FCK schließt Vertrag mit regionalen Investoren ab

  • Heute tagt der Gläubigerausschuss und entscheidet über die Investorenwahl. Zwiei Investorenangebote liegen auf dem Tisch. Um 17:30 Uhr informiert der Verein in einer Pressekonferenz.


    Nach übereinstimmenden Medienberichten handelt es sich zum einen um das Angebot der sogenannten regionalen Investorengruppe um Dr. Peter Theis, Giuseppe Nardi und den Kaiserslauterer Unternehmer Klaus Dienes. Das zweite Angebot stammt von dem in Dubai lebenden Deutschen, Horst Peter Petersen. Dabei geht es auch um die Frage, wie viele Anteile der Verein veräußern möchte, wie viel Geld der Klub dafür erhält und wie zukunftsfähig ist das Investment sein wird. "Es muss gewährleistet sein, dass das beste Angebot zum Tragen kommt und von den Gläubigern akzeptiert wird", sagte im Vorfeld der FCK-Sachwalter Andreas Kleinschmidt.


    Der Verein hat inzwischen in einer Pressemitteilung bekanntgegeben, dass er um 17:30 Uhr eine Pressekonferenz abhalten wird. Höchstwahrscheinlich wird dabei über das Ergebnis der Sitzung des Gläubigerausschusses informiert werden.


    Treffpunkt Betze wird heute den Tag über live vom Betzenberg berichten und Euch über die aktuellen Geschehnisse auf dem Laufenden halten.


    Quelle: Treffpunkt Betze

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    Diskussionsthema zum Artikel: FCK schließt Vertrag mit regionalen Investoren ab


    FCK schließt Vertrag mit regionalen Investoren ab

    Der Gläubigerausschuss hat entschieden: Die regionalen Investorengruppe um Giuseppe Nardi und Klaus Dienes sollen die neuen Investoren des FCK werden.


    Die Mitglieder des vorläufigen Gläubigerausschusses der 1. FC Kaiserslautern GmbH & Co. KGaA haben auf Ihrer heutigen Sitzung den eigenverwaltenden Geschäftsführer, Soeren Oliver Voigt, beauftragt, den Investoren-Vertrag mit der Gruppe regionaler Investoren final zu verhandeln und abzuschließen.


    Dieser Vertrag schafft eine unabdingbare Grundlage für den Insolvenzplan, der mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens dem zuständigen Amtsgericht vorgelegt werden muss. Darüber hinaus sehen die Mitglieder des vorläufigen Gläubigerausschusses in dem Angebot der regionalen Investorengruppe die wirtschaftliche beste Basis für eine nachhaltig belastbare Zukunft des Vereins.

    Grundlage für Insolvenzplan schaffen

    Die Vertreter des 1. FC Kaiserslautern e.V., die als Gäste zu der Sitzung des vorläufigen Gläubigerausschusses eingeladen waren, haben der Vorgehensweise zugestimmt.


    Die Zustimmung der Vereinsvertreter war für die Mitglieder des vorläufigen Gläubigerausschusses von entscheidender Bedeutung“, erläutert der vorläufige Sachwalter, Dr. Andreas Kleinschmidt.

    Wirtschaftlich beste Lösung schafft solide Basis für nachhaltig belastbare Zukunft

    Der vorläufige Gläubigerausschuss hat sich in den zurückliegenden Tagen und Wochen intensiv mit den vorliegenden Offerten und Angeboten befasst und den interessierten Parteien ausreichend Zeit gegeben, die eingeforderten notwendigen Unterlagen vorzulegen“, erklärt Soeren Oliver Voigt. „Unabhängige, sachverständige Prüfer wurden vom vorläufigen Gläubigerausschuss beauftragt, die tatsächlich vorliegenden Dokumente zu analysieren, zu bewerten und zu vergleichen. Letztendlich stellten die Mitglieder des vorläufigen Gläubigerausschusses heute einstimmig fest, dass ausschließlich die Gruppe der regionalen Investoren die Vorgaben zu Bonitätsprüfung, zu Geldwäsche, zu Compliance sowie zu den Regularien und Statuten des DFB und der Satzung des FCK erfüllen konnte.

    Vertreter des Vereins stimmen der Vorgehensweise zu

    Die heutige Entscheidung des vorläufigen Gläubigerausschusses als zentralem Gremium im vorläufigen Insolvenzverfahren verschafft uns die für die nächsten Schritte dringend gebotene Transaktionssicherheit“, ergänzt der Generalbevollmächtigte der 1. FC Kaiserslautern GmbH & Co. KGaA, Dirk Eichelbaum. „Wir haben jetzt die Chance, den Insolvenzplan fristgerecht bei Gericht einzureichen. Mit der Eröffnung des Verfahrens kann das zuständige Amtsgericht dann den Termin für die Gläubigerversammlung festlegen, die über die Annahme des Insolvenzplans zu entscheiden hat.


    Quelle: 1. FC Kaiserslautern

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    Diskussionsthema zum Artikel: "Nur das Angebot der regionalen Investoren war annehmbar"


    "Nur das Angebot der regionalen Investoren war annehmbar"

    Geschäfstführer Soeren Oliver Voigt soll mit der regionalen Investorengruppe einen Vertrag abschließen. Das Angebot von Horst Peter Petersen sei dagegen schlicht nicht annehmbar gewesen.


    Diese Entscheidung wurde mit Spannung erwartet. Die Mitglieder des vorläufigen Gläubigerausschusses haben auf ihrer heutigen Sitzung einstimmig Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt damit beauftragt, den Investoren-Vertrag mit der Gruppe der regionalen Investoren abzuschließen. Das Gremium hat sich damit auch gegen das Angebot des in Dubai lebenden Horst Peter Petersen, der als Ankerinvestor einsteigen wollte, entschieden. In einer heute eigens einberufenen Pressekonferenz begründeten der bestellte Sachwalter des Vereins, Andreas Kleinschmidt, Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt, sowie der Beiratsvorsitzende Markus Merk, die Entscheidung.

    Petersen bleibt wichtige Antworten schuldig: "Ausschließlich die Regionalen konnten Anforderungen erfüllen"

    Dabei war es den Vereinsverantwortlichen wichtig zu betonen, dass sowohl die Gremien, als auch neutral hinzugezogene Gutachter das Beste für den Verein, transparent und fair herausgeholt hätten. "Wir haben alle, wirklich alle Optionen geprüft. Wir haben auch versucht, die beiden Angebote zusammenzuführen, zu matchen. Es war schlicht und ergreifend nicht möglich", so der Beiratsvorsitzende Dr. Markus Merk. Merk weiter: "Es gab einen absolut transparenten und unabhängigen Prozess. Wir haben ein unabhängiges, eindeutiges Votum bekommen. Für uns stand immer das Votum der Mitglieder für das 4-Säulen-Modell im Vordergrund. Dafür haben wir heute erstmals ein Fundament gelegt. Das oberste Ziel muss doch sein: Die Werte des FCK erhalten, und den Wert des FCK weiter erhöhen."


    Zu Details - etwa der Summe, die die regionalen Investoren dem Verein zur Verfügung stellen, oder die Anzahl der Anteile, die sie dafür erwerben, wollte sich heute niemand näher äußern. Denn noch sind die Verträge nicht abgeschlossen, Geschäftsführer Voigt soll diese in den nächsten Tagen und Wochen finalisieren und natürlich noch das Maximale für den Verein herausholen.


    Deutlich wurde allerdings, dass Horst Peter Petersen und seine Investorengruppe wichtige sportliche und rechtliche Bedenken - auch bezüglich Verbands und Vereinsrechts - nicht ausräumen konnte. "Unabhängige, sachverständige Prüfer wurden vom vorläufigen Gläubigerausschuss beauftragt, die tatsächlich vorliegenden Dokumente zu analysieren, zu bewerten und zu vergleichen. Letztendlich stellten die Mitglieder des vorläufigen Gläubigerausschusses heute einstimmig fest, dass ausschließlich die Gruppe der regionalen Investoren die Vorgaben zu Bonitätsprüfung, zu Geldwäsche, zu Compliance sowie zu den Regularien und Statuten des DFB und der Satzung des FCK erfüllen konnte", heißt es in der Pressemitteilung des Vereins.


    Und Sachwalter Kleinschmidt ergänzte: "Verbandsrechtliche Bedenken konnten nicht ausgeräumt werden. Und letztlich gab es auch Fragen zum sportlichen Konzept, die nicht beantwortet werden konnten", so Kleinschmidt. "Letztlich entsprach nur das Angebot der regionalen Investorengruppe den hohen Vorgaben, an die wir gebunden sind", erklärte der Sachwalter den Entscheidungsprozess.

    Bis Ende Oktober soll alles stehen: "Der Prozess kann jetzt erfolgreich gestaltet werden"

    Laut Kleinschmidt biete das Investorenangebot die Chance, den Verein langfristig zu entwickeln und finanziell zu stabilisieren. "Es war die einzig annehmbare und schließlich beste Option für den Verein, aber auch für die Gläubiger", so Kleinschmidt. Am Ziel sei der Verein jedoch noch nicht. "Aber wir sind zuversichtlich, dass wir dort hingelangen", so der Sachwalter.


    Die nächsten Schritte für den Verein sehen jetzt vor, dass Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt die finalen Verhandlungen mit der Gruppe um Klaus Dienes führt und schriftliche Verträge fixiert. Danach soll am 1. September das Insolvenzverfahren eröffnet werden. Bis dann muss der verhandelte Insolvenzplan stehen, der auch den Schuldenschnitt beinhaltet. Im Oktober muss dann noch eine sogenannte Gläubigerversammlung, an der auch Kleingläubiger teilnehmen werden, dem Insolvenzplan zustimmen. Dass die Insolvenz dank der heutigen Einigung sogar noch abgewendet werden kann, daran glaubt Dr. Andreas Kleinschmidt aber nicht. "Dann würde auf einen Schlag eine große Summe an Verbindlichkeiten für den Verein fällig. Ich habe aber die Hoffnung, dass der e.V. aus der Insolvenz herausgehalten werden kann."


    Diesem Prozess sehen alle Beteiligten jetzt deutlich optimistischer entgegen, als noch vor ein paar Wochen. "Wir werden jetzt zügig weitere Gespräche mit den regionalen Investoren führen und ein Vertragswerk unterzeichnen. Bis zum 31.10. müssen wir ja die Lizenzfähigkeit für die kommende Spielzeit dokumentieren, was wir jetzt können. Natürlich suchen wir weiter nach einer Lösung für die nächsten Jahre, immer mit Blick auf unser 4-Säulenmodell, das zum FCK passt. Wir werden nicht versuchen, so schnell wie möglich zu einem Ergebnis zu kommen, sondern es so gründlich wie möglich machen. Die Lizenzierung alleine reicht uns natürlich noch lange nicht. Der FCK hat große Ziele", so der Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt.

    Merk räumt mit Becca-Gerücht auf: "Das ist überhaupt kein Thema"

    Beiratsvorsitzender Markus Merk räumte heute außerdem mit einem Gerücht auf, das bei vielen Fans vor ein paar Tagen heftige Magenkrämpfe ausgelöst hatte: Flavio Becca könnte wieder eine Rolle als möglicher Ankerinvestor spielen. "Ich bin dankbar für die Frage. Flavio Becca ist für uns überhaupt kein Thema. Seit Januar oder Februar gibt es mit ihm keinerlei Kommunikation mehr", wurde Merk deutlich.


    Er sei sich aber sicher, dass nach der heutigen Entscheidung, Gespräche mit anderen potentiellen Ankerinvestoren noch besser und aussichtsreicher laufen werden. "Wir wissen zu schätzen, wer uns jetzt in dieser schwierigen Phase unterstützt. Und ich bin sicher, dass das Interesse mit der heutigen Entscheidung nicht geringer, sondern größer werden wird", so Merk.


    Auch zur Bedeutung für die sportliche Situation äußerten sich die Verantwortlichen noch. Ziel sei weiterhin, keine Leistungsträger abzugeben. "Aus betriebswirtschaftlichen Gründen sind wir nicht dazu verpflichtet, Spieler verkaufen zu müssen", so Soeren Oliver Voigt. Stand heute seien Verkäufe auch nicht geplant. Das Interesse anderer Vereine, wie beispielsweise das von Heidenheim sei daher nichts, was derzeit für den FCK relevant sei.


    Die komplette Pressekonferenz:


    https://www.youtube.com/watch?v=lO7RxRYePII


    Quelle: Treffpunkt Betze

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    Diskussionsthema zum Artikel: FCK erwägt Wilhelms Ausschluss aus allen Ämtern


    FCK erwägt Wilhelms Ausschluss aus allen Ämtern

    Der FCK erhebt Vorwürfe gegen sein Aufsichtsratsmitglied Jörg E. Wilhelm, dabe ist die Rede von einem Verstoß gegen die Interessen des Vereins.


    Ein anwaltlicher Vertreter des 1. FC Kaiserslautern e.V. sowie der 1. FC Kaiserslautern GmbH & Co. KGaA hat Senator h.c. Professor Doktor J.E. Wilhelm schriftlich eine Unterlassungsaufforderung zugestellt. Wilhelm möge es in seinen Funktionen als Aufsichtsratsmitglied des e.V. sowie als vom e.V. entsendetes Mitglied des Aufsichtsrats der KGaA und des Beirats FCK Management GmbH mit sofortiger Wirkung unterlassen, ausdrücklich vertrauliche oder vereinsinterne Informationen zu veröffentlichen oder verfügbar zu machen, Funktionsträger zu diskreditieren oder Entscheidungsfindungen zu diffamieren.

    Senator h.c. Professor Doktor J.E. Wilhelm hat in erheblichem Maße gegen die Interessen des FCK verstoßen

    Wilhelm wird in dem Schreiben „letztmalig zu einer konstruktiven, gemeinsamen und vertrauensvollen Zusammenarbeit“ aufgefordert.

    „Es ist unerträglich und respektlos, das zentrale Gremium in einem vorläufigen Insolvenzverfahren öffentlich herabzuwürdigen und damit die Gläubigerautonomie sowie den ausdrücklichen Willen des Gesetzgebers mit Füßen zu treten“, kommentiert der eigenverwaltende Geschäftsführer der 1. FC Kaiserslautern GmbH & Co. KGaA, Soeren Oliver Voigt, diesen Schritt.

    Anwaltlich aufgefordert, öffentliche Äußerungen mit sofortiger Wirkung zu unterlassen

    In einer Sitzung des Aufsichtsrats des FCK e.V. kann in der kommenden Woche bereits darüber beraten und beschlossen werden, Prof. Wilhelm aus seinen Ämtern bei der Management GmbH sowie der KGaA mit sofortiger Wirkung abzuberufen. Eine entsprechende Tagesordnung kann den Mitgliedern des Gremiums noch vor dem Wochenende zugestellt werden.

    Sitzung des Aufsichtsrats in der kommenden Woche möglich, um Wilhelm aus allen Ämtern bei der Management GmbH sowie der KGaA abzuberufen

    Darüber hinaus kann Prof. Wilhelm als Vereinsmitglied gemäß Artikel 7 der Vereinssatzung („Erlöschen der Mitgliedschaft“) aus dem Verein ausgeschlossen werden, da er seit Amtsantritt kontinuierlich insbesondere über die Plattform Twitter erheblich gegen die Interessen des Vereins verstoßen hat.

    Vereinsmitglied Wilhelm kann aus dem Verein ausgeschlossen werden

    „Wir wollten und wollen ein vitales Vereinsleben mit diversen Meinungen und neuen Anregungen. Darüber gibt es keine zwei Meinungen“, erklärt der Sprecher des Aufsichtsrats des 1. FC Kaiserslautern e.V. sowie des Beirats der 1. FC Kaiserslautern Management GmbH, Dr. Markus Merk. „Die Mitglieder des vorläufigen Gläubigerausschusses haben in einem von einem ordentlichen Gericht kontrollierten, gläubigeröffentlichen Verfahren alles dafür getan, den Investorenprozess gegenüber den Gläubigern zu dokumentieren. Diese Gläubiger, den vorläufigen Sachwalter, mithin auch das Gericht und nicht zuletzt die ehren- und hauptamtlichen Funktionsträger unseres Traditionsvereins der Lüge zu bezeichnen, hat die Grenzen eines fairen Diskurses bei weitem überschritten“.


    Quelle: 1. FC Kaiserslautern

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    Diskussionsthema zum Artikel: "Ein Vereinsausschluss ist nur durch ein Mitgliedervotum möglich"


    "Ein Vereinsausschluss ist nur durch ein Mitgliedervotum möglich"

    Der ehemalige Aufsichtsratskandidat und Mitinitiator von "FCK jetzt!", Johannes B. Remy, sieht einen Vereinsausschluss von Jörg E. Wilhelm kritisch. Ein Gastkommentar.


    Johannes B. Remy ist engagiertes Mitglied und gilt als gut vernetzt im FCK und im Profifußball. Als ehemaliger AR Kandidat und Mitinitiator von „FCK jetzt!“ ist er mit vielen Fragen zu den aktuellen Themen rund um die Investorensuche des FCK gut vertraut. Nach den Turbulenzen um die Pressekonferenz, haben wir ihn gebeten, die jüngste Pressemitteilung des FCK einzuordnen und die Fragen zu klären, die nicht nur wir uns stellen. Wir wollen damit einen Beitrag leisten, um unsererseits Klarheit in einen Vorgang zu bringen, der für viele Fans und Mitglieder immer schwerer zu durchschauen ist. Er hat für uns den folgenden Beitrag verfasst.


    Grundsatzfragen


    Ein Gastbeitrag von Johannes B. Remy


    Dieser Tage überschlagen sich die Ereignisse am Betzenberg mal wieder. Und bevor ich in der Sache Stellung beziehe, möchte ich vorab darauf hinweisen, dass ich weder für die eine oder die andere Offerte hier Partei ergreifen möchte.


    Wozu ich aber Stellung beziehen werde, ist der Inhalt der gestrigen Pressemitteilung, die nicht nur mich irritiert hat. Dass es merkwürdig ist, wenn ein Geschäftsführer sich öffentlich über ein AR Mitglied äußert, muss ich wohl nicht extra betonen. Höchst ungewöhnlich für ein Mitglied der Geschäftsführung ist aber der Glaube, den „Willen des Gesetzgebers“ zu kennen, statt sich auf das Gesetz selbst zu beziehen.


    Für meinen Teil möchte ich mich jedoch auf das Statement von Dr. Markus Merkkonzentrieren, der sich als Sprecher des Aufsichtsrates des e.V. und Sprecher des Beirates zum Thema äußert. Vorab, weder die Satzung des e.V., noch der Gesellschaftervertrag der Management GmbH, noch die Satzung der KGaA kennen meines Wissens nach, das Amt eines „Sprechers“. Für die Satzung des e.V. kann ich das mit Sicherheit sagen. Gewählter Vorsitzender des Aufsichtsrates des e.V. nach Art. 15 (1) Satz 1 ist Rainer Keßler, der in dieser Pressemitteilung leider, wie so häufig zuletzt, gar nicht vorkommt.


    Aufklärungsbedarf herrscht jedoch, nachdem wie ich die Diskussion verfolgt habe, an ganz anderer Stelle, denn der FCK teilt folgendes mit:


    In einer Sitzung des Aufsichtsrats des FCK e.V. kann in der kommenden Woche bereits darüber beraten und beschlossen werden, Prof. Wilhelm aus seinen Ämtern bei der Management GmbH sowie der KGaA mit sofortiger Wirkung abzuberufen. Eine entsprechende Tagesordnung kann den Mitgliedern des Gremiums noch vor dem Wochenende zugestellt werden.


    Darüber hinaus kann Prof. Wilhelm als Vereinsmitglied gemäß Artikel 7 der Vereinssatzung („Erlöschen der Mitgliedschaft“) aus dem Verein ausgeschlossen werden, da er seit Amtsantritt kontinuierlich insbesondere über die Plattform Twitter erheblich gegen die Interessen des Vereins verstoßen hat.

    Eine Abberufung ist legitim, ein Vereinsausschluss dagegen problematisch

    Der erste Teil ist dabei völlig legitim. Der FCK entsendet seine Aufsichtsräte in den Beirat der Management GmbH. Und auch im AR der KGaA kann mit einer 75% Mehrheit jedes AR Mitglied der KGaA vorzeitig abberufen werden. Nicht nur deswegen spricht man bei 25+1 Aktie für die „neuen Regionalen“ (Theiss/Nardi/Buchholz/Kemmler/Dienes) von einer (mächtigen) Sperrminorität. Gegen deren Widerstand wäre dann, mit einem solchen Anteil, weder eine Abberufung aus dem AR der KGaA möglich, noch eine Kapitalerhöhung.


    Und damit kommen wir zum zweiten Absatz. Das ist, eine eher schwierige Aussage. Denn wie jeder wissen sollte, der im letzten Jahr an der Auseinandersetzung um den Einstieg von Flavio Becca beteiligt war oder sich wenigstens für die jüngere Vereinsgeschichte interessiert, kann Prof. Wilhelm nach Artikel 7 unserer Satzung nicht aus dem Verein ausgeschlossen werden, weil hier der Mandatsschutz greift. Denn in unserer Satzung heißt es in Artikel 7, Absatz (3) Satz 2:


    Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand.


    Das würde jedoch in diesem Fall bedeuten, dass der Vorstand des e.V. jeden missliebigen Aufsichtsrat, der zum Beispiel immer wieder Interessenkonflikte bei Geschäften von Vorstandsmitgliedern anmahnt, einfach durch den Vorwurf der Vereinsschädigung ausschließen und damit aus seinem von den Mitgliedern durch Wahl bestimmtem Amt entfernen könnte.


    Dies ist selbstverständlich nicht möglich, weil damit nicht nur das Verhältnis der Organe untereinander ungewollt beschädigt würde sondern auch das Votum der Mitgliederversammlung, die das höchste Gremium des Vereins darstellt, in Frage stünde. Das jedenfalls ist die Kernaussage eines Rechtsgutachtens aus 2019, dass der FCK selbst, anlässlich des Ausschlussverfahrens gegen Patrick Banf in Auftrag gegeben hat. Ein Ausschluss ist derzeit, in einem solchen Fall, laut diesem Gutachten, nur nach Votum der MV möglich.


    Weil ich diese Schwäche der Satzung (logischerweise) kannte, habe ich in der letzten JHV einen Antrag gestellt, die Satzung zu ergänzen und somit zumindest teilweise zu heilen. Idee dabei war, über das Hilfskonstrukt des Ehrenrates auch Organmitglieder in erster Instanz ausschließen zu können. Das wäre freilich nur Flickwerk bis zum Inkrafttreten der Neufassung der Satzung gewesen. Wegen des hohen Zeitaufwandes in der Versammlung, bin ich jedoch der Bitte der Versammlungsleitung nachgekommen und habe den Änderungsantrag zurückgezogen. Die versprochene Neufassung der Satzung wird es übrigens - zumindest in 2020 vermutlich nicht geben, wofür ich bei der aktuellen Lage durchaus Verständnis habe.


    Abschließend noch ein letzter Aspekt. Man muss bei der Beurteilung der Rolle Prof. Dr. Wilhelms zwischen zwei Mandaten deutlich unterscheiden. Als AR Mitglied des e.V. hat er sich aus der operativen Ebene herauszuhalten. Als AR Vorsitzender in der KGaA hat er hingegen eine Mitwirkungspflicht. Das ist ein wichtiger Unterschied.


    Ich hoffe ich konnte damit ein wenig zur Klärung beitragen, räume aber offen ein, dass mir selbst das Verständnis für solche Pressemitteilungen wie der hier angesprochenen, ein wenig fehlt.


    Autor: Johannes B. Remy

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    Diskussionsthema zum Artikel: Kommentar: Eine Bankrotterklärung für den gesamten Verein


    Kommentar: Eine Bankrotterklärung für den gesamten Verein

    Der FCK ist einem Schuldenschnitt vermeintlich ein gutes Stück näher gekommen. Doch sorgt das für Ruhe? Im Gegenteil. Das einstige „Team Merk“ ist gespaltener denn je. Unter diesen Bedingungen ist sportlicher Erfolg unmöglich. Ein Kommentar.


    Manchmal im Leben holen einen Vorahnungen ein. Als ich am Sonntag, dem 01. Dezember 2019 die Jahreshauptversammlung des 1. FC Kaiserslautern verließ, war meine Gefühlswelt gespalten. Eigentlich hätte ich vollauf zufrieden und glücklich sein können. Die Menschen, denen ich bei den Nachwahlen zum Aufsichtsrat meine Stimme gegeben hatte, hatten es eins zu eins in die Gremien geschafft. Das Team rund um Markus Merk würde in Zukunft in Aufsichtsrat und Beirat die Geschicke des Vereins überwachen. Und dennoch beschrieb ich in meinem Kommentar schon damals ein bedrückendes Gefühl. Ein Gefühl, dass zu oft schon Heilsbringer und Versöhner kurze Zeit später genauso vom Berg gejagt worden sind, wie ihre verschmähten und in Ungnade gefallenen Vorgänger.


    Dass es aber so schnell geht, damit konnte niemand rechnen. Eines vorneweg: In diesem Kommentar geht es nicht darum, für eine „Seite“ Partei zu ergreifen. Allein das solche Begrifflichkeiten rund um den Betzenberg wieder nötig geworden sind, ist eine Bankrotterklärung. Es geht um eine nüchterne Einordnung einer Thematik, die leider fast nur noch emotional und undifferenziert behandelt wird. Das fängt schon damit an, dass unterschlagen wird, dass vergangenen Mittwoch ein FCK-unabhängiges Gremium getagt und einstimmig über einen für den Verein enorm wichtigen Sachverhalt abgestimmt hat. Kein Beirat, und auch kein Aufsichtsrat.


    Weder hat der vorläufige Gläubigerausschuss etwas mit jahrelang entstandenem und im Verborgenen lodernden Betze-Geklüngel zu tun, noch der vom Gericht bestellte Sachwalter Andreas Kleinschmidt. Bei so manchen Behauptungen in den letzten Tagen und Wochen – etwa sei Kleinschmidt der Handlanger gewisser Leute in Bexbach, oder Gläubiger wie Quattrex hetzten dem FCK jetzt – quasi als Rache – Heidenheim auf den Hals, um ihm gleich drei Leistungsträger abzuwerben (Anm. d. Red.: Heidenheim hat Interesse an Kühlwetter, Pick und Sickinger bekundet), kam ich mir manchmal eher vor wie auf einer sogenannten Hygienedemo, als in einem FCK-Forum. Und auch die Behauptung, die regionalen Investoren warteten nur darauf, Flavio Becca als Ankerinvestor zu präsentieren, könnte nicht mehr an den Haaren herbeigezogen sein. Nachdem dies schon Rainer Keßler gegenüber Treffpunkt Betze dementierte, verwies auch Markus Merk diese Behauptung ins Reich der Märchen.

    Das Kernproblem heißt "Vertrauen": Doch wem tut man unrecht?

    Zuweilen ist es auch erstaunlich bis erschreckend, wie wenig Vertrauen Fans und Mitglieder offensichtlich nur noch in offizielle Gremien besitzen. Da können Markus Merk oder Rainer Keßler, die noch vor einem halben Jahr als Versöhner und „Retter“ gewählt und gefeiert worden sind, eigentlich sagen was sie wollen. Geglaubt wird es ihnen nicht mehr. Im Gegenteil: Gar Lügen und Machtgelüste werden ihnen unterstellt. Sicher, das kommt nicht von ungefähr. FCK-Fans und Mitglieder wurden in den letzten 20 Jahren immer wieder belogen und betrogen. Doch kann das „Team Merk“ hierfür etwas?


    Wenn es in einer offiziellen Pressemitteilung heißt, dass „letztendlich ausschließlich die Gruppe der regionalen Investoren die Vorgaben zu Bonitätsprüfung, zu Geldwäsche, zu Compliance sowie zu den Regularien und Statuten des DFB und der Satzung des FCK erfüllen konnte“ und auch Markus Merk noch einmal betont, man habe versucht das Angebot von Horst Peter Petersen mit dem der regionalen Investorengruppe zu kombinieren, es sei aber schlicht nicht möglich gewesen, dann kann das ein Beiratsvorsitzender eigentlich nicht klarer ausdrücken. Auch wenn es mancher FCK-Fan oder Aufsichtsrat gerne hätte: In einem professionell geführten Unternehmen oder Fußballverein gehören Details aus Verhandlungen nicht an die Öffentlichkeit. Und schon gar nicht in einem laufenden Insolvenzverfahren. Aber was ist in Kaiserslautern schon noch professionell.


    Obendrein kann niemand nachvollziehbar erklären, welches Motiv FCK-Gremien sowie Gläubigerausschuss haben sollten, ein wirklich nachhaltig besseres Angebot für den Verein abzulehnen. Selbst Jörg E. Wilhelm, größter Merk-Kritiker und Dubai-Verfechter, antwortet darauf angesprochen, er könne nur spekulieren. Spekulationen, die den Fritz Walter Klub keinen Zentimeter voranbringen, die Basis aber (wieder einmal) zutiefst spalten.

    Becca als Teufel und Petersen als Retter? Die Widersprüche vom Betzenberg

    Überhaupt sind in diesen Tagen auffallend viele Paradoxe rund um den Betzenberg zu vernehmen. Da kritisieren Mitglieder die Vereinsführung dafür, Angebote nicht gematched zu haben. Schließlich könne man doch 75% der Anteile der insolventen KGaA an den Ankerinvestor Horst Peter Petersen vergeben, und zusätzlich 25% an regionale Investoren. Zweifelsfrei: Das ist ein Ansatz. Und vielleicht ist es sogar der nachhaltigere und bessere. Aber wenn dieselben Leute dann von der Notwendigkeit einer Fan-Säule sprechen, oder dazu ermahnen, das geschaffene 4-Säulen-Modell zu beherzigen, dann widerspricht sich das.


    Ein Widerspruch ist auch die Tatsache, dass manche Fans – aber auch gewisse Medienvertreter, die im vergangen Jahr Flavio Becca (zu Recht) noch aufs heftigste kritisierten und dezent zum „abhauen“ aufforderten, jetzt nahezu ohne jede nähere Information einem ihnen völlig unbekannten Herrn Petersen „ihren“ Verein in die Hände geben würden. Einzige Informationsquelle: Die Tweets und „Klartext“-Schreiben von JörgE. Wilhelm.


    Keine Frage: Vielleicht hat Herr Petersen hehre Absichten, vielleicht ist sein Sport-Konzept überzeugend und würde den FCK nach vorne bringen. Aber „vielleicht“ sollte in solch einem sensiblen Prozess keine Entscheidungsgröße sein. Auch deshalb mahne ich an: Denkt nicht schwarz-weiß, bleibt kritisch und hinterfragt. Aber zu allen Seiten.


    Davon abgesehen wirkt es nicht sonderlich seriös, dass zwar auf der einen Seite Jörg E. Wilhelm medial sehr präsent für Petersen wirbt, dieser aber bis zuletzt nicht aus dem Schatten getreten ist. Wenn sich ein potentieller Investor nicht einmal in der entscheidenden Gläubigersitzung persönlich vorstellt – oder wenigstens per Videokonferenz, dann schafft das nicht gerade Vertrauen. Das hat selbst Flavio Becca vergangenes Jahr besser hinbekommen, der sogar die Mannschaft im Trainingslager besuchte.


    Auch das Argument, Petersen wolle seinen Namen medial nicht „verbrennen“ falls die Gremien sich gegen ihn entschieden, greift zu kurz. Denn sein Name ist seit Wochen bekannt, wurde mittlerweile auch indirekt vom Verein bestätigt. Wieso also nicht Aussagen richtig stellen, wenn sie doch – wie der Aufsichtsratsvorsitzende der KGaA Jörg E. Wilhelm im SWR-Interview erklärt hat, teilweise schlicht gelogen sein sollen. Unter anderem bezog Wilhelm sich hierbei darauf, dass Angebot von Petersen habe sehr wohl mit allen verbandsrechtlichen Regularien in Einklang gestanden und sei außerdem sofort annahmefähig gewesen. So aber bleiben verunsicherte Fans und Mitglieder zurück, der Vorwurf der Täuschung steht im Raum und den Schaden hat nur einer: Der FCK.

    Mitglieder ausgrenzen geht gar nicht! - Der FCK gibt ein beschämendes Bild ab

    Doch wie gesagt: Es ist wichtig, die Sache reflektiert zu betrachten. Und so macht in der Causa Insolvenzverfahren eigentlich niemand eine glückliche Figur.


    Gremienmitglieder von Sitzungen auszuschließen, oder sie nicht zu informieren, gehört sich nicht nur nicht, es ist vereinsschädigend. Ebenso wenig wie man einen Aufsichtsratsvorsitzenden zum Rücktritt auffordert. Gerade das „Team Merk“, das in Person von Rainer Keßler bereits am eigenen Leib Druck und Rücktrittsforderungen erlebt hat, stand eigentlich dafür, nie wieder mit solchen Mitteln arbeiten zu wollen. „Es darf auf keinen Fall wieder passieren, dass sich in der öffentlichen Wahrnehmung wie vergangenes Jahr verschiedene Parteien bilden, die sich feindlich gegenüber stehen“, sagte Rainer Keßler noch vor drei Wochen im Interview mit Treffpunkt Betze. Genau das aber ist passiert. Schlimmer denn je.


    Und auch die Pressemitteilung nach Wilhelms Äußerungen im SWR mag aus Vereinssicht zwar verständlich sein, ist in der Außenwirkung aber ein Desaster. Per Unterlassungserklärung Maulkörbe zu verteilen und einem Aufsichtsratsvorsitzenden gar mit Vereinsausschluss zu drohen (was aktuell laut Satzung so gar nicht möglich ist), verstärkt bei Fans nur das Gefühl: Ihr habt doch etwas zu verbergen. Kommunikation wäre auch hier das Zauberwort.


    Überhaupt drängten sich nach der Pressekonferenz des Vereins vergangenen Mittwoch einige Fragen auf: Wieso äußert sich der Klub überhaupt zu diesem Zeitpunkt? Der vermeintlichen Entscheidung zu Gunsten der regionalen Investoren liegt „nur“ ein sogenannter „Letter of Intent“ – zu Deutsch eine Absichtserklärung, zu Grunde. Ein ausgehandeltes Vertragswerk steht noch aus. Die gleiche Situation spielte sich bereits ein Jahr zuvor ab, als sich die damaligen Geschäftsführer Michael Klatt und Martin Bader für Flavio Becca und gegen eine regionale Offerte entschieden. Das Ende ist bekannt: Becca investierte nicht. Und so konnten auch am Mittwoch weder Zahlen präsentiert werden, noch stellten sich regionale Investoren der Öffentlichkeit vor. Doch genau das wird in Zukunft nötig sein. Denn Vertrauen und Transparenz müssen am Betzenberg mindestens genauso dringend geschaffen werden, wie der Klub sportlichen Erfolg benötigt. Es bedingt einander sogar.

    Die "Regionalen" müssen jetzt Vertrauen schaffen

    Denn viele Fans trauen dem „regionalen Braten“ nicht. Zum einen weil die kolportierte Summe von circa 8 Millionen Euro dem Verein nur kurzfristig hilft, vor allem aber weil für sie Personen wie Dieter Buchholz ein rotes Tuch sind. Buchholz, von 2007-2008 selbst glückloser Aufsichtsratsvorsitzender des FCK, hat den Roten Teufeln in den letzten 20 Jahren zwar immer wieder finanziell unter die Arme gegriffen, hinter den Kulissen aber auch immer wieder seinen Einfluss geltend gemacht. Jedoch nie offen, immer verdeckt. Nicht zuletzt galt die alte FCK-Führung rund um Patrick Banf als seine. „FCK-Geklüngel“ gilt in Kaiserslautern auch als Synonym für seinen Namen. Schwer vorzustellen, wie sich das mit dem Wunsch nach Ruhe und Kontinuität verbinden lassen soll.


    Doch der 1. FC Kaiserslautern kann sich eben auch nur noch bedingt aussuchen, von wem er sich helfen lässt. Die 2018 gegründete KGaA ist insolvent. Rekordverdächtig nach nur zwei Jahren. Der Ausgliederungsprozess verlief bislang desaströs, von Bundesliga und Champions League wurde schwadroniert, in der Realität konnte das 4-Säulenmodell bisher so gut wie gar nicht gefüllt werden.


    Und so kommt es, bei aller berechtigten Kritik in der aktuellen Bewertung viel zu kurz, dass der FCK einem Schuldenschnitt und somit zumindest der Chance, einen wirtschaftlichen Neuanfang zu starten, ein großes Stück näher gekommen ist. Keine Frage, zu „verdanken“ ist dies auch den gelockerten Corona-Regularien, aber am Ende zählt das Ergebnis.


    Das Ziel jedoch, mit dem das „Team Merk“ im Dezember 2019 eigentlich angetreten ist, nämlich den FCK nach den desaströsen „BBK-Jahren“ zu versöhnen, zu einen und wieder als Familie erstrahlen zu lassen, ist Stand heute krachend gescheitert. Wieder wird über Anwälte miteinander kommuniziert, gedroht und mit Vorwürfen um sich geschmissen.


    Wie soll auf einem Boden, der so mit Zwietracht, Eitelkeit und Machtspielerei vergiftet ist, je sportlicher Erfolg wachsen? Bekommt der Verein das nicht endgültig in den Griff, kann er den Schädling namens Seilschaften und Klüngelei nicht endlich restlos bekämpfen, wird die noch so zarteste sportliche Pflanze, die Spieler, Trainer und Funktionäre zu pflanzen versuchen, eingehen und verwelken, bevor sie nur einen Tag geblüht hat. Die Hoffnung stirbt in Kaiserslautern ja bekanntlich zuletzt. Doch irgendwann stirbt eben auch sie.


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Kommentar: Gerrit

  • Theoretisch dürfte heute nur noch ein Angebot oder die Kombi auf dem Tisch legen.

    Rein nach dem Prozess muss dann der Ausschuss ja oder nein sagen.


    Die Auswahl der Lösung muss vorher beim FCK (GmbH) gefallen worden sein und der Sachwalter ist einbezogen.


    Deswegen heute auch nur "2h" meeting. Vorlage - Fragen und Antworten - Ja oder nein.

    So ging es zumindest in Unternehmen zu die diesen Prozess durchlaufen sind und in die ich Einblick hatte durch Netzwerk.


    EDIT

    und ich hoffe das neben der Vorlage des Investorenangebots auch der Schuldenschnitt final auf der Agenda steht :)

    "Die Menschen wissen im Moment nicht wohin mit ihrer Liebe. Sie möchten dafür wenigstens ab und zu ein Fußballküsschen bekommen. Dafür werden sie den Klub weiterhin unterstützen müssen, auch in holprigen Zeiten" !! (Marcel Reif, kicker, 10.10.16)

  • Diskussionsthema zum Artikel: FCK schließt Vertrag mit regionalen Investoren ab


    FCK schließt Vertrag mit regionalen Investoren ab

    Der Gläubigerausschuss hat entschieden: Die regionalen Investorengruppe um Giuseppe Nardi und Klaus Dienes sollen die neuen Investoren des FCK werden.


    • Grundlage für Insolvenzplan schaffen
    • Wirtschaftlich beste Lösung schafft solide Basis für nachhaltig belastbare Zukunft
    • Vertreter des Vereins stimmen der Vorgehensweise zu

    Die Mitglieder des vorläufigen Gläubigerausschusses der 1. FC Kaiserslautern GmbH & Co. KGaA haben auf Ihrer heutigen Sitzung den eigenverwaltenden Geschäftsführer, Soeren Oliver Voigt, beauftragt, den Investoren-Vertrag mit der Gruppe regionaler Investoren final zu verhandeln und abzuschließen.


    Dieser Vertrag schafft eine unabdingbare Grundlage für den Insolvenzplan, der mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens dem zuständigen Amtsgericht vorgelegt werden muss. Darüber hinaus sehen die Mitglieder des vorläufigen Gläubigerausschusses in dem Angebot der regionalen Investorengruppe die wirtschaftliche beste Basis für eine nachhaltig belastbare Zukunft des Vereins.


    Die Vertreter des 1. FC Kaiserslautern e.V., die als Gäste zu der Sitzung des vorläufigen Gläubigerausschusses eingeladen waren, haben der Vorgehensweise zugestimmt.


    Die Zustimmung der Vereinsvertreter war für die Mitglieder des vorläufigen Gläubigerausschusses von entscheidender Bedeutung“, erläutert der vorläufige Sachwalter, Dr. Andreas Kleinschmidt.


    Der vorläufige Gläubigerausschuss hat sich in den zurückliegenden Tagen und Wochen intensiv mit den vorliegenden Offerten und Angeboten befasst und den interessierten Parteien ausreichend Zeit gegeben, die eingeforderten notwendigen Unterlagen vorzulegen“, erklärt Soeren Oliver Voigt. „Unabhängige, sachverständige Prüfer wurden vom vorläufigen Gläubigerausschuss beauftragt, die tatsächlich vorliegenden Dokumente zu analysieren, zu bewerten und zu vergleichen. Letztendlich stellten die Mitglieder des vorläufigen Gläubigerausschusses heute einstimmig fest, dass ausschließlich die Gruppe der regionalen Investoren die Vorgaben zu Bonitätsprüfung, zu Geldwäsche, zu Compliance sowie zu den Regularien und Statuten des DFB und der Satzung des FCK erfüllen konnte.


    Die heutige Entscheidung des vorläufigen Gläubigerausschusses als zentralem Gremium im vorläufigen Insolvenzverfahren verschafft uns die für die nächsten Schritte dringend gebotene Transaktionssicherheit“, ergänzt der Generalbevollmächtigte der 1. FC Kaiserslautern GmbH & Co. KGaA, Dirk Eichelbaum. „Wir haben jetzt die Chance, den Insolvenzplan fristgerecht bei Gericht einzureichen. Mit der Eröffnung des Verfahrens kann das zuständige Amtsgericht dann den Termin für die Gläubigerversammlung festlegen, die über die Annahme des Insolvenzplans zu entscheiden hat.


    Quelle: 1. FC Kaiserslautern

    Florian Dick: "Der 1. FC Kaiserslautern ist der englischste Klub in Deutschland."

    Hans Sarpei auf Twitter: Relegation 2013: Der Moment, wo ganz Deutschland zum Fan des 1. FC Kaiserslautern wird.

  • Das muss ich erst einmal sacken lassen und genau verfolgen wie es weiter geht, bevor ich mich vom FCK verabschiede und meine Mitgliedschaft kündige.

    "Fußball ist eigentlich ein einfaches Spiel, das erst durch die Einflussnahme des Trainers verkompliziert wird!"

    ich bin Optimist -- sogar meine Blutgruppe ist positiv

  • So ..... tja

    Ich verabschiede mich damit ins Sommerloch

    Ob ich nochmal zurück komme, mache ich von den weiteren Entwicklungen abhängig. Kontext Nähe gewisser Personen zu Lux


    Und wenn man etwas mal abgöttisch geliebt hat, dann darf man es auch wegfliegen lassen - bevor sich gegenseitig hasst.


    Ich wünsche euch einen schönen Sommer - und ich verzieh mich bald in den Urlaub


    Unabhängig davon wünsche ich dem fck mit dieser Lösung alles gute für die Vorbereitung der Saison und möge kein „Krieg“ im Umfeld ausbrechen.


    Gehabt euch wohl

    "Die Menschen wissen im Moment nicht wohin mit ihrer Liebe. Sie möchten dafür wenigstens ab und zu ein Fußballküsschen bekommen. Dafür werden sie den Klub weiterhin unterstützen müssen, auch in holprigen Zeiten" !! (Marcel Reif, kicker, 10.10.16)

  • mit dieser Entscheidung gibt es dann wohl neben dem Schuldenschnitt auch einen (weiteren) Mitgliederschnitt. Hatte mir von Merk einiges erwartet, aber Enttäuschungen ist man ja nach mittlerweile die letzten 20 Jahre mehr als gewohnt. Zum Glück dufte ich 20 geile Jahre davor erleben: danke dafür an alle Beteiligten.

    Viva la Meckerkultur:girly2:

  • diese weitere provinposse lassen euch die mitglieder nicht durchgehen.

    Wenn die Transaktionssicherheit oder diedie Info wer genau hinter den Investoren steht fehlt, dann man muss einfach mal die Entscheidung respektieren.

    So hätte vermutlich jeder klardenkender Mensch entschieden. Was Wissen wir genau über das Angebot von Dubei Peter, oder woher kommt das Geld? Wenn diese Sachen geklärt sind kann er ja auch mit Einsteigen. Hält ja niemanden davon ab laut Herr Kleinschmidt.

  • Die letzten 14 Tage habe ich mich hier zurück gehalten, da meine Posts Michael zu "destruktiv" waren. :/


    Jetzt hoffe ich nicht, dass jemand annimmt, dass meine destruktive Einstellung zu dieser Entscheidung beigetragen hat. Obwohl - eigentlich war ich lediglich realistisch und habe 2 und 2 zusammen gezählt. :dunno:


    Jedenfalls hat der FCK meines Erachtens die Chance auf eine Zukunft vertan! Es wird jetzt einige Zeit finanziell weiter gehen und in ein paar Monaten wird die finanzielle Situation wieder die Gleiche sein. Dann werden vielleicht (eher wahrscheinlich) andere Akteure in den Vordergrund treten. Zwischenzeitlich wird noch ordentlich schmutzige Wäsche gewaschen werden und der FCK wird noch mehr zum Skandalclub verkommen.


    Schmierentheater ist aber nicht so ganz meins - deswegen werde ich mich jetzt vorläufig oder für länger oder vielleicht auch für immer verabschieden. Schaun mehr Mal!

    .

    FCK


    Chance gehabt - Chance vertan!

    Was ist aus Dir nur geworden?


    Machs gut!

  • Das Thema "Becca" hat sich laut Markus Merk deutlich erledigt.


    Darüber hinaus vermute ich, dass wir hier nicht zwingend von einer Entscheidung FÜR die regionalen Investoren sprechen. Wenn das Dubai-Angebot die Auflagen und Bedingungen nicht erfüllt hat, dann gab es schlicht und ergreifend keine andere Option.

    Florian Dick: "Der 1. FC Kaiserslautern ist der englischste Klub in Deutschland."

    Hans Sarpei auf Twitter: Relegation 2013: Der Moment, wo ganz Deutschland zum Fan des 1. FC Kaiserslautern wird.

  • Den Namen Becca wird man offiziell in nächster Zeit nicht hören. Der tritt erst zum Ende des jetzt offiziell vereinbarten Projektes wieder auf. Also in der 2. Hälfte der nächsten Saison, sprich erstes Halbjahr 2021.

    Auch das gehört zum Projekt.

    Das heißt nicht, dass dieser Name kein Thema mehr ist. Im Gegenteil, mMn ist er wesentlicher Bestandteil.

    Voigt und Merk müssen aber auch die Kraft, den Mut und die Entschlossenheit aufbringen, die Seilschaften im FCK-Dunstkreis zu zerschlagen, die diesen Traditions-Verein seit Jahrzehnten fernsteuern... Klein-Investoren oder Klein-Sponsoren etwa, die sich mit ihrer Unterstützung Einfluss und Macht erkaufen, ihren Geltungsdrang befriedigen, Medien instrumentalisieren, die Stimmung vergiften, den Verein spalten.

    ...muss den Mut haben auf das Geld dieser Leute zu verzichten...(Bernd Schmitt, SWR)

  • Wie armselig es auf dem Betze zugeht, merkt man vor allem daran dass bei der wichtigsten PK des Jahres der Ton nicht funktioniert. Jeder 16-jährige Hobbystreamer bekommt das heute besser hin.

  • Es mussten Begründungen für die ablehnende Haltung gegenüber dem Dubai-Angebot geliefert werden. Dann sucht man sich natürlich solche Versionen, die gut passen und nicht direkt vom Gegenteil überzeugen können. Ich glaube hier Prof. Wilhelm voll und ganz. Er wird sich diesbezüglich nicht äußern, um auf die Schlachtbank geführt werden zu können. Er wird nichts so darlegen, womit man ihn später belasten könnte.


    Und dass die offiziellen Medienvertreter des FCK ihre Akkreditierung behalten möchten, davon gehe ich ebenfalls aus. Dazu zähle ich auch die beiden (?) Forenbetreiber mit Akkreditierung.


    Sorry und Prost :party:


    Ein Gesülze wie noch kaum bzw. gar nicht erlebt.


    Auch wenn sie sicherlich von einigen Leuten mit Einfluß getrieben wurden. Aber das war und ist dreist und frech gegenüber dem eindeutigen Wählerauftrag.


    Ich verweise nochmals auf meine Signatur. NUR das zählt!

    Voigt und Merk müssen aber auch die Kraft, den Mut und die Entschlossenheit aufbringen, die Seilschaften im FCK-Dunstkreis zu zerschlagen, die diesen Traditions-Verein seit Jahrzehnten fernsteuern... Klein-Investoren oder Klein-Sponsoren etwa, die sich mit ihrer Unterstützung Einfluss und Macht erkaufen, ihren Geltungsdrang befriedigen, Medien instrumentalisieren, die Stimmung vergiften, den Verein spalten.

    ...muss den Mut haben auf das Geld dieser Leute zu verzichten...(Bernd Schmitt, SWR)