Harald Layenberger: Mehr als ein gewöhnlicher Hauptsponsor

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    Harald Layenberger: Mehr als ein gewöhnlicher Hauptsponsor

    Die Layenberger Nutrition Group ist nicht mehr Hauptsponsor des FCK. Die Art und Weise des Abschieds wirft Fragen auf. Ein Kommentar.


    Die Layenberger Nutrition Group macht die Brust frei für einen Sponsor, der mehr zahlen kann. Dies war vertraglich so vereinbart.


    Doch reisen wir noch einmal zurück. Zurück in den Sommer 2018: Vor gut zwei Monaten hat der einst so ruhmreiche 1. FC Kaiserslautern den schwärzesten Tag in seiner bis dato 118-jährigen Vereinsgeschichte erlebt: Den Abstieg in die Drittklassigkeit. Der Verein Fritz Walters, viermaliger deutscher Meister, zweimaliger Pokalsieger, er liegt am Boden. Sportlich wie emotional. Doch in seinem Umfeld entsteht etwas, was so in Fußballdeutschland wohl nur in Kaiserslautern möglich ist. Eine schier unfassbare Aufbruchsstimmung erfasst damals den Klub, über 1.500 Fans pilgern zum ersten öffentlichen Training der Mannschaft, über 40.000 Fans besuchen die Auftaktpartie gegen 1860 München. Von Untergangsstimmung ist nichts mehr zu spüren. Inmitten dieser „Jetzt erst Recht“ Atmosphäre wird Harald Layenberger mit seinem Unternehmen Hauptsponsor des 1. FC Kaiserslautern. Layenberger, vor über 63 Jahren in Kaiserslautern geboren, war von Anfang an kein gewöhnlicher Hauptsponsor.

    Der „Sponsor der Fans“ – Sein Vater vererbt ihm das FCK-Gen

    Es ist der 13. Juli 2018, ein Tag vor dem äußerst gut besuchten Stadionfest, da wird Layenberger der Öffentlichkeit vorgestellt. In einem sehr emotionalen Statement, bei dem ihm mehrfach fast die Stimme versagt, erzählt er, dass sein Vater über 60 Jahre lang als Ordner und Fan FCKler durch und durch war. Dass dieser ihn, den kleinen Harald, einst mit auf den Betzenberg mitnahm und von da an sein Herz dem FCK gehörte. Er erzählte aber auch, warum er noch kein FCK-Mitglied sei. Er wolle kein Teil des „FCK-Geklüngel“ sein. In der Vergangenheit sei das Stimmungsbild „ausgeglichen negativ“ gewesen, so Layenberger damals. Und das liege vor allem daran, dass nicht ehrlich miteinander und den Fans umgegangen worden sei. Dies wolle er nun ändern. Layenberger, dieser Name sollte für etwas stehen. „Sponsor der Fans“. Das war sein Anspruch. Und dem wurde er auch bis zum letzten Tag gerecht.

    Streit mit FCK-Führung eskaliert - Layenberger rettet Fritz Walter Nachlass

    Doch seine Skepsis bezüglich einer Tätigkeit beim FCK sollte ihn schon bald einholen. Denn „Ehrlichkeit vom ersten Tag an“, die Harry - wie er von den Fans liebevoll genannt wird - in seiner Vorstellung propagierte, wollten nicht unbedingt alle beim FCK in gelebter Art und Weise teilen.


    Dass sein Verhältnis mit dem damaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Patrick Banf freundlich ausgedrückt schwierig war, daraus machte Layenberger nie ein Geheimnis. Auch nicht im damaligen Interview mit Treffpunkt Betze im Dezember 2018. Doch auch die wirtschaftliche Strategie von Michael Klatt und Martin Bader, denen er bei seiner Vorstellung noch außerordentliche Kompetenz attestierte, gefiel dem Herzblut-Fan nicht. Und noch weniger deren Kommunikationsstrategie: Lieber nichts, als zu viel zu sagen. Als im Dezember 2018 Rainer Keßler als Vereinsvorstand abberufen und ihm dies auf der Autofahrt Richtung München am Telefon mitgeteilt wurde, machte Layenberger sich und den Fans erstmals verbal Luft. Es entstanden Facebook-Posts, die er kurze Zeit später relativieren musste. Als im Januar 2019 Patrick Banf im Aufsichtsrat bleiben durfte, reichte es Layenberger aber. „Denjenigen, die sich wieder einmal selbst verraten haben, wünsche ich dicke eitrige Pickel ins Gesicht“. Dass er damit über das Ziel hinausschoss – und das auch nicht zum letzten Mal, ist unbestritten. Es ist nicht gerade die Art und Weise, wie sich Hauptsponsoren gegenüber Vereinsverantwortlichen verhalten sollten. Harald Layenberger war aber immer mehr als ein Hauptsponsor. Er war Fan. Und er zeigte es. Und das mit voller Leidenschaft.


    Als im Februar 2019 der Nachlass Fritz Walters bei einer Auktion in alle Welt versteigert zu werden droht, der 1. FC Kaiserslautern finanziell nicht in der Lage, und der DFB nicht willig ist das Erbe des deutschen Ehrenspielführers zu retten, kauft Layenberger den Nachlass kurzerhand aus dem eigenem Geldbeutel. Gedankt wurde es ihm vom FCK – zumindest öffentlich – nie. Dabei wäre jeder Fan und leidenschaftliche Anhänger des 1. FC Kaiserslautern und Fritz-Walters Harry Layenberger zu tiefem Dank verpflichtet. Gerade in Zeiten, in denen es fast nur noch um Geld und Profit geht, wo die traditionellen Werte, die einst die Walter-Elf vorgelebt und den 1. FC Kaiserslautern und den DFB erst groß gemacht haben, immer mehr in Vergessenheit geraten, war ein Mann wie Harald Layenberger Gold wert. Doch viele im Verein empfanden diese Position, in die sich Layenberger durch solche Aktionen brachte, die Sympathie, die ihm entgegenschlug, offenbar als störend, ja sogar als gefährlich.


    Deswegen wurde Harald Layenberger immer mehr zur unerwünschten Person. Sein Fantalk, ursprünglich in der Layenberger-Loge im Fritz-Walter-Stadion geplant, musste außerhalb in der Fankneipe „Zum zwölften Mann“ stattfinden. In Planungen bezüglich der Feierlichkeiten zu „100 Jahre Fritz Walter“ wurde er nicht eingebunden. Ein Treppenwitz, denn ohne Layenberger wären ein Großteil der Habseligkeiten von Fritz Walter jetzt in Brasilien oder China zu bestaunen.


    Und so verlor auch Layenberger irgendwann die Motivation. „Wenn du dich gerne bei den Menschen, die diesen Verein über alles lieben und unterstützen, für ihr uneingeschränktes Engagement und für ihre Leidenschaft bedanken willst, und dann feststellen musst, dass deine für diesen Zweck gebaute Fan-Loge als 'Keimzelle des Bösen' bezeichnet wird, und dir dann noch von offizieller Seite unterstellt wird, nur die Feinde der Vereinsführung einzuladen, dann vergeht einem die Lust“, äußerte sich Layenberger im August 2019 enttäuscht.


    Zu diesem Zeitpunkt war das Tischtuch zwischen FCK und Layenberger eigentlich zerschnitten. Zu viel Porzellan wurde – auch von Layenberger selbst – und der damaligen Vereinsführung um Martin Bader und Michael Klatt zerschlagen. Doch als im Dezember 2019 die Riege um Markus Merk und Rainer Keßler in die Gremien des Vereins gewählt wurden, keimte bei allen Beteiligten Hoffnung auf, die „Ehe“ doch noch zu retten. Layenberger und der FCK, das musste doch einfach passen.


    Doch es dauerte nicht lange, bis es zu neuerlichen Irritationen kam. Im Zuge der Investorensuche gab Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt der Rheinpfalz ein eigentlich harmloses Interview, indem er mehr oder weniger nur den Status Quo darlegte, nämlich dass im Fall der Fälle ein anderer Sponsor, der dem FCK mehr zahle als Layenberger, die Brust übernehmen könne. Layenberger selbst fühlte sich davon aber brüskiert, kündigte auf Facebook mehr oder weniger an, sofort als Hauptsponsor auszusteigen. „Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan“, titelte er auf Facebook.


    Kurze Zeit später beschwichtigten der FCK und Layenberger noch einmal die Partnerschaft. „Ich werde auch weiterhin die neue Führung um Soeren Oliver Voigt, der mein vollstes Vertrauen genießt, unterstützen und auch weiterhin Sponsor dieses Vereins bleiben. Wer wie Herr Voigt an allen Fronten für unseren FCK kämpft, dem sei es verziehen, wenn er auf eine solche Frage der 'Rheinpfalz' etwas unglücklich antwortet.“ Doch da war das Ende der gemeinsamen Zeit schon ganz nah.

    Stichwort Kommunikation: Das hat Layenberger nicht verdient

    Und das ist an sich auch nicht verwerflich. Layenberger selbst hat 2018 dafür gesorgt, dass beide Seiten vorzeitig die Zusammenarbeit beenden können, sollte ein finanzstärkerer Partner den FCK unterstützen wollen. Die Angelegenheit könnte also eigentlich ganz geräuschlos vonstatten gehen, wäre für den Klub sogar eine erfreuliche Tatsache. Denn sie bedeutet Mehreinnahmen. Nicht so aber beim 1. FC Kaiserslautern.


    Die Art und Weise wie man Harald Layenberger ziehen lässt, beziehungsweise mit ihm (nicht) kommuniziert, wird dem Menschen Harald Layenberger (wieder einmal) nicht gerecht. Dass der FCK seine Mannschaft offenbar bereits mit neuem Sponsor ablichten lässt, ohne den alten darüber zu informieren, darf ebenso kopfschüttelnd betrachtet werden wie, dass laut Layenberger die Geschäftsführung die vertragliche Option zur Beendigung der Partnerschaft gar nicht gezogen hat. Der FCK wollte sich zu diesen Vorwürfen auf Nachfrage von Treffpunkt Betze nicht äußern.


    Dass aber auch im Zuge des Fritz Walter Erbes die Kommunikation mit Layenberger offenbar auf Eis liegt, und laut Layenberger sogar „kein Interesse an der Heimkehr des Nachlasses“ besteht, das ist nicht nur enttäuschend, es ist weder der Person Fritz Walters noch Harald Layenbergers würdig.


    Man kann von Harald Layenberger halten was man möchte. Sicher hat auch er Fehler gemacht, ist manches Mal über das Ziel hinausgeschossen und wäre insbesondere auf Facebook manchmal lieber stumm geblieben, statt die ohnehin öffentlich brodelnde Debatte um den FCK noch zu befeuern. Manch öffentlich ausgetragener Konflikt, ob mit Patrick Banf, der Rheinpfalz oder zuletzt Dieter Buchholz, hat dem FCK nicht gut getan, ihm sicherlich nicht geholfen.


    Aber: Harald Layenberger hat auch viel für „seinen“ FCK getan. Er wurde in einer Situation Hauptsponsor, in der Interessenten nicht gerade Schlange standen. Er wollte die Familie FCK wieder zu neuem Leben erwecken und er hat den Nachlass Fritz Walters vor der Zerschlagung gerettet. Und so ein Mann verdient es, dass man ihn würdigt. Dass man ihm offen ins Gesicht sagt, was man vorhat. Und nicht, dass man ihn durch die Hintertür verabschiedet. Dass er dem Verein trotzdem als Exklusivpartner erhalten bleibt ist ihm umso höher anzurechnen. Und auch die Layenberger-Loge und die Layenberger&Fans Westkurve wird noch ein weiteres Jahr bestehen bleiben, wie er Treffpunkt Betze verriet.


    Man kann Harald Layenberger einiges nachsagen, aber nicht, dass er den Verein nicht tief in seinem Herzen tragen würde. Denn diese Liebe geht tiefer als jedes FCK-Geklüngel. Er hat sie von seinem Vater vererbt bekommen. Und das überdauert jedes Engagement. Es bleibt für immer. Layenberger war eben schon immer mehr Fan als ein Hauptsponsor.


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Titelbild: ms-sportfoto

  • Doch viele im Verein empfanden diese Position, in die sich Layenberger durch solche Aktionen brachte, die Sympathie, die ihm entgegenschlug, offenbar als störend, ja sogar als gefährlich.

    Störend oder sogar gefährlich? So wie seit Jahren die Befindlichkeiten der Fans ignoriert werden, dass ist gefährlich und störend!

    Einmal editiert, zuletzt von TuxRacer ()

  • es wäre wünschenswert auch die "andere" Seite zu hören ! (warum schweigt sie ???)

    Sonderbar, als es um die Richtigstellung vs. Wilhelm ging, "es gibt kein Team Kessler" - da war man auf Zack.... und man kann auch Schweigen als eine Reaktion deuten.


    Gerrit1993

    danke für diesen wirklich tollen Beitrag! Kann ich von oben bis unten so unterschreiben.!

    "Die Menschen wissen im Moment nicht wohin mit ihrer Liebe. Sie möchten dafür wenigstens ab und zu ein Fußballküsschen bekommen. Dafür werden sie den Klub weiterhin unterstützen müssen, auch in holprigen Zeiten" !! (Marcel Reif, kicker, 10.10.16)

  • Der Weltschiedsrichter und Unternehmenscoach Merk sowie der "Rumdruckser im Hintergrund" Voigt sollten sich schämen. Ich frage mich, wie man mit einer dermaßen miesen Kommunikationskompetenz solch verantwortungsvolle Posten beim FCK erlangen kann. Die können doch keinem Gesprächspartner ehrlich/offen/seriös in die Augen schauen.

  • Kommunikation nach Außen ist in unserer aktuellen Phase sehr wichtig.


    Schade das dies weiterhin eine der Schwachstellen ist. Das was nicht nach Außen soll, wird lanciert (Bild) oder getwittert (Wilhelm) und dort wo man vorher sprechen sollte oder gut nach extern kommunizieren sollte (Sponsor, etc.) wird es nicht getan. ZB hätte man mit Layenberger nicht wegen der "Ärmel" sprechen können?


    Aber das Traurigste ist für mich die Sache mit den Fritz Walter "Sachen". Sehr sehr schade.

    "Die Menschen wissen im Moment nicht wohin mit ihrer Liebe. Sie möchten dafür wenigstens ab und zu ein Fußballküsschen bekommen. Dafür werden sie den Klub weiterhin unterstützen müssen, auch in holprigen Zeiten" !! (Marcel Reif, kicker, 10.10.16)

  • Option B.

    Fußball bleibt nur dann Fußball, wenn der jeweilige Erfolg eines Vereines im direkten Zusammenhang mt dem Sportlichen und dem sportlich erwirtschafteten Erfolg des Vereines steht!
    ==> gegen den modernen Fußball.
    @BVB: Danke für Nichts! Der letzte Spieltag2012/2013 für immer eine Schande!

  • ich frage mich die ganze zeit,passiert das ganze aus kalkül oder sind unsere macher die

    ganzen jahren wirklich nur unfähig.

    Schliesst das eine das andere aus? So läufts halt beim 1. FC Blenderslautern.

    Es muss doch eine Sportart geben, wo man noch konkurrenzfähig ist. Einfach mal Synchronschwimmen oder Ausdruckstanz probieren.

  • Die Zeile aus dem Betzelied " Der FCK wird niemals unter gehn" müsste schon lange mit " aber wir arbeiten dran" ergänzt werden.

    Was da oben geschieht, und das nicht erst seit gestern, gleicht einer Selbstzerfleischung" die man so noch niemals im bezahlten Fußball erlebt hat.

    Als Fan steht man fassungslos da und fragt sich was man verbrochen hat um solch eine Scheiße miterleben zu müssen.

    Wir kommen wieder!
    :schild:

  • Die Zeile aus dem Betzelied " Der FCK wird niemals unter gehn" müsste schon lange mit " aber wir arbeiten dran" ergänzt werden.

    Was da oben geschieht, und das nicht erst seit gestern, gleicht einer Selbstzerfleischung" die man so noch niemals im bezahlten Fußball erlebt hat.

    Als Fan steht man fassungslos da und fragt sich was man verbrochen hat um solch eine Scheiße miterleben zu müssen.

    Was man als Fan getan hat? Man hat die Blender hofiert. Man hat immer von absoluten Fachleuten gesprochen, natürlich immer ohne eine Grundlage mit irgendeiner Substanz. Nur ausm eigenen Morgenurin rausgelesen, aber immer so getan, als hätte man voll den Durchblick. Wer wurde zb. hier schon alles gehyped. Basis? Im Normalfall keine. Selbst die Whistleblower werden noch gefeiert, weil sie angeblich Transparenz schaffen. Hätt man vielleicht nen Glaser an die Vereinsspitze wählen sollen. Wenn ich sowas höre, krieg ich inzwischen Blutdruck. Und dann haben die Fans natürlich ein gutes Gespür für dies und jenes. Nein, haben sie nicht. Die meisten sind auch nur irgendwelche Schwätzer. Aber was solls. Solange die Eigenwahrnehmung was anderes sagt, is doch alles gut.

    Es muss doch eine Sportart geben, wo man noch konkurrenzfähig ist. Einfach mal Synchronschwimmen oder Ausdruckstanz probieren.

  • tja-heinz

    der Beruf des Glasers ist ein ehrenwerter Beruf.

    Meine Vorfahren sind 1690 als tschechische Glasersfamilie zwecks Kirchbau

    in Markelsheim bei Würzburg eingewandert.


    Nix für Ungut.


    :rotwein:

    :ausflippen:


    Wo kämen wir hin, wenn alle sagten: Wo kämen wir hin;
    und niemand ginge, um einmal nachzuschauen, wohin man käme, wenn man ginge . . . :rolleyes:

  • Das sollte kein Angriff auf den Glaserberuf sein. Mein Vater war btw auch einer. Aber der Beruf bürgt quasi auf jeden Fall für ne gewisse Klarsicht :rotwein:


    Aber insgesamt wird es einfach Zeit, Dinge mal deutlicher auszusprechen. Gilt für unsre gesamte Gesellschaft. Diese Selbstbeweihräucherung kotzt mich mittlerweile nur noch an. Und dieses Gejammer hier gehört da auch dazu. Wie widerlich. Wer wollte, kann zb. schon seit Jahren erkennen, dass Rosskopf als Leiter der Presseabteilung deplatziert ist. Um nur ein Beispiel zu nennen. Jeder, der mal versucht hätte, mit dem FCK wegen irgendwas in Kontakt zu treten, hätte das schon bei den Reaktionen erkennen können. Die Erfahrung hab ich persönlich gemacht und es hätte einigen gut getan, sich das auch mal reinzuziehen. Oder wenn mal wieder in einer PK ein Fauxpas sondergleichen passiert, liest man neben noch in den Kommentaren zum Video, ja mei, das gehört halt zum FCK. Deswegen gehört auch die Insolvenz zum FCK.


    Wer Manager einstellt, weil sie mal in einem Unternehmen tätig waren, welches weltweiten Bekanntheitsgrad hat und dies als Expertise schlechthin sieht, dem ist auch nicht zu helfen. Mir klingen noch so viele Dinge aus den letzten Jahren in den Ohren, gerade welche, die ich hier lesen musste. Die hatten noch nicht so viel Zeit wie ihre Vorgänger, deswegen darf es keine negative Beurteilung geben. Um nur ein Beispiel zu nennen. Dabei konnte sich jeder denken, dass weder die Lautrer Bäcker noch ein Touristikunternehmen ausm Allgäu, welches man auf dem Mannschaftsbus spazieren fährt, diesen Verein retten und sinnvoll für die Zukunft aufstellen können.


    Oder anderes Beispiel. Das Pressefoto zur Vorstellung von Banf und Co. Da trägt Grotepas seine Unterlagen unter seinem Kordsakko und die beulen das aus, als hätte er dort ne AK47 drunter. Meine Fresse. Für ein offizielles Pressefoto lege ich das Zeug zur Seite die paar Sekunden. Das ändert natürlich nichts an dessen möglicher Qualifikation. Aber es wirkt einfach so unheimlich unprofessional und hinterwäldlerisch. Ich hab mir damals erlaubt, dies zu kritisieren. Aber das war wieder ein Frevel. Das könnt man so unendlich lange fortführen. Aber was solls. Die Provinzjünger haben gesiegt. Jetzt sollte man sein Schicksal einfach mit Demut und dem Versuch eines letzten Restes von Würde hinnehmen und nicht auf die Tränendrüse drücken. Vieles davon war abzusehen.


    Edit: Oder nehmen wir jetzt mal konkret das Thema Layenberger. Wieviele von denen, die hier ein Urteil fällen, haben Layenberger je persönlich gesprochen?

    Es muss doch eine Sportart geben, wo man noch konkurrenzfähig ist. Einfach mal Synchronschwimmen oder Ausdruckstanz probieren.

  • ... Edit: Oder nehmen wir jetzt mal konkret das Thema Layenberger. Wieviele von denen, die hier ein Urteil fällen, haben Layenberger je persönlich gesprochen? ...

    Ich! Und ich habe m.E. mit einem ehrlichen und gestandenen Mann gesprochen, der kein Geblubbere von sich gegeben hat, sondern seine Gefühle für den FCK und dessen Fans konkret und ehrlich geäußert hat. Dieser Typ Mensch, der auch sehr direkt sein kann, passt 1000 Mal besser zum FCK, als alle "Granaten" der letzten 20 Jahre. Ganz gleich ob sie im sportlichen oder wirtschaftlich/organisatorischem Bereich nur heiße Luft erzeugt haben und rein gar nicht zustande brachten.

  • Was man als Fan getan hat? Man hat die Blender hofiert. Man hat immer von absoluten Fachleuten gesprochen, natürlich immer ohne eine Grundlage mit irgendeiner Substanz

    Sorry, aber merkst du eigentlich selbst was du da für einen Schwachsinn vom Stapel lässt? Als ob irgendein Fan beeinflussen könnte was da oben gespielt wird. Wir können hier alle, mich und dich eingeschlossen, alles mögliche schreiben, da interessiert weder einen Merk noch irgendeinen anderen da oben, genauso weniger deren Vor und Vorvorgänger. Ebenso ist es als Mitglied, du kannst auf dein Gefühl vertrauen und wählen, wie in der Politik auch, und schon war es das mit deinem Einfluss auf die Geschicke derer, die den Karren lenken.

    Also komm mir jetzt bloß nicht und behaupte der Fan hätte Schuld an dem Dilemma. Das Gegenteil ist der Fall, wenn wir Anhänger nicht die ganzen Jahre dem Verein, trotz allem was war, die Treue gehalten hätten, wäre der Laden schon lange in die Luft geflogen.

    Wir kommen wieder!
    :schild:

  • Wirklich bemerkenswert ist, dass egal wie oft man den AR oder die Vorstände auswechselt, gewisse Probleme sich seit Jahren in diesem Verein durchziehen, wie ein roter Faden. Das Thema Kommunikation ist eins davon. Wie ich schon sagte: Seit 2014, genauer gesagt seit dem Abgang von Pressechef Gruber, ist die Kommunikation und Außendarstellung beim FCK ein Desaster.

    Alleine in dieser Zeit hatten wir vier verschiedene Aufsichtsräte (die Gruppen Rombach, Riesenkampff, Banf und Keßler) und fünf verschiedene Vorstandsvorsitzende bzw. Geschäftsführer (Kuntz, Gries, Klatt, Bader, Voigt) und da will in sechs (!) Jahren wirklich niemand bemerkt haben, dass wir ein Defizit in diesem Bereich hatten bzw. haben? Sorry, aber das kann mir doch keiner erzählen.


    Was die Kompetenz in anderen Bereichen angeht, hat man es ja manchmal auch nicht so ganz genau genommen. Die Mitglieder haben bspw. einen Riesenkampff gewählt, der sich als Schwätzer herausgestellt hat. Ja, ist richtig und kann man nicht abstreiten.

    Aber keiner von den wählenden Mitgliedern hat Riesenkampff daran gehindert, einen Sportvorstand zu installieren, was nämlich eigentlich seine Aufgabe gewesen wäre. Man wusste von Anfang an, dass Klatt nur Finanzen macht und Gries nur Marketing. Da hieß es Ewigkeiten lang, dass man irgendwann demnächst noch einen Sportvorstand verpflichten wird, weil Uwe Stöver "nur" als Sportdirektor geholt wurde. Was ist anderthalb Jahre lang passiert? Richtig, gar nix. Gries musste ewig lange den Vorstandsvorsitzenden machen, wofür er gar nicht geholt wurde und eigentlich auch nicht gemacht war, da er auch laut eigener Aussage nicht viel Ahnung von Fußball hätte. Jo, ganz toll. Ein Fußballverein, der über ein Jahr lang ohne sportliche Kompetenz im Vorstand herumwurschtelt. Das kannste eigentlich keinem erzählen.


    Also egal, was man jetzt letztlich von Prof. Wilhelm gehalten hat, aber er hat einen Satz gesagt, der den FCK der letzten 20 Jahre wirklich perfekt beschreibt: "Jeder macht, was er will und keiner macht, was er soll." Besser kann man es eigentlich nicht auf den Punkt bringen. Und solange sich das nicht ändert, wird das auch nix mehr mit erfolgreicheren Zeiten beim FCK.

  • Sorry, aber merkst du eigentlich selbst was du da für einen Schwachsinn vom Stapel lässt?

    Gegenfrage. Merkst du es? Spar dir die Antwort, ich kann sie mir selbst geben. Aber is wieder typisch. Mehr wie das fällt dir nicht ein.

    Es muss doch eine Sportart geben, wo man noch konkurrenzfähig ist. Einfach mal Synchronschwimmen oder Ausdruckstanz probieren.

  • Harry wird sich nie endgültig vom Verein lossagen. Er wird jetzt eben nur etwas kürzer treten und im Stadion dann wie tausende andere auch, nur der Fan sein..

    :schild: Eine Liebe ein Leben lang :schal:
    „Großer FCK deine Lieder singen wir voller Liebe wieder, wir stehen zu dir bis zum Tod, unsere Farben sind Weiß und Rot.“