir im Jahr 2022 keine homophoben Gedanken mehr hegen. Aber warum verlinken wir diesen Artikel dann hier? Widersprechen wir uns nicht gerade selbst? Doch, würden wir das Coming-Out in den Mittelpunkt stellen, schon. Wir wollen hier aber die Eltern des Nachwuchskickers feiern und stellen uns die Frage, was wohl das Lieblingsgetränk der Erzeuger war? Etwa Jim Beam, Johnny Walker oder doch der gute alte Jack aus Tennessee? Sollte Jake D. eines Tages in die Fußstapfen von CR7 treten, wird zwangsläufig von „Old Number 7“ gesprochen werden.


    17 Jahre alter Jake Daniels outet sich – als zweiter aktiver Profi weltweit


    Quelle: Treffpunkt Betze

  • Diskussionsthema zum Artikel: Roundhouse-Kick: Egal wie dicht Du bist, Goethe war Dichter


    Roundhouse-Kick: Egal wie dicht Du bist, Goethe war Dichter

    Heute im Roundhouse-Kick: "Party hard" im Pfälzer Wald, "Antes" Kellerbar und Kaderplanung für Fortgeschrittene.


    Unser hashtag der Woche: #derfckistwiederda. Seit Dienstag herrscht in der Pfalz Ausnahmezustand. Während man im Rahmen der Deutschen Meisterschaft und des DFB-Pokalsiegs eher emotionslose „by-the-way-Feierlichkeiten“ verfolgen konnte, zeigten Mannschaft und Fans des FCK wie richtig Gas gegeben wird. Zehntausende feierten den Aufstieg der Roten Teufel und möglicherweise sind noch immer irgendwo entsprechende Partys in vollem Gange. Nach vier Jahren wahrer Hölle heißt es nun also: „Tschüss, Liga des Neids und der Missgunst“ und „Hello again, Zweite Bundesliga“. Alles, was rund um den FCK und in der letzten Woche sonst noch wichtig war - hier in unserem Wochen-Rückblick.


    1. Hey, das geht ab, wir feiern die ganze Nacht: Es gibt Dinge, die lässt man lieber andere beurteilen. Kaum einer würde von sich selbst behaupten, öde und langweilig gefeiert zu haben. So ziemlich jeder sieht sich selbst als den geilsten Keiler auf der Piste, der gerade die beste Party aller Zeiten hinter sich hat und nur knapp einer Alkoholvergiftung entkommen konnte. Also wollen wir an dieser Stelle für etwas Objektivität sorgen und lassen dieblaue24 die Geschehnisse der letzten Tage in und um Kaiserslautern bewerten. Und was sagt uns das Online-Fanportal unserer Freunde vom TSV 1860 München? Unsere Kopfschmerzen und unser Unwohlsein haben wohl tatsächlich nichts mit dem Wetterumschwung zu tun. Die körperlichen Gebrechen haben wir uns scheinbar hart erarbeitet. An dieser Stelle geht ein herzlicher Dank in die bayrische Landeshauptstadt. Ihr habt uns die letzten Zweifel genommen. Wir können es Euch im Mai 2023 hoffentlich nachmachen, wenn wir über die Feierlichkeiten der Löwen berichten.


    Aufstieg mit XXL-Flasche Whiskey: 30.000 Fans feiern FCK-Party


    2. Die Freuden des Marco A.: Für Marco Antwerpen war es nicht leicht, die Relegationsspiele gegen Dynamo Dresden am Fernseher zu verfolgen. Mit gemischten Gefühlen erlebte er den Aufstieg „seiner Jungs“, wie er bei sport1 berichtete. Und dennoch ist er stolz auf das Team und freut sich natürlich riesig, dass am Dienstagabend der Aufstieg in die zweite Bundesliga gefeiert werden konnte. Kann er auch, schließlich haben er und Frank Döpper quasi den Steilpass für Dirk Schuster gegeben, der diesen nur noch versenken musste. Positiver Nebeneffekt für das ehemalige Trainergespann der Roten Teufel: Die Aufstiegsoptionen in ihren Verträgen greifen und somit verlängert sich ihr Arbeitspapier um ein weiteres Jahr. Das dürfte ihnen zumindest aus finanzieller Sicht nicht ungelegen kommen. Durchaus denkbar, dass Mike Wunderlich und René Klingenburg ihren alten Kölner Weggefährten schon besucht haben und in „Antes Kellerbar“ die Aufstiegsfeierlichkeiten fortgesetzt haben.


    FCK-Aufstieg! Das sagt Antwerpen


    3. Ring frei zur Runde 1: Im beschaulichen Maikammer lagen am Dienstag die Nerven komplett blank. Durch den Aufstieg des FCK sahen sich mehrere Fans der Roten Teufel wohl zu lautstarken Feierlichkeiten veranlasst, was offensichtlich einen benachbarten Anhänger des 1. FC Saarbrücken einigermaßen aus der Fassung brachte. Das Resultat: Ein Strafverfahren wegen Körperverletzung und ein Strafverfahren wegen Beleidigung! Man muss vielleicht aber auch mildernde Umstände geltend machen. Dass sich einer der wenigen FCS-Fans bei seiner Wohnsitzwahl ausgerechnet an die Südliche Weinstraße verirrt, war möglicherweise nicht absehbar. Nur gut, dass weitere Streitigkeiten vorerst nicht mehr auftreten werden.


    Fans vom FCK und vom 1. FC Saarbrücken geraten aneinander


    4. Solang's in Deutschland Fuuußball gibt, gibt es auch den FCK: Der SWR nimmt die FCK-Fans auf eine virtuelle Rundfahrt durch die letzten 25 Jahre mit. Beginnend mit dem sensationellen Auswärtssieg des damaligen Aufsteigers beim FC Bayern und der Meisterschaft im gleichen Spieljahr, bis hin zum Existenzkampf in der dritten Liga und dem Happy End in der Relegation. All das, was sich in dieser Zeit rund um den Betzenberg abspielte, lassen sie noch mal Revue passieren. Ein absolut gelungener Rückblick, der auch dem von sich überzeugtesten Betze-Insider zeigt, dass so einige Geschichten und Geschichtchen schon wieder in Vergessenheit geraten sind. In einem Vierteljahrhundert FCK hat sich in Kaiserslautern schließlich mehr ereignet als bei anderen Traditionsvereinen in der kompletten Klubhistorie. Ton an und „scroll on“.


    Mythos Betzenberg


    5. Aufstrebender Profiklub sucht einsatzfreudiges Personal: Thomas Hengen, dem Mann mit dem schwarzen Gürtel in der Kaderplanung, stehen arbeitsintensive Wochen ins Haus. Man wird sich unter der Leitung des Landauers zwar ein Stück weit an etwas Geheimniskrämerei gewöhnen müssen, kann aber auch zuversichtlich sein, dass es ihm gelingt, einen Kader mit Zweitligareife zusammenzustellen. Zunächst gilt es laut Hengen, Leistungsträger der Aufstiegself zu halten. Mit Kenny Prince Redondo und Philipp Hercher konnten mittlerweile schon Nägel mit Köpfen gemacht werden, weitere Vertragsverlängerungen dürften folgen. Über allem steht aber der seriöse Umgang mit den zur Verfügung stehenden Mitteln. Nach der gestrigen Auslosung der ersten DFB-Pokalrunde kann er nun den einen oder anderen Euro mehr in die Hand nehmen. Gegen den SC Freiburg ist einmal mehr mit einem krachvollen Betzenberg und entsprechenden Einnahmen zu rechnen.


    Hengen in der FCK-Kaderplanung: "Nicht mit Geld um uns werfen"


    6. Willkommen am Verhandlungstisch: Der erste Neuzugang ist fix! Wie wir vor einigen Wochen an gleicher Stelle schon berichteten, beinhaltet der Vertrag von Elias Huth laut Medienberichten eine Aufstiegsklausel. Der Torjäger kehrt damit, stand heute, zur neuen Saison zurück auf den Betzenberg. Der Hallesche FC, der Dank der zehn Tore und zwei Vorlagen des 25-Jährigen die Klasse halten konnte, steht nun vor einem Problem. Liebend gern würden die Saalestädter Huth dauerhaft verpflichten, sind nun aber auf das Wohlwollen von Thomas Hengen angewiesen. Umgekehrt steht den Hallensern aber eine vertraglich geregelte Nachzahlung durch den FCK ins Haus. Beim Wintertransfer von Terrence Boyd in die Pfalz, wurde diese für den potentiellen Aufstiegsfall vereinbart. Je nach Höhe dieses finanziellen Nachschlags könnte man einen Huth-Transfer möglicherweise verrechnen. "Wir geben das aus, was wir einnehmen", sagte Oberlehrer Ralf Minge im Februar und versuchte sich so in die Liste der externen Besserwisser, die sich so gern ungefragt über den FCK äußern, einzureihen. Hätte der Sportdirektor des HFC seinen Heiligenschein mal lieber abgenommen und beim Huth-Transfer vertragliche Fakten für den Aufstiegsfall des FCK geschafft.


    Durch FCK-Aufstieg: HFC droht Hängepartie mit Elias Huth



    Quelle: Treffpunkt Betze