Beiträge von Armin

    Diskussionsthema zum Artikel: Kommentar: Weiß-blaue Lehrstunde für Rote Teufel


    Kommentar: Weiß-blaue Lehrstunde für Rote Teufel

    Nach sechs ungeschlagenen Spielen hat sich der FCK gegen 1860 München vorführen lassen. Nicht verwunderlich, wenn die Bereitschaft in der Kabine bleibt. Ein Kommentar.


    Trotz des chancenlosen Auftritts des 1. FC Kaiserslautern bei 1860 München bleibt Treffpunkt Betze Redakteur Armin positiv gestimmt. Schließlich gastiert schon am Samstag der Liebslingsgegner der Pfälzer auf dem Betzenberg. Außerdem sieht er Parallelen zwischen Löwen-Stürmer Sascha Mölders und Gene Simmons.

    Auf Giesings Höhen nicht auf Augenhöhe

    Vor der Partie der Sechziger gegen Kaiserslautern läuft es für beide Teams rund: Nach dem „Sondertrainingslager“ in Folge des Magdeburg-Debakels sind die Roten Teufel in der Spur. Sie bleiben in den folgenden sechs Partien ungeschlagen, ergattern 12 Punkte und verlassen die Abstiegsränge. Noch imposanter die Löwen. Sie holen 20 Punkte aus sieben Spielen und verkürzen damit den Rückstand auf den Relegationsplatz von neun auf drei Punkte. Am Dienstag fuhr der FCK dann für ein Duell „auf Augenhöhe“ nach München - und kam mit einer weiss-blauen Lektion im Gepäck wieder zurück.


    Von der ersten Minute an lassen die Hausherren klar erkennen, wer der Aufstiegskandidat ist. Im Gegensatz zu den Duellen mit den Spitzenteams aus Rostock, Ingolstadt oder Dresden bleiben die Roten Teufel gegen die Löwen wie schon im Hinspiel absolut chancenlos und verlieren verdient mit 0:3. Einer Mannschaft wie den Sechzigern wird der FCK in dieser Saison glücklicherweise nicht mehr begegnen. Ab jetzt gibt es nur noch machbare Aufgaben, aber auch keine Ausreden mehr.

    Mit eigenen Waffen geschlagen

    Mit laufintensivem Pressing und sicherem Passpiel aus der Defensive heraus funktionierte das „System Antwerpen“ in den letzten Wochen überaus erfolgreich. Im Grünwalder Stadion allerdings bekommen die Lauterer eine Lehrstunde in ihrer eigenen Spielweise erteilt. Von Anfang an machen die Sechziger mächtig Druck und schnüren den FCK in der eigenen Hälfte ein. Als sich die Lauterer endlich ein wenig befreien können und ihrerseits zu den ersten Torchancen kommen, fangen sie prompt den ersten Gegentreffer. Ausgerechnet nach einem Lauterer Eckball fahren die Sechziger einen Bilderbuchkonter über die beiden überragenden Löwen Merveille Biankadi (Vorbereiter) und Richard Neudecker (Torschütze). Beide Spieler bekommt der FCK während der kompletten 90 Minuten nie richtig in den Griff. Dabei richtete sich im Vorfeld die Aufmerksamkeit auf einen anderen Akteur.

    Rock And Roll All Nite

    Wie oft ging die Rockband KISS bereits auf Abschiedstournee, nur um ca. ein Jahr später zur „endgültig letzten Tour“ wieder in den selben Städten zu gastieren? Warum auch aufhören, wenn der Erfolg einfach nicht nachlassen will? Ähnlich verhält es sich mit Sascha Mölders.

    Seit gefühlten Ewigkeiten hängt der gebürtige Essener noch eine Saison dran, um seine Karriere endlich ausklingen zu lassen. Anschließend „hindert“ ihn stets seine eigene Torquote am Aufhören und er verlängert seinen Vertrag bei den Löwen um ein weiteres Jahr. Mittlerweile ist er 36 Jahre alt und erinnert von der Statur her eher an einen Dart- als an einen Fußballprofi. Dabei spielt er eine der besten Saisons seiner Karriere. Mit überragenden 21 Toren und neun Assists führt er aktuell sowohl die Torjäger- als auch Scorerliste der 3. Liga souverän an. Beim Heimsieg seines Teams gegen den FCK holt der Mittelstürmer einen Foulelfmeter heraus und bietet eine starke Leistung. Genau wie der Rest seiner Kollegen.

    Ausnahmslos schwach

    Bemerkenswert an der Lauterer Mannschaftsaufstellung im Grünwalder Stadion ist die Tatsache, dass es Kenny Prince Redondo noch nicht einmal in den Kader geschafft hat. Im letzten Spiel stand er noch auf der linken Offensivseite in der Startelf. In Abwesenheit der verletzten Hendrick Zuck und Martin Hanslik setzt Trainer Marco Antwerpen auf der linken Außbenbahn mit Anas Bakhat stattdessen lieber auf einen zentralen Mittelfeldspieler als auf den ehemaligen Fürther.


    Zudem fällt Torwart Avdo Spahic krankheitsbedingt aus und verhilft damit Matheo Raab zum dritten Ligaeinsatz seiner Karriere. Es wäre nun leicht, ausgerechnet den 23-jährigen Ersatztorwart und den 21-jährigen Mittelfeldmann auf völlig ungewohnter Position für die Niederlage verantwortlich zu machen. Allerdings wäre dies weder fair noch richtig. Es war die komplette Mannschaft, die einem starken Münchner Team in allen Belangen unterlegen war. Kein Lauterer erreichte sein normales Leistungsniveau. Das Gute daran: Schon am Samstag gibt es für jeden einzelnen Spieler die Gelegenheit, sich zu rehabilitieren.

    Überragende Bilanz gegen Uerdingen

    Als nächtes gastiert mit dem KFC Uerdingen ein Gegner auf dem Betzenberg, der dem FCK wie kaum ein zweiter liegt. In den letzten 16 Ligapartien gegen die Krefelder gab es aus Lauterer Sicht unglaubliche 14 Siege und zwei Unentschieden. Die letzte FCK-Niederlage hingegen setzte es im September 1989. Damals hieß der heutige KFC noch Bayer 05 Uerdingen. Der 2:0 Auswärtssieg im Hinspiel dieser Spielzeit war das einzige Saisonspiel, welches die Lauterer souverän gewannen. Kaum vorstellbar daran: Es musste noch nicht einmal bis in die Nachspielzeit hinein gezittert werden!

    Noch 3x Vollgas

    Auch wenn es sich mancher anders erhofft hatte, der 1.FC Kaiserslautern wird nicht völlig problemlos aus der Abstiegszone herausmarschieren. Wie schon gegen Lübeck leisten sich die Roten Teufel auch gegen 1860 München ein schwächeres Spiel. Das ist kein Beinbruch, solange die Einstellung weiter stimmt und die Punkte nun woanders eingefahren werden.


    In den verbleibenden drei Partien gegen Uerdingen, Köln und Verl muss der FCK wieder das Heft in die Hand nehmen, den Gegner von Anfang an unter Druck setzen und gefährlich kontern. Wie man das idealerweise umsetzt, haben die Roten Teufel am Dienstag gut anderthalb Stunden lang gezeigt bekommen.


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Diskussionsthema zum Artikel: Marco Antwerpen: Der richtige Trainer am richtigen Ort


    Marco Antwerpen: Der richtige Trainer am richtigen Ort

    Taktik, Motivation, Einsatzbereitschaft, Erfolg: Der 1. FC Kaiserslautern scheint nach vielen Fehlversuchen endlich den richtigen Trainer gefunden zu haben.


    Am 01. Februar 2021 übernahm Marco Antwerpen das Amt des Cheftrainers auf dem Betzenberg und löste damit den erfolgslosen Jeff Saibene ab. Nicht nur die Frisur betreffend, auch vom Temperament her unterscheidet sich der aus dem Ruhrgebiet stammende Trainer grundlegend von seinem Luxemburger Vorgänger.

    Bis in die Haarspitzen motiviert

    Als leiseste Mannschaft, die ich je trainiert habe“ bezeichnete Saibene einst leicht resignierend den Kader der Roten Teufel. Faktisch lag er damit durchaus richtig, dem FCK fehlten lange Zeit die richtigen Führungsspieler. Gleichwohl war es der Luxemburger selbst, der als ruhig und zurückhaltend galt und alles andere als mit einem explosiven Gemüt ausgestattet war. Fairerweise muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass Saibene auf die beiden aktuellen Schlüsselspieler nicht zurückgreifen konnte: Jean Zimmer kam mit Fitnessrückstand zum FCK zurück und Felix Götze fiel anfangs verletzungsbedingt aus. Trotzdem ist ein Motivator vom Schlage Antwerpen wohl das Einzige, was den Verein derzeit noch retten kann. Der Weg bisher stimmt jedenfalls.


    Unmittelbar nach dem 0:1 Debakel in Magdeburg gab Marco Antwerpen bekannt, die Trainingsbelastung in den beiden kommenden Wochen rund um die Länderspielpause erheblich anzuziehen, um „eine höhere Laufbereitschaft und den unbedingten Willen der Spieler zu erzwingen“. Mitunter fanden bis zu drei Trainingseinheiten pro Tag statt – und das mitten in der Saison! Noch Wochen später sprechen Spieler von „brutal hartem Training“ bzw. „der Hölle auf Erden“. Und es scheint sich zu auszuzahlen: In den vergangenen sechs Partien lieferte der FCK nur noch ordentliche bis starke Leistungen ab, holte 12 Punkte und blieb ungeschlagen.

    Wer spielt wo? Völlig egal!

    Müsste man zwei Eigenschaften nennen, die Marco Antwerpen in seiner Zeit in Kaiserslautern charakterisieren, dann sind es Motivation und Flexibilität. Seit der 49-jährige im Amt ist, hat sich der Kampfgeist der Mannschaft deutlich zum Positiven entwickelt. Spätestens seit dem Heimspiel gegen Halle stimmen Disziplin, Kampf und Laufbereitschaft.


    Noch deutlicher als die neu gewonnene Motivation sticht Antwerpens taktische Flexibilität hervor. Gemeint ist die Fähigkeit des Trainers erfolgreich Systeme umzustellen. So schaltet das Team in der Abwehr mittlerweile auch während eines Spiels mühelos von Dreier- auf Viererkette um - etwa wenn Felix Götze aus der Innenverteidigung ins Mittelfeld vorrückt. Im defensiven Mittelfeld agieren gleich mehrere Spieler mal als Abräumer, mal kreativ, mal als Doppelsechs, mal als alleiniger Sechser. All das funkioniert.


    Hinzu kommt, dass beinahe in jedem Spiel zwei bis drei Spieler gesperrt, verletzt oder erkrankt ausfallen. Antwerpen jammert nicht, sondern improvisiert erfolgreich: Unter anderem stellt der Cheftrainer Spieler auf Positionen auf, auf denen sie niemand erwartet. Und diejenigen, die es an einem Spieltag nicht einmal in den Kader schaffen, können bereits im nächsten Spiel zum Matchwinner werden. Es ist mittlerweile nahezu unmöglich geworden, eine Lauterer Aufstellung genau vorherzusagen. Neben der richtigen Einstellung hat Antwerpen seiner Mannschaft auch Flexibilität eingeimpft. Und mit beiden Zutaten bringen die Roten Teufel im letzten Saisondrittel endlich ihre persönlichen Topleistungen auf den Platz.

    Was nicht passt, wird passend gemacht

    Hendrick Zuck verfügt nicht zwingend über die nötige Schnelligkeit, auch seine Defensivqualitäten sind eher rudimentär ausgestattet. Was läge also ferner als ausgerechnet ihm die Position des Linksverteidigers anzuvertrauen? Der Lauterer Chefcoach hat hier eine völlig andere Betrachtungsweise. Antwerpen baut auf der linken Abwehrseite auf Zucks Ballsicherheit im Spielaufbau sowie seine Flanken und Standards mit dem linken Fuß. Dass der Püttlinger bei gegnerischen Kontern ein ums andere Mal überlaufen wird, bleibt letztlich weniger folgenreich als seine gelungenen Offensivaktionen, zu dem auch der wichtige Führungstreffer in Mannheim gehört.


    Ein zweites Beispiel: „Wir können auch Dreierkette spielen – allerdings brauche ich dafür drei fitte Innenverteidiger“, sagte Antwerpen vor dem Derby gegen Saarbrücken. Am Tag der Pressekonferenz stand mit Marvin Senger genau ein Innenverteidiger zur Verfügung. Also ging der Coach ins Risiko und stellte das bislang überragende Sechserduo Tim Rieder und Felix Götze kurzerhand in die Abwehrreihe. Stattdessen rückten ausgerechnet die beiden fußballerischen Feingeister Anas Ouahim und Nicolas Sessa ins defensive Mittelfeld. Im Abstiegskampf zwei Spielmacher auf der Sechserposition aufzustellen, da könnte man normalerweise auch gleich ohne Torhüter auflaufen. Aber: Der Coup gelang. Beim verdienten 2:1 Derbysieg bekamen die Saarländer aus dem Spiel heraus kaum Torchancen. Mit ernormer Ballsicherheit brachten Sessa und Ouahim wahlweise Ruhe oder Geschwindigkeit ins Lauterer Spiel. Zudem liefen sie defensiv vor der Dreierkette sämtliche Löcher zu. Ausgerechnet Ouahim! In Magdeburg wurde er nach seiner Einwechslung wieder ausgewechselt. Anschließend erfolgte seine Wandlung vom brotlosen Schönspieler zum immer anspielbaren Ballschlepper und -verteiler im Mittelfeld.


    Antwerpens straffe Führung zeigte sich aber auch im Umgang mit Marvin Pourié. Nach einem Leistungstief und teaminternen Querelen bekam Pourié einen „Fitnessurlaub“ am vereinseigenen Trainingsgelände inklusive zweier spielfreier Wochenenden spendiert. Und siehe da: Seit der Denk-und Laufpause präsentiert sich der ausgeliehene Angreifer fitter und teamfähiger denn je.

    Marco Prolo oder Ruhrpott-Mourinho?

    Durch die Stille der Geisterspiele und zielsicher ausgerichtete Magentasport-Mikrofone bleibt dem TV-Zuschauer mittlerweile kaum verborgen, was sich verbal rund um die Trainerbänke ereignet. Und der Lauterer Coach liefert den Sendern hier verlässlich Entertainment: Permanent dirigiert und korrigiert er - auch mal wie ein Wahnsinniger brüllend - seine Spieler auf dem Feld, liefert sich regelmäßig Wortgefechte mit der gegnerischen Trainerbank und sammelt gelbe Karten wie einst Walter Frosch. In Rostock „reicht es“ sogar zu einem Platzverweis mit anschließender Innenraumsperre beim nächsten Spiel.


    Statt öffentlich das wiederholt naive Abwehrverhalten seines Teams in der Schlussphase anzuprangern, stellt sich der Trainer im Anschluss einer Partie lieber vor seine Mannschaft und arbeitet sich an den Schiedsrichtern ab. Gelegenheiten dafür gab es dank dreier Platzverweise in Folge und mehrerer elfmeterreifer Situationen reichlich. Und Antwerpen nutzt diese Vorlagen für wöchentliche Schimpftiraden in Richtung der Unparteiischen im Allgemeinen sowie im Speziellen. Gerade in den Pressekonferenzen nach dem Spiel, zu einem Zeitpunkt also, in dem sich die Gemüter eigentlich schon wieder beruhigt haben sollten, gibt er verbal noch einmal Vollgas. Freunde macht er sich damit keine und überspannt den Bogen auch oft deutlich. Völlig unkalkuliert ist seine harsche Kritik aber sicherlich nicht, schließlich zieht er damit die komplette mediale Aufmerksamkeit auf sich und nimmt gleichzeitig Druck von der Mannschaft. Eine Disziplin, die Jose Mourinho jahrelang geradezu perfektionierte.


    Wer den Lauterer Coach hingegen in den Interviews und Pressekonferenzen vor den Spielen erlebt, sieht einen bodenständige Menschen, der sachlich, geduldig und authentisch die Fragen der Journalisten beantwortet. Niemals abgehoben, niemals unfreundlich. Der Marco Antwerpen nach einem verlorenen Spiel (bzw. Unentschieden in der Nachspielzeit) ist hingegen das komplette Gegenteil. Die Feldreporter beim Interview unmittelbar nach dem Abpfiff werden über den Mindestabstand zu einem vor Wut schäumenden Antwerpen definitiv dankbar sein.


    Im letzten Spiel gegen Unterhaching passierte dann gleich in mehrfacher Hinsicht Ungewöhnliches: Der Coach ist während der gesamten 90 Minuten kaum zu hören - dafür brüllt Assistent Frank Döpper im Stil seines Cheftrainers ausdauernd die Anweisungen auf das Feld. Und als wolle er das ausnahmsweise tadellose Verhalten des Lauterer Übungsleiters honorieren, zeigt Schiedsrichter Sören Storks nach einem nicht zwingend erkennbaren Foul an Elias Huth auf den Elfmeterpunkt. Und das zu einem Zeitpunkt, in dem wirklich sehr wenig auf einen Lauterer Treffer hindeutete. Ob das nun das Ergebnis von „Marco Prolos“ Schiedsrichterschelte oder einfach nur Zufall war, bleibt Spekulation. Fakt ist: Antwerpen hat die Mannschaft in jeder Hinsicht wieder aufgebaut und gibt ihr die nötige Rückendeckung. Im Gegenzug zahlt sie es mit Leistung zurück. Und sie spielt Fußball. Guten Fußball.

    Rheinland-Pfalz: Hochrisikogebiet für Herzattacken

    Während bei den meisten Drittligisten vor dem Spiel wahrscheinlich in Großbuchtstaben „hoch und weit von hinten rauspölen!“ auf der Taktiktafel steht, versuchen ausgerechnet die abstiegsbedrohten Roten Teufel fast in jeder Spielsituation sauber aus der Abwehr herauszukombinieren. Dabei sind sie erstaunlich ballsicher. Aus dem Spiel heraus lässt die FCK-Defensive mittlerweile kaum etwas zu, verursacht allerdings weiterhin deutlich zu viele unnötige Freistöße in der eigenen Hälfte. Und gerade hier stimmt die defensive Zuordnung oftmals nicht.


    Die Roten Teufel schaffen es nach wie vor nicht, mit zwei Toren in Führung zu gehen, was Rheinland-Pfalz Samstag für Samstag zum Hochrisikogebiet für Herzattacken werden lässt. Wirklich jedes Mal muss bis zur Nachspielzeit gezittert werden - teilweise vergeblich. Gleichzeitig lassen die Last-Minute-Gegentore einen zuletzt deutlich weniger hoffnungslos zurück als noch vor wenigen Wochen. Als Zuschauer kann man sich mittlerweile darauf verlassen, dass das Team im nächsten Spiel wieder Vollgas gibt. Auch wenn die Roten Teufel nach wie vor keine zwei Saisonsiege in Folge schaffen, sind sie seit sechs Spielen ungeschlagen. Gelingt es dem FCK den 2-Punkte-Schnitt der letzten Wochen zu halten, wird der Klassenerhalt definitiv gesichert werden können.


    Marco Antwerpen haftet der Ruf an, ein schwieriger Typ zu sein. Dieses Statement würde in Kaiserslautern gegenwärtig wohl niemand unterschreiben, obgleich sich der Unmut gegnerischer Teams oder DFB-Angestellter über ihn durchaus nachvollziehen lässt. In der aktuellen Situation ist er die Topbesetzung auf em Trainerposten. Antwerpen hat seiner Mannschaft das Kämpfen, das Spielen und die taktische Flexibilität beigebracht. Endlich ein richtiger Trainer am richtigen Ort zum richtigen Zeitpunkt.


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Diskussionsthema zum Artikel: Aufholjagd Teil 2/10: „Antwerpen auf 180“


    Aufholjagd Teil 2/10: „Antwerpen auf 180“

    Der 6. Platzverweis, das 15. Remis und kurz vor Spielende den Sieg verschenkt. Das klingt nach Abstieg und nach „so wie immer in dieser Saison". Trotzdem fühlt es sich anders an, denn Mannschaft und Trainer geben alles.


    Einen Sieg hätten sich die Roten Teufel am Mittwoch kämpferisch zwar verdient gehabt, aufgrund der Chancen jedoch nicht zwingend. Der FCK ist fast über die gesamte Spielzeit sehr engagiert und kampfstark – aber nicht unbedingt das bessere Team. Die Lauterer Tore fallen beide recht glücklich - und in der Defensive haben die Hausherren mehrfach Glück. Dass - und wie - der Ausgleich in letzter Minute fällt, ist natürlich niederschmetternd. Aber man hat den Eindruck, dass dieses Team den Willen und die Stärke besitzt, auch nächsten Samstag wieder 90 Minuten Vollgas zu geben und dabei eine ordentliche Leistung abzurufen. Das war in dieser Saison längst nicht immer so.


    Spieltagsbilder: 1. FC Kaiserslautern - FSV Zwickau (2:2)

    15 Minuten westsächsisches Tiki-Taka

    Lediglich in der Viertelstunde nach der Pause werden die Lauterer „rückfällig“. Zwischen der 45. und 60. Minute schnüren die Zwickauer den FCK regelrecht ein und gehen folglich mit 1:0 in Führung. Bei allem Respekt für die Westsachsen. Mit dominantem Ballbesitzfußball wird der FSV Zwickau ähnlich oft in Verbindung gebracht wie Dietmar Hopp mit Ultra-Gruppierungen oder günstigen Äpfeln. Marco Antwerpen wird zu diesem Zeitpunkt des Spiels immer lauter.


    Bei einer Konterchance bewegen sich die Roten Teufel auffallend behäbig nach vorne. Vor allem der ballführende Ritter ist in sehr gemütlichem Tempo unterwegs – verbal begleitet von Coach Antwerpen, der sich ob der mangelnden Geschwindigkeit fast die Lunge aus dem Hals brüllt. Sofort gibt es Konsequenzen. Erst wirft er seine Jacke weg, dann werden die beiden Kreativen, Marlon Ritter und Anas Ouahim, ausgewechselt. Die beiden Einwechselspieler machen dann sofort von sich reden. Erst ist es Nicolas Sessa, dessen Schuss Zwickaus Keeper Brinkies nur abprallen lässt, woraufhin Philipp Hercher aus spitzem Winkel den Ausgleich erzielt. Anschließend will Anil Gözütok eigentlich zum Kopfball hochsteigen, entschließt sich aber kurzerhand zu einem 'Kung-Fu-ähnlichen-Kick', trifft damit seinen Gegenspieler Könneke in Kopfhöhe und fliegt vom Platz. Vertretbar. Vermeidbar.


    Bitter dann das Gegentor in der Schlussminute: Ein Freistoß von der linken Zwickauer Angriffsseite fliegt über die Köpfe im Strafraumzentrum hinweg und prallt von Hendrick Zucks Bein aus zu Stanic, der das Leder gedankenschnell mit der Hacke über die Linie drückt. Wieder mal nichts mit zwei Siegen in Folge.

    „Wieso? Ich habe doch heute noch nicht einmal gelb bekommen?“

    Wieso? Ich habe doch heute noch nicht einmal gelb bekommen?“ antwortete er nach Spielende verwundert ins Reporter-Mikrofon. Zwar ging es in der Frage gar nicht um seine Person, aber tatsächlich hat er in dieser Saison schon mehrere gelbe Karten sowie einen Platzverweis inklusive Innenraumsperre erhalten. Am Mittwoch bleibt es tatsächlich nur bei einer verbalen Ermahnung, die er sich routinemäßig quasi jede Woche vom Unparteiischen abholt. Wohlgemerkt geht es hier nicht um die Karriere des 70er-Kickers Walter Frosch, sondern um den aktuellen Trainer des 1. FC Kaiserslautern.


    'Auf 180' präsentiert sich der Cheftrainer unmittelbar nach dem Spiel, ledert über den Schiedsrichter im Speziellen und die Schiedsrichter im Allgemeinen sowie den aus seiner Sicht unfairen Gegner. Überhaupt hat man den Eindruck, dass der Nächste, der zufällig neben ihm vorbeiläuft oder eine Frage stellt, ansatzlos einen Leberhaken kassiert. Selbst in der Pressekonferenz bezeichnete er den Unparteiischen noch als „den, der nicht wollte, dass wir hier gewinnen“. Das ist zweifellos ein wenig zuviel, Herr Antwerpen! So kommt man weder besonders sympathisch rüber noch wird der nächste Schiedsrichter gegenüber dem FCK auf Wiedergutmachung aus sein.

    Antwerpen geht vorweg – das Team zieht mit

    Das ist die leiseste Mannschaft, die ich je trainiert habe“ resümierte Jeff Saibene einst ernüchtert nach wenigen Tagen auf dem Betzenberg. Allerdings kam der Luxemburger selbst auch nicht gerade wie pures Dynamit daher. Marco Antwerpen ist da schon ein anderes Kaliber. An der Seitenlinie röhrt er quasi 90 Minuten lang quer über den Platz und greift mannschaftsintern konsequent durch. Beispiele gefällig?

    • Stürmer Marvin Pourié fehlt in zwei Partien um an einem „individuellen Fitness-Training“ teilzunehmen. Seitdem bringt er wieder Leistung und präsentiert sich nun auch als Teamplayer.
    • Beim Auswärtsspiel in Magdeburg wird Anas Ouahim rund 30 Minuten nach seiner Einwechslung wieder ausgewechselt. Im nächsten Spiel gegen Halle folgt dann sein erster starker Auftritt im FCK-Dress.
    • Dank der „Leistung“ in Magdeburg erwartet die Mannschaft schon unmittelbar nach der Heimkehr zum Betzenberg eine erste nächtliche Trainingseinheit – der Auftakt von zwei trainingsintensiven Wochen mitten in der Saison. Resultat: Einsatz und Laufbereitschaft sind sowohl gegen Halle als auch gegen Zwickau vorbildlich.

    Nicht nur, dass das Team unter Marco Antwerpen endlich Feuer und Leidenschaft zeigt, im Vergleich zu seinen beiden Vorgängern Boris Schommers und Jeff Saibene präseniert sich der in Unna geborene Coach auch deutlich variabler. Er wechselt das Spielsysteme von Partie zu Partie oder auch während der 90 Minuten. Bei Auswechslungen schaut er weder auf Namen noch auf die Spielminute. Er stellt sich vor seine Mannschaft, und die zieht aktuell voll mit. Was jetzt fehlt ist das nächste Erfolgserlebnis.

    Starke, wer sonst?

    Es gibt Investments, da weiß man nicht, ob einen der Wertverlust mehr schmerzt oder die Scham den Kauf überhaupt jemals getätigt zu haben. Ich meine jetzt nicht Mini-Disk Player oder Wirecard-Aktien, sondern Spielernamen als Beflockungen auf FCK-Trikots. Solche, bei denen schon wenig später der Wiederverkaufswert des Textils sowie die Lust es zu tragen gegen Null tendieren. Manni Starke ist so jemand. Zweifellos ein guter Fußballer - nur leider nicht in seiner Zeit in Kaiserslautern. Gleiches trifft auf Baris Atik zu. Christoph Hemlein war zumindest auch mal in Lautern unter Vertrag. Was alle drei gemeinsam haben. Sie erzielten in der Rückrunde wichtige Tore gegen ihren ehemaligem Arbeitgeber. Leider habe ich überhaupt keine schlüssige Erklärung dafür, bin mir aber sicher, Timmy Thiele von Viktoria Köln sowie die halbe Mannschaft des 1. FC Saarbrücken können die Partie gegen den FCK kaum erwarten.

    Der nächste Gegner

    Schon am Samstag gastieren die Roten Teufel beim VfB Lübeck. Der Aufsteiger aus dem hohen Norden gewann lediglich eine der letzten sechs Partien - letzten Samstag bei Bayern München. In der Tabelle steht der VfB einen Punkt hinter dem FCK, der nun wieder auf Schlagdistanz mit den drei Punkten entfernten KFC Uerdingen und Bayern II liegt. Ohne die Daten des Kaders bis zur C-Jugend rückvalidiert zu haben würde ich behaupten: Es sollte dieses Mal kein ehemaliger Lauterer in der Lübecker Startaufstellung stehen.


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Bin mal gespannt wer Kraus ersetzt... Ich hätte es damals nie für möglich gehalten das zu sagen: Kraus entwickelt sich mehr und mehr zu einem Leistungsträger.


    Ich würde Rieder und Götze im DM lassen und Winkler neben Senger stellen. Vielleicht hat auch Winkler diese Pause benötigt.


    Gegen Zwickau wird es voll eine andere Partie. Die sind eigentlich sehr gut drauf. Während Halle sich im freien Fall befindet.

    Zwickau WAR bombig drauf, dann nur 1 Punkt aus zwei Spielen. Die sollten natürlich mehr Selbstvertrauen als Halle haben, aber sie werden auch wissen: "Mit einem Sieg sind wir so gut wie gerettet. Bei einer Niederlage ist wieder Abstiegskampf angesagt."

    Hoffen wir, dass es genauso wie gegen Halle wird:-)


    Was die Personalien angeht, bin ich völlig bei Dir.

    Diskussionsthema zum Artikel: Aufholjagd Teil 1/10: „Wiederauferstehung an Ostern“


    Aufholjagd Teil 1/10: „Wiederauferstehung an Ostern“

    Unser Redakteur Wolfram Wuttke sah die Lauterer Mannschaft in perfekter Osterform: Sie zeigte Eier und vollzog eine Wiederauferstehung. Was ihm sonst noch so aufgefallen ist ...


    Das gestrige Spiel in Kurzform: Der FCK ist spielerisch überlegen und trotz guter Chancen nur 1:0 in Führung, kassiert dann ein 'saudummem' Platzverweis und keine zwei Minuten später gar den Ausgleich. Der Spielverlauf der ersten 63 Minuten gegen Halle ist geradezu exemplarisch für die gesamte Saison der Roten Teufel. So kann man einfach nur absteigen! So oder ähnlich hätte mein Fazit wohl noch kurz vor Spielende ausgesehen. Doch dann präsentieren sich die Pfälzer plötzlich in perfekter Osterform: Sie zeigten Eier und schafften die Wiederauferstehung.

    Die Aufstellung: Viele Änderungen und zwei Startelfdebütanten

    Nach einer "hammerharten Trainingswoche" bietet die Aufstellung von Coach Marco Antwerpen jede Menge Neuerungen gegenüber dem letzten Match: Für den verletzten und alleinigen Sechser Hikmet Ciftci starten Tim Rieder und Felix Götze als „hart, aber herzliche“ Doppelsechs. Götze gibt, ebenso wie Marvin Senger in der Innenverteidigung, sein Startelfdebüt, Alexander Winkler hingegen ist nicht einmal im Kader. Marvin Pourié läuft dieses Mal als Einzelspitze auf und Jean Zimmer und Philipp Hercher tauschen im Vergleich zum Magdeburg-Spiel die Positionen: Zimmer startet im Mittelfeld und Hercher als rechter Außenverteidiger. Allerdings rochieren beide während des Spiels immer mal wieder und bekommen jede Menge Gelegenheit zum Flanken – mit durchaus wechselhaften Resultaten.

    Unprofessionell auf (fast) allen Ebenen

    Die sportlichen Resultate der letzten Wochen, das peinliche Gebahren des Aufsichtsrats, der Brief von Boris Notzon: Im FCK-Umfeld gibt es in den beiden Wochen vor dem Spiel nur sehr wenig, was nicht auf „Amateurfußball“ hindeutet. Lediglich die Fans scheinen die Zeichen der Zeit erkannt zu haben und beflaggen die Westtribüne mit motivierenden Spruchbändern. Und siehe da: In einer etwas zerfahrenen, aber insgesamt ordentlichen ersten Hälfte geht ein spielerisch und kämpferisch überlegener FCK durch Marvin Pourié, der nach 10 Spielen - inklusive „individueller Fitnesspause“- erstmals wieder trifft, mit 1:0 in Führung.


    Bis auf einen Eckball kurz vor der Pause, in dessen Folge die Gäste gleich mehrere Einschussmöglichkeiten haben, lässt der FCK defensiv kaum etwas zu. Wer nach der Pause eine Leistungssteigerung der Sachsen-Anhaltiner erwartet, wird enttäuscht: Der 1. FC Kaiserslautern bestimmt weiter das Spiel, hat die besseren Tormöglichkeiten, versäumt es aber wie gewohnt „den Sack zuzumachen“.

    Typisch FCK 2020/21

    Was dann kommt ist einfach „typisch FCK 2020/21“. Als man das Spiel eigentlich komplett im Griff hat, dezimiert sich die Mannschaft zunächst durch Redondos unnötigen Platzverweis selbst. Anschließend beginnt das bekannte Lauterer Nervenflattern. Der Lattenkopfball von Halles Dehl nach einem Freistoß hat ebensowenig mit der Lauterer Unterzahl zu tun wie die Tatsache, dass Halles Toptorjäger Terence Boyd völlig ungedeckt zum Ausgleich einnetzen kann. Das ist einfach nur eine Frage der Konzentration und zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Saison.


    Ungewöhnlich für diese Spielzeit ist allerdings, wie der FCK sich nach kurzer Schockstarre zurückmeldet. Der überragend kämpfende Kapitän Jean Zimmer bereitet zunächst dem eingewechselten Elias Huth eine Großchance vor, bevor er schließlich Kevin Kraus den 2:1 Führungstreffer auflegt. Die Maßnahme Zimmer ins Mittelfeld zu ziehen zahlt sich definitiv aus. Schließlich ist die „Problemzone“ der Mannschaft nicht die Abwehr, sondern die Offensive.

    Werden Ouahim und Ritter endlich effektiv?

    Sein bisher bestes Spiel im Trikot der Roten Teufel absolviert Anas Ouahim. Zwar konnte die Leihgabe vom SV Sandhausen bisher bereits mehrfach seine spielerische Extraklasse andeuten, allerdings fehlte es ihm stets an Effektivität. Am Samstag gelingt es ihm fast permanent, sich in den richtigen Momenten vom Ball zu trennen und seine Mitspieler in schnelle Kurzpasskombinationen einzubeziehen. Die Torvorlage zu Pouriés 1:0 Führungstreffer ist erst sein zweiter Scorerpunkt im achten Spiel. Er hat das Potential zu deutlich mehr. Auch der eingewechselte Marlon Ritter muss sich fragen lassen, warum er seine Fähigkeiten, wie den großartigen Assists zum 3:1 durch Hercher, nicht viel öfter zeigt.


    Eine Reihe hinter Ouahim / Zimmer / Redondo ackern Rieder und Götze defensiv im Mittelfeld aufopferungsvoll und leiten durch Balleroberungen immer wieder Lauterer Gegenangriffe ein. Vorne ist Marvin Pourié auf dem besten Weg wieder an seine Hinrundenform anzuknüpfen, wo er in seinen ersten 12 Partien sechs Treffer erzielte. Es scheint, als haben Trainerteam und Mannschaft die Länderspielpause sinnvoll genutzt. Diese Einschätzung gilt zumindest bis Mittwoch, 17 Uhr.

    Schiedsrichter Bacher möchte reden

    Die Lauterer präsentieren sich zwar kampf-, lauf- und willensstark, aber eben auch mit der gewohnt hohen Fehlerquote. Aus dieser Mischung resultieren am Ende fünf gelbe und eine gelb-rote Karte, fast alle absolut berechtigt. Mehr noch: Eigentlich hätten auch Tim Rieder und Kevin Kraus bereits im ersten Durchgang gelb sehen müssen. Der überaus kommunikationsfreudige Schiedsrichter Michael Bacher liegt bei fast allen Karten lange Zeit richtig, tendiert im zweiten Durchgang aber leider immer mehr zur Selbstinszenierung. Sowohl Kevin Kraus, der ehemalige Lauterer Stipe Vucur als auch Lauterns Trainer Antwerpen müssen allesamt die spielunterbrechenden Monologe des Referees im Einzelgespräch über sich ergehen lassen.


    Damit nicht genug: Irgendjemand auf der Lauterer Bank - ob Spieler, Sportdirektor oder Masseur ist nicht bekannt - sieht noch die gelbe Karte und Kenny Prince Redondo fliegt wegen Meckerns vom Platz. Dieser weist beim Zurücklaufen mehrfach auf ein Foul bzw. auf einen am Boden liegenden Lauterer Spieler hin - wobei der genaue Wortlaut nicht bekannt ist. Marco Antwerpen meint nach dem Spiel, in einer Bundesligapartie hätte Bacher hierfür garantiert keinen Platzverweis gegeben. In der Tat: Die Vorstellung, dass der 30-jährige Schiedsrichter in ähnlicher Situation "Radio Müller" vom FC Bayern des Feldes verweist, ist in der Tat mindestens so interessant wie es die anschließende Reaktion der Bayern-Granden auf der Tribüne wäre.

    Tabellensituation und nächster Gegner

    Während sich Mannheim, Duisburg und Magdeburg mit positiver Tendenz aus dem Keller herausarbeiten, sind Uerdingen, Bayern II und der Hallesche FC nach unten und damit in Richtung FCK unterwegs.


    Der Lauterer Rückstand auf den rettenden 16. Tabellenplatz beträgt nun nicht mehr sieben, sondern noch vier Punkte – bei einem Spiel Rückstand. Dieses findet am Mittwoch um 17 Uhr gegen den FSV Zwickau statt. Die Sachsen haben sich mit zuletzt 11 Punkten in 5 Spielen eindrucksvoll aus der Abstiegszone herausgearbeitet. Mit einem Sieg beim SV Waldhof wäre der Klassenerhalt für die Schwäne wohl schon so gut wie fix gewesen, allerdings setzte es in der Quadratestadt eine 0:1 Niederlage. Somit hat der FCK, wie bereits gegen Halle, nun auch am Mittwoch die Chance, mit einem Sieg nicht nur drei wichtige Punkte zu sammeln, sondern gleichzeitig wieder einen Konkurrenten mit in den Abstiegsstrudel hineinzuziehen.


    Dagegen spricht, dass der FCK in dieser Saison noch nie zweimal hintereinander gewinnen konnte. Auf jeden Sieg folgte entweder ein unerklärlicher Leistungseinbruch oder eine ordentliche Leistung ohne die nötige Punktausbeute. Andererseits: Nach einem Platzverweis zwei Tore zu erzielen, gelang den Roten Teufeln bis Samstag auch noch nicht.


    Fakt ist: Die Mannschaft lebt noch. Inwiefern sich die Extra-Trainingseinheiten in der Länderspielpause und das Selbstvertrauen durch den Sieg nun auswirken, wird das Spiel am Mittwoch zeigen. Dort werden Torschütze Kraus (5. gelbe Karte) und Redondo ihre Sperren absitzen. Dafür kehrt wohl zumindest der wiedergenesene Anas Bakhat in den Kader zurück.


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Buggy Bzgl. "Ballbehauptung im Zweikampf" und vom sportlichen Gesamtpaket sollte Pourié sicherlich der Beste von den Dreien sein. Seine Abschlussquote war allerdings zuletzt wirklich schlecht und beim Kopfball hat er gegen Huth und am Ball gegen Hanslik das Nachsehen . Pourié ist kein herausragender Techniker.


    Das alles wäre nicht der Rede wert, wenn er als Teamplayer auftreten würde. Dann wäre er im Sturm klar gesetzt.

    Diskussionsthema zum Artikel: Kommentar: FCK ausgeknockt! - Pourié ausgesperrt?


    Kommentar: FCK ausgeknockt! - Pourié ausgesperrt?

    „Wie frisch verprügelt“. Die Niederlage in Rostock setzt unbekannte Emotionen frei. Dabei hat der FCK im Ostsee-Stadion so vieles richtig gemacht. Ein Kommentar.


    Wie frisch verprügelt“ fühlte sich unser Autor 'Wolfram Wuttke' nach der 1:2 Niederlage in Rostock und vermochte am Samstag noch keine einzige Zeile zum Spiel zu schreiben. Vorzuwerfen hat er der Mannschaft - wieder einmal - lediglich die mangelnde Cleverness vor dem gegnerischen Tor. Im Mittelpunkt seines Kommentars steht jedoch ein Mann, der am Samstag gar nicht auf dem Platz stand: Marvin Pourié.


    Wie schon in Ingolstadt und in Dresden zeigen die Roten Teufel auch in Rostock eine kämpferisch starke Leistung und sind über weite Strecken das bessere Team. Auch an der Ostsee haben die Männer in Rot die besseren Chancen, machen wieder das entscheidende Tor nicht und werden wieder kurz vor Schluss bestraft. Dreimal gegen Spitzenteams die bessere Mannschaft und nicht ein einziger Punkt. Es ist zum Heulen.

    Kurzfassung des Spiels

    In der ersten Hälfte hat der Gastgeber aus Rostock genau eine Torchance: Verteidiger Damian Roßbach kommt zehn Meter vor dem FCK-Tor frei zum Kopfball, der jedoch relativ ungefährlich in den Armen von Keeper Avdo Spahic landet. Im Gegenzuck bringt Kevin Kraus einen Freistoß von Hendrick Zuck per Kopf im Tor zur Führung der Lauterer unter.


    Gegen Ende des ersten Durchgangs macht der FCK nochmal richtig Druck: Erst scheitert Marlon Ritter freistehend an HRO-Torwart Kolke, dann donnert Elias Huth einen unhaltbaren Kopfball an den Pfosten. Sämtlichen Rostockern - mit Ausnahme des frisch 'gebotoxten' Jan Löhmannsröben - stehen in der ersten Halbzeit die Sorgenfalten auf der Stirn. Aber nicht nur aufgrund des Spielverlaufes ist die 1:0 Pausenführung für den FCK zu wenig. Als Lauterer wei? man einfach: Ohne einen weiteren eigenen Treffer wird man sich zwangsläufig den Ausgleich fangen.


    Keine zwei Minuten sind im zweiten Durchgang gespielt, als die Rostocker sich viel zu unbedrängt über die linke Lauterer Abwehrseite durchkombinieren können und durch Omladic den Ausgleich erzielen. Dass es so schnell geht, ist dann selbst für den leidgeprüften FCK-Fan überraschend. Insgesamt ist der zweite Durchgang nun ausgeglichener, die besseren Torchancen haben aber weiterhin die Pfälzer Gäste: Redondo taucht zweimal alleine vor Kolke auf, bringt den Ball jedoch nicht im HRO-Kasten unter. Bakhat nimmt eine Hlousek-Flanke direkt und scheitert am starken Hansa-Keeper, Gözütoks Schuss verfehlt das Gehäuse nur um Zentimeter und Ritter zirkelt einen Freistoß über das Tor. Das alte Bild: Der FCK nutzt seine Chancen einfach nicht.


    Dann die Nachspielzeit: Winkler schlägt einen Freistoß aus der eigenen Hälfte lang auf Gözütok, der durch den Stellungsfehler seines Gegenspielers Neidhart im Strafraum an den Ball kommt, von diesem berührt wird und zu Boden geht. Elfmeter? Der ansonsten gute Schiedsrichter Manuel Gräfe lässt weiterlaufen. Im direkten Gegenzug umklammert Verteidiger Alexander Winkler seinen Gegenspieler in ungefährlicher Position und reißt ihn völlig unnötig zu Boden. Beim anschließenden Freistoß ist es wiederum Winkler, der sich beim Kopfball verschätzt, wodurch Damian Roßbach zum Siegtreffer in der 96. Minute einköpfen kann. Bitterer und unnötiger geht es nicht.

    Richtige Taktik, richtige Einstellung

    Von Beginn an spielen die Roten Teufel so, wie sie sich in dieser Saison eigentlich nur im Derby beim SV Waldhof präsentierten: Über 90 Minuten lauf und -zweikampfstark, mit einem Übergewicht im Mittelfeld. Der Gegner wird überwiegend erfolgreich vom eigenen Tor fern gehalten. Es werden gute eigene Möglichkeiten erspielt. Fast alles passt – bis auf den Torabschluss.


    Durch die kurzfristige Verletzung von Tim Rieder besteht die Innenverteidigung mit Kevin Kraus und Alexander Winkler aus zwei nahezu „baugleichen Modellen“. Gemeinsam mit Elias Huth, der nach langer Zeit noch einmal in der Startelf steht, bietet Trainer Marco Antwerpen hier gleich drei extrem kopfballstarke Spieler auf. Nicht durch Zufall gehen das Tor und der Pfostentreffer - jeweils nach einem Standard - auf das Konto der Kopfballspezialisten. Bei Standardsituationen des Gegners hilft Huth hinten aus und Jean Zimmer, am Samstag wieder recht nahe an seiner Normalform, lauert vorne auf Kontersituationen.

    Die Causa Pourié

    In den letzten beiden Spielen stand Marvin Pourié, der bis dato stets im Sturm gesetzt war, überraschenderweise noch nicht einmal im Kader. Laut Coach Marco Antwerpen fehle dem ehemaligen Braunschweiger die nötige Fitness, die er sich nun im Einzeltraining holen werde. Bis auf zwei Spiele Anfang der Saison stand Pourié jedes Mal in der Stammelf und spielte häufig 90 Minuten durch. Selbst mit Mario Basler als Personal-Trainer hätte ein Fußballprofi wohl zu diesem Saisonzeitpunkt die nötige Fitness für ein Ligamatch. Der Verdacht liegt also nahe, dass der körperliche Zustand nicht das Problem des 30-jährigen Mittelstürmers ist. Mangelndes Selbstvertrauen und Understatement übrigens auch nicht. Man hört, dass Pourié einen eher rauhen Umgangston mit seinen Mannschaftskameraden pflegt und teamintern unbeliebt ist. Ungünstig für ein Mitglied des Mannschaftsrats.


    Zu einem nicht unerheblichen Teil hängt die Beliebtheit eines Profikickers natürlich auch an seinem sportlichen Wert für die Mannschaft. Hier ging seine Tendenz zuletzt stark nach unten: In den ersten 12 Einsätzen für den FCK traf die KSC-Leihgabe sechs Mal und spielte auch meist recht ansprechend. Von den anschließenden elf Partien bleiben weniger seine beiden Treffer, als jede Menge ausgelassener Großchancen von ihm in Erinnerung. Ein Stürmer, der das Tor nicht trifft und sich intern nicht als Team-Player präsentiert, kann nur wenig Akzeptanz seiner Mitspieler erwarten. Marco Antwerpen hat hier (vorläufig?) die Notbremse gezogen.


    Pourié eilt schon in seiner gesamte Karriere der Ruf voraus, ein schwieriger Charakter zu sein. Der FCK ist bereits sein dreizehnter Verein. Kleiner Vergleich für Betze-Nostalgiker: Axel Roos hatte exakt zwölf Profistationen weniger.

    Huth oder Hanslik? Oder kann der FCK nicht ohne Pourié?

    Coach Antwerpen und Stürmer Pourié kennen sich gut, sie sind letzte Saison zusammen mit Eintracht Braunschweig in die zweite Liga aufgestiegen. Ob dies dazu beiträgt, dass die Tür für Pourié noch einen Spalt offen bleibt?


    Es hängt natürlich auch davon ab, wie sich die beiden einzig verbliebenen Stürmer Daniel Hanslik und Elias Huth nun präsentieren. Huth erzielte letzte Woche gegen Meppen sein erstes Saisontor und hatte in Rostock Pech, dass sein Kopfball nur am Pfosten landete. Seine kämpferische Leistung war vorbildlich und seine spielerischen Defizite nicht zu übersehen - diese hat Pourié allerdings auch. Daniel Hanslik ist spielerisch stärker als seine Konkurrenten und auch ihm ist kämpferisch bislang nichts vorzuwerfen. Generell haben alle drei Stürmer systembedingt das Problem, zumeist alleine gegen mehrere Verteidiger agieren zu müssen. Den klaren Vorteil den Pourié bisher hatte war, dass er so etwas wie eine Stammplatzgarantie hatte. Im Vergleich verbucht er sowohl mehr Startelfeinsätze (23) als auch mehr Spielminuten (1.980) für sich als Hanslik (11/977) und Huth (7/685) zusammengerechnet. Daher ist klar, dass die beiden Konkurrenten bisher wenig Sicherheit haben konnten. Beide zeigen sich jedoch auf einem guten Weg, haben aber auch den Druck sofort treffen zu müssen. Gerade Elias Huth ist extrem von hohen Bällen in den Strafraum abhängig. Wenn er diese bekommt wird er auch weitere Tore erzielen - idealerweise schon am Samstag gegen seinen ehemaligen Verein aus Zwickau.

    Es geht auf Augenhöhe weiter

    Zwickau, Magdeburg, Halle und Lübeck sind die nächsten vier FCK-Gegner. Jedes dieser Teams kann noch absteigen - Magdeburg und Lübeck stehen in der Tabelle sogar hinter den Lautrern, haben aber, genau wie die Spielvereinigung Unterhaching, ausgerechnet in dieser Woche jeweils drei Punkte eingefahren.


    Würden die Männer in Rot jedes Spiel so angehen wie das gegen Rostock wäre mir nicht bange, dass sie sich endlich auch mit Siegen belohnen würden. Aber leider hat die Mannschaft wie zuletzt gegen Meppen immer wieder unerklärliche Leistungstiefs. Auf der anderen Seite wird ihnen auch keiner der nächsten Gegner den Gefallen tun, offensiv zu agieren und Raum für Konter zu ermöglichen. Eventuell sind es wieder die Standardsituationen, auf die der FCK bauen muss. Oder, um es mit den Worten eines „großen“ Brasilianers zu auszudrücken: „Ball musse ins Tor – alles andere is' Kokolores".


    Quelle: Treffpunkt Betze


    Diskussionsthema zum Artikel: Rasen statt Röser – aber die Probleme bleiben


    Rasen statt Röser – aber die Probleme bleiben

    Neuer Rasen, schwache Leistung. 5 Auswechslungen in 4 Minuten - ein neuer Vereinsrekord. Leistungskurve und fehlende Effektivität deuten auf einen Abstiegskampf bis zur letzten Sekunde hin. Ein Kommentar.


    Bösen Zungen zufolge musste erst Großverdiener Lucas Röser von der Gehaltsliste gestrichen werden, damit sich der FCK nach sechs Jahren Wartezeit endlich einen neues Geläuf leisten kann. Dieses erlebte nun gegen den SV Meppen seine Premiere. Um es vorweg zu nehmen: Spielerisch waren gegenüber dem Vorgängermodell „Kartoffelacker“ kaum Änderungen zu bemerken.

    Die Geschichte des Spiels

    In den ersten zehn Spielminuten presst der FCK hoch und kommt zu zwei vielversprechenden Möglichkeiten: Zunächst durch Kleinsorge, dann durch Ouahim, der aus der Distanz abzieht, anstatt den besser postierten Zimmer anzuspielen. Anschließend verengt Meppen geschickt den Raum im Mittelfeld. Die Folge sind ständige Ballverluste und Fehlpässe der Roten Teufel, welche die Emsländer immer wieder für Konter über deren rechte Seite nutzen. Einen solchen Spielzug, der mit einer Flanke endet, lässt der ungewohnt schwache Avdo Spahic passieren. Und es kommt, wie es kommen musste. Ein ehemaliger Lauterer - zu dem wir später noch kommen - erzielt das 0:1 für die Gäste.


    Spieltagsbilder: 1. FC Kaiserslautern - SV Meppen (2:2)


    Das 1:1 wäre eigentlich eine Kopie der Chance von Ouahim, nur dass es dieses Mal Marlon Ritter ist und die Übersicht behält, um Jean Zimmer einzusetzen. Dieser passt mustergültig zu Ritter zurück, der trocken einschiebt. Kurz nach der Pause geht der Gast dann per Foulelfmeter in Führung. Zwar verursacht Tim Rieder im Zweikampf den Strafstoß, Ausgangspunkt ist jedoch ein haarsträubender Pass von Alexander Winkler.


    Der Trainer kann ja jetzt schlecht die ganze Mannschaft auswechseln“ wäre an dieser Stelle ein klassischer Tribünen-Kommentar. „Hold my Getränkeflasche!“, muss sich FCK-Coach Antwerpen da wohl gedacht haben. Zwischen der 54. und 57. Spielminute tauscht er exakt die Hälfte seiner Feldspieler aus. Vereinsrekord. Was folgt ist eine weitere 10-minütige Druckphase, in der Elias Huth endlich mit seinem ersten Saisontreffer belohnt wird. Fortan spielen die Roten Teufel mit Dreierkette (Ciftci, Rieder, Senger), die Außenspieler in der Abwehr und im Mittelfeld schieben jeweils eine Reihe nach vorne. Das bringt am Ende trotzdem wenig. Letztlich ist das Untentschieden mit gerecht bis glücklich zu bewerten.

    Nicht dem Sturm, sondern dem Mittelfeld fehlt die Effektivität

    Anas Ouahim und Marlon Ritter sind Techniker, wie sie der FCK selbst zu Zweitligazeiten nur selten in seinen Reihen hatte: Ballsicher, dribbelstark und mit einer feinen Schusstechnik gesegnet. Was beiden momentan fehlt ist die Effektivität. Im richtigen Moment den richtigen Pass zu spielen, den Ball richtig mitzunehmen und den Torschuss besser zu justieren. Ähnliches gilt für Hikmet Ciftci, der allerdings stets jede Menge gewonnener Defensivzweikämpfe auf seiner Habenseite verbuchen kann. Kenny Redondo hat es bisher leider nur im Derby geschafft, einmal über volle 90 Minuten konzentriert zu spielen und seine unglaubliche Schnelligkeit auch richtig einzusetzen.


    Sämtliche Sechser mit Ausnahme von Ciftci (Sickinger, Rieder, Bakhat) traten in der bisherigen Spielzeit in der gegnerischen Hälfte kaum in Erscheinung. Wie man letzte Woche erfuhr, spielt Marius Kleinsorge schon seit längerem trotz eines Leistenbruchs. Wenn er fit ist und seine Großchancen verwertet, ist er eine echte Waffe – aber auch das war zuletzt leider nur in Mannheim der Fall. Das FCK-Mittelfeld bringt grundsätzlich alles mit, um richtig guten und erfolgreichen Fußball zu spielen. Am Samstag ließ sie sich trotzdem von einer biederen Meppener Mannschaft die Butter vom Brot nehmen. Das Auslassen von Großchancen ist zuletzt nicht mehr das Problem der Mannschaft. Es ist vor allem die fehlenden Effektivität im Mittelfeld, den Ball zu behaupten und Chancen zu kreieren.

    Die Leistungskurve des Teams macht wieder Angst

    Bärenstarker Sieg gegen Mannheim, starkes Unentschieden gegen Bayern II, unglückliche Niederlage gegen Ingolstadt und nun eine überwiegend schwache Leistung gegen den SV Meppen. Die Leistungskurve nach vier Spielen unter Marco Antwerpen zeigt klar nach unten – wie bei jedem FCK-Coach in dieser Saison. Sinnbildlich dafür ist die Leistung von Jean Zimmer, der am Samstag völlig neben sich stand und neben der Torvorlage zum 1:1 quasi keine guten Szenen hatte. Dennoch war er in der Lage ein Treffer vorzubereiten. Er könnte der Spieler sein, an dem sich die anderen aufrichten. Wahrscheinlich muss er es sogar sein.

    Wird jetzt rotiert?

    Hinsichtlich der Mannschaftsaufstellung sind für die nächsten Spiele sicherlich mehrere Änderungen zu erwarten: Völlig überraschend war Stürmer Marvin Pourié am Samstag noch nicht einmal für den Kader nominiert. Durchaus nachvollziehbar, denn in seinen letzten fünf Spielen stehen bei ihm null Tore, ein Assist und mehrere vergebene Großchancen zu Buche. Seine Vertreter Martin Hanslik und Elias Huth konnten zuletzt zumindest je einen Treffer erzielen. Man darf gespannt sein, wie der extrovertierte Pourié mit dem Denkzettel seines Trainers umgeht. In der vergangenen Saison sind beide noch gemeinsam in Braunschweig aufgestiegen. Auch die Auswechslung von Innenverteidiger Alexander Winkler könnte ein Zeichen für die kommende Mannschaftsaufstellung sein. In den letzten Spielen leistete sich der ehemalige Hachinger gleich mehrere Aussetzer und brachte der Abwehr nie die gewünschte Stabilität. Winterpausentransfer Marvin Senger, bislang in jedem Spiel eingewechselt, könnte hier durchaus ein Startelfkandidat auf Winklers Position in der Innenverteidigung sein.


    Dass die Stärken von Linksverteidiger Hendrick Zuck ausschließlich in der Offensive liegen, bewies der Saarländer gestern wieder eindrucksvoll: In der 59. Minute führte sein sehenswerter Flankenlauf zum 2:2 Ausgleich. Nur zwei Minuten später foulte er seinen Gegenspieler Guder vollkommen ungeschickt in einer eigentlich ungefährlichen Situation im Strafraum. Zum Glück gab der Schiedsrichter den berechtigten Elfmeter nicht. Zuck ist definitiv kein Linksverteidiger, allerdings deutet derzeit wenig darauf hin, als würde Marco Antwerpen diese Meinung teilen.

    Nervensäge Hemlein geht sogar dem Lutscher auf den Zeiger

    Als Boris Schommers FCK-Trainer wurde, wendete er den alten Trainertrick an, ein paar Spieler zu suspendieren ohne dabei die Mannschaft zu schwächen. Einer dieser Spieler war Christoph Hemlein, der sich im Nachgang mehrfach medial zu Wort meldete und sich unter anderem gemobbt fühlte. Im Interview nach dem Spiel trat Torschütze Hemlein dann nochmal gegen seinen ehemaligen Coach Schommers nach und nannte ihn „den Harry Potter an der Seitenlinie“.


    Ich glaube tatsächlich, dass Hemlein eigentlich ein netter Kerl ist. Ehrlich. Allerdings gehört er zu der seltenen Spezies Spieler, die es binnen weniger Sekunden schaffen, sowohl das gegnerische als auch das eigene Team komplett gegen sich aufzubringen. Der letzte FCK-Profi mit diesen Eigenschaften war wahrscheinlich Jörgen Pettersson. Selbst Hemleins Trainer Torsten Frings zeigte sich in der Pressekonferenz von ihm genervt und gab zu Protokoll, Hemlein möge sich doch das ständige „Labern mit der gegnerischen Trainerbank“ endlich einmal abgewöhnen.


    In seinen 45 Liga-Einsätzen für den FCK fiel der Außenstürmer leider nie durch Leaderqulitäten und selten durch Vorlagen oder gar Tore auf. In seinen zehn Spielen als Kapitän wurde er beinahe immer nach rund einer Stunde - leistungsgerecht - ausgewechselt. Kann sich irgendjemand an ein wirklich starkes Hemlein-Spiel erinnern? Einzige Konstante beim ehemaligen Bielefelder ist die übertriebene Theatralik und das ständige Diskutieren mit Schiedsrichtern oder Gegenspielern. So auch gestern, als er sich nach dem Tor demonstrativ die Ohren zuhielt und sich mehrfach Wortgefechte mit der FCK-Bank lieferte. Würde das Prinzip „Nur wer Leistung bringt, darf die Klappe aufreissen“ stimmen, würde man „Locke“ Hemlein nicht nur auf dem Betzenberg als introvertiertes Musterbeispiel an Ruhe und Ausgeglichenheit kennen.

    Wie geht es nun weiter?

    Beim nächsten Lauterer Gegner, der Hansakogge aus Rostock läuft momentan so ziemlich alles rund. In den letzten acht Spielen holten die Hanseaten nicht weniger als 22 von 24 möglichen Punkten. Mit Ausnahme vom Hinspiel gegen 1860 und dem Rückspiel gegen Wehen-Wiesbaden sah der FCK gegen die Spitzenteams zwar fast immer gut aus, konnte allerdings nicht einen einzigen Sieg verbuchen. Beim Blick auf die Tabelle fällt auf, dass der KFC Uerdingen in seinen vier Nachholspielen lediglich zwei Punkte verbuchen muss, um den FCK hinter sich und auf einen Abstiegsplatz abrutschen zu lassen. Ein weiteres Szenario ist der Ausstieg der insolventen Krefelder aus dem Ligabetrieb. In dem Fall würden alle Spiele anulliert. Damit stünde der KFC zwar als erster Absteiger fest, jedoch bekäme der FCK die drei Punkte aus dem Hinspiel aberkannt.


    Das alles ist mehr als beunruhigend. Mit der Leistung der beiden Druckphasen gegen Meppen kann der FCK jeden Gegner in der 3. Liga so dominieren wie den SV Waldhof im Derby. Mit der Darbietung der restlichen 70 Minuten im Heimspiel gegen Meppen wird die 3. Liga hingegen nicht zu halten sein.


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Wer eine tiefbraune Gesinnung hat, kennt den Haufen wahrscheinlich ohnehin, aber letztlich werden Naziparteien wie NPD, der 3.Weg usw. durch den Erfolg der afd bei jeder Wahlen marginalisiert und kommen fast nirgendwo auch nur annähernd über 1%.


    Zudem sind die Reaktionen des Vereins -die sehr gut war- und in sämtlichen FCK-relevanten Foren sicher alles andere als imagefördend für den 3.Weg.


    Ich finde Fans + Verein haben hier den richtigen Konter gefahren und klargestellt, dass Nazis auf dem Betze nicht willkommen sind. Von daher war die Aktion doch eher ein Eigentor für die Faschos.

    zu 1.: Als damals Dick und Zuck zurückgeholt wurden habe ich das als "Nostalgietransfers" bezeichnet, die uns nicht weiterbringen und stand ziemlich alleine mit meiner Meinung da. Leider hatte ich damals Recht. Unrecht hatte ich natürlich auch oft genug (z.B. bei Biada, Thiele oder Löhmannsröben). Es geht gar nicht darum, jemanden als "ahnungslos" darzustellen. Aber der FCK-Fan liebt nichts mehr, als wenn ein verlorener Sohn heimkehrt. Grund ist wahrscheinlich, dass man einen Spieler, den man mag, weniger kritisch sieht - Paradebeispiel hierfür ist Flo Dick.


    zu 2.: Zimmer übernimmt vom seinem Moment an Verantwortung, hat enorm viel Dynamik nach vorne und hat zwei Tore (vorletzter Pass in Verl, Assist in DD) vorbereitet. Von der Mentalität und Klasse her, ist er genau der Spieler, der uns gefehlt hat. Auch wenn er mal eine 100%ige auslässt, wie gestern.

    Alles richtig was Du schreibst! Zeigt es aber auch, dass das Vertrauen zu den Herrn auf dem Berg eher gegen Null tendiert!

    Natürlich und das auch nicht zu Unrecht. Aber deshalb ist nicht jede Entscheidung der Vereinsführung automatisch falsch und es hat auch nicht jeder automatisch Recht, der sie kritisiert.


    Bei manchen Kritikern muss man sich einfach fragen, wo deren Interesse liegen könnte gerade jetzt öffentlich draufzuhauen. "Mir liegt der FCK so am Herzen" bedeutet meist übersetzt "Ich brauche dringend einen Job".

    Laut Flutlicht hat Marco kurz dem fck im Herbst abgesagt.....

    Marco Kurz ist ganz offensichtlich auf Jobsuche, sonst wäre er nicht bei Flutlicht.

    Für die Bundesliga ist die Tür zu und 2.Liga unrealistisch. Was läge also näher sich beim FCK ins Spiel zu bringen - wo er auch noch in KL wohnt.


    "Die Konstellation hat nicht gepasst", sagt er über die Verhandlungen mit dem FCK. Das kann vieles heissen:


    > "Ich habe keinen Bock mit X oder Y zusammen zu arbeiten"
    > "mein Gehaltswunsch wurde abgelehnt"

    > "Ich habe XY€ für Verstärkungen gefordert und man hat mir gesagt, dass das nicht machbar sei"

    > "Vertragsdetails (Vertragslänge, gewünschtes Trainerteam) wurden abgelehnt.


    Aber klar, es MUSS ja an Notzon/Voigt gelegen haben:-)

    Exakt!

    Das einzige Kriterium scheint zu sein: "War schonmal am Betze" Und weisst Du was? Es funktioniert sogar.

    Solch populäre Personalien bringen jeder Vereinsführung kurzfristig Zeit und Ruhe im Umfeld. Natürlich ist es nur ein Strohfeuer und bringt mittelfristig gar nichts, aber schau Dir mal die Kommentare an zum Kurz-Interview. Er wird gefeiert als wäre er ein Messias. Dabei hat er es nach dem FCK geschafft bei DREI Vereinen in jeweils weniger als 92 Tagen zu scheitern - jeweils in der laufenden Saison verpflichtet UND entlassen. Respekt.


    Weitere Beispiele aus der jüngsten Zeit:

    > Torsten Lieberknecht würde man lieber heute als morgen wieder auf dem Betze sehen -obwohl er zulezt mit Duisburg trotz Riesenvorsprung den Aufstieg vergeigt hat und vorher mit Braunschweig abgestiegen ist.

    Die Rückholaktionen von Florian Dick, Hendrik Zuck, Halil Altintop wurden von den Fans im Vorfeld grandios abgefeiert. Die Leistungen eher nicht.


    Einzig Jean Zimmer fällt hier aus der Rolle. Er ist wirklich eine großartige Bereicherung.

    Armin


    Also ich weiß nicht wie man so falsch rechnen kann!

    Wenn Pourie das 4:2 schiesst ... dann spielen wir immer noch unentschieden und gewinnen das Spiel nicht. Am Ende ist das alles Hättiwari...Hätte, wäre , würde ist Unprofessionalität. Es zählt einzig was ist! ... und man sieht, dass man nicht untergeht, es aber am Ende nicht zu mehr als maximal unentschieden reicht. Die Qualität dieses Teams ist nicht ausreichend. Und Pech oder Glück gibt’s nicht. Geht der Ball an den Pfosten und springt raus, dann war er einfach zu weit außen.

    Kinglouis Das ist Fußball, nicht Mathematik :-)


    Trifft Pourié dann liegt DD nach 2-1 Führung 4-2 hinten obwohl sie in der Halbzeitpause noch dachten, das Ding im Sack zu haben. 3 Gegentreffer in so kurzer Zeit hauen Dich normalerweise erstmal um. Im Gegenzug bekommt das FCK-Team eine breite Brust weil es weiss, dass selbst ein Gegentreffer der Dresdner noch nichts kaputt macht.


    Bleibe dabei: Macht Pourié seine beiden Großchancen rein gewinnen wir beide Spiele und haben FÜNF Punkte mehr. Daher kann ich Saibene verstehen, dass er auch von Pech spricht. Das ist schließlich etwas, was er als Trainer nicht beeinflussen kann.

    Eine Mannschaft steht nicht auf Tabellenplatz 18 wenn nur das Glück fehlt.


    Fairerweise muss man ergänzen, dass er hinzugefügt hat: "das soll keine Ausrede sein".


    Aus seiner Sicht ist allerdings auch Pech! Wenn Pourié in Verl den Elfer versenkt und gg. Dresden das 4-2 macht, gewinnen wir beide Spiele und haben 5 Punkte mehr!


    Das ändert natürlich auch nichts dran, dass die Mannschaft in beiden Spielen auch anschließend um den Gegentreffer gebettelt hat.

    Ich kann mir Gerry mit seiner Erfahrung gut im AR vorstellen. Er hat sportliches Wissen, was im AR von Vorteil wäre.

    Seine Erfahrungen auf der Hantelbank?


    Was für sportliches Wissen hat er denn, was im AR hilfreich wäre?

    Der Aufsichtsrat ist ein Kontrollgremium.

    Selbst im sportlichen Bereich wäre er als ehemaliger Torwart hier nur mäßig qualifiziert.

    Aber scheinbar reicht es finanziell nicht einmal mehr für eine "Leihe"! Das "Fundament" scheint weniger als Treibsand zu sein.

    Nicht, dass solche Kommentare im Forum -wie Du fälschlicherweise schreibst- "nichts zu suchen" haben, sie sind lediglich -wie Michael richtigerweise schreibt- nicht sonderlich "sinnstiftend".


    Vielleicht einfach mal nen Gang zurückschalten und nicht immer gleich draufhauen.;)

    Buggy Interessanter Punkt bzgl. Sickinger!

    Ich denke, wir sind uns einig, dass CS sicherlich mind. zweite Liga spielen könnte.


    Beim FCK überzeugt er bisher leider nur auf seiner "B-Position" in der Innenverteidigung. Das kann einerseits an der Kapitänsbinde liegen - er ist einfach vom Typ her zu ruhig dafür. An der Seite eines erfahrenen Führungsspielers und in einem Verein, wo nicht jede Saison Feuer unterm Dach ist, wäre er sicher längst mehrere Schritte weiter in seiner Entwicklung.


    Sickingers Vertrag läuft zum Saisonende aus, eine Verlängerung hat er abgelehnt. Daher wäre jetzt tatsächlich die letzte Chance noch einmal Ablöse zu kassieren.

    So gesehen ist ein "Zimmer für Sickinger-Deal" sicherlich Sinn eine charmante Überlegung. Man könnte CS natürlich auch woanders hin transferieren, wofür aber -hinsichtlich Zimmer- dann wohl die Zeit knapp wird.


    Dann müsste man allerdings auch "beten", dass Winkler/Kraus fit bleiben. Ich persönlich halte Hainault nämlich für keine brauchbare IV-Alternative. Dann lieber eine Dreierkette (Hercher+Hlousek + Kraus oder Winkler).



    Bzgl. Bachman hast Du natürlich Recht - ist korrigiert. Danke für den Hinweis!