Ponomarew dementiert Berichte über den potentiellen Einstieg

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    Ponomarew dementiert Berichte über den potentiellen Einstieg

    Mikhail Ponomarev hat die Berichte um einen potentiellen Einstieg als Investor beim 1. FC Kaiserslautern zurückgewiesen.


    Während der SWR und die Rheinpfalz seit gestern Abend berichten, dass der russische Geschäftsmann und gleichzeitig der Präsident vom KFC Uerdingen Mikhail Ponomarev Interesse an einem Einstieg als Investor hat und bereits eine Absichtserklärung unterzeichnet haben soll, den Verein mit bis zu 30 Millionen zu unterstützen, dementiert dieser die aktuelle Berichterstattung. Gegenüber der Redaktion der RP Online sagte Ponomarev: „Da ist nichts dran, das sind nur Gerüchte“.


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Florian Dick: "Der 1. FC Kaiserslautern ist der englischste Klub in Deutschland."

    Hans Sarpei auf Twitter: Relegation 2013: Der Moment, wo ganz Deutschland zum Fan des 1. FC Kaiserslautern wird.

  • stimmt, dass oft, bis zur Unterschrift, dementiert wird. Das sagt noch nicht alles ?


    Keine Ahnung, wie dieser Investor "tickt" ? Herrn Ismael (1860) wäre einer der Letzten, den ich wollte , vom Uerdinger habe ich noch nichts negatives gehört. (welche Forderungen er an "seine Investition" stellt ?


    30 Mio. wären mehr, als ein warmer Regen, aber ???????

  • ...

    30 Mio. wären mehr, als ein warmer Regen, aber ???????

    Na, dann gehe einmal her und ziehe von den 30 Millionen die ca. 7 Millionen der fälligen Betze-Anleihe ab. Weiter die ca. 5 Millionen für den Spielbetrieb in dser nächsten Saison. Letztendlich bedenke, dass noch weitere Verbindlichkeiten anstehen, die ebenfalls, wenn auch nicht sofort, beglichen werden müssen. Und dann bleibt von den 18 Millionen nicht mehr gar so viel über.


    Und was ich mich jetzt frage - ob dieser Investor jetzt gefällt oder nicht einmal außen vor gelassen - ist, womit etwas nachhaltiges aufgebaut werden sollte. Diese 30 Millionen (wenn es tatsächlich dazu kommen sollte) würden uns de facto die nächste Saison und die übernächste Saison garantieren. Und was dann? Ein erweitertes Engagement? Ein weiterer Investor?


    Auch wenn mich jetzt viele wahrscheinlich nicht verstehen werden - diese im Raum stehenden 30 Millionen sind tatsächlich nicht sehr viel.


    Auf den Investor als Solchen gehe ich erst gar nicht ein.



    edit:

    Es ist wirklich schade, dass wir sowas nicht mal schaffen.

    ...

    Von was fabulierst Du jetzt eigentlich wieder?

    .

    FCK


    Chance gehabt - Chance vertan!

  • Allerdings sagst du selbst, dass weitere Verbindlichkeiten nicht sofort beglichen werden müssen. Ganz subtil betrachtet liegt der Vorteil beim Investor darin, dass du entweder einer Bank oder einem Bankenkonsortium keine Kreditraten samt Zinsen abstottern musst. Mit einem Invest von 30 Millionen hätten wir im Sommer 2019 nach der Lizenzierung und der Rückzahlung der Anleihe 18 Millionen. Und diese machen uns überlebens- und handlungsfähig, geschätzt für mindestens zwei weitere Jahre. Auch dann ändert sich natürlich nichts an der Zielsetzung, dass der Aufstieg spätestens 2019-20 gelingen müsste. Und die zweite Liga ist finanziell betrachtet natürlich ein Riesensprung.


    In der jetzigen Schieflage werden wir doch niemals einen Ankerinvestor finden, der bereit ist die nächsten 10-15 Jahre mitzugehen. Also brauchen wir einen, der mittelfristig agieren will. Und die Zeit muss genutzt werden, um das 4-Säulen-Modell mit Leben zu füllen.

    Florian Dick: "Der 1. FC Kaiserslautern ist der englischste Klub in Deutschland."

    Hans Sarpei auf Twitter: Relegation 2013: Der Moment, wo ganz Deutschland zum Fan des 1. FC Kaiserslautern wird.

  • @ Michael


    Deinem Post und den zugrunde liegenden Überlegungen stimme ich komplett zu!


    Was Du allerdings nicht schreibst ist, dass wir statt der nicht vorhandenen Kreditraten einen erheblichen Teil der Eigenständigkeit verlieren werden (siehe Uerdingen).


    Wann die nächsten Zahlungen (außer den bereits erwähnten) fällig sind weiss ich nicht. Allerdings müssen diese früher oder später bedient werden. Wenn ich mich nicht komplett täusche ist doch der zuletzt aufgenommene Kredit in 2 Jahren fällig?


    Aber - und das räume ich gerne ein - es geht zumindest für die nächsten zwei Saisons weiter. Ob in der Zeit tatsächlich ein Aufstieg gelingt mag dahin gestellt sein.


    Noch einmal: Die 30 Millionen klingen für mich nur auf den ersten Blick als stattlicher Betrag - denn es ist für mich viel zu wenig um nachhaltig arbeiten zu können. Ob mit einem Investor dieser Güte das 4-Säulen-Modell tatsächlich mit Leben gefüllt werden kann wird dann die Zukunft zeigen.

    .

    FCK


    Chance gehabt - Chance vertan!

  • Das seh ich anders. Mit 30 Mio. Euro könnte man eine Menge machen.


    1.) erstmal 12 Mio. Euro ab bezahlen.

    2.) 5 Mio Euro für Transfers übrig lassen und die restlichen Schulden ab bezahlen. Fänd ich am besten

    3.) Es gibt aber die Gefahr, wenn FCK dann 30 Mio Euro hätte, was würde FCK machen?

    Noch mehr Schulden machen oder ab bezahlen?

  • mal ohne diesen Russen kommentieren zu wollen, den Investor den sich einige hier wünschen incl. unserem AR wird nicht kommen...Millionen investieren und den Mund halten , Schulden tilgen und die nun handelnden Personen noch 30 Millionen verbrennen lassen ?

  • Ich gebe auch nix auf Dementis. Entscheidend ist was hinten raus kommt

    Es sind nicht immer die Lauten stark, nur weil sie lautstark sind. Es gibt so viele denen das Leben ganz leise viel besser gelingt.
    ...
    Die schützt kein Programm. Die sind Melodie. So aufrecht zu gehen lerne ich nie

  • Ob es jetzt wirklich schlimm wäre, "Eigenständigkeit zu verlieren" - bei dem Fachpersonal, dass wir in der Regel so haben, würde ich jetzt mal bezweifeln. Mir wäre der Ponomarew genauso recht wie sonst irgendwer, der wirklich 30 Millionen in diesen Verein stecken will. Die Geschichte ist ja aber endgültig vom Tisch, daher lohnt sich die weitere Diskussion eh nicht.

  • Dementieren gehört doch zur Tagesordnung, wenn etwas nicht spruchreif ist.

    Ponomarew gibt ja offen zu, dass der Fußball für ihn ein Geschäft ist und ich denke für jemanden wie ihn sind wir das deutlich interessantere Investment als der KFC Uerdingen.

    Das hängt zum einen damit zusammen, dass bei uns Grundstrukturen wie großes Stadion und NLZ vorhanden sind, was man in Uerdingen so nicht hat.

    Ein anderer Punkt und der ist in meinen Augen ganz wichtig, sind wir Fans. In Uerdingen jammert Ponomarew regelmäßig, dass die Leute den Verein einfach nicht annehmen und kaum Zuschauer kommen.

    Beim FCK hast du selbst in der dritten Liga über 20000 Zuschauer plus ein enormes Zuschauerpotenzial wie man bspw. gehen 60 am ersten Spieltag gesehen hat.

    Beim FCK wurde und wird viel Porzellan zerbrochen, aber trotz dieses mittlerweile zwei Jahrzehnte andauerndem Siechtums und Kasperletheater ist der FCK ein schlafender Riese der nur darauf wartet, dass er endlich wieder aufgeweckt wird.

    Wenn der Herr sein Geld gewinnbringend in den FCK investieren möchte soll er das gerne tun. Dass wir es auch mit reichen Russen oder Scheichs zu tun bekommen können sollte bei der Entscheidung für die Ausgliederung jedem klar gewesen sein. Die dabei eingebauten Mechanismen sollten so eine Machtstellung wie Ponomarew sie beim KFC hat (voerst) verhindern.

    Das vorerst schreibe ich, weil ich der festen Überzeugung bin, dass 50+1 früher oder später sowieso gekippt wird. Die Sinnhaftigkeit der Regel sei mal dahingestellt, aber auf Dauer wird sie ordentlichen Gerichten nicht standhalten.

    Fußball in den oberen Ligen ist heute kein Vereinssport mehr sondern ein Geschäft und entweder gehst du mit der Zeit oder du gehst mit der Zeit. Wir stehen gerade an der Schwelle zum Tod und haben die Wahl zwischen einem Medikament, dass uns mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit heilt oder wir lassen die lebenerhaltenden Maschinen auf Kosten des Gesamtzustandes noch ein wenig weiterlaufen bis der Tod unvermeidlich ist.

  • Die Sinnhaftigkeit der Regel ist zurückzuführen auf eine Zeit, in der die Mannschaften noch tatsächlich Vereine waren und - trotz finanzieller Einwirkungen - ihren Zweck als solchen erfüllt haben. Nach und nach hat sich das gewandelt, aus den Profiabteilungen wurden immer mehr eigenständige Unternehmen im wirtschaftlichen Sinne und auch die Vereine haben entsprechend und insoweit zweckfremd (Verein = gemeinnützig) agiert. Zum Schutz des Vereins als solchen und zur gleichzeitigen Gewährleistung des Spielbetriebs war die Einführung einer solchen Regelung zwingend erforderlich, zumal nur so die Statuten des Verbandes eingehalten werden konnten.


    50+1 wird irgendwann fallen und DFB/DFL werden sich Gedanken machen müssen, in wie weit eine Spielberechtigung der Ligen 1-3 ausschließlich weiterhin an Vereine und den von ihnen - derzeit noch mehrheitlich - gehaltenen ausgegliederten Profiabteilungen (Unternehmen) vergeben werden kann. Ich behaupte, dass wir früher oder später erleben werden, dass die Profi(t)ligen nicht mehr an dem Bestehen eines Vereins gebunden sein werden. Zwar ist das Vereinsrecht und die Ausübung sämtlicher Sportarten in Deutschland auf Vereinsebene Tradition und im Grundgesetz verankert, aber die heutige Zeit legt den Fokus zu sehr auf die unternehmerische Komponente, weshalb es den e.V. nicht mehr benötigt; jedenfalls nicht dort, wo es nebst dem sportlichen Erfolg auch und bisweilen vordergründig um wirtschaftliche Interessen geht.


    Ich bin weder für noch gegen den hier genannten Investor, dafür ist über ein etwaiges Engagement, seine Ziele und Interessen zu wenig bekannt. Aber ich sehe die Notwendigkeit von frischem Kapital, was von einem Investor deutlich günstiger als durch eine Zwischenfinanzierung zu bekommen ist.


    Schlimm finde ich allerdings, wie man beim FCK erneut mit Informationen an die Öffentlichkeit geht, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht für diese bestimmt sind und die lediglich den Eigeninteressen der Protagonisten geschuldet sind und damit mehrheitlich zum Nachteil der Interessen des FCK. Aber auch das kennt man bei uns ja seit Jahren nicht anders.

  • Die Sinnhaftigkeit der Regel ist zurückzuführen auf eine Zeit, in der die Mannschaften noch tatsächlich Vereine waren und - trotz finanzieller Einwirkungen - ihren Zweck als solchen erfüllt haben. Nach und nach hat sich das gewandelt, aus den Profiabteilungen wurden immer mehr eigenständige Unternehmen im wirtschaftlichen Sinne


    Du magst ja Recht haben, der Verein in der derzeitigen Form wird bald in Frieden ruhen.

    Wenn ich dann allerdings weiter denke--- was bedeutet das für den Fan?

    Wie soll mich so eine Firma noch emotional berühren?

    Ich bin dann kein Mitglied, also Teil dieses Vereins mehr, der auch mitbestimmen darf, sondern nur noch Kunde, Konsument, der sich Fußball anschaut, weil ihm der Sport gefällt, weil er einfach schöne Spielzüge und spannende Szenen sehen will.

    Warum aber soll ich dann Lautern-Fan sein, was ich momentan mit einem Aufkleber auf meinem Auto bezeuge?

    Soll ich mir dann das Firmenlogo des Investors ans Auto kleben, z.B. Redbull?


    Dann kann ich auch zum FC Bayern gehen und mir CL anschauen.


    Dann aber wird Vieles wegbrechen: Leidenschaft, Solidarität zum Verein, Freud und Leid.

    Kein Mitzittern und Mitfiebern, keine Enttäuschung, kein Jubel.

    Dann wird mir Vieles wurscht sein.


    Dann kann ich mich auch ganz ausklinken. Und mir eine Tiersendung ansehen.

    Einmal editiert, zuletzt von Max ()

  • Schau nur in die USA.

    Das ist dort in NBA NHL NFL und MLB seit Jahrzehnten Gang und Gäbe. Und dennoch pilgern Zig tausende Fans in die Arenen dieser Unternehmen.

    "Die Menschen wissen im Moment nicht wohin mit ihrer Liebe. Sie möchten dafür wenigstens ab und zu ein Fußballküsschen bekommen. Dafür werden sie den Klub weiterhin unterstützen müssen, auch in holprigen Zeiten" !! (Marcel Reif, kicker, 10.10.16)

  • Wenn sich Ponomarew vor die Presse stellt und sagt, da sei nichts dran, dann ist das Thema durch. Wenn es wirklich Gespräche gab und Banf das zum Scheitern gebracht hat, muss er unverzüglich weg. Wir können aktuell nicht wählerisch sein und vermutlich war das die einzige und letzte Chance, die wir bekommen haben.

  • Was soll er JETZT anderes sagen, ohne das bei uns und beim KFC noch mehr der Baum brennt?

    "Die Menschen wissen im Moment nicht wohin mit ihrer Liebe. Sie möchten dafür wenigstens ab und zu ein Fußballküsschen bekommen. Dafür werden sie den Klub weiterhin unterstützen müssen, auch in holprigen Zeiten" !! (Marcel Reif, kicker, 10.10.16)

  • Was ich damit sagen wollte, das mag Dir und mir nicht gefallen, aber dort wie hier wird es von Mio Leuten gestützt und gefeiert (werden). Brot und Spiele ging schon immer und wurde teilweise immer kritisch beäugt.


    Und zum Thema Investoren und Vereinen:

    Ist es denn im Amateurbereich so viel anders? Es sind doch soviele Regionalfirmen Spinsor und deren Inhaber Präsident. Der bezahlt Trainer und Spieler und wenn sie nicht passen wirft er sie raus, hat er keine Lust mehr dann geht er als Sponsor und alles bricht zusammen. Ist es hier wirklich so anders?

    "Die Menschen wissen im Moment nicht wohin mit ihrer Liebe. Sie möchten dafür wenigstens ab und zu ein Fußballküsschen bekommen. Dafür werden sie den Klub weiterhin unterstützen müssen, auch in holprigen Zeiten" !! (Marcel Reif, kicker, 10.10.16)