Beiträge von Wolfram Wuttke

    Diskussionsthema zum Artikel: Rasen statt Röser – aber die Probleme bleiben


    Rasen statt Röser – aber die Probleme bleiben

    Neuer Rasen, schwache Leistung. 5 Auswechslungen in 4 Minuten - ein neuer Vereinsrekord. Leistungskurve und fehlende Effektivität deuten auf einen Abstiegskampf bis zur letzten Sekunde hin. Ein Kommentar.


    Bösen Zungen zufolge musste erst Großverdiener Lucas Röser von der Gehaltsliste gestrichen werden, damit sich der FCK nach sechs Jahren Wartezeit endlich einen neues Geläuf leisten kann. Dieses erlebte nun gegen den SV Meppen seine Premiere. Um es vorweg zu nehmen: Spielerisch waren gegenüber dem Vorgängermodell „Kartoffelacker“ kaum Änderungen zu bemerken.

    Die Geschichte des Spiels

    In den ersten zehn Spielminuten presst der FCK hoch und kommt zu zwei vielversprechenden Möglichkeiten: Zunächst durch Kleinsorge, dann durch Ouahim, der aus der Distanz abzieht, anstatt den besser postierten Zimmer anzuspielen. Anschließend verengt Meppen geschickt den Raum im Mittelfeld. Die Folge sind ständige Ballverluste und Fehlpässe der Roten Teufel, welche die Emsländer immer wieder für Konter über deren rechte Seite nutzen. Einen solchen Spielzug, der mit einer Flanke endet, lässt der ungewohnt schwache Avdo Spahic passieren. Und es kommt, wie es kommen musste. Ein ehemaliger Lauterer - zu dem wir später noch kommen - erzielt das 0:1 für die Gäste.


    Spieltagsbilder: 1. FC Kaiserslautern - SV Meppen (2:2)


    Das 1:1 wäre eigentlich eine Kopie der Chance von Ouahim, nur dass es dieses Mal Marlon Ritter ist und die Übersicht behält, um Jean Zimmer einzusetzen. Dieser passt mustergültig zu Ritter zurück, der trocken einschiebt. Kurz nach der Pause geht der Gast dann per Foulelfmeter in Führung. Zwar verursacht Tim Rieder im Zweikampf den Strafstoß, Ausgangspunkt ist jedoch ein haarsträubender Pass von Alexander Winkler.


    Der Trainer kann ja jetzt schlecht die ganze Mannschaft auswechseln“ wäre an dieser Stelle ein klassischer Tribünen-Kommentar. „Hold my Getränkeflasche!“, muss sich FCK-Coach Antwerpen da wohl gedacht haben. Zwischen der 54. und 57. Spielminute tauscht er exakt die Hälfte seiner Feldspieler aus. Vereinsrekord. Was folgt ist eine weitere 10-minütige Druckphase, in der Elias Huth endlich mit seinem ersten Saisontreffer belohnt wird. Fortan spielen die Roten Teufel mit Dreierkette (Ciftci, Rieder, Senger), die Außenspieler in der Abwehr und im Mittelfeld schieben jeweils eine Reihe nach vorne. Das bringt am Ende trotzdem wenig. Letztlich ist das Untentschieden mit gerecht bis glücklich zu bewerten.

    Nicht dem Sturm, sondern dem Mittelfeld fehlt die Effektivität

    Anas Ouahim und Marlon Ritter sind Techniker, wie sie der FCK selbst zu Zweitligazeiten nur selten in seinen Reihen hatte: Ballsicher, dribbelstark und mit einer feinen Schusstechnik gesegnet. Was beiden momentan fehlt ist die Effektivität. Im richtigen Moment den richtigen Pass zu spielen, den Ball richtig mitzunehmen und den Torschuss besser zu justieren. Ähnliches gilt für Hikmet Ciftci, der allerdings stets jede Menge gewonnener Defensivzweikämpfe auf seiner Habenseite verbuchen kann. Kenny Redondo hat es bisher leider nur im Derby geschafft, einmal über volle 90 Minuten konzentriert zu spielen und seine unglaubliche Schnelligkeit auch richtig einzusetzen.


    Sämtliche Sechser mit Ausnahme von Ciftci (Sickinger, Rieder, Bakhat) traten in der bisherigen Spielzeit in der gegnerischen Hälfte kaum in Erscheinung. Wie man letzte Woche erfuhr, spielt Marius Kleinsorge schon seit längerem trotz eines Leistenbruchs. Wenn er fit ist und seine Großchancen verwertet, ist er eine echte Waffe – aber auch das war zuletzt leider nur in Mannheim der Fall. Das FCK-Mittelfeld bringt grundsätzlich alles mit, um richtig guten und erfolgreichen Fußball zu spielen. Am Samstag ließ sie sich trotzdem von einer biederen Meppener Mannschaft die Butter vom Brot nehmen. Das Auslassen von Großchancen ist zuletzt nicht mehr das Problem der Mannschaft. Es ist vor allem die fehlenden Effektivität im Mittelfeld, den Ball zu behaupten und Chancen zu kreieren.

    Die Leistungskurve des Teams macht wieder Angst

    Bärenstarker Sieg gegen Mannheim, starkes Unentschieden gegen Bayern II, unglückliche Niederlage gegen Ingolstadt und nun eine überwiegend schwache Leistung gegen den SV Meppen. Die Leistungskurve nach vier Spielen unter Marco Antwerpen zeigt klar nach unten – wie bei jedem FCK-Coach in dieser Saison. Sinnbildlich dafür ist die Leistung von Jean Zimmer, der am Samstag völlig neben sich stand und neben der Torvorlage zum 1:1 quasi keine guten Szenen hatte. Dennoch war er in der Lage ein Treffer vorzubereiten. Er könnte der Spieler sein, an dem sich die anderen aufrichten. Wahrscheinlich muss er es sogar sein.

    Wird jetzt rotiert?

    Hinsichtlich der Mannschaftsaufstellung sind für die nächsten Spiele sicherlich mehrere Änderungen zu erwarten: Völlig überraschend war Stürmer Marvin Pourié am Samstag noch nicht einmal für den Kader nominiert. Durchaus nachvollziehbar, denn in seinen letzten fünf Spielen stehen bei ihm null Tore, ein Assist und mehrere vergebene Großchancen zu Buche. Seine Vertreter Martin Hanslik und Elias Huth konnten zuletzt zumindest je einen Treffer erzielen. Man darf gespannt sein, wie der extrovertierte Pourié mit dem Denkzettel seines Trainers umgeht. In der vergangenen Saison sind beide noch gemeinsam in Braunschweig aufgestiegen. Auch die Auswechslung von Innenverteidiger Alexander Winkler könnte ein Zeichen für die kommende Mannschaftsaufstellung sein. In den letzten Spielen leistete sich der ehemalige Hachinger gleich mehrere Aussetzer und brachte der Abwehr nie die gewünschte Stabilität. Winterpausentransfer Marvin Senger, bislang in jedem Spiel eingewechselt, könnte hier durchaus ein Startelfkandidat auf Winklers Position in der Innenverteidigung sein.


    Dass die Stärken von Linksverteidiger Hendrick Zuck ausschließlich in der Offensive liegen, bewies der Saarländer gestern wieder eindrucksvoll: In der 59. Minute führte sein sehenswerter Flankenlauf zum 2:2 Ausgleich. Nur zwei Minuten später foulte er seinen Gegenspieler Guder vollkommen ungeschickt in einer eigentlich ungefährlichen Situation im Strafraum. Zum Glück gab der Schiedsrichter den berechtigten Elfmeter nicht. Zuck ist definitiv kein Linksverteidiger, allerdings deutet derzeit wenig darauf hin, als würde Marco Antwerpen diese Meinung teilen.

    Nervensäge Hemlein geht sogar dem Lutscher auf den Zeiger

    Als Boris Schommers FCK-Trainer wurde, wendete er den alten Trainertrick an, ein paar Spieler zu suspendieren ohne dabei die Mannschaft zu schwächen. Einer dieser Spieler war Christoph Hemlein, der sich im Nachgang mehrfach medial zu Wort meldete und sich unter anderem gemobbt fühlte. Im Interview nach dem Spiel trat Torschütze Hemlein dann nochmal gegen seinen ehemaligen Coach Schommers nach und nannte ihn „den Harry Potter an der Seitenlinie“.


    Ich glaube tatsächlich, dass Hemlein eigentlich ein netter Kerl ist. Ehrlich. Allerdings gehört er zu der seltenen Spezies Spieler, die es binnen weniger Sekunden schaffen, sowohl das gegnerische als auch das eigene Team komplett gegen sich aufzubringen. Der letzte FCK-Profi mit diesen Eigenschaften war wahrscheinlich Jörgen Pettersson. Selbst Hemleins Trainer Torsten Frings zeigte sich in der Pressekonferenz von ihm genervt und gab zu Protokoll, Hemlein möge sich doch das ständige „Labern mit der gegnerischen Trainerbank“ endlich einmal abgewöhnen.


    In seinen 45 Liga-Einsätzen für den FCK fiel der Außenstürmer leider nie durch Leaderqulitäten und selten durch Vorlagen oder gar Tore auf. In seinen zehn Spielen als Kapitän wurde er beinahe immer nach rund einer Stunde - leistungsgerecht - ausgewechselt. Kann sich irgendjemand an ein wirklich starkes Hemlein-Spiel erinnern? Einzige Konstante beim ehemaligen Bielefelder ist die übertriebene Theatralik und das ständige Diskutieren mit Schiedsrichtern oder Gegenspielern. So auch gestern, als er sich nach dem Tor demonstrativ die Ohren zuhielt und sich mehrfach Wortgefechte mit der FCK-Bank lieferte. Würde das Prinzip „Nur wer Leistung bringt, darf die Klappe aufreissen“ stimmen, würde man „Locke“ Hemlein nicht nur auf dem Betzenberg als introvertiertes Musterbeispiel an Ruhe und Ausgeglichenheit kennen.

    Wie geht es nun weiter?

    Beim nächsten Lauterer Gegner, der Hansakogge aus Rostock läuft momentan so ziemlich alles rund. In den letzten acht Spielen holten die Hanseaten nicht weniger als 22 von 24 möglichen Punkten. Mit Ausnahme vom Hinspiel gegen 1860 und dem Rückspiel gegen Wehen-Wiesbaden sah der FCK gegen die Spitzenteams zwar fast immer gut aus, konnte allerdings nicht einen einzigen Sieg verbuchen. Beim Blick auf die Tabelle fällt auf, dass der KFC Uerdingen in seinen vier Nachholspielen lediglich zwei Punkte verbuchen muss, um den FCK hinter sich und auf einen Abstiegsplatz abrutschen zu lassen. Ein weiteres Szenario ist der Ausstieg der insolventen Krefelder aus dem Ligabetrieb. In dem Fall würden alle Spiele anulliert. Damit stünde der KFC zwar als erster Absteiger fest, jedoch bekäme der FCK die drei Punkte aus dem Hinspiel aberkannt.


    Das alles ist mehr als beunruhigend. Mit der Leistung der beiden Druckphasen gegen Meppen kann der FCK jeden Gegner in der 3. Liga so dominieren wie den SV Waldhof im Derby. Mit der Darbietung der restlichen 70 Minuten im Heimspiel gegen Meppen wird die 3. Liga hingegen nicht zu halten sein.


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Wer eine tiefbraune Gesinnung hat, kennt den Haufen wahrscheinlich ohnehin, aber letztlich werden Naziparteien wie NPD, der 3.Weg usw. durch den Erfolg der afd bei jeder Wahlen marginalisiert und kommen fast nirgendwo auch nur annähernd über 1%.


    Zudem sind die Reaktionen des Vereins -die sehr gut war- und in sämtlichen FCK-relevanten Foren sicher alles andere als imagefördend für den 3.Weg.


    Ich finde Fans + Verein haben hier den richtigen Konter gefahren und klargestellt, dass Nazis auf dem Betze nicht willkommen sind. Von daher war die Aktion doch eher ein Eigentor für die Faschos.

    zu 1.: Als damals Dick und Zuck zurückgeholt wurden habe ich das als "Nostalgietransfers" bezeichnet, die uns nicht weiterbringen und stand ziemlich alleine mit meiner Meinung da. Leider hatte ich damals Recht. Unrecht hatte ich natürlich auch oft genug (z.B. bei Biada, Thiele oder Löhmannsröben). Es geht gar nicht darum, jemanden als "ahnungslos" darzustellen. Aber der FCK-Fan liebt nichts mehr, als wenn ein verlorener Sohn heimkehrt. Grund ist wahrscheinlich, dass man einen Spieler, den man mag, weniger kritisch sieht - Paradebeispiel hierfür ist Flo Dick.


    zu 2.: Zimmer übernimmt vom seinem Moment an Verantwortung, hat enorm viel Dynamik nach vorne und hat zwei Tore (vorletzter Pass in Verl, Assist in DD) vorbereitet. Von der Mentalität und Klasse her, ist er genau der Spieler, der uns gefehlt hat. Auch wenn er mal eine 100%ige auslässt, wie gestern.

    Alles richtig was Du schreibst! Zeigt es aber auch, dass das Vertrauen zu den Herrn auf dem Berg eher gegen Null tendiert!

    Natürlich und das auch nicht zu Unrecht. Aber deshalb ist nicht jede Entscheidung der Vereinsführung automatisch falsch und es hat auch nicht jeder automatisch Recht, der sie kritisiert.


    Bei manchen Kritikern muss man sich einfach fragen, wo deren Interesse liegen könnte gerade jetzt öffentlich draufzuhauen. "Mir liegt der FCK so am Herzen" bedeutet meist übersetzt "Ich brauche dringend einen Job".

    Laut Flutlicht hat Marco kurz dem fck im Herbst abgesagt.....

    Marco Kurz ist ganz offensichtlich auf Jobsuche, sonst wäre er nicht bei Flutlicht.

    Für die Bundesliga ist die Tür zu und 2.Liga unrealistisch. Was läge also näher sich beim FCK ins Spiel zu bringen - wo er auch noch in KL wohnt.


    "Die Konstellation hat nicht gepasst", sagt er über die Verhandlungen mit dem FCK. Das kann vieles heissen:


    > "Ich habe keinen Bock mit X oder Y zusammen zu arbeiten"
    > "mein Gehaltswunsch wurde abgelehnt"

    > "Ich habe XY€ für Verstärkungen gefordert und man hat mir gesagt, dass das nicht machbar sei"

    > "Vertragsdetails (Vertragslänge, gewünschtes Trainerteam) wurden abgelehnt.


    Aber klar, es MUSS ja an Notzon/Voigt gelegen haben:-)

    Exakt!

    Das einzige Kriterium scheint zu sein: "War schonmal am Betze" Und weisst Du was? Es funktioniert sogar.

    Solch populäre Personalien bringen jeder Vereinsführung kurzfristig Zeit und Ruhe im Umfeld. Natürlich ist es nur ein Strohfeuer und bringt mittelfristig gar nichts, aber schau Dir mal die Kommentare an zum Kurz-Interview. Er wird gefeiert als wäre er ein Messias. Dabei hat er es nach dem FCK geschafft bei DREI Vereinen in jeweils weniger als 92 Tagen zu scheitern - jeweils in der laufenden Saison verpflichtet UND entlassen. Respekt.


    Weitere Beispiele aus der jüngsten Zeit:

    > Torsten Lieberknecht würde man lieber heute als morgen wieder auf dem Betze sehen -obwohl er zulezt mit Duisburg trotz Riesenvorsprung den Aufstieg vergeigt hat und vorher mit Braunschweig abgestiegen ist.

    Die Rückholaktionen von Florian Dick, Hendrik Zuck, Halil Altintop wurden von den Fans im Vorfeld grandios abgefeiert. Die Leistungen eher nicht.


    Einzig Jean Zimmer fällt hier aus der Rolle. Er ist wirklich eine großartige Bereicherung.

    Wolfram Wuttke


    Also ich weiß nicht wie man so falsch rechnen kann!

    Wenn Pourie das 4:2 schiesst ... dann spielen wir immer noch unentschieden und gewinnen das Spiel nicht. Am Ende ist das alles Hättiwari...Hätte, wäre , würde ist Unprofessionalität. Es zählt einzig was ist! ... und man sieht, dass man nicht untergeht, es aber am Ende nicht zu mehr als maximal unentschieden reicht. Die Qualität dieses Teams ist nicht ausreichend. Und Pech oder Glück gibt’s nicht. Geht der Ball an den Pfosten und springt raus, dann war er einfach zu weit außen.

    Kinglouis Das ist Fußball, nicht Mathematik :-)


    Trifft Pourié dann liegt DD nach 2-1 Führung 4-2 hinten obwohl sie in der Halbzeitpause noch dachten, das Ding im Sack zu haben. 3 Gegentreffer in so kurzer Zeit hauen Dich normalerweise erstmal um. Im Gegenzug bekommt das FCK-Team eine breite Brust weil es weiss, dass selbst ein Gegentreffer der Dresdner noch nichts kaputt macht.


    Bleibe dabei: Macht Pourié seine beiden Großchancen rein gewinnen wir beide Spiele und haben FÜNF Punkte mehr. Daher kann ich Saibene verstehen, dass er auch von Pech spricht. Das ist schließlich etwas, was er als Trainer nicht beeinflussen kann.

    Eine Mannschaft steht nicht auf Tabellenplatz 18 wenn nur das Glück fehlt.


    Fairerweise muss man ergänzen, dass er hinzugefügt hat: "das soll keine Ausrede sein".


    Aus seiner Sicht ist allerdings auch Pech! Wenn Pourié in Verl den Elfer versenkt und gg. Dresden das 4-2 macht, gewinnen wir beide Spiele und haben 5 Punkte mehr!


    Das ändert natürlich auch nichts dran, dass die Mannschaft in beiden Spielen auch anschließend um den Gegentreffer gebettelt hat.

    Ich kann mir Gerry mit seiner Erfahrung gut im AR vorstellen. Er hat sportliches Wissen, was im AR von Vorteil wäre.

    Seine Erfahrungen auf der Hantelbank?


    Was für sportliches Wissen hat er denn, was im AR hilfreich wäre?

    Der Aufsichtsrat ist ein Kontrollgremium.

    Selbst im sportlichen Bereich wäre er als ehemaliger Torwart hier nur mäßig qualifiziert.

    Aber scheinbar reicht es finanziell nicht einmal mehr für eine "Leihe"! Das "Fundament" scheint weniger als Treibsand zu sein.

    Nicht, dass solche Kommentare im Forum -wie Du fälschlicherweise schreibst- "nichts zu suchen" haben, sie sind lediglich -wie Michael richtigerweise schreibt- nicht sonderlich "sinnstiftend".


    Vielleicht einfach mal nen Gang zurückschalten und nicht immer gleich draufhauen.;)

    Buggy Interessanter Punkt bzgl. Sickinger!

    Ich denke, wir sind uns einig, dass CS sicherlich mind. zweite Liga spielen könnte.


    Beim FCK überzeugt er bisher leider nur auf seiner "B-Position" in der Innenverteidigung. Das kann einerseits an der Kapitänsbinde liegen - er ist einfach vom Typ her zu ruhig dafür. An der Seite eines erfahrenen Führungsspielers und in einem Verein, wo nicht jede Saison Feuer unterm Dach ist, wäre er sicher längst mehrere Schritte weiter in seiner Entwicklung.


    Sickingers Vertrag läuft zum Saisonende aus, eine Verlängerung hat er abgelehnt. Daher wäre jetzt tatsächlich die letzte Chance noch einmal Ablöse zu kassieren.

    So gesehen ist ein "Zimmer für Sickinger-Deal" sicherlich Sinn eine charmante Überlegung. Man könnte CS natürlich auch woanders hin transferieren, wofür aber -hinsichtlich Zimmer- dann wohl die Zeit knapp wird.


    Dann müsste man allerdings auch "beten", dass Winkler/Kraus fit bleiben. Ich persönlich halte Hainault nämlich für keine brauchbare IV-Alternative. Dann lieber eine Dreierkette (Hercher+Hlousek + Kraus oder Winkler).



    Bzgl. Bachman hast Du natürlich Recht - ist korrigiert. Danke für den Hinweis!

    Diskussionsthema zum Artikel: Kommentar: Zimmer frei am Golfplatz Betzenberg?


    Kommentar: Zimmer frei am Golfplatz Betzenberg?

    Auch im neuen Jahr scheint sich im Spiel der Roten Teufel vieles nicht verändert zu haben. Beim torlosen Remis gegen Köln traten längst bekannte Probleme auf. Ein Kommentar.


    Das war doch noch im letzten Jahrzehnt“, scherzte FCK-Coach Jeff Saibene noch vor dem Anpfiff, als er im Interview auf die vorangegangenen Spiele angesprochen wurde. Nicht nur, dass das neue Jahrzehnt bereits gut 12 Monate auf dem Buckel hat, auch im Lauterer Spiel war reichlich wenig anders als im vergangenen Jahr.

    Erfolgsversprechende Defensivtaktik?

    Wie schon beim hochverdienten 2:0 Sieg in Uerdingen begannen die Roten Teufel im Heimspiel gegen Viktoria Köln im 4-1-4-1 System. Gerade für ein Heimspiel - falls es ohne Zuschauer überhaupt so etwas wie Heimspiele gibt - stand das Team von Jeff Saibene tiefer als sonst und zeigte kaum Initiative in der Spielgestaltung. Ein Mittelfeldspiel war praktisch nicht existent. Das Fehlen von Hikmet Ciftci war unübersehbar, denn außer Marlon Ritter und mit Abstrichen Debütant Anil Aydin war kaum einmal jemand auf FCK-Seite in der Lage, den Ball zu halten und spielerische Lösungen zu finden. Gute Lauterer Torchancen ergaben sich meist durch Konter, die wohl beste davon in der Schlusssminute, nach einem Freistoß des Gegners am Lauterer Sechzehner.


    Die Anfangsphase verschliefen die Lauterer mal wieder komplett, in der Folge wurde es zumindest etwas besser. Ebenso typisch wie die anfängliche Schläfrigkeit der Männer in Rot ist allerdings auch der positive „Halbzeit-Weckruf“ des Trainers. Wieder einmal hatte Saibene mit der Einwechslung (Kleinsorge für Hanslik) das richtige Händchen gehabt. Wieder einmal war die zweite Halbzeit besser als die erste. Den Mut, den der Lauterer Coach praktisch von seinem ersten Arbeitstag an fordert, lässt das Team leider weiterhin noch viel zu oft vermissen.


    So unattraktiv diese Taktik am Samstag auch aussah, sie könnte in den kommenden Wochen erfolgsversprechend sein, sofern das Team vorne endlich entschlossener auftritt. Die Vorgabe defensiv zu stehen und auf Fehler des Gegners zu warten, sollte in der 3. Liga durchaus ein Erfolgsgarant sein. Und zwar dann, wenn die Defensive sicher steht und in der Offensive durch Konter oder Standards Treffer erzielt werden. Anders als noch beim letzten Auftritt gegen Uerdingen wurde der defensive Part auch gegen Viktoria erfüllt, der offensive hingegen nicht.

    Golfrasen auf dem Betzenberg

    Das Spielfeld auf dem Betzenberg präsentierte sich am Samstag im Zustand eines Golfplatzes - auf dem kurz vor dem Anpfiff noch ein Panzermanöver stattgefunden hat. Oder wie es Jeff Saibene formulierte: „Wir haben das schönste Stadion und den schlechtesten Platz der Liga“. Hier werden natürlich gleich Erinnerungen an den Bundesligaabstieg 1996 wach, als unter anderem der miserable Rasen als einer der Gründe ausgemacht worden war. Aktuell kann der Platzwart der Roten Teufel sicherlich nicht mehr viel ausrichten. Ein neues Geläuf müsste her. Fraglich ist, ob zu dieser Jahreszeit neuer Rollrasen überhaupt ordentlich anwachsen kann.

    Die gelbe Gefahr: Schiedsrichter Michael Bacher

    Innerhalb der ersten vier Spielminuten „gelang“ es den Lauterern bereits zwei gelbe Karten zu kassieren. Dass es am Ende des Spiels derer sechs waren (die Verwarnung für Torwarttrainer Sven Höh ist hier noch nicht einmal berücksichtigt), lag auch am Mann in gelbschwarz, der das „mit-übertriebenem-Geschrei-zu-Boden-gehen“ von Kölner Spielern zumeist umgehend mit gelbem Karton für den Lauterer Gegenspieler ahndete, mit heftigen Folgen für den FCK. Dazu später mehr. Ansonsten bot der Unparteiische eigentlich eine ordentliche Leistung. Wobei dem 29-jährigen etwas weniger 'law-and-order-Attitüde' wahrlich gut zu Gesicht stünde. Seine Saisonbilanz liest sich mit 52 gelben und 3 gelb-roten Karten in 11 Partien jedenfalls nicht so, als wäre das Spiel am Samstag eine Ausnahme gewesen.

    Hinten steht die Null

    Die Defensive präsentierte sich gegen Köln solide. Sowohl das Innenverteidigerduo Winkler und Kraus als auch Hlousek und Hercher auf den Außenbahnen lieferten ein ordentliches Spiel und ließen hinten wenig zu. Mittelfeldabräumer Tim Rieder stellte sich bei seinem Gegenspieler Mike Wunderlich bereits in der ersten Minute mit einem rüden Foul persönlich vor. Zurecht kassierte er hierfür die gelbe Karte und war fortan gezwungen, sein gewohnt körperbetontes Spiel von Beginn an einzuschränken, was ihm zum Glück auch gelang. Denn sämtliche Alternativen auf seiner Position (Bachmann, Sickinger, Ciftci, Bakhat) standen aufgrund von Verletzungen, Erkrankungen bzw. einer Rotsperre noch nicht einmal im Kader.

    Auch vorne steht wieder einmal die Null

    Die offensive Viererreihe, bestehend aus Redondo, Ritter, Aydin und Hanslik, präsentierte sich weitestgehend unkreativ. Auffälligster Mann war hier noch Marlon Ritter. Der ehemalige Paderborner übernahm endlich mehr Verantwortung als noch im letzten Jahr und zeigte sich auch erstmals in der Defensive zweikampfstark. Wenn es nach vorne ging, dann meist über ihn. Vor dem Tor traf Ritter jedoch noch zu häufig die falsche Entscheidung, bzw. den Ball nicht perfekt. Dass er der beste Fussballer in den Reihen der Roten Teufel ist, deutete er mehrfach an. Er muss es in Zukunft allerdings noch deutlicher und selbstbewusster zeigen.


    Kenny Prince Redondo möchte man manchmal zurufen, ob er sich eigentlich dessen bewusst ist, über welche Schnelligkeit er eigentlich verfügt. Auch gegen Köln war er wieder an guten Offensivaktionen beteiligt, spielte jedoch genauso oft noch viel zu unkonzentriert. Auf der rechten offensiven Seite enttäuschte Daniel Hanslik abermals und wurde in der zweiten Halbzeit durch einen hochmotivierten Marius Kleinsorge ersetzt. Der ehemalige Meppener machte auf der Außenbahn ordentlich Theater, scheiterte aber häufiger am matschigen Geläuf als an seinen Gegenspielern. In der Form vom Samstag wäre er sicherlich erste Wahl für einen Startelfplatz bei der nächsten Begegnung in Verl, wenn er dort nicht gerade seine Gelbsperre absitzen müsste.


    Einen Tag vor seinem 21. Geburtstag gab Anil Aydin sein recht ordentliches Saisondebüt auf der halbrechten Position, auf der er andeutete, dass der Ball durchaus zu seinem engeren Freundeskreis zählt. Im zweiten Durchgang tauschte er dann zunächst mit Ritter die Position, bevor er durch Hendrik Zuck ersetzt wurde, dem weiterhin jegliche Konstanz fehlt. Die rechte Offensivseite bleibt weiterhin eine Baustelle.

    "Zimmer" frei auf dem Betzenberg?

    Ein schneller Mann für die offensive Außenbahn“, lautet das Anforderungsprofil, nach dem die Lauterer Verantwortlichen aktuell auf dem Transfermarkt fahnden. Nun ist der Kader des 1. FC Kaiserslautern bereits überdurchschnittlich groß und wird durch Rückkehrer wie Ciftci, Bakhat und Sessa - die allerdings allesamt zentrale Spieler sind - künftig auch noch breiter. Wie der Düsseldorfer Express vermeldet, hat der Ex-Lauterer Jean Zimmer seinen Arbeitgeber Fortuna Düsseldorf um seine Freigabe gebeten, um zum Betzenberg zurückzukehren. Der gebürtige Bad Dürkheimer, Sternzeichen Kampfmaschine, Aszendent Pitbull Terrier, wäre vom Spielertypus zweifellos eine Bereicherung, auch wenn er das ausgeschriebene Profil nicht direkt erfüllt. Zimmers Stärken liegen eher in der Defensive als in der Offensive. Allerdings könnte er, gemeinsam mit Philipp Hercher oder Marius Kleinsorge, auch als rechter Verteidiger, eine lauf-und kampfstarke Achse bilden.


    Bleibt die Frage, wie dieser Coup zu finanzieren wäre. Sollte Lucas Röser den Verein noch in der Winterpause verlassen, wäre der Transfer sicherlich machbar. Allerdings ist es schwer vorstellbar, dass ein Drittligist für den ehemaligen Dresdner tief in die Tasche greifen will. Höherklassige Vereine werden hier aus sportlichen, Regionalligisten aus finanziellen Gründen abwinken. Eventuelle Abgänge von Jonas Scholz (wird mit Homburg in Verbindung gebracht) oder Mohamed Morabet könnten das Budget zwar entlasten, aber sicherlich kein „Zimmer-Gehalt“ einsparen.

    Rotieren oder VERLieren

    Der nächste Gegner, der überraschend starke Aufsteiger SC Verl, hat am Dienstag erst einmal sein Nachholspiel bei der Spielvereinigung Unterhaching vor der Brust. Ob die Ostwestfalen deswegen am Samstag gegen den FCK personell stark rotieren werden, ist lediglich anzunehmen. Bei den Lauterern hingegen ist sicher: Marius Kleinsorge, Tim Rieder und Kenny Redondo werden allesamt gelbgesperrt fehlen. Dafür sollten Hikmet Ciftci, Nicolas Sessa, Jannik Bachmann und Carlo Sickinger wieder einsatzbereit sein.


    Es ist anzunehmen, dass Jeff Saibene die Abwehrformation unverändert lässt und Ciftci und Sickinger im zentralen Mittelfeld starten. Offen bleibt, wer auf der linken Mittelfeldposition Redondo ersetzen soll. Andererseits: Solange bei den Roten Teufeln die Null nur hinten steht, darf gerne auch der Platzwart sein Saisondebüt im linken Mittelfeld geben. Das sollte allemal erfolgsversprechender für ihn sein, als den Acker im Fritz-Walter-Stadion zu bearbeiten.


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Ich muss sagen es wurmt mich ein bisschen dass diese Szene bei Vielen an Bachmann fest gemacht wird. Wenn man sich die Zusammenfassung nochmal anschaut, dann steht Bachmann lang bei Vermeij. Kraus steht bei dem Torschützen und spekuliert dann nach schnellem Pass von Stoppelkamp völlig überraschend darauf dass rechts Jemand das Solo versucht und geht eindeutig vom Mann weg. Ein Riesen Fehler von Kraus! Der lässt seinen Mann komplett alleine zentral frei stehen. Als dieser angespielt wurde, nein schon in dem Moment als Kraus seinen Gegenspieler alleine lässt, versucht Bachmann richtigerweise in der Mitte zu zu machen. Nur das ist eben dann zu spät, aber doch auf keinen Fall ein Fehler von Bachmann. Das war ein Blackout von Kraus und sonst gar Nichts!

    Buggy:

    Ja, Kraus ist näher an Engin dran, aber hat ihn in seinem Rücken. Kraus spekuliert dann, dass Stoppelkamp auf unserer rechten Seite steil geschickt wird und orientiert sich nach rechts. In dem Moment muss sich die Kette -in dem Fall Bachmann- automatisch Richtung Ball schieben.


    Allerdings doppelt Bachmann in der Situation zusammen mit Hlousek einen Duisburger auf der linken Abwehrseite. Man sieht noch, dass er sich mit Hlousek abstimmt und dann (etwas halbherzig) in die Mitte zieht und damit einen Tick zu spät ist.



    Allerdings gilt bei den meisten Abwehrsituationen: Schwer zu sagen, wie hier die Zuordnung war.

    Ich sah Kraus schon immer als Risiko an. Ich denke, da bin ich nicht alleine. Er war noch nie ein Leistungsträger und ganz gewiss kein Spielführer.

    Sehe ich ähnlich. In seiner ersten Saison bei uns fand ich ihn richtig stark. Seit letzter Saison fallen mir mehr seine Defizite im Spielaufbau und bzgl. Schnelligkeit auf. Nein, einen Spielführer sehe ich in ihm auch nicht.

    Wenn er spielt braucht er definitiv einen Abwehrchef neben sich.

    Aus diesem Grund gebe ich Saibene die Hauptschuld an der Niederlage, da er Winkler nicht gegen Kraus ausgetauscht hat.

    Ich glaube kein Trainer der Welt tauscht eine funktionierende Abwehr ohne Not aus. Und sie hat in SB noch gut funktioniert.


    Wäre Winkler vorher bereits der Abwehrchef gewesen und von einer kurzen Verletzung zurückgekehrt, sähe die Sache sicherlich anders aus. So aber ist er immer noch "neu".


    Allerdings ist jetzt wohl ein guter Moment für jegliche Veränderungen innerhalb des Teams.

    Diskussionsthema zum Artikel: Kommentar: Die Mannschaft hat ein Mentalitätsproblem


    Kommentar: Die Mannschaft hat ein Mentalitätsproblem

    Nach dem ernüchternden Remis gegen Duisburg kündigt Jeff Saibene personelle Änderungen an. Die sind im Jahresabschluss auch bitter nötig. Ein Kommentar.


    Es gab in dieser Saison bereits Spiele, in denen der FCK als bessere Mannschaft den Sieg einfach verdient gehabt hätte (Magdeburg, Ingolstadt), oder solche, in denen es an der Leistung wenig auszusetzen gab (Rostock, Saarbrücken). Das Unentschieden gegen den MSV Duisburg war von beiden Kategorien so weit entfernt wie Marvin Pouriés Tipp (4:0) bei Liga3-Online. Im Gegenteil: Einen dermaßen verunsicherten und angeschossenen Gegner hatte der FCK in dieser Saison noch nicht - und wird ihn wohl auch nicht mehr bekommen.

    Kein Pech mehr, sondern ein Mentalitätsproblem

    Lediglich zwei Punkte holten die Meidericher aus den letzten sieben Saisonspielen, in denen sie sich teilweise desolat präsentierten. Auf dem Betzenberg hätten sie, mit einer maximal durchwachsenen Leistung, um ein Haar sogar gewonnen. Nach dem Gastspiel in Meppen bekam der FCK zum zweiten Mal in dieser Saison einen Gegner serviert, der komplett von der Rolle war und dem jegliches Selbstvertrauen fehlte. Und wiederum vollbrachten die Roten Teufel das Kunststück, einem solchen Gegner wieder auf die Beine zu helfen. Vor dem Spiel hätte man vielleicht noch sagen können: Die Lauterer Mannschaft ist dicht dran am Erfolgserlebnis, der Knoten muss einfach nur platzen. Nun nicht mehr.


    Gegen starke Teams präsentieren sich die Roten Teufel in dieser Saison stets ebenbürtig, verpassen es jedoch ebenso regelmäßig sich mit drei Punkten selbst zu belohnen. Gegen angeschlagene und verunsicherte Mannschaften hingegen bieten die Männer in Rot leider jedes Mal unerklärlich schwache Leistungen. Der FCK hat ein Mentalitätsproblem.

    Ciftcis Fehler: Wirklich die Schlüsselszene?

    Keine Frage: Ciftcis Ballverlust als letzter Mann vor dem 0:1 darf so nicht passieren. Allerdings hatte der MSV bereits vorher schon zwei Großchancen. Die in den letzten Wochen so sichere Abwehr der Lauterer präsentierte sich gegen Duisburg viel zu oft unkonzentriert. So auch beim zweiten Gegentor, als Janik Bachmann es verpasste, rechtzeitig in die Mitte einzurücken.


    Wenn es in dem Spiel eine Schlüsselszene gab, dann jene in der 58. Minute: Hlousek flankt perfekt auf Pourié, der völlig freistehend neben das Tor köpft. Wenn er in dieser Situation trifft, brechen die Zebras sicherlich ein. Stattdessen erzielt Duisburgs Engin nach dem Lautrer Abwehrfehler nur sechs Minuten später das 0:2. Was fehlte war ein wenig mehr an Aggressivität in den Zweikämpfen, ein wenig mehr am Zug zum gegnerischen Tor und mehr Konzentration in der eigenen Abwehr. Und der MSV wäre klar zu schlagen gewesen. Wäre. Wieder einmal.

    Wer übernimmt eigentlich Verantwortung im FCK-Spiel?

    Ein Hauptproblem des FCK ist das gefällige, aber nie ein 100-prozentig zielstrebige Spiel in der Offensive. Hier müssten einfach mehr Spieler Verantwortung übernehmen. Aktuell tun dies - mit Ciftci und Pourié - lediglich zwei Spieler uneingeschränkt. Auch Hlousek, der am Samstag wieder zwei hochkarätige Torchancen vorbereitete, und Rieder, von dem offensiv noch ein wenig mehr kommen könnte, liefern stets ihre Leistung ab. Vom Rest kommt einfach zu wenig. Vom Potential her müsste beispielsweise Marlon Ritter ein absoluter Leistungsträger sein. Stattdessen wirkt er zumeist so, als befände er sich im gemütlichen Trainingskick. Eine Stärke von Kenny Prince Redondo ist eigentlich seine Geschwindigkeit. Wenn er in manchen Situationen einfach nur einen Tick früher zum Ball geht, dürfte er kaum einen Zweikampf verlieren. Da Daniel Hanslik und Elias Huth, trotz unbestreitbarem kämpferischen Einsatz, immer noch ihrer Form hinterherlaufen, bleibt Pourié vorne sowohl ohne Alternative als auch ohne ausreichende Unterstützung. Hendrik Zuck funktioniert bisher nur als Einwechselspieler. Die potentielle „Verletzten-Elf“ kann keine Entschuldigung für diejenigen sein, die zuletzt spielen durften.

    Wenn auch nur innerlich: Saibene brodelt

    Gegen diesen Gegner musst du einfach gewinnen,“ sagte FCK-Coach Jeff Saibene unmittelbar nach dem Spiel im Interview. Dann legte er nach: „Ich werde mir über den einen oder anderen Gedanken machen und überlegen, was wir ändern können“. Wenn ihm nicht gerade sein ehemaliger Sportdirektor nach dem Spiel ans Bein tritt, ist Saibene ein tiefenentspannter Typ, der maximal innerlich brodelt. Daher lässt dieser Satz nur erahnen, wie sauer der Luxemburger über die Leistung seines Teams war - und dass nun intern sicherlich härtere Bandagen aufgezogen werden.


    Das Spiel gegen Duisburg war, ähnlich wie die Partie in Meppen, ein herber Rückschlag. Vor beiden Spielen hatte man den Eindruck, die Mannschaft sei nun auf dem richtigen Weg, um nur wenig später vom kompletten Gegenteil überzeugt zu werden. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem Saibene entscheidend durchgreifen muss. Was die Personallage angeht, ist der Coach generell nicht zu beneiden: In der Offensive „bewerben“ sich Spieltag für Spieltag ein bis zwei Spieler für einen Platz auf der Bank. Darüber hinaus muss Saibene beinahe jede Woche, durch Verletzungen oder Sperren bedingt, die Abwehr umbauen. Vielleicht wäre jetzt der Zeitpunkt, erstmals „freiwillig“ die Defensive umzuformieren.

    Kommt Winkler gegen seinen Ex-Klub zum Debüt?

    Ursprünglich war Alexander Winkler zu Saisonbeginn als Führungsspieler und Abwehrchef aus Unterhaching verpflichtet worden. Verletzungsbedingt kam er bislang jedoch zu keinem einzigen Einsatz. Und nachdem die Innenverteidigung zuletzt gut funktionierte, gab es auch keinen Anlass diese zu verändern. Nach den schwachen Leistungen von Kevin Kraus und Janik Bachmann gegen den MSV könnten nächste Woche erstmals Carlo Sickinger und Alexander Winkler das Innenverteidigerduo bilden. Marius Kleinsorge hingegen, gegen Duisburg erstmals als rechter Verteidiger aufgeboten, erzeugte sehr viel Druck nach vorne und könnte trotz der Rückkehr Philipp Herchers wieder in der Startelf stehen.


    Kleinsorge-Winkler-Sickinger-Hlousek könnte die Abwehrreihe gegen Winklers ehemaligen Verein Unterhaching kommenden Freitag lauten. Jetzt ließe sich zurecht bemerken, dass das Hauptproblem des FCK in der Offensive und nicht in der Abwehr liegt. Allerdings ist Sickinger als Innenverteidiger im Spielaufbau unersetzbar. Die beiden offensivstarken Außenverteidiger Hlousek und Kleinsorge können durchaus zwei klassische Stürmer (Huth und Pourié) mit Flanken bedienen. Auch Morabet und Gözütok haben sich eine neue Chance in der Offensive verdient und könnten diese mit ihrer Technik und Geschwindigkeit durchaus beleben.

    Wegweisender Dezember

    Der FCK ist seit sieben Spielen ungeschlagen und steckt trotzdem in der Krise. Klingt komisch - ist aber so. Drei Spiele stehen vor der sehr kurzen Winterpause noch an. Es geht gegen Unterhaching, 1860 München und Uerdingen - obwohl der jeweilige Gegner völlig nebensächlich ist. Denn kein Team in dieser Liga ist den anderen überlegen, kein Verein spielt außergewöhnlichen Fußball, kaum ein Ergebnis ist vorhersehbar - außer vielleicht die Unentschieden beim FCK. Saibene muss jetzt grundlegend etwas ändern. Sonst kriegt die Mannschaft in dieser Saison die Kurve nicht mehr.


    Quelle: Treffpunkt Betze

    dirtdevil Ich bin bei Dir, dass Hanslik längst noch nicht das spielt, was er kann, aber das war kämpferisch und läuferisch schon top. Zumal er die letzten Wochen wirklich nicht gut drauf war. Klar waren da noch Fehlpässe dabei genau wie bei Ciftci. Das ist aber auch normal für Spieler, die nicht nur Sicherheitspässe spielen, sondern offensiv was zu bewegen versuchen. Solche Leute sind mir deutlich lieber als Typen wie Ruben Jenssen oder Erwin Skela, die immer nur 5m Querpässe gespielt haben.


    Generell war das Niveau des Derbies auch nicht gerade hoch. Für den neutralen Betrachter war es wahrscheinlich ein ziemlich schlimmes Gebolze - 3.Liga halt. :-)


    Lautern1967 Gözütök kann die Position schon spielen. Offensichtlich wollte Saibene einen kopfballstarken Spieler und hat auf Hainault gesetzt. Mir ist Hainault für die 3.Liga (letzte Saison schon) viel zu langsam und am Ball ist er auch nicht so stark, als dass er das ausgleichen könnte.


    NRW_Teufel Ernsthaft? :-)