Punkteteilung im Südwestderby

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    Punkteteilung im Südwestderby

    Wieder kein Sieger im Südwestderby. Nach einer ersten sehr schwachen Halbzeit kämpften sich die Roten Teufel zurück ins Spiel. Am Ende trennten sich beide Mannschaften 1:1 Unentschieden.


    Südwestderby auf dem Betzenberg. Pfalz gegen Kurpfalz. Der viermalige deutsche Meister gegen den ehemaligen Bundesligisten. Am heutigen Samstag empfing der 1. FC Kaiserslautern Waldhof Mannheim. Beim Heimspieldebüt von Jeff Saibene schickte Lauterns neuer Cheftrainer wie bereits beim Last-Minute-Remis in Wiesbaden eine 4-4-2 Formation aufs Feld. Carlo Sickinger kehrte nach überstandenen muskulären Problemen zurück in die Startelf, Simon Skarlatidis ersetzte Marius Kleinsorge im rechten Mittelfeld.

    Chancenloser FCK

    Nach nur sieben Spielminuten klingelte es bereits im Lautrer Kasten. Eine völlig hilflose Pfälzer Defensive ließ die Waldhöfer in der eigenen Hälfte gewähren, Donkor bedient nahe der Straufraumgrenze den freistehenden Boyamba, der aus rund zehn Metern ins rechte untere Ecke abschließt. Ein Traumstart für die Gäste. In der Folge zeigte sich der FCK zwar stets bemüht, agierte allerdings vollkommen ideenlos und ohne jedwede Kreativität, dazu mit zahlreichen Abstimmungs- und Abspielfehlern. Auch wenn der SVW nicht all zu viel für das Spiel tun musste, waren sie dem 2:0 stets näher als der FCK einem potentiellen Ausgleich. Den Lautrern fehlte in der ersten Halbzeit jegliche Überzeugung, in der Abwehr klafften riesige Lücken, im Vorwärtsgang fingen die Mannheimer die vom FCK lang geschlagenen Bälle einfach ab. Die Halbzeitführung für den Waldhof war hochverdient - Avdo Spahic bewahrte die Pfälzer vor einem höheren Rückstand.

    Lautern wie ausgewechselt

    Nach dem bereits sehr frühen ersten Wechsel in der ersten Halbzeit brachte Saibene zur zweiten Halbzeit Neuzugang Daniel Hanslik für Lucas Röser. Und dieses klare Zeichen an die Mannschaft sollte zumindest spielerisch Früchte tragen. Die Lautrer agierten wie ausgewechselt, gewannen Zweikämpfte, erkämpften sich die zweiten Bälle, drängten Mannheim immer tiefer in die eigene Hälfte. Mit hohem aggressivem Pressing und Powerplay-Fußball drängte der FCK auf den Ausgleich. In der 77. Minute belohnten sich die Lautrer dann auch endlich. Sickingers Pass findet auf der linken Seite Adam Hlousek, seine Flanke wiederum landet bei Marlon Ritter, der in gekonnter Stürmermanier durch die Beine von Mannheims Torhüter Bartels zum hochverdienten 1:1 Ausgleich einnetzt.


    Am Ende blieb es beim 1:1. Der FCK zeigte zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten. Aufgrund der zweiten Hälfte hätten die Pfälzer drei Punkte und einen Heimsieg durchaus verdient gehabt. Für Jeff Saibene war es das zweite Remis im zweiten Spiel.


    1. FC Kaiserslautern - Waldhof Mannheim 1:1 (0:1)


    Aufstellung FCK:

    Spahic - Schad, Kraus, Sickinger, Hlousek - Rieder, Bachmann, Skarlatidis ('57 Gözütok), Ritter - Röser ('46 Hanslik), Huth ('36 Ciftci)


    Aufstellung SVWW:

    Bartels - Marx, Just, Hofrath, Donkor - Costly, Christiansen, Saghiri ('57 Ünlücifci), Garcia - Boyamba ('85 Gohlke), Martinovic ('58 Gouaida)


    Tore:

    0:1 Boyamba (7. Minute)

    1:1 Ritter (77. Minute)


    Kartenvergabe:

    Rieder, Saibene, Ciftci, Hanslik | -


    Zuschauer:

    6.000


    Quelle: Treffpunkt Betze

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    Diskussionsthema zum Artikel: Saibene: "Sowas werde ich nicht dulden"

    Saibene: "Sowas werde ich nicht dulden"

    Wieder einmal zeigte der FCK zwei völlig verschiedene Gesichter. Besonders Jeff Saibene fand für die Leistung in der ersten Hälfte sehr deutliche und ungewohnt kritische Worte.


    Zum dritten in Folge trennten sich der 1. FC Kaiserslautern und Waldhof Mannheim 1:1 Unentschieden. In der ersten Halbzeit brachte Joseph Boyamba die Mannheimer nach nur sieben Minuten in Führung. Die Roten Teufel verschliefen die erste Halbzeit komplett. Erst zwei taktische Wechsel und eine Wutrede Saibenes in der Halbzeitpause ließen den FCK in der zweiten Hälfte deutlich besser und zielstrebiger aufspielen. Durch ein phasenweise starkes Powerplay drückten die Lautrer Mannheim zunehmend in die eigene Hälfte und erkämpfen sich mit dem Treffer durch Neuzugang Marlon Ritter den Ausgleich.

    Zwei komplett verschiedene Halbzeiten

    Wirklich zufrieden konnte am Ende keine der beiden Mannschaften und Trainer sein. Zu unterschiedlich waren dafür die Leistungen beider Mannschaften in beiden Hälften. Ähnlich äußerte sich Lauterns neuer Cheftrainer Jeff Saibene zu den 90 Minuten im heutigen Südwestderby und fand vor allem für die Leistung in der ersten Hälfte sehr deutliche und für die Fans des 1. FC Kaiserslautern gar ungewohnte Worte. "Wir haben zwei komplett unterschiedliche Halbzeiten gesehen. Wie wir in der ersten Halbzeit aufgetreten sind, das war unerklärlich. Wir reden die ganze Woche über das Derby, über Leidenschaft, über den Willen, und dann treten wir so auf. Das ist mir ein Rätsel. Das richtige Wort zur Pause war 'Fassungslosigkeit'. Ich bin eigentlich ein ruhiger und besonnener Typ, aber in der Pause hat es dann mal so richtig geknallt". Bereits wenige Minuten vor der Pressekonferenz sprach Saibene im Interview mit MagentaSport über seine Wutrede nach den ersten 45 Minuten. "Das war ein seltener Wutausbruch, denn sowas werde ich nicht dulden. Wenn man hier ein Derby gegen Waldhof Mannheim spielt und dann rumläuft als hätte man Schlaftabletten genommen, dann ist das nicht zu akzeptieren, nicht zu dulden", so der Cheftrainer.


    Jeff Saibene fand letztendlich die richtigen Worte und hat zudem mit seinen insgesamt sehr frühen Wechseln auch ein glückliches taktischen Händchen bewiesen. Die Roten Teufel steigerten ihre Leistung sehr deutlich, fingen mit teilweise sehr hohem und aggressiven Pressing in der Mannheimer Hälfte die Bälle sehr früh ab, gewannen wichtige Zweikämpfe und erspielten sich zudem einige gute Torchancen.


    "Die Reaktion in der zweiten Halbzeit war absolut in Ordnung. Da hat man gesehen, was in der Mannschaft steckt. Mit Daniel Hanslik haben wir einen guten Spieler geholt, der uns vorne helfen kann. Ich denke, dass das 1:1 aufgrund der erste Hälfte am Ende auch in Ordnung ist. Trotzdem ist das für uns zu wenig, wir müssen jetzt dran bleiben und aus diesem Spiel das richtige Fazit ziehen", analysierte der Cheftrainer nach dem Spiel.

    Frühe Korrekturen: Für Huth kommt Ciftci

    Ebenfalls ungewohnt waren in den vergangenen Jahren frühe und konsequente Wechsel. Jeff Saibene wechselte bereits in der 36. Minute und brachte für den leistungsschwachen Elias Huth Hikmet Ciftci in die Partie. "Huth war einer von sieben bis acht Spielern, die ich hätte auswechseln können. Ich wollte aber auch, dass wir in der Mitte kompakter werden, da wir dort keinen Zugriff hatten. Wir haben dann zwar nur noch mit einem Stürmer gespielt, hatten dafür aber viel mehr Zugriff und eine bessere Raumaufteilung. Ab diesem Wechsel war unser Spiel dann in Ordnung, resümierte Saibene seine taktische Überlegungen.


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Florian Dick: "Der 1. FC Kaiserslautern ist der englischste Klub in Deutschland."

    Hans Sarpei auf Twitter: Relegation 2013: Der Moment, wo ganz Deutschland zum Fan des 1. FC Kaiserslautern wird.

  • Gute Hz2

    Leider die erste Hälfte komplett.....

    Es müssen endlich 2 solche Hz her. Auf jeden Fall lässt sich auf Hz2 aufbauen. So muss es gehen und es muss mehr Entschlossenheit her

    "Die Menschen wissen im Moment nicht wohin mit ihrer Liebe. Sie möchten dafür wenigstens ab und zu ein Fußballküsschen bekommen. Dafür werden sie den Klub weiterhin unterstützen müssen, auch in holprigen Zeiten" !! (Marcel Reif, kicker, 10.10.16)

  • Ritter bester Mann, er ist wohl insgesamt der gefährlichste Offensive bisher... Bei unseren Stürmern müssen wir uns wirklich Sorgen machen, mit einem Röser kann man de facto kein Pressing-Spiel aufziehen, er hätte die Corona-pause mal pumpen sollen wie Goretzka, an Lauchhaftigkeit nicht zu übertreffen.

  • Positiv ist zu erwähnen, dass der Trainer Zugriff auf die Mannschaft hat.

    Die Wechsel und die (ich gehe davon aus) Ansprache in der Pause, haben Wirkung gezeigt.

    Das ganze stimmt mich doch recht zuversichtlich.

  • Eine starke Halbzeit ist zu wenig um in Liga 3 einen Sieg einzufahren.

    Aber die zweite Hälfte macht etwas mut.

    Verdient war der Punkt für die Mannheimer allemal.

    Wir kommen wieder!
    :schild:

  • Die zweite Halbzeit war gut, das hat sich schon gegen Ende der ersten angedeutet. Leider sind wir zu schlecht im Chance erspielen. Daher hat es gut einen zweiten Treffer nicht gereicht. Da muss was passieren. Aber die Mannschaft tritt ganz anders auf, zumindest in der zweiten Hälfte.

  • Interview mit JEff sehr sehr gut!!!!

    Sehr gut is noch schwer untertrieben. Endlich mal ein Trainer, der Klartext redet und auch danach handelt. Obs mit ihm läuft, weiss ich net, aber bei mir jetzt hat er jetzt in den den zwei Wochen mehr Bonuspunkte gesammelt als die anderen Trainer die letzten Jahre zusammen. Endlich mal kein Babbler. Und endlich einer, der nach Spielverlauf wechselt.

    Jetzt wo Schommers weg ist, Gerry zurückholen. Und dann mit der Mannschaft 2 Monate Bootcamp. Danach kämpft auch Private Schneewittchen.

  • In Sachen Technik musst du auch Hildmann fragen. Manche bambinis spielen bessere Pässe und können auch dem Pass entgegen kommen mit zwei Schritten

  • Vielleicht gewinnen sie mal ein Spiel, wenn die ersten 10 Minuten ohne Gegentor überstanden werden.

    Das Geheimnis des Fußballs ist der Ball (Fußballweisheit von Uwe S.)

  • hoffentlich erkennt man das mit Huth und Röser nichts, aber gar nichts zu holen ist . Die Stürmer können nur Hanslik und Pourie heißen.

    An diesen beiden festzuhalten war der größte Transferflop, ach ja , getoppt von der Vertragsverlängerung.

  • Hier sehe ich keine positive Entwicklung. Auch wenn der Trainer reagiert hat, hat er zunächst mit Huth und Röser vollkommen falsch gelegen.


    Die Mängelliste:

    Ein Spiel dauert nicht nur 45 Minuten.

    Zu ungenau.

    Zu langsam.

    Zu unaufmerksam.


    Hier wird vollkommen übersehen, dass es finanziell den Bach runter geht.

    Diese Saison wird keinesfalls um die Aufstiegsränge mitgespielt und ob es noch eine weitere Saison gibt, bleibt abzuwarten.


    Und doch etwas positives: Der Torwart.

  • hanslik war ein klares upgrade zu huth und röser.der hat nen ganz anderen bewegungsablauf

    und vor allem ne bessere ballverarbeitung.alleine sein pass in den rücken der abwehr,war das

    eintrittsgeld wert.auch ciftci hat für viel belebung gesorgt.


    leider hatte schad heute einen gebrauchten tag,so dass unsere rechte abwehrseite mit einem

    eben so schwachen kraus,absolut anfällig war.zum glück war sickinger heute sehr stark und

    hat so manche situation bereinigt.


    spahic ist ebenfalls ein upgrade zu grill.denn er hat uns schon früh im spiel gehalten und hat

    sich keine fehler erlaubt.

    gözütok kann man bringen wenns läuft,aber heute war er mir zu verspielt.


    rieder bringt die richtige einstellung mit und im gegensatz zu bachmann weiß er wann er in den

    zweikampf gehen muss.


    2 punkte in 4 spielen ist recht wenig,aber ich denke saibene wird wissen an welchen schrauben

    er drehen muss um uns zu stabilisieren.

  • Schwer zu sagen was ich davon halten soll. Man sollte sich nicht durch das Unentschieden blenden lassen. 1. HZ war unterirdisch. Wenn Spahic nicht gut hält in den ersten 30 min. steht es 3:0 für Waldhof. Und dann machen wir gar nichts mehr. Die 2. HZ war sicher besser von der Einstellung und vom Willen. Allerdings ist Aufwand zu "gross" und der Ertrag zu klein. Das reicht nicht mal für 3. Liga dauerhaft. Huth und Röser kann man beide getrost vergessen. Ein Wechsel in der Winterpause wäre sinnvoll für beide Spieler und den Verein. Macht so für niemanden Sinn.

    Ob Saibene den Verein bzw die Mannschaft auf vordermann bringen kann wird die nächsten Wochen zeigen. Das Wort/Thema Aufstieg sollten wir ganz schnell vergessen. Dafür ist die Mannschaft in dieser Konstellation zu schwach. Kraus und Hlousek sind nur bedingt drittligatauglich, die Offensive mit Röser und Huth ein Totalausfall. Und vom Mittelfeld muss auch mehr kommen. Schneller und genauer spielen etc.

  • Kraus und Hlousek sind nur bedingt drittligatauglich, die Offensive mit Röser und Huth ein Totalausfall. Und vom Mittelfeld muss auch mehr kommen. Schneller und genauer spielen etc.

    Und immer wieder frage ich mich warum sind die SPieler denn so schlecht? Die meisten haben viele 2. Liga-Spiela, Hlousek ja sogar und Ritter 1. Liga und Hlousek international, der muss doch kicken können?!?! Was um gottes willen passiert mit den Spielern?

  • Schobbeschorle2


    Das kann ich dir leider auch nicht sagen. Vielleicht weil sie ihren Zenit überschritten haben. Ein Kraus ist mir in HDH schon nicht aufgefallen, ein Huth hat halt mal in Zwickau einen Lauf gehabt, Röser sagte mir gar nichts.

    Bachmann, Sklardiritis mögen vielleicht mal bei ihren durchschnittlichlichen Vereinen eine recht ansprechende Saison gehabt haben, Stichwort Eintagsfliege. Anders kann ich es mir nicht erklären.

    Jetzt haste einen Redondo verpflichtet der nicht mal im Kader stand. Und diese Mannschaft soll aufsteigen? Nicht mal wenn Klopp und Guardiola gemeinsam dieses Team trainieren würde.

  • In der 2. HZ viel Kampf. Spielerisch ist da nicht viel geboten. Sonst kann ich mich nur meinen Vorrednern anschließen.


    Die Spieler wirken sehr langsam. Vorallem hinten mit Kraus und Hlousek.